Iris Muhl Drei Sommer wie ein Winter

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Inhaltsangabe zu „Drei Sommer wie ein Winter“ von Iris Muhl

Eine unmögliche Liebe verbindet James, den Halbwaisen aus Südafrika, und Monica, die Tochter aus
gutem Hause. Im England des frühen 20. Jahrhunderts haben sie keine Chance auf eine gemeinsame
Zukunft. Als der Erste Weltkrieg sie auseinanderreißt, zieht James voller Verzweiflung an die Front.
Drei Sommer lang ist für ihn Winter. Doch neue Hoffnung wächst in den Schützengräben: Die
Zuversicht eines neugefundenen Glaubens und der feste Wille, für seine Liebe zu kämpfen.

Sehr berührend - eine tolle Liebesgeschichte, geschrieben wie ein Film.

— cho-ice

Eigentlich wir eine Liebesgeschichte angekündigt. Doch das Buch vermittelt mehr. Es zeigt, wie der Krieg den Menschen verändert.

— mabuerele

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  • Eine Liebe in schweren Zeiten

    Drei Sommer wie ein Winter

    Arwen10

    James Green verliert früh seinen Vater bei einem Autounfall in Afrika. Als er daraufhin mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter zu seiner Tante nach London per Schiff reist, erwartet ihn dort eine ungewisse Zukunft. Die Mutter ist Tablettenabhängig und die Tante kümmert sich nur widerwillig um die drei. James fühlt sich in dem fremden Land sehr einsam, bis er Monica begegnet. Doch das junge Glück währt nur kurz, James nimmt das Studium auf, während Monica in ein Internat geschickt wird. Der Erste Weltkrieg bricht aus... Die Autorin versteht es ausgezeichnet den Figuren und der Zeit Leben einzuhauchen. Man nimmt teil an James Leben und spürt Verlust und Einsamkeit. Das Leben in London bei der Tante ist sehr bedrückend, dazu kommt eine Mutter, die sich kaum um sie kümmern kann. Auch Gott scheint James unerreichbar zu sein, seit dem Tod des Vaters.Sehr einfühlsam wird die Liebesgeschichte zwischen Monica und James erzählt, ihre Annäherung, die Briefe und Tagebucheinträge. Sehr deutlich wird es, wie schlimm der Krieg ist. Wie er Menschen verletzt und zerstört. Diese Atmosphäre ist bedrückend. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass das Gute und die Liebe siegen. Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Eine stimmige Atmosphäre und Tiefe, die einen sehr guten Roman ausmachen. Dabei wurde durch den Wahrheitsgehalt des Romans eine noch größere Authentizität erreicht. Ich freue mich, dass es wohl eine Fortsetzung geben wird und bin sehr gespannt, wie es mit James und Monica weitergeht. Die Person Boyle von der Heilsarmee bleibt mir auch im Gedächtnis und bestärkt mich darin, mich mal mit dem Thema Heilsarmee zu beschäftigen. Fazit: Ein äußerst gelungener tiefsinniger Roman

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    • 2

    Iris_Muhl

    21. February 2014 um 09:37
  • Eines der besten Bücher 2013

    Drei Sommer wie ein Winter

    AddictedToBooks

    Iris Muhl erzählt in "Drei Sommer wie ein Winter" von James ("Jimmy") und Monica, ein Paar, das seine Liebe nicht ausleben kann, denn es herrschen schlimme Zeiten. Als Jimmy in Südafrika seinen Vater verloren hat, zieht er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach England, wo sich die Familie ein besseres Leben erhofft. Schon bald lernt Jimmy Monica kennen, ein Kind guten Hauses, das jedoch viele Probleme mit ihrer Familie hat. Jimmy verliebt sich sofort, und Monica erwidert seine Liebe. Doch viele Dinge stehen gegen die Beiden und ihr Glück, und als dann auch noch der Erste Weltkrieg ausbricht, müssen sich die Beiden trennen - für immer? Oder wird Jimmy seine Monica wiedersehen? Es ist jetzt schon einige Tage her, seit ich das Buch zu Ende gelesen habe. aber ich denke noch regelmäßig an diese wundervolle Geschichte. Ich hatte eine einfache Liebesgeschichte erwartet, in der auch der Glauben eine kleine Rolle spielt, aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte darüber, wie zwei Verliebte sich gegen die Welt stellen, und versuchen, trotz Krieg und schwere Zeiten ihre Liebe weiter zu leben. Sie versuchen durchzuhalten, obwohl sich viele Menschen zwischen sie stellen und alles geben, um die Beziehung zu zerstören. Ich konnte mich richtig gut in die Geschichte hineinversetzen, sowohl in Jimmys Teil, als auch in Monicas. Doch nicht nur diese beiden Protagonisten sind lebendige und wunderbare Wesen, sondern auch die ganzen Nebenprotagonisten, wie Jimmys Mutter, der kleine Benjamin, Boyle, ... sind alle wirklich wunderbar gelungen. Ich fühle mich, als würde ich sie alle persönlich kennen, so gut beschrieben, lebendig und sympathisch finde ich sie.  Ich persönlich habe viel aus der Geschichte mitgenommen und werde das Buch sicherlich noch öfter lesen, denn das Buch gibt Mut, zeigt, wie wichtig Geduld und der Glaube an bessere Zeiten sind. Und gerade deshalb ist das Buch eines meiner Lieblingsbücher 2013 geworden. "Drei Sommer wie ein Winter" erhält von mir aus den oben genannten Gründen 5 Sterne.

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    • 4
  • Leserunde zu "Drei Sommer wie ein Winter" von Iris Muhl

    Drei Sommer wie ein Winter

    katja78

    Habt Ihr Lust auf einen historisch/christlichen         Roman? Dann schaut mal hier : Drei Sommer wie ein Winter von Iris Muhl erschein in Kürze beim SCM Hännsler Verlag. Ich lade euch ein, dieses Buch in einer Leserunde kennenzulernen. Eine unmögliche Liebe verbindet James, den Halbwaisen aus Südafrika, und Monica, die Tochter aus gutem Hause. Im England des frühen 20. Jahrhunderts haben sie keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft, die ihre Mutter um jeden Preis verhindern will. Als der Erste Weltkrieg sie auseinanderreißt, zieht James voller Verzweiflung an die Front. Drei Sommer lang ist für ihn Winter. Doch neue Hoffnung wächst in den Schützengräben: Die Zuversicht eines neugefundenen Glaubens und der feste Wille, für seine Liebe zu kämpfen. Zur Autorin Iris Muhl arbeitet seit insgesamt 12 Jahren für Schweizer Medien. Nach vier Jahren bei TV und Radio, wo sie eigene Sendungen verantwortete, begann sie für renommierte Zeitungen unter anderem für die Handelszeitung zu schreiben. Später folgte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin in Berlin und eine Weiterbildung zur Bilderbuchautorin in Zürich. Nach einigen Sachbüchern und Biographien für zwei Schweizer Verlage schreibt Iris Muhl heute hauptsächlich Romane. Sie wurde für ihre journalistischen Texte sowie Kurzgeschichten bereits mehrfach gewürdigt. Ihr Wunsch und Ziel ist es, außergewöhnliche und spannende Geschichten zu erzählen und den Leser damit zu fesseln. Iris Muhl ist seit 22 Jahren mit einem Architekten verheiratet und hat drei Söhne. Ich suche für diese Leserunde nun 10 Leser, die das Buch gemeinsam Lesen und rezensieren werden. Bewerbt euch bis zum 27.9.2013 für eines der Exemplare Ich freu mich auf eure Bewerbungen! Liebe Grüße Katja

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    • 162
  • Interessant, aber ein wenig zu kurz

    Drei Sommer wie ein Winter

    Fallen_Angel

    Meine Meinung   Zuallererst möchte ich mich ganz herzlich bei Lovelybooks und bei der Autorin, Iris Muhl, für das Leseexemplar bedanken. Ich hatte großen Spaß an der Leserunde! Der Inhalt dieses Buches hat mich sofort interessiert. Ich mag historische Romane die in England spielen sehr sehr sehr gerne. Auch der Hintergrund des ersten Weltkrieges hat mich interessiert.  Der Einstieg in das Buch ist sehr spannend, man wird gleich einmal praktisch mitten ins Buch hineingeworfen. Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr einfach und gut zu lesen. Durch die geringe Seitenzahl lässt es sich in einem Rutsch lesen.  Im großen und ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen. Wir begleiten den  Hauptcharakter, Jimmy, auf einer Reise quer durch die Welt. Zuerst muss er von seinem geliebten Afrika ins kalte, graue England. Und später bricht der Krieg aus. Jimmy verarbeitet seine Gedanken, indem er sie aufschreibt. Er ist ein kluger Junge und sein Traum ist es, Schriftsteller zu werden. In Monica findet er bald seine große Liebe, wird aber auch wieder von ihr getrennt.  Die Beziehung zwischen den Beiden hat sich für meinen Geschmack etwas zu schnell entwickelt. Sie kannten sich kaum, da waren sie schon zusammen. Man hat nicht sehr viel von ihnen mitbekommen, was ich sehr schade fand.  Durch die geringe Seitenzahl lässt sich das Buch zwar schnell lesen, aber es passiert auch viel in kurzer Zeit. Für mich braucht ein wirklich guter historischer Roman schon ein paar mehr Seiten. Die Geschichte war mit teilweise zu oberflächlich. Fazit   Ein historischer Roman der durch seine Orte und die Zeit in der er spielt, besticht. Ein flüssiger Schreibstil und wenig Seiten, lassen die Geschichte nur so dahin fliegen. Für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich und zu kurz. Aber das ist noch ausbaubar.

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    • 2
  • Drei Sommer wie ein Winter

    Drei Sommer wie ein Winter

    Blaustern

    02. December 2013 um 21:58

    Bis 1913 lebt der 15jährige Jimmy Green im schönen warmen Südafrika ohne Sorgen. Dann verunglückt sein Vater tödlich bei einem Autounfall und alles ändert sich. Der Onkel übernimmt die Firma seines Vaters und ist nicht gewillt, für die Familie seines Bruders zu sorgen. So zieht Jimmy mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder ins nasse kalte London zu seiner verbitterten Tante Mildred, wo er anfangs große Eingewöhnungsschwierigkeiten hat und seine Mutter tablettenabhängig wird. Dort lernt er Monica kennen und lieben, aber auch mit ihr und ihrer Liebe meint es das Schicksal nicht gut. Aufgrund ihres Stiefvaters, der sie sexuell missbraucht, kommt sie auf ein katholisches Internat, und die beiden werden wieder voneinander getrennt. Dann bricht auch noch der 1. Weltkrieg aus, und Jimmy meldet sich freiwillig. Ihre Briefe, die sie sich schreiben, werden von der Nonne abgefangen. Werden sie sich je wiedersehen? Die tiefgreifende und emotionale Geschichte spielt zur Zeit des ersten Weltkrieges und beruht auf Wahrheit. Von der Zeit davor in Südafrika erfahren wir aus Jimmys Erinnerungen. Erinnerungen an eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war, Jimmys Beziehung zu seinem Vater, um den er später sehr trauert und die wunderschöne Landschaft Südafrikas. Jimmy ist trotz seiner harten Zeit ein liebevoller und aufmerksamer Mensch und hilft, wo er kann. Monica ist glücklich, ihn kennengelernt zu haben, ist er doch ihr einziger Halt. Leider müssen sie sich trennen und aus den Tagebüchern von Jimmy, die hier kursiv gedruckt sind, erfahren wir viel von seinen Gefühlen und auch von den Grausamkeiten des Krieges. Auch die Liebesbriefe der beiden sind sehr bewegend. Die Autorin hat gute Recherchearbeit geleistet und den Krieg mit seinen Auswirkungen auf die Menschen sehr authentisch dargestellt. Der Schreibstil dazu trifft genau den passenden Ton. Fazit: Ein wunderbares Buch!

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  • Mein erster christlicher Roman

    Drei Sommer wie ein Winter

    Zeitensand

    Jimmy lebt mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder in Südafrika, wo der Vater Besitzer einer Autofabrik ist. Als sie abends auf dem Heimweg sind haben sie einen schweren Wildunfall, bei dem der Vater stirbt. Nach seinem Tod beschließt die Mutter mit ihren Söhnen zu ihrer Schwester Mildred nach London zu ziehen, da sie kaum noch finanzielle Mittel besitzt. In London angekommen müssen sich die beiden Jungen in der neuen Welt erstmal zu Recht finden. Gleichzeitig beschäftigt Jimmy der Tod seines Vaters stark. Ein wenig Ablenkung erfährt er, als er den Jungen Benjamin auf der Straße findet und ihn zur Heilsarmee bringt, bei der er seinen neuen väterlichen Freund Boyle kennen lernt. Dort sieht er auch zum ersten Mal seine große Liebe Monica. Während Jimmy wieder in die Schule geht und sogar vorzeitig das College besuchen darf keimt eine zarte Liebe zwischen Jimmy und Monica auf, die allerdings nicht nur von dem nahenden Krieg, sondern auch von der Eifersucht von Monicas Mutter bedroht wird, als diese erfährt, dass Monicas Stiefvater Monica missbraucht. Monica kommt auf ein katholisches Mädcheninternat und ihr wird jeglicher Kontakt zu Männern untersagt, jedoch wissen von dieser Absprache weder Monica noch Jimmy etwas, so dass sich beide wundern, weshalb all ihre Briefe unbeantwortet bleiben. Schließlich meldet sich auch Jimmy als Freiwilliger und kommt an die Front. Hier erlebt er die Schrecken des Krieges und muss aber immer noch an Monica denken. Werden sie sich wieder sehen? Ich hatte mich besonders für dieses Buch interessiert, weil ich gespannt war, was ich mir unter einem christlichen Roman vor zu stellen habe. Zudem hat mir die Geschichte auch gut gefallen, vor allem, da sie auf wahren Begebenheiten beruht. Die christlichen Aspekte sind leicht in die Geschichte eingearbeitet und drängen sich dem Leser nicht unangenehm auf. Nach dem Tod seines Vaters zweifelt Jimmy stark in seinem Glauben, aber kann sich Schluss endlich doch damit arrangieren. Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen. Keiner davon wirkt überzogen oder unglaubwürdig in seinem Handeln und Denken. Zum Beispiel ist wird Jimmys Mutter mit der Zeit immer abhängiger von Medikamenten und schließlich auch von Heroin. Auch sie hat Schwierigkeiten sich in ihren neuen Leben in London zurecht zu finden. Doch mit Hilfe einer neuen Arbeitsstelle bei der Heilsarmee und ihrer erst so ruppig erscheinenden Schwester Mildred schafft sie den Entzug und kann so ein vollkommen neues Leben beginnen. Vor allem Mildreds Entwicklung in der Geschichte hat mich berührt. Anfangs erscheint sie so kühl und hart, doch in dem man immer mehr über ihren Kampf an der Seite von Emily Pankhurst erfährt änderte sich meine Einstellung zu ihr. Die einzigen negativen Aspekte des Buches waren für mich die etwas farblosen Darstellungen der Kriegsepisode. Es muss wahrlich nicht immer nur Blut und Gedärme regnen, aber ich hätte mir gewünscht, dass der Schrecken und die emotionale Verfassung der Soldaten ein wenig eindringlicher beschrieben worden wäre. Daneben kam das Ende des Buches für mich sehr abrupt. Monica verlobt sich, Jimmy kommt ohne Probleme von der Front wieder nach London, als er davon erfährt und alle Missverständnisse klären sich auf. Aber was nun aus den beiden wird bleibt offen. Durch die Leserunde konnte man aber erfahren, das ein zweiter Teil in Planung ist, in dem sich dieser Cliffhanger dann hoffentlich löst. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist eine Liebesgeschichte mit der nötigen Spannung und sehr gut angelegten Charakteren.

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    • 2
  • Liebe im Schatten des Krieges

    Drei Sommer wie ein Winter

    mabuerele

    „...Im Krieg ist der Befehl ein heiliges, unantastbares Instrument, um die Menschen dorthin zu bewegen, wo sie nicht hinwollen...“ Man schreibt das Jahr 1913. In Südafrika verunglückt der Fabrikant Green mit seiner Familie auf der Fahrt nach Port Elisabeth. Der 15jährige Jimmy, sein Bruder Carl und die Mutter überleben. Mr. Green stirbt noch an der Unfallstelle. Damit ändert sich das Leben der Familie schlagartig. Sie kehren zurück ins kalte London. Im Mittelpunkt des Romans steht Jimmy. Der Tod des Vaters hat sein Weltbild zerstört und seinen Glauben zerbrochen. Andererseits aber hat der Vater in Jimmy eine Grund gelegt, der ihn durch die nächsten Jahre trägt. Die Autorin hat die Landschaft und die Situation in Afrika ausgezeichnet beschrieben. Durch Jimmys Erinnerungen lässt sie mich als Leser an der Kindheit des Jungen teilnehmen. Ich lerne seine Beziehung um Vater kennen und kann aus den vielen Erlebnissen auf dessen Charakter schließen. Die innere Zerrissenheit des Jungen, seine Trauer und seine Sehnsucht werden deutlich hervorgehoben. Auf der Reise nach London stehen der Untergang der Titanic im Mittelpunkt. Sachliche Informationen wechseln mit einer Prise Seemannsgarn und sorgen so für Abwechslung. Nach und nach findet sich Jimmy im Londoner Leben zurecht. Mit Monica verbindet ihn eine erste zarte Liebe. Das Schicksal in Form von Monicas Mutter und die Weltpolitik stellen die Weichen neu. Die Zeichen stehen auf Krieg. Die Autorin hat die Geschichte einer zarten Liebe geschrieben. Sehr behutsam lässt sie diese wachsen. Doch das Buch ist mehr als eine Liebesgeschichte. Es gibt Einblick in die historische Entwicklung zu Beginn des ersten Weltkrieges. Da es nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch Gefühle und Einstellungen darlegt, ist es für mich ein Antikriegsbuch. Die öffentliche Meinung ruft dazu auf, sich freiwillig zu melden. Keiner überlegt sich, was aus Kindern und Frauen wird, wenn die Männer an der Front stehen. Ein Höhepunkt im Roman ist für mich Jimmys Tagebuch. Jimmy wirkt sehr reif für sein Alter. Im Tagebuch legt er seine Gedanken zum Krieg und dessen Folgen da. Obiges Zitat ist aus dem Teil entnommen. Es wird nichts beschönigt. Denken war nicht erwünscht, gehorsame Befehlsempfänger wurden gebraucht. Alles Schöne, alles Gute, alles Wertvolle im Menschen wurde zerstört. Viel sind daran zerbrochen. Doch auch hinter der Front sah es nicht besser aus. Monica arbeitete als Krankenschwester. Ihre Gedanken gingen in ähnliche Richtung. Sie musste mit ansehen, wie hoffnungsvolles Leben dahinsiechte. Der Glaube ist an verschiedenen Stellen geschickt in die Handlung integriert. Wichtige Gespräche führt Jimmy mit dem General der Heilsarmee. Auch seine Mutter verdeutlicht ihm, dass sie trotz aller Probleme und ihrer menschlichen Schwächen vom Glauben getragen wird. Die Sprache ist dem Ernst des Buches angepasst. Die Autorin beherrscht den Umgang mit Metaphern. Das wirkt besonders beeindruckend, wenn Jimmys Gedanken in die Welt Afrikas zurückgehen. Gut gefallen hat mir, dass Jimmys Gedanken und Tagebuchaufzeichnungen kursiv hervorgehoben wurden. Emotional berührend lesen sich die Liebesbriefe, die sich Jimmy und Monica schreiben. Da passt jedes Wort. Ich als Leser habe die Sehnsucht mitschwingen gefühlt. Das Cover enthält die tragenden Elemente des Buches: die Stadt London, das Schlachtfeld des Krieges und die Briefe, die beide Orte verbinden. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu haben die sympathischen Protagonisten, die exakte Recherche der Autorin und die wirklichkeitsnahe Darstellung des Krieges und seiner Folgen beigetragen.

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    • 4

    Iris_Muhl

    21. November 2013 um 21:23
  • Lesenswert!

    Drei Sommer wie ein Winter

    Leuchtkaefer

    Es ist Iris Muhl gelungen, in ihrem Buch auf der einen Seite eine Liebesgeschichte zu erzählen, bei der man mitfiebert, ob die Briefe wohl eines Tages noch ankommen. Und andererseits einen bewegenden Einblick zu geben in die Sinnlosigkeit und Not eines Krieges.

    Ich habe das Buch gerne und mit Gewinn gelesen. Vielen Dank! 

    • 2
  • Eine Liebe im Krieg

    Drei Sommer wie ein Winter

    Dreamworx

    1913 ist Südafrika die Heimat des 15-jährigen Jimmy Green, seinem jüngeren Bruder Carl und seinen Eltern. Als durch einen Autounfall sein Vater tödlich verunglückt, steht die geschockte Familie vor dem Nichts. Gemeinsam mit seinem Bruder fährt Jimmy mit seiner Mutter per Schiff nach England, wo sie zukünftig bei der Schwester seiner Mutter leben werden. Die Eingewöhnung in London fällt Jimmy nicht leicht, ist es ihm doch in der neuen Heimat zu kalt. Dann lernt er Monica kennen und die beiden verlieben sich. Aber auch Monica hat ihr Päckchen zu tragen mit einer ignoranten Mutter und einem zugriffigen Stiefvater, den sie sich kaum vom Leibe halten kann. Als sie in ein katholische Internat muss, werden die beiden Liebenden getrennt, doch sie versuchen durch Briefe den Kontakt zu halten. Leider werden diese abgefangen, so dass beide denken, der jeweils andere hätte sie vergessen. Werden sie sich in einer ungewissen und kriegerischen Zukunft noch einmal wiedersehen? Iris Muhl hat mit ihrem Roman „Drei Sommer wie ein Winter“ einen sehr schönen Roman vorgelegt, der dem Leser mit seiner Geschichte ans Herz geht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen und bringt dem Leser die vergangenen Zeiten Anfang des letzten Jahrhunderts nahe. Die Liebesgeschichte zwischen Hauptprotagonist Jimmy und Monica ist bittersüß, beide Charaktere haben einiges an Leid zu verkraften und wachsen daran. Jimmy, zu Beginn ein gläubiger und eher zurückhaltender Charakter, der zu seinem Unglück auch noch stottert, verliert seinen Glauben an Gott, als sein Vater verunglückt. Auch die Tablettensucht der Mutter nagt an ihm und der herannahende Krieg. Als der Vater verunglückte, hat Jimmy das Beten verlernt. Doch er ist auch ein warmherziger und liebevoller junger Mann, der für seine Mitmenschen Mitgefühl aufbringt und immer hilfsbereit ist. Dabei hat er seine Mutter und seinen Bruder noch im Rücken, er ist also nicht allein. Monica hat nicht einmal das, ihre Familie lässt sie im Stich, ihr Lichtblick ist Jimmy, ansonsten ist sie allein auf sich gestellt. Als der erste Weltkrieg ausbricht, meldet sich Jimmy freiwillig als Soldat und Monica ist in einem Internat. Die beiden sind meilenweit voneinander entfernt und nur durch Jimmys Tagebucheinträge erfährt der Leser, wie es um ihn und seine Gefühls- und Gedankenwelt bestellt ist. Dabei spielt auch sein Glauben eine große Rolle. Die Geschichte hat Herz und Tiefgang und liest sich nochmal so schön, da die Ereignisse auf wahren Begebenheiten beruhen sollen. Dieser historische Roman der jüngeren Geschichte ist sehr lesenswert und für alle, die auch eine schöne Liebesgeschichte sehr zu schätzen wissen. Unbedingt lesen.

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    • 2
  • Eingetaucht

    Drei Sommer wie ein Winter

    dieFlo

    ich bin eingetaucht in Farben des Urwalds, in das Leben von Jimmy und seiner Familie in Afrika zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Sorgenfrei wächst er dort auf und führt ein Leben, dass für viele damals ein Traum war. Bis ein Unfall diese Idylle jäh zerstört. Der Onkel übernimmt die Firma des Vaters und für ihn heißt dass, ich muss die Witwe meines Bruders loswerden. Mit den Worten, dass es um die Firma  sehr schlecht stehe, speist er kurz nach der Beerdigung seine Schwägerin ab und diese geht zurück nach London. Für Jimmy und seinem Bruder eine neue, kalte und unbekannte Welt. Ich konnte spüren, wie die Welt der Jungen ins wanken geriet. Jimmy lebt jetzt mit seiner Mama und dem Bruder bei seiner Tante. Eine etwas verbitterte, alleinstehende Frau. Der Name Mildred sehr passend gewählt. Seine Mutter stürzt ab und nimmt Tabletten über Tabletten. Jimmys Joker ist, dass er sehr intelligent ist und so bekommt er in der Schule ein Stipendium. Er darf studieren, dass aber bedeutet, dass er seine große Liebe nicht mehr sehen kann. Doch die wird eh in ein klosterähnliches Internat gesteckt ... Briefe werden abgefangen, seine wie ihre ... der Krieg kommt nach England und obwohl Jimmy nie an der Waffe kämpfen wollte, geht er nach Frankreich und schreibt Tagebuch, Tagebuch für seine Liebe, denn er weiß, er wird nicht lebend aus dem Krieg gehen und sie suchen können. Doch das Schicksal hat Einsicht, er überlebt eine sehr schwere Verletzung und kommt zurück nach London und erfährt, dass seine Liebe heiraten will... Eine bewegende, teils wahre  Geschichte, für mich 5 Sterne!

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    • 2
  • "Drei Sommer wie ein Winter" - eine Liebesgeschichte in Zeiten des ersten Weltkrieges

    Drei Sommer wie ein Winter

    Lese-Krissi

    Aufmachung des Buches Das Cover ist interessant und dem Inhalt des Buches entsprechend. Oben auf dem Cover sieht man einen Teil von London, u.a. Big Ben. In der Mitte schreibt eine Hand einen Brief und im unteren Teil des Buches sieht man einen Panzer und Soldaten. Eine gute Aufmachung wie ich finde. Inhalt „Drei Sommer wie ein Winter“ von Iris Muhl spielt zu Zeiten des 1. Weltkrieges. James Green, auch Jimmy genannt, zieht nach einem tragischen Unglück in Südafrika mit seiner Mutter und seinem Bruder Carl nach London zu seiner Tante Mildred. Er hat es zunächst schwer sich in der „kalten“ Umgebung einzuleben. Nachdem er einen kleinen heimatlosen Jungen zur Heilsarmee bringt, beginnt sich sein Leben zu ändern. Er trifft auf Monica in die er sich unendlich verliebt und diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Doch die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Monica, die Schwierigkeiten in ihrer Familie hat, wird auf ein katholisches Internat geschickt und darf von nun an Jimmy nicht mehr sehen. Und Jimmy geht auf die Universität. Beide versuchen durch Briefe miteinander in Kontakt zu bleiben, doch diese kommen beim Empfänger nie an… Und dann bricht auch noch Krieg aus. Wird es eine Zukunft für Monica und Jimmy geben? Meine Meinung Dieser Roman ist eine herzzerreißende Liebesgeschichte. Jimmy kommt in Trauer nach London und muss sich an die neue Umgebung gewöhnen. Alles ist so kalt und grau und nicht so warm wie in Südafrika. Hoffnung findet er dann schließlich als er Monica kennenlernt. Sie verlieben sich ineinander. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Jimmy leidet an der Trennung von Monica, denn sie wird von ihrer Mutter auf ein Internat geschickt und der Kontakt zu Jimmy wird nicht mehr geduldet. Diese Liebesbeziehung steht unter keinen guten Sternen. Ich habe richtig mitgelitten mit den beiden. Sie verstehen die Welt nicht mehr, als sie kein Lebenszeichen mehr von dem anderen erhalten. Bis zum Schluss des Buches war es nicht klar, ob es noch ein Happy-End geben wird. Schließlich bricht ja auch noch der erste Weltkrieg aus und Jimmy wird Soldat. Rührend fand ich auch die Handlung um Jimmy und dem kleinen Jungen Benjamin. Jimmy findet den heimatlosen Benjamin im Park und bringt ihn zur Heilsarmee, wo der Junge nun in einem Waisenhaus ein neues zu Hause findet. Jimmy ist ein sehr sozialer Mensch und wird dem Leser sogleich sympathisch. Monica hat ein schweres Leben und keinen Rückhalt bei ihrer Mutter. Durch eine Lüge ihres Stiefvaters wird sie schließlich auf ein Internat geschickt, wo sie sich eigentlich nicht wirklich wohlfühlt. Der Krieg bringt dann noch das Übrige. Iris Muhl beschreibt die ganze Situation in sehr guten Worten und man kann sich die ganze Handlung bildlich vorstellen. Man fühlt sich in das Geschehen richtig eingebunden. Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist das Ende. Es kam mir zu kurz vor. Ich hätte gerne noch ein klein wenig mehr erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Aber in der Leserunde, wo ich dieses Buch miterörtert habe, erwähnte die Autorin, dass sie an einer Fortsetzung nachdenkt. Vielleicht wird man ja doch noch mehr lesen dürfen. Mein Fazit Ich gebe dem Buch 4 Sterne. Die Geschichte, die nach einer wahren Begebenheit ist, hat mir sehr gut gefallen. Einen Sternabzug gibt es für das Ende (mit Hoffnung auf eine Fortsetzung). Vielen Dank, dass ich an dieser Leserunde teilhaben durfte :-).

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    • 5
  • Schicksalshafte Tage

    Drei Sommer wie ein Winter

    claude20

    Jimmys Welt gerät 1913 komplett aus den Fugen. Ein schlimmer Schicksalschlag hat ihn getroffen und macht ihn zum Halbwaisen. Schließlich muss er Südafrika, dass Land in dem er aufgewachsen ist verlassen und in sein Heimatland England zurückkehren. Dort soll er ein neues Leben beginnen, aber in London ist alles so anders, allein die Farben von London sind nicht mit denen in Südafrika vergleichbar. Alles wirkt kalt, trist und grau. Dann lernt er Boyle kennen, der endlich etwas Licht in seinen Alltag bringt, denn der Amerikaner ist so anders als die kühlen und wortkargen Engländer. Durch seinen neuen Freund Boyle hat Jimmy auch bald die Chance seiner sehr attraktiven Schulkameradin Monica ein wenig näher zukommen. Es entwickelt sich zwischen ihnen eine zarte Liebe. Aber der Krieg steht vor der Tür und das Glück der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Aber nicht nur der Krieg ist ihr Feind ... In diesem Buch beschreibt die Autorin Iris Muhl eine Geschichte die zu Zeiten des ersten Weltkriegs spielt und deren Ereignisse auf wahre Begebenheiten beruhen. Sie zeigt dem Leser in ihrer Erzählung auf spannende und packende Art, wie in dieser Zeit Frauen für ihre Rechte, wie verwaiste Kinder und arme Familien um ihr Leben kämpfen. Sie zeigt wie Menschen zu Helden werden können und wie mutige junge Männer in den Krieg ziehen, weil die Kriegseuphorie und Propaganda sie eingefangen hat. Sie zeigt aber auch mit ihrer eindrucksvollen Erzählweise, wie es möglich ist, auch zu jener Zeit kleine Momente des Glücks zu finden. Mir hat die Geschichte von Jimmy, Monica und auch Boyle gut gefallen und ich möchte hier 9 von 10 Punkte vergeben. Wer gerne Geschichten mit historischen Hintergründen liest und schicksalshafte Begegnungen nicht scheut, dem sei diese Erzählung wärmstens ans Herz gelegt. © claude

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    • 2
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