Iris Murdoch

 4 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Das Meer, Das Meer, Das italienische Mädchen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Iris Murdoch

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Iris MurdochDas Meer, Das Meer
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Das Meer, Das Meer
Das Meer, Das Meer
 (6)
Erschienen am 02.11.2017
Iris MurdochDer schwarze Prinz
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Der schwarze Prinz
Der schwarze Prinz
 (5)
Erschienen am 02.11.2017
Iris MurdochDas italienische Mädchen
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Das italienische Mädchen
Das italienische Mädchen
 (6)
Erschienen am 03.09.1997
Iris MurdochEin abgetrennter Kopf
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Ein abgetrennter Kopf
Ein abgetrennter Kopf
 (4)
Erschienen am 02.11.2017
Iris MurdochHenry und Cato
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Henry und Cato
Henry und Cato
 (0)
Erschienen am 16.07.1998
Iris MurdochDie Flucht vor dem Zauberer
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Die Flucht vor dem Zauberer
Die Flucht vor dem Zauberer
 (0)
Erschienen am 25.09.2001
Iris MurdochUnter dem Netz
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Unter dem Netz
Unter dem Netz
 (0)
Erschienen am 02.11.2017
Iris MurdochFlucht vor dem Zauberer
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Flucht vor dem Zauberer
Flucht vor dem Zauberer
 (0)
Erschienen am 02.11.2017

Neue Rezensionen zu Iris Murdoch

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Belladonnas avatar

Rezension zu "Ein abgetrennter Kopf" von Iris Murdoch

Meine Rezension zu "Ein abgetrennter Kopf"
Belladonnavor 8 Monaten

Beschreibung

Martin liebt seine wunderschöne Ehefrau über alles und ist mit ihrer Beziehung überglücklich. Vollkommen macht sein Glück die aufregende Zeit mit seiner Geliebten. Doch als Martin überraschenderweise von seiner Frau verlassen wird, gerät Martin ins schwanken und er muss seine Emotionen Stück für Stückchen sammeln. Als dann auch noch mit Honor Klein eine weitere Frau in sein Leben tritt ist das Chaos vorprogrammiert.

Meine Meinung

Iris Murdochs Klassiker “Ein abgetrennter Kopf” wurde 1961 zum zum ersten Mal veröffentlicht. Der Piper Verlag hat das Werk nun mit einer neuen Übersetzung von Maria Hummitzsch frisch aufgelegt. Das Buch hinterlässt durch seinen Leineneinband in der hübschen helltürkisenen Farbe einen hochwertigen ersten Eindruck und liegt während des Lesens angenehm in der Hand. Das Coverbild zeigt eine Rose umrahmt von zwei Samurai Schwertern, was nicht nur meinem persönlichen Geschmack trifft, sondern auch gleichzeitig sehr gut zum Buchinhalt passt.

Der Klappentext verspricht eine »…vergnügliche wie hypnotisierende Geschichte über die Metaphysik der Liebe« und setzte alleine damit bei mir hohe Ansprüche an die Lektüre frei.

Was soll ich sagen? Iris Murdoch hat mir mit ihrer charmanten Geschichte über Ehe, Liebschaften und Liebesbeziehungen im Allgemeinen ein wunderbares Wechselbad der Gefühle bereitet. Freude und Glück tanzen mit der Nachdenklichkeit einer veränderten Beziehungskonstellation und schließen mit dem humorvollen Irrwitz aller Beteiligten. Zudem hat Iris Murdoch mit gespitzter Feder Charaktere mit Ecken und Kanten erschaffen die mit ihrer speziellen und dennoch bürgerlich anmutenden Art polarisieren.

“Ein abgetrennter Kopf” ist eine äußerst gelungene Gessellschaftskomödie in der die möglichsten und unmöglichsten Varianten der Liebe ihren Auftritt haben. Allen voran Hauptprotagonist Martin der am liebsten mit seiner Frau Antonia und seiner Geliebten weiterhin glücklich gewesen wäre, wenn die darauf folgenden Umstände sein Liebeskonstrukt nicht zu einem mitreisenden Kammerspiel gemacht hätten.

Für mich ist Iris Murdoch eine glänzende Autorenentdeckung und “Ein abgetrennter Kopf” bestimmt nicht das letzte Buch das ich von ihr gelesen habe.

Fazit

Ein raffiniertes Spiel mit Emotionen, Lust und Liebe.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.02.2018

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wandablues avatar

Rezension zu "Das Meer, Das Meer" von Iris Murdoch

Was ist schon real?
wandabluevor 8 Monaten

Es ist so ne Sache mit der Realität: was ist schon real?

Mit „Das Meer, das Meer“ hat die in Irland geborene und in England lebende Philosophin und Schriftstellerin 1978 den Man Booker Preis gewonnen!

Dass Iris Murdoch (1919 bis 1999) Philosophie studierte und bei Ludwig Wittgenstein promovierte, ist hilfreich, um diesem Roman etwas abgewinnen zu können.

In dem Roman werden, gemäß einem Zitat daraus: „Selbst ein mittelmäßiger Romancier kann viel Wahres sagen“ philosophische Gedankensplitter an den Leser herangetragen.

Die eigentliche Handlung nämlich erscheint der Rezensentin so unspektakulär, dass man annehmen muss, die Aussagen über, zum Beispiel

• Religion und Aberglaube,
• über das Wesen der Ehe und der Liebe („Jede dauerhafte Ehe basiert auf Furcht“),
• über das Innenleben eines Menschen („Wir sind Geschöpfe mit einem geheimnisvollen Innenleben“),
• über das Sterben und den Tod und/oder die Unsterblichkeit

seien das Eigentliche des Romans.

Vordergründig geht es um den alternden Regisseur Charles Arrowby, der sich vom umtriebigen Theatergeschäft zurückgezogen hat und nun in einem Haus am Meer lebt, das ein wenig marode ist, ziemlich ungemütlich und unmodern. Von dort aus schreibt er Tagebuch, um sich selbst und den Menschen seines Lebens nachzuspüren und die Tiefe seiner Gefühle zu ihnen auszuloten.

Die Beschreibungen der Landschaft und des Meers sind spektakulär.

Doch Charles ist schrecklich langweilig. Dazu unerträglich von sich eingenommen. Voller unerklärlicher Eifersucht, Flachheit und irgendwie unecht. Auf seinen Vetter James war er von Anfang an eifersüchtig und hat nie erkannt, wie sehr dieser ihn liebte. Die Frauen, die er schlecht behandelte, beteten ihn an und tanzen auch allmählich an. So nach und nach tauchen alle möglichen Personen im Haus am Meer auf. Man weiß aber nicht so recht, weshalb Charles immer noch so einen großen Einfluss auf sie alle hat. Ein Verzauberer? Ein Magier? Dabei ist er so unerträglich!

In einem nahe gelegenen Dorf trifft Charles seine Jugendliebe Hartley wieder, die ihn damals als einzige der Frauen verschmähte. Er entführt sie und hält sie in seinem Haus gefangen.

Das ist allerdings auch nicht besonders interessant und hat nichts von einem Krimielement an sich, was Spannung auslösen könnte, sondern ähnelt mehr einer griechischen Tragödie, unter anderem auch deshalb, weil diese Frau keine eindeutigen Ansagen macht, sondern sich nur in Tränen und Hysterie auflöst. Die Thematik "Schuld" und "etwas schuldig geblieben zu sein" kommt auf. Ihr Ehemann geht später mit ihr nach Australien. Dann gibt es noch Mordanschläge und Ungeheuer. Die Ungeheuer kommen wohl aus den ungeläuterten Seelen?

Es ist schwer, Relevantes von Irrelevantem zu trennen oder Reales von Irrealem zu unterscheiden in diesem Buch. Sehr real ist die Landschaft, sie ist unbestechlich. Sehr real ist auch Essen und Trinken, es hält schließlich Leib und Seele zusammen: akribisch werden die einfachen, aber schmackhaften Mahlzeiten, die Charles sich zubereitet, beschrieben. Vielleicht ist dies das einzige, an das man sich halten kann in einer nicht sehr verlässlichen Welt.

Kann man nun diese seltsame Mischung aus Irrsinn, Philosophie und Erfindung mögen? Es gibt zahlreiche Wahrheiten, gute Sätze, Reflexionen, denen man nachhängen kann, es gibt aber auch unendliche Längen und Logik sucht man vergebens. Charles und mit ihm dem Leser gelingt es jedenfalls nie richtig, Einbildung und Realität von einander zu unterscheiden und am Ende versucht Charles es auch gar nicht mehr. Er nimmt hin, was ist und hinterfragt nicht mehr. Der Leser hat schon lange vorher aufgegeben, einen Sinn erfassen zu wollen.

Fazit: Real ist die Natur und die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Alles andere ist verhandelbar.

Ein Roman, der vielleicht nicht mehr so richtig in die Zeit paßt? Oder gerade?

Kategorie: Belletristik, Man Bookerpreis 1978
Verlag: Piper 2017

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K

Rezension zu "Das Meer, Das Meer" von Iris Murdoch

tiefschürfendes Porträt
KRLeserinvor 9 Monaten

Zunächst möchte ich mich herzlich bei Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken, das meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.Der englische Klassiker geht unter die Haut. Grandios schürft Murdoch tief unter die Haut, legt wunde Punkte frei und gestaltet so ein dramatisches Gesamtbild, in dem sich die Natur mit dem Menschen verwebt.Die Hauptfigur Arrowby möchte nichts anderes, als am Meer seine Ruhe finden. Doch tauchen die ersten unerbetenen Gäste auf, und ehe man sich versieht, bricht mit ihnen nicht nur die Außenwelt, sondern auch das Innenleben über den ehemaligen Theaterregisseur herein. Unaufgelöstes aus der Vergangenheit und die Sehnsucht von vorn zu beginnen, treiben ihn -  beinahe in den Wahnsinn. Er muss sich von ejder einzelnen Bindung lösen und Aussöhnung finden.Die Erzählung ist teils sehr sprunghaft und unzusammenhängend, was dmein Lesevergnüngen ein wenig beeinträchtigt hat.4,8 Sterne.

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