Iris Murdoch Ein abgetrennter Kopf

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Inhaltsangabe zu „Ein abgetrennter Kopf“ von Iris Murdoch

Wie überlebt man eigentlich die Liebe? – Martin glaubt, er könne eine liebevolle, wunderschöne Ehefrau und zur gleichen Zeit eine reizende Geliebte in seinem Leben haben. Als ihn seine Frau für ihren Psychiater verlässt, gerät Martins emotionale Souveränität allerdings ins Wanken. Aber wir sind ja keine Wilden, denkt er sich. Martin möchte die Angelegenheit großmütig und sensibel regeln. Doch dann tritt eine dritte Frau in sein Leben: Honor Kleins geradezu dämonische Großartigkeit stößt ihn zunächst ab, weckt aber bald darauf eine alles verzehrende, monströse Leidenschaft in ihm. Iris Murdoch erzählt in ihrem Klassiker von 1963 eine so vergnügliche wie hypnotisierende Geschichte über die Metaphysik der Liebe.

Ein raffiniertes Spiel mit Emotionen, Lust und Liebe.

— Belladonna

Absurdes Ringelreihen unter Akademikern. Nervt etwas; Selbstbetrug auf hohem Niveau. Eindeutig eine Farce!

— alasca

Eine paar Menschen verlieben sich alle paar Minuten neu und unsterblich untereinander. Psychologisch präzise, aber ihr Problem, nicht meins.

— Wiebke_Schmidt-Reyer

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  • Meine Rezension zu "Ein abgetrennter Kopf"

    Ein abgetrennter Kopf

    Belladonna

    19. February 2018 um 12:16

    Beschreibung Martin liebt seine wunderschöne Ehefrau über alles und ist mit ihrer Beziehung überglücklich. Vollkommen macht sein Glück die aufregende Zeit mit seiner Geliebten. Doch als Martin überraschenderweise von seiner Frau verlassen wird, gerät Martin ins schwanken und er muss seine Emotionen Stück für Stückchen sammeln. Als dann auch noch mit Honor Klein eine weitere Frau in sein Leben tritt ist das Chaos vorprogrammiert. Meine Meinung Iris Murdochs Klassiker “Ein abgetrennter Kopf” wurde 1961 zum zum ersten Mal veröffentlicht. Der Piper Verlag hat das Werk nun mit einer neuen Übersetzung von Maria Hummitzsch frisch aufgelegt. Das Buch hinterlässt durch seinen Leineneinband in der hübschen helltürkisenen Farbe einen hochwertigen ersten Eindruck und liegt während des Lesens angenehm in der Hand. Das Coverbild zeigt eine Rose umrahmt von zwei Samurai Schwertern, was nicht nur meinem persönlichen Geschmack trifft, sondern auch gleichzeitig sehr gut zum Buchinhalt passt. Der Klappentext verspricht eine »…vergnügliche wie hypnotisierende Geschichte über die Metaphysik der Liebe« und setzte alleine damit bei mir hohe Ansprüche an die Lektüre frei. Was soll ich sagen? Iris Murdoch hat mir mit ihrer charmanten Geschichte über Ehe, Liebschaften und Liebesbeziehungen im Allgemeinen ein wunderbares Wechselbad der Gefühle bereitet. Freude und Glück tanzen mit der Nachdenklichkeit einer veränderten Beziehungskonstellation und schließen mit dem humorvollen Irrwitz aller Beteiligten. Zudem hat Iris Murdoch mit gespitzter Feder Charaktere mit Ecken und Kanten erschaffen die mit ihrer speziellen und dennoch bürgerlich anmutenden Art polarisieren. “Ein abgetrennter Kopf” ist eine äußerst gelungene Gessellschaftskomödie in der die möglichsten und unmöglichsten Varianten der Liebe ihren Auftritt haben. Allen voran Hauptprotagonist Martin der am liebsten mit seiner Frau Antonia und seiner Geliebten weiterhin glücklich gewesen wäre, wenn die darauf folgenden Umstände sein Liebeskonstrukt nicht zu einem mitreisenden Kammerspiel gemacht hätten. Für mich ist Iris Murdoch eine glänzende Autorenentdeckung und “Ein abgetrennter Kopf” bestimmt nicht das letzte Buch das ich von ihr gelesen habe. Fazit Ein raffiniertes Spiel mit Emotionen, Lust und Liebe. --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.02.2018

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  • Funktioniert vielleicht als Bühnenstück besser

    Ein abgetrennter Kopf

    Wiebke_Schmidt-Reyer

    03. January 2018 um 13:26

    Martin ist mit Antonia verheiratet und hat eine Affaire mit Georgie. Antonia hat eine Affäre mit ihrem Psychiater Palmer und eröffnet Martin, dass sie ihn für Palmer verlassen möchte. Martin ist auch mit Palmer befreundet; man geht die Sache sehr erwachsen an, bleibt befreundet und trinkt Wein zusammen. Martin lernt Palmers Schwester Honor kennen und verliebt sich in sie. Auch Antonia ist nicht die einzige Frau in Palmers Leben. Martin hat auch noch einen Bruder, Alexander, der auch kein Kind von Traurigkeit ist. Mehr sei nicht verraten.Die Erzählung seziert präzise die Gefühlszustände der verschiedenen Personen, insbesondere von Martin. Das ist psychologisch alles recht interessant, konnte mich aber nicht dauerhaft fesseln. Die Personen wurden nach kurzer Zeit recht anstrengend. Ständig verlieben sie sich neu in irgendjemanden, und jedes Mal sind sie sich ihrer Gefühle unglaublich sicher und glauben, dass es das jetzt wirklich ist. Bis sie ihre Meinung kurz darauf wieder ändern ... Eigentlich benehmen sie sich ziemlich kindisch. Vielleicht haben sie in ihrem Upper-Class-Leben nichts anderes zu tun und verlieben sich aus lauter Langeweile. Gleichzeitig sind sie alle sehr offen miteinander, tun sehr vernünftig, reden mit ihrem Ex-Partner über ihre Gefühle zu der Person, mit der sie ihn / sie gerade betrogen haben, bleiben um alles in der Welt befreundet, treffen sich gemeinsam und stoßen auf ihre Beziehungen an. Dass das alles nicht gutgehen kann, weiß der Leser, aber die Figuren versuchen vehement, sich mit einer Art über-vernünftigem Lebensentwurf schadlos zu halten.Weitere Handlung gibt es in dem Roman nicht. Nur sehr dürftig wird das Leben der Figuren außerhalb dieses Liebesreigens beleuchtet, was sicher dazu beigetragen hat, dass mir die Personen sehr anstrengend vorkamen: Sie haben keine weiteren Facetten als die, die in diesem ständigen Hin und Her zum Tragen kommen. Sie zeigen sich ständig nur pseudo-vernünftig, sind aber wohl eigentlich sehr verunsichert oder vielleicht einfach nur oberflächlich, dass sie sich ständig neu "verlieben" und immer gleich das Gefühl haben, das sei nun die große, echte Liebe.Ich könnte mir das Ganze gut als Theaterstück vorstellen. Die sehr übersichtliche Anzahl Personen und die ausschließlich auf die wechselnden Liebesbeziehungen konzentrierte Handlung eignen sich gut dafür. Es hat durchaus komische, teilweise sogar Slapstick-artige Elemente (z.B. das ständige Hin- und Hertragen der Möbel, wenn Martin und Antonia aus- und wieder einziehen), die sich sicher gut für die Bühne eignen. Die nach außen hin zur Schau gestellte Vernunft der Personen, die um jeden Preis erwachsen handeln wollen, die aber eigentlich ziemlich armselig und auf sich selbst fokussiert sind, haben mich an das Stück "Gott des Gemetzels" erinnert. Ähnlich könnte ich mir "Ein abgetrennter Kopf" auf der Bühne vorstellen. Es hat sicher eine gewisse bissige Komik, die durch das richtige Timing wirken kann. Beim Lesen aber habe ich das Buch immer wieder weggelegt, wenn mir die Personen zu anstrengend wurden, und danach war es schwer, wieder reinzukommen.Den Großteil der 3*** vergebe ich für guten Stil und die psychologisch präzisen Darstellungen.

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  • Bäumchen wechsle Dich

    Ein abgetrennter Kopf

    serendipity3012

    29. December 2017 um 17:34

    Bäumchen wechsle Dich Im Jahr 2001 kam der Spielfilm „Iris“ von Richard Eyre mit Judi Dench in der Rolle der anglo-irischen Schriftstellerin Iris Murdoch (1919 – 1999) heraus. Nach dieser ersten Begegnung las ich zum ersten Mal einen oder zwei Romane von ihr. Ich habe sie in bester Erinnerung und las nun zum ersten Mal seitdem wieder ein Buch von Murdoch, den neu im Piper Verlag aufgelegten Roman „Ein abgetrennter Kopf“.Die Geschichte dreht sich um eine Handvoll Personen und ihre amourösen Verstrickungen. Erzählt wird sie in der Ich-Perspektive von Geschäftsmann Martin, der sich zu Beginn gerade von seiner Geliebten Georgie verabschiedet, bevor ihm seine Frau Antonia zu Hause verkündet, dass sie ihn verlassen will für ihren Therapeuten Palmer, der aber gleichzeitig ein gemeinsamer Freund des Paares ist. Martin reagiert zwar überrascht und bestürzt, bleibt nach außen aber relativ gelassen und meidet die beiden daraufhin nicht etwa, vielmehr treffen sie sich und beteuern einander, dass sie wie Erwachsene miteinander umgehen und in freundschaftlichem Kontakt bleiben wollen. Doch dabei bleibt es nicht. Weitere Figuren bevölkern die Geschichte: Neben der jungen Georgie, für die Martin jetzt frei wäre, der aber dann doch eigentlich nicht frei sein will, treten noch Martins Geschwister Rosemary und Alexander auf, sowie Palmers Schwester Honor. Im Laufe der Zeit kommen weitere Verfehlungen und Geheimnisse der Protagonisten zutage und vor allem Ich-Erzähler Martin legt vor dem Leser seine spontan und impulsiv wechselnden Gefühle für die verschiedenen Frauen radikal offen. Immer direkt, immer von einer vermeintlich schonungslosen Ehrlichkeit, immer mit ein bisschen oder ein bisschen mehr Drama. Diese Ehrlichkeit beteuern die Figuren auch untereinander. Man will sich abgeklärt geben, vernünftig reagieren, sich keine Szenen machen, vor allem verspricht man sich immer, offen zu sein, jedoch ist keiner in der Lage, dieses Versprechen letztlich auch zu halten. Niemand scheint hier nicht zu lügen. Murdoch führt ihre Protagonisten in der Hinsicht schonungslos vor, zeigt, dass sie alle an ihren Ansprüchen scheitern. Ein wenig kommen sie einem wie Marionetten vor, angetrieben von einer äußeren Macht, ihren romantischen Gefühlen schutzlos ausgeliefert. Murdoch wahrt Distanz, schreibt durchgehend mit bissiger Ironie, weshalb die Dramatik, der die Figuren ausgesetzt sind und auch der Schmerz, der ein Verlassenwerden auslöst, zwar dargelegt wird, aber beim Leser nur wenig Empathie auslöst: Das Leid der Protagonisten fühlt man nicht mit – soll man nicht mitfühlen, alles ist immerzu ein wenig eine Karikatur. Übertrieben. Chaotisch. Sie sind flatterhaft, diese Menschen; was sie Liebe nennen, ist viel zu vage, zu wenig greifbar, vielleicht auch zu gewöhnlich für ein so großes Wort.Gerade das Zuviel war auch das, mit dem ich bei der Lektüre von „Ein abgetrennter Kopf“ Probleme hatte. Dieses immer mehr an Tempo zulegende „Bäumchen-wechsle-Dich-Spiel“, in dem letztlich fast jeder mit jedem angebändelt hatte, begann mich zu langweilen, das Chaos, in das die Geschichte zwangsläufig abdriftete, war einfach nicht nach meinem Geschmack. Eine Kritik, die ich aber der Autorin kaum ankreiden kann, denn sie schreibt mit beispielloser Souveränität und behält stets alle Fäden sicher in der Hand. Ihre Dialoge sind pointiert und schnell und bissig. Ein bisschen böse und voller Ironie erzählt sie ihre Geschichte, in der alles zu jeder Zeit an seinem Platz ist. Über Protagonisten, denen sie dann doch verbunden zu sein scheint, bei aller Schonungslosigkeit. Murdochs Roman unterhält auf Niveau und zeigt, warum sie immer noch hohes Ansehen genießt und man ihre Romane weiter lesen sollte. Ich werde das tun, in der Hoffnung, dass sie das nächste Mal wieder genauer meine Lesevorlieben treffen wird. Und wer mit chaotischen Geschichten und schonungsloser Übertreibung weniger Probleme hat als ich, sollte auch hier zugreifen: „Ein abgetrennter Kopf“ ist ein gutes Buch einer Autorin, die wusste, was sie tat und deren Werk sicherlich mit Gewinn wieder zu entdecken ist.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    29. December 2016 um 13:40

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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