Irma Joubert Hinter dem Orangenhain

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Inhaltsangabe zu „Hinter dem Orangenhain“ von Irma Joubert

Südafrika 1938 – 1968: Die kleine Persomi ist ein tapferes, kluges Mädchen, das als Tochter einer weißen Familie in Südafrika in großer Armut aufwächst. Doch in der Schule macht ihr so schnell keiner etwas vor und so hofft sie, ihrer Herkunft eines Tages entfliehen zu können.
Als Persomi in einem Prozess gegen den Mann aussagen muss, der behauptet, ihr Vater zu sein, stellt sich für sie zum ersten Mal die Frage, ob das Gesetz auch für arme Menschen gilt. In ihr erwacht der Traum, Jura zu studieren. Und sich für ein Land einzusetzen, in dem jeder die gleichen Chancen auf Gerechtigkeit hat. Doch wird sie diesen Traum verwirklichen können? Oder werden enttäuschte Hoffnungen, tragische Missverständnisse und ungeahnte Herausforderungen ihr die Flügel stutzen?

Ein fesselndes Buch über die Entwicklung eines Mädchens und ihr Land

— strickleserl

Die Entwicklung von einem Mädchen, zu einer selbstbewussten Rechtsanwältin.

— MalaikaSanddoller

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  • Der Mut einer Frau

    Hinter dem Orangenhain

    pallas

    08. October 2017 um 14:26

    Die Handlung des Romans spielt in Bosveld, Südafrika um das Jahr 1938.Persomi, ein kluges elfjähriges Mädchen lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einer sehr ärmlichen Hütte. Die uns heute so selbstverständlich erscheinenden Dinge, wie beispielsweise fließendes Wasser, fehlen in ihrem zu Hause gänzlich.Als sie eines Tages gegen ihren Stiefvater vor Gericht aussagen muss erwacht in ihr der Wunsch Jura zu studieren. Persomi hat einen äußerst scharfen und wachen Verstand der sie ihre Schule mit Bestnoten absolvieren lässt.So kann sie sich schließlich den Wunsch nach einem Jurastudium erfüllen und hofft mit ihrem Wissen etwas mehr Gerechtigkeit, auch für die stets so benachteiligten Randgruppen wie beispielsweise der ebenfalls ansässigen Inder, zu erreichen.Wir begleiten Persomis Leben über fast dreißig Jahre hinweg und erfahren schließlich, wer ihre große Liebe ist und ob sie letztendlich in Erfüllung gehen wird oder nicht. Ihr Berg an der alten Blechhütte - der Ort ihrer Kindheit - ist und bleibt für Persomi eine Oase der Ruhe und Erholung. Irma Joubert hat erneut einen hinreißenden, äußerst informativen und emotional spannenden Roman verfasst, der mit seinen ausgezeichnet herausgearbeiteten und ausgefeilt dargestellten Charakteren glänzt. Sie schuf mit diesem Werk eine sehr schöne Erzählung zu den politischen Begebenheiten unmittelbar vor und während des zweiten Weltkrieges und weist, vielleicht ein bisschen zu ausführlich auf die Separation der indischen Bevölkerung in Südafrika hin. Obwohl ich Romane mit historischen Fakten sehr mag hätte es dem Roman vielleicht gut getan, wenn die historischen Details ein klein wenig gekürzt worden wären.Die im Roman eingesetzte Sprache ist klar und leicht verständlich. So taucht der Leser sofort und mühelos in die Geschichte ein. Für den vollendeten Lesegenuß hätte ich mir ein Personenverzeichnis gewünscht. Aspekte des Glaubens treten in diesem Roman etwas in den Hintergrund, flammen jedoch immer wieder einmal im Rahmen der Geschichte auf. Der für meinen Geschmack ein bisschen zu große Zeitsprung am Ende des Romans versöhnt dann doch wieder mit einem ganz besonders schönen Ende.Ich halte  ein emotional bewegendens und ergreifendes Buch in meinen Händen, welches das Leben von Persomi, einer ganz besonderen Frau, beschreibt und uns mit ihr ein eindrucksvolles Beispiel präsentiert, wieviel ein Mensch trotz schlechter Startbedingungen und ärmlicher Herkunft dennoch über Fleiß, Anstrengung und Kraft erreichen kann. Die Lektüre von Orangenhain bietet aus meiner Sicht ein interessantes Thema mit großem historischen Hintergrund.

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  • Ein richtig Klasse Buch!

    Hinter dem Orangenhain

    BubblyIna

    26. July 2017 um 14:14

    In den 600 Seiten dieses Buch begleitet man Persomi durch ihr halbes Leben. Durch harte Zeiten und schöne. Sie wächst als arme Weiße in Südafrika auf und bekommt durch Unterstützung der Armenhilfe die Chance zur Schule zu gehen und dann auch zu studieren.  Sie möchte als ein ganz gewöhnlicher Weißer wahrgenommen werden und nicht als eine Arme aus schwierigen Verhältnissen Dieser Wunsch nach gesellschaftlicher Annahme und Gleichstellung zeigt sich auch in ihrem Berufswunsch: Als Juristin möchte sie für Gerechtigkeit auch für untere Gesellschaftsgruppen kämpfen. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, allgemeine Gesellschaftsnormen zu hinterfragen und trotz Widerstand ihrem Ziel treu zu bleiben. Anhand Persomis Leben informiert das Buch gut über die Geschehnisse in Südafrika vor, während und nach dem ersten Weltkrieg. Mir war davor zum Beispiel gar nicht bewusst, dass die Apartheit erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts richtig eingeführt wurde. Irma Joubert hat es in diesem Buch wieder mal geschafft eine sehr detaillierte, faktengeladene Story mit ausgefeilten Charakteren zu schreiben, die wie nebenbei noch eine mitreißende Liebesgeschichte beinhaltet, die mir selbst das Herz hat bluten lassen.Das Buch hat mich beim Lesen nicht in Ruhe gelassen, weil es so packend ist. Einfach klasse!

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  • Der Kampf um Gerechtigkeit

    Hinter dem Orangenhain

    Sonnenblume1988

    20. July 2017 um 19:12

    Südafrika 1938: Die elfjährige Pérsomi wächst in armen, beengten Wohnverhältnissen in einer Beiwohnerfamilie auf. Sie bekommt die Chance, die Mittelschule zu besuchen und erhält Unterstützung von der Armenfürsorge. Dennoch bleibt sie ersteinmal das Beiwohnerkind und die Außenseiterin. Weil das Lernen ihr leicht fällt und sie sich sehr für die Geschehnisse in der Welt interessiert, ergreift sie die Chance, Jura zu studieren. Doch noch etwas anderes beschäftigt sie: Wer ist ihr leiblicher Vater, über den ihre Mutter kein Wort verlieren möchte? Beim Lesen bin ich sofort in das Buch reingekommen. Da ich schon mehrere gute Bücher der Autorin gelesen habe, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen.  Pérsomi war mir wegen ihres nüchternen, starken Charakters, ihrer Beharrlichkeit und ihrem Kampfgeist von Anfang an ein Vorbild. Auch  Pérsomis Geschwister, Freunde und Nachbarn lernt man schnell kennen und lieben.  Sie spielen in den gesamten 30 Jahren, in denen die Geschichte spielt, immer wieder eine wichtige Rolle. Es gibt viele Dialoge und viele kleine Absätze, die das Lesen erleichtern. Trotz dem der Roman so dick ist, hält sich die Autorin nie zu lange mit einem Thema auf, sondern erzeugt auf den über 600 Seiten jede Menge Handlungen, so dass auch die ein oder andere Überraschung nicht ausbleibt. Gut gefallen hat mir auch, dass es sich bei dem Buch nicht um eine reine Liebesgeschichte handelt. Die Liebe spielt in Pérsomis Leben zwar auch eine Rolle, aber sie beschäftigt sich auch mit vielen anderen Fragen die vor allem ihren späteren Beruf betreffen. Neben den verschiedenen kulturellen Umständen, unter denen Persomi lebt, prägen wesentliche geschichtliche Ereignisse die Handlung, so z.B. die Verpflichtung der Gemeindeleitungen, getrennte Wohn- und Arbeitsgebiete für die indische Bevölkerung außerhalb des Dorfes einzurichten. Der christliche Glaube spielt eine nebensächliche Rolle. Ab und an liest Pérsomi in der Bibel, betet oder geht in die Kirche. Christliche Werte wie Nächstenliebe sind präsent und werden stark von Pérsomi vertreten. Insgesamt ein toller, sehr gut recherchierter historischer Roman mit dem Schauplatz Südafrika über Gerechtigkeit, Familie, Tradition und Willensstärke.

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  • Nicht ganz ausgewogen, aber dennoch unterhaltsam

    Hinter dem Orangenhain

    Smilla507

    13. July 2017 um 23:00

    Die Handlung beginnt im Jahre 1938, Pérsomi ist zu dem Zeitpunkt elf Jahre alt. Sie lebt gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern als Beiwohner auf einer Farm im südafrikanischen Bosveld. Es ist ein ärmliches Leben in einer Blechhütte, in der es kein fließendes Wasser, geschweige denn eine Toilette gibt. Pérsomi möchte diesem tristen Leben entfliehen. »Irgendwann wird der Tag kommen, an dem man sie nicht mehr wie den letzten Dreck behandeln wird.« Ihre Antriebskraft ist ihr Ehrgeiz. Sie nimmt sich keine Zeit für Träume. Stattdessen lernt sie fleißig, bekommt Stipendien und kann später sogar studieren. Sie fühlt sich dazu berufen Rechtsanwältin zu werden, um für andere, ebenso schlecht behandelte Menschen, einzutreten. Als Leser begleitet man Pérsomi über 30 Jahre hinweg, durchlebt mit ihr vom fernen Südafrika aus, was nun in unseren Geschichtsbüchern steht: Den zweiten Weltkrieg, die Antikriegsbewegung, die Isolierung der schwarzen, fremdländischen Bevölkerung, Nationalismus... Einzig »ihr Berg«, auf dem sie groß geworden ist, ist ein Ruhepol, der Ort, der für sie Heimat bedeutet. Von allen vier bisher erschienen Büchern von Irma Joubert war dieses für mich am schwierigsten zu lesen. Bei den anderen drei konnte ich mich nach kurzer Zeit gut einlesen, bei diesem dauerte es ein wenig länger. Es fließen sehr viele geschichtliche und politische Fakten in die Handlung, gegen Ende auch juristische. Generell mag ich solche Hintergründe, doch es uferte für mich manchmal zu sehr aus. Viele Zeitsprünge führten dazu, dass ich immer eine gewisse Distanz zur Protagonistin empfand. Ein Lichtblick war die Liebesgeschichte, die sich mit der Zeit entwickelte. In wen sich Pérsomi verliebt verrate ich nicht, denn zu Beginn kann man das nicht direkt erahnen. Aber auch hier muss Pérsomi einiges aushalten. Die Romanfiguren haben alle ihre Ecken und Macken und die Autorin scheut sich nicht, die Charaktere mitsamt ihren Schwächen darzustellen. Pérsomis Mutter bspw. sagt meist nur »Du liebe Güte« und ist etwas wirr, hält aber eisern daran fest ihrer Tochter nicht zu verraten, wer ihr leiblicher Vater ist. Das macht das Buch zusätzlich geheimnisvoll...Der Glaube an Gott ist mal stärker, mal schwächer vertreten. Während Pérsomis Schulzeit kommt durch eine gläubige Mitschülerin einiges zur Sprache, später sind es Kirchgänge oder sittsames Verhalten.Nach 607 Seiten hatte ich nun nicht das Gefühl einen schlechten Roman gelesen zu haben, allerdings wären ein paar 100 Seiten weniger vielleicht ganz gut gewesen. Solide 4 Sterne!

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  • Spannende Entwicklung eines Mädchens und eines Landes

    Hinter dem Orangenhain

    strickleserl

    29. June 2017 um 07:23

    Dieses Buch erzählt von einem armen südafrikanischen Mädchen, das in einer bewegenden Zeit zu einer Frau heranwächst.Die Geschichte beginnt im Jahr 1938, als Persomi 11 Jahre alt ist. Ihr älterer Bruder verlässt das gemeinsame Zuhause, um in der Stadt arbeiten zu gehen. Ohne ihn fühlt sich Persomi schutzlos und allein. Dazu offenbart ihr Bruder ihr, dass der Mann ihrer Mutter nicht ihr leiblicher Vater ist, was für Persomi eher eine positive Überraschung ist, denn dieser Mann ist gemein und gefährlich.Persomi erlebt den nächtlichen Missbrauch ihrer Schwester mit, und durch die Aussage dieses kleinen Kindes muss ihr Stiefvater ins Gefängnis. Allmählich öffnet sich für Persomi eine neue Welt. Sie darf auf die weiterführende Schule gehen, und sogar dort wohnen. Endlich kann sie sich satt essen, und durch ihre guten Leistungen in der Schule und beim Sport wird der Abstand zwischen ihr und den wohlhabenderen Kindern immer geringer.Das Buch beschreibt ihr Leben und Aufblühen im Laufe der nächsten 30 Jahre. Dabei erfährt der Leser auch sehr viel über die politischen Ereignisse und die Stimmung in Südafrika in der Mitte des letzten Jahrhunderts.Der Leser wird auf eine fesselnde Reise mitgenommen. Trotz der Länge des Buchs, wollte ich schnell weiterlesen, da ich mich gut mit Persomi identifizieren konnte, und gerne wissen wollte wie es weitergeht. Da ich selbst schon oft in Südafrika war, fand ich es sehr interessant mehr über die Geschichte des Landes zu erfahren. Ein Schwerpunkt in diesem Buch ist die Entwicklung der Apartheid. Interessant war auch die Begründung der Apartheid-Anhänger, die meinten eine Rassentrennung wäre im Sinne Gottes. Persomi stand jedoch mutig und vorbildhaft zu ihren Überzeugungen, die ebenfalls ihrem Glauben entsprangen.Eine ausführliche und spannende Erzählung, die Persomis Entwicklung von einem armen, ängstlichen Kind zu einer mutigen, selbstbewussten Frau erzählt. Dieses Buch wird besonders diejenigen interessieren, die mehr über die geschichtliche Entwicklung in Südafrika erfahren möchten.

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  • Leserunde zu "Hinter dem Orangenhain" von Irma Joubert

    Hinter dem Orangenhain

    Arwen10

    Und hier, auch ganz frisch aus der Druckerei eine Neuerscheinung von Irma Joubert. Ich danke dem francke Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Irma Joubert Hinter dem Orangenhain Zum Inhalt: Südafrika 1938-1968 Die kleine Persomi ist ein tapferes, kluges Mädchen, das als Tochter einer weißen Familie in Südafrika in großer Armut aufwächst. Doch in der Schule macht ihr so schnell keiner etwas vor und so hofft sie, ihrer Herkunft eines Tages entfliehen zu können. Als Persomi in einem Prozess gegen den Mann aussagen muss, der behauptet, ihr Vater zu sein, stellt sich für sie zum ersten Mal die Frage, ob das Gesetz auch für arme Menschen gilt. In ihr erwacht der Traum, Jura zu studieren. Und sich für ein Land einzusetzen, in dem jeder die gleichen Chancen auf Gerechtigkeit hat. Doch wird sie diesen Traum verwirklichen können? Oder werden enttäuschte Hoffnungen, tragische Missverständnisse und ungeahnte Herausforderungen ihr die Flügel stutzen? Zur Leseprobe: https://www.francke-buch.de/buecher/belletristik/2473/0/irma-joubert-hinter-dem-orangenhain/#leseprobe Infos zur Autorin: Irma Joubert lebt in Südafrika. Sie studierte Geschichte an der Universität von Pretoria und war fünfunddreißig Jahre lang Lehrerin an einem Gymnasium. Nach ihrer Pensionierung begann sie mit dem Schreiben. Die Historikerin liebt es, gründlich zu recherchieren und ihre Romane mit detailreichen Fakten zu untermauern. In ihrer Heimat und den Niederlanden haben sich ihre historischen Romane zu Bestsellern entwickelt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 08. Juni 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Kennt ihr schon Romane der Autorin ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!

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    • 84

    TochterAlice

    27. June 2017 um 08:17
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    strickleserl schreibt Aus der Mutter wurde ich bis zum Schluss nicht so klug, sie zeichnet sich eigentlich nur durch Teilnahmslosigkeit aus.

    Mir war sie auch nicht sonderlich sympathisch. Sicherlich eine Frau, die ihr Päckchen zu tragen hat, doch hat man in den kursiven Teilen gesehen, dass es ihr oft darum ging, möglichst viel Geld ...

  • Das Mädchen wird zu Rechtsanwältin

    Hinter dem Orangenhain

    MalaikaSanddoller

    26. June 2017 um 10:11

    Die junge Pérsomi wächst in den ärmsten Umständen auf, zusammen mit ihrer Familie hat sie oft nicht genug zu essen und auch die Familienverhältnisse sind gar nicht einfach. Als sie herausfindet, dass ihr verhasster Vater gar nicht ihr echter Vater ist, kann sie ihr Glück kaum fassen. Doch ihre Mutter hat geschworen, nie zu verraten, wer ihr richtiger Vater ist.Kurz darauf sagt sie gegen den Mann ihrer Mutter im Gericht aus und entdeckt dabei ihre Liebe für die Wahrheit. Sie beschließt, für ihre Bildung und ein besseres Leben zu kämpfen, sodass sie nicht in einem winzigen Beiwohnerhaus bei einer anderen Farm leben muß.Die Geschichte hat mich als Südafrikanerin sehr berührt. Man bekommt die damalige Zeit sehr gut mit und hat das Gefühl, dass man mitten in den Ereignissen steht. Pérsomi ist eine wunderbar ausgearbeitete Protagonistin, deren Entwicklung von Kind zur Frau im Buch sehr schön dargestellt wird. Auch bekommt man den Anfang der furchtbaren Apartheidsgeschichte in Südafrika hautnah mit. Aus einem mittellosen, durch Angst aber auch durch Durchsetzungsvermögen geprägtem Mädchen wird eine selbstbewusste Rechtsanwältin - und das in einer Zeit, wo dieser Beruf für Frau ungewöhnlich ist.Das Buch ist ein ziemlicher Brocken, aber durch den flüssigen Schreibstil und die spannende Geschichte fliegt man nur so durch die Seiten. Es ist in sehr inspirierendes Buch, welches ich jedem, der in die südafrikanische Geschichte abtauchen möchte, weiterempfehle.

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  • Eine Frau will nach oben

    Hinter dem Orangenhain

    TochterAlice

    25. June 2017 um 15:18

    Und zwar aus einer ganz besonders schwierigen Lage: Pérsomi lebt in Südafrika in ärmlichsten Verhältnissen und hat oft genug nicht ausreichend zu essen. Wir begleiten sie von Kindheit an und erleben ihr Schicksal als eines von vielen Kindern einer Beiwohnerfamilie, die bei reicheren Gutsbesitzern auf dem Grundstück lebt und für diese arbeitet. Leider will ihr Vater seinen Töchtern auch auf andere Art beiwohnen und bei Pérsomis Schwester gelingt ihm das auch.In ganz jungen Jahren sagt Pérsomi vor Gericht gegen den Willen ihrer Mutter gegen ihn aus, nachdem sie erfahren hat, dass er gar nicht ihr leiblicher Vater ist und macht so von sich reden. Bald darauf hat sie die Möglichkeit, in die örtliche Schule zu kommen, wo sie in einem Internat hat. Im Gegensatz zur Heldin Hildegard aus dem Vorgängerroman "Sehnsuchtsland", in dem sich der Protagonistin wenig Möglichkeiten zur Selbstentfaltung bieten, bietet sich Pérsomi die Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu gehen, die Schule mit Auszeichnung abzuschließen und Jura zu studieren. Unterwegs begegnen ihr Menschen, die ihr zeigen, was Freundschaft und Wertschätzung ist und auch ihr starker Glaube nicht nur an Gott, sondern vor allem an die Gerechtigkeit hilft ihr, so manche Situation durchzustehen.Privat läuft es nicht ganz so glatt - hier muss sich Pérsomi schon früh mit Verlusten auseinandersetzen, die nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass ihre Mutter ihr den Namen ihres wahren Vaters nicht nennen will. Aber auch die schwierigen Bedingungen - der Roman spielt während und nach dem Zweiten Weltkrieg - tragen das ihre dazu bei und Pérsomi muss sich häufig in politischen Angelegenheiten gegen diejenigen, die ihr die Liebsten sind, stellen.Eine Frau, die in vielerlei Hinsicht etwas erreichen will - ob es ihr gelingt, das können Sie erlesen. Dabei erfahren Sie eine Menge über die politischen Entwicklungen gerade in den Jahren, in denen die Apartheid-Politik am stärksten zum Tragen kam.Ein Frauenschicksal in Deutschland in der Mitte und der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie ich es so bislang noch nicht gelesen habe. Die Autorin Irma Joubert eröffnet neue Perspektiven, Blickwinkel und Aspekte. Manches wird nicht so vertieft, wie ich es mir gewünscht hätte, dennoch habe ich dieses fesselnde Buch nicht aus der Hand legen können. Mitreißend, aufwühlend, ab und an auch überraschend: ein historischer Roman über den Lebensweg einer besonderen Frau, der lesenswert ist!

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