Irmela Nagel Ihr Schicksal verwalte ich

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Inhaltsangabe zu „Ihr Schicksal verwalte ich“ von Irmela Nagel

Wenn jemand aufgrund einer Krankheit oder Behinderung seine Angelegenheiten nicht selbst zu regeln vermag, kann ein Betreuer eingesetzt werden. Das kann ein Verwandter oder Bekannter sein, der das ehrenamtlich übernimmt, aber auch jemand, der sich von Berufs wegen damit befasst. Die sogenannten "Berufsbetreuer erhalten seit 2005 für jeden Betreuten eine recht knapp bemessene Pauschale, die bei "effektiver" und "professioneller" Arbeit ausreichen soll, den Interessen der Betreuten gerecht zu werden. Aber wie will man einem Einzelnen gerecht werden, wenn man 80 oder 90 Menschen "betreut". Wer einen "freien" Willen hat, kann die Betreuung ablehnen, aber wessen Wille ist schon frei? Das Buch beschreibt die Entstehungsgeschichte, den Zustand und die Schwächen des gegenwärtigen Systems. Es möchte anregen und einladen, eine öffentliche Diskussion zu führen. Je älter man wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass man eines Tages auf fremde Hilfe angewiesen ist, unter Umständen auch auf Menschen, die für einen entscheiden können oder müssen. Wer weiß, was geschehen könnte, hat noch die Chance, etwas dagegen zu tun.

Das Betreuungsrecht ist inzwischen 20 Jahre alt. Es hat sich gezeigt, dass es vom Gesetzgeber zwar in guter Absicht verfasst wurde, in der Praxis jedoch daran gescheitert ist, dass sich eine Betreuungsindustrie gebildet hat, der man -falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt- hilflos ausgeliefert ist. Es ist nicht zu weit gegriffen, wenn man von Betreuungsmafia spricht. Die Autorin schreibt als Berufsbetreuerin in eigener Sache: die Vergütung sei nicht ausreichend, die Verwaltungshürden zu hoch. Veränderungen sind in der Tat nötig, aber keine Stärkung der Betreuungsmafia, sondern staatliche Aufsicht, Beschwerdemanagement sowie Mitsprache- und Kontrollrecht der Angehörigen.

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  • Rezension zu "Ihr Schicksal verwalte ich" von Irmela Nagel

    Ihr Schicksal verwalte ich
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2011 um 18:11

    Das Betreuungsrecht ist inzwischen 20 Jahre alt. Es hat sich gezeigt, dass es vom Gesetzgeber zwar in guter Absicht verfasst wurde, in der Praxis jedoch daran gescheitert ist, dass sich eine Betreuungsindustrie gebildet hat, der man -falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt- hilflos ausgeliefert ist. Es ist nicht zu weit gegriffen, wenn man von Betreuungsmafia spricht. Die Autorin schreibt als Berufsbetreuerin in eigener Sache: die Vergütung sei nicht ausreichend, die Verwaltungshürden zu hoch. Veränderungen sind in der Tat nötig, aber keine Stärkung der Betreuungsmafia, sondern staatliche Aufsicht, Beschwerdemanagement sowie Mitsprache- und Kontrollrecht der Angehörigen.

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