Irmgard Braun

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorin von Der Gesandte der Sterne, Tod an der Alpspitze und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Irmgard Braun

Der Gesandte der Sterne

Der Gesandte der Sterne

 (7)
Erschienen am 10.05.2015
Mutig aber tot

Mutig aber tot

 (2)
Erschienen am 05.05.2015
Tod an der Alpspitze

Tod an der Alpspitze

 (3)
Erschienen am 02.05.2018
Klettern - aber sicher!

Klettern - aber sicher!

 (1)
Erschienen am 09.02.2006
Vermisst

Vermisst

 (1)
Erschienen am 06.04.2016
Verraten

Verraten

 (1)
Erschienen am 10.05.2017
Nie wieder tot

Nie wieder tot

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Erschienen am 06.05.2014

Neue Rezensionen zu Irmgard Braun

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Rezension zu "Tod an der Alpspitze" von Irmgard Braun

Ein soliger Bergkrimi von Irmgard Braun
MrsAmyvor 3 Monaten

Eigentlich hat Jana alles, was es zum Glücklichsein braucht: einen gut situierten Mann, der ihre Liebe zum Klettern und den Bergen teilt, ein Maleratelier direkt bei sich zu Hause und wenig Druck als Selbstständige im Bereich der Websitengestaltung. Die Wochenenden und freien Stunden verbringen ihr Mann Bruno und sie am liebsten mit ihren Sektionskumpels draußen in den Felsen. Doch dann taucht ein mysteriöser Stalker auf, der Jana Blumen schickt, ihr neue Kletterschuhe in den Rucksack steckt und ihr SMS und E-Mails sendet. Ihr Mann Bruno wittert eine Lüge und seine rasende Eifersucht tritt zutage. Jana setzt die Belastung durch den Stalker, der sich immer wieder ihren Blicken entzieht, und ihren Mann Bruno mehr und mehr zu. Auf einem Wochenendtrip zur Albspitze schließlich kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Doch war es wirklich ein Unfall? Jana arbeitet Hand in Hand mit der Polizei um alle offenen Fragen zu klären. Derweil sieht der Stalker seine Chance endlich gekommen. Wird Jana ihn noch rechtzeitig entlarven?

„Tod an der Alpspitze“ ist der neueste Krimi der Autorin und Kletterin Irmgard Braun. Ich war von den letzten Krimis der Autorin, in denen vor allem ihre Ermittlerin Monika Trautner im Mittelpunkt stand, wenig begeistert. Nun also ein Buch ohne die rüstige Trautner und vielleicht eine Rückkehr zu alter Stärke? Denn das Braun vernünftige Krimis schreiben kann, hat sie in der Vergangenheit bewiesen. Bevor ich mit dem Lesen beginnen konnte, landete das Buch in den Händen meines Mannes, der selbst auch Kletterer ist. Sein Fazit nach der Lektüre: ein guter und lesenswerter Krimi!

Ich selbst musste mich erst ein wenig in die Handlung hineinfinden. Konnte aber schnell feststellen, dass Braun definitiv an ihrer Schreibe gearbeitet hat. So gelang es ihr nun durchweg besser, Atmosphäre aufzubauen und Dialoge sinnvoll und in die Handlung passend einzufügen – sie wirkten natürlicher und das tat dem Lesefluss definitiv sehr gut. Die Hauptfigur Jana war mir recht sympathisch, ihre Gefühlsregungen durchaus nachempfindbar. Auch die Gefahr durch den Stalker und das überzogene Verhalten ihres Ehemannes wirkten auf mich stimmig. Nicht passend fand ich dagegen die Wahrnehmung von Jana durch die Männerwelt und ihre eigene Selbstwahrnehmung. Fand sie sich selbst zu dick um die Hüften und nur mittelmäßig ansehnlich, waren die Männer stets hin und weg von ihrer Ausstrahlung. Natürlich klingt hier schon eine Botschaft von Braun durch – alla man ist auch dann hübsch, wenn man keine Traummaße hat und man muss sich nur selbst lieben. Aber dafür hätte das Ganze dann doch mehr thematisiert werden müssen. Vor allem wenn man den Krimi bis ganz zum Ende liest, steht vor allem dessen Ende krass gegen Janas Selbstwahrnehmung – ich würde sie direkt als verzehrt bezeichnen.

Gut gelungen ist Braun dagegen wie immer die Beschreibung der Kletter- und Klettersteigtouren an realen Schauplätzen. An diesen Stellen merkt man, dass die Autorin vom Fach ist und genau weiß, was sie schreibt. Und so bekommt man mitunter schon gleich selbst Lust, einfach mit den Klettersachen loszuziehen. Schade fand ich dagegen, dass Braun erneut auf ihr altbekanntes Schema zurückgreift: die stark begrenzte Tätergruppe. Das nimmt der Handlung sehr viel an Schwung.

Negativ im Gedächtnis geblieben sind mir vor allem zwei sprachliche Patzer: „Der Ferrero-Ball zerbarst in ihrem Mund“ (S. 104). Dieses Zitat stieß mir derart übel auf, dass ich das Buch erst einmal zur Seite legen musste. Wenn Jana Ferrero Rocher isst, so ist dagegen nichts einzuwenden, aber wenn die Kugel zum Ball wird und dann auch noch im Mund zerbirst, dann rollt es mir sprachlich wirklich die Zehennägel hoch. „Zerbarst“ passt überhaupt nicht zum restlichen im Krimi gewählten sprachlichen Vokabular! Mir ist absolut unklar, warum dieser Satz dem Lektor nicht aufgefallen ist! Weiterhin trifft Jana im Buch auf die Mutter eines Kletterkameraden. Diese ist bereits in den höheren mittleren Jahren, möchte sich aber durch ihre Kleidung einen jugendlichen Touch geben. Und durch ihre Sprache! Sie spricht derart in erzwungenem Jugendslang – beziehungsweise in dem, was sie dafür hält, dass man schon als Leser die Augen verdreht. Jana schwatzt sie aber einfach nur zu viel. Ich bin der Meinung, wenn man eine Figur einen derart ihrem Alter entgegengesetzten Wortschatz verpasst, dann sollte sich Jana doch zumindest kurz darüber Gedanken machen. Aber nichts dergleichen.

Neben diesen Ärgernissen war der Krimi aber doch solide und auch die Spannung kam nicht zu kurz. Irmgard Braun hat bewiesen, dass sie noch immer in der Lage ist, recht gute Krimis zu schreiben. Bleibt zu hoffen, dass sie ihre Monika Trautner zukünftig in der Schublade lässt und sich lieber Einzelbandkrimis widmet, die ihr eindeutig besser liegen!

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RyekDarkeners avatar

Rezension zu "Verraten" von Irmgard Braun

Jeder könnte der Mörder sein …
RyekDarkenervor einem Jahr

… denn fast jeder, der auf der Feier war, hatte einen mehr oder minder guten Grund, Oliver Baudel den Schädel einzuschlagen.
Privatdetektivin Monika Trauter trifft auf eine Gruppe, in der jeder jeden gut kennt, oft zu gut. Sie soll, als Außenstehende, in diesem Fall privat ermitteln. Was am Anfang einen fast aussichtslosen Eindruck macht, entwickelt sich zu einem interessanten Katz- und Maus-Spiel, bei dem die gemeinsame Leidenschaft für das Klettern, um in der Marketingsprache zu bleiben, die Zielgruppenaffinität erzeugt, die Monika braucht. Über diesen Hebel erhält sie nach und nach Zugang und sehr interessante Einsichten in ein Geflecht aus Beziehungen, alten Rechnungen und offenen Feindschaften. Ihr Enkel ist dabei eine wertvolle Unterstützung. Je näher sie dem vermeintlichen Täter kommt, desto gefährlicher wird der Auftrag auch für sie selbst.

So viel zur Story, ohne zu spoilern. Zum Roman selbst zu sagen ist noch, dass er solide gemacht ist und für Freunde des Klettersports und Krimis gute Unterhaltung bietet. Die Figuren sind gut gezeichnet und authentisch, die Handlung nachvollziehbar und dennoch nicht so, dass der Mörder schon am Anfang bekannt ist. Es bleibt interessant bis zum Ende.
Aus meiner Sicht im besten Sinne das, was man als gute Hausmannskost bezeichnet.

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MrsAmys avatar

Rezension zu "Vermisst" von Irmgard Braun

Vermisst - ein Krimi von Irmgard Braun
MrsAmyvor 3 Jahren

Monika Trautner hat nach einem bewegten Arbeitsleben endlich Zeit für sich und ihre Hobbys. Frisch in Pension reist die rüstige Rentnerin durch die verschiedensten Länder und zurück in der Heimat widmet sie sich ganz dem Klettersport. Doch schon bald ist es wieder vorbei mit Ruhe. Ihr Enkel Liam bittet sie um Hilfe in einem Vermisstenfall: seine gute Freundin Susi ist nach einem Kletterkurs nicht mehr zurückgekehrt und die Polizei hat den Fall bereits zu den Akten gelegt. Begründung: die Vermisste sei irgendwo im Gebirge abgestürzt und das komme schließlich häufig vor. Liam aber möchte so schnell nicht aufgeben. Da ist es ein guter Zufall, dass die große Privatdetektei seines Vaters von Susis Eltern mit dem Fall betraut worden ist. Nach einiger Überzeugungsarbeit gelingt es Liam, dass er gemeinsam mit seiner Oma zu Ermittlungszwecken einen Fortgeschrittenenkurs besuchen darf. Die Teilnehmer und auch der Kursleiter sind nahezu identisch mit jenen aus Susis Kurs. Während Liam, der eigentlich gar keine Ahnung vom Klettern hat, die ersten Gehversuche am Felsen unternimmt, schweben er und Monika bereits in ungeahnter Gefahr, denn so mancher kommt gar nicht damit zurecht, dass die beiden den Kursteilnehmern zunehmend auf den Zahn fühlen.

Irmgard Braun legt mit „Vermisst“ ihren dritten Krimi und zugleich den Auftakt für eine Reihe mit der rüstigen Ermittlerin Monika Trautner vor. Die Handlung beginnt – durchaus empfehlenswert – aus Sicht der vermissten Susi. Leider wird auf den ersten Seiten gleich ein Manko des Buches deutlich: So entsteht sprachlich der Eindruck, dass Susi, Studentin und aller Wahrscheinlichkeit mindestens Anfang 20, erst 15 und recht naiv sei. Dieses sprachliche Manko wird innerhalb der ersten Kapitel recht konsequent durchgehalten. Nur schwer gelingt es dem Leser daher, etwa die Detektei Bratzke oder auch Liam ernst zu nehmen. Immer wieder schwenkt die Handlung zudem zu Susi, die nicht tot ist, sich aber durchaus in einer sehr heiklen und gefährlichen Situation befindet. Sprachliche Klarheit in Wort und Ausdruck, aber auch der Mut zu erschreckenderen Szenarien hätten dem Krimi sehr gut getan und geholfen, schnell eine hohe Spannung aufzubauen. Das Potenzial wäre durchaus vorhanden gewesen. So aber wird an diesen Stellen viel verschenkt, die Handlung plätschert dahin und nimmt erst langsam an Fahrt auf.

Im Laufe der Zeit entwickeln sich die Charaktere, werden reifer und wirken nicht mehr allzu der Realität entfremdet. Es scheint, als hätte auch die Autorin erst in ihre Geschichte hineinfinden müssen. Das mag zusätzlich seinen Grund darin haben, dass ihr Können weniger in der spannenden Ausgestaltung eines Krimis als in dem Fokus, den Klettersport in die Handlung einzubetten, liegt. Eben jene Episoden beweisen Klarheit und Wissen. Man merkt, dass sich die Autorin ganz auf ihrem Terrain befindet. Ein weiterer Punkt, der angesprochen werden muss, betrifft das Bild von Männern und Frauen, welches Braun in ihrem Krimi zeichnet. So scheinen die handelnden Frauen, sofern sie sich in einer Beziehung befinden, von ihren Männern in ein Leben gepresst zu werden, das ihnen so gar nicht entspricht. Die Ehen sind schlecht, der Umgangston rau und so mancher Mann ein Freund des Alkohols oder anderer kurzer Röcke. Allein Liam kommt – dem Leser anfänglich als wahren Softie mit sanftem Charakter präsentiert – ungeschoren davon sowie ein Nachbar von Moni, der dem Leser wohl auch in den folgenden Bänden der Reihe noch erhalten bleiben wird. Generell scheint es, als möchte Braun der Liebe keine echte Chance geben und als ob betont werden müsse, wie schlecht der gemeine Mann ist und dass sich die Frau nur aus ihren Zwängen befreien müsste. (Auch die Schilderung der Vorgänge im ersten Kletterkurs, bei dem Susi war, erweckt den Eindruck, nicht das Erlernen des Klettersports stehe im Vordergrund, sondern das Anbaggern der anderen Kursteilnehmer.) Hinzukommt der Umstand, dass die kletternde Super-Oma stets von allen – vor allem natürlich von männlichen Mitmenschen – stets unterschätzt wird. Egal, ob es sich dabei um ihre Kletterfähigkeiten oder ihr Ermittlergespür handelt. Das wirkt auf die Dauer doch etwas anstrengend und unrealistisch.

Zum Glück entwickelt sich das Buch aber doch zum Ende hin und die Handlung wird spannender. Bleibt die Frage: Warum nicht gleich so?

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Gespräche aus der Community

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Koios_Verlags avatar
Liebe Lovelybooks-Leser,

es gibt wieder neuen Lesestoff für alle Fantasy-Fans! Die Autorin Irmgard Braun hat mit "Der Gesandte der Sterne“ den ersten Band eines großen Fantasy-Abenteuers veröffentlicht und freut sich auf ihre erste Leserunde hier bei Lovelybooks.

Worum geht es genau?

Die junge Caya lebt mit ihrem Vater in der Grenzstadt Doku-Sil. Als die Stadt vom Reitervolk der Javindi angegriffen und ihr Vater dabei getötet wird, bricht für Caya eine Welt zusammen. Noch dazu droht ihr eine Zwangsheirat, vor der sie sich entschließt zu fliehen.

Der junge Javindi-Reiterführer Tarmal hilft ihr bei der Flucht und schnell erfahren beide, dass ihr Schicksal mit dem Kampf größerer Mächte verknüpft ist, bei denen es ums Überleben der gesamten Menschheit geht.

Die Sternenmeister schicken Caya, Tarmal und seinen vorlauten Pegasus Horlui gegen die Armee des Herrschers Yaruwa – und die drei Gefährten entwerfen einen Plan, bei dem sie mehr Verstand als Glück brauchen werden.

Wir stellen für die Leserunde 10 E-Books zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 05. Juni 2015.

Die Autorin wird an der Leserunde teilnehmen, eine Leseprobe findet ihr hier: http://www.weiterlesen.de/GCY1P6PD6BA4MLC
Wir freuen uns auf Eure Beiträge, auf Diskussionen und natürlich auch auf Rezensionen.

Euer Koios-Team
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