Am Ende der Welt traf ich Noah

von Irmgard Kramer 
4,4 Sterne bei109 Bewertungen
Am Ende der Welt traf ich Noah
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Bis kurz vor Ende war es mir zu wirr, erst mit der Auflösung am Ende konnte ich das Buch wertschätzen

K

Ein berührende Geschichte, in der nichts so scheint, wie es ist. Absolut lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Am Ende der Welt traf ich Noah"

Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785581278
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Loewe
Erscheinungsdatum:27.07.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Klaus_Jürgen_Dilewskyvor 6 Monaten
    Darf man am Ende eines Romans gleich aus zwei Gründen weinen?

    Der Verlag:

    Der Loewe Verlag wurde am 8. Juni 1863 vom Leipziger Buchhändler Friedrich Loewe gegründet. Schon zu Beginn hatten Kinder- und Jugendbücher ihren festen Platz im Programm und wurden ab 1876 Programmschwerpunkt. Spätestens seit 2010 und dem Erscheinen von Erebos, dies ist ein Thriller für Jugendliche und Erwachsene von Ursula Poznanski, kennt jeder Genreinteressiert diesen Verlag. Der Titel soll dabei an Erebos, den Gott der Finsternis in der griechischen Mythologie, erinnern.                 Somit haben Jugendbücher von besonderer Qualität spätestens seither ein neues Zuhause gefunden. Hoffentlich hat auch ET, der immer dorthin telefonieren wollte, die Telefonnummer des innovativen Verlages, denn mit Christoph Gondrom trat 2012 bereits die 3. Generation der Familie Gondrom in die Geschäftsführung ein. Am 1. Juli 2016 übernahm er die Leitung des Verlages. Der Verlag mit der loewenstarken Literatur, für alle, die mehr wollen …

     

    Die Autorin:

     

    Von Irmgard Kramer sollte das Lesepublikum wissen:

    Die Autorin wurde 1969 in Vorarlberg geboren und wuchs in einem alten Häuschen auf, das sich lebendig anfühlte. Nach 19 Jahren hängte sie die Arbeit als Grundschullehrerin an den Nagel. „Seither schreibe ich Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Auftragstexte sowie Texte für Magazine. Seit 2012 bin ich bei der Literatur-Agentur „Die Buchagenten“ unter Vertrag.“, sagt die Autorin auf Nachfrage. Vor Lesungen lässt sie sich z.B. auch vom Chaos der Bundesbahn nicht schrecken, besteht wie ihre Protagonisten Abenteuer und sagt dann: „So Danke an alle, jetzt lesen wir.“ Sehr sympathisch, diese Autorin, die uns etwas zu sagen hat. Sie lebt heute als freie Autorin zwischen Bergen, Kühen und Käse im Bregenzerwald.                                                                                   

     

    Das Cover:

     

    Durch das in sanften Farben gehaltenem Cover und meine zuvor gemachten Leseerfahrungen der Korrespondenz zwischen Inhalt und Covergestaltung angesprochen, war ich neugierig auf diese Romanhandlung, und sie wurden nicht enttäuscht. Beim Covermotive: wurde auf © plainpicture/mia takahara, shutterstock.com/Grunge texture © Nik Merkulov zurückgegriffen, die Covergestaltung wurde von Franziska Trotzer und Sophie Hahn in der Redaktion von Lisa Blaser umgesetzt, denen mein Dank gebührt, denn wir wissen, dass auch bei einem Buch, der erste, äußere Eindruck wichtig ist, für eine Kaufentscheidung.

    Nun aber erst einmal zum Inhalt der Geschichte; die Buchbeschreibung:                                          

    Als Irina Pawlowa verbringt Marlene ihren Sommer in eben dieser Villa Morris und trifft dabei auf Noah. Noah ist faszinierend und auf dem Privatbesitz der Villa Morris vermeidlich gefangen. Seiner „Arche“, von deren „Oberdeck“ er uns die Welt sehen lässt. Und um einen roten Koffer geht es auch noch. Ähnlich wie bei Gepäckschein 666 von Alfred Weidenmann.

    Nun zu meiner Meinung   / Mein Fazit:

    Die in der Titelwahl dieser Besprechung gestellte Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten, denn:

    1.       Bin ich sehr traurig, weil der Roman zu Ende ist und

    2.       Ich möchte so gerne bei Noah und Marlene sein.

    „ Nie habe ich jemand so geliebt wie ihn. Nie habe ich mich so geborgen gefühlt, als bei ihm.“

    Aber ich bin auch sehr beeindruckt von der vielstimmigen Komposition der Geschichte, die an Schichtschokolade erinnert, immer ein neuer Geschmack bei ihrer Lektüre, ein anderes Gefühl. Dies gilt auch für und kommt durch die feine Zeichnung der Charaktere. Und genau hier müssen wir uns entscheiden:

    -          Wollen wir Leser eine Geschichte mit überraschenden Wendungen?

    -          Wollen wir Leser eine Geschichte mit starken Charakteren?

    -          Wollen wir Leser eine Geschichte mit einer innigen Sprache?

    Dann bitte dieses Buch lesen. Genial !

     

    Die bibliographischen Angaben zu diesem Titel lauten: Produktinformationen:

      Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

      Verlag: Loewe Juli 2015

      Sprache: Deutsch

      Preis: 18 €

      ISBN-13: 978-3785581278

    Dr. Dilewsky ist seit 20 Jahren, an unterschiedlichen Schulformen, als Studienrat tätig. Aktuell arbeitet er seit 04.10.2011 am Weiterbildungs-Köln-Kolleg, einer Schulform, die es Menschen ermöglicht, ihr Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu erreichen. Letztendlich möchte er mit seiner Arbeit ein Umdenken im System Schule einleiten. In seiner Freizeit unterstützt er junge Musiker. Mittelfristig möchte er die Richard Istel Stiftung für junge Musiker gründen, die jungen Künstlern, über Stipendien, ihre Ausbildung und erste CD Produktionen ermöglicht. Seit Dezember 2014 gibt es das 4. Buch von Dr. Klaus Jürgen Dilewsky, welches beide Arbeitsbereiche sinnvoll miteinander  verknüpft:
    Erziehung  heute Auswirkungen auf die Schule: Reihe Unterrichtsmaterialien
    Bd. 1, 408 S., 44.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12883-6                                                                             Meine Rezensionen erscheinen seit 1989, je nach Thema: bei JuLit, der Deutschunterricht, Pädagogik, die Jugendbuch/ Krimicouch, Seite der Stadtbibliothek Köln, auf Verlagsseiten,         meiner fb-Seite, bei Amazon: https://www.amazon.de/gp/profile/A2C6AA9ZLFQ5NA?ie=UTF8&ref_=sv_ys_4  und auf den Seiten anderer Buchhandlungen. Autoren und Verlag erhalten 1 Exemplar der Besprechung per Mail.

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    Octavia79vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein roter Koffer. Eine falsche Identität. Eine geheimnisvolle Villa. Eine große Liebe.
    Traumhaftschönes Buch

    Zu diesem Buch muss man vorerst sagen, unter dem Titel hätte ich mir alles vorgestellt aber nicht das was das Buch ausmacht. Es war das erste Buch, mitdem ich richtig intensiv angefangen habe zu lesen. Dieses Buch hat mich mitgenommen und nicht wieder losgelassen. Es war so schön in die Welt der Träume einzutauchen, aber das soll jetzt nicht nach kitsch klingen, die Handlung ist ja eine ganz andere. Am Anfang war ich etwas skeptisch, weil ich mich eigentlich nicht so für Liebesgeschichten begeistern kann, aber dieses Buch war ganz anders als ich erwartet habe. An diesem Punkt will ich aber nicht zuviel verraten, nur soviel: Es ist großartig wie Irmgard Kramer dieses Buch real werden lässt, die spannung nie verliert und trotzdem dem Ende etwas ganz eigenes abverlangt. Ich war wirklich berührt.

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    Vanillezimtzaubervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Autorin, die es schafft, mich alles glauben zu lassen
    Einfach nur abgefahren

    Ich gebe es zu: Ich habe das Ende NICHT zu 100% verstanden. Dennoch ist es eines meiner absoluten Lieblingsbücher.


    Cover/Gestaltung:
    Ich muss sagen, einfach so gekauft hätte ich das Buch nicht. Ich habe es für eine Buchhandlung gelesen, um dort eine Rezension abzugeben. Wenn ich mir das Cover aber länger anschaue, finde ich Gefallen an dessen Aufmachung. Besonders die verschiedenen Schriften gefallen mir gut.


    Schreibstil:
    Der Schreibstil der Autorin ist der Wahnsinn. Dei Geschichte wurde zunehmend immer abgefahrener, aber ich habe wirklich alles geglaubt! Ich war total gefesselt, was v. a. am Schreibstil liegt.


    Charaktere:
    Mein absoluter Liebling des Buches ist Noah. Er ist mir sympathisch, wenn auch nicht von Anfang an. Marlene mochte ich auch. Ich konnte mich mit ihr mal mehr und mal weniger identifizieren, was aber an der angefahrenen Story liegt :)


    Die Story ohne Inhaltsangabe:
    Also so etwas Abgefahrenes habe ich selten gelesen und es gefällt mir richtig gut:)
    Die Geschichte ist wie eine Achterbahnfahrt mit Plot Twists, Verschwörungstheorien, unerwarteten Aktionen und viel Überraschendem. 
    Das letzte Drittel ist sehr verwirrend, aber fesselt weiterhin.


    Ende ohne Spoiler:
    Ich habe das Ende nicht zu 100% verstanden. Das letzte Drittel ist recht verwirrend und ich war wirklich überrascht (wie so oft in dem Buch).


    Fazit:
    Das Lesen hat richtig Spaß gemacht und ich kann das Buch nur empfehlen!

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    NicoleGozdeks avatar
    NicoleGozdekvor 2 Jahren
    Überraschendes Lese-Highlight

    Manchmal merkt man erst wieder, wie eingeschränkt das eigene "Beuteschema" ist, wenn man ein Buch geschenkt bekommt, das dort so gar nicht reinpasst. In letzter Zeit hatte ich fast nur noch Fantasy-Titel gelesen, hin und wieder einen leichten Roman und dann griff ich auf der Suche nach neuem Lesestoff heute auf meinen SUB und angelte "Am Ende der Welt traf ich Noah" von Ingrid Kramer heraus.

    Cover und Klappentext hatten so gar nichts mit Fantasy zu tun, aber mir war das Buch empfohlen worden, sodass mich dann doch die Neugier packte. Ich fing an zu lesen ... ich las weiter ... weiter ... und plötzlich war das Buch auch schon zu Ende und ich hatte ein überraschendes Lese-Highlight entdeckt.

    In der Geschichte geht es um Marlene, deren Neugier von einem roten Koffer geweckt wird. Um herauszufinden, was sich in ihm befindet, gibt sich als seine Besitzerin aus - und wird plötzlich für Irina, die neue Schwimmlehrer des blinden Noah gehalten. In der abgelegenen und von der Außenwelt abgeschotteten Villa Morris soll sie ihm das Schwimmen beibringen, doch schon bald stellt sie fest, dass es in der Villa nicht mit rechten Dingen zugeht. Wem kann sie noch trauen?

    Ich hätte es nicht gedacht, aber schnell war ich von der Geschichte gefangen. Marlenes Täuschung mit der falschen Identität, die auf Neugier fußte ... die seltsame Villa und ihre merkwürdigen Bewohner ... der attraktive Noah - wohin würde mich die Geschichte führen? Neben den Rätseln kam aber auch die Romantik nicht zu kurz. Es kommt, wie es kommen muss, Marlene verliebt sich in Noah. Doch hat ihre Liebe eine Chance?

    Die Geschichte ist spannend, ideal zum Abschalten und Träumen, dann wieder mitreißend, romantisch, traurig und schön zugleich. Mir hat das Jugendbuch wirklich sehr gut gefallen.

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ganz großer, außergewöhnlicher und ebenso packender wie berührender Roman - absolutes Must-Read!
    Faszinierend, stimmungsvoll und einfach nur grandios!

    Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer ist so ein Buch, bei dem der Klappentext zwar neugierig auf den Inhalt macht, man aber am Ende von der Dimension der Geschichte völlig überwältigt ist, weil man einfach nicht damit gerechnet hat. Aber erst einmal vorweg: Erzählt wird aus der Sicht der Teenagerin Marlene, die sich gleich zu Beginn Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzt und in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Villa landet. Dort trifft sie auf den blinden Noah, der zeit seines Lebens in der Villa eingesperrt war, und die Liebes- bzw. Abenteuergeschichte nimmt ihren Lauf.


    Mit der Protagonistin Marlene hatte ich anfangs zugegebenermaßen so meine Probleme. Durch die Ich-Erzählweise ist man ihr sehr nah und hat vollen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Das hat zumindest bei mir dazu geführt, dass sie mir recht schnell auf die Nerven ging, denn sie erschien mir wie ein verwöhntes, stures, viel zu schnell beleidigtes und manchmal extrem weinerliches Gör. Nach den ersten 100 Seiten bin ich dann aber doch noch mit Marlene warm geworden, denn mit der schnell Fahrt aufnehmenden Geschichte entwickelt auch sie sich weiter und vor allem in der Mitte des Romans fiebert man auf jeder Seite mit ihr mit. 


    Insgesamt ist die Figurenkonstellation in Kramers Roman schlichtweg genial. Mit Noah präsentiert sie einen rätselhaften, geheimnisumwitterten Charakter, der trotz seiner Behinderung (oder gerade deshalb) selbstbewusst, stark und schlagfertig ist und einen eisernen Willen besitzt. Er wird außerdem als außergewöhnlich schön beschrieben und erscheint einem deswegen fast wie eine Sagengestalt: Er ist genau der Typ Junge, in den ein Mädchen sich verliebt, ohne dabei jedoch ins Klischeehafte abzurutschen. Die drei Gegenspieler der Teenager sind die herrschsüchtige Nonne Schwester Fidelis, der etwas zwielichtige Jäger Viktor und der Koch und Gärtner Anselm. Diese drei Personen scheinen Noah in der Villa festzuhalten und auf Schritt und Tritt zu überwachen.


    Die Liebesbeziehung zwischen Noah und Marlene entwickelt sich zwar ziemlich schnell, erscheint aber kein bisschen oberflächlich oder erzwungen, ganz im Gegenteil: Ihre Liebe wirkt pur und scheint den beiden Kraft zu geben, auch wenn bis zum fulminanten Ende nicht klar ist, wofür sie diese Kraft brauchen. Auf jeden Fall ist es nicht die typische, immer ein wenig kitschige Schwärmerei von Teenagern, sondern etwas viel Größeres und Reiferes und das hat Kramer meiner Meinung nach sehr gut rübergebracht.


    Die ersten 100 Seiten des Romans ließen sich etwas schwerfällig lesen: Es passiert nicht viel und als Leser scheint man völlig in die Idylle der Villa Morris einzutauchen und dort herumzutreiben. Die Villa selbst ist ein wirklich grandioser Schauplatz: Ein unwirkliches, trügerisches Paradies, abgeschottet vom Rest der Welt und zugleich faszinierend und irgendwie bedrückend. Besser hätte man den Handlungsort nicht wählen können. Um Seite 100 herum gibt es dann plötzlich einen Switch und die Handlung wird zunehmend rasanter. Geheimnisse, merkwürdige Vorfälle und die verbotene Liebe der beiden Hauptfiguren nehmen einen völlig gefangen und so wird Am Ende der Welt traf ich Noah im zweiten Drittel zu einem richtigen Page Turner. Die Mitte des Buches ist wirklich grandios und man hat das Gefühl, plötzlich mitten in einem spannenden Thriller zu stecken. Gegen Ende flacht die Handlung dann noch einmal ab und wird auf einmal völlig konfus und verwirrend, was man erst nach dem Lesen der letzten Seite versteht. 


    Die Auflösung des Rätsels um Noah und sein abgeschottetes Leben sowie seine drei Bewacher ist wirklich eine Meisterleistung. Natürlich möchte ich nicht spoilern, euch aber trotzdem meine Gefühle schildern, die ich hatte, als ich den Roman gerade zu Ende gelesen hatte. Ich hatte ja wirklich mit allem gerechnet, aber damit nicht. Zuerst war ich enttäuscht, aber dann dachte ich genauer darüber nach und musste zugeben, dass Kramer eine wirklich phänomenale Geschichte geschrieben hat, die absolut nicht das ist, was sie anfangs zu sein scheint. Das Ende wirft auf die gesamte Handlung ein völlig anderes Licht und man ist praktisch gezwungen, über alles noch einmal nachzudenken. Ich habe wirklich selten ein Buch gelesen, das so dermaßen gut durchdacht und trotzdem so wahrscheinlich und wenig erzwungen wirkt wie Am Ende der Welt traf ich Noah - ihr könnt also gespannt sein.


    Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass auch Irmgard Kramers Schreibstil mir wirklich zugesagt hat. Aus jeder einzelnen Zeile liest man den genervten und ein wenig trotzigen, aber auch liebenswerten Teenager in Marlene heraus und kann sich so völlig auf ihre Figur einlassen. Außerdem versteht es Kramer, ihren Schreibstil der jeweiligen Situation anzupassen und so ergibt am Ende schließlich alles Sinn.


    Mein Fazit:


    Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll... Am Ende der Welt traf ich Noah ist ein außergewöhnlicher Roman mit geheimnisvollen Charakteren, einer packenden, nebulösen Story, einem faszinierenden und doch irgendwie bedrückenden Schauplatz und schließlich einem grandiosen und meisterhaft erdachten Ende, auf das man während des Lesens niemals gekommen wäre. Es ist ein spannender Page Turner, der am Ende ganz und gar nicht das ist, für was man ihn am Anfang gehalten hat und über den man einfach noch ganz lange nachdenken muss. Ich finde, Irmgard Kramer hat hier wirklich einen ganz großen Wurf gemacht und deswegen kann ich gar nicht anders - auch wenn mir ein paar Kleinigkeiten nicht ganz so gut gefallen haben - und muss einfach 5 von 5 Schriftstellerköpfe vergeben. Ein absolutes Must-Read!

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    buchmagie88vor 3 Jahren
    Bist du bereit für ein großes Abenteuer?


    Marlene findet - aus purem Zufall - einen verlassenen roten Koffer an einem Bahnhof und fühlt sich magisch von ihm angezogen. Ehe sie weiß, wie ihr geschieht, wird sie mit dem Koffer an der Hand, von einem Mann namens Victor angesprochen, der sie fälschlicherweise für eine gewisse Irina Pawlowa hält und der genau diese Irina abholen sollte. 

    Marlene, die endlich aus ihrem viel zu behüteten Leben ausbrechen will, entschließt sich das Missverständnis mit der Verwechslung nicht aufzuklären und tritt den Weg, als Irina Pawlowa, zu einer geheimnisvollen und wunderschönen Villa am Ende der Welt an. Dort angekommen trifft sie auf die einzigen Bewohner dieses idyllischen Fleckchens Erde: einer Nonne, einem Koch und Noah. Hals über Kopf verliebt sich Marlene in den wundervollen Jungen mit den strahlenden blauen Augen.Es scheint alles perfekt zu sein, offenbar war sie in einem Paradies gestrandet und Marlene entschließt sich endlich etwas für sich zu tun und die Zeit in der Villa zu genießen aber irgendetwas scheint mit der Idylle nicht zu stimmen. Warum darf Noah die Villa nicht verlassen?Was hat es mit den seltsamen restlichen Bewohnern auf sich und warum fühlt sie sich ständig beobachtet? Entpuppt sich ihr selbst gewähltes Paradies am Ende als ein Gefängnis?
    "Am Ende der Welt traf ich Noah" von Irmgard Kramer sprengt - meiner Ansicht nach - sämtliche Genregrenzen, die es ja eigentlich nicht geben sollte aber seien wir mal ehrlich: Wir ordnen halt Dinge gerne irgendwo ein. Das gibt uns eine Art von Sicherheit. Aber hier spielt die wundervolle Geschichte von Marlene und Noah nicht mit. Überhaupt nicht. Dieser Roman nimmt dich fröhlich an die Hand, behauptet eine Liebesgeschichte an einem idyllischen Örtchen am Ende der Welt zu sein, um dich dann plötzlich in einen Gruselroman zu schubsen. Dann holt er dich wieder heraus, klopft dir den Staub und die Spinnweben aus den Klamotten, zeigt dir einen geheimen Ort, wo du wieder von der großen Liebe lesen darfst, um dich sofort danach wieder glauben zu machen, dass du in einer riesigen Verschwörung gelandet bist. So ähnlich lässt sich das Gefühlschaos beschreiben, in das mich Irmgard Kramer gebracht hat. "Am Ende der Welt traf ich Noah" ist großartig geworden. Mit der Kulisse der Villa schuf die Autorin einen zugleich wunderschönen aber auch furchterregenden Handlungsort. Detaillierte Beschreibungen des uralten Gebäudes ließen mich die Dielenbretter knarzen hören und mich die sommerliche Brise, die mir um die Nase wehte, fühlen. Die restlichen merkwürdigen Bewohner der Villa, die Nonne, der Koch und der Jäger, waren so klischeehaft, wie sie es nur sein konnten aber vollkommen beabsichtigt und somit clever in die Handlung eingebaut. Zur Handlung selbst möchte ich gar nicht so viel sagen, um nichts vorweg zu nehmen denn das wäre, angesichts dieses wundervollen Buches, schon fast ein Verbrechen. So viel lass nur gesagt sein: Schritt für Schritt verwandelt Irmgard Kramer ihr Paradies in etwas anderem. In was genau, das solltet ihr selbst herausfinden. Denn diese Villa und diese Geschichte werdet ihr nicht so schnell vergessen! 

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    BeautyBooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine außergewöhnliche und spannende Reise ans Ende der Welt. Eine Geschichte, die den Leser definitiv begeistert zurücklässt.
    Marlene und Noah. Eine Reise ans Ende der Welt.

    Lesen war etwas, das ich immer tun konnte, auch wenn es mir schlecht ging. Bücher machten mein Leben bunt. - Seite 81

    Marlene findet einen fremden roten Koffer, der sie magisch anzieht. Sie kann die Augen nicht mehr von ihm lassen, und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie diesen Koffer in ihren Besitz genommen. Mit diesem Koffer taucht Marlene in ein ganz neues Leben ab. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab von Zivilisation in einer alten Villa. Diese Villa teilt sie sich mit einer Nonne, einem Gärtner, einem Koch und Noah. Noah ist ein Junge, der faszinierender nicht sein könnte. Er ist blind und in der Villa gefangen. Verlässt er die Villa und entschließt sich für einen Ausflug muss er stets um sein Leben fürchten. Irgendetwas außerhalb der Mauern macht ihn schwer krank. Noah wünscht sich aber nichts sehnlicher als frei zu sein. Marlene verliebt sich in den Jungen und willigt ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

    Meine persönliche Meinung:

    Viele tolle und positive Rezensionen haben mir gezeigt, dass auch ich Am Ende der Welt traf ich Noah lesen muss. Schon allein das Cover ließ mich nicht mehr los. Ich hab mich ganz verliebt in diese wunderbaren warmen Farben, mit dem Mädchen und dessen roten Koffer im Hintergrund. Ein Cover, dass definitiv in Gedanken bleibt.
    Eine Geschichte, die einzigartiger nicht sein könnte. Marlene findet einen Koffer, den sie sofort in ihren Besitz nimmt. Sie wird nun mit einer Frau verwechselt, die an diesem Platz, an dem Marlene den Koffer vorfindet, abgeholt werden sollte. Ein Treffpunkt und ein Koffer, dessen Merkmal die wunderbare Farbe Rot besitzt, die das Leben von Marlene schlagartig ändern. 

    Marlene wird nun für die bekannte Schwimmerin Irina Pawlowa gehalten. Sie soll Noah das schwimmen beibringen, für ihn sorgen und Zeit mit ihm verbringen. Die zwei können sich jedoch von Anfang an nicht wirklich leiden. Ein Job, in den sie wegen dem roten Koffer reingeschlittert ist, Marlene aber nicht so schnell aufgeben möchte und sich selbst beweisen will, dass sie das doch mit links schaffen kann und auch wird. Von Noah lässt sie sich ganz bestimmt nicht so schnell vertreiben.

    Marlene ist ein 17-jähriges selbstbewusstes Mädchen, die die Chance an den Kragen packt, ihren langweiligen Alltag von heut auf morgen gegen ein neues Leben einzutauschen. Dass sie stets von ihren Eltern so umsorgt wird, nervt sie ein wenig. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrer besten Freundin Kathi. Als sie den roten herrenlosen Koffer findet, befindet sie sich gerade auf einer Italienreise mit ihren Eltern, die dort einer Preisverleihung für ihre Dienste als Ärzte beiwohnen. Ich mochte Marlene sehr gerne. Sie besitzt Mut, ist stets voller Neugierde und gibt sich mit einem großen schauspielerischen Talent als eine andere Person aus. 

    Noah ist ein Junge, der anfangs nicht wirklich sympathisch rüberkommt. Gegenüber Marlene ist er verletzend und beleidigend. Ihn muss man erst einmal kennenlernen, um sich dann als einfühlsamen und geheimnisvollen Jungen zu entpuppen. Marlene wird in der Geschichte nach und nach sein Rettungsanker, den er nicht mehr missen möchte.

    In dieser Geschichte gibt es ein paar Nebencharaktere die allesamt schwer zu durchschauen sind. Schwester Fidelis lässt Noah nur kaum aus den Augen und hütet ihn wie ihren eigenen Augapfel. Als sie merkt, dass sich zwischen Marlene und Noah etwas zu entwickeln scheint, ist ihr dies ganz besonders ein Dorn im Auge. 

    Ein Roman, der sich von der ersten bis zur letzten Seite, als eine außergewöhnliche und spannende Reise ans Ende der Welt präsentiert. Ein Mädchen, die einen herrenlosen Koffer findet und durch ihn für eine andere Person gehalten wird. Sie wohnt aufgrund dessen in einer Villa und muss einem blinden Jungen das Schwimmen beibringen. Man fiebert stets mit ihr mit und nach jedem umblättern einer Seite möchte man wissen, wie sich die ganze skurrile Geschichte denn nun weiterentwickeln wird. Fesselnde und so einige Ereignisse lassen den Leser nur schwer das Buch zur Seite legen. 

    Ein Ende, dass die komplette Handlung des Buches nochmal so richtig durcheinander wirft. Ein Schluss mit dem man absolut nicht rechnet. Irmgard Kramer hat es geschafft, den Leser bis zum bitteren Ende ein wenig an der Nase herumzuführen, und das noch dazu absolut positiv. Ich fand die plötzliche Wendung grandios. Das einzige Manko für mich waren die etwas überschwänglichen und teils kitschigen Passagen zwischen Noah und Marlene. Hier heißt es mal wieder: Weniger ist oft mehr! Eine Geschichte, die den Leser nichtsdestotrotz definitiv begeistert zurücklässt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Irmgard Kramer - Am Ende der Welt traf ich Noah

    Kurzbeschreibung: 
    Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen. *Quelle*

    Zur Autorin: 
    Irmgard Kramer wurde 1969 in Vorarlberg geboren und wuchs in einem alten Häuschen auf, das sich lebendig anfühlte. Nach 19 Jahren hängte sie die Arbeit als Grundschullehrerin an den Nagel und lebt heute als freie Autorin zwischen Bergen, Kühen und Käse im Bregenzerwald. Sie schreibt Geschichten für kleine und große Leser sowie Texte für Magazine.

    Meinung: 
    Die 17-jährige Marlene Mendel befindet sich mit ihren Eltern, die sie sehr behütet haben aufwachsen lassen, auf einer Italienreise. Während die Eltern einer Preisverleihung für ihre Dienste als Ärzte beiwohnen, seilt sich Marlene heimlich ab. Sie findet einen herrenlosen roten Koffer am Straßenrand, der ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Als sie ihn sich näher anschauen will, hält ein Wagen neben ihr, dessen Fahrer sie als Irina anspricht.

    Marlene gibt sich in einer Kurzschlussreaktion als besagte Irina aus und wird von dem Mann in die weit abgelegene Villa Morris gebracht, wo sie einem gewissen Noah Schwimmunterricht erteilen soll. Noah entpuppt sich als blind, gleichaltrig und äußerst attraktiv. Ferner leben in der Villa die Nonne Schwester Fidelis, der Koch Anselm und der Fahrer des Wagens, der Jäger und Gärtner Viktor. Schon bald verliebt sich Marlene in Noah und merkt, dass in der Villa nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Sie versucht, den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

    Mit Am Ende der Welt traf ich Noah hat Irmgard Kramer ein tiefgründiges und nachdenklich machendes Jugendbuch geschrieben, das vor allem durch sein verblüffendes Ende dem Leser noch länger im Gedächtnis bleiben dürfte.

    Die 17-jährige Protagonistin Marlene ist ein typischer Teenager, der gern Zeit mit seiner besten Freundin Kathi verbringt, aber von den Eltern sehr umsorgt und behütet wird. Sie versucht, aus dieser Situation auszubrechen und gibt sich als Irina Pawlowa aus, die dem jungen blinden Noah das Schwimmen beibringen soll. Mir hat ihre Neugierde und ihr Mut gefallen, sich als jemand anders auszugeben, doch als sie sich in Noah verliebt, driften ihre Gedankengänge sehr ins Kitschige ab, auch was den Schreibstil anbelangt. Das war mir etwas zuviel.

    Noah ist ein sympathischer junger Mann, den eine geheimnisvolle Aura umweht. Durch seine Blindheit sehr selbstständig geworden, scheint er an einer Krankheit zu leiden, die es ihm unmöglich macht, die Villa zu verlassen. Marlene wird nach und nach zu einer Art Rettungsanker für ihn.

    Die Nebencharaktere Schwester Fidelis, Anselm und Viktor sind allesamt mysteriös und schwer zu durchschauen. Vor allem Schwester Fidelis hütet Noah wie ihren Augapfel, ihr ist die aufkeimende Liebe zwischen ihm und Marlene mehr als ein Dorn im Auge.

    Die Handlung des Romans gestaltet sich von Beginn an, als Marlene auf den herrenlosen Koffer stößt, als fesselnd, da man gespannt ist, was auf sie in der Villa Morris wartet und auch der Verlauf wirft immer mehr Fragen auf, was das Buch spannend gestaltet. Vor allem im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse, sodass man es kaum noch zur Seite legen mag. Es nimmt regelrechte psychedelische Formenan und man wird zusehends verwirrt aufgrund der Erlebnissse von Marlene und Noah.

    Dann folgt ein Ende, das eigentlich die komplette Handlung über Bord wirft und einen völlig anderen, nicht zu erahnenden Schluss bietet, der mir äußerst gut gefallen hat. Da hat Irmgard Kramer wirklich ganze Arbeit geleistet, vor der man den Hut ziehen kann.

    Fazit: 
    Am Ende der Welt traf ich Noah bietet eine wirklich ungewöhnliche Geschichte, die mit dem Ende auf jeden Fall verblüffen kann und den Leser begeistert zurücklässt. Einziges Manko waren für mich die überschwänglich kitschigen Elemente bezüglich Marlene und Noah. Darüber hinaus ist der Roman ein lesenswertes Buch, das am Ende nachdenklich macht und gleichzeitig bezaubert.

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    Sarah_Os avatar
    Sarah_Ovor 3 Jahren
    Ungewöhlich, seltsam und sehr spannend

    "Am Ende der Welt traf ich Noah" ist ein Jugendroman der österreichischen Autorin Irmgard Kramer, der seine Leser mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte in ihren Bann zieht...

    Als sich der Ich-Erzählerin Marlene eine Möglichkeit bietet, aus ihrem Leben zu entfliehen und ein Abenteuer zu beginnen, ergreift sie diese. Ein roter Koffer, der herrenlos herumsteht, erregt ihre Aufmerksamkeit und als ein Fahrer auftaucht, der die Besitzerin abholen will, gibt sie sich ohne lange Nachzudenken als Irina Pawlowa aus und lässt sich zu einer einsam gelegenen alten Villa fahren. In dieser Abgeschiedenheit lebt Noah, ein Junge, der diesen Ort aufgrund einer unerklärlichen Krankheit nicht verlassen kann und seine Zeit daher einzig mit drei Menschen verbringt: Der Nonne Schwester Fidelis, dem Koch Anselm und dem Gärtner Viktor. Während sich Marlene in Noah verliebt, kommt ihr einiges, was sich auf dem weitläufigen Gelände abspielt, immer rätselhafter vor...

    Die Geschichte beginnt mit Marlenes Griff nach dem roten Koffer und ihrer schnellen Entscheidung, sich als Irina auszugeben, bereits reichlich ungewöhnlich - was denkt sich das junge Mädchen nur bei dieser waghalsigen Aktion, ohne das Wissen irgendeines anderen Menschen in ein Auto zu steigen und sich an einen unbekannten Ort fahren zu lassen? Sie schlägt Warnungen so leichtfertig in den Wind und hält ihre Tarnung entgegen aller Logik auch dann noch aufrecht, als bei mir als Leser bereits alle Alarmglocken schrillten. Doch schnell war auch ich von der geheimnisvollen Personenkonstellation und vor allem vom verschlossenen Noah in deren Zentrum so in den Bann gezogen, dass ich wie Marlene bereit war, so manche seltsame und kaum nachvollziehbare Entwicklung hinzunehmen, um nach und nach dem Geheimnissen in der alten Villa auf die Spur zu kommen.

    Als sich dann noch die zarte Liebesgeschichte zwischen Noah und Marlene entfaltete, war ich längst Feuer und Flamme für den Roman und konnte ihn vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen. Neben dieser Beziehung lebt der Roman vor allem von der Atmosphäre der abgeschiedenen Villa umgeben von Wald, Bergen und Seen - eine einsame Gegend, die, so weit entfernt von jeder Zivilisation, trotz aller Schönheit der Natur schon bald auch bedrohliche Seiten erahnen ließ.
    Der Mythos dieses altertümlichen Hauses zwischen Verfallserscheinungen und Leerstand mit nur einer Handvoll Leuten auf einem zu großen Gelände spielt für die Stimmung der Geschichte eine große Rolle und zeigt, wie liebevoll detailliert die Autorin hier die intensiven emotionalen Gesichtspunkte der Handlung mit dem stimmungsvollen Ambiente der Umgebung verbindet. Zusammen mit dem sehr gelungenen Schreibstil beweist Irmgard Kramer ein außerordentlichen Gespür dafür, den Leser durch die von ihr geschaffene Welt zu verzaubern und ihn so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass er die reale Welt für einen Moment vergisst und sich voll und ganz auf die ungewöhnlichen Charaktere einlässt. Das hat mich sehr begeistert.

    Mein einziger Kritikpunkt richtet sich an das Ende der Geschichte und das, obwohl gerade dieses auch ein riesiges Lob verdient. Hier überrascht die Autorin mit einem immer wirrer anmutendem Roadtrip, der in einer plötzlichen Wendung gipfelt, welche den gesamten Inhalt des Romans bis zu diesem Punkt um hundertachtzig Grad dreht, alles in Frage stellt und mich als Leserin mit ungeahnten Rätseln konfrontierte. Zwar war es zunächst spannend und gleichzeitig herausfordernd, die abrupt auftauchenden neuen Aspekte aus dem Leben der Ich-Erzählerin mit der vorangegangenen Handlung und den Charakteren gedanklich in Einklang zu bringen, und rückblickend ließ es mich in einigen zunächst verrückt wirkenden Details eine starke Symbolik erkennen, doch spätestens die letzten Seiten des Romans präsentierten mir eine neue "Wirklichkeit", die mich noch lange nach dem Schließen der Buchdeckel zwang, mich mit der Frage nach Illusion und Wahrheit zu beschäftigen.

    Kann ich das Ende mit der Entwicklung der Geschichte und meiner eigenen Vorstellungskraft, meiner eigenen Idee von dem, was möglich ist, in Einklang bringen? Führt mich die Autorin hier erneut aufs Glatteis? Was ist echt, was nicht? Ich kann nur sicher sagen, dass ich auch mehrere Wochen nach dem Lesen zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen bin. Insofern kann ich ohne Zweifel feststellen, dass dieser Roman sehr speziell ist und eine Tiefe besitzt, die Jugendliche wie Erwachsene gedanklich lange beschäftigen kann, doch obwohl ich die Wendungen dieser Geschichte nahezu genial finde, bleibt in ähnlich starker Ausprägung das Gefühl zurück, dass mir das Ende ein wenig zu plötzlich vor die Füße gefallen ist, als dass ich es in vollem Umfang akzeptieren könnte - weder "einfach so" noch nach langem Grübeln.

    Fazit: "Am Ende der Welt traf ich Noah" ist ein Roman, der Jugendliche wie Erwachsene in seinen Bann ziehen kann und noch lange Stoff zum Nachdenken zurücklässt. So begeistert ich allerdings zunächst von der Atmosphäre und den Charakteren dieses Buches war, ganz am Ende habe ich ein wenig den Zugang zur Geschichte verloren. Daher vergebe ich trotz außergewöhnlich intensiver Gefühle, die ich mit Irmgard Kramers Werk verbinde, "nur" sehr gute 4 Sterne statt der vollen Punktzahl. Lesenswert ist es allemal.

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    Damariss avatar
    Damarisvor 3 Jahren
    Perfekt inszenierte Geschichte - nicht verpassen!

    Komplett unbedarft Irmgard Kramers neues Jugendbuch "Am Ende der Welt traf ich Noah" zu beginnen, fiel mir schwer. Zu zahlreich waren die Lobeshymnen anderer Leser, zu hoch meine Erwartungen an eine wunderbare Geschichte, die der spannende Klappentext auf den ersten Blick verspricht. Mit einigen eigenen Gedanken, die ich mir zum Buch gemacht habe, kann ich mich den vielen positiven Meinungen anschließen. Das Buch perfekt inszeniert - und das ist durchweg positiv gemeint!

    "Am Ende der Welt traf ich Noah" spielt im Sommer, an einem unbekannten, abgeschiedenen Ort. Es ist heiß, es ist idyllisch. In Kombination mit dem hübschen Cover, könnte man eine lockere Erfahrungs- und Liebesgeschichte erwarten. Doch das täuscht. Ich möchte behaupten, dass dieses Jugendbuch zu den stimmungsvollsten und mysteriösesten dieser Zeit gehört.
    Dabei ist die verwendete Sprache, der Stil der Autorin, nicht mal besonders auffällig. Trotzdem erzeugt sie eine Atmosphäre, die Gänsehaut verursacht. Man kann kaum abschätzen mit was man es hier zu tun hat, was das Ganze soll oder wer gut und wer böse ist. Einige Dinge erscheinen einfach keinen Sinn zu ergeben. Ich war permanent am Rätseln, habe meine Leseantennen, auch in dem Wissen um ein sehr besonderes Ende, nach allen Richtungen ausgestreckt - und kam nicht drauf.

    Es hätte mich nicht gewundert, wenn auch wir uns im Mondlicht in andere Wesen verwandelt hätten - in Feen, Lichtwesen, Engel oder einfach nur in zwei über beide Ohren komplett verknallte Verliebte, durchlöchert von Pfeilen, die Amor auf uns geschossen hatte, besoffen von Hormonen, die irgendwer im Überfluss über uns ausgeschüttet hatte. - S. 161

    Ohne auf die Charaktere näher einzugehen - da gibt es nämlich einige überraschende Besonderheiten -, ging mir die Lovestory, seitens Marlene, zu schnell vonstatten. Leider verliert sich das Mädchen sehr oft in Schwärmereien, ihre Gedanken beinhalten zu viel Kitsch und die verwendete Sprache war mir an diesen Stellen viel zu schwül und blumig (ob's an der Hitze lag?). Dies hat mir einige Passagen leider verlitten und ist der Grund für einen Punktabzug. Ich war genervt von einer schwärmenden, blauäugigen Marlene und einem jammernden und oft beleidigten Noah.

    Ab dem letzten Buchdrittel wird die Handlung so rasant, dass man kaum Luft holen kann. Spannend und mysteriös ist sie durchweg, steigert sich gegen Ende aber nochmals enorm. Noch immer weiß man nicht, wo das alles hinführen soll. Und dann kommt das Ende. Bei mir mit ungläubigem Augenzwinkern, gefolgt von Realisierung und echter Begeisterung. Es ist so einfach und doch so unerwartet. Alles macht plötzlich Sinn, steht in einem völlig anderen Licht da. Die Inszenierung und Auflösung sind schwer zu übertreffen.

    Fazit
    Und hier kann ich mich nur wiederholen. Die Geschichte hat mich in ihrer Gänze, mit allen Zusammenhängen und einem unglaublichen Abschluss, komplett überzeugt. Ich war richtig baff! Einzig die Sprache ist stellenweise zu blumig, zu opulent, und Kitschphobiker müssen beide Augen zudrücken. Durchgängig mysteriös und undurchsichtig ist die Story ein Lesegenuss für einfach jeden. Sie ist perfekt inszeniert! Mit dem Wissen, das man am Ende hat, möchte man sie direkt noch einmal lesen, um eine völlig andere Sichtweise darauf zu haben. Nicht verpassen! Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TinaHerrs avatar

    Nikolausige Buch-Verlosung



    Wir veranstalten auf unserem Blog ein Nikolaus-Gewinnspiel - es gibt ein paar tolle Preise zu gewinnen. :-)

    Um euch für das Buch "Am Ende der Welt traf ich Noah" zu bewerben, müsst ihr einfach nur einen Kommentar unter dem Blog-Beitrag hinterlassen und landet damit sofort im Lostopf.

    http://superlesehelden.com/2015/11/27/aktion-nikolausige-buchverlosung/


    Wir freuen uns auf euren Besuch und wünschen allerseits eine wunderschöne Advents-Zeit! :-)

    Liebe Grüße
    Tina und Noah (von super.lese.helden)
    Zur Buchverlosung
    E
    Hey,

    mein Blog ist gestern 2 Jahre alt geworden, deshalb veranstalte ich dort ein Gewinnspiel und verlose folgende drei Bücher, teilweise sogar signiert:

    • Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer
    • Die Kopisten von Alfred Kühnl
    • Pretty Little Liars von Sara Shepard

    Mitmachen könnt ihr hier auf meinem Blog, wo ihr auch alle Informationen und Teilnahmebedingungen findet.

    Ich wünsche viel Glück! =)

    LG,
    Julia
    Zur Buchverlosung
    IrmgardKramers avatar

    Es war so verlockend: Die Möglichkeit, in eine fremde Rolle zu schlüpfen, lag direkt vor mir. Ich brauchte nur zuzugreifen.

    Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

     

    Ich möchte euch herzlich zu einer neuen Leserunde einladen. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes. Ich habe es im Februar 2004 zu schreiben begonnen. Zwei Jahre war ich dran, dann schickte ich es an 40 Verlage. Natürlich wurde es abgelehnt. Aufgeben wollte ich trotzdem nicht. Ich schrieb neue Bücher und andere Bücher. Ich schrieb Noahs Geschichte immer wieder neu und um, bis ich ihn endgültig begrub.

    Etliche Jahre später fragte meine Agentin: "Was haste denn noch so in der Schublade?" Da zog ich Noah wieder ans Tageslicht. Wir suchten monatelang nach dieser einen genialen Idee, nach der Idee, die alles bis ins Letzte plausibel erklärt. Es gab viele Momente, in denen ich aufgeben wollte, aber irgendwann war sie da - diese eine Idee. Ich schrieb den Roman noch einmal neu, recherchierte, schraubte an jedem Detail und überarbeitete unzählige Male. Nun hat die Geschichte mehrere Dimensionen bekommen, die man erst versteht, wenn man das Ende kennt. Elf Jahre hat es gedauert. Aber manchmal stimmt das Sprichwort vielleicht: "Gut Ding braucht Weile." Heute bin ich froh, dass die erste Fassung abgelehnt wurde. 

     

    Wer sich also mit Marlene und Noah auf ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang einlassen will, soll sich bewerben. Der Verlag ist so freundlich, 15 Exemplare zu verschicken. Offiziell erscheint das Buch am 27.Juli. Herzlich. Irmgard Kramer




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