Irmtraud Morgner Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura

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Inhaltsangabe zu „Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura“ von Irmtraud Morgner

Nimmt der ewige »Krieg der Geschlechter« ein Ende? Die Spielfrau Beatrix erwacht nach über achthundertjährigem Schlaf in unserer Gegenwart. In der Provence war sie im hohen Mittelalter eingeschlafen, jetzt bekommt sie es mit einer Welt zu tun, in der ihr Schloss einer Schnellstraße Platz machen soll. Sie bringt aber nicht nur diese Entscheidung ins Wanken, auch wie Männer und Frauen zusammenleben und worin das Wesen der Erotik gesehen wird, will ihr nicht einleuchten. Am besten, man würde noch einmal ganz von vorne beginnen ...

Ein wichtiges Werk über Feminusmus in der DDR.

— Nora_ES

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  • Feminismus und Emanzipation im Wandel der Zeiten

    Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura

    Nora_ES

    22. January 2018 um 10:13

    Die Trobadora Beatriz de Dia ist ihrer Zeit voraus. Sie ist eine kunstbegabte, äußerst intelligente Frau, die weiß, was sie will und was nicht. Sie passt nicht ins vorherrschende Frauenbildnis des Hochmittelalters und will sich auch nicht mit der für die Frau vorgesehenen Rolle abfinden. Also lässt sie sich von dem Zauberwesen Melusine – der bekannten Sagengestalt der französischen Literatur des Mittelalters – in einen Dornröschenschlaf versetzen, Dornenhecke inklusive, und erwacht 800 Jahre in der Zukunft. Von Frankreich aus reist sie in die DDR, die ihr als Land des Feminismus angepriesen wurde, und lernt dort Laura Salman kennen. Beatriz erlebt den politischen Feminismus der 1970er Jahre. Es geht um die Gleichberechtigung der Frau im Berufsleben, die Entlastung der berufstätigen Frau in Bezug auf Kinderbetreuung, um ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben für Frauen. Doch Beatriz erkennt bald, dass die Realität anders aussieht. Irmtraud Morgner verarbeitet fantastische, märchenhafte Elemente und stellt sie der entzauberten Wirklichkeit der DDR entgegen. Sie porträtiert auf humoristische Weise den Alltag, hebt Wahrheiten hervor, die an Aktualität nicht verloren haben. Ich denke nur, dass ihr Schreibstil es vielen Lesern erschwert, einen Einstieg ins Werk zu finden. Nach dem Umschlagtext erwartet man einen flüssig geschriebenen Roman, doch Morgner hat einen komplexen Bauplan für ihren Roman ersonnen. Die Sätze sind häufig ungeschliffene, kurze Satzbrocken und manchmal fällt es schwer, dem roten Faden zu folgen. Die Abenteuer der Trobadora Beatriz ist der 1. Band einer Trilogie, die von der Autorin leider nicht mehr beendet werden konnte. Band 2 Amanda. Ein Hexenroman ist im btb Verlag erschienen. Vom dritten Band existieren nur Fragmente.

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  • Konnte mich nicht begeistern

    Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura

    Ritja

    14. January 2018 um 16:35

    Manchmal muss man sich eingestehen, dass man (auch bei einem Buch) daneben gegriffen hat. So ist es mir leider bei dem Buch von Irmtraut Morgner ergangen. Der sehr lange und umständliche Titel hat mich zuerst begeistert und auch der Klapptext klang interessant.  Eine Frau erwacht nach rund 800 Jahren Schlaf in der heutigen Zeit und muss nun einige Veränderungen, über die sie sich mehr oder weniger wundert, feststellen. Soweit klang es eigentlich ganz gut, jedoch hat mir die Umsetzung weniger gut gefallen. Ich bin leider mit dem Schreibstil der Autorin nicht zurechtgekommen. Die Ausdrucksweise war für mich zu eigenwillig. Es ist zwar verständlich, dass die Trobadora Beatriz nicht wie zu der heutigen Zeit spricht, jedoch konnte mich die Ausdrucksart/-weise der Figur nicht einfangen und überzeugen. Es fehlte der Charme und auch der erhoffte Humor. Zu der Hauptfigur konnte ich über die ganzen gelesenen Seiten keine Verbindung aufbauen und so langweilte mich die Geschichte recht schnell. Die einzelnen Stationen und Kapitel wirkten zudem wie aneinandergereiht und abgearbeitet. Für mich war es nicht das richtige Buch. Ich habe es nach gut einem Drittel abgebrochen, da mich die Geschichte von Beatriz  nicht mehr fesseln und begeistern konnte.

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  • Rezension zu "Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura" von Irmtraud Morgner

    Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura

    Thaila

    04. March 2010 um 10:27

    Trobadora Beatriz de Diaz, einzige Minnesängerin des Mittelalters, verliebt sich in einen anderen Dichter. Als sie feststellt, dass dieser sie nicht wiederliebt und darüber hinaus auch noch ein Dummkopf ist, beschließt sie in einen Dornröschenschlaf zu fallen, bis die Zeiten für Frauen besser werden. In den 1970er Jahren wird sie jäh aufgeweckt, von einem Ingenieur, der ihr Märchenschloss, in dem sie ruhte, abreißen will um dort eine Autobahn zu bauen. Beatriz wandert nach Paris und schließt sich dort der Studentenbewegung an, stellt jedoch schnell fest, dass auch dort und in modernen Zeiten, Frauen nicht die gleichen Rechte haben wie Männer. Also zieht sie weiter in die DDR, die ihr als das gelobte Land des Feminismus angepriesen worden war. Dort lernt sie die S-Bahn-Faherin Laura Salman kennen und bemüht sich ihre Kunst zur Erbauung der Arbeiter einzusetzten. Aber auch in der DDR, wo zumindest eine rechtliche Gleichstellung stattgefunden hat, muss Beatriz immer wieder feststellen, dass Liebesbeziehungen und Familienalltag selten gleichberechtigt stattfinden und Gleichberechtigung oft eine doppelte Belastung für die Frauen bedeutet. Diese Zusammenfassung umfasst nur einen Teil der Handlung, es handelt sich nur um den Hauptstrang. Dieser wird immer wieder unterbrochen durch andere Geschichten, pseudowissenschaftliche Abhandlungen über synthetische Ernährung, Gedichte, Reiseberichte aus Italien etc. Kurzerhand hat Irmtraud Morgner in diesen Roman einen anderen Roman und eine Kurzgeschichte, deren Veröffentlichung die Zensur zuvor verboten hatte, eingewoben. Das Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, wie der vollständige Titel des Romans heißt, ist ein wundervollen Buch. Es sprüht von Witz und sprachlicher Finesse. Die Autorin mischt phantastische, märchenhafte Elemente mit dem doch eher prosaischen Alltag der DDR. Dabei heraus gekommen ist eine, bei aller Kritik. heitere, lebhafte Erzählung. Viele Jahre war dieses Buch, dass das Goethe-Institut immerhin zu den 50 bedeutensten der Nachkriegszeit zählt, vergriffen. Im April 2010 erscheint eine neue Ausgabe, die hoffentlich dazu beitragen wird, dass dieses aussergewöhnliche Werk wieder mehr Leser findet!

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