Isa Piccola Das Geheimnis von Sunderley

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis von Sunderley“ von Isa Piccola

Ein historischer Roman auf zwei Zeitebenen, der ausgetretene Pfade verlässt und den Leser zwei Heldinnen begleiten lässt, die keinen Klischees entsprechen. Sie sind weder schön noch erfolgreich oder selbstbewusst, sondern junge Frauen mit Fehlern und Schwächen und dennoch ganz viel Herz. Inhalt: Im Jahre 2011 entdeckt Elisa Stein während eines Urlaubs in England ein Bild, das ihr auf unheimliche Weise ähnelt. Ein Zufall? Oder haben ihr die eigenen Eltern jahrelang eine Komödie vorgespielt? Bei der Suche nach der Wahrheit wird Elisa in eine Geschichte gezogen, die noch viel spannender ist als ihre eigene. 1860: Lizzie Devane ist mit Anfang dreißig noch immer ledig. Da treten gleich zwei Männer in ihr Leben - und einen der beiden muß sie heiraten, ob sie will oder nicht. So stürzt sie sich kopfüber in eine Ehe, die sie nicht glücklich macht. Ihr Gatte erweist sich als Tyrann, und dennoch entdeckt sie mit der Zeit Seiten an ihm, die sie nachdenklich machen. Sie will herausfinden, was Edward zu einem so kaltherzigen Menschen gemacht hat - und warum er vor über dreißig Jahren seinen neugeborenen Sohn ausgesetzt hat. Wird es Lizzie gelingen, Edwards Herz aufzutauen und noch Liebe zu erleben? Und kann sie das große Geheimnis lüften, das ihre und Edwards Familie seit Jahrhunderten verbindet und gleichzeitig trennt? Der erste Teil einer Familiensaga, die ungewohnte Wege in der Erzählperspektive beschreitet. Eine Reminiszenz an den Briefroman ist kein Zufall. ++++++ Achtung! Dies ist ein Buch mit wenig Gewalt und noch weniger Sex. Zudem ist es nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfaßt. +++++++ (Quelle:'E-Buch Text/23.07.2014')

Eine spannende Familiengeschichte, mit einer originellen Erzählweise, die bestens recherchiert wurde, aber auch kleine Schwächen aufweist.

— silvandy
silvandy

Super spannend, aber mit bösem Cliffhanger. 4,5 Sterne gibt's von mir dafür.

— Wildpony
Wildpony

Komplexes Familiendrama!

— mabuerele
mabuerele

Eine sehr interessante Story, leider sind mir zu viele Widersprüche und am Ende ist mir zu viel offen.

— Gelinde
Gelinde

Originelle Idee, gut recherchiert, leider ein paar Schwächen

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

Vergangenheit trifft Gegenwart - Super Geschichte mit 2 Hauptakteuren

— thora01
thora01

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  • Leserunde zu "Das Geheimnis von Sunderley" von Isa Piccola

    Das Geheimnis von Sunderley
    Errolfan

    Errolfan

    Hallo liebe Bücherfreunde, ich möchte eine Leserunde zu meinem Roman „Das Geheimnis von Sunderley“ starten. Es handelt sich um einen historischen Roman mit Ausflügen in die Gegenwart. Zum Neugierigmachen die ersten Seiten: n Zum Buch: Stell Dir vor, Du nimmst zum ersten Mal an einer Auktion teil. Einfach zum Vergnügen - Du erwartest nichts Besonderes und willst nur einmal sehen, wie das so läuft. Aber plötzlich wird dort ein Gemälde von einer Frau angeboten, die aussieht wie Du. Ein Zufall? Oder gibt es da einen schwarzen Fleck in der Vergangenheit Deiner Familie? Eine solche Situation ist der Ausgangspunkt von Band I der Familiensaga „Das Geheimnis von Sunderley“. Die junge Elisa Stein entdeckt während ihres Urlaubs in England genau solch ein Bild. Sie taucht daraufhin in die Vergangenheit ein, um mehr über die Geschichte jener Frau zu entdecken, die diese unglaubliche Ähnlichkeit mit ihr hat. Gleichzeitig versucht Elisa herauszufinden, welches Geheimnis ihre eigenen Eltern jahrelang vor ihr verborgen haben. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen – in der Gegenwart und mit einem deutlich größeren Anteil im viktorianischen Zeitalter, genauer gesagt im Jahre 1860. Dort steht die Protagonistin Elizabeth Devane, die mit Anfang dreißig eigentlich schon aus dem heiratsfähigen Alter heraus ist, plötzlich zwischen zwei Männern. Da ist zum einen der deutlich ältere Edward LeFroy, den sie nicht liebt, aber heiraten muß. Er zeigt ihr immer wieder, welche (Un-)Bedeutung Frauen in der Gesellschaft innehaben. Und dann gibt es den mysteriösen Jean, den Mann, den Elizabeth wirklich liebt, den sie aber aus materiellen Gründen und verletzter Eitelkeit verstoßen hat. Welches Geheimnis verbirgt dieser junge Mann vor ihr? Welche dunklen Verbrechen hat Edward auf dem Gewissen? Und was hat es mit der ungewöhnlichen Erbfolgeregelung von Elizabeths Elternhaus Sunderley auf sich? Es beginnt die Suche nach einem großen Familiengeheimnis, das über vierhundert Jahre früher dazu geführt hatte, daß zwei Familien zu Feinden wurden. In diesem ersten von zwei Bänden werden nicht alle Geheimnisse gelöst, dennoch ist die Geschichte rund und in sich abgeschlossen. Besonders wichtig war es mir, mit Elizabeth Devane (und auch mit ihrem modernen Pendant) eine Hauptfigur zu schaffen, die keinen Klischees entspricht. Es hat mich irgendwann gestört, daß alle „Heldinnen“, besonders in historischen Romanen, immer nur schön, mutig und stark sind. Elizabeth ist nichts davon – sie ist eine Frau, mit der sich Leserinnen hoffentlich endlich einmal wirklich identifizieren können. Dabei ist sie keine Witzfigur, die so oft entsteht, wenn Frauen mit ein paar Pfunden mehr die Protagonistinnen in Romanen sind. Eine weitere Besonderheit dieses Romans: mehrere Hauptfiguren berichten jeweils in der Ich-Form, so daß ein spannendes Geflecht aus Meinungen, Ansichten und Perspektiven entsteht. Eine Reminiszenz an den Briefroman ist durchaus beabsichtigt. Weiterhin ist vielleicht wichtig zu wissen: dieser Roman kommt ohne Gewalt- und Sexszenen aus und erzählt dennoch eine spannende Geschichte tiefer Gefühle und großer Liebe. Und – die alte Rechtschreibung erlebt eine Renaissance! Viel Spaß!

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  • Spannend und auf zwei Zeitebenen geschrieben ♥

    Das Geheimnis von Sunderley
    Wildpony

    Wildpony

    22. June 2015 um 10:56

    Das Geheimnis von Sunderley  -  Isa Piccola Kurzbeschreibung Amazon: Stell Dir vor, Du nimmst zum ersten Mal an einer Auktion teil. Einfach zum Vergnügen - Du erwartest nichts Besonderes und willst nur einmal sehen, wie das so läuft. Aber plötzlich wird dort ein Gemälde von einer Frau angeboten, die aussieht wie Du. Ein Zufall? Oder gibt es da einen schwarzen Fleck in der Vergangenheit Deiner Familie? Eine solche Situation ist der Ausgangspunkt von Band I der Familiensaga „Das Geheimnis von Sunderley“. Die junge Elisa Stein entdeckt während ihres Urlaubs in England genau solch ein Bild. Sie taucht daraufhin in die Vergangenheit ein, um mehr über die Geschichte jener Frau zu entdecken, die diese unglaubliche Ähnlichkeit mit ihr hat. Gleichzeitig versucht Elisa herauszufinden, welches Geheimnis ihre eigenen Eltern jahrelang vor ihr verborgen haben. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen – in der Gegenwart und mit einem deutlich größeren Anteil im viktorianischen Zeitalter, genauer gesagt im Jahre 1860. Dort steht die Protagonistin Elizabeth Devane, die mit Anfang dreißig eigentlich schon aus dem heiratsfähigen Alter heraus ist, plötzlich zwischen zwei Männern. Da ist zum einen der deutlich ältere Edward LeFroy, den sie nicht liebt, aber heiraten muß. Er zeigt ihr immer wieder, welche (Un-)Bedeutung Frauen in der Gesellschaft innehaben. Und dann gibt es den mysteriösen Jean, den Mann, den Elizabeth wirklich liebt, den sie aber aus materiellen Gründen und verletzter Eitelkeit verstoßen hat. Welches Geheimnis verbirgt dieser junge Mann vor ihr? Welche dunklen Verbrechen hat Edward auf dem Gewissen? Und was hat es mit der ungewöhnlichen Erbfolgeregelung von Elizabeths Elternhaus Sunderley auf sich? Es beginnt die Suche nach einem großen Familiengeheimnis, das über vierhundert Jahre früher dazu geführt hatte, daß zwei Familien zu Feinden wurden. In diesem ersten von zwei Bänden werden nicht alle Geheimnisse gelöst, dennoch ist die Geschichte rund und in sich abgeschlossen. Mein Leseeindruck: Für mich ein total spannendes und fesselndes Buch. Die Ich-Erzählung der Hauptprotagonisten ist im Wechsel immer sehr detailliert und man fühlt sich sofort als Leser mitten in der Story. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft klappt auch prima und ich muss die Autorin sehr loben, das man sich in jedem Jahrhundert sofort einfühlen kann. Es steckt eindeutig sehr viel Recherche Arbeit in dem Buch und ich habe immer begeistert mitgefiebert. Mein Favoritin war eindeutig Elizabeth. Für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Frau, die sich auch traut mal den Herrn der Schöpfung - und so haben sie sich damals wohl auch gefühlt - Widerstand zu leisten. Ich bin jedenfalls sehr froh das sich die Stellung der Frau in der heutigen Zeit sehr gewandelt hat. Denn manchmal hätte ich wahnsinnig gern in die Story eingegriffen und den männlichen Protagonisten: Geht´s noch? an den Kopf geworfen. Schade daß das Buch mit einen Cliffhanger zu Ende geht und ich hoffe das die Autorin noch eine Fortsetzung wie angekündigt heraus bringt. Fazit: Ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch auf zwei Zeitebenen. Mit sehr sympathischen und auch weniger sympathischen Protagonisten. Spannend in der Erzählform (ich) geschrieben und sehr detailliert, aber keinesfalls langatmig. Mit hat auch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft gut gefallen und nun muss ich unbedingt erfahren, was es noch mit dem Erbe und dem verschwundenen Mädchen auf sich hat. Liebe Isa Piccola, bitte lass uns mit der Fortsetzung nicht zu lange warten. Von mir gibt es 4,5 Sterne - die ich natürlich auf 5 Sterne aufrunde.

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  • Eine spannende Familiengeschichte, mit einer originellen Erzählweise, die bestens recherchiert wurde

    Das Geheimnis von Sunderley
    silvandy

    silvandy

    17. June 2015 um 08:27

    Inhalt: Im Jahre 2011 entdeckt Elisa Stein während eines Urlaubs in England ein Bild, das ihr auf unheimliche Weise ähnelt. Ein Zufall? Oder haben ihr die eigenen Eltern jahrelang eine Komödie vorgespielt? Bei der Suche nach der Wahrheit wird Elisa in eine Geschichte gezogen, die noch viel spannender ist als ihre eigene. 1860: Lizzie Devane ist mit Anfang dreißig noch immer ledig. Da treten gleich zwei Männer in ihr Leben - und einen der beiden muß sie heiraten, ob sie will oder nicht. So stürzt sie sich kopfüber in eine Ehe, die sie nicht glücklich macht. Ihr Mann erweist sich als Tyrann, und dennoch entdeckt sie mit der Zeit Seiten an ihm, die sie nachdenklich machen. Sie will herausfinden, was Edward zu einem so kaltherzigen Menschen gemacht hat - und warum er vor über dreißig Jahren seinen neugeborenen Sohn ausgesetzt hat. Wird es Lizzie gelingen, Edwards Herz aufzutauen und noch Liebe zu erleben? Und kann sie das große Geheimnis lüften, das ihre und Edwards Familie seit Jahrhunderten verbindet und gleichzeitig trennt? Meine Meinung: Die Autorin Isa Piccola hat einen flüssigen Schreibstil. Die Geschichte liest sich recht angenehm. Der Roman ist in zwei Teile aufgeteilt. Es gibt die Erzählperspektive der Gegenwart, die von der Länge her sehr viel kürzer ausfällt als die Erzählperspektive der Vergangenheit. Diese wiederum wird in Form eines Tagebucheintrags erzählt, was meiner Meinung nach recht gelungen ist. Überhaupt wurde der historische Teil, der im 19. Jahrhundert spielt sehr gut recherchiert. Erwähnenswert ist ferner der außergewöhnliche Weg, alle Figuren in der Ich-Perspektive erzählen zu lassen. Das fand ich als Leser toll, da man sich tatsächlich in alle Personen hineindenken kann und ihre Beweggründe und Handlungsweisen sehr gut nachvollziehen kann. Die beiden Protagonisten fand ich sehr sympathisch. Durch den ausführlicheren historischen Plot sind hier die Charaktere auch sehr viel tiefgründiger beschrieben. Sehr interessant fand ich die für ihre Zeit doch etwas unkonventionelle Elizabeth Devane. Sie hat auch sich toll entwickelt. Von der sehr behütet aufgewachsenen Tochter, die durchaus etwas naiv und manchmal weltfremd ist, ist Elizabeth zu einer selbstbewussten Frau herangereift, die weiß, welche Entscheidungen sie zu treffen hat. Der Leser taucht in eine vielschichtige Familiengeschichte zweier benachbarter Familien ein: Es geht um Liebe, Hass, Intrigen, Herrschsucht aber auch um Rache und Vergeltung. Und die Geheimnisse der Vergangenheit spielen eine große Rolle, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, was die Geschichte lesenswert macht. Der Autorin ist es echt gut gelungen, den Zeitgeist und die Lebensweise sowie die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert darzustellen. Die Geschichte selber ist spannend erzählt und es macht mir als Leser Spaß, die Geheimnisse aufzudecken und zu erkunden. Insgesamt gesehen hat mir das Buch echt gut gefallen, auch wenn man durchaus kleinere Schwächen feststellen kann. Ich fand es etwas schade, dass der Teil der in der Gegenwart spielt, so kurz ausgefallen ist. Und dann war ich am Ende leicht unbefriedigt, da nicht alle Geheimnisse aufgelöst wurden. Aber ganz so schlimm ist das nun auch wieder nicht, denn es gibt ja einen zweiten Teil, auf den ich mich schon freue, und der hoffentlich die restlichen Geheimnisse lüftet. Von mir gibts deshalb 4 1/2 Sterne. Fazit: Eine spannende Familiengeschichte, mit einer originellen Erzählweise, die bestens recherchiert wurde.

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  • Geheimnisse über Geheimnisse

    Das Geheimnis von Sunderley
    mabuerele

    mabuerele

    24. April 2015 um 21:19

    „...Wenn man die Maus fangen wollte, musste man ihr einen verführerischen Käse vor die Nase halten, dass sie einfach nicht widerstehen konnte...“ Die Geschichte spielt in zwei Jahrhunderten. Jedes Kapitel beginnt in der Gegenwart. Die junge Elisa Stein ist nach Sunderley gereist, um noch einmal die Stätten zusehen, wo sie mit ihren Eltern war. Im Herrenhaus von Sunderley findet gerade eine Auktion statt. Der Auktionator aber bricht die Veranstaltung ab, als er Elisa sieht. Das Bild, das zur Versteigerung steht, gleicht ihr verblüffend. Dann wechselt der Roman ins Jahr 1860. Auf Sunderley lebt William Devane mit seiner Frau und den Töchtern Elisabeth und Helene. Elisabeth ist fast 30 Jahre alt und unverheiratet. Sie ist etwas füllig und entspricht damit nicht dem Schönheitsideal der Zeit. Doch auf einem Spaziergang lernt sie Jean kennen. Und dann hält Edward LeFroy, Nachbar und Herr von Stonehall, um ihre Hand an. Die Autorin hat eine vielschichtige Familiengeschichte geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Schriftstil ist gut lesbar. Die Protagonisten in der Vergangenheit werden ausreichend charakterisiert. Während Elisabeth zurückhaltend ist, liebt ihre Schwester Helene das Vergnügen und den Trubel. Edward ist Herr im Haus. Deshalb nimmt er sich auch das Recht heraus, über Gut und Leben seiner Frau zu verfügen. Die Autorin hat ein kompliziertes Beziehungsgeflecht zwischen den handelnden Personen kreiert. Darauf baut im wesentlichen die Spannung im Roman auf. Wahrheit und Lüge sind nur schwer auseinander zu halten. Unterschwelliger Hass sorgt für kritische Situationen. Nicht nur auf Sunderley, auch auf Stonehall spielen Geheimnisse aus der Vergangenheit eine unrühmliche Rolle. Die Geschichte der Gegenwart dagegen bleibt relativ blass. Nicht nur, dass das Verhalten des Auktionators nicht unbedingt logisch nachvollziehbar ist, auch der jetzige Besitzer von Sunderley fällt häufig aus der Rolle. Elisa steht vor der Frage, was ihr ihre Eltern verschwiegen haben. Leider gibt es die Antwort darauf erst im zweiten Teil. Das Spiel mit der Sprache beherrscht die Autorin. Die Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters wirkt realistisch. Passende Metapher beschreiben die Landschaft. Gut gelingt es der Autorin, die innere Zerrissenheit vieler der Protagonisten wiederzugeben. Intrige und Überheblichkeit, Hochmut und Herrschsucht vergiften die Lage. Da hat die zarte Pflanze Liebe, selbst wenn es sie gibt, nur geringe Chancen. Obiges Zitat charakterisiert die Lage treffend. Das Buch hat mir gut gefallen. Allerdings hätte ich mir schon in diesem ersten Teil die eine oder andere Information mehr gewünscht. Manches wird zwar angedeutet, aber nicht konkretisiert. Es dürfte interessant werden, wie sich all die Konflikte im geplanten zweiten Teil auflösen.

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  • Das Geheimnis von Sunderley

    Das Geheimnis von Sunderley
    Gelinde

    Gelinde

    18. April 2015 um 16:12

    Das Geheimnis von Sunderley, ein historischer Debüt-Roman von Isa Piccola Cover: Es ist nicht gerade der Eycatcher nach dem ich in einer Buchhandlung gegriffen hätte. Mein erster Gedanke - geheime Verbotene Liebe. Inhalt: Sommer 2011, bei ihrem Urlaub in England, in dem Elisa Stein die Orte ihrer verstorbenen Eltern besuchen möchte, kommt sie zu einem alten Herren-Haus „Sunderley“. Zufällig ist hier gerade eine Auktion, Elisa beschließt sich diese anzusehen. Da soll ein Bild einer der Vorfahren des Hauses versteigert werden. Dem Auktionator fällt die verblüffende Ähnlichkeit zu Elisa auf und er unterbricht die Auktion und kommt auf Elisa zu um sie nach ihrer Vergangenheit zu fragen. Er lädt Elisa ein, für die nächste Zeit in dem Haus zu wohnen und einige Nachforschungen abzuwarten. Bei dieser Gelegenheit entdeckt Elisa ein Geheimfach mit Dokumenten und Tagebucheinträgen von 1860. Sie taucht in eine lange vergangene Zeit ab und lernt Menschen aus einer ganz anderen Epoche mehr und mehr kennen. Geheimnisse, Verrat, Verleumdung, Intrigen, Liebe und Freundschaft sprechen aus diesen Notizen. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich mit sehr unterschiedlichen Empfindungen zurückgelassen. Ich mag Bücher mit zwei Zeitebenen und die Idee verschiedene Personen aus ihrer Perspektive erzählen zu lassen ist auch super und macht es sehr lebendig. Die Schreibweise ist auch sehr gut gewählt, sie versetzt mich richtiggehend in diese historische Zeit, etwas steif und von oben herab, so wie der Ton damals vermutlich war. Was mir nicht so gefallen hat waren die Charaktere der Personen, sie waren für mich nicht klar genug gezeichnet, sie waren in sich widersprüchlich. Sie haben einmal so und dann wieder ganz anders gehandelt was es für mich teilweise unglaubwürdig machte. Auch in der Handlung selber waren mir zu viele Widersprüche und konstruierte Zufälle und Aktionen, die sich mir einfach nicht erschlossen haben und ich nicht verstand, warum jetzt plötzlich so gehandelt wurde. Teilweise habe ich es als Historische-Fantasy-Geschichte empfunden. Neugierig bin ich ja schon, was es mit all den ungelösten Geheimnissen nun auf sich hat. Mein Fazit: Eine sehr interessante Story, leider sind mir zu viele Widersprüche und am Ende ist mir zu viel offen (auch wenn ich weiß dass es einen 2. Teil geben soll). Von mir 3 gute Sterne.

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  • Reise in die Vergangenheit

    Das Geheimnis von Sunderley
    Igela

    Igela

    10. April 2015 um 13:49

    Elisa Stein entdeckt in ihrem Urlaub in England den alten Herrensitz Sunderley und ist sofort fasziniert davon. Als sie in eine Auktion hineintappt, verblüfft die Ähnlichkeit zwischen ihr und einer Dame auf einem Gemälde.Kurzum übernachtet sie auf Sunderley und entdeckt dabei ein altes Tagebuch. Dies wurde um 1860 von der ehemaligen Besitzerin Elizabeth geschrieben und lässt Elisa tief in die damalige Zeit eintauchen. Der Roman spielt in zwei Zeitzonen : 2011 und um 1860. Der Erzählstrang 2011 ist sehr viel kürzer und weniger ereignisreich gestaltet als die Geschichte um 1860. Ich habe die Story in der früheren Zeit als etwas überladen empfunden, da sehr viele kleine Geschichten zusammenflossen und dadurch etwas überladen wirkte. Mir hat gut gefallen, wie gut das Bild der Frau zur damaligen Zeit gezeichnet wurde .So gut, dass es mich nachdenklich gemacht hat, wie wenig eine Frau früher auch in der Ehe zu sagen und bestimmen hatte.In diesem Buch wird in Ich Perspektive wechselnd von anderen Protagonisten erzählt , was durch verschieden Aussagen wie z.b "meine Mutter sagte" sofort klar ist, wer nun zu Wort kommt.Das bedingt jedoch eine hohe Konzentration beim Lesen. Etwas Mühe hatte ich mit der Figur Elizabeth. Sie wirkte für mich naiv, unselbstständig und überfordert mit ihrem sehr dominanten Mann. Bis ich realisiert habe, dass sie dazu erzogen worden ist , um "als Frau dem Mann zu gehorchen"....dann konnte ich sie als das sehen, was sie ist: Ein Opfer der damaligen Zeit!Das bisschen zu viel relevante Zufälle in dieser Story hat mich etwas gestört um 5 Sterne vergeben zu können. Leider lässt das Buch bei mir offene Fragen zurück....da jedoch ein zweiter Teil in Planung ist, werde ich mich gedulden und die Antworten vielleicht dort finden?

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  • Viele Geheimnisse ...

    Das Geheimnis von Sunderley
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    10. April 2015 um 10:19

    Die junge Deutsche Elisa Stein entdeckt bei einer Auktion auf dem Anwesen Sunderly ein Porträt, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Es handelt sich um ein Bild von Elizabeth Devane. Als sie auch noch Elizabeths Tagebuch findet, begibt sie sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. 1860: Elizabeth Devane entspricht nicht dem Schönheitsideal der damaligen Zeit und mit fast dreißig Jahren hat sie kaum noch Chancen, einen Ehemann zu bekommen. Doch dann interessieren sich plötzlich gleich zwei Männer für sie. Der geheimnisvolle Jean und der reiche, um einiges ältere Edward LeFroy. Elizabeth entscheidet sich für Edward – was sie bald bereuen wird, denn er ist ein Tyrann und hat sie nicht aus Liebe geheiratet. Doch sie entdeckt auch gute Seiten an ihm. Trotzdem kann sie Jean nicht vergessen und das düstere Geheimnis, das ihn und die Familie LeFroy umgibt, verändert Elizabeths Leben für immer. Ich bin hin- und her gerissen, wie ich diesen Roman beurteilen soll, denn er hat Stärken, aber auch leider Schwächen.  Positiv finde ich die doch ungewöhnliche Idee, sämtliche Personen in der Ich-Perspektive erzählen zu lassen, denn das ermöglicht dem Leser, gut in die Figuren einzutauchen und selbst die Beweggründe der eigentlich unsympathischen zu verstehen.  Die Lebens- und Denkweise der damaligen Zeit wird anschaulich vermittelt, auch die Ausdrucksweise entspricht dem. Die Autorin hat hier gute Recherchearbeit geleistet.  Die Heldin Elizabeth Devane ist wohltuend anders, sie entwickelt sich von der etwas weltfremden, himmelschreiend naiven, behütet aufgewachsenen Tochter zur selbstbewussten Frau, die letztendlich eigene Entscheidungen trifft. Die Schwächen zeigen sich meiner Meinung nach in unwahrscheinlichen und dadurch unglaubwürdigen Zufällen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, um nicht zu spoilern und auf Handlungsebenen, die vernachlässigt wurden (z.B. Stichwort: verschwundenes Kind!) Auch wurde fast zu viel in einer einzigen Story verpackt.  Weniger gut ist meiner Meinung nach auch der Teil in der Gegenwart gelungen. Die Abschnitte sind im Verhältnis zum Part, der in der Vergangenheit spielt, relativ kurz, daher für mich zu wenig ausführlich. Unglaubwürdig vor allem auch das Verhalten des Auktionators, der der ihm völlig fremden Elisa erlaubt, auf dem Anwesen zu nächtigen und einen vagen Verdacht als Tatsache annimmt.  Einige der Geheimnisse von Sunderly bleiben ungelöst, ihnen ist die Fortsetzung gewidmet. Man darf gespannt sein, wie sich alles zusammenfügt. Die Story hat auf jeden Fall Potential.  Fazit: Originelle Idee, gut recherchiert, aber leider mit einigen Schwächen. 

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  • Eine Geschichte voller Geheimnisse

    Das Geheimnis von Sunderley
    mielikki

    mielikki

    07. April 2015 um 17:30

    Im Sommer 2011 reist Elisa Stein nach England. Zufällig landet sie auf einer Auktion auf dem englischen Landsitz Sunderley. Eines der Portraits, die dort versteigert werden sollen, zeigt eine Frau, die ihr überraschend ähnlich sieht. Vom Notar erhält sie die Erlaubnis, auf Sunderley zu übernachten, und erfährt die Geschichte von Elizabeth Devane, die im 19. Jahrhundert auf Sunderley aufgewachsen ist. Es geht um zwei Familien, die ehemals verfeindet waren, eine ungewöhnliche Erbfolgeregelung, ein ausgesetztes Kind, eine komplizierte Familiengeschichte – und mittendrin Elizabeth, die nicht den gängigen Klischees einer Frau im viktorianischen Zeitalter entspricht. Ich bin eigentlich kein großer Fan historischer Romane, aber hier hat mich die Buchbeschreibung gereizt. Zum Glück, denn mir hat es gut gefallen. Die kürzeren Erzählstränge in der Gegenwart mögen einige Schwächen haben, aber die Hauptgeschichte, die im 19. Jahrhundert spielt, ist historisch gut recherchiert. Die Geschichte ist insgesamt sehr gut und fesselnd geschrieben, die Charaktere sind interessant, besonders auch die etwas unkonventionelle Elizabeth Devane. Es liegt eine schöne Spannung in der Geschichte, und es machte Spaß, beim Lesen immer mehr Geheimnisse aufzudecken. Ein Nachfolgeband ist in Arbeit, und einige Geheimnisse werden wohl erst da gelüftet. Dennoch ein gelungenes Buch, dass ich sehr weiterempfehlen kann.

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  • Die Schatten der Vergangenheit geweckt.

    Das Geheimnis von Sunderley
    thora01

    thora01

    03. April 2015 um 21:12

    Inhalt/Klappentext: Im Jahre 2011 entdeckt Elisa Stein während eines Urlaubs in England ein Bild, das ihr auf unheimliche Weise ähnelt. Ein Zufall? Oder haben ihr die eigenen Eltern jahrelang eine Komödie vorgespielt? Bei der Suche nach der Wahrheit wird Elisa in eine Geschichte gezogen, die noch viel spannender ist als ihre eigene. 1860: Lizzie Devane ist mit Anfang dreißig noch immer ledig. Da treten gleich zwei Männer in ihr Leben - und einen der beiden muß sie heiraten, ob sie will oder nicht. So stürzt sie sich kopfüber in eine Ehe, die sie nicht glücklich macht. Ihr Gatte erweist sich als Tyrann, und dennoch entdeckt sie mit der Zeit Seiten an ihm, die sie nachdenklich machen. Sie will herausfinden, was Edward zu einem so kaltherzigen Menschen gemacht hat - und warum er vor über dreißig Jahren seinen neugeborenen Sohn ausgesetzt hat. Wird es Lizzie gelingen, Edwards Herz aufzutauen und noch Liebe zu erleben? Und kann sie das große Geheimnis lüften, das ihre und Edwards Familie seit Jahrhunderten verbindet und gleichzeitig trennt? Das Buch ist toll. Es verbindet gekonnt die Gegenwart mit der Vergangenheit. Mir gefällt sehr gut, das der Vergangenheitsteil in Form eines Tagebuches geschrieben ist. Ich konnte mich sofort in beide Hauptakteurinnen hineinversetzen. Sie sind beide sehr sympathische Persöhnlichkeiten, die sich nicht in ein Klischee einordnen lassen. Mir gefällt ganz besonders das schüchterne aber dennoch eigenwillige Wesen von Lizzie. Es werden sehr gut die Klassenunterschiede in England um 1900 beschrieben. Dabei wird ganz besonders auf die Rolle einer Tochter aus gutem Hause eingegangen. Mir hat es sehr gut gefallen auch wie unterschiedliche Charaktere die beiden Männer sind, die das Leben von Lizzie beeinflussen. Elisas Rolle in der ganzen Geschichte ist mir noch nicht ganz klar. Ist sie wirklich mit der Verstorbenen verwandt oder ist es nur Zufall das sie eine so gravierende Ähnlichkeit zu der Frau in dem Bild hat. Leider wurde dieser Aspekt bisher nicht geklärt. Ich denke es wird hoffentlich einen Fortsetzungsband geben. Ich bin schon sehr gespannt wie Elisa in die ganze Geschichte hineinpasst.

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