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Steffi´s Welt

vor 2 Jahren

(11)

Bem-Te-Vi. Übersetzt: Ich habe dich gesehen. So lautet der Name eines auf der brasilianischen Insel heimischen Vogels. Ein passender Name findet die 17-jährige Vera, denn schließlich werden auch sie und die anderen 11 Kinder, die an dem Isola-Projekt teilnehmen auf Schritt und Tritt von überall versteckten, winzigen Kameras überwacht. Drei Wochen dauert das Projekt und aus den Aufnahmen soll ein Film entstehen. Soviel zur Idee des Buches. Wer Panem gelesen hat wird hier gewisse Parallelen erkennen doch tatsächlich vermittelt Isola dem Leser ein ganz anderes Gefühl. Die Hauptperson Vera ist ein sehr ruhiger und stiller Typ, der alles sehr sachlich beschreibt und selten aus der Haut fährt oder überhaupt mal etwas sagt. Zu anfangs hat mich diese objektive Erzählweise gestört, weil Vera erst 17 ist und ich es befremdlich fand, dass eine 17-jährige so in sich gekehrt ist. Erst ziemlich am Ende des Buches als sie sich Solo anvertraut erfährt man den Grund für diese Schüchternheit. Zu Solo...ich fand diese Vera unerklärliche Anziehungskraft die sie gegenüber Solo empfindet unwahrscheinlich gut beschrieben. Erst in der Mitte des Buches, als es der Leser selber schon längst weiß, erkennt Vera dass es Liebe sein muss. Meiner Meinung nach ist Isola ein wirklich tolles Buch für zwischendurch.Wieso dann nur 4 Punkte?
Den fünften Stern verliert Isola bei mir zum Ende hin, das ich ein wenig zu dramatisch fand.

Autor: Isabel Abedi
Buch: Isola
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