Isabel Allende Das Geisterhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende

Eine Familiensaga, die zum Welterfolg wurde: Isabel Allende erzählt die wechselhafte Geschichte der Familie des chilenischen Patriarchen Esteban Trueba und seiner hellsichtigen Frau Clara und führt uns mit der ihr eigenen Fabulierkunst durch eine Zeit, in der persönliche Schicksale und politische Gewalt eng miteinander verwoben sind. Der Erfolg dieses Buches verdankt sich dem hinreißenden Erzähltemperament Isabel Allendes: Mit Phantasie, Witz und Zärtlichkeit malt die Autorin das bunte Tableau einer Familie über vier Generationen hinweg.

Großartiger Familienroman mit historischen Bezügen

— MackieMesser229

Magie, die auch nach Jahrzehnten nicht abreisst.

— SignoraBrunetti

Schöne Geschichte. Ich mag Bücher mit vielen Seiten.

— Barley

Ein außergewöhnlicher, fesselnder Roman

— Bilie

EIn spannendes Buch, voller Magie, in der man nicht nur die Geschiche einer Familie sondern auch die eines Landes erfährt.

— Alex1998

Familiensaga und Klassiker, aber zieht sich hier und da doch etwas

— Feni

Ein monumentales Meisterwerk. Zum immer wieder lesen.

— Taube49

Großartiger Generationen-Roman voller überschäumender Phantasie und großer Gefühle. Toll.

— cfreyer

Eine schöne, phantasievolle Familiensaga mit bitteren Bezügen zur chilenischen Geschichte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Gute Geschichte, aber sehr langwierig und zäh.

— Janine0792

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  • Magie

    Das Geisterhaus

    SignoraBrunetti

    18. April 2017 um 21:58

    Wie oft ich dieses Buch gelesen habe weiss ich nicht. Es ist wohl eine Magie, die immer wieder fesselt. Die anknüpfende Schreibweise, das tiefe Gefühl für Wahrheit und Trug, Realität und Traum - schön, dass es solche Werke gibt, die entführen und Alltag Alltag sein lassen.

  • Das Meisterwerk von Isabel Allende

    Das Geisterhaus

    Bilie

    27. October 2016 um 19:54

    Ein absolut ungewöhnlicher Roman, bei dem ich am Anfang meine Zweifel hatte, ob ich mich da "durchbeißen" werde. 
    Aber Isabel Allende fesselt mit ihrer tollen Sprache und ihrem absolut mitreißenden Stil. 

    Das war der Auftakt für meine Begeisterung für diese herausragende Schriftstellerin und es sollten noch viele Bücher von ihr folgen. 

  • Ein Meisterwerk.

    Das Geisterhaus

    Taube49

    23. June 2016 um 13:00

    Spannende Zeitreise durch ein gebeuteltes Land. Ungewöhnliche Protagonisten, die ich lieb gewonnen habe. Das Geisterhaus wurde 1984 in Deutschland veröffentlicht und erzählt die Geschichte einer chilenischen Familie ab 1920 bis zur Militärdiktatur 1970.Isabel Allendes Sprache ist fulminant und hat mich beeindruckt. Definitiv zum öfter lesen und träumen. Ich liebe einfach Bücher, die mir ein klein wenig von einem anderen Land erzählen. Hier hatte ich während des Lesens das Gefühl mit Esteban Trueba über sein riesiges Gut zu reiten.

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  • Rezension zu "Das Geisterhaus" von Isabel Allende

    Das Geisterhaus

    verena scott

    ein absolutes monumentalwerk der autorin, die erneut mit ihrer blumigen und farbenfrohen sprache verzaubert.

    • 2

    lievke14

    02. February 2016 um 10:43
  • Rezension zu "Das Geisterhaus" von Isabel Allende

    Das Geisterhaus

    Elke

    Dieses Buch ist eines der ungewöhnlichsten die ich bisher gelesen habe. Aber eigentlich sollte man bei dem Titel ja auch nichts Anderes erwarten. Denn Inhalt kann man kurz als Geschichte einer Familie zusammenfassen, in der eigentlich niemand wirklich "normal" ist. Ich hatte einige Problem einen Zugang zu diesem Buch zu finden, was vor allem daran liegt, das kein Wirklicher Handlungsbogen vorhanden ist. Man erfährt nach und nach etwas über das Leben der einzelnen Familienmitglieder und vor allem recht viel über deren Charakter. Es gelang mir aber nicht mich mit irgendjemand zu identifizieren, ja ich wusste oft nicht einmal ob ich eine Person jetzt sympathisch oder unsympathisch finden soll. Auch wird nie so ganz klar, in welcher Zeit man sich den nun befindet, zwischendurch gibt es zwar Anhaltspunkte (Weltkriege, Alter der Personen) aber die Ereignisse erschlagen sich zeitweise so sehr, dass man den Überblick verliert. Verschiedene Handlungsstränge werden verfolgt, verlaufen sich im Sand um später doch wieder aufgegriffen zu werden. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, versteht es das Buch einen in seinen Bann zu ziehen, es macht Spaß das unkonventionelle Leben der Familie zu verfolgen, man fragt sich immer, was nun als nächstes Kommen wird. Und auch wenn ich es stellenweise langatmig fand, ich fand es durchgehend faszinierend. Es fällt mir sehr schwer meinen Leseeindruck zu beschreiben, wie gesagt einfach ein ungewöhnliches Buch. Auf alle Fälle ein Buch, das zu lesen sich lohnt. Allein weil es etwas ganz anderes ist, als was man sonst so in die Hände bekommt. Vor allem der Schluss hat mir sehr gut gefallen, es passt perfekt zum restlichen Buch und macht alles zu einem runden Ganzen! Mein Tipp: Nehmt auch Zeit für dieses Buch. Es verdient es. Ich hatte leider sehr wenig Zeit zum Lesen, (immer nur Abends ein paar Seiten), dass hat den Lesefluss sehr gestört. Sonst hätte mir das Buch vielleicht noch besser gefallen.

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    • 2
  • Politischer Roman und Familiensaga

    Das Geisterhaus

    winter-chill

    24. July 2015 um 22:27

    Die Geschichte einer Familie und die Geschichte eines Landes: In ihrem Erstlingsroman „Das Geisterhaus“ erzählt Isabel Allende über vier Generationen – von circa 1915 bis in die 1980er Jahre – die Geschichte der Familie Trueba. Ihren Aufstieg und ihren Fall. Der Roman ist aber auch eine Chronik der Ereignisse in Chile im 20. Jahrhundert. Eine besondere Rolle spielt vor allem der Militärputsch 1973, bei dem der drei Jahre zuvor demokratisch gewählte sozialistische Präsident gestürzt wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht Esteban Trueba, der tyrannische Patriarch. Esteban stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt durch harte Arbeit als Goldgräber zu Vermögen. Als Großgrundbesitzer bekämpft er die Arbeiterbewegung und beginnt durch seinen Jähzorn, seine Sturheit und seine Machtbesessenheit nach und nach auch seine Familie zu zerstören. Mit seinem Verhalten besiegelt er auch das Schicksal seiner Frau Clara, seiner Tochter Blanca und schließlich seiner Enkelin Alba, die der Leser ebenfalls begleitet. Ich muss zugeben, dass ich ein paar Seiten gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Gerade den etwas mystischen Part fand ich anfangs befremdlich: So kann Clara in die Zukunft sehen und ihre Schwester Rosa hat grünes Haar. Schwierig fand ich zu Beginn auch die Erzählperspektive: Auf der einen Seite ist Enkelin Alba die auktoriale Erzählerin der Geschichte, es gibt aber auch Passagen, die aus Estebans Sicht in Ich-Perspektive erzählt werden. Diesen Perspektivenwechsel fand ich zunächst sehr verwirrend, vor allem, weil man von Alba erst recht spät im Buch erfährt und anfangs also gar nicht weiß, wer denn jetzt hier erzählt. Und noch ein dritter Punkt hat mich gestört: Allende verwendet kein einziges Mal im Roman Jahreszahlen – man muss sich also irgendwie selbst anhand der beschriebenen Ereignisse zusammenreimen, in welchem Jahr man sich gerade circa befindet. Nichts desto trotz hat mich der Roman aber nach ein paar Seiten doch sehr gefangen genommen und am Ende war ich ziemlich begeistert. Das liegt zum einen an der wirklich grandiosen Handlung und auch an Allendes Schreibstil. Sie schreibt sehr bildhaft und poetisch und hat es irgendwie geschafft, dass die Geschichte noch sehr lange in mir nachgeklungen ist. Trotz der doch recht tragischen und düsteren Handlung, gelingt es ihr immer mal wieder einen sehr feinen Humor einfließen zu lassen. Sehr gelungen ist auch ihre Charakterzeichnung der Figuren – sie bekommen dadurch etwas sehr Menschliches, Authentisches. „Das Geisterhaus“ ist durchaus lesenswert: ein intelligenter, politischer Roman und eine fesselnde, dramatische, todtraurige Familiensaga.

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  • Das Geiserhaus / Isabell Allende

    Das Geisterhaus

    Lenny

    Ich habe 2 Bücher von Isabell Allende gelesen : Im Reich des goldenen Drachen und Im Bann der Masken. Diese Bücher haben mir so gefallen, dass ich nun von dieser tollen Autorin noch mehr lesen wollte und das Buch Geisterhaus wurde mir mehrfach empfohlen. Leider, leider waren meine Erwartungen an das Buch nun sehr hoch und wurden nicht erfüllt. Schade, aber mich hat das Buch wirklich nicht erreicht. Ich gebe 2 Sterne, weil ich auch gute Parts gelesen habe. Es ist die Geschichte einer Familie sowie die Geschichte eines Landes. Es ist eine Chronik von Gewalt, Ungerechtigkeit und Vergeltung, aber auch von Liebe, Sehnsucht und Magie.

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    • 2
  • Politischer und familiärer Machtmissbrauch

    Das Geisterhaus

    Insider2199

    30. June 2015 um 00:41

    Politischer und familiärer Machtmissbrauch Der Debüt-Roman der chilenischen Autorin (seit 2003 US-Staatsbürgerin, in San Rafael lebend) weist stark autobiografische Züge auf: als 1981 ihr Großvater mit 99 Jahren starb, begann sie, ihm einen Brief zu schreiben, woraus sich dieser Roman entwickelte, der 1982 erschien, mit den Folgewerken „Fortunas Tochter (1998)“ und „Porträt in Sepia (2000)“ eine Trilogie bildet und 1993 vom deutschen Produzenten Bernd Eichinger (Musik: Hans Zimmer) mit Jeremy Irons und Meryl Streep in den Hauptrollen verfilmt wurde. Zum Inhalt: Erzählt wird eine chilenische Familiengeschichte, sich über vier Generationen und einen Zeitraum von ungefähr 70 Jahren (ca. 1925-1990) hinziehend, in dessen Mittelpunkt der despotische Hausherr Esteban Trueba steht, dessen Frau Clara über hellseherische und andere übernatürliche Fähigkeiten verfügt, wie z.B. zukünftige Ereignisse vorhersagen (Wahrsagen), Gegenstände bewegen (Telekinese) und Kontakt mit Verstorbenen herstellen (Spiritismus). Der konservative Esteban, der Gefühle nicht oder kaum zeigen kann, eigentlich nur über einen einzigen Ausdruck verfügt, den Jähzorn, versucht rücksichtslos, jedem seinen Willen aufzudrücken, strebt nach Macht (auch politischer) und Ansehen und gerät dadurch in eine immer größere Isolation. Doch die innige Liebe zu seiner sensiblen Frau verändert ihn ... Meine Meinung: Ein Roman, den ich trotz der fast 900 Seiten sehr schnell gelesen habe, einfach deswegen weil er nie langweilig wurde und mich als Leser in seinen Bann ziehen konnte. Dabei legt die Autorin den Fokus auf die weiblichen Figuren – Nivea (Mutter), Clara (Protagonistin), Blanca (Tochter), Alba (Enkelin): also Synonyme für „schneeweiß“, „klar“, „hell“, „weiß“, d.h. „Unschuld/Reinheit“ ausdrückend –, denen der Leser seine Sympathien schenken soll. Dabei ist offensichtlich, dass Alba die Autorin selbst repräsentiert: wie Allende im wirklichen Leben, hat sie die engste Verbindung zum Großvater. So, wie die Autorin den Roman schreibt, ist Alba (als ihr „Alter Ego“) die auktoriale („allwissende“) Erzählerin der Geschichte, deren Bericht durch weitere Passagen von Esteban – auch dieser wird wie Allendes Großvater mehr als 90 Jahre alt! – in der Ich-Perspektive angereichert wird. Und genau hier komme ich zu dem Teil, der mir weniger gefiel, der auch der Grund ist, dass ich leider keine 5 Sterne vergeben kann und der mich SEHR oft aus dem Lesefluss riss: die Wahl der Perspektive ist meines Erachtens einfach unglücklich gewählt! Und ich beziehe mich hierbei auf die auktoriale Erzählerin, nicht Estebans Ich-Perspektive. Dabei stören mich zwei Dinge: Erstens: Da Alba zur vierten Generation gehört, wird sie erst sehr spät im Buch geboren und so weiß man als Leser anfangs nicht, wer erzählt. Im Laufe der Zeit vermutete ich Esteban dahinter, wunderte mich aber dann darüber, dass dieser auch in der Ich-Perspektive erzählt. Erst als Alba endlich als Figur im Buch existiert und man am Schluss miterlebt, was ihr zustößt, versteht man endlich die Bemerkung auf der ersten Seite: „... dass fünfzig Jahre später diese Hefte mir dazu dienen würden, das Gedächtnis der Vergangenheit wiederzufinden und mein eigenes Entsetzen zu überleben.“ Für mich persönlich löst sich dies zu spät auf, denn der ständige Wechsel der Perspektiven verwirrte mich. Zweitens: Das größte Übel jedoch ist die Vermischung der Perspektiven! Alba erzählt nicht nur als auktoriale Erzählerin (in der 3. Person), sondern auch in der Ich-Perspektive (!), die an wenigen Stellen im Text aufblitzt (siehe Zitat oben). Nach seitenlanger Erzählung in der 3. Person, taucht dann plötzlich ein „ich“ auf und man wird als Leser völlig aus dem Lesefluss gerissen. Außerdem – und das stört ebenfalls SEHR – erzählt Alba von sich in der 3. Person! Das Gleiche gilt für ihre Eltern, Verwandten etc., d.h. sie berichtet über sich und ihre Familie als gehöre sie nicht dazu und stehe außerhalb davon. Auch fragt man sich als Leser sehr oft, wie Alba in der Lage ist, all die Gedanken der Figuren zu kennen. Es wird zwar oft im Text erwähnt, dass Clara über alles in ihrem Leben Notizhefte geführt habe (s.o.), auch habe es regen Briefwechsel zwischen den Figuren gegeben und Alba wird sicher auch Einiges durch Erzählungen von Esteban erfahren haben, aber dennoch deckt das nicht alles Wissen ab, dass Alba in ihren Bericht einfließen lässt. Was ich damit sagen will, ist, dass es besser gewesen wäre, die Autorin hätte einen neutralen auktorialen Erzähler gewählt, keine Figur, die in die Geschichte involviert ist. Es gibt sogar einen Fall, bei dem im selben Absatz (!) die Ich-Perspektive von Esteban direkt in die auktoriale Erzählung übergeht. Ich möchte dieses Zitat hier zur Veranschaulichung wiedergeben, obwohl ich denke, dass es sich hier nur um einen Fehler handeln kann, d.h. es wurde wohl ein Absatz vergessen!? „... denn ich bin, wie gesagt, kein Freund von Prostituierten. Aber diese Geschichte hätte nicht geschrieben werden können, wenn Tránsito Soto nicht eingegriffen hätte, um uns [= damit bezieht sich Esteban auf sich und Alba] und damit auch unsere Erinnerungen zu retten. [... der Text geht weiter und beendet den gleichen Absatz mit ...] Zwei Tage nach dem Traum kam Esteban früher als sonst nach Hause, bleich und aufgeregt, nahm seine Schwester Férula am Arm und schloss sich mit ihr in der Bibliothek ein.“ (S. 244) Man liest also ahnungslos vor sich hin und stellt plötzlich fest, dass die Perspektive gewechselt hat! Ich hätte gerne auf diesen Wechsel verzichtet, obwohl ich nachvollziehen kann, warum die Autorin dem Leser einen näheren Einblick in Estebans Welt geben wollte. Aber da hätte es andere Alternativen gegeben: Warum z.B. nicht durchgehend den ganzen Roman in der Ich-Perspektive von Esteban erzählen (schließlich ist er die einzige Figur, die von Anfang bis Ende im Roman vorkommt!) und die Perspektive von Clara (inkl. der Rückblicke von ihr als kleines Mädchen u.a.) und weiterer Figuren als Auszug aus ihren Notizheften in die Handlung einflechten, aber diese mit Datum als Tagebucheintrag kennzeichnen? Das wäre perfekt gewesen, denn mich hat auch sehr oft verwirrt, nicht genau zu wissen, in welchem Jahr man sich gerade befand – es wurden nie Daten genannt, nur selten gab es Erwähnungen wie z.B. das große Erdbeben in Chile oder dass gerade ein Weltkrieg tobe usw. Als Vergleich dazu habe ich mir am Schluss auch den Film angeschaut, v.a. weil ich Jeremy Irons als Schauspieler SEHR schätze und Meryl Streep zu Recht die Oscar-Liste anführt, jedoch war ich von der Umsetzung mehr als enttäuscht. Ich verstehe ja, dass 900 Seiten nur schwer in einen 2-stündigen Film zu pressen sind – daher hätte sich sicher eine 4-teilige Mini-Serie gelohnt! – und ich verstehe auch, dass einige Figuren und Sub-Plots aus Zeit- und Personal-Gründen gestrichen werden mussten, aber hier wurde der Geschichte auch das Herz herausgeschnitten, da der komplette spiritistische Teil Claras auf ein Minimum reduziert wird und man sich berechtigterweise als Zuschauer fragen muss, warum der Film „Das Geisterhaus“ heißt. Alle, die das Buch kennen, verpassen also nichts, wenn sie den Film nicht sehen, und den Übrigen möchte ich raten, auf jeden Fall das Buch zu lesen, es lohnt sich! Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Familien-Roman, bei dem der Leser sowohl viel über Chiles politische Situation, z.B. den Militärputsch (1973), erfährt als auch über das Land und deren Menschen. Wie bei allen Büchern von Allende geht es auch hier um Macht bzw. Machtmissbrauch, nicht nur in politischer Hinsicht, sondern auch die Macht eines Familienoberhauptes über seine Familie, die jedoch hier durch den sensiblen, spiritistischen Einfluss der Ehefrau eine Veränderung erfährt. Der einzig lästige Störfaktor, für den ich leider einen Stern abziehen muss, ist die unglückliche Wahl der Perspektive, die den Lesefluss gewaltig stört. Dennoch ein sehr zu empfehlender und lesenswerter Roman!

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  • Sehr vielseitig

    Das Geisterhaus

    Wildcat

    21. March 2015 um 21:05

    Kurzbeschreibung in eigenen Worten: Dieses Buch erzählt die Geschichte der Familie Trueba. Viele verschiedene Charaktere gibt es in dieser Familie. Z. B. das herrschsüchtige Familienoberhaut Esteban Trueba, seine Frau Clara, die nicht immer ganz auf dieser Welt zu verweilen scheint, oder die aufopfernde Enkelin Alba. Dieses Buch vereint vieles in sich... Liebe, Krieg, übersinnliches und noch einiges mehr. Meine Meinung zum Cover: Mein Cover ist ein anderes als hier abgebildet. Das Cover ist in einem hellen, pastellfarbenen grün gehalten und zeigt das Foto einer Frau und eines Mannes die auf Pferden nebeneinander herreiten. Das Cover passt definitiv zum Buch und ist dem Jahr in welchem es erschienen ist (1994) durchaus angemessen. Meinen Geschmack trifft es aber nicht.  Meine Meinung zum Inhalt: Den Film habe ich vor Jahren im Kino gesehen, es war mein erster Kinofilm. Eigentlich war ich zu jung dafür und hatte Abends auch Angst ins Bett zu gehen. Auch wenn ich mich kaum noch an den Film erinnere und auch nichts im Buch wiedererkannt habe, so ging mir der Film nie aus dem Kopf. Da das Thema aber keines ist, welches mich eigentlich interessiert (egal ob als Buch oder Film), habe ich den Film nicht nochmal gesehen, geschweige denn das Buch gelesen. Im Rahmen einer Jahreschallenge an der ich teilnehme suchte ich aber ein Buch in welchem es um Südamerika geht und so wurde mir "Das Geisterhaus" nahegelegt. Nach meinen Erinnerungen hatte ich irgendwie etwas ganz anderes erwartet. Ich bin aber nun weder enttäuscht noch begeistert, irgendwie stehe ich dem Buch sehr neutral gegenüber. Der Schreibstil ist gut, nur zeitweise verwirrend, da es mal in der Ich-Form (meist aus Sicht von Esteban Trueba) und mal aus Erzählersicht geschrieben ist. Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, da sehr vielseitig. Sie beginnt ca. um 1920 und endet etwas um 1970 und erzählt die Geschichte der Familie Trueba mit ihren verschiedenen Charakteren.  Durch die Vielseitigkeit bin ich sehr gut vorangekommen auch wenn ich sagen muss, dass es viele sehr langatmige Passagen gab. Die Charaktere waren auch in sich sehr vielseitig und allesamt gut dargestellt, eine wirkliche Beziehung konnte ich aber zu niemandem aufbauen, sie lagen einfach nicht auf einer Wellenlänge mit mir. Insgesamt fällt es mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Das Genre ist überhaupt nicht meins, dennoch bin ich sehr schnell vorangekommen. Dieses schnelle vorankommen lag wahrscheinlich sowohl an dem flüssigen Schreibstil als auch an der Tatsache, dass ich einfach fertig werden wollte. Fazit: Wer sich für (südafrikanische) Geschichte gepaart mit ein wenig übersinnlichem interessiert, der ist hier definitiv sehr gut beraten.

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  • Aus vielen Ereignissen zusammengesetzt, konnte mich jedoch nicht fesseln

    Das Geisterhaus

    Lenneth88

    02. March 2015 um 12:48

    In Allendes „Geisterhaus“ begleiten wir den chilenischen Patriarchen Esteban Trueba auf seinen wechselhaften, durch Politik und familiär geprägten Lebensweg über 4 Generationen. Es ist eine Chronik dominiert von Gewalt, Macht und Ungerechtigkeit, in der aber auch Gefühle wie Heiterkeit, Liebe und Sehnsucht ihren Platz haben. Schreibstil: Ich kann nicht behaupten, dass sich das Buch wirklich flüssig lesen lässt. Es gab Stellen, die ich mehrmals lesen musste, um den Inhalt zu verstehen. Das lag zum einen vielleicht daran, dass manche Handlungen eh schon ziemlich träge zu lesen waren, weil es an Spannung fehlte, zum anderen aber auch, dass das Buch von 1982 ist, und sich somit auch der Sprachstil mittlerweile verändert hat. Denn Szenen, die wirklich lustig oder sehr spannend waren, lasen sich auf einmal sehr gut und leicht. Davon gab es aber leider zu wenige. Charaktere: Fast alle Ereignisse drehen sich nur um Esteban Trueba, er ist klar der Hauptdarsteller in diesem Buch und hält sich auch für den Mittelpunk der Welt. Man lernt ihn kennen, als jungen, verliebten und ehrgeizigen Menschen, der sich in kürzester Zeit in eine nahezu emotionslose Bestie verwandelt und auch so bleibt. Frau Allende meint es oft nicht gut mit ihren männlichen Charakteren. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass alle Frauen lieb und nett sind, und die Männer nur böse und intrigant. Dennoch konnten mich ihre Protagonisten überzeugen, wenn ich auch zu niemanden ein richtiges Verhältnis aufbauen konnte oder wollte, wahrscheinlich weil alle Begebenheiten schon vergangen waren und die Geschichte bereits erzählt war. Meine Meinung: Gern wollte ich mal etwas anderes und anspruchsvolleres lesen als immer nur Unterhaltungsliteratur - gehört doch Isabel Allendes Geschichte „Das Geisterhaus“ fast schon zur Weltliteratur. Ganz unbefangen und ohne viel Vorwissen habe ich mich auf dieses Buch eingelassen. Nun, im Nachhinein betrachtet, muss ich leider sagen, dass mich dieser Klassiker leider nicht so begeistern konnte, wie ich gehofft habe. Anfangs fiel es mir schwer in die Geschichte hineinzukommen. Ich wusste eine Zeit lang nicht, wer die Geschichte erzählt, da es gerade zu Beginn auch zu Perspektiv- und somit auch zu einem Erzählerwechsel kam. Zusätzlich begegnen einem sehr viele verschiedene Personen, die man gedanklich erst einmal behalten und zuordnen muss. Für ein tolles Leseerlebnis erwarte ich einen Spannungsbogen der sich über die Geschichte hin stetig aufbaut - doch dieser war einfach nicht vorhanden. Stattdessen ist das Geisterhaus eine Aneinanderreihung von den interessantesten Ereignissen, die in 100 Jahren im Hause Esteban Truebas stattfanden. Natürlich ist auch schön, Charaktere und deren nachfolgenden Generationen aufwachsen zu sehen. Aber bitte nicht in dieser Spannungsarmut und ohne richtigen Höhepunkt. Die Grundstimmung, die anfangs zwar mit einigen Höhen und Tiefen, aber doch recht heiter begann, wird fortschreitend düsterer und auch politischer. Das letzte Viertel konnte mich dann überhaupt nicht mehr überzeugen. Die Ereignisse zogen sich gefühlt ins Unendliche. Gut und gerne könnte man die Geschichte auf zwei Drittel kürzen, ohne dass mir etwas fehlen würde. Positiv zu bemerken ist, dass die Autorin ihre Charaktere und einige Szenen teilweise sehr überspitzt und somit auch schon wieder amüsant gezeichnet hat. Gerade Clara bringt viel Leben ins Haus. Nach ihrem Tod, fällt das Buch meiner Meinung nach, leider weiter ab. Mein Eindruck ist abschließend also nicht der beste, mir fehlt eine Seele und ein bisschen mehr Elan in diesem Buch. Die Grundidee als solche ist nicht die schlechteste, jedoch war mir persönlich die Umsetzung zu träge! Daher kann ich nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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  • Geschichte einer Familie und eines ganzen Landes

    Das Geisterhaus

    maggiterrine

    12. November 2014 um 18:13

    Wahnsinn! Dieses Buch war wirklich erstaunlich gut! Wenn man sagen sollte, worum es in "Das Geisterhaus" von Isabel Allende geht, würde es einem bestimmt schwer fallen es spannend klingen zu lassen. Es geht schließlich nur um eine Familiengeschichte. Er heiratet sie, sie kriegt ein Kind, neue Familienmitglieder werden geboren, andere sterben. Relativ unspektakulär. Trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen! Frau Allende schafft es mit diversen Tricks immer das Interesse aufrecht zu erhalten und gibt jedem Charakter etwas besonderes mit, was dem Leser hilft ihn zu lieben oder zu hassen. Die Geschichte der Familie Trueba ist dabei immer auch mit der Geschichte Chiles verwoben. Normalerweise würde mich so etwas eher abschrecken, da es mir schon wieder zu politisch wäre aber hier, bei diesem Buch, wirkt das ganze einfach in sich geschlossen und schicksalshaft. Wenn das Buch ein paar Seiten weniger gehabt hätte und damit ein paar Längen vermieden worden wären, hätte es damit noch mehr auftrumpfen können. So bleibt es aber immer noch ein sehr gutes Buch, was mir viel Freude bereitet hat.

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  • Ein Meisterwerk der Literatur

    Das Geisterhaus

    mb1ch2

    10. November 2014 um 17:34

    Isabel Allendes "Geisterhaus" ist ein Buch, das mich zwar nicht von Anfang an gepackt hat, aber es ist ohne Frage eines der besten Bücher die ich je gelesen hatte. Da der Schreibstil der Autorin eher kompliziert ist, und das ihr erstes Buch war, das ich von ihr gelesen hatte, musste ich mich erst mal reinfinden und habe dementsprechend auch sehr lange gebraucht (ca. 2 Monate!) Trotzdem ist es einer meiner Lieblingsbücher. Warum? Weil ich die Geschichte liebe. Weil ich es liebe, wie sie schreibt, auch wenn ich nicht von Anfang an damit klargekommen bin. Weil Isabel Allende, meiner Meinung nach, die einzige (die einzige!) ist, die ein solches Buch, eine solche wunderbare, schöne, traurige, wunderbare, emotionale Geschichte schreiben kann. Ich habe, wenn ich heute über das Buch nachdenke, das Gefühl, alles, was im Buch geschieht, selbst erlebt zu haben. Ganz ganz großes Kompliment an Isabel Allende.

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  • Der Stoff ist eher für einen Film gemacht

    Das Geisterhaus

    dominona

    19. October 2014 um 22:08

    Eine etwas andere Familiengeschichte, voll von Magie, Gewalt und Historie. Teil fantastisch, teils grausam und ohne Frage seltsam. So interessant die Schilderung auch war, habe ich bis zum Schluss nicht verstanden, warum das Ganze als Roman entstehen musste, aber das weiß man bei Kunst häufig nie so genau. Die Schreibweise ist flüssig und die Personen bilden eine gute Grundlage um die Entwicklungen möglichst realitätsnah zu schildern. Dennoch hat es mich nicht gepackt.

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  • Geschichte einer Familie

    Das Geisterhaus

    Stefan83

    Familienepen. Ich gestehe, dass ich diesem Genre, nachdem man mich in der Schulzeit über Monate mit "Buddenbrooks" von Thomas Mann gequält hat, lange Zeit sehr skeptisch gegenüberstand. Auch dem "Geisterhaus" von Isabel Allende haftet, trotz seines unzweifelhaften Rufs als literarischer Klassiker, dieses Klischee des Kitsches an. Etwas dem ich nach der Lektüre dieses großartigen Buches nicht zustimmen kann und will. "Das Geisterhaus", Allendes bekanntestes Werk und Teil einer Trilogie, welche von "Fortunas Tocher" und "Porträt in Sepia" komplettiert wird, erzählt die Geschichte zweier Familien des chilenischen Großbürgertums von den 1930er Jahren bis zum Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Im Mittelpunkt dieser Erzählung steht das Leben vierer ungewöhnlicher Frauen verschiedener Generationen, deren jeweiliges Schicksal stets mit der Karriere des Patriarchen und Großgrundbesitzers Esteban Trueba verwoben ist. Dieser heiratet, nachdem seine Verlobte früh verstorben ist, ihre hellseherisch begabte Schwester Clara. Anhand dieser zwei Personen und ihrer Nachkommen bringt uns Allende die Geschichte ihres Landes näher, wobei die Chronik der Familie zum Teil dem ihrer eigenen Biografie entspricht. Der 1973 erschossene chilenische Präsident Salvador Allende war ihr Onkel. Und wie auch Blanca, die Tochter Claras, so musste auch die Autorin aus dem von General Augusto Pinochet regierten Land fliehen. Diese Bezüge zur eigenen Biografie sind deutlich erkennbar, so dass sich Fiktion mit Realität vielerorts vermischt. "Das Geisterhaus" liest sich, trotz vieler bewegender, trauriger Passagen und dem epischen Aufbau sehr flüssig. Dies liegt unter anderem an dem toll pointierten Humor und Sprachwitz, der selbst bei düsteren Schilderungen zum Schmunzeln verführt und dem Werk mehr als nur einen Hauch von Tragik verleiht. Trueba, der störrische, tyrannische Macho, der sein Leben lang die konservativen Werte sowohl in der Familie als auch in der Politik verteidigt, ist dabei die Reizfigur des Ganzen. Unendlich hassenswert bleibt er doch stets nachvollziehbar und fungiert damit quasi als Fernrohr in die Vergangenheit Chiles. Das Böse wird hier nicht mystifiziert, sondern bekommt ein menschliches Gesicht. Eine Tatsache, die mich besonders im letzten Drittel, als der Militärputsch Pinochets geschildert wird, ergriffen und bewegt hat. Konzentrationslager, Massenerschießungen, Folter. All dies hat es gegeben, weshalb die erzählten Liebesgeschichten der Figuren, so dramatisch ihrer Ausgänge teilweise sind, durchweg glaubhaft herüberkommen. Mehr noch. Sprachlich fantasie- und kraftvoll gelingt es Allende, die dichte Geschichte von Liebe, Blut und Vorherbestimmung fesselnd umzusetzen. Mit diesem Roman hat sie nicht nur die weltweite Aufmerksamkeit auf die chilenische Geschichte gelenkt, sondern auch auf die Werke anderer lateinamerikanischer Autoren aufmerksam gemacht und das Genre des Familienepos mit neuem Anspruch wieder belebt hat. Insgesamt ist "Das Geisterhaus" ein unheimlich lesenswertes, traurig-schönes Buch, das besonders im letzten Drittel den Leser zu packen weiß. Ein literarischer Klassiker, der seine erhaltenen Lorbeeren durch die Bank verdient hat.

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    • 4
  • Familienroman über vier Generationen

    Das Geisterhaus

    Buecherwurm1973

    21. January 2014 um 16:22

    Esteban Trueba möchte Rosa del Valle aus gutem Hause heiraten. Damit er genügend Geld hat, um ihr das gewohnte Leben bieten zu können, kauft er eine Goldmine. Während er hart arbeitet und vom zukünftigen Familienglück träumt, stirbt seine Verlobte. In seiner Trauer erinnert er sich an das alte Familiengut „Drei Marien“. Als er dort ankommt, ist alles verlottert. Trueba macht aus dem Gut einen funktionierenden Musterbetrieb. Es traut ja auch keiner Esteban Trueba querzukommen. Er kann im Jähzorn schon mal brutal zuschlagen. Als seine Schwester und Mutter finden, es sei für ihn höchste Zeit zu heiraten, erinnert er sich an Clara, Rosas kleine Schwester. Die hat ihrer Familie bereits verkündet, dass sie Esteban Trueba heiraten wird. Denn Clara hat übersinnliche Kräfte und ist hellsichtig. Sie wird ihm die Tochter Blanca und die Zwillingen Jaime und Nicolas gebären. Blanca verliebt sich schon früh in den Sohn des Verwalters von "Drei Marien". Als sie schwanger wird, verheiratet sie Trueba kurzerhand mit dem Grafen de Satigny. Er ist seit längerem Gast auf dem Gut. Eigentlich weiss keiner so recht, mit was der eigenartig gekleidet Herr Geld verdient. Die Ehe wird nie vollzogen. Kurz vor der Geburt flüchtet Blanca nach Hause. Sie findet bizzare Fotos, die die wahre Leidenschaft ihres Gatten zeigen. Ich liebe den Schreibstil von Isabelle Allende. Ihre Figuren werden immer sehr lebensnah beschrieben. Allerdings werden die Familienglieder mit jeder Generation weniger genau beschrieben. Umso mehr werden ihre Aktionen während dem Wahlkampf wie auch während dem Militärpunsch aufgezeigt. Wenn Isabelle Allende über die Zeit um den Militärputsch in Chile schreibt, merkt der Leser sehr schnell, dass sie weiss wovon sie schreibt. Vielleicht hat man als Leser, der die Lebensgeschichte der Autorin kennt, nur das Gefühl. Ich habe auch ihre Bücher über ihr Leben gelesen. Auch da hatte ich immer das Gefühl, dass sie die Geschehnisse von damals sehr authentisch auf den Leser übertragen kann. Die Bücher von Isabelle Allende sind nicht jedermanns Sache. Oft werden ihre Bücher als langweilig abgetan. Wie schon gesagt, die Autorin hat ein Hang zu detailreichen Beschreibungen. Familienromane sollen das Leben über Generationen weg erzählen. Das Leben ist genug hart, das braucht es keine künstliche Spannung wie in einem Krimi. Ich habe das Buch beinahe gefressen. Ich hatte nur einen ganz kleinen Einbruch. Die Kindheit der Trueba-Kinder fand ich nicht so spannend. Ekelpaket Esteban Trueba war mir sowieso nie sympathisch. Bei meiner Ausgabe vom Buch ist die Schrift relativ klein. Eher mühsam fand ich die langen Kapiteln und die seitenlangen Absätzen. Man hat kaum eine Chance mitten in einem Kapitel aufzuhören. Das Buch eignet sich für Leser von lebensnahen Familienromane, die vielleicht noch gerne etwas von der Geschichte eines Landes kennenlernen möchten.

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