Isabel Allende Das Siegel der Tage

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Inhaltsangabe zu „Das Siegel der Tage“ von Isabel Allende

Paula, Isabel Allendes Tochter, lebt schon seit Jahren nicht mehr. Doch die Geschichte der Familie ging weiter, und so macht sich die Autorin daran, ihrer Tochter davon zu erzählen. Von ihrer faszinierenden Familie in Kalifornien, einem gastfreundlichen Haus, das voll ist von Menschen und Büchern. Von den Obsessionen, Geheimnissen und einer Familie, die davon beinahe zerrissen wird. Eva Mattes erhebt für Isabel Allende die Stimme und liest die Geschichte über Liebe und Leidenschaft, über Hoffnung und Freundschaft, über Legenden und Magie voll emotionalem Tiefgang und bezauberndem Humor.

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  • Rezension zu "Das Siegel der Tage" von Isabel Allende

    Das Siegel der Tage

    JessSoul

    14. September 2008 um 16:45

    „Danach nahmen wir alle, auch Alejandro mit seinen drei Jahren, eine Handvoll Asche aus der Urne und streuten sie ins Wasser. Einige Flocken trieben kurz zwischen den Rosen, doch die meisten sanken wie weißer Sand auf den Grund. „Was ist das?“, wollte Alejandro wissen. „Deine Tante Paula“, sagte meine Mutter schluchzend. „Sieht gar nicht so aus“, bemerkte er verwirrt. Ich will dir erzählen, was seit 1993 aus uns geworden ist, nachdem du fort warst, und werde mich auf die Familie konzentrieren, weil die dich interessiert.“ Im Dezember 1992, im Alter von nicht einmal 30 Jahren, stirbt Isabel Allendes Tochter Paula an Porphyrie, einer vererbbaren Stoffwechselerkrankung. Sie hinterlässt eine Großfamilie, deren Trauer unaussprechlich ist und sich wie ein schwarzer Faden durch ihr aller Leben zieht. Nach langen Jahren des Kampfes mit der Ungerechtigkeit des Lebens fasst Isabel Allende den Schluss, Paula in einem sehr persönlichen Buch zu erzählen, was seit ihrem Tod alles in der Familie geschah, welche weiteren Schicksalsschläge sie einstecken mussten und wie sie seither mit der Angst leben, einen weiteren geliebten Menschen zu verlieren. Da sie durch eine Art Geist ständig an Paulas Abwesenheit erinnert wird, möchte sie auf diesem Wege vielleicht abschließen oder aber einfach nur ihre Gefühle und Gedanken loswerden. „Das Siegel der Tage“ gewährt einen Einblick in eine scheinbar chaotische und dennoch unheimlich starke Familie, geschrieben mit viel Witz, Wärme und einer Unmenge Lebenserfahrung, die einen fragen lässt, wie man das alles in einem Menschenleben verarbeiten kann. Aber Isabel Allende kann es. Man lacht über all die verrückten Charakterzüge und Schwachsinnigkeiten und weint zugleich, weil man sich betroffen fühlt angesichts all der Stolperfelsen auf dem Weg des Lebens. Und trotzdem vermitteln all diese kleinen Episoden aus dem Leben einer chilenischen, in Kalifornien lebenden Familie unglaublich viel Kraft und Lebensenergie, für die man sie nur bewundern kann. Wer denkt, Familiengeschichten seien langweilig, der wird mit diesem Buch eines Besseren belehrt und obwohl ich Isabel Allende vorher nicht kannte und nicht gelesen habe, fühlte ich mich während dieser 409 Seiten wie ein kleiner und trotzdem wichtiger Teil dieser Familie. Ich habe das Buch auch innerhalb meiner Familie weitergegeben und alle waren reihum begeistert – es ist also ein richtiges Familienbuch durch und durch!

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