Ein unvergänglicher Sommer

von Isabel Allende 
4,4 Sterne bei96 Bewertungen
Ein unvergänglicher Sommer
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Isabel Allende weiß, was Heimatlosigkeit bedeutet und bringt sie mit einem Mix aus Abenteuer, Leidenschaft und Politik auf den Punkt.

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Ein fantastisches Buch , geschichtlicher Hintergrund mit Unterhaltungswert!

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Inhaltsangabe zu "Ein unvergänglicher Sommer"

Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.

»Nicht die Schwerkraft hält unser Universum im Gleichgewicht, sondern die Liebe.« Isabel Allende erzählt uns eine Geschichte, wie nur sie es kann, beseelt, humorvoll und lebensklug. Eine Geschichte von Flucht, Verlust und spätem Neuanfang. Und davon, wie viel wir Menschen erleiden können, ohne unsere Hoffnung zu verlieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518428306
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:350 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:13.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.08.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    gstvor einem Tag
    Kurzmeinung: Isabel Allende weiß, was Heimatlosigkeit bedeutet und bringt sie mit einem Mix aus Abenteuer, Leidenschaft und Politik auf den Punkt.
    Wachsende Liebe im kalten Winter

    „Wer Hilfe braucht, den fragt man nicht, wer er ist und woher er kommt. Im Unglück sind wir alle gleich“ (Seite 86)

    Das Buch beginnt mitten im eiskalten, schneereichen Winter. Frierend sitzt Lucia in ihrer Souterrain-Wohnung in Brooklyn. Eigentlich dachte sie, gut mit Richard, ihrem Vermieter auskommen zu können, doch der zeigt wenig Interesse am gemeinsamen Tun. Bis er auf eisglatter Straße einen Unfall baut und Evelyn, die aus Guatemala stammende Unfallgegnerin, plötzlich mit einer Leiche im Kofferraum vor seiner Tür steht.

    Isabel Allende erzählt in ihrem neuesten Roman die Geschichte dieser drei sehr unterschiedlichen Menschen, die auf einem Roadtrip zusammenwachsen. Sie hat auf gekonnte Art drei bewegte Vergangenheiten mit der aktuellen Flüchtlingssituation in den USA verwoben. Dabei erschüttern die einzelnen Schicksale, die ohne die teilweise humorvolle Verbindung in der Gegenwart kaum auszuhalten wären.

    Obwohl ich vom Schreibstil der Autorin begeistert bin, möchte ich nicht die volle Punktzahl vergeben, da die Gegenwartsgeschichte, in der die drei eine Leiche verschwinden lassen, sehr konstruiert wirkt. 

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    ulistuttgarts avatar
    ulistuttgartvor 2 Tagen
    Typisches Allende-Buch mit schicksalhaftem Hintergrund

    Ein unvergänglicher Sommer von Isabel Allende

    Erschienen 2018 im Suhrkamp Verlag

      

    Inhalt:

    Bei einem Auffahrunfall in Brooklyn macht Richard die Bekanntschaft mit Evelyn, einem guatemaltekischen Kindermädchen, das illegal in den USA lebt. Für Richard ist dieser Vorfall eine Belanglosigkeit. Doch plötzlich steht Evelyn vor Richards Tür und verkündet, dass in ihrem Kofferraum eine Leiche liegt. Der etwas mürrische und zurückgezogen lebende Uni-Professor Richard wendet sich hilfesuchend an seine Untermieterin und Mitarbeiterin Lucia. Diese übernimmt sofort die Initiative und plant die Leiche verschwinden zu lassen.

    Die drei machen sich mit der Leiche auf den Weg in die nördlichen Wälder. Dabei lernen sie sich näher kennen und erzählen über ihr bisheriges schicksalhaftes Leben …

     

    Meinung:

    Wieder einmal hat mich die Autorin Isabel Allende total beeindruckt. Ich liebe ihren Schreibstil und ihr geschichtliches Hintergrundwissen. Sie hat erneut ihre große Erzählkunst bewiesen und uns mit auf die Reise genommen. Eine Reise durch das Leben der Protagonisten.

    Richard hat in Brasilien seine große Liebe kennengelernt und durch einen selbst verschuldeten Schicksalsschlag seine Familie verloren.

    Evelyn, die in Guatemala Opfer eines Bandenkriegs wurde, ihre Brüder verlor und letztlich mithilfe von Schleusern illegal in den USA ein Zuhause fand.

    Und schließlich die resolute und sympathische Chilenin Lucia, die eine gescheiterte Ehe und eine schwere Krankheit überstanden hat und sich mit 60 Jahren immer noch eine herzliche und erotische Beziehung wünscht.

     

    Allende erzählt in wechselnden Perspektiven sehr mitreißend über die Schicksale der drei Charaktere. Über Gewalt + Flucht, Schuld + Sühne und Krankheit + Einsamkeit.

    Das Buch beginnt und endet mit dem Zitat des französischen Schriftstellers Camus: „Mitten im Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher Sommer ist“.

    Dies beschreibt sehr schön die Geschichte und erklärt auch den Titel des Romans.

     

    Fazit:

    Das Buch ist für mich ein typisches Allende-Buch. D.h. sehr anschauliche Protagonisten, sehr gesellschaftskritisch und immer einen Hauch von Mystik.

    Wie in all ihren Büchern, erfährt man viel über das Leben in Lateinamerika, über Diktatur, Verbrechen und Armut.

    Sie verbindet auch in diesem Roman meisterhaft Geschichte, Spannung und Romanze und ist aufgrund Trumps Politik brandaktuell.

     

    Wer wie ich Allende liebt, wird dieses Buch lieben!

     

    „Ein unvergänglicher Sommer“ bekommt von mir 5 Sterne!

    Kommentare: 4
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    Klitzekleines avatar
    Klitzekleinevor 3 Tagen
    Leises Buch mit tollen Charakteren

    "Ein unvergänglicher Sommer"

    Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird.

    Meine Meinung

    Das Setting, in das Isabel Allende einen wirft ist so detailliert und real gestaltet, dass ich wirklich in meinem Bett lag und fast gefroren habe (trotz 25 Grad), weil in der Geschichte der Schneesturm durch Brooklyn zog. Allende versteht es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und einen alles wie am eigenen Körper miterleben zu lassen.

    Die Geschichte ist keine, die einen vor Spannung zittern lässt, aber der Roadtrip der drei, sowie die Geschichten von jeder Person aus der Vergangenheit ziehen einen dennoch in ihren Bann.

    Das Buch erzählt von Flucht aus der Heimat, vom Ankommen und den Problemen in einem fremden Land und auch von der Härte und Ungerechtigkeit des Lebens. Aber auch davon, dass Liebe und Freundschaft es trotz aller Widrigkeiten mehr als lebenswert machen.

    Ein Buch, das durchaus zum Nachdenken anregt, einen schmunzeln lässt und das Herz erwärmt.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein fantastisches Buch , geschichtlicher Hintergrund mit Unterhaltungswert!
    Aufregendes Lateinamerika ,,,


    Isabel Allende wird am 2. August 1942 in der peruanischen Hauptstadt Lima als Kind chilenischer Diplomaten geboren. Nach der Scheidung ihrer Eltern lebt sie zunächst bei Ihren Großeltern in Chile. Das große, verwinkelte Haus, in dem sie aufwächst, wird später als Vorbild für ihren Jahrhundertroman Das Geisterhaus dienen. Bereits als Jugendliche bereist sie die Welt; sie wächst mehrsprachig auf und geht in La Paz, Beirut und Santiago de Chile zur Schule. Mit achtzehn kommt sie durch Zufall an ihren ersten Job als Journalistin. Kurz darauf moderiert sie bereits eine chilenische Fernsehsendung.
    1962 heiratet sie den Bauingenieur Michael Frías, Trauzeuge ist ihr Onkel, der spätere Präsident Salvador Allende. Im Jahr darauf wird ihre Tochter Paula geboren, 1966 kommt ihr Sohn Nicolás zur Welt.
    Als Journalistin setzt sich Allende leidenschaftlich für die Gleichstellung der Frau ein. Zusammen mit anderen Frauenrechtlerinnen gründet sie 1967 Paula, die erste feministische Zeitschrift in Chile. Außerdem schreibt sie Drehbücher für eine Comedy-Sendung, moderiert ihre eigene Talkshow, schreibt Theaterstücke und Musicals – in Chile kennt sie mittlerweile jeder.
    Sie ist tief erschüttert, als Salvador Allende am 11. September 1973 von Augusto Pinochet gestürzt wird und kurz darauf stirbt. Dennoch bleibt sie zunächst in Chile und hilft politisch Verfolgten unterzutauchen, bis die Repressionen gegen Andersdenkende sie schließlich ins Exil zwingen. 1975 geht sie mit ihrer Familie nach Caracas, Venezuela. Hier muss sie beruflich wieder von vorne anfangen. Sie arbeitet für wenig Geld als einfache Journalistin.
    1981 erfährt sie, dass ihr Großvater im Sterben liegt. Sie kann ihn in Chile nicht besuchen und beschließt, ihm einen langen Brief zu schreiben. An ihrem Küchentisch schreibt sie oft bis tief in die Nacht die Erinnerungen ihrer Familie auf, die untrennbar mit der Geschichte ihres Heimatlandes verwoben sind. Schließlich wird daraus das fünfhundert Seiten lange Manuskript ihres ersten Romans.
    Ein Jahr später erscheint Das Geisterhaus und wird zu einem Weltbestseller. Nach dem märchenhaften Erfolg des Romans, der 1993 vom dänischen Regisseur Bille August verfilmt wurde, geht sie ausschließlich ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: schreiben, verschiedene Leben erzählen, Geschichten erfinden, versuchen, die Welt ein wenig besser zu verstehen, sowie sich selbst und anderen Kraft zu schenken durch die Schicksale ihrer Figuren. Inzwischen ist das Schreiben mehr als nur eine Leidenschaft für die Autorin: »Es erlaubt mir, das Leben zu ordnen, Ereignisse zu verstehen und untereinander in Verbindung zu bringen, Erinnerungen zu bewahren. Es ist ein Weg, der direkt zur Seele führt.«
    Sogar als sie der schlimmste Schicksalsschlag ihres Lebens trifft, der Tod ihrer eigenen Tochter, schreibt sie weiter: Es entsteht Paula (1995), ein äußerst persönliches Bekenntnis, das ihr dabei hilft, ihre tiefe Trauer zu überwinden.
    Romane wie Fortunas Tochter (1999), Porträt in Sepia (2001) oder Inés meines Herzens (2007) sind weitere Stationen ihrer literarischen Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahre erweitert sie ihr schriftstellerisches Repertoire um viele Facetten. Sie schreibt unter anderem Aphrodite (1999), ein Kochbuch voller sinnlicher Anekdoten, Legenden und aphrodisierender Rezepte, Die Abenteuer von Aguila und Jaguar (2009), eine Trilogie von Abenteuergeschichten für Kinder und Jugendliche, sowie den Erzählungsband Ein diskretes Wunder (2010). Mit dem Historienroman Die Insel unter dem Meer(2011) und Mayas Tagebuch (2012) – bewegend, spannend und mit warmherzigem Humor geschrieben – setzt Isabel Allende ihre unaufhörliche Erfolgsgeschichte fort. 2014 erscheint Amandas Suche, ein Roman über das kostbare Band zwischen Müttern und Töchtern und die lebensrettende Kraft der Familie.
    Heute lebt Isabel Allende mit ihrer Familie in Kalifornien. Sie ist mittlerweile eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Welt. Ihre Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt und haben sich millionenfach verkauft. Immer wieder fasziniert die chilenische Bestsellerautorin ihre Leserinnen und Leser und führt sie an die atemberaubendsten Plätze der Erde, weckt die Neugier für andere, fremde Welten und spricht Themen an, die ihr und vielen anderen am Herzen liegen. Unermüdlich widmet sie ihr Leben ihrer größten Leidenschaft: dem Erzählen.


    Rezension

    INHALT/KLAPPENTEXT:

    Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich Hilfe suchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin, die ebenfalls an der Uni tätig ist. Lucía drängt zu einer beherzten Aktion: Die Leiche muss verschwinden. Hals über Kopf machen sie sich auf den Weg in die nördlichen Wälder, auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird. Und am Rande dieses Abenteuers entsteht etwas zwischen Richard und Lucía, von dem sie beide längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.

    MEINE MEINUNG:

    Die wunderbare Erzählkunst der beliebten und bekannten Schriftstellerin ISABEL ALLENDE  hat mir meine Spätsommerlesestunden im Garten total versüsst und ich kann eine absolute Leseempfehlung für dieses leichte, unterhaltsame Buch, welches vor sehr ernsten und dramatischen Hintergründen spielt, aussprechen und empfehlen.
     Zuerst die ernsten Tatsachen und Hintergründe, vor denen diese Geschichte erzählt wird. Es gibt elf Millionen Einwanderer aus Lateinamerika in den USA, die ohne Rechte und gültige Papiere im Land leben. Immer müssen sie befürchten plötzlich und unerwartet von einer Ausweisung bedroht zu werden, obwohl sie oft schon Jahrzehnte im Land geduldet wurden. Familien werden getrennt, Menschen ausgebeutet und von verantwortungslosen Schleppern in Lebensgefahr gebracht. Diese Probleme häufen sich zur Zeit weltweit an, die flüchtenden Migrationswellen von Menschen aus dem Kriegsland Syrien und dem riesigen Kontinent Afrika sind uns allen nur zu gut bekannt. Die Autorin beschreibt einfühlsam und genauestens neben der einnehmenden, humorvollen Rahmenhandlung des Buches, auch die vielen politischenTragödien des Südamerikanischen Kontinents mit seinen Kriegen, Militärputschen und Diktaturen. Sie verbindet die Lebensschicksale - und Geschichten der drei Hauptprotagonisten Richard aus New York , Lucía aus Chile und Evelyn aus Guatemala, perfekt mit ihren Herkunftsländern. Die Autorin führt den Leser spielend in die letzten dreissig Jahre südamerikanischer Geschichte ein. Gerade auch für junge Menschen, die keine Zeitzeugen waren, ist das eine wertvolle Bereicherung ihres Allgemeinwissen. Einige mystische Erzählungen, Bräuche und erschreckende Realitäten der einheimischen Bevölkerung aus Guatemala, Brasilien und Chile  hat die Autorin geschickt in diese Lebenswege eingebaut und den Leser in ein buntes und rätselhaftes, für uns oft fremdes Umfeld, mitgenommen. Mit Sicherheit hat Isabel Allende auch autobiografische Erfahrungen und Erinnerungen in den Roman eingebracht. 

    All das hat Isabel Allende nebenher ruhig, eindrucksvoll mit besten Hintergrundwissen zu einem sehr bildhaften, warmherzigen und humorvollen Unterhaltungsroman verschmelzen lassen.  
    Brooklyn im Winter bei Eis und Schnee, ein einsamer Professor, der mit vier Katzen in einem baufälligen, eiskalten Haus lebt, seine lebenslustige und fröhliche Untermieterin Lucía aus Chile und das guatemaltekische Kindermädchen Evelyn sorgen für Humor, Herzensgüte, gegenseitiges offenes Kennenlernen und letztendlich wird auch eine zarte, hoffnungsvolle Liebesgeschichte erzählt. Diese gemeinsame  Suche der drei unterschiedlichen Personen um ein Verstecken und Aufdecken einer merkwürdigen und gefährlichen Situation, um die Beseitigung einer Leiche, lässt keinerlei Spannungslücken vermissen.
    Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für dieses grossartige Buch.

    Herzlichen Dank an die Autorin und den Suhrkamp Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

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    S
    Streiflichtvor 5 Tagen
    Hat mich nicht so erreicht

    Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, weil ich lange nichts mehr von dieser bekannten Autorin gelesen hatte. Isabell Allende schreibt sehr poetisch und in einer schönen, beschreibenden Sprache. Das wirkt sehr frisch und authentisch und es hat mir gut gefallen. Aber leider war die Geschichte nicht unbedingt etwas für mich – irgendwie hatte ich keine Geduld dafür, aber das mag auch an mir liegen.

    Die Figuren fand ich ganz interessant, auch weil sie in ihrer Art und Lebensgeschichte sehr umfangreich beschrieben werden. Dennoch konnte mich die Geschichte leider nicht einfangen. Vielleicht versuche ich es irgendwann nochmal, wenn ich mehr Muße habe und hoffe, dass mich die Geschichte dann erreicht. Schade, dass mich dieses Buch nicht so fesseln konnte.


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    Charleavor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Ein klasse Buch, das meinen Bücherschrank nicht mehr verlassen wird!
    Ein klasse Buch, das meinen Bücherschrank nicht mehr verlassen wird!

    "... in der Ferne wird man nicht für einsam gehalten, sondern für abenteuerlustig..."


    Cover / Artwork / Aufbau des Romans

    Das Cover hat mich leicht an das Buch "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante erinnert - auch wenn dieses in blauen und nicht rosa Tönen gehalten ist. Doch auch wenn mir das Cover sehr gut gefällt, hat mich hier der Name der Autorin Isabel Allende und auch der Klappentext angeregt, das Buch zu lesen - und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte wird aus drei Sichtweisen erzählt, wobei vor allem Lucia die Protagonistin ist, doch dazu mehr in meinem Abriss des Inhalts.

    Inhalt
    Lucia ist eine Chilenin Anfang 60 als sie als Dozentin in New York arbeitet. Sie wohnt bei einem mürrischen Mann, Richard, der auch ihr Kollege ist. Irgend etwas reizt sie an ihm, doch da von ihm nicht mehr als kaltes Desinteresse kommt, verwirft sie den Gedanken, noch einmal einen Versucht mit der Liebe zu wagen. Eines Tages im kalten Januar tritt Evelyn, eine junge Guatemaltekin, in ihr beider Leben und wirbelt es gehörig durcheinander. Eine Flucht, eine Rettung, Gefahr, Liebe, Tod - alles wirkt geballt auf einander und wirkt erzählt vor dem Hintergrund dreier tragischer Geschichten, bei denen man gar nicht weiß, ob man weinen oder lachen soll.

    Fazit
    Es ist einfach, meinen Eindruck dieses Buches zusammenzufassen: Ich liebe es. Es gab Szenen, in denen ich herzlich lachen musste und ein Kapitel später mit den Tränen kämpfen musste - so unverblümt schafft es die Autorin, Leid und Glück, Freude und Trauer in einen logischen Kontext zu verpacken, ohne dabei zu übertreiben oder zu langweilen. Die Geschichte dahinter ist darüberhinaus auch noch interessant, wenn man neben den Zeilen liest sogar in historischer Hinsicht. 

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    Guerkkchenvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Wunderbar geschrieben – humorig, gefühlvoll, erschreckend. Die drei Protagonisten wachsen einem unweigerlich ans Herz.
    Sehr zu empfehlen!

    Richard, Evelyn und Lucía treffen unter widrigsten Umständen aufeinander. Eine Leiche liegt in Evelyns Kofferraum, ein Schneesturm wütet über der Stadt. Was nun? 


    Herrlich witzig, gleichzeitig ernsthaft, gefühlvoll und liebenswert geschrieben, lernt der Leser die drei Protagonisten kennen. So kann man sagen, dass sich die Geschichte in zwei Erzählstränge teilt: die Gegenwart, in der die drei versuchen, die Leiche verschwinden zu lassen, und die Vergangenheit, die die Geschichte jedes einzelnen erzählt. Zerbrochene Liebe, starke Familien, Heimat, Verfolgung, Angst, Hoffnung. Die Geschichten aus der Vergangenheit standen dabei für mich im Vordergrund. Faszinierende Geschichten, die berühren, erschrecken, Mut machen.

    Mein Fazit: Absolut zu empfehlen! 

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    AnTheiavor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Allende beweist wieder mal ihr wunderbares Erzähltalent. Mitreißender und bewegender kann man nicht erzählen.
    Es ist nie zu spät für einen Neuanfang

    "Mitten im Winter entdeckte ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher Sommer ist." - Besser kann man den Inhalt dieses neuen bewegenden Romans von Isabel Allende nicht zusammenfassen. Mitten im tiefsten Schneesturm in Brooklyn gerät Richard, der etwas eigenbrötlerisch mit seinen drei Katzen lebende Uni-Professor, in einen Auffahrunfall. Alles ein harmloser Unfall? Wohl kaum, denn plötzlich steht das junge guatemaltekische Kindermädchen Evelyn vor seiner Haustür und kann nicht zurück, denn das Auto ist von ihrem Dienstherrn gestohlen, sie lebt ohne Papiere in den USA und im Kofferraum des Autos befindet sich - zum Unglück aller Beteiligten - auch noch die Leiche einer jungen Frau. Schnell wird klar, die Leiche muss weg. Zusammen mit seiner chilenischen Untermieterin, der lebenslustigen Lucia schmiedet er einen Plan, die Leiche zu entsorgen. Auf dem Weg zu einer abgelegenen Hütte nördlich von New York kommt sich die Schicksalsgemeinschaft näher. Ein Kaleidoskop von Schicksalen, mittel- und südamerikanischer Geschichte entfaltet sich...

    Wahnsinn! Das Buch von Isabel Allende hat mich sehr bewegt. Und die Autorin beweist hier wiedermal ihre große Erzählkunst. Es ist nicht unbedingt die Geschichte der Leiche, an deren Beseitigung alle drei eher unfreiwillig beteiligt sind. Es sind die Geschichten der drei Hauptcharaktere, die den Leser tief in die Vergangenheit des süd- und mittelamerikanischen Kontinent hineinziehen und diesen mitreißen. Da ist Richard, der einst in Brasilien liebte und lebte und durch einen selbst verschuldeten Schicksalsschlag seine Familie verlor. Da ist Lucia, die in Chile während der Diktatur aufwuchs und nie erfuhr, warum ihr Bruder Enrique spurlos verschwand. Und schließlich Evelyn, die in den grausamen Bandenkriegen ihre Brüder verlor und auf abenteuerlichen Wegen und mit Hilfe von Schleusern die Flucht in die USA antrat. Das sind die eigentlichen ergreifenden Zeugnisse, die mich als Leser zutiefst bewegt und auch beeindruckt haben. Besonders hat mich Lucia emotional berührt. Sie ist eine unglaublich starke Frau, die trotz ihrer schweren Jugend nie die Hoffnung aufgab und auch eine schwere Krankheit und eine zerbrochene Ehe "überlebte". Sie ist eine starke Kämpferin und wenn man so will der zentrale Ankerpunkt der Geschichte. Allende versteht es geradezu mühelos und leicht zu schreiben und mit den oft sehr furchtbaren Schicksalen behutsam umzugehen. In den wechselnden Perspektiven erhält der Leser immer wieder ein Puzzleteil aus der Vergangenheit der drei Protagonisten und kann sich so über deren jetzigen Charakter, der durch diese Vergangenheit geformt wurde, ein sehr gutes Bild machen. Ich habes diese Buch sehr schnell gelesen. Das Cover ist zudem sehr melancholisch, wenn auch leicht pathetisch wirkend gestaltet. Dennoch gibt es einen sehr guten Eindruck wieder von dem, was der Kern der Geschichte ist: Man ist nie zu jung für einen Neuanfang. Mein Fazit: Unbedingt lesen und mitfühlen.

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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 9 Tagen
    Ein unvergänglicher Sommer

    Nachdem ihr Richard ins Heck gefahren ist, steht Evelyn abends bei ihm vor der Tür. Sie getraut sich nicht mehr nach Hause. Sie hat das Auto ihrer Arbeitgeber ohne Erlaubnis geborgt. Doch als sie die Leiche im Kofferraum entdeckt, kriegt sie Panik und wendet sich an Richard. Dieser wiederum ist überfordert und wendet sich an seine Untermieterin Lucìa. Im eingeschneiten Haus schmieden die Drei Pläne, wie sie die Leiche und den Wagen loswerden ohne die Polizei einzuschalten, denn Evelyn ist illegal im Land. Nicht nur die Leiche verbindet dieses Trio, sondern alle haben auch eine traumatische Vergangenheit in Südamerika.

    Zu den Ereignissen in der Gegenwart, schiebt Isabel Allende Rückblenden ein, in denen sie über den Lebenslauf von Lucìa, Evelyn und Richard berichtet. Der Leser erhält einen Einblick von den Schicksalen von vielen südamerikanischen Migranten in den USA. In Zeiten von Donald Trump ist das Thema in Amerika aktueller denn je. Wer Isabel Allendes Lebensgeschichte kennt, wird erkennen, dass ganz viel Allende in Lucìas Figur steckt. 


    Es ist ein typisches Isabel Allende Buch. Es ist humorvoll und süffig geschrieben mit der bei ihr obligatorischen Prise Kitsch. Diesmal hat sie den Bogen überspannt. Die drei Schicksale und die kriminalistische Geschichte in der Gegenwart verbinden sich nicht zu einer runden Geschichte. Für mein Empfinden nehmen die Schicksalsgeschichten zu viel Platz ein. Sie sind wichtig, um die Handlungen und Figuren in der Gegenwart zu verstehen, aber sie sind zu ausufernd erzählt. Die Gegenwart bekommt erst am Schluss den Platz, die eine Geschichte braucht, um sich zu entfalten.

    Der Titel ist etwas unglücklich gewählt. Er stammt aus einem Zitat von Albert Camus. Er beschreibt nicht die Jahreszeit, sondern der Gemütszustand oder den Charakter einer Person. In diesem Fall würde es nur auf Lucìa zutreffen. Wenn man es darauf beziehen würde, dass man das Leben trotz Schicksalsschläge nicht aufgibt, sondern immer weiterkämpft, würde der Titel besser passen. Das ist so eine Sache mit Zitaten. 

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    Bokmalvor 9 Tagen
    Abenteuerliches Trio

    Die Wege des Schicksals sind oft verschlungene Pfade und so finden die Protagonisten Lucía, Evelyn und Richard auf ungewöhnliche Weise zusammen und erleben ein gemeinsames Abenteuer. 

    Als in Brooklyn ein Schneesturm tobt, kommt es zu einem Auffahrunfall zwischen dem Universitätsprofessor Richard und der Guatemaltekin Evelyn. Das wäre kein großes Drama, stünde die junge Frau nicht am Abend vor Richards Tür - mit einer Leiche im Kofferraum und keiner Ahnung wohin sie soll. Papiere hat sie nicht, da sie vor vielen Jahren auf illegalen Wegen ins Land eingereist ist. 

    Richard ist mit der Situation heillos überfordert und wendet sich an seine chilenische Untermieterin Lucía, die einen kühlen Kopf bewahrt und sich der Situation stellt. Bereits hier zeigt sich, welch starken Charakter die Frau besitzt. Nichts scheint sie aus der Ruhe zu bringen, souverän stellt sie sich dem, was auf sie zukommt. Sicher ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass sie in ihrem Leben schon so einiges durchlitten hat. Vieles hat sie stark gemacht. 

    Von nun an beginnt für die drei völlig unterschiedlichen Menschen eine Art Roadtrip mit dem Ziel, die Leiche im Kofferraum irgendwie unbemerkt loszuwerden. 

    Auf dieser Reise lernen die drei sich untereinander und auch wohl selbst besser kennen. Denn im Vordergrund stehen eher die Lebensgeschichten der drei, die eng verwoben sind mit der Geschichte Chiles und Guatemalas, woher die beiden Frauen kommen. 

    Allende gelingt es wieder einmal, diese lateinamerikanischen Länder beim Lesen vor den Augen des Lesers aufsteigen zu lassen. Man meint die typischen Gerüche und Farben wahrnehmen zu können, die man aus diesen Ländern kennt. 
    Der Leser versteht auch die Hintergründe von Richards Charakterzügen – neurotisch, etwas schwierig, eigenbrötlerisch. In seinem „ersten Leben“ in Brasilien hat er schwere Schuld auf sich geladen. 

    Besonders gut gelungen finde ich das Nachzeichnen der Charaktere. Am Ende hatte ich das Gefühl, die drei ziemlich gut zu kennen, weil ich ihre Lebensgeschichte kannte und besser verstand, warum sie sind, wie sie sind. Das hat mich sehr beeindruckt. Die Vordergrundhandlung tritt im Nachhinein gesehen eigentlich in den Hintergrund und das Kernstück sind drei ganz besondere Menschen. 

    Ein gelungener Roman, den man auf jeden Fall weiterempfehlen kann! 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Suhrkamp Verlags avatar

    »Nicht die Schwerkraft hält unser Universum im Gleichgewicht, sondern die Liebe.«


    Als sich die Wege von Richard, Lucía und Evelyn während eines Schneesturms in Brooklyn kreuzen, unternehmen die drei eine Reise, die sie in ihre Vergangenheit und in eine bessere Zukunft führt. In ihrem neuen Roman Ein unvergänglicher Sommer erzählt uns Isabel Allende humorvoll und lebensklug von Flucht, Verlust und einer späten Liebe, von der Richard und Lucía längst nicht mehr zu träumen gewagt hatten.

    »Von starken Frauen erzählt so mitreißend nur Isabel Allende!« Cosmopolitan

    Worum geht’s genau?

    Als Richard, ein eigenbrötlerischer Professor, in Brooklyn mit dem Auto einer jungen Frau zusammenstößt, sieht es zunächst nach einem harmlosen Auffahrunfall aus. Doch als Evelyn plötzlich aufgelöst vor seiner Türe steht, zeigt sich das große Dilemma der Situation: Im Kofferraum des Familienautos liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land. Richard wendet sich hilfesuchend an Lucía, seine draufgängerische chilenische Untermieterin. Gemeinsam beschließen sie, die Leiche loszuwerden und machen sie sich auf eine Reise, die die drei zutiefst verändern wird ...

    Hier spricht Isabel Allende über die Entstehung ihres neuen Romans Ein unvergänglicher Sommer:

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    Das klingt schon mal gut? Dann schau doch mal in unsere Leseprobe »

    Wollt Ihr erfahren, wie das Abenteuer des ungleichen Trios ausgeht? Dann bewerbt Euch einfach bis zum 13. August über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantwortet uns dazu folgende Frage:

    Wo würdet Ihr eine Leiche verschwinden lassen?


    Über die Autorin:
    Isabel Allende wurde 1942 in Chile geboren. 1975, zwei Jahre nach Pinochets Militärputsch, ging sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern ins Exil nach Venezuela. Die Erinnerungen ihrer Familie, die untrennbar mit der Geschichte ihres Landes verwoben sind, verarbeitete sie in dem Weltbestseller Das Geisterhaus. Isabel Allende zählt zu den meistgelesenen Autorinnen weltweit. Ihr gesamtes Werk wurde in über 27 verschiedenen Sprachen übersetzt und erscheint auf Deutsch im Suhrkamp Verlag.

    * Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
    Zur Leserunde

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

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    Adina13vor 3 Monaten
    Weil Isabel Allendes Bücher mich immer begeistern!
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