Mayas Tagebuch

von Isabel Allende 
4,0 Sterne bei124 Bewertungen
Mayas Tagebuch
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ClaraOswalds avatar

Schlussendlich konnte mich diese Geschichte doch überzeugen, liebevoll und grausam.

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Sehr schöne Familiengeschichte, berührende Großvater-Enkelin-Geschichte

Alle 124 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mayas Tagebuch"

Die neunzehnjährige Maya ist auf der Flucht. Vor ihrem trostlosen Leben in Las Vegas, der Prostitution, den Drogen, der Polizei, einer brutalen Verbrecherbande. Mit Hilfe ihrer geliebten Großmutter gelangt sie auf eine abgelegene Insel im Süden Chiles. An diesem einfachen Ort mit seinen bodenständigen Bewohnern nimmt sie Quartier bei Manuel, einem kauzigen alten Anthropologen und Freund der Familie. Nach und nach kommt sie Manuel und den verstörenden Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur, die mit der jüngeren Geschichte des Landes eng verbunden sind. Dabei begibt Maya sich auf ihr bislang größtes Abenteuer: die Entdeckung ihrer eigenen Seele. Doch als plötzlich Gestalten aus ihrem früheren Leben auftauchen, gerät alles ins Wanken.Mayas Tagebuch erzählt von einer gezeichneten jungen Frau, die die unermesslichen Schönheiten des Lebens neu entdeckt und wieder zu verlieren droht. Ein unverwechselbarer Allende-Roman: bewegend, spannend und mit warmherzigem Humor geschrieben.suhrkamp.pocket: Große Bestseller im kleinen Geschenkbuchformat

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518467039
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:600 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:11.04.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.08.2012 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr schöne Familiengeschichte, berührende Großvater-Enkelin-Geschichte
    Sehr schöne Familiengeschichte, berührende Großvater-Enkelin-Geschichte

    Das Buch hatte mich nach den ersten paar Kapiteln schon in der Hand.

    Im Buch berührte mich am meisten die wundervolle Beziehung zwischen Maya und ihrem Großvater, genannt Pops. Diese Beziehung ist so eindrücklich, so wunderbar schön in Worte gefasst, das mir selbst die Worte fehlten. Wo Worte fehlten, kamen mir dann meist die Tränen, vor Rührung, vor Trauer, vor was weiß ich was. DAS hatte ich nicht erwartet.

    Und wie dann alles „den Bach runter geht“, und wie Maya am Anfang und am Ende (genialer Erzählstrang) in „Chiloe“ (Insel vor Chile) Zuflucht sucht. Wie sie sich selbst wieder findet, nach all dem Leiden.

    Ein schönes Buch.

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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine toll geschriebene Geschichte, spannend und gleichzeitig auch gefühlvoll.
    Ein etwas anderer Allende?

    Zugegeben, bisher kannte ich von der Schriftstellerin nur Das Geisterhaus. Ein Familienepos der Extraklasse. In Mayas Tagebuch geht es auch um Familie und Geheimnisse, aber der Fokus ist doch ein anderer. Es geht um Schicksal und Vergangenheit und Fehler, die Menschen begehen. Anders als in anderen Romanen verzichtet Allende auf magischen Realismus und schildert stattdessen das Leben im Drogenmilieu. 


    Maya ist auf der Flucht vor einer Verbrecherdealerbande, die 19jährige ist ziemlich abgestürzt. Nach dem Tod ihres Großvaters, "Pop", wie sie ihn liebevoll nennt, der Mayas Ein und Alles war, gelingt es dem Mädchen nicht mehr richtig Fuß zu fassen und sie stürzt immer tiefer in eine Krise. Drogen sind ihr einziger Ausweg. Ihre Großmutter versucht Maya zu helfen und verfrachtet sie an einen Ort, der sie vor dem Chaos Zuhause schützen soll. Im Süden Chiles wartet ein alter Freund ihrer Großmutter. Manuel nimmt sie bei sich auf, aber er bleibt wortkarg und will wenig von ihr wissen.


    Während sich Maya mit ihrer neuen Situation abfindet, erzählt sie in Rückblicken wie ihre Kindheit verlaufen ist und welche besondere Beziehung sie zu ihren Großeltern hatte. Diese Szenen haben mir am besten gefallen, weil sie wunderbar geschrieben sind. Allende gelingt es mit wenigen Sätzen komplexe Charaktere zu zaubern, die man als Leser*in sofort ins Herz schließt. Zumindest ging es mir so. So erfährt man auch, warum Maya sich eigentlich bei Manuel aufhalten muss und warum die Drogendealer hinter ihr her sind.


    "Mein Pop hat das Leben einmal mit einem Wandteppich verglichen, an dem man Tag für Tag weiterknüpft mit Fäden in vielen Farben, manche davon grob und dunkel, andere zart und strahlend, jeder Faden ist zu gebrauchen. Die Dummheiten, die ich begangen habe, sind schon in dem Teppich verewigt, man kriegt sie dort nicht mehr weg, sie werden mich aber auch nicht bis ans Ende meiner Tage belasten. Man muss nach vorne schauen." (150)


    Zwischendurch habe ich mich gewundert. Wie viel dieses Mädchen wegstecken kann, egal, was ihr passiert, sie lebt weiter und sie macht weiter und sie gibt - trotz allem - nicht auf. Das hat mich zumindest gewundert. Ihr passen schreckliche Dinge, aber sie macht weiter. Sobald Manuel auftaucht, wird diese  Schilderung etwas klarer. Manuel war ein politischer Gefangener. Als junger Mann wurde er entführt und gefoltert. Er hat nie über die Ereignisse im Gefängnis gesprochen, er hat einfach weiter gemacht. Wie viele Menschen in Chile und so, wie Maya es in ihrem jungen Leben versucht. Obwohl sich beide anfänglich nicht verstehen und wenig miteinander sprechen, sind sie sich doch sehr ähnlich. Beide glauben an dasselbe Mott: weitermachen, nicht nachdenken.


    Erst nach und nach begreift Maya, welche Verbrechen in der jüngsten Vergangenheit von Chile geschehen sind. Maya hatte nie eine Verbindung zu Chile. Sie ist in den USA aufgewachsen und kennt nur die Erzählungen ihrer Großmutter, die nie über Chile gesprochen hat. Obwohl Maya jedes Detail des Kennenlernens der Großeltern kennt, weiß sie nichts über das Leben der Großmutter vor den USA. Maya beginnt nachzuforschen und langsam versteht sie, was Manuel passiert ist. Aber auch ihre eigene Vergangenheit lässt sich nicht einfach abstreifen, die Drogenbosse sind immer noch hinter ihr her...


    Gerade die  Hintergründe von Manuels Eigenarten und seine Geschichte, die eng mit der politischen Entwicklungen Chiles verknüpft sind,  haben das Buch für mich sehr lesenswert gemacht. Es ist mehr als ein Wohlfühlbuch, denn es werden auch traurige und schlimme Themen angesprochen, die nicht verharmlost werden. Das macht die Geschichte nicht nur unterhaltsam und spannend, sondern auch auf eine Weise ernst und tiefgründig, die ich nicht erwartet hatte.

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    Ginkgos avatar
    Ginkgovor 3 Jahren
    Gewalt und Liebe

    Mayas Eltern kümmern sich nicht sehr um sie und so wächst sie im liebevoll-chaotischen Haushalt ihrer Großeltern auf. Alles ist gut bis zu dem Tag als ein Ereignis ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Am Ende einer Serie dramatischer Ereignisse schafft ihre Großmutter sie kurzerhand auf eine abgelegene Insel in Chile, damit sie sich erholen und ihr Leben neu ordnen kann.

    Das Buch spielt teilweise in Chile, teilweise in den USA, denn Maya schreibt während ihrer Zeit in Chile dieses Tagebuch über die aktuellen Ereignisse und ihre Vergangenheit.

    Es ist ein actionreiches, spannendes, ausgezeichnet geschriebenes Buch über Verzweiflung, Gewalt und Liebe, das mich gar nicht ans Geisterhaus oder andere, weniger bekannte Bücher von Isabel Allende erinnert hat, obwohl es mit ihnen die starken Frauenfiguren gemeinsam hat. Es hat was von einem Thriller auf literisch hohem Niveau, mit wenig südamerikanischem, magischem Realismus. Wer sehr spannende Büchern mag, sollte es unbedingt lesen!

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    Kaaathis avatar
    Kaaathivor 3 Jahren
    Leider nicht überzeugend...

    Die Geschichte klingt sehr spannend und allein der Klappentext hat mich gereizt das Buch zu lesen. Diese Spannung kommt meiner Meinung nach aber überhaupt nicht zustande, da Belanglosigkeiten langatmig erzählt werden und fast schon wie bei Tolkien seitenlange Beschreibungen eines Gegenstands oder der Natur vorkommen. Für mich kam der Stein irgendwie nicht ins Rollen und ich hab das Buch öfters weggelegt und mich fast schon zwingen müssen weiterzulesen. Außerdem fand ich irgendwie keinen Zugang zu Maya – ich wusste nicht, ob ich sie mögen soll oder nicht. Dabei ist mir das bei einem Buch besonders wichtig. Die Protagonisten müssen irgendein Gefühl in mir auslösen, das ist bei Mayas Tagebuch leider überhaupt nicht passiert. 

    Ein Herz gibt es für die Geschichte, die, wenn man sie sich im nachhinein durchliest, doch recht spannend und schön konstruiert wirkt. Das zweite Herz gibt es für die Wortwahl, da Allende hier immer den Nagel auf den Kopf trifft, allerdings wäre schärfere Beschreibungen manchmal zielführender gewesen.

    http://www.pippistattannika.de/lesefieber-isabel-allende-mayas-tagebuch/#more-3389

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: interessante Geschichte eines Teenagers, der einerseits behütet, andererseits aber verlassen wurde.
    Erwachsenwerden ist schwer


    Maya, eine Mischung aus Chile und Dänemark, wird von ihrer Mutter, der "Prinzessin aus Lappland" dem Vater überlassen. Der wiederum, als Pilot ständig in der Welt unterwegs, überträgt die Verantwortung den Großeltern. So wächst Maya bei ihrer chilenischen Großmutter und ihrem geliebten Pop, einem farbigen Astronom in Kalifornien auf. Der Tod ihres geliebten Großvaters wirft sie aus der Bahn. Ihre Großmutter, selbst tief getroffen vom Verlust ihres geliebten Mannes, sieht die Verzweiflung des Mädchens nicht. Maya schließt sich den "Vampiren" an und fängt mit Drogen an. Nach einem durch Drogen verursachten Unfall, wird sie weit entfernt für ein Jahr in eine Erziehungsanstalt eingewiesen. Kurz vor Ende des Jahres gelingt ich die Flucht und sie gerät in die Hände eines Fernfahrers, der sie grausam vergewaltigt und sie in Las Vegas aussetzt. Dort wird sie Drogenauslieferin für einen Kriminellen und als dieser ermordet wird, wird sie als Mitwisserin gejagt. Mithilfe des einzigen Freundes, den sie in las Vegas hat, gelingt ihr die Flucht zu den Witwen Jesu', die ihr beim Entzug beistehen und ihre Großmutter verständigen. Ihre Großmutter schickt sie zu ihrem alten Freund Manuel auf eine kleine chilenische Insel. Dort findet sie zu sich.
    Ein wunderschön geschriebenes Buch von Isabel Allende. Wie immer kommt auch die chilenische Geschichte nicht zu kurz und man spürt die Liebe der Autorin zu ihrem Heimatland.
    Lesenswert

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    Kerstin_Westerbecks avatar
    Kerstin_Westerbeckvor 4 Jahren
    Flucht ans Ende der Welt

    Maya stürzt aus ihrer jugendlichen Drogenhölle und landet in Chiloé. Abgewrackt, frisch vom Entzug und das mit knapp 20 Jahren. Chiloé ist eine Insel am unteren Zipfel Chiles. Vergessenes Eiland im wilden Patagonien. Idealer Unterschlupf, um sich vor dem Rest der Welt - Crack und ein paar unberechenbaren Drogenjunkies - zu verstecken. So denkt sich Mayas Oma, von ihrer Nichte liebevoll "meine Nini" genannt. Im Hause des alternden Manuel, einem Jugendfreund ihrer chilenischen Großmutter, findet Maya zunächst das, was sie bitter nötig hat: Ruhe und Zeit um über ihr Leben zu reflektieren. Doch am Ende der Welt passiert mehr als erwartet. In den Mythen der Insel, Manuels Arbeit und den Ritualen der Chiloten geht sie schließlich vollkommen auf. Sie findet Verlorenes wieder, entdeckt das tiefe Gefühl der Freundschaft und verliebt sich zum ersten Mal. Nach und nach blättert dabei die Vergangenheit von ihr ab und bringt die eigentlich lebenshungrige und emotional überschäumende Maya zum Vorschein. 

    Bei diesem Buch habe ich mich zunächst auf Chiloé gefreut. Ich kenne die Insel, habe selbst ein paar Monate dort gelebt. Wilder Urwald, Dauerregen, Kühe im (Morgen-)Nebel am Strand, Stelzenhäuser (palafitos genannt), bunte Holzkirchen, Pinguine. All das ist mir noch sehr lebhaft in Erinnerung. Die Namen der Orte, Castro, Ancud, Puerto Montt ... und ganz besonders die Mythologie von Chiloé von der kaum jemand weiß, dass es sie gibt, habe ich nicht vergessen. Dazu Mayas berührende Geschichte. Eine Isabel Allende, die immer die richtigen Worte findet um Gefühle zum Ausdruck zu bringen. 
    Das einzige, was mich an diesem Buch etwas irritiert hat ist, dass man erst auf den letzten Seiten von Manuels bewegter Vergangenheit erfährt. Das hätte ich mir schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht.

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    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 4 Jahren
    Unterhaltung auf gutem Niveau

    Die junge Amerikanerin Maya hat Probleme, aber sie hat auch ihre chilenische Großmutter Nini, die sie notfalls "bis ans Ende der Welt" verfrachtet", um sie vor sich selbst und ihren Schwierigkeiten zu retten. So beginnt Allendes Roman damit, dass die junge Frau in einem kleinen südchilenischen Nest ankommt, um bei einem alten Freund ihrer Großmutter zu wohnen. Durch das Tagebuch, das Maya dabei führt, erfährt der Leser Kapitel für Kapitel ihre Geschichte - die, die sie nach Chile geführt hat und die, die sie nun in Chile erlebt.
    Glaubwürdig schlüpft Allende in die Haut der jungen Maya, aus deren Perspektive die Handlung des Romans vor dem Leser ausgebreitet wird. Dass dabei nicht nur die Geschichte der jungen Frau erzählt wird, sondern auch ihre weitläufige Familiengeschichte, die unmittelbar mit der jüngsten chilenischen Vergangenheit verwoben ist, ist dabei keine Frage. Denn die Autorin heißt Allende und diese großartige Erzählerin führt mit viel Humor und Empathie ihre unzähligen kleinen und großen Geschichten zu einem in sich stimmigen großen Ganzen zusammen.
    Allendes Erzählweise besticht vor allem durch ihre vielseitigen Charakterstudien, mit denen sie ihr Personal ausstattet. Denn ihre Figuren sind keine Schwarz-Weiß-gemalten Klischees, sie sind lebensnahe Typen mit Stärken und Schwächen, mit denen man sich als Leser gerne "anfreundet".
    'Mayas Tagebuch' ist zwar lange nicht so einzigartig wie Allendes großes Meisterwerk 'Das Geisterhaus', aber spannend und mitreißend ist dieser Roman allemal. Ein Unterhaltungsroman auf gutem Niveau, der seine Leser am Ende mit einem zufriedenen Gefühl zurück lässt.

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch über menschliche Abgründe, Hoffnungen und die Liebe.
    Menschliche Abgründe, Hoffnungen und Liebe

    Maya und ihre Oma Nini sind zwei Figuren die durch ihr Leben stark geworden sind.

    Ihre Oma Nini schickt Maya ins Exil auf die trostlose Insel Chiloé. „Chiloé ist nichts für Menschen, die es eilig haben.“ (Seite 75) Dort soll sie die Nachwirkungen ihres Ausflugs in die Welt der Drogen und des Verbrechens verkraften. Hier in der Einsamkeit der Insel erlebt sie in Gedanken ihre Kindheit und ihr Verhältnis zu ihrer Familie noch einmal. Die Rückblicke auf ihre Kindheit und ihre spätere Flucht nach Las Vegas werden immer abwechselnd zu dem aktuellen Leben auf Chiloé geschildert und so ergibt sich ein spannender Blick auf die Persönlichkeit Mayas.

    Es ist die Geschichte von Maya und ihrer Entwicklung. Gleichzeitig gelingt Isabel Allende eine starke Gesellschaftskritik an den USA und der westlichen Welt, die sie mit einer herzlichen, heißen Liebeserklärung an ihr Heimatland Chile verbindet.

    Sie zeigt die Widersprüche zwischen einer Welt des Aufeinander achtens, der gegenseitigen Hilfe, des Zuhörens und des miteinander Redens und der Welt der Kriminalität, des Luxus` und seines schönen Scheines und die herzlose Leere dieser Welten.

    Tröstlich, mit feinsinnigem Humor, leicht und liebevoll, böse und amüsant, warmherzig aber realistisch zeigt Allende auch hier eines:

    Man kann Dinge nicht ungeschehen machen, aber es ist möglich, sich neu zu (er)finden und alte Dämonen abzuschütteln. „ ... Glück hat etwas Seifiges., es glitscht einem durch die Finger, an Problemen dagegen kann man sich festklammern, sie sind rau und hart und geben Halt.“ (Seite 150)

    Ein moderner, aktueller und gleichzeitig herrlich altmodischer, wunderbarer Roman der phantastische Erzählerin Isabel Allende. Ein wunderbares Buch über menschliche Abgründe, Hoffnungen und die Liebe. Empfehlenswert für alle, die Geschichten, Familiengeschichten lieben, die mit politischen und sozialen Hintergründen verbunden sind.

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    Dostojewskas avatar
    Dostojewskavor 5 Jahren
    Allende, Isabel: "Mayas Tagebuch"

    Alles in allem ein schöner und mitreißender Roman. Viele klassische Allende Themen vermisst der Leser hier nicht... vieles begegnet uns wieder: Familie, Mystik, Glaube, Tod und ein verwunschenes Haus. Dahingehend werden wir eindeutig befriedigt. Zudem werden uns die Augen aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens bzw. einer jungen Frau geöffnet, die Dinge erlebt, die man, sieht man nur die Oberfläche vielleicht schon einmal verurteilt hat: Sucht, Prostitution, Aggression... die sich nicht zuletzt gegen die eigene Familie richtet.

    Ich muss leider auch feststellen, dass mir vieles, was ich sonst an Isabel Allende so sehr schätze, hier fehlt: Da wäre einmal die Historie -hier der Militärputsch in Chile 1973-, in die sie mich sonst so bedingungslos eintauchen lässt und der Zauber, der mir trotz aller Kauzigkeit mancher Charaktere und der Mystik dieser hier aufgesuchten chilenischen Insel fehlt.
    Das ist schade, zu dem einem scheint, als würden all die Dinge, die man so schmerzlich vermisst hat, einem dann geballt auf den letzten 40 Seiten entgegenspringen.
    Ich bleibe zwigespalten, da sich dieser Roman bei alledem dennoch einen Platz in meinem Herzen freigeschaufelt hat... 

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    L
    Liebes_Buchvor 5 Jahren
    Unterhaltsam

    "Mayas Tagebuch" ist mein erstes Buch von Isabel Allende, und es gefällt mir sehr. Maya Vidal, ein Scheidungskind, gerät nach dem Tod ihres Grossvaters auf die schiefe Bahn. Sie ist in der Vampir-Clique der Schule, klaut, nimmt Drogen und raubt Pädophile aus. Als sie auffliegt, wird sie zu einer Therapie in einem Heim verdonnert, von wo sie flieht. Doch von da an geht es noch schlimmer bergab und sie gerät zwischen die Fronten von korrupter Polizei und Geldfälschern. Ihre Oma versteckt sie in Chile. Dort schreibt sie ihre Lebensgeschichte und die ihrer Familie in ein Notizheft. Das hat mir gut gefallen. Besonders, weil Allende in keine Schublade passt. Das Buch ist eine Mischung aus Jugendbuch, Familiengeschichte, biographischem Roman und Krimi. Eigentlich ein No-Go für Verlage, oder? Alle Figuren in diesem Buch sind abgedreht und haben schwierige Schicksale, die Autorin geizt nicht mit Klischees. "Das ist ja besser als die Soap im Fernsehen" lässt sie eine Person anmerken, und das ist wahr. Ich finde, Allende hätte nicht so übertreiben müssen. Mir hat es gut gefallen, dass sie die Geschichten der Figuren auch mit Politik mischt. Dass Politik unser Leben beeinflusst, wird von vielen Autoren ausgeblendet. "Mayas Tagebuch" wird durch den hervorragenden Schreibstil Isabel Allendes getragen, der das Buch zu einem Genuss macht! (Ich hab das Weltbild-Taschenbuch gelesen)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    In dieser Woche habe wir ein Isabel-Allende-Special für euch geplant:
    Am 02. August wurde die beliebte Autorin Isabel Allende 70 Jahre alt. Mit ihren bewegenden Werken begeistert sie ihre Leser weltweit. Gerade ist auch ihr neuer Roman "Mayas Tagebuch" im Suhrkamp Verlag erschienen. Doch nicht nur Isabel Allendes Geburtstag gilt es zu feiern, sondern auch das 30-jährige Jubiläum ihres Buches "Das Geisterhaus", das zu diesem Anlass in einer hübschen Neuausgabe erschienen ist. Wenn ihr eins von 10 Exemplaren gewinnen möchtet, klickt einfach hier!

    Mehr zum Inhalt von "Mayas Tagebuch":
    Die neunzehnjährige Maya ist auf der Flucht. Vor ihrem trostlosen Leben in Las Vegas, der Prostitution, den Drogen, der Polizei, einer brutalen Verbrecherbande. Mit Hilfe ihrer geliebten Großmutter gelangt sie auf eine abgelegene Insel im Süden Chiles. An diesem einfachen Ort mit seinen bodenständigen Bewohnern nimmt sie Quartier bei Manuel, einem kauzigen alten Anthropologen und Freund der Familie. Nach und nach kommt sie Manuel und den verstörenden Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur, die mit der jüngeren Geschichte des Landes eng verbunden sind. Dabei begibt Maya sich auf ihr bislang größtes Abenteuer: die Entdeckung ihrer eigenen Seele. Doch als plötzlich Gestalten aus ihrem früheren Leben auftauchen, gerät alles ins Wanken.

    --> Leseprobe zum Buch

    Isabel Allendes gefühlvoller Roman, angsiedelt in ihrem Vaterland Chile, ist so authentisch, dass man sich direkt in die Geschichte hineinversetzt fühlt. Möchtet ihr gemeinsam mit anderen Lesern "Mayas Tagebuch" in dieser Leserunde lesen, euch darüber austauschen und abschließend eine Rezension schreiben? Dann könnt ihr euch bis einschließlich 19. August 2012 für eins von 25 Freiexemplaren bewerben oder auch mit einem eigenen Buch mitmachen. Als kleinen zusätzlichen Anreiz verlosen wir unter allen, die bis spätestens 16.09. eine Rezension zu "Mayas Tagebuch" schreiben, ein schönes Buchpaket mit den Neuausgaben von "Fortunas Tochter", "Das Geisterhaus" und "Portait in Sepia".

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