Paula

von Isabel Allende 
4,2 Sterne bei157 Bewertungen
Paula
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (125):

Der berührende Brief einer Mutter an ihre im Koma liegende Tochter.

Kritisch (4):
E

Roman, Lat. Amerika 1994

Alle 157 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Paula"

»Hör mir zu, Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst.« Das Unfaßbare geschah im Dezember 1991, als lsabel Allendes Tochter Paula plötzlich schwer erkrankte und kurz darauf ins Koma fiel. Eine heimtückische Stoffwechselkrankheit hatte die lebensfrohe junge Frau jäh niedergeworfen, im Herbst 1992 starb sie. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst zur Tröstung, »das Buch ihres Lebens – in doppelter Hinsieht« (Bayerischer Rundfunk), ihr persönlichstes und intimstes Buch »eine Hymne auf das Leben« (stern)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518393406
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:27.04.1998
Das aktuelle Hörbuch ist bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne76
  • 4 Sterne49
  • 3 Sterne28
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    W
    Waschbaerinvor 9 Monaten
    Isabelle Alliende am Totenbett ihrer Tochter Paula

    Für mich ist dies eines der schönsten Bücher Isabelle Allendes, das ich je gelesen habe. "Paula" zeugt von der bedingungslosen Liebe einer Mutter zu ihrer erwachsenen Tochter.

    Isabelle Allendes Tochter Paula, schon lange erwachsen und von zu Hause ausgezogen, kommt 1991 als todkranke Frau zurück. Isabelle Allende sitzt abwechselnd mit ihrer eigenen Mutter am Krankenbett ihrer Tochter und wacht über die im Koma liegende junge Frau. Im Grunde weiß Isabelle, dass Paula nie wieder aufwachen sondern an dieser unheilbaren Stoffwechselerkrankung sterben wird.

    Um das Unerträgliche aushalten zu können, fängt Isabelle an und schreibt während dieser quälenden Zeit am Krankenbett ihre Familiengeschichte nieder. "Hör mir zu Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du aufwachst".

    Hier wird nicht nur ein Roman erzählt, sondern die Geschichte der Familie Allende ausgebreitet. S. Allende, Präsident von Chile will das Land in die Zukunft führen, wird aber 1973 gestürzt. Chile versinkt im Chaos, von dem es sich sehr lange nicht erholt.

    Isabelle Alliende schreibt über die Angst, das Fliehen, den Tod der Menschen ihres Heimatlandes, die ganzen Umwälzungen dieser Revolution. Ihre eigene Gefahr.

    Das Buch lässt sich nicht lesen wie ein Schmöker. Es hat einen sehr ernsten Hintergrund und zeigt das endlose Leid der chilen. Bevölkerung.

    Für mich gehört es zu den schönsten Büchern, die ich von Isabelle Allende je gelesen habe. Ich würde es auch nicht als Roman bezeichnen sondern eher als eine Biographie. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. 

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der berührende Brief einer Mutter an ihre im Koma liegende Tochter.
    Paula - Isabel Allende

    Es ist ein stiller, ruhiger Brief einer Mutter an ihre im Koma liegende Tochter. Die Geschichte einer Familie. Isabel Allende schreibt für ihre Tochter und das merkt man. Es fühlt sich an als hörte man einem Zwiegespräch zweier Menschen zu, die ihr Leben lang verbunden waren durch ein Band der Liebe. Dabei erzählt sie ihrer Tochter die Geschichte ihres Lebens, beginnt noch vor ihrer Eigenen Geburt und endet im hier und jetzt.
    Ich mochte diese stille Erzählweise, ohne Hektik und immer wieder verweilend in wunderschönen Beschreibungen. Dieses Buch ist bestimmt kein Werk für Menschen auf der Suche nach einer spannenden Geschichte. Vielmehr stellen sich leise immer wieder Fragen nach dem Tod, dem Leben, dem Sterben. Dieses Buch ist ein Mitschnitt aus der Gedankenwelt einer Frau, die Monate am Krankenbett ihrer Tochter verbrachte.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Flocke09s avatar
    Flocke09vor 4 Jahren
    Paula

    Leider konnte mich dieser Roman so gar nicht begeistern. Nach den ersten hundert Seiten habe ich ihn dann auch abgebrochen. Auch wenn die Geschichte sehr tragisch ist, hat mich der Schreibstil sehr missfallen. Isabel Allende beschreibt hier einen sehr persönlichen Lebensabschnitt. Ihre Tochter Paula wurde schwerkrank und fiel kurze Zeit später ins Koma. Nun versucht sie mit Geschichten ihres Lebens zu Paula hindurch zu kommen und die langen Wartezeiten zu überbrücken.

    Kommentare: 1
    53
    Teilen
    Heleflos avatar
    Heleflovor 5 Jahren
    Herzergreifend


    Klappentext:
    »Hör mir zu, Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst.« Das Unfaßbare geschah im Dezember 1991, als lsabel Allendes Tochter Paula plötzlich schwer erkrankte und kurz darauf ins Koma fiel. Eine heimtückische Stoffwechselkrankheit hatte die lebensfrohe junge Frau jäh niedergeworfen, im Herbst 1992 starb sie. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst zur Tröstung, »das Buch ihres Lebens – in doppelter Hinsieht« (Quelle: Amazon)

    Kurzbeschreibung:
    In diesem Buch erzählt Isabell Allende ihrer im Koma liegenden Tochter die Geschichte ihrer eigenen Familie. Der Familie von Salvador Allende, dem Präsidenten von Chile, der auf demokratische Weise einen sozialistischen Staat aufbauen wollte. Er wurde dann im Jahre 1973 durch einen Militärputsch gestürzt, was nicht nur seine Familie sondern das ganze Land in eine schreckliche Situation brachte, von der es sich heute noch erholen muss. Salvador Allende beging Selbstmord.
    Isabell ist die Cousine 2. Grades von Salvador Allende und somit sind auch sie, ihre Eltern und Geschwister in großem Ausmaße betroffen.
    Das Leben von Isabell und ihrer Familie ist so facetten- und wendungsreich, das dieses Buch niemals langweilig wird. Auch wenn man die Geschichte Chiles einigermaßen kennt, so kann man in diesem Buch auch Einblick in die Gefühlswelt der Bevölkerung und unmittelbar Betroffenen bekommen.
    Nebenbei wird immer wieder von Paula berichtet, ihrem Leben und Leiden.

    Fazit:
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein sehr persönliches Buch der Schriftstellerin, das auch Einblicke in die intimste Gedankenwelt von ihr und ihren Angehörigen bietet. Ich kann es nur empfehlen, vor allem wenn man sich für die politischen Begebenheiten in Chile interessiert.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    "Hör mir zu, Paula, ich werde dir eine Geschichte erzählen, damit du, wenn du erwachst, nicht gar so verloren bist."
    Paula ist die Tochter Isabel Allendes. Als sie schwer krank wird und ins Koma fällt, schreibt ihre Mutter zum Einen ihr Erleben dieser schwierigen Situation, zum Anderen die Geschichte ihres Lebens nieder, welche in weiten Teilen eng mit der der gesamten Familie Allende bzw. deren Heimatlandes Chile verknüpft ist. Obwohl von tragischen und widrigen Ereignissen, beispielsweise während des Bürgerkrieges und der Militärdiktatur, geprägt, blickt die Autorin zwar durchaus mit Melancholie, oft auch Schmerz, auf die Vergangenheit, doch dabei sprechen ebenso Hoffnung und Lebenswille aus ihren Worten.
    "Paula" ist zweifellos ein sehr persönliches Buch, lässt den Leser aber keineswegs durch zu weite Einblicke peinlich berührt zurück. Dies ist vielleicht Allendes Art des Erzählens zuzuschreiben: Klar und ehrlich nicht auf aggressive, laute, sondern auf eine schlichte, stille Weise.
    Mich hat das Buch sehr berührt und zum Nachdenken angeregt - über Leben, Tod und "das, was wichtig ist".

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 6 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    Das schönste Buch, das ich bis jetzt gelesen habe! Eine absolute Leseempfehlung für Jeden! Aber fangen wir langsam an...
    Isabel Allende erzählt in diesem wunderbaren Buch die Geschichte ihrer Tochter Paula, ihres eigenen Lebens und eigentlich auch ihrer ganzen Familie. Paula liegt im Koma und wird vermutlich nie wieder aufwachen. Um mit dem Schmerz umgehen zu können, beginnt Isabel dieses Buch zu schreiben. Sie möchte alles festhalten, was passiert während Paula im Koma liegt und möchte ihr die Geschichte ihrer Familie erzählen.
    Obwohl ziemlich rasch klar wird, dass Paula nie wieder aufwachen wird, klammert sich Isabel an jeden kleinen Strohhalm, will ihre Tochter nicht gehen lassen. Auch wenn es sich hierbei um eine sehr schmerzliche Erfahrung handelt, spürt man doch deutlich, dass unglaublich positive Wesen Isabels. Genau dieses postive hat mir so gut in dem Buch gefallen. Es wird nichts schön geredet, dennoch ist man sich die ganze Zeit bewusst, dass es ein Leben danach gibt. Man spürt die Kraft die sie aus dem Zusammenhalt in der Familie zieht und wünscht sich stellenweise selber in diese tolle Familie mit einer aufregenden Vergangenheit.
    Auch wenn Isabels Leben nicht immer das leichteste war, hat sie mit ihrer unglaublichen Zuversicht (teilweise vielleicht auch Naivität) alles auf tolle Art und Weise bewältigt.
    Der Schreibstill des Buches ist einfach zum Wohlfühlen. Ich weiß nicht ob man "Wohlfühlen" als Beschreibung für einen Schreibstill verwenden kann, allerdings finde ich das Wort sehr passend. Man beginnt zu lesen und befindet sich sofort in einer anderen Welt. Das Buch wirkt beruhigend und überträgt etwas von Isabels Kraft auf den Leser.
    Teilweise wollte ich nciht mehr weiterlesen. Einfach aus Angst, dass das Buch bald zu Ende ist. Um die Zeit hinauszuzögern habe ich oft Stellen nocheinmal gelesen. Natürlich war ich auch neugirig wie es weitergeht, jedoch waren die Geschichten so toll, dass ich sie wirklich genießen wollte und bis auf den letzten Tropfen auskosten. So lange von einer Geschichte zehren, bis es nicht nur bloße Neugierde war, die mich zum Weiterlesen bewegt, bis ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe zu Warten und die bereits gelesene Geschichte wirklich vollkommen ausgekostet hatte.
    Und dann ist das Buch irgendwann doch zu Ende und es überkommt einen fast etwas Traurigkeit, dass man nun ein neues Buch zur Hand nehmen muss, das wahrscheinlich nicht mal annähernd so gut sein wird wie dieses unglaubliche Meisterwerk.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Dubhes avatar
    Dubhevor 7 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    Eigentlich ein sehr trauriges Buch, wenn man bedenkt, wie es entstanden ist.
    Die Tochter der Autorin war schwerkrank und während dieser Zeit hat die Autorin geschrieben um sich Abzulenken oder um nicht zu verzweifeln.
    Noch immer finde ich, dass die Autorin einen ausgezeichneten Stil hat, doch trotz allem kann sie recht langweilig schreiben.
    Ich vergleiche ihre Bücher schon fast automatisch mit "Die flüsternden Seelen" bon Henning Mankell.
    Dementsprechend gefallen sie mir auch nicht so gut.
    Doch ein Buch der Autorin sollte man schon probiert haben zu lesen.

    Kommentieren0
    25
    Teilen
    gsts avatar
    gstvor 8 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    Ergreifend ist dieser Roman, der in einem schwierigen Jahr der Autorin entstanden ist: Sie musste zwischen Dezember 1991 und Dezember 1992 Abschied von ihrer todkranken 28jährigen Tochter Paula nehmen.
    Anfangs noch hoffnungsvoll, dass sie wieder aus dem Koma erwacht, beginnt die Mutter einen Brief an ihre Tochter, mit dem sie die Wartezeit bis zur Genesung überbrücken will. In dem erzählt sie ihr von den Vorfahren und erinnert sich an eine sorglose Kindheit, sowie an ihre Sturm- und Drangzeit in Chile unter Salvador Allende und Augusto Pinochet. Wir erfahren viel über das Leben einer leidenschaftlichen Frau, die sich nicht so leicht unterordnete und manchmal mehr Glück als Verstand hatte. Immer stärker zogen mich die Zeilen in die politischen Geschehnisse am 11.September 1973 hinein, hautnah konnte ich Isabel Allende durch die Schwierigkeiten ihrer Emigration in Caracas begleiten.
    Dann wieder verweist sie auf die Gegenwart, in der sie ihre Tochter durch die Krankheit begleitet und die Hoffnung auf deren Gesundung nicht aufgibt. Das Leid der Mutter, die anfangs noch nicht akzeptieren kann, dass ihre Tochter aus dem Leben scheidet, rührt sehr an. Trotzdem kann man als Leser an manchen Stellen auch herzhaft lachen. Der Autorin gelingt es hervorragend, das Leben und die Liebe in all ihren Facetten zu beschreiben.
    Gut nachvollziehbar liest sich ihre Veränderung; wie es ihr gelingt, den Tod der Tochter zu akzeptieren und sie bis zur letzten Sekunde zu begleiten.
    Für mich sind in diesem Buch mehrere Romane enthalten: einmal all die schwierigen Stunden während der Begleitung ihrer Tochter, zum anderen die äußeren Umstände, die das Leben der Mutter prägten und zum dritten die Entwicklung von Isabel Allende zur Schriftstellerin. Hierzu schrieb sie beispielsweise auf Seite 462: "Ich weiß nicht, wie ich schreibe und weshalb ich schreibe, meine Bücher werden nicht im Kopf geboren, sie werden im Bauch ausgetragen, es sind launische Geschöpfe, die ihr Eigenleben haben und immer bereit sind, mich zu verraten. Nicht ich entscheide über das Thema, das Thema wählt mich aus, meine Arbeit besteht lediglich darin, ihm genügend Zeit, Einsamkeit und Disziplin zu widmen, damit es sich von allein schreibt". Deutlicher hätte sie die Entstehung dieser in diesem Roman vorhandene Vielfalt gar nicht beschreiben können.
    Ein Buch, das ich sicherlich noch einmal zur Hand nehmen werde, denn es enthält so viel Material, das sich bei einem einzigen Lesedurchgang gar nicht verarbeiten lässt ...

    Kommentieren0
    22
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    Die Lebensgeschichte von Isabel Allende mit der Krankheit und schlussendlich der Sterbebegleitung ihrer Tochter Paula ist ein wunderschönes und berührendes Buch über das Leben und den Tod.
    Sehr einfühlsam schildert die Autorin den langen Weg ihrer Tochter, bis diese von ihrem Leiden und Leben befreit wird. Ein grossartiger Erzählstil prägt dieses Buch, sehr persönlich und gewaltig. Ein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird und zeigt, dass man nicht nur auf die Wissenschaft und Medizin hören soll, sondern seinen Gefühlen und dem Herz folgen soll.

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    LiesaBs avatar
    LiesaBvor 8 Jahren
    Rezension zu "Paula" von Isabel Allende

    Diese Buch hat mich sehr bewegt. Allende berichtet sehr einfühlsam vom langen Sterben ihrer Tochter Paula. Man erfährt sehr viel vom Leben dieser großartigen Schriftstellerin.

    Kommentieren0
    25
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks