Isabel Bogdan

 4.1 Sterne bei 648 Bewertungen
Autorin von Der Pfau, Laufen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Isabel Bogdan

Isabel Bogdan, geboren am 5. Juli 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie an der Universität in Heidelberg und Tokyo. Sie ist eine bekannte deutsche Literaturübersetzerin und übersetzte unter anderem für Jonathan Safran Foer, Jane Gardam und Nick Hornby. Bogdan ist außerdem auch Autorin. Ihr erstes Buch "Sachen machen" erschien 2012 bei Rowohlt, 2016 folgte der erste Roman "Der Pfau". Sie ist Mitglied des PEN-Zentrum Deutschlands und ausgezeichnete Bloggerin des Jahres 2014, zusammen mit Maximilian Buddenbohm für das Interviewprojekt "Was machen die da?". Bogdan lebt und arbeitet in Hamburg.

Alle Bücher von Isabel Bogdan

Cover des Buches Der Pfau9783462048001

Der Pfau

 (435)
Erschienen am 18.02.2016
Cover des Buches Laufen9783462053494

Laufen

 (115)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Sachen machen9783499628184

Sachen machen

 (24)
Erschienen am 02.07.2012
Cover des Buches Irgendwo ins grüne Meer9783716040102

Irgendwo ins grüne Meer

 (0)
Erschienen am 20.04.2018
Cover des Buches Der Pfau9783839893883

Der Pfau

 (63)
Erschienen am 22.08.2018
Cover des Buches Laufen (DAISY Edition)9783839853429

Laufen (DAISY Edition)

 (11)
Erschienen am 23.10.2019

Neue Rezensionen zu Isabel Bogdan

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Rezension zu "Der Pfau" von Isabel Bogdan

Von schottischen Cottages und durchgeknallten Tieren ...
Cliovor 20 Tagen

Isabel Bogdan (*1968) ist eine bekannte deutsche Übersetzerin, Bloggerin und seit 2016 auch Autorin; Der Pfau war ihr erster Roman. Die Autorin verzichtet darin – soweit ich dies bei einem Hörbuch beurteilen kann – vollständig auf Dialoge, sondern schildert die Handlung lediglich mithilfe indirekter Rede. Dies ist für den einen oder anderen Leser sicher etwas gewöhnungsbedürftig und baut eine Distanz auf bzw. verleiht der Geschichte in meinen Augen eine gewisse Behäbigkeit, weil sie durch die fehlenden Dialoge hier und da ein wenig vor sich hinplätschert.
Dennoch vermittelt die Autorin in ihrem Roman einen feinen und etwas schrägen Sinn für Humor, wenn auch die Anzahl der skurrilen Figuren bzw. der kuriosen Szenen gerade zum Ende hin etwas überzogen ist.

Auch bleiben die Figuren recht klischeehaft bzw. schemenhaft. Selbst am Ende der Geschichte hatte ich nicht das Gefühl, die handelnden Personen wirklich zu kennen. Es treten auf (unter anderem): Lord Hamish und Lady Fiona McIntosh, die beide aber auch „richtige“ Berufe haben, weil man heutzutage mit einem Adelstitel allein leider keine überalterten Gebäude unterhalten kann; Eileen, die Haushaltshilfe, die sich aber zu Beginn der Geschichte den Arm bricht und im Roman nur wenige Funktionen erfüllt; der Pole Richard, der das Mädchen für alles ist, wenn es um die Betreuung der Liegenschaften oder irgendwelche Reparaturen geht; die findige Köchin Helen, die für die Banker ein exotisches Gericht nach dem anderen zaubert; die Abteilungsleiterin der Banker – Lea –, die sich mit einem toten Pfau und wenig willigen Untergebenen konfrontiert sieht; eine Gruppe von Bankern, die es wenig hilfreich finden, in Gegenwart ihrer Vorgesetzten über ihre Arbeit zu sprechen – ganz zu schweigen davon, dass es ja ihrer Auffassung nach keine Probleme bzw. keine Notwendigkeit für Veränderungen gibt; Rachel, für die die Arbeit mit dieser Gruppe der erste Auftrag überhaupt ist und die folglich Angst hat zu versagen … und eine ganze Reihe skurriler Tiere – Hunde (die u. a. Albert und Victoria heißen), eine uralte Gans und diverse Pfauen, die auf dem Gelände leben …

Was für die Figuren gilt, gilt leider auch für die Beschreibungen: Die schottische Landschaft wurde vermutlich nur aus einem Grund vor meinem inneren Auge lebendig: weil ich schon mehrfach selbst in Schottland war und weiß, wie es dort aussieht, und mit den engen Täler am Rander der Highlands vertraut bin. Entsprechende Beschreibungen von Landschaften oder Häusern fehlen nämlich im Grunde vollständig.

Vor allem zwei Gruppen von Lesern werden vermutlich besondere Freude an dem Roman haben:
1. Schottland-Begeisterte, die aus eigener Erfahrung die heimeligen alten Cottages am Ende ungeteerter Wege kennen, die man nur mithilfe seltsamer Wegbeschreibungen findet („Vor dem kleinen Parkplatz links einbiegen … an der schon etwas heruntergekommenen Hütte vorsichtig rechts abbiegen … Sie müssen in den ersten Gang schalten, da Sie sonst nicht den Berg hochkommen … Wenn Sie an einer roten Telefonzelle vorbekommen, sind Sie schon zu weit gefahren …“) – umgebaute alte Wirtschaftshäuser u. ä., die selbst im Hochsommer nur mithilfe von Kaminen und elektrischen Heizlüftern halbwegs warm werden.
2. Personen, die von ihrem Arbeitgeber zu Teambuilding-Seminaren verdonnert werden und wenig Lust auf das haben, was sie dort erwartet – Flipcharts, bunte Kärtchen und neckische Spielchen.


Über das Hörbuch

Gelesen wird das Hörbuch von Christoph Maria Herbst – und damit ist eigentlich schon das Wichtigste gesagt, das man über das Hörbuch wissen muss: Da das Buch, wie gesagt, komplett auf wörtliche Rede verzichtet, braucht es einen guten Sprecher, um die Figuren zum Leben zu erwecken und der Geschichte Drive zu geben. Und dafür ist Herbst genau der Richtige.

Mein Fazit: Leider hat die Autorin es nicht geschafft, mein Kopfkino in Gang zu setzen. Dennoch würde ich sagen, dass das Buch genau das Richtige ist, wenn man kurzweilige Unterhaltung sucht (z. B. auf einer Autofahrt).

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Rezension zu "Der Pfau" von Isabel Bogdan

Wohlfühlroman
Elenchen_hvor einem Monat

Auf einem britischen Landsitz ist ein Pfau durchgedreht. Sieht er etwas blaues, sieht er rot 🔵🔴🦚 Dumm nur, dass genau zu dieser Zeit eine Gruppe Banker zum Teambuilding auf dem Landsitz Urlaub macht. Mit einem blauen Auto. Und dann schneit es auch noch - so sehr, dass der Urlaub verlängert werden muss...

Hachja, was für ein durchaus lustiges und skurriles Buch. "Der Pfau" von Isabel Bogdan hat mir wirklich gut gefallen. Die verschiedenen Protagonisten und Figuren haben alle ihre Eigenheiten, sind alle auf ihre Weise interessant und harmonieren bzw. disharmonieren einfach perfekt humorvoll miteinander. Hinzu kommt noch dieser wunderbare Schauplatz, der vor Charme nur so sprüht. Gepaart mit Schnee und viel Geschreibsel über Kaminfeuer und gutes Essen war das ein richtiges Wohlfühlbuch.

Natürlich handelt es sich hier nicht um einen Pageturner oder ein besonders aufregendes Buch. Gerade für Abende nach einem stressigen Arbeitstag eignet sich dieser Roman aber super. Mir hats gefallen und ich vergebe 4 / 5 ⭐.

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Rezension zu "Laufen" von Isabel Bogdan

Klare Leseempfehlung
izzy_booksvor einem Monat

"Laufen" von Isabel Bogdan




Es hätte keinen passenderen Titel für dieses Buch geben können, denn als Leser ist man nur bei der Protagonistin, während sie läuft. Mit dem Laufen verarbeitet sie ihre Trauer und man nimmt im wahrsten Sinne Schritt für Schritt Anteil an ihrem Weg durch die Trauerbewältigung.




Mit großem Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gelingt es der Autorin einen zu fesseln – Anteilnahme am Schicksal der Protagonistin lässt den Leser tief in die menschliche Seele blicken, auch anhand der auftretenden Nebenfiguren.




Klare Leseempfehlung für dieses sensible und außergewöhnliche Buch über das Leben einer Frau, die einen Ausweg sucht und dabei über sich selbst hinaus wächst.



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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Pfauundefined

"Einer der Pfauen war verrückt geworden. Vielleicht sah er auch nur schlecht, jedenfalls hielt er mit einem Mal alles, was blau war und glänzte, für Konkurrenz auf dem Heiratsmarkt."

Habt ihr Lust auf eine wunderbare Komödie, die euch das graue Wetter vergessen lässt? Seid ihr Fans des british way of life? Dann haben wir etwas für euch: "Der Pfau" von Isabel Bogdan. Der erste Roman der Autorin ist eine feine Komödie, in der skurrile - menschliche und tierische - Figuren für viel Aufruhr sorgen, und das alles vor den Kulissen der beschaulichen schottischen Highlands. Also: very british!

Zum Inhalt
Ein charmant heruntergekommener Landsitz, auf dem ein Pfau verrücktspielt, eine Gruppe Banker beim Teambuilding, eine ambitionierte Psychologin, eine schwungvolle Haushälterin mit gebrochenem Arm, eine patente Köchin, Lord und Lady McIntosh, die alles unter einen Hut bringen müssen, dazu jede Menge Tiere – da weiß bald niemand mehr, was eigentlich passiert ist.
Isabel Bogdan, preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur, erzählt in ihrem ersten Roman mit britischem Understatement, pointenreich und überraschend von einem Wochenende, das ganz anders verläuft als geplant. Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern, werden aber durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau aus dem Konzept gebracht. Die pragmatische Problemlösung durch Lord McIntosh setzt ein urkomisches Geschehen in Gang, das die Beteiligten an ihre Grenzen führt und sie einander näherbringt. Ein überraschender Wintereinbruch, eine Grippe und ein Kurzschluss tun ihr Übriges. Isabel Bogdan verbindet diese turbulente Handlung auf grandiose Weise mit liebevoller Figurenzeichnung.


Leseprobe

Zur Autorin
Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Lebt in Hamburg, weil es da so schön ist. Sie verfasste zahlreiche Übersetzungen, u.a. von Jane Gardam, Nick Hornby, Jonathan Safran Foer, Jonathan Evison und Megan Abbott. Sie ist Vorsitzende des Vereins zur Rettung des "anderthalb". 2011 erschien ihr erstes eigenes Buch "Sachen machen" bei Rowohlt, außerdem schrieb sie Kurzgeschichten in Anthologien. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung (für Tamar Yellin: Das Vermächtnis des Shalom Shepher). Für den Romananfang ihres ersten Romans "Der Pfau" erhielt sie bereits 2011 den Hamburger Förderpreis für Literatur.

Möchtet ihr unbedingt wissen, was Lord McIntosh unternimmt, um dem ganzen Chaos ein Ende zu setzen? Möchtet ihr euch über dieses britische Durcheinander im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für eins der 25 Exemplare von "Der Pfau", die wir zusammen mit KiWi verlosen. Ihr musst nur auf folgende Frage antworten.
Am 17.02., rechtzeitig zum Erscheinungstermin, werden die Gewinner bekanntgegeben.

In Isabel Bogdans Roman wird ein Pfau verrückt.
Viele von euch haben sicherlich ein Haustier, oder Freunde oder Verwandte, die eins besitzen. Habt ihr es auch erlebt oder davon gehört, dass das Haustier etwas ganz verrücktes getan, oder sich ganz merkwürdig verhalten hat?

Erzählt uns über diese verrückte Tier-Anekdote!

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.
887 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Isabel Bogdan wurde am 05. Juli 1968 in Köln (Deutschland) geboren.

Isabel Bogdan im Netz:

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von 4 Lesern gefolgt

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