Isabel Cañas

 3,8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Die Hazienda, Die Hazienda: Ein Spukhaus-Roman und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Isabel Cañas ist eine mexikanisch-amerikanische Autorin. Sie studierte Sprachen und Kultur des Nahen Ostens. Unter anderem hat sie in Mexiko, Schottland, Ägypten und der Türkei gelebt, bis sie sich an der Nordwest-Küste von Amerika niederließ. 2022 erschien ihr Debütroman THE HACIENDA, der als eine Mischung aus MEXICAN GOTHIC und REBECCA bezeichnet wurde. 2024 folgte VAMPIRES OF EL NORTE. Beide Romane haben Isabel Cañas international bekannt gemacht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Isabel Cañas

Cover des Buches Die Hazienda (ISBN: 9783986761189)

Die Hazienda

(11)
Erschienen am 17.05.2024
Cover des Buches Die Hazienda: Ein Spukhaus-Roman (ISBN: B0CZP9CQJH)

Die Hazienda: Ein Spukhaus-Roman

(1)
Erschienen am 01.04.2024
Cover des Buches The Hacienda (ISBN: 9781837860807)

The Hacienda

(1)
Erschienen am 26.10.2023
Cover des Buches The Hacienda (ISBN: 9780593436707)

The Hacienda

(0)
Erschienen am 26.09.2023

Neue Rezensionen zu Isabel Cañas

Cover des Buches Die Hazienda (ISBN: 9783986761189)
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Rezension zu "Die Hazienda" von Isabel Cañas

NiWa
Interessanter historischer Hintergrund

Nachdem Beatriz im Zuge des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges nahezu alles verloren hat, setzt sie ihre Hoffnung auf eine Zukunft an der Seite von Don Rodolfo Solórzano. Doch in der abgelegenen Hazienda von San Isidoro erwarten sie nicht nur düstere Gerüchte, sondern auch zunehmend beunruhigende Erscheinungen. Auf der Suche nach Antworten gerät Beatriz immer tiefer in ein Netz aus Aberglauben, Geheimnissen und übernatürlichem Schrecken.

"Die Hazienda" ist wieder so ein Roman, der zwar mit Geistern und düsteren Erscheinungen lockt, mich letztlich aber vor allem mit seinem historischen Hintergrund und den gesellschaftlichen Themen überzeugt hat. Die Geschichte spielt nach dem mexikanischen Unabhängigkeitskrieg um 1821 und begleitet Beatriz, deren Familie alles verloren hat. 

Sie setzt all ihre Hoffnungen auf die Ehe mit dem wohlhabenden Don Rodolfo Solórzano. Doch schon bald zeigt sich, dass sich auf der abgelegenen Hazienda von San Isidoro einiges gegen die neue Frau an seiner Seite sträubt und hier dunkle Geheimnisse verborgen sind. 

Die ersten Nächte in dem stattlichen Anwesen sorgen für eine angenehm schaurige Stimmung. Immer wieder wird Beatriz von verstörenden Visionen heimgesucht und sie spürt eine Bedrohung, die sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Zudem sind Misstrauen und Spannungen allgegenwärtig. Auch Beatriz' neue Schwägerin Juana macht ihr das Leben schwer, während die Vergangenheit der Familie Solórzano mehr und mehr ihre Schatten wirft. Dass nach Einbruch der Dunkelheit niemand das Haus betreten will, trägt definitiv zu einem allgemeinen Unbehagen bei. 

Die Gruselelemente haben mich durchaus bei der Stange gehalten, auch wenn sie mich nicht so schauern ließen, wie ich es gehofft hatte. Dafür haben sie sich gut in die Handlung eingefügt und die Stimmung des Romans getragen. 

Obwohl es einige gruselige Szenen gibt, hat mich vielmehr der historische Kontext gepackt. Isabel Cañas beleuchtet die Spannungen zwischen der indigenen Bevölkerung und den spanischstämmigen Mexikanern und zeigt dabei, wie tief die Folgen von Kolonialismus und Ausbeutung bis in den Alltag hineinreichen. Vor allem die Hazienda selbst wird dabei zu einem Sinnbild für die gesellschaftlichen Ungleichheiten, die das Land prägen.

Ebenso spannend fand ich die religiösen Konflikte, die eng mit den übernatürlichen Ereignissen verwoben sind. Besonders Padre Andrés ist eine Figur, die mir sehr gut gefallen hat. Sein innerer Zwiespalt zwischen christlichem Glauben und dem Wissen seiner Vorfahren wird glaubwürdig und feinfühlig dargestellt. Überhaupt mochte ich, dass Isabel Cañas ihren Figuren viele Facetten verleiht und dabei auch Themen wie Herkunft, Identität und Vorurteile aufgreift. Selbst Beatriz bleibt von gesellschaftlichen Erwartungen und Ausgrenzung nicht verschont.

Insgesamt ist "Die Hazienda" faszinierend zu lesen. Der Roman bietet nicht nur zahlreiche unheimliche Momente, sondern verbindet diese mit einem interessanten historischen Hintergrund und einem Schauplatz, der lange seine Geheimnisse wahrt. Wer in erster Linie einen waschechten Schauerroman erwartet, könnte möglicherweise etwas anderes bekommen als gedacht. Für mich hat der Blick auf die Geschichte Mexikos und die damit verbundenen gesellschaftlichen Spannungen den Roman ausgemacht. Solche Perspektiven begegnen einem vergleichsweise selten und genau deshalb fand ich das auf jeden Fall bereichernd.

Cover des Buches Die Hazienda (ISBN: 9783986761189)
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Rezension zu "Die Hazienda" von Isabel Cañas

cinnamons-bookworld
Mehr als ein Spukhaus – Horror, Kolonialismus und verbotene Liebe

Dieses Buch war wie für mich gemacht: ein unheimliches Haus, ein historisches Setting, ein Exorzismus – und dazu eine verbotene Liebesgeschichte mit einem attraktiven Hexenjäger-Priester. Mehr hätte ich mir kaum wünschen können.

Der Schreibstil ist extrem atmosphärisch und bildgewaltig. Die Autorin schafft es, eine dichte, bedrückende Stimmung aufzubauen, die mich beim Lesen wirklich gepackt hat. Ich habe mich stellenweise ernsthaft gegruselt und musste tatsächlich mit eingeschalteter Nachttischlampe schlafen – ein sehr gutes Zeichen für einen Horrorroman.

Doch dieses Buch ist weit mehr als nur eine klassische Geistergeschichte. Es setzt sich auch intensiv mit den dunklen Realitäten seiner Zeit auseinander: dem rassistischen Kastensystem, Kolonialismus, Landbesitz, Machtstrukturen und einer kontrollierenden, unterdrückenden Religion. Die Hacienda ist dabei nicht einfach nur ein Spukhaus, sondern ein starkes Symbol für Macht, Kontrolle und Unterdrückung. Im Kern erzählt die Geschichte davon, zu welchen grausamen Taten Menschen fähig sind, um ihre Macht zu sichern – und gleichzeitig von Widerstandskraft und Überleben in einer Welt, die versucht, einem alles zu nehmen.

Besonders eindrucksvoll fand ich, wie Beatriz’ mentaler und emotionaler Kampf mit dem Haus ihre größere Auseinandersetzung mit allem widerspiegelt, wofür es steht: sowohl auf übernatürlicher als auch auf historischer Ebene. Ihr Leid, ihre Angst und ihr Durchhaltevermögen machen diesen Kampf sehr greifbar und emotional.

Fast wäre dieses Buch für mich perfekt gewesen. Der finale Showdown wirkte auf mich jedoch etwas zu flach und weniger intensiv, als ich es mir nach dem starken Aufbau erhofft hatte. Zudem blieben einige Aspekte am Ende leicht unklar, was mein Leseerlebnis minimal getrübt hat.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch insgesamt absolut empfehlen – besonders für alle, die eine gelungene Mischung aus Horror, historischer Fiktion und einer Prise Romantik schätzen. Für mich war es ein eindrucksvolles, atmosphärisches Leseerlebnis, das mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird.

Cover des Buches Die Hazienda: Ein Spukhaus-Roman (ISBN: B0CZP9CQJH)
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Rezension zu "Die Hazienda: Ein Spukhaus-Roman" von Isabel Cañas

buch_leselust
Zu Halloween super

Ein spannender "Horror" Thriller mit ganz vielen historischen Bezügen. 

Ich fand die Stimmung im Buch sehr gut beschrieben und auch die Charaktere waren stimmig. Allerdings kam bei mir nicht so richtig Gruselstimmung auf, was allerdings auch am Wetter liegen könnte 😅

Ich empfehle dieses Buch ab Oktober zu lesen. 

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