Isabel Kreitz

 3.9 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Hotel Angst, Die Entdeckung der Currywurst und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Isabel Kreitz

Isabel Kreitz besuchte die Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und die Parsons School in New York. Seit dem zeichnet sie Comics, vom Zeitungsstrip bis zur Graphic Novel. Bereits 1996 setzte sie Uwe Timms Roman »Die Entdeckung der Currywurst« als Comic um. Neben ihren eigenen Geschichten wie »Die Sache mit Sorge«, für die sie 2008 den Sondermann-Preis der Frankfurter Buchmesse erhielt, schuf sie Comicadaptionen verschiedener Erich-Kästner-Werke und wurde für »Der 35. Mai« im selben Jahr mit dem Max-und-Moritz-Preis geehrt. Ihre Graphic Novel "Haarmann" (Szenario Peer Meter) bekam 2011 den Sondermann-Preis für den besten deutschen Comic, und schließlich wurde Isabel Kreitz 2012 mit dem Max-und-Moritz-Preis als "Bester deutscher Zeichner" ausgezeichnet. Weitere Informationen: http://isakreitz.de/

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Hotel Angst

 (22)
Erscheint am 20.04.2020 als E-Book bei DuMont Buchverlag.

Die Unheimlichen: Die Affenpfote

Erscheint am 28.04.2020 als Hardcover bei Carlsen.

Alle Bücher von Isabel Kreitz

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Cover des Buches Hotel Angst (ISBN:9783832188092)

Hotel Angst

 (22)
Erscheint am 20.04.2020
Cover des Buches Die Entdeckung der Currywurst (ISBN:9783551781833)

Die Entdeckung der Currywurst

 (11)
Erschienen am 22.05.2005
Cover des Buches Die Sache mit Sorge (ISBN:9783551713711)

Die Sache mit Sorge

 (6)
Erschienen am 22.04.2014
Cover des Buches Sushi entdecken (ISBN:9783551774446)

Sushi entdecken

 (3)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Deutschland (ISBN:9783832196219)

Deutschland

 (3)
Erschienen am 27.04.2012
Cover des Buches Nachtschatten (ISBN:9783848920181)

Nachtschatten

 (3)
Erschienen am 02.10.2013
Cover des Buches Häschen in der Grube (ISBN:9783848910090)

Häschen in der Grube

 (2)
Erschienen am 24.01.2014

Neue Rezensionen zu Isabel Kreitz

Neu

Rezension zu "Die Unheimlichen: Berenice" von Isabel Kreitz

Düster, kreativ, einfach klasse!
katzenminzevor einem Jahr

In der Serie „Die Unheimlichen“ interpretieren Comiczeichner klassische und moderne Schauergeschichten neu. Hier hat sich Lukas Jüliger, den ich schon durch seine Graphic Novel „Vakuum“ kannte, um Edgar Allen Poes Kurzgeschichte „Berenice“ gekümmert. Und ehrlich gesagt, habe ich das Büchlein – das ist wörtlich gemeint: Es ist die kleinste und dünnste Graphic Novel, die ich besitze – hauptsächlich wegen Jüligers Namen darauf gekauft. Ich finde seinen Zeichenstil einfach unglaublich schön. Seine Bilder könnte ich mir ewig anschauen. So Detailreich, angenehm weich und in einem gekonnten Maß realistisch. Und auch wenn man die kurze Geschichte locker an einem Nachmittag durchlesen kann, hatte ich das Buch danach noch fast täglich in der Hand, habe darin geblättert, geschaut und genossen.

Dieses Buch kann man übrigens auch wunderbar lesen, wenn man Poes Original nicht kennt. So war es auch bei mir der Fall. Aus Neugier habe ich mir Poes Berenice danach noch angeschaut und ich muss sagen, Jüliger hat sich sehr sehr weit vom Original entfernt - Und das ist ein Glücksfall! Statt in einem alten Herrenhaus, in dem es nichts weiter zu sehen gibt, verlegt Jüliger die Geschichte nach Japan, in die Szene der Otaku, in eine Onlinewelt mit Camgirls und Fankult. Auch stellt der den weiblichen Hauptcharakter viel mehr in den Fokus.

Nur Details erinnern an Poes Vorlage und trotzdem erschafft auch Jüliger eine düstere, unheilschwangere Stimmung. Da seine Szenerie aber näher an der Realität ist als Poes eher mystische Geschichte, hat es nochmal einen ganz anderen Gänsehautfaktor. Beide Geschichten zu vergleichen war total interessant und hat mich Jüligers Kreativität noch mehr schätzen lassen. Wie so oft kann ich nur kritisieren, dass ich gerne noch viele tiefer in die Geschichte eingetaucht wäre, mehr über die Otaku-Szene oder über den Hauptcharakter erfahren hätte. Allerdings hätte sich die Geschichte damit wohl zu weit vom Original entfernt.

Lukas Jüliger hat sich uneingeschränkt in mein Herz gezeichnet. Seine düsteren, kreativen, manchmal seltsamen Geschichten und sein wundervoller Zeichenstil machen ihn für mich zu einem der besten deutschen Comiczeichner. Ich warte gespannt auf mehr!

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Rezension zu "Die Unheimlichen: Das Wassergespenst von Harrowby Hall" von Isabel Kreitz

Dieses ist ein witzig-grusliges Jugendbuch, bzw. Comic
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

Dieses witzig-gruslige Jugendbuch, bzw., schlicht Comic, nimmt eine über 100 Jahre alten Geschichte von John Kendrick Bangs auf. Die Comic-Zeichnerin Barbara Yelini interpretiert die Story neu mit wundervollen Wasserbildern. Worum geht es? Harrowby Hall, der Familiensitz der gut situierten Familie Oglethorpe war fertig erbaut, zum Einzug bereit, das Zimmer der Tochter gelb-rosa gestrichen. Das gefiel ihr gar nicht und sie rebellierte. Der Vater stellte sie vor die Wahl, draußen zu schlafen oder einzuziehen. Sie ging zum See hinunter, stürzte aus Versehen hinein, ertrank und erscheint nun jedes Weihnachten, um ihr verhasstes Zimmer unter Wasser zu setzen. Heue ein Gästezimmer, zieht sich dort jeder unter Wasser gesetzte Gast eine schwere Erkältung zu, ganz ab von dem Schrecken.

Sir Oglethorpe , beschließt, das Zimmer einfach leerstehen zu lassen. Nun erscheint an Weihnachten das Gespenst in seinem Zimmer. Er erfährt, dass es auch nichts nützen würde, das Haus leerstehen zu lassen, denn das Gespenst würde dem Besitzer des Anwesens über die ganze Welt folgen, um an Weihnachten seine Wasserfälle abzulassen. Die Erkältung, die sich der Mann zuführt, überlebt er nicht.

»Man stelle sich vor, jeder würde so einkaufen.«

Der nachfolgende Sir Oglethorpe beschließt, das Gespenst auszutricksen. Er bestellt sich einen Taucheranzug, der per Post geliefert wird. Ja wenn das jeder machen würde, bekommt er vom Personal zu hören. Eine wundervolle Stelle. Klar, der Trick, den er ersinnt, funktioniert nicht und dieses exzentrische Jammergeschöpf sieht es gar nicht ein, sein Gespuk zu beenden. Eine neue Idee muss her.

Gezeichnet ist das Ganze in Schwarz-Grau-Tönen im Cartoonstil. Gespenst und Wasser sind aquamarinblau hinterlegt. Das Gespenst selbst ist im Skizzenstil dargestellt. Zeichnung und Farbstil im Einklang hinterlassen einen Gruselcharakter. Das Ende ist überraschend, typisch schwarzer, englischer Humor. Mir hat das Buch gefallen. Eine unverkennbare Wintergeschichte, die es einen unter der Wolldecke zittern lässt.

Die Altersangabe des Verlags liegt bei 14. Ich denke, ab 12 kann man das Buch sicher lesen. Klein, aber mein, im Pocketformat ist dies sicher ein nettes Mitbringsel für Jugendliche, die nicht gern lesen.

Die Münchnerin Barbara Yelin ist als Comiczeichnerin sehr bekannt. Sie studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Als Comiczeichnerin ist sie vor allem in Frankreich durch die Bände »Le visiteur« und »Le retard« bekannt geworden. Mit »Gift«, der Geschichte eines historischen Kriminalfalls nach einem Szenario von Peer Meter, ist 2010 der erste umfangreiche Comic von Barbara Yelin bei Reprodukt in Deutschland erschienen, weitere folgten. Sie zeichnete Comicstrips für die Frankfurter Rundschau (“Riekes Notizen”) und den Tagesspiegel und reiste als Workshopleiterin und Reportage-Zeichnerin an Orte wie Kairo, Bali, New Delhi, Tel Aviv und Pristina. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin.

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Rezension zu "Hotel Angst" von Isabel Kreitz

Den Träumen des Vaters auf der Spur
Barbara62vor 5 Jahren

Nur gut 100 Seiten umfasst John von Düffels Novelle "Hotel Angst" und doch erzählt sie 3 Geschichten. Zum einen ist es die Geschichte des real existierenden "Hotel Angst" in Bordighera an der italienischen Riviera, benannt nach seinem Schweizer Besitzer Adolph Angst. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war es ein riesiges Luxushotel für zahlreiche Größen aus Adel, Politik und Hochfinanz, bis Mussolini es für die Faschisten requirieren ließ und es seit dem Ende des 2. Weltkrieges dem Verfall preisgegeben wurde. Zum zweiten ist es eine Geschichte vom Erwachsenwerden des Erzählers, von seinen irritierenden Bekanntschaften mit dem anderen Geschlecht während der Familienurlaube in Bordighera. Zuallererst aber ist es eine Hommage an den gerade verstorbenen Vater. Denn während die Mutter und der Bruder zuhause die Hinterlassenschaften des Vaters auflösen, fährt  der Autor an die Riviera auf der Suche nach seinem Vater und dessen Lebenstraum: der Instandsetzung des Grandhotels im alten Glanz.  War der Vater nämlich während des Jahres ein ruhiger, unauffälliger Mann und braver Familienvater, so wurde er während der Sommerurlaube in Bordighera umtriebig und lebendig, arbeitete unermüdlich an Konstruktionszeichnungen, Plänen und Berechnungen und scheiterte schließlich doch an der Kompromisslosigkeit seiner Träume.


"Hotel Angst" ist kein rührseliger Vaterroman, sondern eine behutsame Annährung des Sohnes an den Vater, die John von Düffel durch den Gebrauch der ungewöhnlichen "Du-Form" stilistisch sehr gekonnt unterstützt.


http://mit-büchern-um-die-welt.de/john-von-dueffel-hotel-angst/

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