Isabel Kritzer 365 - Wenn die Masken fallen

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Inhaltsangabe zu „365 - Wenn die Masken fallen“ von Isabel Kritzer

Wer wünscht sich nicht ein bisschen mehr Pep, eine Prise Erfolg?

Die Studentin Charlotte Clark nimmt sich vor, in 365 Tagen etwas Außergewöhnliches zu erleben. Immer tiefer gerät sie dabei in einen Sog aus Liebe, Loyalität, Kälte und Lügen. Mit jedem weiteren Einblick in die Welt der High Society und das Firmenimperium ihres Vaters locken Reichtum, Macht und Zugehörigkeit. Doch was geschieht, wenn hinter der Fassade Abgründe lauern? Wo liegt die Grenze zwischen persönlich motivierter, medizinischer Forschung, familiärer Vergangenheit und dem Streben nach Wirtschaftlichkeit?

Eine unfassbar realistische Geschichte, die mich mehr als ein Mal in Atem gehalten hat.

— Fuchsiah

Dieses Buch regt definitiv zum nachdenken an :) Und man möchte seine nächsten 365 Tage so gut wie möglich nutzen :)

— LullabysBuecherkiste

Nun weiß ich eines auf jeden Fall, es kommt nicht immer auf das äußerte drauf an! Der Inhalt hat mich sehr positiv überrascht.

— LillyMilly

Tiefergehende Lektüre, die zum Nachdenken anregt

— BUECHERLESERjw

Ein Buch voller polarisierender Charaktere. Die Handlung zog sich stellenweise, wurde dann aber spannend!

— Stehlblueten

Mitreißend, tiefgründig, zutreffend - sind die Geschichte, wie auch der Schreibstil. Suchtgefahr auf sehr hohem Niveau!

— Anja_liest

Geld allein macht auch nicht glücklich... eine junge Frau, die trotz den Widrigkeiten des Lebens versucht, das Beste daraus zu machen!

— Gwynny

Dieses einzigartige Buch gibt dem Leser die Chance, die junge Generation aus einem anderen Blickwinkel kennen und verstehen zu lernen!

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    365 - Wenn die Masken fallen

    Fuchsiah

    18. December 2016 um 17:57

    Wenn es zwei Worte gibt, die dieses Buch beschreiben, dann ist es Schwere und Ehrlichkeit.Ich habe anfänglich auf den ersten Seiten des Buches gedacht, dass dieses Buch Reichtum, Macht und Ansehen, all die Dinge, die sich jeder Mensch insgeheim wünscht, verherrlicht, oder gar einseitig darstellt. Doch eigentlich diente der Einstieg nur einem: Wer den höchsten Berg besteigt, kann tief fallen, wenn er auf einen wackeligen Stein trifft.Je weiter die Geschichte voran schritt, desto mehr fesselte sie mich, zog mich hinab in den Strudel der Abwärtsbewegung, die sich Charlottes Leben nennt.Isabel Kritzer hat es in diesem Roman geschafft, das echte Leben auf 382 Seiten einzufangen, es aufzuschreiben und einem jeden von uns vor Augen zu führen.Perfektion, Reichtum und Macht bedeuten nicht immer glücklich sein. Genauso wie nicht alles Gold ist, was glänzt. Alles hat Schattenseiten und eben das hat die Autorin mehr als ein Mal so gut beschrieben, dass ich am Ende des Buches mit einer Schwere in mir zurückgelassen wurde.Ich habe mich selbst gefragt, ob das, was ich mache mich glücklich macht, mich erfüllt und ich mit Stolz sagen kann: Das hast du für dich getan. Habe mich selbst gefragt, ob ich nicht ab und an meine Freunde vernachlässige, nur weil meine eigenen Probleme zu groß und mein eigener Stress zu erdrückend scheint. Genau das ist es, was ich in einem Buch suche. Es muss mich bewegen und mich mit Fragen zurücklassen.Dieses Buch beschönigt nichts. Es spricht ehrlich aus wie die Dinge in der Realität sind. Schlimme Dinge wie der Verlust eines geliebten Menschen durch eigenes Verschulden.Dieser Inhalt wurde nur umso mehr durch den flüssigen und detaillierten, aber nicht zu blumigen Schreibstil von Isabel Kritzer unterstrichen. Auch wenn diese Thematik nicht direkt am Cover zu erkennen ist, empfehle ich doch jedem, dieses Buch ein Mal in die Hand zu nehmen, sich mitnehmen zu lassen und sich auf diese Thematik einzulassen.Wer auf den Wegen von Charlotte wandelt und sich darauf einlässt, wird definitiv einige Stunden Lesevergnügen vor sich haben.

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  • 365 - Wenn die Masken fallen

    365 - Wenn die Masken fallen

    LullabysBuecherkiste

    18. December 2016 um 11:31

    Erster Satz: Mit sechs Monaten London, mit zwölf Monaten Moskau, im Verlauf der nächsten zweiundzwanzig Jahren folgte nach und nach die Bereisung der sieben bewohnten Kontinente dieser Welt. Zitat:In der Gesellschaft herrscht kein Gleichgewicht des Gebens und Nehmens. In der Masse vergaß die Menschheit die Menschlichkeit und fuhr die Ellenbogen aus. Den meisten ging es immer nur um besser, schöner, schneller, reicher. Darum, das Superlativ an der Spitze zu stehen. Dabei verlernten, sie entweder, sich auf anderen einzulassen, oder sie taten es bewusst nicht. Klappentext: 1 JUNGE FRAU ERLEBT1 GANZ BESONDERES JAHR!Wer wünscht sich nicht ein bisschen mehr Pep, eine Prise Erfolg?Die Studentin Charlotte Clark nimmt sich vor, in 365 Tagen etwas Außergewöhnliches zu erleben. Immer tiefer gerät sie dabei in einen Sog aus Liebe, Loyalität, Kälte und Lügen. Mit jedem weiteren Einblick in die Welt der High Society und das Firmenimperium ihres Vaters locken Reichtum, Macht und Zugehörigkeit. Doch was geschieht, wenn hinter der Fassade Abgründe lauern? Wo liegt die Grenze zwischen persönlich motivierter, medizinischer Forschung, familiärer Vergangeheit und dem Streben nach Wirtschaftlichkeit? Fazit:    Am Anfang stellt sich uns Charly vor und versucht ein möglichst realitätsnahes Bild von sich zu zeigen und möchte dann wissen, was sich in 365 Tagen verändert hat und ob sie immer noch die gleiche sein wird. Diese Idee finde ich total spannend, weil wie oft macht man so was. Man verändert sich zwar, aber schenkt man dem wirklich Aufmerksamkeit? Toll fand ich auch, dass man im Prolog das Gefühl hat, als würde Charly direkt mit einem sprechen, so hat man gleich einen ganz anderen Bezug zu ihr und man kann sich mit ihr zusammen auf das Kommende einlassen.Charly erlebt in diesen 365 Tagen so ein Auf und Ab der Gefühle. Durch die Schreibart von Isabel Kritzer fühlt man mit Charly mit, man hat stellenweise echt einen Knoten im Magen und fragt sich mit ihr, ob das jetzt wirklich geschieht. Was oft hinter der Fassade geschieht, macht einem irgendwie nochmal klar, das nicht alles so ist, wie es scheint. Charly macht so einiges in diesen Tagen durch, ich möchte dazu gar nicht so viel sagen, weil man es einfach selbst gelesen haben muss :)Es ist faszinierend zu beobachten, wie Charly sich im Laufe des Buches verändert und neue Einsichten gewinnt. Auch welchem Einfluss sie von außen untersteht und wie man selbst dann gar nicht mal sofort mitbekommt. Dieses Buch regt definitiv zum nachdenken an, und dies auf so vielen Ebenen. Es ist wirklich der Hammer wie sehr dieses Buch einen Nerv bei einem treffen kann. Wie Charly so schön treffend sagt: "Ein weiteres Jahr voller Möglichkeiten liegt vor mir und ich verspreche mir selbst, es zu nutzen. Schließlich bin ich mir nun bewusst, wie viel in dreihundertfünfundsechzig Tagen passieren kann."

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  • Ein tolles Buch wo einem klar gemacht wird, das es nicht auf das äußere drauf ankommt!

    365 - Wenn die Masken fallen

    LillyMilly

    13. December 2016 um 19:17

    Nun weiß ich eines auf jeden Fall, es kommt nicht immer auf das äußerte drauf an!Der Inhalt hat mich sehr positiv überrascht.Es handelt um das Jahr einer jungen Frau namens Charly, welches die Autorin meiner Meinung nach sehr gut beschrieben hat, denn ich konnte mich hervorragend in das Leben der Protagonisten hineinversetzen. Man war einfach bei allem das geschehen ist dabei.Sei es nun das Ende der Studienzeit, den Beginn der Arbeit im Familienunternehmen oder die Verhältnisse die in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen.Dieses Buch spielt in der Realität und behandelt demnach auch reale und ernste Themen, zeigt aber auch auf, das Geld alleine nicht glücklich macht. Was mich etwas gestört hat, war die Aufteilung der einzelnen Handlungsstränge. Manchmal dauerte mir etwas einfach zu lange, es ging nicht mehr vorwärts und ich hatte zwischenzeitig doch das Gefühl, im Kreis zu rotieren. Nichts desto trotz konnte das Buch dieses kleine Manko gut machen.Der Schreibstil der Autorin war für mich einfach perfekt. Es war angenehm zu lesen und im nachhinein kann ich sagen, die Autorin hat mich vorallem durch ihre sprachliche Fähigkeit, etwas in Worte zu packen, mit sich gerissen, denn das lesen wurde nicht langweilig.Das Cover ist nicht so meines. Ich finde, es spiegelt nicht wirklich die Geschichte wieder und der Untertitel des Buches "Wenn die Masken fallen" fehlt mir doch auch irgendwie dort. Aber hey, wir bewerten nicht das Aussehen, sondern den Inhalt!Der Inhalt war berührend und mitreißend und da kommt es drauf an!Letzen Endes kann ich als Fazit sagen, das dieses 382 Seiten lange Buch mich durch den Schreibstil, die realitätsnahe Handlung und das doch sehr interessante Thema der "High-Society" überzeugen konnte, denn im ganzen ist es abgesehen von einem kleinen Manko wirklich toll!

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  • Tiefergehende Lektüre, die zum Nachdenken anregt

    365 - Wenn die Masken fallen

    BUECHERLESERjw

    06. December 2016 um 21:48

    INHALT Charlotte Clark ist erfolgreiche Studentin, gute beste Freundin und Erbin eines milliardenschweren Firmenimperiums. Als sie sich im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiums vornimmt in den nächsten 365 Tagen etwas außergewöhnliches zu erleben, ahnt sie noch nicht, welchen Preis alles im Leben hat. 365 Tage sind eine lange Zeit, in der sich Menschen verändern, sich lieben lernen, Abstand voneinander nehmen, Unglück erfahren, Opfer eines Verbrechens werden und erwachsen werden können. 365 Tage sind eine lange Zeit, um die eigene Familie kennen zu lernen, Abgründe zu entdecken und Fassaden einzureißen. 365 Tage sind eine lange Zeit, um sich selbst besser zu verstehen und eigene moralische, wirtschaftliche und familiäre Grenzen zu setzen. 365 Tage sind eine lange Zeit für Charlotte, um jede Menge zu erleben und kennen zu lernen. FAZIT »365 – Wenn die Masken fallen« ist einer der für mich ungewöhnlichsten und auch inspirierendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ungewöhnlich, weil ein Blick in mein Bücherregal offenbart, dass ich literarisch entweder sehr phantastisch, actionreich, erotisch, mysteriös oder doch historisch unterwegs bin. »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer ist aber nichts davon. Ein Grund mehr, mich auf dieses Buch einzulassen und die junge Charlotte Clark ein turbulentes, abwechslungsreiches Jahr zu begleiten. Ein weiteres Jahr voller Möglichkeiten liegt vor mir und ich verspreche mir selbst, es zu nutzen. Schließlich bin ich mir nun bewusst, wie viel in dreihundertfünfundsechzig Tagen passieren kann. »365 – Wenn die Masken fallen«, Isabel Kritzer, S. 375, Erstauflage 2016, 978-3-86196-633-3 Zurückgelassen hat mich Autorin Isabel Kritzer nach Seite 382 nicht nur mit den Erkenntnissen und Erfahrungen von Charlotte. Geblieben sind vor allem Fragen an mich selbst: Wann habe ich das letzte Mal etwas für mich getan? Wann habe ich das letzte Mal etwas getan, weil ich es wirklich wollte und nicht, weil irgendwer es von mir erwartet oder es eben dazugehört und getan werden muss? Und wie oft habe ich wirkliche wichtige Inhalte meines Lebens wie Familie und Freunde vernachlässigt, weil der Job so anstrengend war oder irgendetwas anderes dazwischen kam? »365 – Wenn die Masken fallen« hat bei mir nach dem Lesen ein „book hangover“ hervorgerufen, beschäftigt mit den Gedanken, die Isabel Kritzer bei mir angestoßen hat, brauchte ich etwas Zeit für eine Rekapitulation von Charlottes Jahr und meinen eigenen Gedanken. Isabel Kritzer hat mit dem Jahr von Studentin Charlotte gezeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dass Geld und Luxus nicht unbedingt mit dem Gefühl glücklich zu sein einher gehen, aber durchaus dazu einlädt, sich selbst und anderen zu blenden, ebenso wie sich blenden zu lassen. Und das Perfektion im Leben ein Zustand ist, den die Wenigsten je erreichen, wenn überhaupt. »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer startet und endet mit einem Abschnitt, in dem sich Charlotte selbst zu Wort meldet. In Pro- und Epilog stellt Charlotte sich den Fragen, wer sie ist, was sie als Mensch eigentlich ausmacht und wie viel sie in 365 Tagen erleben kann bzw. was sie erlebt hat und daraus mitnimmt. Mir haben die Kapitel aus der Ich-Perspektive geholfen, Charlotte besser greifen zu können, mich mit ihr zu identifizieren und mich auf das Buch einzulassen. Hilfreich für das schnelle Lesen war aber nicht nur Charlottes plastische und lebendige Ausarbeitung, sondern auch der Schreibstil von Autorin Isabel Kritzer. Detailliert, mit ein paar Längen und lobenswert gewandt im Umgang mit der deutschen Sprache, treibt sie die Geschichte von Charlotte in durchaus anspruchsvollen, aber gut verständlichen Deutsch voran. Wer bereit ist, ein ganzes Jahr Freude und Leid in wenigen Lesestunden zu durchleben und gerne von seiner Lektüre zu Nachdenken angeregt wird, sollte unbedingt einen näheren Blick auf »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer werfen.

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  • Nicht ist, wie es scheint

    365 - Wenn die Masken fallen

    Stehlblueten

    06. December 2016 um 08:35

    Wie der Klappentext schon verrät, begleiten wir in 365 das Jahr einer jungen Studentin aus wohlhabendem Hause, die sich zum Studienabschluss hin ihrem Vater und seiner Firma annähert – was eine gewaltige Zäsur in ihrem Leben darstellt und einige Änderungen mit sich bringt. Ich muss gestehen, dass ich sehr lange gebraucht habe, mich in das Buch einzufinden. Das lag vor allem daran, dass ich mit den Charakteren – allen voran Protagonistin Charly – einfach nicht warm wurde. Der Hauptgrund dafür mag sein, dass ich generell eine Antipathie empfunden habe, da sie ihren Studienalltag als so anstrengend empfindet, wo sie doch noch im Elternhaus wohnt, eine eigene Haushälterin hat und noch dazu nicht einmal arbeiten gehen muss, um sich ihr Geld zu verdienen. Ihr Verhalten und ihre Entscheidungen wirkten oft recht naiv und unselbstständig – was aber auch ganz natürlich ihrem Umfeld geschuldet ist. Diese Naivität stand im Widerspruch damit, dass sie (besonders im Prolog) wie eine absolute Powerfrau wirkte. Zumindest war dies ihr Selbstbild, dass dann immer mehr in Frage gestellt wurde. Einerseits arbeitet sie hart für gute Noten und ist sich ihres Könnens bewusst, andererseits hat sie Angst, vor dem süßen Typ in ihrem Spanischkurs als Streber darzustehen. Das erinnerte eher an das Verhalten eines Mädchens anstatt an das einer erwachsenen Frau. Zu Beginn des Buches erhält der Leser erst einen ziemlich detaillierten Einblick in Charlys Leben und das Verhältnis zu Familie und Freunden. Mir persönlich war diese Schilderung etwas zu detailliert und das Buch zog sich stellenweise, sodass ich anfangs nicht wirklich wusste, wohin der Plot mich führen soll. Gerade in Hinblick auf den Klappentext habe ich darauf gewartet, dass endlich das „Außergewöhnliche“ passiert, sie in die Firma ihres Vaters und das damit verbundene Machtspiel hereingerät. Das stand jedoch stärker im Hintergrund, als der Klappentext erahnen ließ und spielte somit auch erst in der zweiten Hälfte eine wichtigere Rolle. Diese zweite Hälfte gefiel mir persönlich auch viel besser, denn ab der Mitte des Romans nahm die Handlung dann wirklich an Fahrt auf und wurde zunehmend spannend. Charly lernt das Imperium ihres unnahbaren Vaters kennen, erlebt auch privat einige Abenteuer und verändert sich dank dieser ziemlich. Ich weiß nicht, wie es anderen beim Lesen ergeht, aber da ich ein eher distanziertes Verhalten zu Charly hatte und mich nicht in sie hineinversetzen konnte, habe ich ihre Handlungen teilweise sehr stark verurteilt. Das muss allerdings gar nicht schlecht sein, da ich so auch wirklich über das, was sie getan hat, nachgedacht habe. Besonders in Hinblick auf Zwischenmenschliches, bei dem sie noch einiges zu lernen hat. Charly ist ein sehr komplizierter Charakter, niemand, den man sich unbedingt zur Freundin wünscht. Im Verlauf des Buches habe ich aber gerade das zu schätzen gelernt. Sie ist sehr vielseitig, steckt in einem stetigen Lernprozess und während man ihre Handlungen und Ansichten reflektiert, denkt man automatisch auch über sich selbst und seine Einstellungen nach. Das Ende hat mir gut gefallen und gerade der Epilog hat mich auch endlich mit Charly versöhnt. Den Untertitel des Buches „Wenn die Masken fallen“ beziehe ich persönlich auch viel stärker hierauf als auf die anderen Offenbarungen im Buch. Denn Charly befindet sich während der gesamten Geschichte auf einer Suche nach sich selbst, zuerst unbewusst, dann bewusst. Nach einigen harten Rückschlägen und einer Menge Selbstreflexion gelingt es ihr mit dieser letzten Selbstanschauung gegen Ende des Buches, mich doch noch von ihrem Reifeprozess zu überzeugen. Während dieses Reifeprozesses formuliert sie Gedanken, die irgendwie nachklingen und nun mit kleinen Post-its in meinem Buch versehen sind. Nach fast 400 Seiten Suche, hat sie zu sich selbst gefunden und sieht sich endlich klar – oder zumindest klarer; denn Sätze wie “im Gewöhnlichen liegt für mich die Würze des Lebens” beschreiben in der Regel keinen Menschen, der noch nie in seinem Leben eine Waschmaschine bedient oder Betten bezogen hat. Aber vielleicht ist das ja auch eine Botschaft des Buches: Jeder verändert sich in seinem Maßstab, so gut wie er kann, zum Besseren hin. Was ich außerdem unbedingt noch lobend erwähnen will, ist der Schreibstil der Autorin. Auch dieser hat mich am Anfang irritiert. In dem Buch geht es immerhin um eine junge Studentin und ihren Alltag. Ich bin demnach eher in Erwartung an einen recht lockeren, leichten Schreibstil an das Werk herangegangen und war von der Wortgewalt, die mich erwartete, dann wirklich überrascht. Isabel Kritzer beherrscht Sprache. Das Vokabular in dem Buch geht über das hinaus, was man von einer Geschichte des Genres erwartet. An manchen Stellen wäre es mir lieber gewesen, der Schreibstil wäre melodischer, hätte diese Magie ausgelöst, die man beim Lesen oft erfährt, aber er war eigentlich durchgängig eher sachlich nüchtern. Andererseits hat genau das sicher besser zu der Handlung gepasst und bei mir haben das gehobene Vokabular und die Fachbegriffe das Distanzgefühl verstärkt, sodass ich Charly, ihre Freunde und ihre Familie wirklich als außenstehender Beobachter beurteilen konnte.Einzig mehr Dialoge hätte ich mir gewünscht, da vieles – wie Charlys Treffen mit André oder ihrem Vater – nur erwähnt wurde und ich persönlich einen besseren Zugang zu den Figuren gehabt hätte, wenn ich sie „hautnah“ hätte kennenlernen dürfen anstatt über Beschreibungen. Fazit Wie man sicherlich herausliest, hat mich das Buch hin und hergerissen. Ich hatte einen eher holprigen Start und lange das Gefühl, es gäbe keinen richtigen Spannungsbogen. Ab der zweiten Hälfte mochte ich es dann aber doch – vor allem, weil es mich zum Nachdenken gebracht hat. Ja, die Charaktere haben mich teilweise mit ihren Handlungen wütend gemacht, sie polarisieren. Ich hätte mir wenigstens eine Identifikationsfigur gewünscht. Aber alleine, dass ich am liebsten noch viel weiter ausholen und über die anderen Charaktere des Buches schreiben und diskutieren würde zeigt, dass das Buch eine Wirkung hinterlassen hat und diesen Diskussionsbedarf überhaupt erst bietet.

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  • Ein Buch mit Wow-Faktor, das eine Wundertüte voll Ereignisse bereithält!

    365 - Wenn die Masken fallen

    Anja_liest

    29. November 2016 um 23:23

    Zum Cover... In einer Umgebung von bunten Romancovern sticht dieses Cover direkt ins Auge! Schwarz, schlicht, anders und doch ästhetisch. Wahrscheinlich ist es mir deshalb im Kopf geblieben. In der Hand fühlt es sich seidig an - durch den glänzenden Lack. Auch im Regal macht es sich gut, denn der Buchrücken trägt zusätzlich zum Titel 365 den, meiner Meinung nach, äußerst passenden Untertitel: Wenn die Masken fallen. Zum Inhalt... Charlotte Clark, kurz Charly, erlebt ein Jahr der besonderen Art, genau wie es der Klappentext verspricht. Ein Jahr, in dem sie ein Stück weit erwachsen wird, in dem sich ihr Leben radikal verändert und sie sich ebenfalls, bis: Die Masken fallen. Sie strebt nach Akzeptanz, nach Glück, Erfolg und Anerkennung und, so scheint es mir, nach einer Chance, sich privat wie beruflich (sie steht zu Anfang des Buches kurz vor ihrem Uniabschluss) zu beweisen - vor allem ihrem Vater gegenüber. Als Leser lernt man ihr komplette Umfeld kennen, von ihrer flippigen Freundin Vanessa, über ihre schöne Schwester Sarah, die kühle Mutter, bis hin zum Butler ihres Vaters, um einige zu nennen - denn Charaktere gibt es viele! Sie macht positive Erfahrungen, erlebt Dinge, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, reist und trifft auf liebenswerte Menschen. Neue Freundschaften entstehen, alte zerbrechen, die große Liebe ist nah, als André ihren Weg kreuzt. Einfühlsam, ein bisschen erotisch und mit zum Lachen komischen Wortduellen, gedeiht die Beziehung... Auch ihr Vater beansprucht zunehmend Zeit, um sie in seine Firma einzuweisen und seine Lektionen über wirtschaftliche Visionen haben es in sich! Irgendwann kommt schließlich der Punkt, an dem Charly beginnt Fragen zu stellen, an dem die Fassade bröckelt und Geheimnisse nicht mehr geheim sind, denn fast jeder hat etwas zu verbergen. Hier trifft das Buch die Realität auf den Kopf und Charly den richtigen Ton! Fazit... Ich habe gelacht, ich war gerührt, ich war fassungslos und schlussendlich wirklich bewegt. Ich habe mich in mehr als nur einer Situation wiedergefunden, die vollkommen real erschien - vielleicht weil ich selbst Studentin bin und mich auch für alle Themen begeistern konnte. Die persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Facetten, die hier aufgezeigt werden sind tiefgreifend, möglicherweise sogar zukunftsweisend. Ich spreche meine absolute Leseempfehlung aus für alle, die ein Buch suchen, das sprachlich, inhaltlich und gewissermaßen kulturell über die Norm hinausgeht!

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  • Geld allein macht auch nicht glücklich …

    365 - Wenn die Masken fallen

    Gwynny

    28. November 2016 um 20:37

    FAKTENDas Buch „365: Wenn die Masken Fallen“ von Isabel Kritzer ist erstmals am 25.10.2016 Im Papierfresserchens MTM-Verlag erschienen. Es ist als eBook und Print erhältlich.INHALTCharlotte Clark (Charly) ist noch relativ jung mit ihren 23 Jahren, trotzdem ist sie ehrgeizig und zielorientiert unterwegs. Auch wenn Ihr Elternhaus finanziell alles hergibt, fehlt es dennoch an der einen Sache, die jedes Kind zu Hause dringend benötigt … Doch Charly ist fest entschlossen ihren Weg zu gehen, aus jedem der kommenden 365 Tage alles rauszuholen und zu geben! So geschieht fast ein Wunder - Ihr Vater will mehr Zeit mit ihr verbringen, sieht sie als seine Nachfolgerin. Und Charly nimmt begierig alles in Angriff, um die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erhaschen. Der gut aussehende André scheint etwas Festem nicht abgeneigt und auch ihre beste Freundin und ihre Schwester finden einen Partner. Charly genießt, nimmt die Veranstaltungen der High Society wahr und verbringt Zeit mit ihrer Clique. Doch was geschieht, wenn die Masken fallen? Charly gerät in einen Strudel aus Lügen, Intrigen, schrecklichen Ereignissen und ist drauf und dran sich selbst aufzugeben. Was ist nach diesen 365 Tagen, was bleibt von ihr?SCHREIBSTIL/ FORMEin großes Kompliment an die Autorin, für den sprachlichen Feinschliff. Wir haben hier nicht nur vernünftiges, sondern anspruchsvolles Deutsch. Eine wahre Wonne. Es macht Freude zu lesen, dass es noch Menschen gibt, die der deutschen Sprache mehr entlocken können als den kleinen Standard :) Nun zum Inhalt. Ich denke man könnte dieses Buch auch wunderbar verfilmen, die Story gibt das einfach her. Leider kamen ein paar kleine Längen auf, weil Isabel Kritzer uns Leser so tief mit in das Firmengeschehen rund um Charlys Vater genommen hat, sicher zum besseren Verständnis für Charlys Gedanken und Belastungen. In einem Film hätte das prima Szenen ergeben, beim Lesen hat es den Fluss gestört und den Pepp etwas zunichte gemacht. Allerdings nur während der paar Szenen. Der restliche Lesefluss wurde gut erhalten und gewürzt durch immer neue Hochs und Tiefs von Charly. Sehr gefallen hat mir, wie die Autorin hier hervorgehoben hat, das Geld allein nun mal auch nicht zum wahren Glück verhilft. Egal was man hinten dran hat, das eigene Umfeld kann zerstören und psychisch belasten. Da helfen zig Tausend auf dem Konto nicht wirklich. Auch der zwischenmenschliche Aspekt ist sehr authentisch und nimmt mit auf Charlys inneren Kampf. Man kann mit ihr erleben und sieht nicht nur von außen zu. Gerade bei einem solchen Roman, ist das unheimlich wichtig.CHARAKTERECharlyIch möchte hier auf niemand anderen einzeln eingehen. Denn hier ist die Hauptperson nun mal Charly. Sie wird auf Herz und Nieren geprüft – Leid geprüft. Gejagt von einem Misserfolg, der bei ihr scheinbar unweigerlich auf einen Fortschritt folgt, nimmt sie die Hürden ihres Lebens. Ich finde ihre Verhaltensweisen nachvollziehbar und lebensecht. Wenn sie auch manchmal etwas naiv daher kommen kann. Im Großen und Ganzen ist sie ihrem Alter vielleicht doch schon etwas voraus. MEIN FAZITEin gelungener Roman, der sich wirklich für eine Verfilmung anbietet! Trotz ein paar kleiner Längen, ein tolles Buch. Hier wird gezeigt, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist, nur weil man über Geld verfügt. Vor allem der innere Kampf von Charly ist es, der diese Story so wertvoll macht. Er regt zum Nachdenken an, lässt mitempfinden und ist eine willkommene Abwechslung zu den vielen Love-Stories da draußen. Ich empfehle dieses Buch sehr gern ab ca. 16 Jahren. MEINE BEWERTUNGHier gibt es 4 von 5 Zahnrädchen.©Teja Ciolczyk, 28.11.2016Mehr rund ums Buch findet Ihr auf meinem Blog Gwynny's Lesezauber

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  • Muss man gelesen haben!

    365 - Wenn die Masken fallen

    TinainderBahn

    09. November 2016 um 19:58

    Der Roman 365 von Isabel Kritzer erzählt sehr spannend das ereignisreiche Leben und die rührende Liebesgeschichte einer jungen Frau, innerhalb eines Jahres; die in unserer heutigen Gesellschaft alles hinterfragt. Der fesselnde Blick hinter die Kulisse ihrer Familie, der amüsante Einblick ins Studentenleben sowie ihr beginnender beruflicher Werdegang lassen den Leser das Geschehen authentisch miterleben. Die Autorin schafft es dabei, unterhaltend und gefühlvoll, den Leser mit auf Charlys selbstkritische Reise zu sich selbst zu nehmen. Sehr interessant fand ich vor allem die Szene im Skigebiet von St. Moritz, als Charly und André den Ausblick von der höchsten Stelle genossen, da diese mir als Skifahrerin unter die Haut ging. Immer für eine Überraschung gut, war für mich die spannungsgeladene Vater-Tochter-Beziehung, die stets neue Wendungen nahm. Besonders Charlys Eindrücke in der Firma ihres Vaters lassen mich die Autorin bewundern, denn sie gaben mir, nach langjähriger Berufserfahrung, eine neue Sichtweise in Bezug auf das Kommende. Fazit: Dieses einzigartige Buch, das im Hier und Heute spielt, gibt dem Leser die Chance, die junge Generation aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen, Bewunderung für diese aufzubringen und ihr Handeln besser zu verstehen. Für mich war es eine echte humorvolle, emotionale Bereicherung!

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