Isabel Morf

 3.9 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Katzenbach, Schrottreif und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Isabel Morf

Isabel MorfKatzenbach
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Katzenbach
Katzenbach
 (7)
Erschienen am 09.07.2012
Isabel MorfSchrottreif
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Schrottreif
Schrottreif
 (6)
Erschienen am 01.07.2009
Isabel MorfSatzfetzen
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Satzfetzen
Satzfetzen
 (5)
Erschienen am 07.02.2011
Isabel MorfKatzenbach: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
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Katzenbach: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Isabel MorfJahrhundertschnee: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
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Jahrhundertschnee: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Isabel MorfSelbsanft: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
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Selbsanft: Kriminalroman (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Isabel MorfSelbsanft
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Selbsanft
Selbsanft
 (1)
Erschienen am 05.04.2017
Isabel MorfJahrhundertschnee
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Jahrhundertschnee
Jahrhundertschnee
 (0)
Erschienen am 01.10.2014

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Rezension zu "Katzenbach" von Isabel Morf

Ambras- Syndrom...
Igelavor 8 Monaten

Stefan und Nadine Attinger sind überglücklich, als nach der 4jährigen Lotte die kleine Luzia zur Welt kommt. Bis sie den ersten Blick auf ihr Baby werfen, denn der Anblick der kleinen Luzia wirbelt ihre heile Welt durcheinander. Luzia wurde mit einer Anomalie geboren , dem "Ambras- Syndrom. 

Als die Kleine 4 Monate alt ist, geschieht ein Unglück. Luzia wird von Valerie Gut, die mit ihrem Hund spazieren geht, im Katzenbach, der durch das Dorf fliesst, gefunden. Jemand hat das Baby aus dem Kinderwagen genommen und in den Bach geworfen, Luzia ist tot.

So viele aus dem Umfeld der Familie, haben nach der Geburt gedacht oder gesagt, dass für die Kleine der Tod eine Erlösung wäre…..hat jemand seine Gedanken oder Worte in die Tat umgesetzt? Oder hat die Mutter die soziale Ausgrenzung mit dem entstellten Baby nicht mehr ausgehalten und die Kleine getötet?


Das Grundthema in diesem Buch hat mich wahnsinnig berührt. Wie geht das Umfeld damit um, wenn ein Paar, ein durch einen Gendefekt stark entstelltes Baby bekommt? Wie gedankenlos können Nachbarn, Eltern von Schullkollegen. Arbeitskollegen sein um subtilen Psychoterror zu betreiben, damit die Eltern an ihrem Kind zweifeln. Wer entscheidet, wann ein Kind lebenswert ist ? Diese Fragen haben mich sehr beschäftigt und fassungslos habe ich die Geschichte gelesen. Fassungslos, weil ich weiss, dass genau das, was hier beschrieben wird, überall auf der Welt und jeden Tag vorkommen kann.

Die "Hypertrichose" mit dem Ambras -Syndrom kannte ich nicht, habe mich jedoch erinnert, mal was darüber gelesen zu haben. Menschen mit diesem sehr seltenen Gendeffekt entwickeln eine übermässige Körper und Gesichtbehaarung. Recherchen im Internet haben mich sprachlos für das Leid der Betroffenen gemacht.

Die Autorin hat geradezu lebensecht die Sorgen, die Ängste und die Ausgrenzung der Familie, nach dem Bekanntwerden der Anomalie der jüngeren Tochter , beschrieben. In abwechselnden Zeitzonen, in denen man immer sofort erkennt, wo man in der Story steht, beschreibt sie die Zeit um die Geburt, das nach Hause kommen mit dem Säugling , die Zeit danach und während und nach dem Mord. Sehr eindrücklich, wie man als Leser "in die Köpfe" einiger Protagonisten sieht und wie  der Vater denkt, die Mutter meistere die Behinderung der Tochter mit links und umgekehrt.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, lässt sich sehr flüssig lesen. Ein paar holperige Stellen haben mich überhaupt nicht gestört, zu intensiv hat mich diese Story beschäftigt. Immer wieder hatte ich meine Vermutungen, wer denn nun genau für den Tod des Babys verantwortlich ist. Eine davon hat sich schlussendlich bestätigt. Doch da ich gegen Schluss, diese Vermutung nur bei 4 Menschen eingrenzen konnte, empfinde ich die Täterfrage und die Auflösung als gelungen und überraschend.

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Rezension zu "Satzfetzen" von Isabel Morf

Satzfetzen: Ein guter Zürich-Krimi
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Vier Jahre sind vergangen, seit das Fahrradgeschäft von Valerie Gut in den Schlagzeilen war. Ein Toter im Laden hat sich seither glücklicherweise nicht negativ auf ihre geschäftlichen Erfolge ausgewirkt. Doch einer Problemkundin aus jener Zeit begegnet sie nun wieder: Die Kantonsrätin Angela Legler flog seinerzeit wegen überzogener Ansprüche und viel Arroganz hochkant aus dem Fahrgut. Und nun wird Legler Opfer eines Mordes. Valerie Gut wundert das wenig, denn die Feinde der umstrittenen Politiker wurden gewiss nicht weniger. Zu allem Überfluss sind auch "Feinde" von damals in unmittelbarer Nähe: Im Kantonsrat arbeitet ausgerechnet Raffaela Zweifel, die vor vier Jahren ein gestohlenes Fahrrad an Legler auf dem Flohmarkt verkaufte. Gut aufeinander zu sprechen sind die beiden nicht.

Im zweiten Fall begegnen dem Leser überhaupt sehr viele Figuren wieder, die bereits bei "Schrottreif" dabei waren. Kommissar Beat Streiff ermittelt erneut und ist inzwischen Valeries Lebensgefährte. Seine Kollegin Zita Elmer macht gerade Mutterschaftsurlaub, aber auch sie wird von Streif für eine kleine Ermittlung einbezogen. Und Valeries beste Freundin Lina Kovàts ist als Protokollführerin im Kantonsrat beschäftigt. Damit schließt sich ein großer Kreis, aber bei der Rollenbesetzung hat Morf zu glaubwürdigen Mitteln gegriffen, um ihr Personal wieder beisammen zu haben.

Durch den Mord ergeben sich interessante Einblicke hinter die politischen Kulissen, aber auch in die Arbeit der Protokollführer, die Morf sehr ausführlich schildert. Nicht zuletzt erhofft sich Lina einen Hinweis auf mögliche Hintergründe zur Tat, weil sie die Tonaufzeichnungen aller Sitzungen abhört und auf mehr oder weniger unauffällige Sätze wartet.

Morfs Fokus ist eine sehr persönliche und menschliche Betrachtungsweise ihrer Figuren und das hat sie in "Satzfetzen" ebenso konsequent umgesetzt wie bei ihrem Erstling.

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Rezension zu "Schrottreif" von Isabel Morf

Rezension zu "Schrottreif" von Isabel Morf
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Eigentlich ist Valerie Gut sehr stolz auf ihren Laden: Vom Vater übernahm sie dessen Fahrradgeschäft und machte daraus unter dem neuen Namen "FahrGut" einen erfolgreichen Laden, der nicht nur Publikum aus der näheren Umgebung anzieht. Doch Neider sind nie weit: Sie wird bestohlen, es gibt Schmähbriefe, giftende Herumtreiber und zu allem Überfluss liegt eines Tages ein Toter im Geschäft. Zwar reagiert die Polizei schnell und energisch, aber Valerie Gut fühlt sich verpflichtet, selbst mit Hand anzulegen. Immerhin hat es ihren Laden getroffen und ob man dem Ex-Geliebten, der inzwischen für die Kripo ermittelt, alles sagen sollte oder lieber nicht, kann sie nicht so recht entscheiden.

Anno 2009 war dieser Krimi für den Zürcher Krimipreis nominiert, weil er gemäß den Regeln "in Zürich spielt, spannend geschrieben ist und das Zürcher Lokalkolorit überzeugend wiedergibt". Trifft zu. Bevor der Krimi in die Ecke "kuscheliger Regionalkrimi" abgeschoben wird: Es ist nicht mehr drin als in anderen vernünftg recherchierten Krimis, die an einem real existieren Ort spielen, das aber gezielt und gut untergebracht. Wobei Morf eine Handvoll lokale Besonderheiten detailliert einbringt: Der Veloladen samt Chefin hat ein echtes Vorbild und die Zeitung "Tachles", in der Valerie Gut speziell ihre jüdische Kundschaft anspricht, gibt es wirklich.

Interessanter ist schon der Schauplatz an sich : Ein Fahrradgeschäft, in dem der Leser der Chefin über die Schulter schauen kann. Gut wettert über Federungen, die mit falschen Argumenten beworben werden; sie erklärt dem portugiesischen Lehrling Luís nicht nur das Schrauben, sondern versucht sich zudem als Deutschlehrerin und sie kann auch deutlich werden und eine überkanditelte Kundin aus dem Laden werfen. Valeries ungarische Freundin bleibt bei Telefonaten mit ihrem Bruder in der Muttersprache und Morf bleibt ebenfalls dabei: So kurz die Telefonate auch sind, sie sind in Ungarisch wiedergegeben und der Leser steht genauso fragend neben Lina wie Valerie es tut.

Vieles in diesem Krimi spielt sich zwischen Ladentür und Werkstatt ab. Im Nachhinein wirken andere Szenen eher wie eine Ergänzung eines kleinen Kammerspiels aus Wiedikon. Dort braut sich das Finale zusammen und obwohl der Personenkreis klein ist, genehmigt Morf außer Ahnungen keine offensichtlichen Schlussfolgerungen. Dort passt ein Detail nicht, hier ein anderes. Erst ein zweiter Todesfall führt die richtigen Spuren zusammen. Es ist in Gestalt von Salome Zweifel ein klener Kniff nötig, damit sich alles am Ende ohne zahllose Vernehmungen fügt. Und doch mag man die Geschichte so annehmen, weil ein Kniff wie dieser in einem lebendigen Quartier eben vorkommen kann.

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