Isabel Morf Satzfetzen

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Inhaltsangabe zu „Satzfetzen“ von Isabel Morf

Die umstrittene Zürcher Kantonsrätin Angela Legler, gerade intensiv mit einem neuen Radwegekonzept für den Kanton beschäftigt, wird erstochen aufgefunden. Zunächst wird ein politisches Motiv vermutet, schließlich war die Politikerin kurz zuvor von einer Parlamentsmitarbeiterin beschuldigt worden, bestechlich zu sein. Oder handelt es sich um eine Beziehungstat? Denn die verheiratete Frau hatte offenbar auch eine Affäre … Kommissar Beat Streiff ermittelt in alle Richtungen - unterstützt von seiner Freundin Valerie Gut, Besitzerin des Fahrradgeschäfts „FahrGut“ im Stadtkreis Wiedikon.

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    Satzfetzen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. April 2013 um 16:12

    Vier Jahre sind vergangen, seit das Fahrradgeschäft von Valerie Gut in den Schlagzeilen war. Ein Toter im Laden hat sich seither glücklicherweise nicht negativ auf ihre geschäftlichen Erfolge ausgewirkt. Doch einer Problemkundin aus jener Zeit begegnet sie nun wieder: Die Kantonsrätin Angela Legler flog seinerzeit wegen überzogener Ansprüche und viel Arroganz hochkant aus dem Fahrgut. Und nun wird Legler Opfer eines Mordes. Valerie Gut wundert das wenig, denn die Feinde der umstrittenen Politiker wurden gewiss nicht weniger. Zu allem Überfluss sind auch "Feinde" von damals in unmittelbarer Nähe: Im Kantonsrat arbeitet ausgerechnet Raffaela Zweifel, die vor vier Jahren ein gestohlenes Fahrrad an Legler auf dem Flohmarkt verkaufte. Gut aufeinander zu sprechen sind die beiden nicht. Im zweiten Fall begegnen dem Leser überhaupt sehr viele Figuren wieder, die bereits bei "Schrottreif" dabei waren. Kommissar Beat Streiff ermittelt erneut und ist inzwischen Valeries Lebensgefährte. Seine Kollegin Zita Elmer macht gerade Mutterschaftsurlaub, aber auch sie wird von Streif für eine kleine Ermittlung einbezogen. Und Valeries beste Freundin Lina Kovàts ist als Protokollführerin im Kantonsrat beschäftigt. Damit schließt sich ein großer Kreis, aber bei der Rollenbesetzung hat Morf zu glaubwürdigen Mitteln gegriffen, um ihr Personal wieder beisammen zu haben. Durch den Mord ergeben sich interessante Einblicke hinter die politischen Kulissen, aber auch in die Arbeit der Protokollführer, die Morf sehr ausführlich schildert. Nicht zuletzt erhofft sich Lina einen Hinweis auf mögliche Hintergründe zur Tat, weil sie die Tonaufzeichnungen aller Sitzungen abhört und auf mehr oder weniger unauffällige Sätze wartet. Morfs Fokus ist eine sehr persönliche und menschliche Betrachtungsweise ihrer Figuren und das hat sie in "Satzfetzen" ebenso konsequent umgesetzt wie bei ihrem Erstling.

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