Isabel Stadnick Wo meine Seele wohnt

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Inhaltsangabe zu „Wo meine Seele wohnt“ von Isabel Stadnick

Bei den Lakota fand sie den Mann und das Land ihrer Träume … Als Isabel Hartmann im Sommer 1989 nach Süd-Dakota reist, ahnt sie nicht, dass sie dort ihre große Liebe finden wird: Bob Stadnick, einen Lakota. Sie entschließt sich, für immer zu bleiben, und heiratet ihn. Sie ist glücklich und taucht in eine Welt ein, die schöner und gegensätzlicher nicht sein könnte. Acht Jahre später nimmt Isabel Stadnicks Schicksal eine tragische Wende: Bob stirbt. In ihrer Verzweiflung reist sie mit ihren drei Kindern in die Schweiz. Aber das Heimweh lässt ihnen keine Ruhe: Gemeinsam kehren sie im Sommer 2008 zu den Lakota zurück.

Ein beeindruckender, berührender und sehr realistischer Erfahrungsbericht, fernab jeglicher Indianer-Romantik

— Klusi
Klusi

Dieses Buch kann ich allen Leuten welche sich für die First Americans interessen nur empfehlen. Es hat mich tief berührt, zumal ich selbst schon oft Zeit in Pine Ridge verbracht habe und ein Teil von mir immer dort ist.

— inge_jubelius
inge_jubelius

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  • Wo meine Seele wohnt - Mein Leben bei den Lakota

    Wo meine Seele wohnt
    Klusi

    Klusi

    09. June 2014 um 14:22

    Als die Schweizerin Isabel Hartmann im Sommer 1989 nach Süd-Dakota ins Pine-Ridge-Reservat reist, tut sie das in dem Bewusstsein, drei Wochen dort bei den Einheimischen zu leben, um die Kultur und die Lebensbedingungen der Oglala-Lakota vor Ort kennenzulernen. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern ihrer Reisegruppe, die nach wenigen Wochen den Heimflug antreten, bleibt sie, denn in dem Lakota Bob Stadnick hat Isabel ihre große Liebe gefunden. Das Reservat wird ihr zur neuen Heimat, und sie hat das Gefühl, am Ziel ihres Lebenstraums angekommen zu sein. Zusammen mit Bob baut sie sich hier eine Existenz auf. Als acht Jahre später ihr Mann stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Nun völlig auf sich gestellt, allein mit ihren drei kleinen Kindern, entschließt sie sich schweren Herzens, zurück in die Schweiz zu gehen. Aber die Sehnsucht treibt sie und ihre Kinder 2008 wieder ins Land der Lakota, und diesmal bleiben sie. Isabel hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Kindergarten- und Schulprojekt im Reservat zu unterstützen, um den jungen Einwohnern dort eine bessere Zukunftsperspektive zu bieten. Die Autorin schildert ihre ersten Eindrücke und Gefühle, als sie im Reservat ankommt. Sie erzählt aber auch die berührende Geschichte ihrer großen Liebe und ihres Schicksals, das sie vor Jahren an die Seite von Bob Stadnick geführt hat. Im Reservat fühlt sie sich zuhause. Sie lernt die Kultur und die Menschen so gut kennen, wie es keinem Außenstehenden oder Gast möglich wäre. Von den Einwohnern wird sie akzeptiert und freundlich aufgenommen. Ihr Bericht lässt sehr genaue Einblicke in die Situation der Lakota zu, denn Isabel Stadnick beschönigt nichts, sondern spricht auch Klartext, wenn es um die im Reservat herrschenden Missstände geht.Viele Menschen dort sind haltlos, weil sie ihrer ursprünglichen Kultur beraubt wurden, und besonders stark berührt mich das, wenn es Jugendliche und Kinder betrifft. Ihnen sind oft die Bräuche und die Sprache ihrer eigenen Vorfahren fremd. Aber es gibt auch eine andere Bewegung. Viele Einwohner besinnen sich auf die alten Rituale und Werte und beleben sie neu, um sie für die Nachkommen zu erhalten. In der eigenen Familie hat es Isabel nicht immer leicht, denn Bobs vier Kinder aus seiner ersten Ehe sind nicht sofort bereit, der neuen Frau im Leben ihres Vaters Zuneigung und Vertrauen zu schenken. Das muss sich die Autorin erst hart erkämpfen. Acht Jahre später zieht der schmerzliche Verlust ihres geliebten Mannes ihr den Boden unter den Füßen weg. Aber sie gibt nicht auf. Zwar geht sie für eine längere Zeit zurück in die Schweiz, aber sie vergisst das Land ihrer Träume und die lieb gewonnenen Menschen nicht, sondern kehrt dahin zurück, wo Bobs Grab liegt und wo sie sich zuhause fühlt. Isabel Stadnicks offener und realistischer Bericht, fern von jeglicher verklärter Indianer-Romantik, hat mich sehr beeindruckt und berührt. Wie sie allen Luxus hinter sich lässt, zu Bob und seinen Kindern in das kleine Erdhaus zieht und sich dort einbringt, ist nicht nur ein Zeichen ihrer Liebe, sondern zeugt von großer Verbundenheit mit den Menschen, von der Kraft und dem mutigen Einsatz, für das Volk der Lakota etwas zum Besseren zu ändern.

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  • Rezension zu "Wo meine Seele wohnt" von Isabel Stadnick

    Wo meine Seele wohnt
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    19. December 2011 um 14:00

    Inhalt Isabel Hartmann reist im Sommer 1989 nach Süd-Dakota und lernt Bob Stadnick kennen. Der ruhige Lakota gewinnt ihr Herz und sie entschließt sich, für immer zu bleiben. Sie ist glücklich und taucht in eine Welt ein, die schöner und gegensätzlicher nicht sein könnte. Ihr gewohntes Leben in der Schweiz, mit all den Annehmlichkeiten unserer Zeit, tauscht sie mit einem Leben in einer einfachen Behausung. Sie kämpft mit den Naturgewalten der Badlands, versucht die Zuneigung von Bobs vier Kindern zu erringen und schenkt ihrem Mann drei Kinder. Viele Lakota wollen die Situation im Reservat ändern, doch es fehlt die nötige finanzielle Unterstützung. Da von amerikanischer Seite nicht geholfen wird, unternimmt das Ehepaar Stadnick einige Reisen in die Schweiz, um Spendengelder für einen Kindergarten und eine Schule zu sammeln. Endlich kann der Kindergarten eröffnet werden, doch ein tragisches Ereignis ändert Isabels Leben ein weiteres Mal. Einschätzung Die Autorin erzählt ohne Beschönigung, aber auch ohne jemanden anzuklagen, vom Leben im Reservat, von den positiven, wie negativen Dingen. Sie schildert ihre Eindrücke von Ritualen und Zeremonien und bringt dem Leser die Tradition der Lakota näher. Durch ihre nüchterne, sachliche Erzählung erfahren wir von der Situation im Reservat und vom Kampf einiger Menschen, die versuchen, die alten Traditionen mit der modernen Welt zu verknüpfen. Ich behaupte, dass man nach Lesen dieses Buches, das Denken dieser Menschen und ihre Verwurzelung mit den alten Traditionen besser versteht. Und man lernt verstehen, dass es wichtigere Dinge gibt, als das Streben nach finanziellem Reichtum. Fazit Obwohl sachlich geschildert, erkennt man die Liebe und Wertschätzung, die Isabel Stadnick den Lakota entgegenbringt. Dieses Buch ist nicht nur ein MUSS für all jene, die sich für indianische Kultur und die heutige Situation der Natives interessieren, sondern auch für diejenigen, die den tieferen Sinn des Lebens hinterfragen. (AH) Für dieses eindrucksvolle Werk vergebe ich gerne 5 von 5 Punkten und den Amazing-Button.

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