Isabel Waidner

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Lebenslauf

ISABEL WAIDNER lebt und arbeitet in London. Mit ›Vielleicht ging es immer darum, dass wir Feuer spucken‹ gewann Waidner den Goldsmiths Prize 2021. Waidners Werke standen außerdem auf der Shortlist für den Orwell Prize for Political Fiction 2022 und den Republic of Consciousness Prize 2018, 2020 und 2022. Waidner lehrt an der School of English and Drama der Queen Mary University of London. 2020 erschien Waidners Debütroman ›Geile Deko‹ auf Deutsch.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Isabel Waidner

Schlecht übersetzt

Ich habe nur 1/3 des Buchs gelesen. Das lag an zwei Dingen. Gleich zu Beginn wird darauf hingewiesen, dass bei der Übersetzung die polnische Genderform verwendet wurde. Dabei wurde jedes Wort gegendert, was gefühlt in irgendeiner Weise mehrere Geschlechter haben kann. Zusätzlich haben alle Personen keine benannten Geschlechter. Für mich kam dabei kein Lesevergnügen und kein Lesefluss zustande. Vieles musste ich mehrmals lesen, um es zu verstehen. 

Der zweite Grund ist dann die Geschichte, die sich im Klappentext interessant anhörte. Ich würde das Gelesene fast schon als abstrus bezeichnen, nicht im negativen Sinne. Eher so, dass ich es nicht verstanden habe. Ich hatte das Gefühl, dass Dinge anders bezeichnet und umschrieben wurden wie bei einem anstrengenden Arthouse Film.

leider in der Übersetzung unlesbar

Das Buch mag phantastisch sein.  Es wurde im Original für mehrere Preise nominiert - gefeiert für innovatives Erzählen  - ich werde es nie erfahren. Denn es ist in der Übersetzung für mich unlesbar.

Ich bin sehr aufgeschlossen gegenüber dem Gendern, auch in der Literatur, halte Gendersternchen und : für eine veritable Möglichkeit, Texte formal lesbar zu gestalten und das Lesevergnügen zu erhalten.

Hier wurde (leider) eine Art des Genderns (polnisches Gendern - das war mir zugegeben vorher unbekannt (und das war auch besser so) ) genutzt, in der -- einer Buchstabensuppe gleich -- die zum Gendern notwendigen Buchstaben ans Ende der Begriffe angehängt werden. So wird aus "Stierkämpfer:innen" dann halt "Stierkämpfernnnie" - und ganz ehrlich: das macht das Hirn weich beim Lesen. Soviel Toleranz kann ich leider nicht aufbringen, das muss ich mir selbst zugestehen. Denn Lesen ist für mich Vergnügen, Fallen lassen, Erleben - und keine Buchstabenbastelei zum Zwecke von -- ja was eigentlich? Zwanghafter Korrektheit? Es ist gut, dass formal auf Gleichheit geschaut wird - der Preis ist mir hier allerdings deutlich zu hoch.

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