Isabell Frank Schattental

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Inhaltsangabe zu „Schattental“ von Isabell Frank

Marie? Marie, die mit den Lippen rot wie Rauschbeeren? "Marie, die als Kind sang, ehe sie sprach, und tanzte, ehe sie ging. Marie, die Tochter des reichen, mächtigen Kresslein aus dem Dorf: Wer wünschte sich denn nicht, so wie sie zu sein? Ihre runden Arme und ihre volle Brust luden zum Anfassen und Umschlingen ein, so wie ihr Mund zum Küssen und zum Lachen. Früher war sie doch nur ein dickes Kind gewesen, die Marie, eines der vielen im Dorf, das an lauen Sommerabenden Rollschuh lief und eilig umkehrte, wenn es den jungen Mann, den Tauber vom Tal, die Straße hinunterkommen sah. Nun war sie eine Frau: Sie war wohl nicht davongelaufen, aber sie war auch nicht standhaft geblieben. Ich ertappte meine Hand dabei, wie sie die angeschmutzten Finger zu einer Gabel formen wollte. Das Zeichen gegen den bösen Blick, das alle hier im Dorf machten, wenn wir den Namen des Tauber hörten." Isabell Frank hat aus dem ländlichen Idiom ihrer Heimat eine gleichsam naturhafte Sprache geschaffen und verwandelt die profane Wirklichkeit eines fränkischen Dorfes in den 70er Jahren in eine zeitlos-poetische Romanwelt. Abgründiger und wahrhaftiger ist das Unheimliche des Heimatlichen selten erzählt worden.

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  • Rezension zu "Schattental" von Isabell Frank

    Schattental

    Huebner

    01. January 2011 um 10:39

    Wenn der Leser von einem "gewissen" Wind, der sich in den Ästen der Trauerweide fängt, von einem "Schleichfahrtpolizeiauto", von einer "Lüftlmalerei", oder vom "löffelförmigen" Sitz eines Teckers liest, weiß er, dass er etwas sehr Gelungenes in Händen hält. Isabell Franks Erstling ist nicht nur eine anrührende Geschichte eines in einem Taldorf festsitzenden Mädchentraums und einer herzzerreißenden Liebesgeschichte, die so ins Dorfbild nicht passen will, sondern auch eine Sammlung atemberaubender Naturdarstellungen von einem fränkischen Dorf, irgendwo am Rande der Zeit. Marie ist eine Tochter des Dorfes, verliebt sich zum Leidwesen des Vaters und des Dorfersten in Tauber, einen Bauern im schwarzen Wald, einen Außenseiter. Diese Liebschaft soll und darf nicht sein, dem Tauber wird das schlecht bekommen. Seine Kühe dürfen das am eigenen Leibe spüren. Aber Marie widersetzt sich dem Dorfdünkel und hört auf ihr Herz. Der Roman spielt nicht etwa im 19.Jh., so wie man es vom Plott erwarten würde und der Leser findet sich bald damit ab, dass noch bis in die 70er Jahre des 20.Jh. die Uhren in den Taldörfern anders getickt haben dürften als in den Städten. So gelingt Isabell Frank ein mystisches Bild von einem Dorf aus einer anderen Zeit, das zumindest den Flachlandbewohnern und denen des fränkischen Dialektes nicht mächtigen unter uns skuril, unheimlich, aber auch schaurig schön erscheinen wird. I. Hübner

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  • Rezension zu "Schattental" von Isabell Frank

    Schattental

    claudiaausgrone

    31. October 2010 um 18:00

    "Marie, die als Kind sang, ehe sie sprach und tanzte, ehe sie ging. Marie, die Tochter des reichen, mächtigen Kresslein aus dem Dorf: Wer wünscht sich denn nicht, so wie sie zu sein?Früher war sie doch nur ein dickes Kind gewesen, die Marie, eines der vielen im Dorf, das an lauen Sommerabenden Rollschuh lief und eilig umkehrte, wenn es den jungen Mann, den Tauber vom Tal, die Straße hinunterkommen sah.Nun war sie eine Frau: Sie war wohl nicht davongelaufen, aber sie war auch nicht standhaft geblieben." Eine gute Geschichte gut erzählt. Der Debütroman besticht durch seine Sprache, die fast poetisch ist und damit im Gegensatz zu dem steht, was im Buch passiert. Die Abgründe einer Dorfgemeinschaft.

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