„Hoffnungsvolle Aussichten“ ist der dritte und letzte Band der Saga um die Familie Greiffenberg. Die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an und ich empfehle, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, da es sonst zu viele Informationen fehlen.
Ludwig von Greiffenberg ist von den Toten auferstanden und reißt das Zepter wieder an sich. Insbesondere seine Tochter Pauline ist frustriert, dass all ihre Erfolge klein geredet werden. Als sich die Indizien verdichten, dass Feinkost Greiffenberg in einen Umweltskandal verwickelt ist, steht die Familie vor einer ganz neuen Herausforderung.
An Band eins kam keiner der beiden anderen Teile heran, aber insgesamt hat mir „Hoffnungsvolle Aussichten“ wieder gut gefallen. Wer gerne mal einen ZDF Sonntagsfilm schaut, wird auch an den Greiffenbergs Freude haben.
Neben dem Skandal in der Firma nehmen vor allem Liebesdramen den restlichen Raum ein. Egal ob Pauline, Therese oder Ferdinand, jeder schlägt sich mit Fragen zur Zukunft herum und überall scheint es zu kriseln.
Die Handlung blieb trotz teilweiser Vorhersehbarkeit kurzweilig und lässt sich durch Isabell Schönhoffs flüssigen Schreibstil gut lesen.
Der Roman war kein Highlight, aber ein nettes Buch, bei dem man gut entspannen kann.
Isabell Schönhoff
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Isabell Schönhoff
Das Erbe der Greiffenbergs - Gegen den Wind
Das Erbe der Greiffenbergs - Zu neuen Ufern
Das Erbe der Greiffenbergs - Hoffnungsvolle Aussichten
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Neue Rezensionen zu Isabell Schönhoff
Rezension zu "Das Erbe der Greiffenbergs - Hoffnungsvolle Aussichten" von Isabell Schönhoff
mabuerele„...Antonia wandte den Blick nach rechts und entdeckte ihren Vater Ludwig. Er stand mit dem Rücken an die steinerne Brüstung gelehnt, ganz allein und mit vor der Brust verschränkten Armen...“
Nachdem der totgeglaubte Ludwig von Greiffenstein plötzlich wieder aufgetaucht war, scheint in der Familie alles eitel Sonnenschein. Doch das täuscht.
Die Autorin hat einen spannenden Abschluss ihrer Reihe geschrieben. Der Schriftstil ist leicht lesbar und bringt die Probleme auf den Punkt.
Ludwig hat in der Firma das Zepter erneut fest in der Hand. Es ist Oma Else zu verdanken, dass sowohl Ferdinand als auch Pauline einen Posten erhalten haben. Beide aber sind unglücklich. Ihre Vorschläge werden entweder abgeschmettert oder auf die lange Bank geschoben. Pauline beklagt sich gegenüber Elsa.
„..Was ich als Geschäftsführerin auf den Weg gebracht habe, macht er wieder rückgängig. Alles läuft wieder über seinen Tisch. Er nimmt den Mitarbeitern ihre Eigenverantwortung und das Arbeitsklima beginnt wieder toxisch zu werden...“
.
Antonia wurde zu einem Praktikum an der Seite von Onkel Wolfgang verpflichtet. Sie fühlt sich unterfordert und würde lieber an ihre Bewerbungsmappe für das Kunststudium arbeiten.
Therese wahrt nach außen den schönen Schein, hat sich aber innerlich von Ludwig zurückgezogen. Der kann oder will das nicht sehen.
Eine Todesnachricht in der Zeitung verlasst Ludwig zu der folgenden Bemerkung gegenüber Wolfgang:
„...Da sieht man es mal wieder. Manche Dinge erledigen sich von ganz allein. Man muss nur lange genug warten...“
Er ahnt nicht, wie sehr er sich gerade irrt. Es ist ausgerechnet seine Lieblingstochter Antonia, die im Bootshaus einen Fremden namens Sky trifft. Der will einen alten Skandal aufdecken, in dem die Firma Greiffenberg verwickelt war. Doch hat er eine Chance? Als Ludwig davon erfährt, zieht er alle Fäden, um die Geschichte erneut zu vertuschen.
Auch zwischen Pauline und Leopold beginnt es zu kriseln. Pauline, die aus einer toxischen Beziehung geflohen ist, ist noch nicht so weit, neue feste Bindungen einzugehen.
Es gibt einiges Auf und Ab, bis endlich die neue Generation die Fäden in die Hand bekommt und alte Schuld aufgearbeitet wird.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es widerspiegelt gekonnt gesellschaftliche Probleme.
„...Er hatte die Jagd geliebt und es immer geschafft, dass etwas von seiner Begeisterung und guten Laune auf sie übergesprungen war. Dieses Jahr fand Loibis Spektakel erstmals ohne ihn statt, und er würde fehlen...“
Seit dem ihr Mann bei einem Segeltörn verschwunden war, ist für Therese von Greifenberg nichts mehr, so wie es war.
Die Autorin hat eine abwechslungsreiche Fortsetzung ihrer Familiensaga geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker. Die kurzen Kapitel sorgen für die innere Spannung der Geschichte.
Pauline reibt sich für die Firma auf. Sie versucht alles, um sie aus den roten Zahlen zu bekommen. In stillen Momenten mit Leopold schöpft sie neue Kraft.
„...Vorhin, nachdem Picknick in der Sonne, waren sie tatsächlich zu dem kleinen See im Wald gestampft. Umringt von hohen Tannen hatte er dagelegen, ganz ruhig und grün...“
Ferdinand, ihr Bruder, lässt sich nur dannim Betrieb sehen, wenn es unbedingt seinmMuss. Er träumt von einer Weltkarriere als Stuntman. Für die Firma seines Freundes Mike will er einen aufsehenerregende Stunt aufnehmen.
„...Er fand das Gleichgewicht nicht wieder, und dann sah er ihn, den dicken Baumstamm, der mit atemberaubendem Tempo auf ihn zuraste...“
Ferdinand hat Glück im Unglück. Sein Kopf war kaum betroffen. Er wird auch wieder laufen können. Doch seinen Traum muss er aufgeben. In der Rehaklinik lernt er Christina kennen. Auch die junge Frau muss sich neu orientieren, da ihre Karriere als Bassistin nicht mehr möglich ist. Sie strahlt aber einen Lebensmut aus, der Ferdinand beeindruckt. Außerdem textet sie ihn bei jeder Begegnung zu. Noch ahnt Ferdinand nicht, dass er schuld an ihrem Dilemma ist.
Auch für Paulina wird es schwierig. Ihr Onkel Wolfgang will sie aus der Firma drängen. Dabei zieht er Ferdinand auf seine Seite. Der ist sowieso wie ein Fähnchen, das sich nach dem Wind dreht.
Wird er Paulina wirklich verraten? Gibt es noch eine Möglichkeit, die Firma zu retten?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wartet mit einigen Überraschungen auf.
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