Anton zaubert wieder

von Isabella Archan 
4,7 Sterne bei20 Bewertungen
Anton zaubert wieder
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Wunderbarer herz-zereisender Krimi - unbedingt lesen!!!!

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Wie immer gilt: Archan versteht, den Leser zu verzauben, psychologische Meisterleistung!

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Inhaltsangabe zu "Anton zaubert wieder"

Anton ist verdächtig, schweigt und stammt aus Graz. Nachdem er in der Wohnung der Ermordeten aufgegriffen wurde, schweigt er so beharrlich, dass die Kölner Kripo eine neue Karte spielen muss: Willa Stark.
Willa ist 30, frustriert und arbeitet wieder in Österreich. Als der Anruf ihrer früheren Kollegen aus Köln kommt, macht sie sich auf in die Domstadt, wo Anton tatsächlich mit ihr spricht.
Aber der Mörder sucht weiterhin nach Beute: weiblich, alleinstehend, zurückgezogen lebend.
Isabella Archan setzt ihre Erfolgsreihe um Willa Stark fort. Im dritten Teil liegt der Fokus auf der Ermittlerin, die zurück nach Köln darf und dort in einen schwierigen Fall einsteigt. Dass sie sich in einen Verdächtigen verliebt und noch dazu ihr Onkel auftaucht, vereinfacht ihre Rückkehr nicht. Und plötzlich geht es für Willa nicht mehr um die Jagd – es geht ums Überleben…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783956020933
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:CONTE-VERLAG
Erscheinungsdatum:30.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Isar-12s avatar
    Isar-12vor 3 Monaten
    Willa Stark ermittelt wieder in Köln ...

    "Anton zaubert wieder" ist der dritte Band aus der Willa-Stark-Reihe von Isabella Archan. Der Einstieg in das Buch beginnt mit einer Rückblende in die 90er Jahre, die Kindheit von Anton und Willa, sowie Verbrechen in die beide involviert waren. Doch auch in der Gegenwart geschieht in Köln ein Mord, und wieder ist Anton am Tatort. Holte ihn die Vergangenheit ein? Willa Stark, mittlerweile Inspektorin in Graz, wird als Beraterin von ihren früheren Kollegen aus Köln angefordert und sie kann das Schweigen von Anton brechen. Zwischen beiden entsteht etwas, das so eigentlich im Verhältnis Ermittler zu Verdächtiger nicht sein dürfte. Und währenddessen findet man weitere Frauenleichen. Isabella Archan ist mit diesem Buch ein guter Krimi gelungen, der den Leser immer auch an dem Seelenleben der Protagonisten teilhaben lässt. Genau diese Einblicke ergänzen dadurch sehr gut den Spannungsbogen und der Leser wird immer mehr in die Geschichte hineingezogen. Speziell diese inneren Konflikte von Willa haben mir gut gefallen und erklären dann auch ihr nicht immer logisches Handeln. Letztendlich ein Krimi, der bis zum Schluss spannend bleibt und bei dem man als Leser neugierig am Ende das Buch zuschlägt und wissen möchte wie es mit Willa Stark weitergeht.

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    leniksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbarer herz-zereisender Krimi - unbedingt lesen!!!!
    Anton zaubert wieder

    Das Ende des Buches kam dann beim lesen schneller als erwartet. Dieses Buch ist das dritte mit der Ermittlerin Willa Stark aus Graz. Diese ermittelt nun zum dritten mal bei der Kölner Kriminalpolizei. Sie wird zu einem Mordfall einer Frau hinzugezogen. Bei diesem Fall trifft sie auf Anton Schneider, auch er kommt ursprünglich aus Graz. Beide haben als Kinder schreckliches erlebt, was am Anfang kurz erzählt wird. Das ist das erste Buch der Willa Stark-Reihe was ich gelesen habe und fand es super. Die Autorin versteht es wirklich sehr gut die Leser in die Geschichte förmlich mit reinzuziehen. Mir ist es an manchen Stellen echt mulmig gewesen, aber auch witziges ist hier mit dabei. Das Buch umfasst 300 Seiten unterteilt in vier Rubriken und 49 Kapitel. Hoffe es gibt einen weiteren Teil. Ich gebe diesem Buch fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    BuchNotizenvor 2 Jahren
    Willa ermittelt wieder

    Willa ist überglücklich wieder in Köln zu sein. Das „Fräulein Ösi“, wie sie von ihren Kollegen liebevoll genannt wird, wird vom Team sofort wieder akzeptiert. Willa, die für ihre Alleingänge bekannt ist, versucht ihre Kollegen mehr mit einzubeziehen. Mir gefällt Willa, weil sie kein glatter Charakter ist, sondern auch Zweifel zulässt und Schwächen zugibt. Überhaupt gefällt mir das gesamte Kölner Ermittlerteam, inklusive dem Gerichtsmediziner Harro de Närtens, der eng mit Willa befreundet ist, ihr aber mehr als freundschaftliche Gefühle entgegenbringt.

    In „Anton zaubert wieder“ steht Willa und Anton im Mittelpunkt. Beide lassen uns an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Willa hadert immer noch mit ihrem Onkel Willi, den sie in Köln wieder trifft. In ihrer Kindheit hat sie ihren Onkel als Vaterersatz vergöttert, er hat sie aber maßlos enttäuscht. Anton hat, trotz Bemühungen seiner Pflegeeltern, sein Trauma nicht verarbeitet. Beide verbindet mehr, als ihnen lieb ist.

    Wiederholt habe ich mich gefragt, ob ich Anton die Morde wirklich zutraue. Die Autorin lässt immer wieder Zweifel aufkommen, bis es klar wird, wer der Täter ist. Ein spannendes Finale folgt. Am Schluss bleiben ein paar offene Fragen, die mich auf eine Fortsetzung hoffen lassen.

    Der Kriminalroman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei auch der Schreibstil und die Stilmittel wechseln. Isabella Archan hat für Extremsituationen einen ganz besonderen Schreibstil, an den ich mich anfangs wieder gewöhnen musste.

    „Anton zaubert wieder“ ist ein Kriminalroman aus der Reihe mit Willa Stark, der überzeugt und fesselt, ein richtiger Pageturner.

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    dreamlady66vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wie immer gilt: Archan versteht, den Leser zu verzauben, psychologische Meisterleistung!
    Wie immer gilt: Archan versteht, den Leser zu verzauben, psychologische Meisterleistung!

    (Inhalt übernommen)
    Anton ist verdächtig, schweigt und stammt aus Graz. Nachdem er in der Wohnung der Ermordeten aufgegriffen wurde, schweigt er so beharrlich, dass die Kölner Kripo eine neue Karte spielen muss: Willa Stark. Willa ist 30, frustriert und arbeitet wieder in Österreich. Als der Anruf ihrer früheren Kollegen aus Köln kommt, macht sie sich auf in die Domstadt, wo Anton tatsächlich mit ihr spricht. Aber der Mörder sucht weiterhin nach Beute: weiblich, alleinstehend, zurückgezogen lebend. Isabella Archan setzt ihre Erfolgsreihe um Willa Stark fort. Im dritten Teil liegt der Fokus auf der Ermittlerin, die zurück nach Köln darf und dort in einen schwierigen Fall einsteigt. Dass sie sich in einen Verdächtigen verliebt und noch dazu ihr Onkel auftaucht, vereinfacht ihre Rückkehr nicht. Und plötzlich geht es für Willa nicht mehr um die Jagd – es geht ums Überleben…

    Zur Autorin:
    Isabella Archan wurde 1965 in Graz (A) geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten viele Jahre Theaterengagements an Stadt- und Staatstheatern in Österreich, der Schweiz und Deutschland.
    Seit 2002 lebt sie als Freiberuflerin in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist sie immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen.
    Ihre eigenen Krimiabende erfreuen sich grosser Beliebtheit.
    Helene geht baden, ihr erster Kriminalroman, ist 2014 im Conte Verlag erschienen. 2015 folgt dann Marie spiegelt sich. Anton zaubert wieder ist ihr dritter Kriminalroman in dieser Reihe.

    Schreibstil/Fazit:
    Ich freute mich über meine Teilnahme an dieser unterhaltsamen aber auch sogleich fesselnden Leserunde - das überaus spannend  sich aufbauende Buch mit ca. 300 Seiten in einer gut lesbaren Schrift mit nicht überfrachteten Seiten ist in vier Leseabschnitte aufgeteilt, inklusive einem Glossar für alle nicht-Ösi-Fans :)

    Erneut gilt: Ich bin einfach fasziniert von diesem grossartigen Schreibtalent, das sich einfach von der Masse abhebt - wie detailliert, wie einfühlsam aber auch wie realitischreal & schockierendbrutaldirekt hier die Story daherkommt, gepaart mit etwas Lokalkolorit & Ösi-Charme ist einfach faszinierend & frappierend zugleich.

    Das Meisterwerk um Band 3, den ich nun lesen durfte, hat es mächtig in, gar an sich - was für seelische Abgründe tun sich hier auf...unfassbar - dazu private gar menschliche Züge im bunten Ermittlerteam, Chapeau für diesen Lesegenuss, der die Höchstpunktzahl verdient!

    Die teilweise knappen Kapitel hielten mich für viele spannende Stunden gefangen - und, nach wie vor gilt: Ich habe ich Dich "unter weiterer Beobachtung" & bin auf Neues aus Deiner kreativen Feder schon sehr gespannt...


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    Blausterns avatar
    Blausternvor 2 Jahren
    Anton zaubert wieder

    Anton sitzt am nächsten Morgen nach einem ONS plötzlich neben einer toten Frau. Total verstört wird er abgeführt. Doch auch im Gefängnis sagt er kein Wort. Seine Vergangenheit scheint ihn gerade wieder eingeholt zu haben, denn als kleiner Junge musste er mit ansehen, wie seine Mutter ermordet wurde. Anton ist nicht einfach, auch Frauen gegenüber nicht. Vielleicht laufen sie ihm deshalb in Scharen nach. Aber einen Mord? Daran glaubt die Ermittlerin Willa Stark auch nicht, die extra für diesen Fall nach Köln gerufen wurde. Langsam bekommt sie Zugang zu ihm und sucht den wahren Mörder. Und die nächsten Morde stehen schon vor der Tür.
    „Anton zaubert wieder“ ist der 3. Fall der Ermittlerin Willa Stark aus Graz, den man aber gut lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen. Die Ermittlungen werden hier deteilgenau wiedergegeben und wir somit voll in das Geschehen verwickelt. Antons Vergangenheit wird durchleuchtet, und gleich zu Beginn spricht die Kinderseele, die tief traumatisiert und einschneidend ist. Die Psyche der Figuren spielt hier eine große Rolle. Antons, Willas, die ebenfalls mit den Dämonen ihrer Vergangenheit kämpft und was das Zusammenspiel zwischen den beiden sehr interessant macht, und auch des Täters, der hier ebenfalls ab und an zu Wort kommt. Dabei mit einem ganz eigenen Sprachstil, der knapp, aber treffend ist und die Aktionen der Figuren hervorhebt. Man kann wunderbar bis zum Ende mitraten, denn immer wieder stellen sich Zweifel in den Weg und auch überraschende Wendungen.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Kriminalroman
    Spannender Kriminalroman

    Dies ist der 3.Band einer Krimiserie.Man kann das Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger lesen.
    Willa Stark wird als Ermittlerin zurück nach Köln gerufen um Iren Kollegen bei einem Mordfall zu helfen.Der Hauptverdächtige Anton sitzt in einem Raum neben einer toten Leiche.Doch er ist traumatisiert.Erst Willa gelingt es Kontakt zu Ihm aufzunehmen.Aber sie glaubt nicht,das Anton der Mörder ist.Plötzlich geschehen weitere Morde und die Ermittlungen erweisen sich als äußerst schwierig.


    Die Geschichte hat mich gleich wieder in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig .Die Seiten fliegen nur so dahin.Die Charaktere werden sehr interessant beschrieben und so konnte ich sie mir bildlich gut vorstellen.Besonders Willa habe ich gleich wieder in mein Herz geschlossen.Viele Szenen werden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt bei den Ermittlungen dabei.
    Auch versteht es die Autorin auf Ihre eigene Art und Weise uns in die Ermittlungen mit einzubeziehen.Das ist Ihr hervorragend gelungen.
    Sie versteht es gekonnt Privates von Willa mit in die Geschichte einzubauen.Das hat mir sehr gut gefallen.Auch die düstere und spannungsgeladene Handlung macht das Buch sehr lesenswert und es kommt dadurch nie Langeweile auf.Man rätzelt bis zum Schluß wer denn nun der Täter sein könnte.


    Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt und passend zum Buchtitel und der Geschichte.


    Ich hatte viele spannende und aufregende Lesestunden mit diesem Buch.Für Leseliebhaber von Kriminalromanen kann ich diese Lektüre sehr empfehlen.

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    irismarias avatar
    irismariavor 2 Jahren
    gelungener dritter Fall

    Isabella Archans Thriller bestechen durch ungewöhnliche Plots mit spannendem psychologischen Hintergrund der Figuren und überraschenden Wendungen. So ist es auch in "Anton zaubert wieder", dem dritten Fall für die Grazer Ermittlerin Willa Stark. Willa wird als Hilfe von der Kölner Kripo angefragt, weil ein Verdächtiger im Mordfall aus Graz stammt. Er hat eine tragische Vergangenheit, denn er musste als kleiner Junge den Mord an seiner Mutter miterleben. Nun wird er wieder neben einer toten Frau angetroffen und gerät ins Visier der Polizei. Neben dem fesselnden Fall, der mit weiteren Morden zusammen zu hängen scheint, geht es auch um Willas Vergangenheit und Gegenwart.
    Isabella Archan konnte mich wieder einmal in ihren Bann ziehen und ich habe mitgefiebert. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall und weitere Köln-Grazer Gemeinschaftsermittlungen.

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Isabella Archans Krimis sind immer wieder empfehlenswert.
    Ein toller Krimi

    Willa Stark, die eigenwillige österreichische Polizistin, hat sehr ungern das Europol – Austauschprogramm beendet und die Kölner Kollegen verlassen. Umso erfreuter ist, dass sie als Beraterin angefordert wird, als in Köln ein Mordverdächtiger aus Graz sich jeder Vernehmung verweigert. Man hofft, dass Willa einen Zugang zu diesem jungen Mann findet.
    Anton ist Hauptverdächtiger, er saß traumatisiert mit der Leiche im Zimmer, einer Frau, die er am Abend zuvor in einer Bar kennenlernte und mit der er die Nacht verbrachte. Die Szene erinnert fatal an den Mord seiner Mutter, den er als kleiner Bub mitansehen musste.
    Willa findet tatsächlich Zugang zu Anton, er spricht mit ihr und sie fühlt eine ganz besondere Verbindung und Anziehungskraft. Doch sie hält ihn nicht für den Mörder und als weitere Frauenleichen auftauchen, wird schnell klar, dass Anton als Täter nicht in Frage kommt.
    Dieser spannende Krimi wird ganz von der Persönlichkeit der Ermittlerin getragen. Sie wird als vielschichtiger Charakter sehr menschlich dargestellt, mit ihren privaten Nöten und ihren Stärken. Willas Arbeitsweise ist unkonventionell, das macht es dem Leser leicht, sich mit ihr zu identifizieren und mit an der Lösung zu raten. Sie scheut vor Gefahren nicht zurück und wenn sie sich in brenzlige Situationen bringt, steht das Kölner Team fest hinter ihr.
    Figuren in Extremsituationen beschreibt die Autorin immer mit besonderer Tiefe und Sorgfalt. Wenn „Frl. Ösi“ sich über bundesdeutsche Regeln hinwegsetzt, ist ein hintergründiger Witz garantiert. Die Handlung ist raffiniert aufgebaut, immer wieder gibt es Wendungen, die die Spannung durchgehend hoch halten. Aber am besten gefallen mir die Protagonisten dieses Krimis, bis zu den Nebenfiguren sind sie gut portraitiert und tragen zur psychologischen Tiefe bei.
    Das ist der dritte Band um Willa Stark, aber auch ohne Vorkenntnis kann man diesen Krimi lesen, man wird sich danach wohl die Vorgängerbände auf die Leseliste setzen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit beeindruckenden Schriftstil!
    Klasse Krimi - Leseempfehlung

    „...Von draußen schien, wie vom Wetterbericht angekündigt, die frühe Sonne herein und ließ die beiden an der Tür und im Flur wie feine Scherenschnitte aussehen, die sich in einer zweidimensionalen Welt getroffen hatten und auf die jeweilige Reaktion des anderen warteten...“

    In Graz spielt der vielleicht fünfjähriger Anton gerade mit seinem neuen Zauberkasten. Dann zerbricht seine Welt. Er erlebt die versuchte Vergewaltigung und den Tod seiner Mutter mit. In dergleichen Stadt verfolgt die 10jährige Willa einen Taschendieb und sorgt dafür, dass er gefasst wird. Willa ist voller Wut, weil ihr geliebter Onkel Willi wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Damit ist ihre kleine Welt zusammengebrochen.

    Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen. Aus Kindern werden Leute. Anton lebt in Köln und hat sich eine Internetfirma aufgebaut. Frauen mochten ihn. An der Theke einer Bar spricht ihn eine ältere Frau an. Eigentlich will er nichts von ihr. Aber ihr Angebot, ihn zu begleiten, kann er auch nicht ablehnen, weil er ihr nicht weh tun möchte. Am nächsten Morgen ist die Frau tot, und Anton sitzt geschockt neben ihrer Leiche. Er schweigt, auch in Haft.

    Willa arbeitet als Inspektor bei der Grazer Polizei. Gerade hat sie einen Fall erfolgreich abgeschlossen, da erhält sie die Möglichkeit, erneut in Köln zu arbeiten. Etwas Besseres kann ihr nicht passieren, denn bei ihrem letzten Aufenthalt hat sie sich dort wohl gefühlt. Sie soll Anton zum Reden bringen.

    Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich gut lesen und hat mich schnell gefesselt.

    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Sie haben viele positive Eigenschaften, aber auch Ecken und Kanten. Vor allem Anton und Willa sind von ihrer Vergangenheit geprägt. Die gemeinsame Herkunft und die unverarbeitete Kindheit wird nicht ohne Folgen für die Begegnung zwischen dem Inhaftierten und der Kriminalistin bleiben. Dieses Spannungsfeld gibt dem Krimi sein besonderes Gepräge.

    Beeindruckt bin ich vom Schriftstil der Autorin. Es ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht das Letzte. Schon auf den ersten Seiten bin ich als Leser mitten im Geschehen, darf das aber durch die Augen eines Kindes sehen. Dadurch wirkt es besonders eindringlich. Ab und an kommen Täter zu Wort. Das geschieht nach dem Tode von Antons Mutter. Der Täter reflektiert das Geschehen.

    In der Gegenwart gibt es Tagebuchnotizen – kurz, prägnant, aussagekräftig. Sie geben einen tiefen Einblick in die Psyche des Schreibers. Und sie schicken mich als Leser auf eine Spur, von der ich nicht weiß, ob es die richtige ist. In Köln wird Willa ihren Onkel nach Jahren wiedertreffen. Obiges Zitat beschreibt die ersten Minuten ihrer Begegnung. Auch hier zeigt sich der gekonnte Umgang der Autorin mit Sprache und Metaphern. Es ist die Beschreibung eines kurzen Moments des Stillstands, des Verharrens, bevor das Leben weitergeht. Emotionen spielen im Buch eine entscheidende Rolle. Sie werden weniger durch Worte, mehr durch Taten vermittelt. Eine unerwiderte Liebe, die nicht aufgibt, eine Wut, die sich entlädt, eine Sehnsucht, die auf der Suche ist nach einer Heimat und ankommen möchte, sind einige Beispiele dafür.

    Nebenbei gelingt es der Autorin, mich beim Mitraten gekonnt in die Irre zu führen. Dazu dienen falsche Spuren, aber auch die komplexen Beziehungen zwischen den Protagonisten.

    Das Cover mit Handschuh und Zylinder passt.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die konsequent erzählte Geschichte, die mich in die psychischen Tiefen der Protagonisten führt, und der ausgefeilte Schriftstil haben mich begeistert.

    Kommentare: 7
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    nellsches avatar
    nellschevor 2 Jahren
    Anton zaubert wieder

    Anton wird verdächtigt, eine Frau nach einem One-Night-Stand ermordet zu haben. Doch er schweigt beharrlich. Erst gegenüber der Polizistin Willa, die wie er aus Graz kommt, wird er gesprächig. Willa wurde eigens für diese Ermittlungen von der Kölner Polizei angefordert und fühlt sich sofort wieder Zuhause. Willa glaubt nicht an die Schuld von Anton, auch wenn er sich bei der Leiche aufhielt. Dann tauchen weitere Frauenleichen auf, die eine Gemeinsamkeit haben.

    Dies ist bereits der dritte Teil der Reihe um Willa Stark. Für mich war es das erste Buch dieser Reihe, aber ich hatte keinerlei Probleme, in die Geschichte rein zu finden. Der Beginn war sehr spannend. Ein kleiner Bub muss mit ansehen, wie seine Mutter ermordet wird. Der Mörder wurde all die Jahre nicht gefasst. Ich machte mir sofort Gedanken, wie dieser Rückblick zu den Geschehnissen in der jetzigen Zeit passen könnte.
    Die Charaktere wurden interessant beschrieben. Willas Freude über die Rückkehr nach Köln war deutlich zu spüren. Sie hat sogar den Wunsch, wieder dauerhaft in Köln zu bleiben. Voller Elan steigt sie in die Ermittlungen ein. Ich mochte Willa. Allerdings hat sie sich auch ein wenig unprofessionell verhalten. Das konnte ich nicht nachvollziehen, denn gerade bei einer Mordermittlung sollten die Ermittler sich vernünftig verhalten und keinen Grund für Ermittlungsfehler geben.
    Sehr sympathisch fand ich Harro, den Leiter des rechtsmedizinischen Instituts. Seine Gefühle für Willa sind wirklich sehr schön beschrieben.
    Den Plot fand ich gut gelungen. Ich habe überlegt, ob Anton die Frau ermordet hat oder nicht. Ich war mir diesbezüglich wirklich unschlüssig. Dass Willa den Kontakt zu Anton suchte, fand ich daher ziemlich beunruhigend. Die weiteren Frauenleichen brachten dann noch mehr Fragezeichen. Hängen sie mit dem Tod der Frau zusammen? Hat Anton alle umgebracht? Oder gibt es einen weiteren bzw. anderen Täter?

    Ich wurde gut unterhalten und vergebe daher vier Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Leserinnen und Leser,
    hier kommt die Leserunde zu meinem dritten Band der Krimi-Reihe um Willa Stark. Nach 'Helene geht baden' und 'Marie spiegelt sich', ist es nun 
    'Anton zaubert wieder'.  
     
    Anton ist verdächtig, schweigt und stammt aus Graz. Nachdem er in der Wohnung der Ermordeten aufgegriffen wurde, schweigt er so beharrlich, dass die Kölner Kripo eine neue Karte spielen muss: Willa Stark.
    Willa ist 30, frustriert und arbeite wieder in Österreich. Als der Anruf ihrer früheren Kollegen aus Köln kommt, macht sie sich auf in die Domstadt, wo Anton tatsächlich mit ihr spricht.
    Aber der Mörder sucht weiterhin nach Opfern: weiblich, alleinstehend, zurückgezogen lebend.
    Im dritten Teil liegt der Fokus auf der Ermittlerin, die zurück nach Köln darf und dort in einen schwierigen Fall einsteigt. Dass sie sich in einen Verdächtigen verliebt und dazu noch ihr Onkel auftaucht, vereinfacht ihre Rückkehr nicht. Und plötzlich geht es für Willa nicht mehr um die Jagd – es geht ums Überleben …


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr wieder Lust habt mit mir auf Mörderjagd zu gehen.
    Eure Isabella Archan
     
    www.isabella-archan.de
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