Tod einer Hofdame

von Isabella Benz 
3,2 Sterne bei11 Bewertungen
Tod einer Hofdame
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Positiv (5):
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Ein historischer Krimi mit nicht ganz überzeugenden Motiven, aber gut recherchiertem Hintergrund.

Kritisch (3):
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Inhaltsangabe zu "Tod einer Hofdame"

1193: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird:

Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau …

Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945025642
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:Ammianus
Erscheinungsdatum:17.05.2017

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    Klusis avatar
    Klusivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein historischer Krimi mit nicht ganz überzeugenden Motiven, aber gut recherchiertem Hintergrund.
    Tod einer Hofdame

    Aleydis kann es nicht glauben, dass ihre Schwester den Freitod gewählt haben soll. Dass Belanca nun in ungeweihter Erde verscharrt wird, erscheint ihr unerträglich. Hier wird Aleydis' Geschichte erzählt, wie sie mit allen Mitteln versucht, die Ehre der Familie wieder herzustellen und zu beweisen, dass Belancas Tod kein Selbstmord war.
    Sie nimmt lange, beschwerliche Reisen auf sich, die sie zu Richard Löwenherz führen, denn es gibt Anzeichen, die darauf hinweisen, dass er etwas mit Belancas Tod zu tun haben könnte bzw. Näheres darüber weiß. Als sie ihn endlich sprechen kann, sichert er ihr seine Hilfe zu. Doch auch seine Möglichkeiten sind begrenzt, denn er befindet sich auf Burg Dürnstein in Gefangenschaft.
    Aleydis muss eigenständig ermitteln, wobei sie von den Männern ihrer Familie immer wieder behindert wird, denn sowohl ihr Ehemann als auch ihr Bruder und ihr Schwager sind der Meinung, dass ihre Unternehmungen für eine Frau nicht schicklich sind und dem Ruf der Familie eher noch schaden.
    Aleydis' Auflehnung erfolgt mehr innerlich, wenn sie in Gedanken immer wieder Streitgespräche mit den drei Männern durchgeht. Man merkt sehr deutlich, dass ihre Möglichkeiten eingeschränkt sind und sie immer wieder an ihre Grenzen stößt. Dass sie auch nicht so einfach zu Richard Löwenherz gehen kann, um sich mit ihm zu beraten, macht die Sache nicht leichter. Dazu kommt, dass sie sich mit ihren Nachforschungen schwer tut und gerne das eine oder andere Detail übersieht. So recht überzeugen konnte sie nicht in ihrer Rolle als „Ermittlerin“, und der Handlungsablauf, die Reaktionen der Charaktere sowie letztendlich die Beweggründe des Mörders waren für mich nicht völlig nachvollziehbar.
    Aber der Schreibstil ist gut; die Autorin hat ihre Kriminalgeschichte in eine sehr reale historische Szenerie eingebaut und mit viel Hintergrundwissen rund um Richard Löwenherz und seine Gefangenschaft ausgeschmückt. Diese solide historische Grundlage hat mir ausnehmend gut gefallen, und letztendlich spiegeln Aleydis' Erfahrungen in diesem Fall ja nur das damalige Frauenbild wieder.
    Das ganze Umfeld um diese fiktive Geschichte macht einen gut recherchierten und korrekt wiedergegebenen Eindruck. Bis auf kleine Zweifel, die ich bereits genannt habe, hat mir der Roman insgesamt gut gefallen.

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    Aglayas avatar
    Aglayavor einem Jahr
    Konnte mich nicht packen

    Aleydis ist Hofdame der deutschen Kaiserin. Als ihre Schwester nach einem Sturz stirbt und als Selbstmörderin bezeichnet wird, kann Aleydis nicht glauben, dass sie eine solche Sünde begehen könne und macht sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen für den Tod ihrer Schwester.

    Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei die Protagonistin Aleydis meist im Mittelpunkt steht. Aleydis blieb für mich die gesamte Geschichte hindurch ziemlich blass. Sie will zwar die Umstände des Todes ihrer Schwester aufdecken, jedoch hatte ich nur selten den Eindruck, dass sie dies aus emotionaler Verbundenheit tut, oft schien es, ob es mehr um deren (und damit auch ihren eigenen) guten Ruf ging. Oft erschien es mir, als ginge es Aleydis mehr darum, das Stigma der Selbstmörderin von ihrer Schwester zu entfernen, als wirklich die Tat aufzudecken. Auch gibt es grosse Unterschiede zwischen Aleydis' Selbstbild und dem, was wie nach aussen zeigt. Sie mag sich zwar als starke Frau sehen und innerlich gewaltige Monologe führen, gegen aussen erscheint aber nur ein braves Edelfräulein, dass nickt und sich von den Männern helfen lässt. Dass bei ihr Selbstbild und Tatsachen nicht ganz übereinstimmen zeigt sich schon in einer Szene ganz zu Beginn, in der sie sich über die gaffenden Höflinge aufregt – weil sie ihr die Sicht versperren…

    Über die anderen Figuren erfährt der Leser nur wenig. Zwar wird zwischendurch erwähnt, dass jemand erschrocken oder wütend sei, was wirklich in den Köpfen vorgeht, bleibt jedoch im Verborgenen.

    Während ich mir von der Handlung anhand des Klappentextes einen historischen Krimi versprach, habe ich den Krimiteil ziemlich vermisst. Erst ungefähr in der Buchmitte gibt es erste Hinweise, dass tatsächlich eine Straftat begangen worden sein könnte, davor stützt sich Aleydis nur auf ihr vages Bauchgefühl. Auch Aleydis' Suche nach dem Täter beläuft sich auf ein paar wenige Gespräche mit Richard Löwenherz, wirkliche Untersuchungen oder Hinweise gibt es keine. Der Täter wird schlussendlich nur darum gefunden, weil er sich selbst offenbart. Wer sich von "Tod einer Hofdame" erhoffe, sich durch das mittelalterliche Deutschland rätseln zu können, wird enttäuscht.

    Der Schreibstil der Autorin Isabella Benz lässt sich flüssig lesen, allerdings enthält das Buch vereinzelte Tippfehler, die das Lektorat wohl übersehen hat. Inhaltliche Fehler oder Anachronismen sind mit keine aufgefallen. Nur die Verwendung eines Hengstes als Packtier fand ich etwas unpassend, da diese doch oft etwas schwieriger im Umgang sind, ich hätte da eher einen Wallach gewählt, aber als wirklich falsch kann man das wohl nicht bezeichnen.

    Obschon die Autorin bei "Tod einer Hofdame" nicht wirklich etwas falsch gemacht hat, konnte mich das Buch nicht packen. Wäre der Schwerpunkt mehr auf dem Krimiaspekt gelegen und weniger auf den Landschafts- und Alltagsbeschreibungen, und wären die Figuren etwas lebendiger geraten, hätte mir die Lektüre wohl besser gefallen.

    Mein Fazit
    Konnte mich nicht packen.

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    Goldie-hafis avatar
    Goldie-hafivor einem Jahr
    Guter historischer Krimi

    Ein gut recherchierter Krimi um 1193, der durch die Hauptperson - die Hofdame Aleydis - den Leser in die Geschichte um den Tod ihrer Schwester hinein zieht.

    Vom Schreibstil her läßt es sich flüssig lesen und hält die Spannung bis zum unerwarteten Ende. Der Kniff, der recht ungestümen Hofdame als weiteren Ermittler Richard Löwenherz an die Seite zu stellen, war sehr interessant und historisch gut eingebunden.

    Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn das Motiv des Mörders für mich am Schluß  nicht überzeugend war.

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor einem Jahr
    Tod einer Hofdame

    Isabella Benz
    Tod einer Hofdame
    Ammianus-Verlag

    Autor: Isabella Benz wuchs einen Katzensprung von Wiesen, Wald und Feldern entfernt, am Rande einer Kleinstadt in der Nähe Stuttgarts auf. Obwohl naturverbunden, zog es sie nach ihrem Abitur in Großstädte: zunächst in die Hauptstadt Kwa Zulu Natals, Pietermaritzburg, wo sie in südafrikanischen Townships mit Kindern und Jugendlichen arbeitete. Ihr Studium verschlug sie außerdem nach Berlin und für ein Jahr nach Rom. Hauptsächlich beschäftigt sie sich jedoch in dem vergleichsweise beschaulichen Tübingen mit Theologie, schwerpunktmäßig mit Kirchengeschichte. Mit ihrem ersten Werk Die Dämonen von Lorch legte sie den Grundstein für ihre Karriere als Autorin historischer Romane. (Quelle: BdB)

    König Richard und sein Begleiter L’Étang tauchen auf der Flucht in einem Gasthaus unter. Als plötzlich die Meute vor dem Gasthaus auftaucht, weil ein Knappe Richards den Weg nach langer, grausamer Folter verraten hat, stellt sich König Richard seinen Verfolgern mit einer Forderung seinerseits. Mit dem König soll aber auch der Tod kommen.

    Das Buch besteht aus 32 Kapiteln (plus 4 Kapiteln die außerhalb der Story existieren), welche nochmals in Abschnitte unterteilt sind, die mit *** voneinander getrennt sind. Die Überschrift der Kapitel besteht aus einem Titel und Angaben von Ort und Zeit, welche in einer neuen Zeile und kursiv gedruckt unter dem Titel zu finden sind. Durch diese Angaben findet man sich stets gut zurecht in der Story, dennoch wäre die Angabe von Tageszeiten bzw. Zeiten allgemein nett gewesen. Die Charaktere werden sehr gut eingeführt und verhalten sich auch stets der Epoche gemäß. Dies sorgt für Authentizität beim Lesen. Die Schlussfolgerungen, welche bei einem Krimi recht wichtig sind, scheinen recht logisch und lassen sich gut verfolgen. Außerdem wichtig für einen Krimi ist die Tatsache, dass man bis zum Schluss kaum weiß, bei wem es sich um den Mörder handelt. Am Ende des Buches wird dies aber schlüssig erklärt und sorgt eventuell für die ein oder andere Überraschung. Das Ende liest sich allgemein so, als könnte man auf eine Fortsetzung hoffen. Das Buch liest sich die gesamte Zeit über sehr flüssig und verständlich. Dazu trägt aber auch die gute Formatierung bei, bei der Briefe und Gedanken stets in kursiv gedruckt sind und sich somit vom Text abheben. Besonder hervorheben möchte ich ebenfalls, dass wir am Ende des Buches noch 2 Kapitel finden, die sich um den historischen Hintergrund und Orte der Geschichte kümmern. Dies fällt positiv ins Auge.

    Cover: Auf der Vorderseite des Covers ist ein Teil einer Frau abgebildet (von der Nase bis zur Brust), der das ganze Cover einnimmt. Der Titel des Buches steht in der Mitte des Covers, in Rot gedruckt und hebt sich gut vom Hintergrund ab. Wenn wir uns die Frau genauer ansehen, sehen wir, dass sie eine Brosche um den Hals trägt. Genau solch eine Brosche, kommt auch im Buch vor. Schauen wir uns die Rückseite des Covers an, so sehen wir, dass diese völlig schwarz gehalten ist. Schaut man dann aber etwas genauer hin, so sieht man die Umrisse von Krallen.

    Fazit: Ein wirklich toller Krimi, der es schafft den Leser in die Vergangenheit zu schicken. Gute Übersicht und toller Schreibstil tragen dazu bei, dass man dieses Buch schnell verschlungen hat. Von mir kann es für das Buch nur 5/5 Sterne geben.

    Klappentext: 193: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird: Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau … Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …(Quelle: BdB)

    Autor: Isabella Benz
    Titel: Tod einer Hofdame
    Verlag: Ammianus-Verlag
    Genre: Krimi
    Seiten: 248
    Preis: 14,90
    ISBN: 978-3945025642

    http://wurm200.blogspot.de/

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    Pucki60s avatar
    Pucki60vor einem Jahr
    Tod einer Hofdame

    Aleydis lebt mit ihrem Mann in Regensburg am Hof des Kaiser. Ihre Schwester Belanca, die ebenfalls am Hofe lebt, verhält sich etwas seltsam. Gewöhnlich vertraut sie sich Aleydis an, aber diesmal gibt sie nichts preis. Dann wird Belanca tot unter der steinernen Brücke gefunden. Für den Bischoff steht sofort fest, da sie sich selbst getötet hat. Aleydis glaubt nicht daran und will beweisen, das Belanca ermordet wurde. Kurz vor ihrem Tod hatte Belanca Kontakt zu Richard Löwenherz, der bei Wien gefangen genommen wurde und in Geiselhaft sitzt. Mit Genehmigung der Kaiserin darf Aleydis zu Richard reisen und mit ihm sprechen. Aleydis versucht, den Mörder zu ermitteln, dabei stellt sie sich nicht immer sehr geschickt an. Richard berät sie dabei aus dem Hintergrund und zeiht die richtigen Schlüsse.

    Aleydis ist eine junge Frau, die sich über Konventionen hinweg setzt und von sich selbst behauptet, nicht recht an den Hof zu passen. In der Geschichte ist sie eine Frau, die mit allen Mitteln beweisen möchte, das ihre Schwester keinen Selbstmord begangen hat. Ihre Ermittlungsversuche sind nicht immer gut geplant und bringen sie auch in Gefahr. Richard ist das Gegenteil, er kann nur beraten, hat aber den Durchblick. Diese Konstellation, das Richard im Hintergrund die Anweisungen gibt und Aleydis vor Ort ermittelt, fand ich sehr gut. Auch schön war, das man immer an Aleydis Gedankengängen teilhaben durfte.

    Das Buch ist mit ca. 250 Seiten relativ kurz und da blieb das eine oder andere unerwähnt. Manches musste man sich denken oder zwischen den Zeilen lesen. Auch das Mordmotiv ist für mich nicht schlüssig genug. Die Geschichte hat mir an sich gut gefallen und ich habe Aleydis gerne bei ihren Ermittlungen begleitet, aber aufgrund der genannten Kritik vergebe ich nur 3 Punkte.

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    S
    Streiflichtvor einem Jahr
    Gut recherchiert und unterhaltsam

    Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist gut rechchiert und zum Beispiel die Beschreibungen von Regensburg waren richtig toll - ich kenne die Stadt selbst sehr gut und könnte mich herrlich dorthin träumen. Aber auch die anderen Orte, wie beispielsweise die Burg Dürnstein entstanden wunderbar vor meinem geistigen Auge. 
    Der Roman liest sich schön flüssig und nimmt den Leser mit auf eien Reise in die Geschichte Deutschlands und Europas. 
    Besonders gut gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren Richard Löwenherz und die kaiserliche Hofdame Aleydis. Sie versuchen gemeinsam den Mord an ihrer Schwester Belanca aufzuklären... dabei ist der Mörder aber nicht zimperlich und schon bald gibt es den nächsten Toten. Es wird spannend und auch sehr gefährlich. 


    Beide Figuren sind herrlich beschrieben und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Besonders Richards Geistesgabe und sein Humor haben es mir angetan. Ich würde mir wünschen, noch ein Buch mit diesen beiden ungewöhnlichen Ermittler zu lesen. 
    Ein schöner historischer Roman,  der das Leben im Mittelalter meiner Meinung nach gut nachzeichnet.

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    nirak03s avatar
    nirak03vor einem Jahr
    Tod einer Hofdame

    1193 in Regensburg, Aleydis von Tettingen lebt mit ihrer Familie am Hof des Kaisers . Sie ist eine Hofdame, die von sich aber selbst behauptet nicht recht an diesen Hof zu passen. Sie fühlt sich nicht wohl. Ihre Schwester Belanca hingegen hat sich mit ihrem Schicksal arrangiert, auch wenn ihre Ehe nicht glücklich zu nennen ist. Dann wird Belanca allerdings Tod aufgefunden und es nicht klar, ob es Mord oder vielleicht Selbsttötung war. Aleydis macht sich auf, den Tod der Schwester aufzuklären. Sie stößt dabei auf heftigen Widerstand vonseiten ihres Bruders und auch ihres Ehegatten. Dafür bekommt sie aber unerwartete Hilfe von Richard Plantagenet, dem König von England. Zu dieser Zeit ist er Geisel und wird in Deutschland festgehalten. Die erste Spur die Aleydis verfolgt, führt sie direkt zu Richard und er verspricht ihr zu helfen.

    Auf den ersten Seiten stellt die Autorin ihre Protagonisten vor, erzählt von den Schwierigkeiten am Hofe und lässt vor allem Aleydis zu Wort kommen. Diese wird nicht müde zu erwähnen, wie wenig sie die Gesellschaft der Hofdamen rund um die Kaiserin mag und auf wie viel Widerstand sie dort stößt. Zu Beginn, hatte ich schon den Eindruck Aleydis wäre eine starke, selbstbewusste Frau die weiß was sie will und dies auch durchsetzen kann, aber je weiter die Geschichte voranging, um so mehr verlor sich dieser Eindruck. Aleydis ist hier einfach eine Frau, die an ihre Grenzen stößt. Sie will nichts mehr als Beweisen, dass ihre Schwester ermordet wurde und somit ein anständiges Begräbnis bekommt. (Dies war im 12. Jahrhundert für die Menschen sehr wichtig.) Hierfür braucht sie Hilfe und Unterstützung, diese findet sie ausgerechnet bei einem Mann, der in Gefangenschaft lebt und dem mehr oder weniger langweilig ist.

    Der König von England zieht schnell die richtigen Schlüsse und weiß, wer als Täter infrage kommt. Genauso geht es dem Leser auch, schnell ist klar, wer hier getötet hat. Somit fehlt ein wenig Spannung in der Handlung und man erlebt eben nur, wie eine verzweifelte Frau nach Gerechtigkeit verlangt. Aleydis handelt mit den Mitteln, die einer Frau im Mittelalter zur Verfügung standen, dies ist einfach nicht viel. Mehr oder weniger mit und ohne Verstand schreit sie ihre Verzweiflung in die Welt hinaus und treibt damit vermutlich ihren Gatten selbst an den Rand des Wahnsinns, was sich in dessen Handlungsweise dann wiederfindet. Eigentlich sollte man diese Szenen beim Lesen als störend empfinden, ich fand sie hingegen erheiternd und hatte zunehmend Mitleid mit dem Ehegatten von Aleydis.

    Bei einigen Szenen hatte ich allerdings auch wiederum kurz das Gefühl, es passt nicht wirklich, aber um jede Handlungsweise der Protagonisten zu beschreiben, fehlten dann vielleicht auch die Seiten in diesem Roman (248 Seiten sind für einen historischen Roman eben nicht viel).Die Autorin hat es aber trotz allem geschafft ein Gefühl für die Zeit zu vermitteln und somit ist der Leser bei Aleydis und ihrer Familie. Auch wenn die junge Frau sich vielleicht nicht zu einer Ermittlerin eignet und Richard Plantagenet den Fall anscheinend mehr oder weniger allein löst, macht das Lesen hier trotzdem Spaß. Ich jedenfalls fühlte mich angenehm unterhalten.



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    fraeulein_lovingbookss avatar
    fraeulein_lovingbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch auf Seite 65 abgebrochen.
    Tod einer Hofdame - abgebrochen

    Inhalt

    1193:
    Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich
    gefangen gehalten wird:
    Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas
    war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam
    einer jungen Frau …
    Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis
    dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer
    glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht?
    Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass
    es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt
    sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet.
    Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr
    Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage
    seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen
    zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten,
    der ihr unbemerkt folgt …
    (Quelle: Ammianus )

    Meine Meinung

    Zuerst möchte ich mich bei BloggDeinBuch und dem Ammianus-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

    Ich habe das Buch auf Seite 65 abgebrochen.

    Aleydis hat ihren Mann erst nur zu liebe der Eltern geheiratet, aber mit der Zeit hat sie ihn lieb gewonnen und sich in ihn verliebt. Zu ihrem Bruder Magnus hat sie ein gutes Verhältnis und bei ihrer Schwester hat sie eine schlechte Vorahnung, das diese etwas verheimlichen könnte…und plötzlich ist diese tot.

    Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Aleydis.

    Ich bin leider überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen und konnte auch keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Man erfährt vom Leben zu dieser Zeit und man erkennt langsam die einzelnen Verbindungen der Personen zu einander, aber mehr leider auch nicht. Mich kann es nicht packen und ich verspüre keine Weiterleselust.

    Von mir gibt´s keine Lese- und Kaufempfehlung.

     Stern

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    Euridikes avatar
    Euridikevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mittelalterkrimi mit ungewöhnlichem Ermitlerduo
    Krimi aus dem 12Jahrhundert

    War es Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. 

    Die Geschichte der Hofdame Aleydis ist nicht unbedingt ein 
    Krimihighlight, lässt sich aber, wenn man nicht allzu kritisch an die Sache herangeht, durchaus lesen.Die Idee König Richard in einem Mordfall ermitteln zu lassen, finde ich auf jeden Fall gut.Aleydis ist eine Protagonistin, die es durch ihre Sprunghaftigkeit dem Leser nicht leicht macht. Die eingearbeiteten Gedanken, die sie aber niemals in die Tat umsetzt, finde ich bezeichnend für sie. Trotzdem ist ihre freche, spontane Art, die Respektlosigkeit gegenüber ihrem Ehemann und sogar König Richard, nett zu lesen.Der geschichtliche Hintergrund ist gut recherchiert und die Schauplätze Regensburg und Dürnstein sind so bildhaft beschrieben, dass man sich diese Orte vorstellen kann, auch wenn man noch niemals dort war( sollte man unbedingt noch nachholen).

    Mit König Richard hätte ich auch gerne in einem Mordfall ermittelt, deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.

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    Losnls avatar
    Losnlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mord am Hofe, doch wer ist der Täter? Historische Fakten gepaart mit kriminalistischen Aspekten!
    Unterhaltsamer historischer Roman

    Inhalt

    1193: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird: Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau … Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …

    Meinung

    Nach dem mysteriösen Tot ihrer Schwester, setzt Aleydis alles daran, die Umstände und den Hergang der Tragödie zu entschlüsseln, denn sie glaubt nicht an einen Selbstmord. Des Weiteren ist sie gewillt, ihrer jüngeren Schwester, eine konforme Bestattung zuteilwerden zu lassen. Leider ist dieses Unterfangen nicht so einfach, denn in der damaligen Zeit haben Selbstmörder keinen Anspruch auf eine würdige Bestattung, es sei denn, man kann den Kaiser von einem Mord überzeugen.

    Aleydis zeigt sich als starke Frau, die sich über jegliche Konventionen hinwegsetzt, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Bei ihren Nachforschungen begegnet sie dem englischen König Richard, der sich in Gefangenschaft befindet. Er scheint einer der Letzten zu sein, die Kontakt zu der jungen Hofdame hegten. Doch es fällt unsagbar schwer, ihm zu trauen.

    Die Autorin Isabella Benz, hat mit diesem Buch einen historischen Roman vorgelegt, der mit fiktiven kriminalistischen Aspekten gespickt ist.

    Der Einstieg gelingt recht schnell, denn sofort ist der Leser im Geschehen involviert. Anfangs dachte ich mir, wenn der Tod der Hofdame gleich zu Beginn offenbart wird, dann wird es bestimmt einige Längen geben. Doch genau darauf setzt die Autorin ihr Augenmerk. Als Leser ist man nun gefordert, gemeinsam mit Aleydis zu rätseln, was genau mit ihrer Schwester geschehen ist. Dabei begibt sich Aleydis oftmals in Situationen, die sich für eine Hofdame nicht ziemen und mir hin und wieder, eine Gänsehaut bescherten. Es lauern viele Gefahren, die den Erwartungen nicht entsprechen und ungeahnte Wendungen mit sich bringen. Man hofft und bangt mit den Protagonisten, dass sich alles zum Guten wendet. Nach unzähligen Gesprächen und Diskussionen, mit ihrem Bruder, ihrem Ehemann, aber auch König Richard, spürt man genau Aleydis Verzweiflung, ihre Unsicherheit eventuell einer falschen Fährte zu folgen, aber auch den starken Willen, das Geschehene aufzuklären. Die Autorin verflechtet gekonnt, historische Fakten mit der spannenden Suche nach den Todesumständen. Der Spannungsbogen ist dabei kontinuierlich und gleichbleibend. Im Epilog befinden sich genaue Angaben zu den fundierten, sowie gut recherchierten, historischen Aspekten, was mir sehr gut gefällt.

    Fazit

    Das Buch entführt, auf eine historische Reise, die mit spannenden sowie kriminalistischen Ereignissen einhergehen. Es ist informativ, solide und hat mich gut unterhalten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    isabella_benzs avatar
    Ihr reist gerne in vergangene Zeiten?

    Ihr rätselt gerne in spannenden Krimis?

    Und ihr nehmt gerne an Leserunden teil, die von Autor*innen begleitet werden?



    Dann seid ihr hier richtig! Denn in dieser Leserunde begleite ich euch durch meinen erst kürzlich erschienenen Historischen Krimi „Tod einer Hofdame“. Und darum geht es in dem Roman:



    1192: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird:

    Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau …

    Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …



    Klingt zwar interessant, aber ihr seid euch nicht ganz sicher, ob der Roman etwas für euch ist? Vielleicht kann euch ein Blick in die Leseprobe bei der Entscheidung behilflich sein: http://www.ammianus.eu/ammianus/pdf/Leseprobe-TeH.pdf



    Der Ammianus-Verlag stellt für die Leserunde 7 E-Books zur Verfügung.* Natürlich können aber auch mehr Personen an der Leserunde teilnehmen, sofern sie das Print (14,90) oder das E-Book (9,99) selbst erwerben möchten.

    Wenn ihr euch gerne um eines der 7 E-Books bewerben möchtet, beantwortet mir bitte bis zum 29.06. folgende Frage (gerne auch mit Begründung):

    Wenn ihr Ende des 12. Jahrhunderts leben würdet, welchen Beruf hättet ihr?

    Um die Organisation zu erleichtern, wäre es außerdem gut, wenn ihr auch gleich mitteilt, ob ihr mobi oder epub bevorzugt.



    Die Gewinner*innen werden am 30.06. bekannt gegeben und die Leserunde am 01.07. starten. Ich werde den Roman in 4 ca. 50-60-Seiten umfassende Abschnitte unterteilen, die jeweils in einer Woche gelesen werden können. Damit die Lesegeschwindigkeit nicht allzu sehr variiert, würde ich darum bitten, sich nur dann um die Leserunde zu bewerben, wenn der Roman auch innerhalb dieser 4 Wochen gelesen werden kann.



    Sollte ich eine Information vergessen haben, fragt gerne nach!

    Ansonsten erkläre ich die Bewerbungsphase hiermit für eröffnet und bin gespannt auf eure Antworten!

    Alles Liebe,

    Isabella



    *Bitte beachtet, dass die E-Books nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind und nicht weitergegeben werden dürfen.
    isabella_benzs avatar
    Letzter Beitrag von  isabella_benzvor einem Jahr
    Vielen Dank für deine Rezension und schön, dass du dabei warst :-)
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