LI

von Isabella Maria Kern 
4,3 Sterne bei11 Bewertungen
LI
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LadyDarkPandoras avatar

Grandios. Unbedingt lesen!!!

Diezwinkerlinges avatar

Absolute Leseempfehlung. Ein Roman mit viel Tragig, trauriger, schlimmer Realität, die besser endet, als im wahren leben,

Alle 11 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "LI"

Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nichts mehr, wie es war.
Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf die minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben.
Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben, und wird obendrein
gekündigt.
Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren…

Ob man an paranormale Aktivitäten glaubt oder nicht, ist eine Sache, die andere ist die Geschichte von Peter, unserem Protagonisten, der Lis Stimme hört, nachdem sie ihrem jungen Leben ein Ende gesetzt hat.
Ein Selbstmord, ein Mord, die Liebe und der wohl aussichtslose Kampf um eine bessere Welt, führt den Leser durch einen spannenden, paranormalen Thriller.

Ich habe mich mit dem Thema Zwangsprostitution lange auseinandergesetzt, weil zynisch-abschätzige Bemerkungen mancher Mitmenschen mein stur positives Denken und das ewig „Gute in Allem Suchende“ in seinen Grundfesten immer wieder stark erschüttern.
Wegen der hohen Dunkelziffern gibt es keine verlässlichen Zahlen, aber alleine in Deutschland wurden 2013 Ermittlungsverfahren gegen 542 Fälle eingeleitet, wobei 11 % der Opfer minderjährig, also zwischen 14 und 17 Jahren, 2 % sogar unter 14 Jahren waren.
Mein Roman soll neben dem Unterhaltungswert auch zum Nach- bzw. Umdenken anregen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869632278
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:IATROS
Erscheinungsdatum:01.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 2 Tagen
    Bewegende Geschichte, die wach rüttelt

    Dieses Buch erschien 2016 im IATROS-Verlag und beinhaltet 349 Seiten.
    Peter, ein arroganter Jornalist, besucht das erste Mal ein Bordell. Und danach ist für ihn nichts mehr, wie es war. Als er dort auf die minderjährige Li trifft, ist ihm die Lust auf Sex sofort vergangen und er verspricht, ihr zu helfen. Doch Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben. Peter versteckt Beatrice bei sich, da sie von ihren Zuhältern gesucht wird. Damit riskiert er sein Leben und wird obendrein auch noch gekündigt. Er meint, den Verstand zu verlieren, als er dann auch noch Lis Stimme hört... Man kann an paranormale Aktivitäten glauben oder nicht... Doch Peter hört Lis Stimme, nachdem sie ihrem jungen Leben ein Ende gesetzt hat. Der Leser wird mit einem Selbstmord, einem Mord, mit der Liebe und dem wohl aussichtslosen Kampf um eine bessere Welt konfrontiert. Es handelt sich um einen spannenden, paranormalen Thriller.
    Der Schreibstil der Autorin Isabella Maria Kern ist ausgesprochen flüssig, der Thriller ist sehr aufregend, spannend und fesselnd geschrieben. Man merkt auch am Inhalt, dass sich die Autorin mit einem echt schwierigen Stoff auseinander gesetzt hat. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, so hat mich die Geschichte der jungen Li in ihren Bann gezogen. Die Geschichte Lis hat mich zutiefst berührt. Man hat ja schon des Öfteren gehört, dass es Menschen gibt, die nach dem Tod eines geliebten Menschen noch mit dem Toten kommunzieren. Ich finde es wunderbar, wie Li immer wieder in Peter Gegenwart präsent ist, geht es doch hier darum, dass Li Peter eine Botschaft mit auf den Weg gibt. Leider gibt es sehr viele junge Mädchen, die aus verschiedenenen Ländern hierher geholt werden, um hier in Bordelle verschleppt zu werden,  dabei wird ihnen zuvor eine wunderbare Zukunft und ein tolles Leben versprochen. Dieser Thriller hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, er rüttelt wach und auch, nachdem ich ihn gelesen habe, wird er noch lange in mir nachwirken. Dies ist ein schwieriges Thema und für viele ein Tabu, frei nach dem Motto: Davon will ich gar nichts wissen! Peter hat sich in diesem Buch echt super entwickelt, auch wenn für Li das Leben vorbei ist, hilft er nicht nur Beatrice... Aber ich will hier nichts verraten! Ich kann diesen Thriller auf jeden Fall weiter empfehlen. Lest ihn und ihr werdet es nicht bereuen! Isabella Maria Kern schreibt selbst in ihrem Klappentext, dass dieser Roman nicht nur zum Unterhalten sondern auch zum Nach- und Umdenken anregen soll. Das hat sie bei mir auf jeden Fall geschafft!
       

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    LadyDarkPandoras avatar
    LadyDarkPandoravor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Grandios. Unbedingt lesen!!!
    Li-Tote Mädchen machen keinen Sex

    Zugegeben...Anfangs war ich etwas skeptisch ob mich dieses Buch wirklich fesseln kann. Schon ab den ersten Seiten wurde ich eines besseren belehrt. Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und man ist sofort in der Geschichte gefangen. (Es spielt in Wien wo ich auch wohne und man kennt sich dann auch in der beschriebenen Gegend aus, was ich auch sehr gerne habe!)  Dieses Buch hat mich aber auch wach gerüttelt, das was hier beschrieben wurde ist leider auch bittere Wahrheit. Ich kann und werde dieses Buch weiterempfehlen. Es ist für mich ein grandioses Werk das ich in ein paar Jahren nochmal lesen werde.

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    Diezwinkerlinges avatar
    Diezwinkerlingevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Absolute Leseempfehlung. Ein Roman mit viel Tragig, trauriger, schlimmer Realität, die besser endet, als im wahren leben,
    Nachdenken, Helfen, Leben verbessern. Selbstreflexion

    Das Buch ist der Hammer. Es hat mich absolut überzeugt. Es ist jetzt nicht mein Top 1 Buch, aber nah dran. Es ist wenig vorhersehbar, dabei noch etwas spannend, verpackt mit einer Liebesgeschichte, oder auch zwei. Es spricht ein sehr sensibles Thema an, ist berührend, regt zum nachdenken an, macht Mut, gibt Hoffnung und strahlt neben den ganzen Schicksalen immer etwas positives aus. Es gibt viele Botschaften an das Leben, was die Autorin geschickt im Roman mit verpackt hat. Nur der Schluss war etwas zu optimistisch, zu perfekt, was so in der Realität sicher nicht geschehen würde.
    Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Ich kam gut in die Geschichte rein, es las sich sehr flüssig und die Einteilung der Schrift auf der Seite war sehr angenehm. Die Kapitel sind nicht zu lang und wenn sie länger sind, haben sie Absätze drinnen, was ich persönlich immer gut finde, weil man dann ein Anhaltspunkt hat, wenn man aufhören muss mit lesen. Auch die Protagonisten sind sehr sympatisch dargestellt. Man beginnt sie zu mögen.
    Ich kann euch gar nicht so richtig viel erzählen ohne das ich Spoilern würde. Am besten ihr kauft und lest es, eine absolute Leseempfehlung. 

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    Leuchtturmwaerterins avatar
    Leuchtturmwaerterinvor einem Jahr
    Warum ich Li nicht bis zum Ende gelesen habe

    Inhalt: Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nichts mehr, wie es war.Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf die minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben.Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben, und wird obendrein gekündigt.Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren…Ob man an paranormale Aktivitäten glaubt oder nicht, ist eine Sache, die andere ist die Geschichte von Peter, unserem Protagonisten, der Lis Stimme hört, nachdem sie ihrem jungen Leben ein Ende gesetzt hat.Ein Selbstmord, ein Mord, die Liebe und der wohl aussichtslose Kampf um eine bessere Welt, führt den Leser durch einen spannenden, paranormalen Thriller.

    Meinung: Ein sehr wichtiges und meist totgeschwiegenes Thema greift Isabella Maria Kern mit ihrem Buch auf. Es geht um Li, die als junges Mädchen von ihrer armen Familie in Vietnam an einen reichen Europäer verkauft wird, im Glauben, in Europa würde es ihre Tochter besser haben, könnte dort gesellschaftlich aufsteigen und gute Arbeit bekommen. Stattdessen erwartet Li, wie viele andere Mädchen, ein Leben in Angst und Gewalt. Sie werden zur Prostitution gezwungen und haben keinerlei Chance aus diesem Leben zu entkommen. So denkt auch Li und nimmt sich vor Scham und Ekel das Leben.


    Ein wirklich gut recherchiertes Thema und eine gut ausgearbeitete Geschichte, doch leider konnte ich das Buch nicht bis zum Ende lesen. Warum, das will ich euch hier erklären.
    Ich persönlich breche mittlerweile recht häufig Bücher ab, die mich vom Thema nicht interessieren. Doch dass ich ein Buch abbreche, dessen Thema ich wirklich interessant und wichtig finde, das passiert nur sehr selten.Normalerweise gebe ich einem Buch 50 Seiten. Wenn es mich bis dahin nicht gepackt hat, lege ich es weg. Diesem Buch habe ich, aufgrund des wirklich guten Inhalts 200 Seiten gegeben, doch am Ende musste ich dann aber für mich feststellen, dass ich einfach nicht mehr über die vielen Orthografiefehler hinwegsehen konnte. Es tut mir in der Seele weh, weil ich die Geschichte wirklich gut finde und ich möchte auch hier deutlich klarstellen, dass es nichts mit dem Inhalt zu tun hat, dass ich es nicht zu Ende lesen konnte. Daher erhält das Buch von mir auch 3 Sterne (eigentlich 2,5). Mir ist unbegreiflich, wie ein Verlag ein solches Buch in Druck geben kann. Dieses Buch wimmelt nur so vor Rechtschreib- und Satzzeichenfehlern. Auch ist die Sprache teilweise zu monoton gehalten, sodass man irgendwann mit den Gedanken abschweift. Ein ordentliches Lektorat und Korrektorat hätte dem Text nicht nur gut getan, sondern ihm auch den Schliff gegeben, den er benötigt, um als verkaufsfähige Literatur auf dem Markt zu bestehen.


    Ich will mich von Fehlern in meinen eigenen Texten nicht freisprechen, aber wenn man schon in einem Verlag veröffentlicht und nicht als Selfpublisher alles alleine macht, dann kann man von diesem Verlag auch ordentliche Arbeit verlangen. Und die hat er hier definitiv nicht gemacht.


    Mich persönlich ärgert so etwas sehr, denn es lässt die Autorin und auch ein Stück weit die Verlagsbranche in schlechtem Licht erscheinen und das haben beide nicht verdient.

    Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich diese Rezension schreiben soll, aber ich finde, auch eine negative Meinung sollte ausgesprochen werden. Wenn der Käufer 16,00 EUR für dieses Buch ausgibt und dann am Ende enttäuscht ist, weil er beim Lesen immer wieder über Fehler stolpert (ich spreche von durchschnittlich 5 Fehlern pro Seite), dann lässt es nicht nur Leser frustriert zurück, sondern man könnte sich ernsthaft fragen, warum man so viel Geld für solch schlechte Qualität ausgeben muss. Noch einmal möchte ich betonen, dass ich nicht die Qualität des Inhalts meine. Aber weiter im Szenario.So greifen diese Leser nun vielleicht lieber zu den 99 Cent Artikeln, die vor Fehlern zwar nur so strotzen, doch hier wissen sie wenigstens, sie brauchen für diese „Unterhaltungsliteratur“ nicht viel ausgeben. Wenn wir (und da zähle ich mich als Literaturwissenschaftlerin eindeutig dazu) in der Verlagsbranche qualitativ hochwertige Literatur auch weiterhin verkaufen möchten (und das geht nicht für 2,50 EUR oder weniger), dann müssen wir auch dementsprechend arbeiten.

    Mir tut es leid, dass es ausgerechnet ein Werk einer Autorin getroffen hat, die ich persönlich sehr nett finde und der ich von Herzen gönnen würde, wenn sie das Buch in überarbeiteter Form noch einmal veröffentlichen könnte.

    Fazit: Obwohl das Thema sehr wichtig und der Plot gut recherchiert ist, kann ich dem Buch nur 2,5 bzw. aufgerundet 3 Sterne geben, da es leider zu viele Orthographie- und Satzzeichenfehler enthält.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein emotionales Thema im Zeichen der Zeit, was sich da die Autorin für ihr Debüt ausgesucht hat.
    Liebe kann man nicht erkaufen

    "Nichts ist trauriger als eine Frau, die sich aus anderen Gründen auszieht als für die Liebe." (Juliette Gréco)
    Der ordnungsliebende, arrogante und egoistische Journalist Peter hat seit seiner Trennung von Freundin Julia keine neue Beziehung mehr gehabt. Aus Frust und Lust auf Sex besucht er ein Bordell und lernt dort Beatrice und die junge Vietnamesin Li kennen. Peter bringt es nicht übers Herz mit Li Sex zu haben, stattdessen reden sie und Li erzählt ihm ihre Geschichte. Li kam mit dem Versprechen nach Wien, damit sie hier Medizin studieren könnte, stattdessen wurde sie an Zuhälter verkauft. Peter verspricht ihr zu helfen und sie von hier wegzubringen. Doch Li begeht noch in derselben Nacht Selbstmord, da sie von ihrem Zuhälter missbraucht wird. Für Peter bricht eine Welt zusammen, Lis Geschichte hat ihn so berührt das er total verzweifelt ist und nicht rechtzeitig für sie da war. Am nächsten Tag wundert er sich als er Lis Stimme hört, den Li hat noch einen Auftrag zu erledigen bei dem ihr Peter helfen muss. Aber auch Bea will nach dem Tod Lis nicht mehr im Bordell bleiben. Zusammen mit Peter reist sie nach Vietnam um Lis letzten Willen, einen Brief, ihren Eltern zu bringen. In Vietnam wird dann Peter mit Lis Hilfe klar was seine Aufgabe ist.

    Meine Meinung:
    Isabella Maria Kern eine hauptberufliche Krankenschwester hat hier in ihren Debütroman ein heißes Thema angefasst. Es geht in erster Linie um Zwangsprostitution und den Folgen daraus. Doch leider verblasst diese Thema im Laufe des Buches ein wenig. Den die Autorin hat teilweise sehr langatmige, vielleicht zu ausführliche Passagen in ihrem Buch wo es nicht um diese Thema geht. Im großen und ganzen geht es um Peter, seine Veränderung nach der Situation, seine Trauer nach Lis Tod und der Leser bekommt aber auch mit wie sich Peter neu verliebt. Das Buch ist sehr emotional und teilweise auch recht traurig. Leider ging das Thema Zwangsprostitution bei Minderjährigen nach dem ersten Drittel ein wenig unter, vielleicht wollte da die Autorin zu viel. Trotzdem fand ich die Geschichte sehr gut, so wie den Schreibstil der Autorin. Die Vision von Li als guter Geist der Peter beisteht fand ich gut umgesetzt. Die Szene mit Johann dem Polizisten fand ich zwar glaubwürdig, aber meiner Ansicht war sie zu viel, da wäre weniger mehr gewesen. Trotzdem hat mich die Autorin überzeugt, wenn sie ihre nächsten Bücher etwas rafft und bei Thema bleibt dann wird es sicher noch besser. Das Cover hingegen ist ein wahrer Hingucker mit einem Porträt von Li, deshalb von mir 4 von 5 Sterne für dieses Buch.  

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    Karin_Kehrers avatar
    Karin_Kehrervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bewegendes Debüt zu einem brisanten Thema!
    Ein einschneidendes Erlebnis

    Der arrogante Journalist Peter sucht aus einer Laune heraus ein Bordell auf. Die Lust auf Sex vergeht ihm aber, als er die minderjährige Vietnamesin Li trifft. Er verspricht, ihr zu helfen. Doch Li begeht noch in der gleichen Nacht Selbstmord. Peter versteckt Lis Freundin Beatrice bei sich, die von ihrem Zuhälter gesucht wird und riskiert damit sein eigenes Leben. Als dann plötzlich Li zu ihm spricht, glaubt er, den Verstand zu verlieren. 
    Dieses Buch über das brisante Thema Zwangsprostitution ist der Erstling der Mühlviertler Autorin Isabella Maria Kern, die als Krankenschwester arbeitet.Die Geschichte über das Mädchen Li, das aus dem Jenseits zu dem Journalisten Peter spricht und ihn veranlasst, sein Leben neu zu organisieren, hat sehr viele berührende Momente. Am Schreibstil merkt man allerdings den Erstling, manche Formulierungen wirken etwas unpassend. Einige Fehler sind Lektorat und Korrektorat entgangen. Es wird viel und detailgenau beschrieben. Manche Abschnitte sind etwas ausufernd geraten.Den Untertitel finde ich etwas sperrig. Das Cover ist sehr schön gestaltet, das Porträt Lis zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Untertitel und Autorenname hätten eventuell eine Spur größer in der Schrift ausfallen können.Li ist trotz ihres Leidensweges ein sehr positiver Charakter, ihre drolligen Statements sind erheiternd und regen zum Nachdenken an.Sehr gut gelungen fand ich auch Beatrice, traumatisiert, sehr verletzlich, die erst sich selbst entdecken und den Mut aufbringen muss, ihr Leben in die Hand zu nehmen.Der Focus ist aber hauptsächlich auf Peter gerichtet, der eine für mich nicht ganz glaubwürdige Wandlung vom arroganten Widerling zum Gutmenschen durchmacht. Seine Zwangsneurose verschwindet sozusagen über Nacht, dann schwingt er sich auch noch zum selbsternannten Lebensberater auf und präsentiert der zu Recht irritierten Beatrice Lehrsätze aus „The Secret“. Wissen aus einem Seminar, das er zur Überraschung des Lesers irgendwann einmal absolviert hat. Dass er sich im Lauf der Handlung gleich in drei Frauen verliebt, war mir außerdem ein bisschen zu viel des Guten!Die Polizei wird samt und sonders sehr negativ dargestellt, obwohl man über die Ermittlungsarbeit kaum etwas erfährt. Ziemlich überzeichnet fand ich Johann, den notgeilen Beamten, der eine unerklärliche Obsession für Beatrice entwickelt. Auch andere Nebenfiguren agieren und reagieren meiner Meinung nach ein wenig zu überzogen. Der Autorin sind neben der Zwangsprostitution auch die Themen Lebensgestaltung, Beziehungen und Verarbeiten von Verlusten ein Anliegen. Was grundsätzlich sehr positiv zu sehen ist, nur manchmal wurden mir die Thesen, die zu einem erfüllteren Leben verhelfen sollen, doch zu viel. Wie gesagt, so einiges erinnert an „The Secret“, das ich eher mit Skepsis gelesen habe. Nicht immer erfüllt das Universum sämtliche Wünsche, auch wenn man sie noch so sehr visualisiert! Fazit: Auf jeden Fall ein interessantes Debüt zu einem brisanten Thema!

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    papaschluffs avatar
    papaschluffvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr bewegende Geschichte.
    Li's Geschichte

    Li ist ein fünfzehn Jahre junges Mädchen und ihr Leben ist in diesem jungen Alter bereits geprägt von Gewalt, Demütigung und Schmerz. Li arbeitet in einem Bordell und sie ist nicht freiwillig dort. Sie wurde ihren Eltern "abgekauft" und wird nun an Tag für Tag missbraucht. Sie ist einsam, sie hat Angst. Ihre Haut ist gezeichnet von den Spuren der Gewalt, die ihr angetan wurde. Li hat ihre Seele verloren und ist ohne Hoffnung auf ein besseres Leben.

    Peter ist Journalist und auch er ist einsam. Daher begibt er sich eines Abends in dieses Bordell und lernt die junge Li kennen. Er ist entsetzt so ein junges Mädchen vorzufinden und ist bestürzt über sich selbst, dass er sich überhaupt dorthin gewagt hat. Li rührt sein Herz und er möchte ihr helfen, aus dieser Hölle zu entfliehen.

    Doch dies kann nicht Hals über Kopf geschehen, sondern muss gut durchdacht und geplant sein. Peter benötigt Zeit. Zeit die sich Li nicht gegeben hat, denn sie setzt ihrem Leben ein Ende. Zu groß waren ihr Schmerz und ihr Leid.

    Peter macht sich heftige Vorwürfe, weil er nicht schnell genug reagiert hat, er konnte Li nicht helfen. Doch Li scheint nicht ganz fort zu sein, Peter hat Träume. Träume in denen er Kontakt zu ihr hat.

    Die Autorin wagt sich in diesem Buch an brisante Themen heran. Es geht um Zwangsprostitution, es geht um Kindesmissbrauch und auch um Menschenhandel. Es sind schwere Themen, auf die sich der Leser hier einlassen muss. Isabella Maria Kern geht mit diesen doch heiklen Themen einfühlsam und vorsichtig um, dennoch sehr gut recherchiert und auch schonungslos offen. Ihr Schreibstil fesselt und bannt den Leser an das Buch. Hat man einmal angefangen zu lesen, legt man das Buch ungern wieder aus der Hand.

    Es ist eine Geschichte die unter die Haut geht, zum Nachdenken anregt und die mich auch sehr berührt hat. Gerade die Traum-Passagen von Peter haben mir die ein oder andere Gänsehaut verursacht und von mir gibt es eine deutliche Leseempfehlung.

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    clary999s avatar
    clary999vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, bewegend und beeindruckend! Mit dem brisanten Hintergrundthema Zwangsprostitution!
    Li...

    „… Sie war wunderschön, doch in ihrem Blick lag so viel Traurigkeit, dass es schmerzte.“

    Zitat aus dem Buch, Seite 14

    Zum Inhalt: Peter Brauner, ein egoistischer Journalist, besucht zum ersten Mal ein Bordell. Dort begegnet er Li, eine 15-jährige Prostituierte aus Vietnam. Er ist von ihrem Leid erschüttert und verspricht ihr zu helfen, aber noch in derselben Nacht begeht Li Selbstmord. Warum hat sie nicht gewartet? Als kurz darauf Li zu Peter „spricht“, glaubt er den Verstand zu verlieren.

    Beatrice, eine junge Prostituierte, ist verzweifelt. Sie möchte von ihrem Zuhälter weg, aber hat entsetzliche Angst. Peter versteckt sie…

    Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist fließend. Die Hauptperson Peter ist attraktiv, eingebildet und penibel. Die Begegnung mit Li und Beatrice verändert sein Leben gravierend.  Er interessiert sich jetzt für die Gefühle anderer und denkt nicht mehr oberflächlich. Ihm wird es wichtig gerade denen, die sich nicht befreien können, zu helfen und andere vor so einem Unglück zu bewahren. Gemeinsam mit Beatrice will er auch anderen Menschen aufrütteln. Werden sie Mitstreiter finden? Die Rückschläge sind grauenvoll, aber es gibt auch sehr berührende Momente! 

    Lis und Beatrices Vergangenheit hat mich sehr bewegt. Li lernt man in den „Gesprächen“ mit Peter näher kennen, Beatrice bei ihren Erlebnissen mit Peter. Li ist sehr lieb und nach ihrem Tod kann sie auch wieder sarkastisch sein. Beatrice ist von ständigen Ängsten geprägt, aber Peter versucht ihr Halt und Hoffnung zu geben….

    „… Es machte nur den Anschein als wären die Trümmer in Beas Seele weitgehend aufgeräumt, in Wahrheit musste sich Bea eingestehen, dass diese Demütigungen und Qualen, die sie mehr als die Hälfte ihres Lebens eingesteckt hatte, keine Heilung erfahren würden. Die Erinnerungen würden verblassen und die Schmerzen nachlassen. Tatsächlich aber quälten sie in der Nacht Albträume…“

     Zitat aus dem Buch, Seite 227

    Noch weitere sympathische und unsympathische Personen spielen eine wichtige Rolle! Unberechtigte Vorurteile gegenüber Prostituierten haben nicht nur Bordellbesucher, sondern auch andere Leute. Die Zuhälter sind gerissen! Sie machen tolle Versprechungen und unwissende Mädchen, sogar ihre Eltern, fallen darauf rein.

    Ein paar Zufälle waren mir zu viel und einzelne Passagen zu langgezogen oder zu weit hergeholt. Insgesamt ist der Handlungsverlauf aber spannend und emotional!

    Neben dem Thema Zwangsprostitution geht es um Freundschaft und Liebe! Außerdem geschieht noch ein Mord! Der paranormale Einfluss hat mir gut gefallen.

    Das brisante Thema Zwangsprostitution wurde in der fiktiven Geschichte sehr gut umgesetzt! Zwangsprostitution darf nicht verschwiegen oder runter gespielt werden! Dadurch wird das Leben der betroffenen jungen Frauen zerstört! Lis Geschichte soll die Menschen wachrütteln! Man wird zum Nach- und Umdenken angeregt!

    Spannend, bewegend und beeindruckend!

    Leseempfehlung!

    4 Sterne

    Kommentare: 9
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    Vanessa_Noemis avatar
    Vanessa_Noemivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die das Leid der Protagonisten nicht verharmlost und sehr zum Nachdenken anregt.
    Li - tote Mädchen machen keinen Sex

    Inhalt:
    Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nichts mehr, wie es war. Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf die minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben. Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben, und wird obendrein gekündigt. Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren...

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Daher liess sich das Buch auch super schnell und gut lesen. Das Thema hat mich sofort interessiert und ich wusste, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Das Cover ist sehr speziell aber passt super zu der Geschichte.
    Ich hatte in der Geschichte leider keine Person, mit der ich mich identifizieren konnte und die mir sofort ans Herz gewachsen ist.
    Peter macht zwar während der Geschichte eine unglaublich tolle Veränderung durch und wird immer sympathischer, jedoch konnte ich mich mit ihm nicht so gut anfreunden. Er war ein toller Hauptcharakter und wirklich wichtig für das ganze Buch aber mich konnte er nicht so ganz überzeugen.

    Das Buch spricht viele wichtige Themen an. Das Hauptthema ist die Zwangsprostitution und was das mit einem so jungen Mädchen macht, die jeden Tag zum Sex mit teilweise widerlichen Männern gezwungen wird. Es zeigt sehr gut auf, wie gross das Netz von solchen Betrieben ist und welche Tricks angewendet werden, um diese Mädchen dazu zu bringen zu ihnen zu kommen und dort auch zu bleiben. Oft sind es zu Beginn riesige Lügen, die den Mädchen und ihren Familien aufgetischt werden und danach wird die Angst vor dem Leben in einer fremden Welt immer grösser gemacht. Die Tricks sind gewitzt und wirkungsvoll und die Zuhälter wissen ganz genau, wie sie mit den Mädchen umgehen müssen, dass die nicht gehen.
    Dazu kommt noch die Behandlung, die diese Frauen über sich ergehen lassen müssen. Im Buch wird das gut an einem Polizisten gezeigt. Dieser sieht Bea, eine Prostituierte, nur als ein Lustobjekt und er hat wirklich nur das eine im Sinn, wenn er mir ihr redet. Er respektiert Bea überhaupt nicht und ist wahnsinnig unfreundlich und gesteuert von seiner Lust. Das hat mir gezeigt, dass das Leben von diesen Frauen alles andere als einfach ist. Sie müssen mit Vorurteilen und unfreundlichem Verhalten leben, was absolut nicht gerechtfertigt ist. Zu sagen, dass diese Frau ja nur eine Nutte ist, ist eine riesige Abstufung und absolut nicht in Ordnung.
    Im Buch wird auch dafür gekämpft, dass diese Zuhälter nicht mehr die Möglichkeit haben, den unwissenden Menschen solche Lügen zu erzählen. Es wird aufgeklärt und informiert, was mit den Mädchen wirklich passiert. Nämlich nicht die versprochene Ausbildung, sondern ein Leben im Puff. Das hat mir gut gefallen. Es ist immer wichtig solche Themen anzusprechen und zu versuchen das Ganze zu verhindern, dass nicht noch mehr unschuldige Mädchen solche Qualen erleiden müssen.
    Den Schluss fand ich wirklich toll. Es hat mir super gefallen, dass alle Erzählstränge noch zu Ende erzählt wurden und dass wir von jedem noch erfahren haben, wie das Leben nun ist und was passiert ist oder noch passieren wird.

    Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und hat ein Thema angesprochen, worüber nicht viele sprechen. Ich fand das Buch sehr interessant, auch wenn ich mir manchmal ein wenig mehr Spannung gewünscht hätte.

    Mein Fazit:
    Die Geschichte ist wahnsinnig interessant. Es behandelt das Thema der Zwangsprostitution und die Folgen davon. Für jeden, den das Thema interessiert sicher eine tolle Lektüre.

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    grit0707s avatar
    grit0707vor einem Jahr
    "LI" - spannender, paranormaler Thriller

    Klappentext:
    Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nichts mehr, wie es war. Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf die minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben. Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben, und wird obendrein gekündigt. Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren.

    Meine Meinung:
    Der Klappentext von „LI“ hat mich sofort angesprochen und ich wollte gerne dieses Buch lesen. Die Autorin packt hier ein Thema an, das leider immer noch zu viel ignoriert wird. Und diese Geschichte, die sich um Peter und Li, aber auch Beatrice dreht, hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und daher liest sich das Buch einfach so weg. Dass verschiedene Klischees angesprochen wurden (Paranormales, Kriminalität, Prostitution, Kindesmissbrauch) fand ich eine gute Mischung. Natürlich sollte man sich darauf einlassen können und auch wollen.

    Mein Fazit:
    Alleine schon wegen der Hintergrundinformationen, die dieses Buch auch liefert, lohnt es sich „LI“ zu lesen. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung abgeben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es hat mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt. Ich freue mich auf weitere Bücher von Isabella Maria Kern. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Isabella_Maria_Kerns avatar

    Am Tag der Frau, dem 8. März, besuchte ich eine Lesung der etwas anderen Art. Eine Schauspielerin las aus den Tagebüchern von Sexdienstleisterinnen.
    In der anschließenden Diskussion stellte man die Frage, welche Gefühle es diesen Frauen gegenüber hervorruft, wenn man erfährt welcher Arbeit sie nachgehen.
    Was schreibt ein Frau in den Lebenslauf, wenn sie sieben Jahre lang "angeschafft" hat? Und wie reagieren Dienstgeber auf so einen Eintrag im Lebenslauf?
    Das, und die Tatsache, dass diese Arbeit, die körperlich und seelisch Höchstleistungen fordert, in der Gesellschaft verpönt, aber doch sozial äußerst wichtig erscheint, sollte uns zu denken geben.
    Ein Ausstieg aus dem "Milieu" gestaltet sich schon aus sozialpolitischen Gründen äußerst schwierig.
    In Österreich werden solche Frauen von Organisationen (wie z.B. der Caritas - Verein Lena) unterstützt. Danke allen Mitarbeitern für ihre tollen Dienste.
    In meinem Roman befasse ich mich auch mit dem Thema Prostitution.
    "Li - tote Mädchen machen keinen Sex", erschienen im iatros-Verlag.



    Zum Thema
    Isabella_Maria_Kerns avatar
    Nach seinem ersten Besuch in einem Bordell ist für Peter, einem arroganten Journalisten, nchts mehr, wie es war.
    Die Lust auf Sex ist ihm sofort vergangen, als er dort auf de minderjährige Li trifft, und er verspricht, ihr zu helfen. Aber Li nimmt sich noch in derselben Nacht das Leben.
    Er versteckt Beatrice, die von ihren Zuhältern gesucht wird, bei sich, riskiert damit sein Leben und wird obendrein gekündgt.
    Als er dann noch Lis Stimme hört, meint er den Verstand zu verlieren...

    Obe man an paranormale Aktivitäten glaubt oder nicht, ist eine Sache. Die andere ist die Geschichte von Peter, unserem Protagonisten, der Lis Stimme hört, nachdem sie ihrem jungen Leben ein Ende gesetzt hat.
    Ein Selbstmord, ein Mord, die Liebe und der wohl aussichtslose Kampf um eine besser Welt, führt den Leser durch einen spannenden, paranormalen Thriller.
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