Isabelle Arsenault

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Isabelle Arsenault

Isabelle Arsenault, 1978 in Sept-Iles, Québec, geboren, zählt zu den renommiertesten Kinderbuchillustratorinnen Kanadas. Dreimal wurde sie mit dem kanadischen Governor General’s Literary Award ausgezeichnet: 2004 für Le coeur de Monsieur Gauguin (Monsieur Gauguins Herz), 2013 für Virginia Wolf und 2013 für Jane, the Fox and me (deutsch 2014: Jane, der Fuchs & ich). Wiederholt wurden ihre Bücher von der New York Times auf die Liste der 10 besten illustrierten Bücher gesetzt. Isabelle Arsenault lebt mit ihrer Familie in Montréal. www.isabellearsenault.com

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Isabelle Arsenault

Cover des Buches Albert will lesen (ISBN: 9783314105180)

Albert will lesen

 (5)
Erschienen am 28.02.2020

Neue Rezensionen zu Isabelle Arsenault

Cover des Buches Albert will lesen (ISBN: 9783314105180)Fernweh_nach_Zamoniens avatar

Rezension zu "Albert will lesen" von Isabelle Arsenault

Eine Liebeserklärung an alle Bücherwürmer!
Fernweh_nach_Zamonienvor 6 Monaten

Inhalt:

Wer lesen will, braucht dafür Ruhe.

Zu Hause ist es viel zu laut und so macht sich Albert auf die Suche nach einem friedlichen Eckchen.

Nach und nach gesellen sich jedoch alle seine Freunde hinzu und schon bald ist es mit der Ruhe wieder vorbei.

Aber vielleicht findet sich ein Weg, wie alle zusammen Spaß haben können.


Altersempfehlung: 

ab 4 Jahre 


Illustrationen:

Zauberhafte und reduzierte Illustrationen ergänzen und unterstreichen die Handlung. Im Comic-Stil werden die kurzen und prägnanten Dialoge der Kinder in Szene gesetzt.

Der Zeichenstil und die Aquarell-Technik gefallen sehr und besonders die Farbgestaltung ist wundervoll: Die Umgebung ist trist und in farblosen Grau-Tönen gehalten. Albert im orangefarben geringelten Pulli mit hellblauem Buch ist einer der wenigen Farbtupfer. Ebenso das Gemälde mit dem Motiv einer untergehenden Sonne, vor dass er sich setzt, um die Ruhe zu genießen. Er entflieht so in eine traumhaft schöne Strandkulisse bis plötzlich auch alle anderen Kinder in dieser Fantasie bei ihm am Strand sitzen.


Mein Eindruck:

Ein Buch über einen Bücherwurm für andere (künftige) Leseratten erweckt sofort mein Interesse. 

Humorvoll, warmherzig und mit wenigen Worten wird Alberts großer Wunsch, in Frieden lesen zu können, aufgezeigt. Diesen können alle Leseratten und Bücherwürmer wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen.

Einmal vom Zauber des Buches gepackt, möchte sich Albert in den Geschichten verlieren. Aber immer wieder kommt ein Kind und fragt, ob er mit Gärtnern oder Federballspielen möchte oder mal kurz auf die Katze aufpassen kann. 

Irgendwann reicht es dem armen Kerl und er macht seinem Ärger Luft. Gemeinschaft kann anstrengend sein, aber zusammen finden die Kinder eine sehr gute Lösung, so dass am Ende alle zufrieden sind und in Ruhe den "Sonnenuntergang" genießen.

Die Botschaft, dass Lesen auch gemeinsam funktioniert, man sich als Gemeinschaft auch mal zusammenraufen muss, ist zauberhaft und kindgerecht umgesetzt.


Eine wunderschöne und lustige Geschichte für alle Bücherwürmer und Leseratten dieser Welt.


Fazit:

Eine warmherzige Geschichte und eine Liebeserklärung an alle Bücherwürmer dieser Welt!

Mit wunderschönen und aufs Wesentliche reduzierten Illustrationen, die ohne großen Aufwand die Geschichte lebendig werden lassen. Alberts Abenteuer kommt fast ohne Worte aus, denn die Zeichnungen sprechen für sich.

Eine Leseempfehlung für Groß und Klein, Jungen und Mädchen, Leseratten wie Bücherwürmer!


... 

Rezensiertes Buch: "Albert will lesen" aus dem Jahr 2020

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Cover des Buches Albert will lesen (ISBN: 9783314105180)Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Albert will lesen" von Isabelle Arsenault

Eine fantasievolle Geschichte mit wenigen Worten und sprechenden, intensiven, poetischen, ausdrucksstarken Illustrationen
Kinderbuchkistevor 8 Monaten

Seht ihr Albert, der gedankenverloren auf den Sonnenuntergang schaut? Guckt ihn euch genau an.! Seht ihr sein Gesicht? Es lächelt!

Wieso ich euch darauf aufmerksam mache?

Viele Eltern meiner Lesekinder guckten irritiert auf das Buch und sagten:" So ein melancholisches, trauriges....... Buch willst du den Kindern vorlesen?

Sie alle haben gar nicht genau hingeschaut. das kühle Mintgrün mit wenig Schwarz und etwas Orange signalisiert oberflächlich betrachtet vielleicht dem ein oder anderen Traurigkeit. aber traurig ist dieses Buch nun ganz und gar nicht. Es zeigt das Leben wie es nun mal so ist. Also bitte richtet eueren Fokus auf Alberts zufriedenes Lächeln und wen wunderschönen orangenen Sonnenuntergang, der ihn glücklich macht. Denn dieses Buch hat es verdient entdeckt zu werden. Wenn  ich sage es hat es verdient entdeckt zu werden, dann meine ich es auch so denn mit Wörtern wird hier recht wenig kommuniziert. Es sind wenige Worte, in das Bild integriert oder als Sprechblasen etwas herausstechend, die die wundervollen Zeichnungen begleiten. Isabelle Arsenault ist eine preisgekrönte Bilderbuchmacherin. Ihre Werke heben sich durch ihren ganz eigenen, sehr besonderen Illustrationsstil sehr von dem oft weichgespülten, vor Farbigkeit sprühenden Bilderbuchzeichnungen anderer Illustrator/innen ab. Sicherlich gibt es -gerade erwachsene-, Leser, die zunächst wenig mit dieser sparsamen Farbigkeit anfangen können doch einmal in der Geschichte drin, erliegt fast jeder dem Charme dieser wunderschönen, sehr ausdrucksstarken schwarz-weiß Zeichnungen mit kleineren mint und orange Akzenten, denn hier wird Farbe sehr bewusst eingesetzt um etwas zu transportieren.

So, jetzt habe ich das, was ich sonst nach dem Inhalt erzähle voran gestellt, weil die Erfahrung der letzten Wochen mir gezeigt hat, das es durchaus, ab und an, nötig ist die Leser erst einmal an das Buch heran zu führen. Ich will nicht sagen, dass das Cover ihnen Angst macht, doch leider leben wir in einer farbig sehr plakativen Welt, wo wenig Farbigkeit erst einmal schnell mit Trostlosigkeit in Verbindung gebracht wurde. Im Zeitalter des schwarz-weiß Fernsehens wäre das noch ganz anders gewesen.

So nun aber zur eigentlichen Geschichte.

Albert möchte gern in Ruhe sein Buch lesen doch drinnen im Haus ist es einfach zu laut. Also geht er schlecht gelaunt  raus in den Garten, öffnet die Tür der hohen Gartenmauer und entdeckt neben allerlei anderem Gerümpel ein wunderschönes Bild. Das Bild eines Sonnenuntergangs, das in seiner Farbigkeit aus dem tristen Grau um ihn herum heraussticht. Fasziniert von dem Bild holt er sich einen Stuhl und setzt sich  mit etwas Abstand vor das Bild. Er betrachtet das Bild, sein Buch liegt dabei einfach auf seinem Schoß und plötzlich sitzt er nicht mehr auf dem Stuhl sondern auf einem Liegestuhl am Strand und schaut auf die untergehende Sonne. Und auch wir Betrachter werden von der kühlen Stimmung nun von Wärme umhüllt, denn die Orangetöne des Sonnenuntergangs fangen auch uns ein.

Ihr denkt wir erleben jetzt eine Geschichte voller Ruhe und Standgefühl?

Weit gefehlt denn Albert wird von 2 Mädchen die gärtnern wollen je aus seinem Traum gerissen. Wieder werden wir von der kühlen, Grau- Schwarz Tristes auf den Boden der Tatsachen geholt und fühlen mit Albert mit.  Die Mädchen fragen ihn ob er mit machen möchte, doch das will er natürlich nicht. Er will einfach nur irgendwo gemütlich, in aller Seelenruhe sein Buch lesen. Albert hat Glück. Es gelingt ihm sich wieder auf seinem Liegestuhl am Strand zu sehen. Sein Buch in der Hand doch er ist nicht allein. Die beiden Mädchen die gärtnern wollten sitzen in Sommerlaune etwas entfernt und bauen im Sand Burgen. ein friedliches Bild voller Wärme lässt auch uns wieder wärmer werden . Leider ist diese Ruhe trügerisch denn nun stört Tom. Der möchte mit ihm Badminton spielen und ist gar nicht erfreut einen Korb zu bekommen. Tom meint Albert säße ja ohnehin nur einfach so rum. Zum Glück möchten die Mädchen mit ihm spielen und so sehen wir im nächsten Bild wieder den Strand. Albert auf seiner Liege das Buch in seiner Hand. Tom spielt mit einem der Mädchen Badminton das andere spielt friedlich im Sand. Albert schaut nicht ins Buch. Er beobachtet zufrieden das Treiben und wird jäh aus seinem "Traum" herausgeholt. Ja, natürlich sitzt er immer noch mit dem Buch in der Hand vor dem Bild.

So geht es eine ganze Weile. Immer wenn Albert sich gerade wieder einen Moment gefangen hat und Ruhe zum Lesen da geschieht etwas was ihn stört. Schwarz-grau-weiße Zeichnungen wechseln sich mit warmen orangenen Strandbildern ab. Doch je mehr Menschen ihn stören, je mehr Menschen er mit in sein Strandgefühl nimmt desto voller wird es auch an dem Strand und damit auch unruhiger und dann recht es Albert. Er wird laut. Er schimpft :"..... kann man hier nicht mal in Ruhe ein Buch lesen?". Alle erschrecken sich. Das hatte wohl keiner gewollt. Plötzlich ist Albert allein. Allein mit seinem Buch. Aber gefällt ihm das wirklich? Doch dann geschieht etwas womit wohl niemand, auch Albert nicht, gerechnet hätte. Tom kommt mit einem Stuhl und einem Buch zurück und setzt sich zu Albert und nicht nur Tom kommt. Alle sind wieder da und alle lesen in ihren Büchern nur Tom der schaut ganz bedröppelt. Es tut ihm leid, dass er so geschimpft hat, so gemein war.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

Wie es weiter geht?

Vielleicht schreibt ihr selbst ein kleines Ende bevor ihr umblättert. Vielleicht erzählt ihr euch auch nur wie ihr euch das Ende vorstellt, so wie wir es gemacht haben. Ob euer Ende sich dem Ende in der Geschichte ähnelt?

Abwarten.

Ich hoffe ich konnte euch dieses sehr außergewöhnliche Buch ein bisschen näher bringen.

Ich hoffe ihr habt verstanden, dass es keineswegs ein trostloses, trauriges Buch ist sondern voller Leben.

Da die Geschichte mehr oder weniger nur über die Bilder transportiert wird gibt es viele Möglichkeiten sie allein oder besser noch gemeinsam zu entdecken und zu interpretieren. Um sie richtig deuten/ verstehen zu können bedarf es einer ausdrucksstarken Illustration, wie ich bereits eingangs erwähnte. Isabelle Arsenault hat es wirklich geschafft ihre ( Alberts) Geschichte so zu erzählen, dass sie klar hinüber kommt und dennoch Platz für eigene  Interpretation hat. So ist es ein Buch geworden, das zu Gesprächen anregt, zum Geschichten erzählen, zum in sich hinein versetzten, zum ....... . Ergänzt es ruhig weiter. Was hat  das Buch mit euch gemacht. Dieses Buch mit seiner Geschichte, mit seiner Gestaltungsweise, dem Wechsel von Schwarz-Weiß zu Orange, dem Wechsel zwischen Realität und Fiktion. 

Wird es ein Lieblingsbuch auch wenn es so ganz anders ist wie andere Bilderbücher oder ist es vielleicht schon ein Lieblingsbuch geworden weil es eben so ganz anders ist wie die anderen?

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Cover des Buches Albert will lesen (ISBN: 9783314105180)Damariss avatar

Rezension zu "Albert will lesen" von Isabelle Arsenault

Für lese- und buchbegeisterte Kinder (und Erwachsene!) könnte es nicht besser passen
Damarisvor einem Jahr

Lesefans kennen die Situation: Da hat man sich gerade ein Buch geschnappt und es sich damit so richtig schön gemütlich gemacht ... und schon wird man gestört. Ein Familienmitglied will etwas wissen, haben oder tun. Irgendwo ist die Musik zu laut, und dann klingelt auch noch das Telefon. Schon jungen Kindern wird oftmals die Ruhe des Lesens vereitelt, erwachsene Leser*innen, zumindest mich, frustriert es ganz schön, wenn das Lesestündchen andauernd unterbrochen wird. "Albert will lesen" verdeutlicht genau dieses Situation - oftmals zum Schmunzeln und mit einem Augenzwinkern, jedoch auch nachfühlbar realistisch. Und das ist auch der Grund, warum mir dieses Bilderbuch sofort ans Herz gewachsen ist.

Weil Albert im Haus nicht lesen kann, es ist einfach zu laut, geht er mit seinem Buch nach draußen. Dort sucht er sich ein stilles Plätzchen hinter dem Gartenzaun, macht es sich gemütlich und stellt sich vor, er wäre ganz alleine und in völliger Leseruhe am Strand. Doch es dauert nicht lange und Albert wird gestört. Andere Kinder und Erwachsene kommen vorbei, fragen ihn, ob er mit ihnen gärtnert, stellen einen Kinderwagen - samt Kind und Katze - bei ihm ab oder beginnen in seiner Nähe Ball zu spielen. Albert will einfach nur lesen! Ihm wird es zu bunt, er klappt sein Buch zu und brüllt los. Damit jagt er alle davon. Endlich ist Ruhe, jedoch tut es Albert auch leid, seine Freunde weggeschickt zu haben. Plötzlich kehren sie alle zu ihm zurück ... jeder mit einem eigenen Buch in der Hand.

"Albert will lesen" ist im Stil eines Comics gestaltet. Bei den Farben überwiegen Schwarz- und Grautöne, die durch orange- und türkisfarbene Details ergänzt werden. Daraus resultiert ein ganz einzigartiger Stil, der wunderschön anzuschauen ist und anhand dessen man gut nachvollziehen kann, was gerade in der Geschichte passiert. Allerdings eignet sich das Bilderbuch durch die Comic-Aufmachung (Schlüsselszenen sind durch einen kurzen Text in Sprechblasen hervorgehoben) weniger zum Vorlesen. Mit meiner 5-jährigen Tochter schaue ich "Albert will lesen" an, lese ihr die Gedanken der Protagonisten vor, und ansonsten erzählen wir uns gegenseitig die Geschichte und das, was wir auf den Bildern sehen. Das funktioniert gut und meiner Tochter gefällt es.

Bei allem Frust von Albert, der nicht in Ruhe lesen kann, wird das Buch zu einem sehr schönen Ende gebracht, bei dem sich alle Freunde zum gemeinsamen Lesen versammeln. Das ist humorvoll und herzlich gelöst und schließt die Geschichte perfekt ab.

Fazit ...

Viele große und kleine Leser*innen kennen die Situation, beim Lesen nicht ungestört zu sein, bzw. dieses andauernd unterbrechen zu müssen. Genau so geht es Albert, der eigentlich nur seinem liebsten Hobby frönen will, dabei aber ständig gestört wird. "Albert will lesen" ist ein vereinnahmendes Bilderbuch im Comicstil, dessen Stil und Gestaltung herausragen. Es ist humorvoll-augenzwinkernd, aber gleichzeitig auch sehr nachvollziehbar und realistisch umgesetzt. Außerdem handelt es von einer der schönsten Beschäftigung der Welt - dem Lesen. Für Lese- und Buchbegeisterte könnte es nicht besser passen.

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