Ismail Kadare Die Brücke mit den drei Bögen

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Inhaltsangabe zu „Die Brücke mit den drei Bögen“ von Ismail Kadare

Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident. Im Jahr 1378, als die türkische Armee vorrückt, soll in einem kleinen Dorf Albaniens eine Brücke über die ›Bösen Wasser‹ gebaut werden. Zwischen Gegnern und Befürwortern entbrennt ein erbitterter Kampf, der ein Menschenopfer fordert. Eine alte Frau nennt die Brücke das Rückgrat des Teufels. Eine prophetische Metapher, denn als erstes ziehen die Soldaten des osmanischen Reiches über die Brücke nach Europa ein.

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  • Rezension zu "Die Brücke mit den drei Bögen" von Ismail Kadare

    Die Brücke mit den drei Bögen

    Hallogen

    10. March 2011 um 22:57

    Kadare gelingt es meisterlich, das durch Ivo Andric schon bearbeitete Thema des Brückenbaus (Die Brücke über die Drina, 1945) um tolle neue Bilder zu erweitern. Zwar geht es hier fast ausschließlich um den Bau der Brücke, doch verknüpft der Autor entworfene Bilder dermaßen ansprechend miteinander, dass es ein purer Genuss ist, dieses Buch zu lesen. Kurz vor der Eroberung durch die Osmanen wird hier eine Brücke über einen Fluss gebaut, von der der dies niederschreibende Mönch ein Jahr später ahnt, dass sie den Eroberern den Weg bereiten wird... Hier ist die Brücke in keiner Weise verbindend, ja sie erscheint den Bewohnern regelrecht nutzlos, und dann kommt es auch noch zu Vorfällen in der Bauphase, die sich nicht klären lassen. Wie Andric entzaubert Kadare Mythen wie den des (weit verbreiteten und auch in Deutschland zu findenden) Bauopfers indem er ihnen eine völlig neue Lesart gibt. Alles ist genau durchdacht, das Handeln der Figuren völlig logisch, und nur an einer Stelle fand ich dieses Durchdenken aller Möglichkeiten fast übertrieben, doch alles erfüllt hier seinen Zweck. Zudem stellt er einen Bezug zu "Doruntinas Heimkehr" her (er gibt einen Tipp für die zeitliche Einordnung). Alles in allem ein Buch das v. a. sprachlich stark ist: Kadare erklärt die verschiedenen Namen Albaniens, spielt mit den diversen Sprachen und Währungen Europas und findet immer neue Sichten auf die Brücke, etwa im Gegensatz zwischen Fähre und Brücke. Er zeigt wichtige Aspekte des Systemwandels, und versucht zu ergründen, wieso es den Osmanen so relativ leicht fiel in Südosteuropa Fuß zu fassen.

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  • Rezension zu "Die Brücke mit den drei Bögen" von Ismail Kadare

    Die Brücke mit den drei Bögen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2010 um 12:48

    Irgendwo in Albanien, im 14. Jahrhundert. Eigentlich bauen sie ja nur eine Brücke aus Stein. Doch welch eine tolle Erzählung, die Ismail Kadare aus dieser simplen Handlung webt! Besonders bemerkenswert fand ich die spannende, vorwärtsstrebender Handlung einerseits und auf der anderen Seite wunderbare Sprachbilder und Metaphern, die mich immer mal wieder innehalten liessen. Genial, wie der Autor etwa ein schwieriges Gespräch beschreibt, oder eine Gruppe von geschlagenen Kreuzrittern auf dem Rückzug. Naheliegend, wenn auch etwas simpel, wäre gewesen, die Brücke als Verbindung von vormals getrennten Menschengruppen darzustellen. Ganz anders hier: Überall schwelen Konflikte oder brechen mit dem Brückenbau erst auf; zwischen Menschenwerk und Naturgewalt (der Fluss heisst nur "das böse Wasser"), zwischen verschiedenen Interessengruppen, und der grosse Konflikt zwischen christlichen Albanern und muslimischen Osmanen, der erst richtig beginnt, als die Brücke fertig ist. Dabei ist die ganze Erzählung in einem melancholischen Gundton gehalten. Ich habe diesen Autor beim Rumstöbern entdeckt und werde sicher auf ihn zurückkommen.

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