Isolde Cars

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Mauerflieger.

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Cover des Buches Mauerflieger (ISBN:9783426214565)

Mauerflieger

 (4)
Erschienen am 02.09.2019

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Rezension zu "Mauerflieger" von Isolde Cars

Authentisch und echt
Hope23506vor 4 Tagen


  • INHALT:
    1965 begegnen sich Isolde und Hans in einem Zug. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch diese Liebe hat keine Zukunft. Isolde lebt in Ost Berlin und Hans in Schweden und die Mauer ist vor vier Jahren errichtet worden. Zwischen ihnen und ihrer Liebe steht diese unüberwindbare Mauer. Doch ihre Liebe ist gross, so gross, dass sie einen wagemutigen Plan fassen. Hans soll den Flugschein machen und so Isolde über die Grenze fliegen. Nach langen neun Monaten und vierzig Flugstunden hält Hans seinen Pilotenschein in den Händen und nun hält ihn nichts mehr auf und er will Isolde über den eisernen Vorhang holen.
    MEINE MEINUNG:
    Gerade zum 30 jahrigen Mauerfall beschäftigt sich das Buch mit einem hochaktuellen Thema. Eine besondere Brisanz kommt noch hinzu, denn es ist eine wahre Geschichte, die wahre Geschichte von Isolde und Hans. Mit diesem Augenmerk wird das Buch zu etwas ganz besonderem und ich habe es auch beim Lesen so empfunden. Die Autoren lassen uns an ihrem Leben, ihrer Liebe und ihrer Flucht hautnah teilhaben, wir sind vom Kennenlernen über die Planung der Flucht bis hin zur Durchführung des Planes dabei. Und ich fand wirklich alles sehr interessant und spannend. Es wird alles sehr detailreich erzählt. Man merkt die Zerrissenheit von Isolde, die Entschlossenheit von Hans und dann doch die Ängste von Beiden. Ihr beider Leben hängt von dem Gelingen des Planes ab, aber keiner traut sich an ein Versagen zu denken oder darüber zu reden. Ganz straight wird der Plan von beiden durchgezogen. Bewundernswert fand ich, dass sie sich auch oftmals so lange nicht gesehen haben und doch war da dieses riesengrosse Vertrauen zueinander. Und es ist lange nicht klar, ob sie es auch schaffen werden.
    FAZIT:
  • Authentisch, echt und sehr persönlich. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch.

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Rezension zu "Mauerflieger" von Isolde Cars

Eine Liebe, die die Grenzen überschreitet- eine spektakuläre Flucht-ein Stück deutscher Geschichte lebendig erzählt.
Buchraettinvor einem Monat

Das Buch erzählt mit seiner ganz eigenen Erzählstimme die persönliche Geschichte zweier Menschen, die ihr Leben und ihre Liebe nicht durch eine Mauer trennen lassen wollten.


Sie begegnen sich 1965 in einem Zug nach Prag. 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet. Der Autor lebt damals in Schweden, ist beruflich unterwegs und Isolde studiert in der DDR Medizin. Sie verlieben sich. Doch wie sollen sie zusammenleben? Welche Aussichten hat ihre Beziehung?


Diese Biographie liest sich wie eine Art historischer Roman hinter der realen Kulisse des kalten Krieges und des „eisernen Vorhanges“.


Es ist ein bildhafter und lebendiger Stil. Immer wieder wechseln die beiden sich ab in ihrer Erzählung und als Leser bekomme ich das Gefühl, als säßen wir bei einer Tasse Tee oder Kaffee zusammen und sie erzählten ihre Lebensgeschichte für mich persönlich.


Die Dialoge, Beschreibungen, die Pläne, auch Ängste, das alles wird sehr detailreich und mit diesem eigenen Erzählton berichtet. Lässt die Zeit lebendig werden und dann die Entscheidung zur Flucht aus der DDR.


Hans Christian absolviert den Flugschein und damit planen sie die Flucht von Isolde aus der DDR.


Sehr gelungen war hierbei auch, dass sie etwa mittig im Buch Fotos befinden. Fotos der beiden von damals, die Flugroute der Flucht und viele mehr. Das lässt noch lebendiger wirken.


Aber auch wie ging es weiter nach der Flucht in den Westen. Ich fand als Abrundung auch den Rückblick auf die Wiedervereinigung Deutschlands sehr gelungen.


Ein Stück deutsche Geschichte- hautnah und persönlich erzählt- eine Flucht aus der damaligen DDR.


 Es ist ein persönliches, intensives Buch, das den Leser auf eine Zeitreise entführt. Es sind diese Geschichten, die reale Geschichte fassbar machen. Den Lesern ein Bild vermitteln und die neugierig machen, sich über Geschichte zu informieren.


Eine Liebe, die die Grenzen überschreitet- eine spektakuläre Flucht-ein Stück deutscher Geschichte lebendig erzählt.

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Rezension zu "Mauerflieger" von Isolde Cars

Die Daseinsberechtigung der Liebe
BettinaR87vor einem Monat

Man sieht sich, verliebt sich, geht aufeinander zu und baut sein gemeinsames Leben auf. So simpel ist es in der Regel, doch vor ein paar Jahrzehnten war das in Deutschland, beziehungsweise Europa mit dem Eisernen Vorhang gar nicht so einfach.

Der junge schwedische Student Hans Christian ist auf Reisen und trifft in einem Zug die DDR-Bürgerin Isolde. Auf Anhieb sind sie sich sympathisch, aber so richtig fliegen die Funken nocht nicht, doch damals verheilt man sich anscheinend anders als heute: Man kann es sich fast nicht vorstellen – anstatt im Zug nach Genf weiter zu fahren, macht HC den Umweg über Budapest. Nur, um Isolde dort quasi um ein Date zu bitten. Solche Gesten gibt es heutzutage doch gar nicht mehr, oder? Es kommt, wie es kommen muss: Sie verlieben sich natürlich, doch so sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen, so unvorstellbar ist es, dass beide in der DDR leben. Flucht – die einzige Lösung.

Doch diese Lösung könnte ganz schnell zum Ende der Beziehung führen, sei es durch Einkerkerung oder den Tod, der so viele Flüchtlinge bereits ereilt hat.

An sich ist es wirklich erstaunlich, welchen Weg das Paar gegangen ist, denn sie bauen ihre Liebe aktiv und gegen alle Widerstände auf. Das ist ein Aspekt, der immer wieder auftaucht: Trotz der Zweifel, trotz der Widrigkeiten in Form von Trennung von der Familie, ein wahrscheinlicher Tod, politische Inhaftierung – das alles muss im Hintergrund massiv auf die Gemütslage schlagen und noch stärkere Zweifel säen. Heutzutage geben die meisten schon auf, wenn der Wind ihnen zu viel Staub auf die Nasenspitze pustet. Deprimierend und inspirierend zugleich!

Umso überraschender wirkt es daher, dass dieser Fluchtbericht genau das ist – ein Bericht mit vergleichweise wenig Emotionen. Ja, es gibt große Gesten, aber zwischen den Zeilen merkt man wenig von Todesängsten, Hoffnung, Freud und Leid. Weil es so lange her ist? Weil die Erinnerung manchmal trügt? Weil es einfach nicht die Art der Autoren ist, sich emotional in die Karten blicken zu lassen? Es bleibt unklar. Ein sehr schönes Gimmick sind die abgedruckten Originaldokumente, die von Fotos bis Landkarten und Kritzeleien reichen. So wird die erzählte Geschichte noch einmal eine ganze Nuance realistischer und erlebbarer.

Sehr interessant, durchaus persönlich, aber nicht so recht die Romanze zwischen politischen Grenzen, die man sich als Leser möglicherweise erwartet – das aber ist eine äußerst subjektive Einschätzung!

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