Isolde Sammer Die Stille nach dem Schrei

(86)

Lovelybooks Bewertung

  • 102 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 41 Rezensionen
(18)
(39)
(22)
(2)
(5)

Inhaltsangabe zu „Die Stille nach dem Schrei“ von Isolde Sammer

Sie sucht die Wahrheit. Und findet das Böse. Irenes Leben wird zum Albtraum, als ihr Sohn Jonas gewaltsam ums Leben kommt. Der Täter: ihr neunzehnjähriger Stiefsohn Martin. Die Tat: im Affekt. Angeblich wurde Martin Zeuge, wie Jonas einen kleinen Jungen ermordete. Zudem behauptet er plötzlich, von seinem eigenen Vater missbraucht worden zu sein. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene zweifelt. An Martins Aussage. Und an ihren eigenen Erinnerungen. Sie will die Wahrheit herausfinden, um jeden Preis. Erst recht, als Martin die Abiturientin Tina in seinen Bann zieht. Denn Irene ahnt, wozu ihr Stiefsohn fähig ist.

Gefühle musste Martin scheinbar erst erlenern, er beschreibt "wie eine Fremdsprache" hätte er sie sich von seinem Vater und der Stiefmutter abgucken und lernen müssen, was andere Menschen von ihm erwarten. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis, wo er wegen Mordes an einem kleinen Jungen einsaß, zieht er zurück zu seiner Stiefmutter. Ungestillt ist scheinbar aber immer noch sein Verlangen - jedoch nicht nach Frauen, sondern nach Kindern, bzw. Jungs. So reagiert er scheinbar auf die Annäherungsversuche von Tina, aber erst nachdem er durch Nachfragen herausgefunden hat, dass der Kindersitz auf ihrem Rad ihrem jüngeren Bruder Benny gehört. Ist er Opfer und Täter zugleich, da er behauptet, sein Vater hätte ihn als Kind misshandelt? Tina glaubt an ihn und verliebt sich blindlings. Sie wird auch nicht wirklich misstrauisch, als er sie bittet, sich ihre Haare abzuschneiden, sich wie ein Junge zu kleiden und zu enthaaren. Erst als Martin sie um weitere merkwürdige Gefallen bittet und sich ihr immer weiter öffnet und offenbart, beginnt sie langsam zu erwachen – leider ist es schon 5 vor 12. Der Thriller liest sich flüssig, fesselnd und sehr abschreckend, die Autorin springt zwischen 2 Perspektiven (dem „Opfer“ Tina und einer allwissenden Erzählerin) hin und her. Diese zwei Stränge erhöhen die Spannung und spiegeln den inneren Konflikt Tinas eindrücklich wieder, ihre Zerrissenheit zwischen Zuneigung und Abscheu.

— olifant

Isolde Sammer gelingt es sehr gut, das Thema „Pädophilie“ sensibel anzugehen und mit feinfühlig herausgearbeiteten Charakteren einen spannenden und gleichzeitig sehr emotionalen Thriller zu erzählen.

— Bellexr

Stöbern in Krimi & Thriller

Das Apartment

Sehr gruselige Geschichte mit einem Hauch von Paranormal Activity.

_dieliebezumbuch

Blutzeuge

Thriller-Kost vom Allerfeinsten. Unerwartet, spannend und nervenaufreibend!

Seehase1977

Origin

Ganz anders als erwartet, aber trotzdem spannend

Faltine

YOU - Du wirst mich lieben

Beklemmend und atmosphärisch

lauravoneden

Die Brut - Die Zeit läuft

Super spannender zweiter Teil! Konnte mich sogar noch mehr überzeugen, als Teil eins.

.Steffi.

Unter Fremden

Eine schöne Geschichte über eine starke Frau, die es lernen muss, über sich hinauszuwachsen!

Cleo22

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • zu langatmig und vorhersehbar

    Die Stille nach dem Schrei

    CoffeeToGo

    18. December 2015 um 10:33

    Martin sitzt im Gefängnis, weil er des Mordes an seinem Halbbruder beschuldigt wird. Doch er hält an seiner Version des Geschehens, er habe im Affekt gehandelt, weil Jonas einen Nachbarsjungen misshandelte, fest. Doch seine Stiefmutter glaubt seiner offiziellen Version der Tat nicht und beschuldigt ihn, beide Jungen misshandelt und getötet zu haben. Schließlich kommt Martin frei und bandelt mit einem Mädchen aus seiner Schule an. Von da an ist er nur noch mit ihr unterwegs. Mit ihr und ihrem kleinen Bruder Benny. Der Schreibstil ist flüssig und man bekommt abwechselnd die Sicht von Martin, Tina, Hanno und Irene mit. Relativ schnell wird klar, wie die Tat ausgesehen haben muss und wer der Täter war. Das erfährt man nicht etwa versteckt, sondern wird mit klaren Aussagen und Blick in die Psyche des Täters praktisch auf die Wahrheit gestoßen. Das Thema ist nicht neu und wurde dennoch interessant beschrieben, da man Einblick in die Gedanken und Handlungen des Täters bekommt, was mir immer besonders gut gefällt. Allerdings hat man relativ schnell ahnen können, worauf das ganze hinausläuft, so dass das Ende keine wirkliche Überraschung mehr war. In die Personen konnte man sich sehr gut hineinversetzen und ich habe mich öfters dabei ertappt, wie ich fassungslos und kopfschüttelnd gelesen habe. Bei Tina hat das allerdings nicht ganz so gut geklappt. Ich konnte zwar einige ihrer Beweggründe nachvollziehen, doch dass plötzlich alles aus dem Ruder lief, habe ich nicht wirklich nachvollziehen können. Mir persönlich war es auch zu viel Gerede um den heißen Brei. Der spannende Teil (Benny und der Täter) wurde eher nebenbei erzählt und kam erst am Ende zu einem Höhepunkt, was mir persönlich für diese Art von Geschichten zu wenig ist. Zumal das Ende auch sehr unglaubwürdig ist. Man kann es lesen, muss aber nicht.

    Mehr
  • Isolda Sammer - DIe Stille nach dem Schrei

    Die Stille nach dem Schrei

    typisch-mona

    10. July 2014 um 13:23

    Als ihr Sohn Jonas gewaltsam ums Leben könnt wird Irenes Leben zum Albtraum. Der Täter ist ihr neunzehnjähriger Stiefsohn Martin. Die Tat im Effekt, MArtin wurde angeblich Zeuge, wie Jonas einen kleinen Jungen ermordete. Außerdem behauptet er urplötzlich von seinem eigenen Vater missbraucht worden zu sein. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene zweifeltstark an dessen unschuld. Doch sie zweifelt auch an ihren eigenen Erinnerungen und will die Wahrheit herausfinden. Um jeden Preis! Vorallem als Martin das Mädchen Tina in seinen Bann zieht. Denn langsam ahnt Irene wozu ihr Stiefsohn fähig ist... Auch wenn von Anfang an klar ist, dass Martin tatsächlich der Möder ist und fälschlicherweise freigesprochen wurde,  schafftdie Autorin es doch die Story bis zur letzten Seite spannend zu halten. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, zum Einen die klassische Erzählerperspektive und zum Anderen erzählt Tina die Geschichte aus ihrer Sicht. Das ist gut gemacht und baut sehr gut Spannung auf! Dieses Buch ist ein gelungenes Psychothriller. Er stellt sehr gut die Gedanken und Probleme der Hauptcharaktere Irene, Martin, Tina und Hanno dar.  Isolde Sammer gelingt es dem Leser den jeweiligen Blickwinkel zu eröffnen, so dass der Leser sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen kann. Nur zum Schluß hatte ich das Gefühl, die Autorin hätte die Lust am Schreiben verloren und wolle das Buch nur nch schnell zu Ende bringen. Trotzdem finde ich das Buch gelungen. Ein guter Thriller, den jeder Thriller-Fan im Regal stehen haben sollte.

    Mehr
  • Wenn Liebe blind macht...

    Die Stille nach dem Schrei

    Ani

    17. August 2013 um 14:45

    Irenes Leben ändert sich schlagartig, als ihr leiblicher Sohn Jonas getötet wird. Das allein ist eigentlich schon schlimm genug, doch Irenes Albtraum nimmt kein Ende. Denn für die Tat verantwortlich ist ihr neunzehnjähriger Stiefsohn Martin. Er behauptet, Jonas im Affekt getötet zu haben, als er beobachtete, dass Jonas einen kleinen Jungen auf bestialische Art ermordete. Vor Gericht sagt er außerdem aus, jahrelang vom eigenen Vater missbraucht worden zu sein. Da Irenes Mann nicht mehr lebt, kann er nichts zu seiner Verteidigung sagen. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene kann sich nicht mit dem Urteil abfinden. Sollte sich dieses Familiendrama tatsächlich vor ihren Augen abgespielt haben, ohne dass sie davon auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt hätte? Irene zweifelt stark an Martins Aussage und beschließt, die Wahrheit herauszufinden. Als Martin Tina kennenlernt, beschleicht Irene ein ungutes Gefühl. Denn sie hat die Vermutung, dass er einen teuflischen Plan verfolgt... Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Den größten Teil der Handlung nimmt dabei die Perspektive ein, in der Tina, die Freundin von Martin, ihre Sicht der Dinge schildert. Da das in einem Geständnisbrief an Kommissar Schneider geschieht, wird dort die Ich-Form aus ihrer Sicht verwendet. Beim Lesen dieser Passagen taucht man sofort in die Handlung ein und folgt gespannt Tinas Schilderungen. Da sie kein Blatt vor den Mund nimmt und schon eingangs ganz unverblümt von ihrem verpfuschten Leben berichtet, bekommt man sofort ein ungutes Gefühl. Doch auch Irenes Sicht auf das Geschehen wird ausführlich beschrieben. Hier bekommt man wichtige Hintergrundinformationen zu Martins Kindheit und den recht schwierigen Familienverhältnissen. Da man in einer weiteren Perspektive Martin über die Schulter schaut, bekommt man einen recht umfassenden Gesamtüberblick. Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben. Sie wirken dadurch menschlich und lebendig. Obwohl man zuweilen den Eindruck hat, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ohne Gewissen durchs Leben gehen. Beim Lesen dieser Passagen verdüstert sich die Atmosphäre des Buchs schlagartig, sodass man ein ziemlich mulmiges Gefühl bekommt. Die Autorin hat ein schwieriges und brisantes Thema ins Zentrum der Handlung gerückt. Denn schnell wird klar, dass der Hauptprotagonist Martin, der es fabelhaft versteht, sich in bestem Licht darzustellen, zu gewaltsamem Kindesmissbrauch neigt. Gespannt verfolgt man, wie lange es noch dauern wird, bis man ihm auf die Schliche kommt und wann Tina endlich merken wird, was sich direkt vor ihren Augen abspielt. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Handlung durchgehend interessant. Echte Hochspannung und Nervenkitzel stellen sich allerdings nicht ein, da die Perspektiven in denen man Irene beobachtet, den Spannungsaufbau etwas ausbremsen. Obwohl Irene eine Protagonistin ist, die sehr sympathisch wirkt und das Herz auf dem rechten Fleck zu tragen scheint, kann ihre Sicht nicht fesseln, sodass man sogar dazu neigt, die entsprechenden Passagen zu überfliegen. Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieses Psychothrillers recht gut unterhalten. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr. Deshalb vergebe ich auch "nur" drei von fünf Bewertungssternen.

    Mehr
  • Der Seelenlose Mörder

    Die Stille nach dem Schrei

    heike_herrmann

    16. April 2013 um 14:41

    Zur Story: Sie sucht die Wahrheit. Und findet das Böse. Irenes Leben wird zum Albtraum, als ihr Sohn Jonas gewaltsam ums Leben kommt. Der Täter: ihr neunzehnjähriger Stiefsohn Martin. Die Tat: im Affekt. Angeblich wurde Martin Zeuge, wie Jonas einen kleinen Jungen ermordete. Zudem behauptet er plötzlich, von seinem eigenen Vater missbraucht worden zu sein. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene zweifelt. An Martins Aussage. Und an ihren eigenen Erinnerungen. Sie will die Wahrheit herausfinden, um jeden Preis. Erst recht, als Martin die Abiturientin Tina in seinen Bann zieht. Denn Irene ahnt, wozu ihr Stiefsohn fähig ist … Über die Autorin: Isolde Sammer arbeitet seit Jahren erfolgreich als Drehbuchautorin, u. a. für «Tatort», «Bella Block», «Die Kommissarin», «Eurocops», «Ein Fall für zwei» und «Der Fahnder». Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Meine Meinung: Dem Leser wird ab den ersten Seiten deutlich, wer damals wirklich der Mörder war. Dieses Wissen begleitet uns durch das ganze Buch, was ich sehr gut fand. Es geht zwar für Martins Stiefmutter und den Kommissar Schneider auch darum, die Wahrheit von damals ans Tageslicht zu bringen, aber hauptsächlich erleben wir auch Martin und seine "Freundin". Seine Freundin Tina, die ihre Version der Geschehnisse an Kommissar Schneider in Schriftform verfasst. Sie geht zu diesem Zeitpunkt davon aus, das sie sterben wird, möchte aber, das vor allem ihr geliebter kleiner Bruder Benny, eines Tages die wirkliche Wahrheit erfährt. Wie der Kommissar an die Erzählung kommt, erfahren wir erst zum Schluss. Und so werden uns verschiedene Erzählstränge geboten: aus der Sicht von Tina, von Irene - der Stiefmutter, von Kommissar Hanno Schneider und natürlich von Martin selbst. Und die sind teilweise wirklich schwer zu verdauen. Denn man gewinnt den Eindruck, das Martin keine Seele besitzt, was er sogar von sich selbst denkt. Aber meistens besteht sein denken aus phantasievollen Gelüsten. Kleine Jungs . Missbrauch. Qual. Mord. Tina, die schon seit ihrer Kindheit unsterblich in ihn verliebt ist, weiß eigentlich, was mit ihm los ist, sieht sich aber dazu berufen, ihn zu heilen. Das sie sein Schutzengel ist, der verhindert, das er böses tut. Für Martin ist sie eher Mittel zum Zweck. Sie ist ein gutes Alibi und außerdem mag er es, wie sie ihn anhimmelt wie einen Helden und er manipuliert und erpresst sie bis zum geht nicht mehr. Gehirnwäsche, könnte man glatt sagen. In Tina hat er ein leichtes Opfer, denn sie seht sich eigentlich nur nach Liebe, erkennt aber nicht den Höllentrip, auf dem sie sich befindet. Auch wenn man weiß, was damals wirklich geschah, wie Martin tickt, ist das Buch durchweg sehr spannend. Denn es geht darum, was Martin nun als nächstes vor hat. Und das ist unsagbar grausam. Absolute Leseempfehlung für Thrillerfans mit starken Nerven! Eine Geschichte, die sehr berührt, nahe geht und die man so schnell nicht mehr vergisst!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    ShayFlening

    03. March 2013 um 14:33

    ... Anfangs war ich total begeistert von diesem buch! Und ich kam auch schnell voran mit dem lesen! Leider ... Um so mehr ich gelesen habe um so weniger hat es mir gefallen ... am schluss passt die schreib weise nicht finde ich ... am anfang bekommt man von Martin, Tina , Irene und dem herr Schneider alles mit ... später lassen die, die kapietel aus von Tina & Martin ... was ich schade finde weil am schluss gerade mich das am meisten interessiert was die beiden noch gedacht haben ... da fand ich es doof das gerade am ende das ausgelassen wird ... Die story im großen und ganzen ist eid ganz ok ... nur so vom hocker hauen tut mich jetzt das buch leider nicht! Alle rezis die ich gelesen habe waren bis jetzt positiv ... Aber meine meinung zu dem buch ist, man kann es lesen .. aber es muss nicht umbedingt sein ...

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    Thrillerlady

    16. December 2012 um 13:50

    - schonungslos, bewegend & unglaublich fesselnd - Buchkritik: Beim 400-seitigem Buch handelt es sich um das Debüt der Autorin. Isolde Sammer kennt man sonst eher als Drehbuchautorin u.a. für: Tatort, Ein Fall für zwei, oder der Fahnder. Die Geschichte wird aus der Sicht von Tina, Martins Freundin erzählt. So bekommt man fast schonungslose Eindrücke, denn Manches wird doch nicht so detailiert beschrieben, in Martins Psyche und sein Handeln. Gerade was die Charaktere angeht, muss ich sagen, hat Frau Sammer ein gutes Händchen bewiesen, denn es ist wirklich Wahnsinn, welche Abgründe bezüglich Martins Psyche sich da Einem auftun. Auch die Beschreibungen der anderen Protagonisten, sprich von Tina und seiner Stiefmutter Irene sind wirklich gut gelungen, so das man sich gut in deren Lage hineinversetzen konnte, auch wenn man sie teilweise nicht nachvollziehen konnte, und man die ein oder andere Person gerne immer mal geschüttelt hätte, um sie zur Besinnung zu bringen. Es ist gleichzeitig faszinierend, aber noch viel mehr schockierender, was sich in der Geschichte abspielt, denn man bedenke, es handelt sich um einen 19-jährigen, bei dessen Handeln, aufgrund seiner Denke, man glauben würde, es wäre ein mittelalter Erwachsener, da man nicht glauben kann/will, das solche Dinge ein Heranwachsender auch nur ansatzweise denken, geschweige denn in die Tat umsetzen könnte. Mich hat die Geschichte so gefesselt, das es mir sehr schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen, für mich ist es ein Buch mit Suchtfaktor. Spannungsmäßig kam ich voll auf meine Kosten, da der Schreibstil und die Geschichte an sich vollends dazu beitrugen. Fazit: Ein Geschichte voller Emotionen, die man so schnell nicht vergessen wird und die Einen nicht mehr loslässt. Für mich eines der Buchhighlights 2010! Bin gespannt auf nachfolgende Bücher. Note:1

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    kleineroteHexe

    27. November 2012 um 08:29

    Irene sucht die Wahrheit. Hat ihr 19jähriger Stiefsohn Martin ihren leiblichen 14jährigen Sohn Jonas dabei beobachtet, wie er einen 10jährigen missbraucht und getötet hat? Hat Martin Jonas deshalb im Affekt getötet? Wurden Martin und Jonas wirklich von ihrem Vater missbraucht? Oder ist es vielmehr so, dass Martin von Jonas erwischt wurde, wie er das Kind missbrauchte? Irene glaubt an Jonas' Unschuld und an Martins Schuld. Aber wie soll sie das beweisen? Tina glaubt, in Martin die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Er ist unschuldig, dass weiß sie genau. Er liebt sie und er braucht sie. Aber dann verlangt merkwürdige Dinge... und doch ist es für Tina zu spät. Sie kann nicht mehr zurück. Oder gibt es doch noch einen Weg für sie? Martin... Martin, mit seinem offenen Lächeln. Martin, der offensichtlich alle nach seinem Willen manipulieren kann. Alle? Alle, außer Irene, seine Stiefmutter. Frau Sammer hat mit "Die Stille nach dem Schrei" ein Buch geschrieben, dass einen fesselt und einem gleichzeitig einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Es ist ein ernstes Thema, und uns heutzutage leider nur allzugegenwärtig. Es ist ein Thema, dass mich schaudern lässt. Oft hätte ich das Buch gerne zur Seite gelegt und es abgebrochen... . Ich habe das Buch wirklich zwiegespalten gelesen. Einerseits ließ mich das Thema an meine Grenzen stoßen, andererseits wollte ich unbedingt weiterlesen, wissen, wie es ausgeht. Ich habe mich schon fast dafür geschämt, dass ich dieses Buch unbedingt weiterlesen wollte. Frau Sammer schreibt spannend, leicht verständlich und selbst die Art und Weise aus der Sicht von drei verschiedenen Personen zu schreiben hat sie sehr gut hin bekommen. Sie hat für "Die Stille anch dem Schrei" ein schwieriges Thema gewählt. Und obwohl sie wirklich grausame Details nicht beschreibt... ist dieses Buch mit den vorhandenen Schilderungen grausam genug... und gleichzeitig spannend genug, dass man weiterliest. Ich für meinen Teil wollte unbedingt wissen, was mit Tina geschieht... Empfehlen würde ich das Buch aber nicht jedem. Zu realistisch erscheinen mir die Taten, Gedanken und Gefühle des Täters. Wer gerne (Psycho)Thriller liest und Fiktion von Realität immer trennen kann, der kann dieses Buch unter Umständen lesen. Auf eigene Gefahr, würde ich fast sagen. Ich persönlich habe noch Wochen später drüber nachgedacht. Und ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, ob ich das Buch (aufgrund des Themas) nun wirklich gut oder doch schrecklich finden soll...

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    wollsoeckchen88

    11. April 2012 um 18:27

    Mit "Die Stille nach dem Schrei" hat Isolde Sammer nicht nur einen Thriller geschrieben, sondern auch zu beleuchten versucht, was einen Menschen zum Mörder macht. Sind es die Gene oder doch die Erziehung? Was bringt jemanden dazu, auf einmal bestialische Verbrechen an seinen Mitmenschen zu verüben? Frau Sammer hat das Thema von vielen Seiten beleuchtet und darum eine packende Story über Kindesentführung, Tötungsphantasien und der Faszination von Macht gewoben. Ein sehr lesenswertes Werk für Thrillerfreunde.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    melli.die.zahnfee

    Dieses Buch habe ich mir privat gekauft Irenes Leben wird zum Albtraum, als ihr Sohn Jonas gewaltsam ums Leben kommt. Der Täter: Irenes siebzehnjähriger Stiefsohn Martin. Die Tat: im Affekt. Angeblich wurde Martin Zeuge, wie Jonas einen kleinen Jungen ermordete. Auch behauptet Martin plötzlich, von seinem eigenen Vater jahrelang missbraucht worden zu sein. Das Gericht spricht Martin frei, doch Irene zweifelt an seiner Version. Sie will die Wahrheit um jeden Preis herausfinden. Erst recht, als Martin die Abiturientin Tina in seinen Bann zieht. Denn Irene ahnt, wozu ihr Stiefsohn fähig ist … Die ist mal ein klassischer Psychoschocker. Der Täter steht von Anfang an fest es gibt also keine klassische Tätersuche, das Buch wird in mehreren Perspektiven erzählt: Aus Martins Sicht, aus der Sicht von Mutter Irene, Ermittler Hanno und der von Martins Freundin Tanja, die den Hauptteil der Kapitel ausmacht. Tanja ist schon lange verliebt in Martin und traut ihm diese Tat einfach nicht zu. Sie hält ihn für unschuldig und mit aller Macht an seiner Liebe fest, egal wie merkwürdig sich Martin auch aufführt. Sie leidet und liebt und er zieht sie immer tiefer in den Sog seines gestörten Hirns. Die Mutter ist einfach nur verstört sauer und fühlt sich schuldig. Das Thema ist sehr schwierig umzusetzen da allgemein bekannt ist, dass so etwas natürlich auch in der realen Welt vorkommt. Meiner Meinung nach ist diese Umsetzung der Autorin sehr gut gelungen, da sie den Leser tief verstört zurücklässt und ein Buch geschrieben hat an das man sich noch lange erinnert.Andererseits ist die Story durch die verschiedenen Blickwinkel so aufgebaut, das man ruhig weiterlesen kann ohne nur die abartigen Gedanken Martins zu erfahren, man erlebt auch andere Kapitel quasi als Beruhigung zwischendurch. Die Stille nach dem Schrei erlebt Tina nachdem sie den ersten Mord ihres Freundes miterlebt.Und langsam wird ihr trotz der Hörigkeit zu Martin klar, dass sie einen kleinen Bruder hat, den sie sehr liebt und das dieser genau in Martins Beuteschema passt. Von Martin erfährt man das er empatisch ist, also keine Gefühle empfinden kann. Dieser Charakter ist erschreckend detailliert ausgearbeitet und für den Leser, der normal empfindet , absolut grotesk. Man erfährt über die Manipulationen und auch ganz genau was Martin wirklich über Tina denkt, das fand ich sehr traurig. Die Autorin schreibt flüssig und ihre Figuren sind sehr einprägsam beschrieben, das Buch und die Geschichte sind sehr realitätsnah gehalten. Mich hat dieses Buch sehr bewegt. Ein klasse Debüt !

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    FrauSchnapphold

    29. July 2011 um 10:47

    Mit Isolde Sammers Erstling widmet sich die Autorin einem heiklen Thema, der Pädophilie. Martin wird wegen Mordes an seinem 14-jährigen Stiefbruder Jonas gerichtlich angeklagt. Eine Tat im Affekt, wie der Jugendliche dem Richter glaubhaft zu machen versucht, da er den jüngeren Bruder dabei ertappte, wie dieser einen anderen Schutzbefohlenen ermordete. Martin wird freigesprochen und aus der Untersuchungshaft entlassen. Einzig seine Stiefmutter und Hauptkommissar Schneider zweifeln an Martins Aussagen... Die Geschichte wird zum einen aus der Ich-Perspektive Martins erzählt. Manche Passagen erfolgen aus der Sicht Irenes, Mutter und Stiefmutter von Jonas und Martin. Den weitaus größten Teil des Buches machen die Schilderungen Tinas aus, die sich Hals über Kopf in Martin verliebt, blind davor, wohin sie diese fast fanatische Abhängigkeit bringen wird. Die Leseprobe hat mir durchaus zugesagt. Schon die ersten Sätze des Buches erzeugen Spannung, die zum interessierten Lesen animiert. Die handelnden Figuren wirken durch die ausführlichen Schilderungen bezüglich Emotionen und Gedanken durchaus lebendig und authentisch. Leider wird der Spannungsaufbau durch eben diese (oft sehr ausführlichen) Schilderungen oft gestört und die Story wirkt etwas zäh und langatmig. Eine Besonderheit in der Erzählweise stellt Tinas Berichterstattung dar, sie schreibt ihre Sicht der Dinge in einem Bericht an Kommissar Schneider nieder. Gerade in den Teilen, in denen Tina das Wort hat, wird Spannung erzeugt, da sie scheinbar aus der Gegenwart in die Vergangenheit zurückblickend erzählt. Hin und wieder streut sie Andeutungen der gegenwärtigen Situation ein, die den Leser fesseln. Leider hemmen die aus Irenes Sicht verfassten Passagen diesen Spannungsfluss zu oft, dass sich ein absoluter Nervenkitzel nicht einstellt. Der Schreibstil Isolde Sammers ist flüssig, gut verständlich, die Sätze eher kurz gehalten. Die Dialoge einfach, kaum originell. Alles in allem keine herausragende Schreibe, jedoch solide und für ein entspanntes Wochenende gerade richtig. Das Thema Pädophilie mag nicht für jeden geeignet sein, daher kann ich keine Leseempfehlung aussprechen. Dennoch schafft es die Autorin, sich diesem Thema in einer sachlichen Art und Weise anzunehmen, ohne dabei zu arg den Zeigefinger zu heben. Der Titel schwirrte mir nach dem Beenden des Buches noch den ganzen Tag im Kopf herum, die Geschichte wird hängen bleiben. Ob dies auch für Frau Sammer gilt, wird sich erst mit ihrem nächsten Titel zeigen. Letztendlich hat die Autorin sicher nicht den spannendsten Psychothriller auf den Markt gebracht, ein solider Erstling, dessen Inhalt noch eine Weile nachhallen wird, ist dennoch alle Mal gelungen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    Ebo

    23. April 2011 um 08:25

    Dies ist ein unglaublich spannender Psychothriller, der nie langweilig wird und rasant zur Sache kommt. Aus der Sicht der Hauptcharaktere geschrieben macht er direkt süchtig. Wenn man denkt das schlimmste ist geschafft, geht es erst richtig los und ich musste mehrmals schlucken, ob ich wirklich weiterlesen kann. Sehr gutes Buch und für Thriller-Liebhaber sehr zu empfehlen! Ausserdem hat er ein sehr zufriedenstellendesw Ende. Muss ich echt mal sagen. Viel Spaß beim Lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    Merle_F

    02. April 2011 um 20:02

    Die Stille nach dem Schrei, Isolde Sammer „Manchmal denke ich, ich habe keine Seele“ sagt Martin vor seiner Freundin über sich selber. Zwei Kinder müssen sterben. Anscheinend hat Martin seinen Halbbruder erschlagen, als er ihn bei einem Mord an einem anderen Kind ertappt. Das Gericht spricht Martin frei. Seine Stiefmutter Irene zweifelt an diesem Urteil, zumal Martin vor Gericht seinen inzwischen verstorbenen Vater des Missbrauchs anklagt und seiner Stiefmutter vorwirft, immer weggeschaut zu haben. Aber Irene ist eigentlich kein Mensch, der wegschaut. Sie fängt an, auf eigene Faust zu recherchieren und hat an ihrer Seite den ermittelnden Kommissar Hanno Schneider, der mit dem Ende der Ermittlung ebenfalls nicht zufrieden ist. Isolde Sammer erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven und beleuchtet manches Vorkommnis von drei Seiten, nämlich aus Irenes Sicht, aus Martins Blickwinkel und aufgeschrieben von Tina, der Freundin Martins. Schnell ist dem somit „allwissenden“ Leser klar, dass Martin tatsächlich nicht unschuldig ist. Aber was stimmt mit ihm nicht? Wie weit geht seine anscheinend pädophile Neigung und wie ist diese zu beurteilen? Gibt es einen Schuldigen an Martins entgleistem Leben? Und inwieweit verursacht sein Verhalten weitere Katastrophen in seinem Umfeld? Im Grunde ist dies kein Krimi oder Thriller im klassischen Sinne, sondern eher ein spannender psychologischer Roman. Und in diesem Fall ist der psychologische Teil sehr gut aufgearbeitet und kein bisschen als billiger Schocker präsentiert. Die Autorin nähert sich dem Thema auf sehr sensible Art, ohne den Leser in eine Situation zu bringen, in der unangenehmer Voyeurismus auftritt. Irene und Tina als jeweils erzählende Personen sind sehr gut entwickelt und bleiben immer nachvollziehbar und authentisch. Tinas bedingungslose Liebe und fürchterliche Naivität gegenüber Martin wirkt abstoßend und ist fast unerträglich zu lesen. Irene ist die Person, der man voller Sympathie folgt. Beide Erzählbilder zusammen geben ein hochspannendes Puzzle, zu der auch Hanno Schneider noch entscheidende Teile beiträgt. Das Thema sexuelle Gewalt an Kindern ist schwierig in einem Roman umzusetzen. Eigentlich will man so etwas nicht lesen, schon gar nicht zur Unterhaltung. Und überhaupt nicht möchte man auch nur einzelne Elemente dieser Thematik als Zuschauer mit wohligem Gruseln erfahren. Also bleibt, bei Interesse an diesem Thema, ja eigentlich nur die Lektüre von Sachbüchern und wissenschaftlichen Texten. Oder man sollte Isolde Sammer lesen. Viele Denkanregungen, sehr einfühlsame Gedanken, ein wissenschaftlicher Unterbau und philosophische Gespräche machen aus der Geschichte einen Text den man fertig lesen mag, obwohl er so schrecklich ist. Schade, dass das Cover so typisch Psychothriller ist und manchen Leser vielleicht auf die falsche Fährte setzt. Ich hätte etwas dezent düsteres hier passender gefunden. Mit der Auflösung bin ich ebenfalls nicht ganz zufrieden. Sie wirkt irgendwie unfertig und nicht passend zu dem detailreich und sorgfältig aufgebauten Buch. Alles in allem möchte ich aber eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Am Ende des Buches steht ein Zitat von Fernando Pessoa: „Komm morgen wieder, Wirklichkeit. Für heute reicht es, Leute.“ Dieses Zitat ist sehr schön gewählt. Am Ende des Textes bleibt man als Leser mit einem starken Wunsch nach einer Portion heiler Welt zurück.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    wunky

    20. March 2011 um 14:38

    Was mag im Kopf eines Schwerverbrechers vor sich gehen? Was könnte jemanden dazu bewegen - die grausamsten Taten zu begehen, die man sich überhaupt vorstellen kann; zum Beispiel ein Kind zu vergewaltigen und zu töten? Immer wieder fragt man sich so etwas, wenn man in Nachrichten von einem neuen Fall von Vergewaltigung oder Kindesentführung hört. Auf der einen Seite will man verstehen - und auf der anderen Seite ist man froh, dass man es nicht kann. Doch dieses Buch - dieses meiner Meinung nach eindeutig (nicht für schwache Nerven) zu empfehlende Werk - gibt uns einen Einblick in die Welt eines Täters und schockiert dadurch auf eine für mich in der Form bisher ungekannte Art und Weise. Martin, der 19-jährige Stiefsohn von Irene Werneck, gesteht, dass er seinen Stiefbruder Jonas im Affekt erschlagen hat, als er diesen bei der Ermordung eines Jungen in einer Scheune entdeckt hatte. Nach einem halben Jahr im Gefängnis kommt er wieder auf freien Fuß - und alle Welt freut sich für ihn. Denn wer hätte nicht genauso gehandelt wie Martin? Wem wäre nicht eine Sicherung durchgebrannt, wenn er den kleinen Jungen aufgeschlitzt und aufgehängt - förmlich hingerichtet - in der Scheune gefunden hätte? Nur Irene, Martins Stiefmutter, kann sich nicht mit Martins Schilderung der Tat anfreunden. Sie bezeichnet ihn als Lügner, wofür sie geballtes Unverständnis erntet. Doch dem Leser wird früh klar, dass Irene ganz richtig liegt. Denn während noch (fast) jeder seine Version der Ereignisse glaubt, plant Martin bereits seine nächste Greueltat. Und er ist nicht allein: Hilfe bekommt er von Tina Mahlbach, die blind vor Liebe für Martin ist und gar nicht merkt, wofür sie missbraucht wird... Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt: - Gefesselt vor Spannung. Seite um Seite ist einfach nur so verflogen, man verschlingt das Buch regelrecht. Obwohl man von Vornherein weiß, wer der Täter ist, verliert das Buch dadurch nicht im Geringsten an Tempo - eher gewinnt es dadurch noch. Man kann es kaum fassen, wie einer nach dem anderen auf Martin hereinfällt, in seinen Bann gezogen wird und ihm jeder Glauben schenkt. Beängstigend. Womit wir auch schon beim nächsten Aspekt wären. - Gefesselt vor Grauen. Für mich ist es eines der schlimmsten Verbrechen, wenn man Kinder entführt, vergewaltigt und ermordet. Und genau darum geht es hier. In welcher Art und Weise Martin diese wehrlosen Jungen regelrecht abschlachtet und dann auch noch die Tatsache, dass er genau dabei Erregung verspürt - wirklich einfach nur grauenvoll. Und umso schlimmer, dass es wirklich Menschen gibt wie Martin. Isolde Sammer hat in ihrem Buch etwas thematisiert, das schockiert und abstößt, und dabei doch einen Weg gefunden, dass der Leser an den Zeilen hängt wie ein Verdurstender an einem Strohhalm. - Gefesselt vor Begeisterung. Denn Isolde Sammer hat nicht einfach drauflos geschrieben und einen Thriller abgeliefert, der zwar spannend, aber nicht sehr tiefgründig ist. Im Gegenteil. Geschickt vermag sie es, durch unterschiedliche Stile die Handlung von mehreren Seiten zu beleuchten. Zum einen die Schilderungen aus Sicht von Irene, die trotz ihrer Zweifel und ihrer Trauer nicht aufgibt und schließlich auch beweisen kann, dass Martin nicht unschuldig ist. Dann die Schilderungen von Martin, dem Täter, von dessen Gefühlsleere man schockiert ist. Und die Notizen von Tina, welche aus ihrer Sicht alles wiedergeben und so Details verraten, die Irene nicht wissen kann oder konnte. Außerdem ist der Thriller angereichert mit psychologischem Hintergrundwissen, um mögliche Erklärungen für Martins krankhaftes Verhalten zu liefern. Bei "Die Stille nach dem Schrei" handelt es sich um einen Psychothriller, bei dem die Autorin sehr gut recherchiert hat - und ihre Leser auch daran teilhaben lässt. Dieses ist ein Buch was definitiv in Erinnung bleibt. Von mir begeisterte 5 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    bookorpc

    12. March 2011 um 21:13

    Der erste Roman, Die Stille nach dem Schrei, der Drehbuchautorin Isolde Sammer hat mich total begeistert. Inhalt: Jonas und Joey sind tot, aber wer ist dafür verantwortlich? Martin, der Halbbruder von Jonas wird wegen Totschlags an ihm verurteilt. Er behauptet Jonas habe Joey getötet und er hätte ihn nicht mehr aufhalten können. Des weiteren beschuldigt er seinen Vater ihn missbraucht zu haben. Irenes Welt wird durch die Aussagen ihres Stiefsohnes Martins in ihren Grundfesten zerstört. Sind die Anschuldigung wahr? Sie glaubt es nicht und auch Hanno Schneider, der Ermittler im Fall Scheune hat trotz des Urteils seine Zweifel. Daran ändert sich auch nicht als Martin eine Freundin, Tina hat. Eher steigt dadurch die Angst vor weiteren Taten. Meine Meinung: Eine spannender Thriller auf seine eigene Art. Täter und Tathergang sind eigentlich ab der ersten Seite klar. Aber die Ausmaße von Martins perversen Neigungen kaum erahnbar bzw. vorstellbar. Man liest im Buch die verschiedenen Sichten: Martin, Irene, Hanno und Tinas Aufzeichnungen an Hanno Schneider für ihren Bruder Benny. Dadurch werden manche Ereignisse doppelt, aber aus verschiedenen Perspektiven erläutert. Auch Gudrun, Martins Oma gibt Erinnerungen preis. Dadurch ergibt sich eine Menge an Informationen, die nicht dazu dienen, den Täter zu überführen sondern sein weiteres Vorgehen zu erahnen bzw. seine Tat zu begründen. Der Schreibstil hat mich gefesselt aufgrund der Vielfältigkeit der Charakter und die Art wie sie umgesetzt werden. Zum Beispiel fand ich Tinas Aufzeichnungen sehr jugendlich. Kommentare wie ” Fand ich total süß von ihm.” weil Martin keine Horrorfilme anschaut, da Tina diese nicht mag; geben ihrem Part, die Leichtigkeit und Naivität, die es braucht um zu verstehen, wieso sie immer tiefer in die Sache rutschte. Martins Part ist voller Provokation, die mich während des Lesens wütend machte. Fazit: Wer gerne den Täter ermittelt und Hypothesen aufstellt über den Tathergang, der könnte von diesem Buch enttäuscht werden. Wenn man aber Interesse an den Abgründen menschlicher Psyche hat, sollte man es lesen, vielleicht sind einige Details übertrieben, aber leider vieles real, dafür muss man nur die Zeitung aufschlagen….

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stille nach dem Schrei" von Isolde Sammer

    Die Stille nach dem Schrei

    Quasselecke

    20. February 2011 um 12:28

    Vorab wie immer die Leseproben Rezi: Spannung, Lügen & Missbrauch Die Stille nach dem Schrei Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Ich Perspektive der 17-jährigen Tina Mahlbach erzählt. Diese gibt ein Protokoll beim Polizist Herr Schneider auf. Mit der Bitte das dieser auf Ihren jüngeren Bruder aufpasst. Es beginnt mit einem Treffen zwischen der 15-järigen Tina und dem 17-jährigen Martin. Dieser hilft Tina, da sie von 2 Mitschülern verprügelt wird. Nach der Hilfe küsst Martin Tina und verspricht sich zu melden. Doch es kommt nicht dazu. 2 Jahre später erfährt Tina durch das Fernsehen das Martin in Untersuchungshaft sitzt. Die Tat: Mord am jüngeren Bruder. Doch Martin kommt frei und geht wieder in das Haus seiner Eltern, wo er auf seine Mutter Irene trifft, die ihn des Mordes beschuldigt hat. Nachdem Tina rausgefunden hat wo Martin wohnt geht sie zu ihm. Sie tauschen Email Adressen aus. Fazit: Sehr spannende und leicht zulesende Leseprobe. Es werden viele Personen vorgestellt und man erfährt ein wenig über den Hintergrund der Personen. Martins Vater soll diesen als Kind mißbraucht haben, die Mutter kann das nicht glauben. Tina hat ein sehr enges Verhältnis zu Ihrem Bruder Benny, die Mutter jedoch interessiert sich nicht für Sie. Gerade das Thema sexueller Mißbrauch an Kindern ist ein sehr heikles Thema und ich finde es super das die Autorin sich dieses Thema ausgesucht hat. Gerne würde ich erfahren was nun von dem was Martin erzählt hat wahr ist. Was passiert noch mit Tina. Wird sich Martin auch an Ihrem kleineren Bruder Benny vergreifen? Welche Rolle spielen die Familien. Man kann gespannt sein! Darauf hin durfte ich das Buch "Vorab" lesen Da ich es für die anderen langweilig finde immer wieder eine Inhaltsangabe zu lesen, beziehen sich meine Rezis immer auf meine eigene Meinung. Denn das was im Buch passiert kann man auf dem Buchrücken lesen und außerdem könnte es sein das man bei einer zu ausgibigen Erzählung zu viel verrät. Daher kommen wir direkt zu meiner Meinung zu dem Buch: Die Stille nach dem Schrei Bei den ersten beiden Seiten kommt man sehr zügig voran, man lernt die "Hauptpersonen" kennen und um was es eigendlich geht in diesem Buch. Dann fangen die ersten Handlungsstränge an. Die von Tina mochte ich immer am meisten lesen, diese waren interessant zu lesen da man am meisten über Martin darin erfährt. Dazu im Gegensatz Irenes Erzählungen, diese fand ich meistens ziemlich langweilig und langatmig. Auch habe ich mir vorab die Rezis von den anderen Schreiber hier durchgelesen und war gespannt, welche grauenhaften Erzählungen da auf mich zu kommen, vergeblich. Nicht das man jetzt denkt ich bin abgestumpft oder so, aber ich hatte doch schlimmeres erwartet. Natürlich gingen mir manche Erzählung sehr nah, aber nach Büchern wie von Richard Leymond ist man wohl abgehärtet als andere. Alles in allem ein gutes Buch, aber man hätte die Erzählungen von Irene verkürzen können und die von Tina noch weiter ausbauen können. Auch das Finale ist mir etwas zu kurz gekommen, da hätte man einiges mehr rausholen können. Für dieses Buch gebe ich 3 von 5 Sterne

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks