Israel Joshua Singer Von einer Welt,die nicht mehr ist

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Inhaltsangabe zu „Von einer Welt,die nicht mehr ist“ von Israel Joshua Singer

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  • Mit ihm wäre ich durch das Schtetl gerannt und auf Bäume geklettert

    Von einer Welt,die nicht mehr ist

    Leselampe

    04. August 2014 um 22:42

    Im Bücherladen um die Ecke, fand ich diese tolle Lektüre, vergraben und versteckt inmitten aufeinander gestapelter Bücher. Ich bin froh, Bestseller beiseite geschoben zu haben um dieses aussergewöhnliche Etwas raus zuziehen. Der Einband zeigt ein älteres Ehepaar, auf der Couch einträchtig Zeitung lesend, darüber hängen an der Wand Fotografien, eines noch älteren Paares aus dem 19. Jahrhundert. Das Cover zeigt bereits, hier wird tief in die Geschichte und die Seele des Menschen gegriffen. Ohne Pathos und schlicht werden die Dorfbewohner des Schtetls Leoncin in ihren Fehlern, Schwächen, Schönheiten, Siegen und allen anderen Farben der menschlichen Palette, gezeigt. 1978 erhielt sein Bruder Isaac den Nobelpreis für Literatur. Wäre Israel J. Singer 1944 nicht in New York gestorben, hätte er die gleichen berechtigten Chancen auf diese Auszeichnung gehabt. Diese Erzählungen ( autobiographisch ) beginnen mit seiner ersten Erinnerung "auf den Schultern eines großen bärtigen Mannes " in der Synagoge des Städtchens Bilgoraj in Lublin. Der Fiedler Gimpel spielt dort zur Krönung Nikolaus II, Zar von Polen und Reußen, zu Zeiten seiner Großeltern, die sich darum kümmern, daß sich seine Eltern durch einen Heiratsvermittler, kennenlernen. Sie verlieben sich. Die Gegensätze in ihrer Ehe erkennen sie schnell und flott wird dieses Problem gelöst. Frau Singer, übernimmt die Rolle ihres Mannes und Herr Singer, eher mollig und feminin, die seiner Frau. So liebevoll und ungehemmt berichtet Singer über seine Familie, das Dorf Leoncin, in das sie eingebunden und eng in Armut leben. Mit seinem Freund Nathan werden heimlich polkatanzende Mädchen beobachtet, seinem Vater bei der Rechtssprechung zugesehen, die er als Rabbi ( die Prüfung wird aus Ängstlichkeit nie abgelegt ) nachgeht. Von ihm werden Scheidebriefe ausgestellt, Zank um Schafe, Tafelsilber, geschlichtet, Zu Festen wird sich um Stromer gekümmert und Jeschiwastudenten an die Mädels gebracht. Fraijdel lernen wir kennen, die am liebsten Böden schrubbt und Tücher bestickt, Baruch Wolf, der gerne einen hinter die Binde kippt und Mythen erzählt, der leidenschaftliche Reb Mosche, der aufgrund eines Leistenbruchs nicht mehr aufstehen kann um seinen Schülern an den Kragen zu gehen und Josef dem Schneider, der es nicht lassen kann, zum Ärger anderer, Streiche zu spielen.So sieht Israel als kindlicher Beobachter mit der Weisheit eines inzwischen erwachsenen Mannes, Irrungen und Wirrungen der Dorfbewohner. Durch ihren Glauben, sich gerne an ihre Gebote halten und durch ihre Menschlichkeit, sie gerne umgehen. Am Ende befindet sich ein Glossar. Hebr und jiddischer Wortschatz wird übersetzt. Die Sprache ist schlicht, nicht plump. Die Geschichten um Ereignisse und Personen einfach, nicht anspruchslos. Ein Buch mit viel Inhalt und Gefühl. Ohne dieses Buch würde ich auf keine einsame Insel gehen.

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