Italo Calvino Der Ritter, den es nicht gab

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Inhaltsangabe zu „Der Ritter, den es nicht gab“ von Italo Calvino

Der Ritter Agilulf ist der beste Ritter im Heer Karls des Großen: perfekt, humorlos und pedantisch. Er hat nur einen Makel, es gibt ihn nicht. Und so kann er bei einer Parade vor dem Kaiser auch sein Gesicht nicht zeigen: 'Weil es mich nicht gibt, Majestät!' Calvinos turbulente Abenteuergeschichte ist auch eine Parodie auf die mittelalterliche Ritterwelt und in mehr als einer Hinsicht absolut phantastisch und unterhaltsam.

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  • Italo Calvino | DER RITTER, DEN ES NICHT GAB

    Der Ritter, den es nicht gab

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 07:50

    *** Diese Rezension bezieht sich in den Punkten FORM und FAZIT auf die Romantrilogie UNSERE VORFAHREN, bestehend aus DER GETEILTE VISCONTE, DER BARON AUF DEN BÄUMEN und DER RITTER DEN ES NICHT GAB *** INHALT: Nur einen der Ritter in der Parade scheint die Hitze nicht zu stören: Agilulf (Emo Bertrandino derer von Guildiverne und der anderen von Korbentratz und Sura, Ritter von Selimpa Citerior und Fez – so sein ganzer Titel). Die Haltung: mustergültig; die Rüstung: blitzeblank; seine bloße Anwesenheit: respekteinflößend; das Gesamtpaket: Ta. Del. Los. Agilulf ist das Idealbild eines Soldaten und glänzender Stern im Heere des Kaisers. Er ist immer korrekt und treu, ein Meister in Strategie und Kampf, völlig humorlos und stets siegreich. Und wer meint, einen solchen kann es gar nicht geben … hat Recht: Es gibt ihn nicht, die Rüstung ist leer. Es ist das abstrakte Ideal, das die Rüstung führt. Doch Agilulf – von den Damen verehrt, von den Herren bewundert – hat auch Feinde in den eigenen Reihen. Diesen jungen Engländer Torrismund zum Beispiel, der doch tatsächlich die Frechheit besitzt, seine Ritterehren anzuzweifeln. Das kann Agilulf nicht auf sich sitzen lassen, er, der Inbegriff von Disziplin und Tapferkeit, und begibt sich auf eine lange Reise durch die bis dahin bekannte Welt, auf der Suche nach sich selbst und seiner Herkunft. FORM: Calvinos Stil ist poetisch und ahmt gekonnt den klassischen Tonfall alter Märchen nach, wobei ich anmerken muss, dass nur der VISCONTE und der RITTER als Märchen durchgehen. Der BARON hält sich sprachlich eher an Abenteuerromane wie ROBINSON CRUSOE oder DIE SCHATZINSEL, was aber auch besser zur Geschichte passt. Besonders beim RITTER kommt eine gute Prise Humor dazu, die herrlich ironisch gegen die Steifheit des Militärs gerichtet ist. Alle Romane haben je einen Ich-Erzähler, der als Person früher oder später auch einen Auftritt hat, was das Gefühl verstärkt, einer historisch belegten Geschichte beizuwohnen. Diese Erzähler sind aber somit nicht allwissend und man muss sich als Leser immer fragen, inwieweit man ihr trauen kann und wie die Sympathien verteilt sind. FAZIT: Calvinos wohl berühmtester Roman WENN EIN REISENDER IN EINER WINTERNACHT hat mich vor Jahren (auf positive Weise) halb um den Verstand gebracht. Ich war nach diesem labyrinthischen Verwirrspiel, das alle Genres durcheinandermixt, wie von den Socken. Seit dieser Leseerfahrung lobe und empfehle ich Calvino, wo es nur geht, ohne – ich gestehe – je ein weiteres seiner Bücher gelesen zu haben. Das wollte ich mit dieser Trilogie ändern … ich wurde nicht enttäuscht; es hat sich gelohnt. Dem ganzen Paket gebe ich fünf Sterne, mit besonderem Fingerzeig auf den RITTER, dessen Geschichte mir am besten gefallen hat. Italo Calvinos Bücher sind literarische Spielwiesen voller Witz und Poesie. Es ist ein großes Glück, sein gesamtes Werk in der schönen Klassik-Reihe bei Fischer erhältlich zu wissen. Ich bleibe dran – da gibt es einige Schätze zu heben. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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