Iva Procházková

 3.6 Sterne bei 71 Bewertungen
Autor von Die Nackten, Wir treffen uns, wenn alle weg sind und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Mann am Grund
Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei Braumüller Verlag.

Alle Bücher von Iva Procházková

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Iva ProcházkováDie Nackten
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Die Nackten
Die Nackten
 (28)
Erschienen am 09.09.2011
Iva ProcházkováWir treffen uns, wenn alle weg sind
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Wir treffen uns, wenn alle weg sind
Wir treffen uns, wenn alle weg sind
 (20)
Erschienen am 01.02.2009
Iva ProcházkováOrangentage
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Orangentage
Orangentage
 (8)
Erschienen am 22.05.2014
Iva ProcházkováCarolina
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Carolina
Carolina
 (6)
Erschienen am 21.02.2013
Iva ProcházkováElias und die Oma aus dem Ei
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Elias und die Oma aus dem Ei
Elias und die Oma aus dem Ei
 (1)
Erschienen am 27.01.2010
Iva ProcházkováAuch Mäuse kommen in den Himmel ...
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Auch Mäuse kommen in den Himmel ...
Auch Mäuse kommen in den Himmel ...
 (0)
Erschienen am 04.01.2011
Iva ProcházkováDer Mann am Grund
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Der Mann am Grund
Der Mann am Grund
 (0)
Erschienen am 01.10.2018
Iva ProcházkováElias und die Oma aus dem Ei
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Elias und die Oma aus dem Ei
Elias und die Oma aus dem Ei
 (0)
Erschienen am 06.01.2003

Neue Rezensionen zu Iva Procházková

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Fias avatar

Rezension zu "Die Nackten" von Iva Procházková

Rezension zu "Die Nackten" von Iva Procházková
Fiavor 6 Jahren

Erster Eindruck:
Ich habe mich wirklich gefreut, als unsere Deutschlehrerin erzählt hat, das wir dieses Mal kein Reclam-Heft lesen werden, sondern ein Jugendbuch. Nachdem sie uns allerdings den Titel verraten hat, war ich doch wieder skeptisch. Was sollte das denn für ein Buch sein - mit diesem Titel? Und von was handelt das Buch?

Meine Meinung:
Ich habe mich wirklich schwer getan in das Buch hineinzufinden. Zwar wird man gleich mitten in die Handlung gerissen, aber das ist nicht unbedingt positiv. So war für mich zu Beginn besonders der Aufbau des Buches sehr verwirrend. Die Kapitel sind nämlich nicht, wie normalerweise, als erstes, zweites, etc. Kapitel gekennzeichnet, sondern fangen jeweils mit einem Dialog oder Brief an. Die Idee an sich finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Dadurch, dass die Kapitel aber immer aus unterschiedlichen Sichten erzählt werden, weiß man manchmal erst nach ein paar Seiten, wer hier gerade eigentlich erzählt.Mit der Zeit wird das natürlich besser, aber gerade am Anfang habe ich mir damit nicht leicht getan.

Der Schreibstil von Iva Procházková kann mich auch nicht so recht überzeugen. Schön ist zwar, wie sie auf die Gedanken und Gefühle der Charaktere eingeht, allerdings habe ich mir beim Lesen trotzdem nicht leicht getan. Die Sätze haben sich teilweise einfach komisch angefühlt. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll. Es ist nicht so, als ob sich grammatikalische Fehler oder ähnliches im Text befinden würden, der Schreibstil ist eher etwas... sperrig. Das ist eigentlich auch nicht das richtige Wort. Ich konnte mich einfach nicht in das Buch einfühlen.

Die Charaktere sind größtenteils ziemlich seltsam. Das ist wahrscheinlich auch so von der Autorin gewollt, allerdings verhindert es, dass man sich mit den Charakteren identifizieren kann. Man lernt zwar einiges über Sylva, Robin, Filip, Niklas und Evita kennen, da zwischen den Perspektiven der Fünf abgewechselt wird, aber verstehen kann man sie dadurch nicht unbedingt. Robin ist eigentlich der einzige, in den ich mich teilweise hineinversetzten konnte. Zwar ist mir keiner der fünf Jugendlichen unsympathisch, aber ich kam einfach nicht an sie heran.

Von der Handlung kann "Die Nackten" zwar mit manchen Überraschungen aufwarten, allerdings konnte es mich nicht fesseln. Man wird hin und wieder von der Handlung überrascht und hätte mit einigen Geschehnissen nicht gerechnet, aber ich fühlte nicht das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht. Viel interessanter finde ich die Herangehensweise der Autorin an die verschiedenen Probleme der Jugendlichen. Sylva sucht ihre Freiheit und Filip weiß nicht, wie er seine Gefühle zeigen soll, sondern kann nur mit Fakten umgehen. Robin steht unter dem Druck seines Vaters, Niklas hat nur noch Augen für Evita und diese verliert sich im Drogenrausch. Die Gefühle und Gedanken der Teenager werden sehr anschaulich und realistisch dargestellt. Iva Procházková spiegelt unsere Welt mit ihren Problemen einfach sehr wahrheitsgetreu.

Das Ende des Buches finde ich nicht unbedingt zufriedenstellend. Die Auflösung von Sylvas und Robins Handlungsstrang finde ich etwas zu einfach, außerdem erfährt man nicht von Sylva ob sie ihr Ziel wirklich erreicht. Wie es mit Niklas und Evita weitergeht, kann man sich eigentlich nur vorstellen. Es gibt zwar Andeutungen, aber für dieses Thema hat mir das halboffene Ende nicht gefallen. Einzig die Auflösung von Filips Handlungsstrang finde ich sehr gelungen.

Mein Fazit:
"Die Nackten" ist ein Jugendbuch, das auf unterschiedliche Gefühle und Probleme Jugendlicher während der Teenagerzeit eingeht. Während dies jedoch recht gut gelingt, sind die Charaktere teilweise sehr seltsam und Schreibstil und Aufbau des Buches relativ schwierig zu Lesen.

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LaLectures avatar

Rezension zu "Die Nackten" von Iva Procházková

Rezension zu "Die Nackten" von Iva Procházková
LaLecturevor 6 Jahren

Eine sehr anstrengende und langweilige Lektüre

Ob es daran liegt, dass es so warm ist und ich mich nicht konzentrieren kann, daran, dass mir das Buch nicht gefallen hat oder daran, dass der Inhalt einfach schwer zu beschreiben ist - ich greife bei dieser Rezension ausnahmsweise auf die vom Verlag angegebene Inhaltsangabe zurück.

Im Strom des Lebens
Ein heißer Sommer, Berlin und das wilde Niemandsland an der tschechischen Grenze – das ist die Kulisse für das Leben fünf junger Menschen. Ganz verschieden, und doch sind sie alle vertraut miteinander: Sylva ist eine Hochbegabte, geht lieber schwimmen als in die Schule. Niklas hat ein Faible fürs Filmemachen, verliert sich aber mit der bildschönen Evita in der Drogenszene. Filip ist verliebt, aber viel zu verkopft für spontane Gefühlsäußerungen. Robin steht unter dem Pantoffel seines Vaters. Da begegnet er Sylva und macht mit ihr etwas völlig Verrücktes …

"Die Nackten" ist definitiv eins dieser Bücher, bei denen ich mich im Nachhinein frage, warum ich sie überhaupt gelesen habe.
Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, vermutlich eine bittersüße, teils aber auch witzige, Geschichte über die Probleme von Teenagern, durchaus mit philosophischen und zum Nachdenken anregenden Ansätzen, aber bestimmt nicht so etwas.

Schon bei den Personen fängt es an.
Von der ersten Seite an war mir klar, dass ich mich mit Sylva nicht indentifizieren konnte, ja, ich habe sie nicht einma verstanden und leider ging mir das auch mit den anderen Charakteren so. Die Personen denken über die Dinge nach, auf die ich nie gekommen wäre, beschäftigen sich mit auf mich sinnlos wirkenden und langweiligen Fragen und sind allesamt so exzentrisch und leider auch nervig, dass ich nach spätestens 100 Seiten keine Lust mehr auf das Buch hatte.
Die einzige Geschichte, die mir ein bisschen gefallen hat, war die von Robin, weil er von allen noch der normalste war und ich seinen kleinen Bruder so süß fand.

Der Roman erzählt abwechselnd die Geschichten von...

...Sylva, die ihre Mutter in Berlin besuchen kommt, den Nachbarsjungen Robin kennenlernt, der sie seltsam fasziniert und feststellen muss, dass ihr ehemals bester Freund Niklas sich serh verändert hat.

... Fillip, der eigentlich gar kein großes Problem hat und ziemlich langweilig ist.

... Evita, Niklas neuer Freundin, die das typische Teenie-Problembuch-Kind ist und sich in der Drogenszene verloren hat.

... Niklas, bei dem ich einfach nicht verstehen konnte, warum er sich in Evita verliebt hat.

...und von Robin, der Probleme mit seinem Vater hat und seit der verhängnisvollen Nacht auf der Klassenreise Angst hat, Beziehungen einzugehen.

Wie schon gesagt, war Robins Geschichte die einzige, die mich einigermaßen interessiert hat.
Am schlimmsten fand ich Niklas und Evita. Er (und Niklas ist der einzige, dessen Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird) hat die ganze Zeit in den schmalzigsten Worten davon geredet, wie sehr er sie liebt und allen möglichen Mist für sie gemacht, ohne dass jemals erklärt wurde, warum er sie denn liebt. Ich konnte diese Gefühle absolut nicht nachvollziehen.

Sylva und Fillip sind einfach nur unglaublich nervig und verrückt (im negativen Sinne).

Dazu kommt noch der seltsame Schreibstil der Autorin. Solange noch keine Personen vorkommen ist noch alles okay, doch wenn die Leute anfangen zu denken, tauchen auf einmal lauter Fachwörter und superkomplizierte Gedankengänge auf und ich musste einige Sätze mehrmals lesen, bis ich verstanden hatte, was da stand. Wenn der Inhalt sich mir wenigstens erschlossen hätte und ich verstanden hätte, warum mir das jetzt erzählt wird... - aber nicht einmal das war der Fall.

Nur ein paar wenige schöne Gedankengänge waren bei diesem Wort-Kuddelmuddel dabei, die ich in guter Erinnerung behalten habe.
Auch das Ende ist positiv zu erwähnen, da es (zumindest teilweise) nicht kitschig oder gezwungen föhlich ist, sondern einfach realistisch und zum Teil auch offen - schließlich endet das Leben ja auch nicht dann, wenn es am Schönsten ist.

Fazit: Wer kompliziert geschriebene Bücher mit exzentrischen Hauptpersonen und vielen nicht nachvollziehbaren Gedanken und Handlungen mag, ist hier richtig. Alle anderen sollten lieber die Finger von "Die Nackten" lassen. Ich habe es eher als anstrengende und langweilige Lektüre empfunden, doch da Robin das Buch für mich noch rettet, gibt es von mir (knapp) 2 Sterne.
Leider nicht sehr empfehlenswert

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kleinfriedelchens avatar

Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková

Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková
kleinfriedelchenvor 7 Jahren

<"In absehbarer Zeit, meine ich", antwortete ich. Eine absehbare Zeit - das ist für einen Menschen doch wohl seine Lebenszeit.>>

EBS ist nur ein harmloses Virus, denkt sich Mojmir, als er das erste Mal davon hört. Doch während er seine Zeit abgeschieden in den Bergen bei seiner Oma verbringt und die schwer kranke Frau pflegt, greift die Krankheit auf der ganzen Welt um sich. Erst sind es nur ein paar Hunderte, dann Tausende - und schon bald lebt fast niemand mehr in der sonst so lebhaften Stadt Prag, ja, auf der ganzen Welt. Alle haben sich einfach aufgelöst, sind verschwunden. Erst da begreift Mojmir, dass sein normales Leben vorbei ist. Was ist mit seinen Freunden in Prag geschehen? Zusammen mit Vasek und Jessica, die er unterwegs trifft, macht er sich in die verseuchte Stadt auf, um sie zu finden...

Manchmal kommt das Unheil ganz still und leise, statt mit einem lauten Knall. So ist es bei Mojmirs Geschichte. EBS ist erst nur eine merkwürdige Nachrichtenmeldung, die er für eine Zeitungsente hält. Menschen, die sich einfach auflösen? Von denen nicht mehr als ihre Klamotten übrigbleiben? Das kann doch nur ein Scherz sein. Aber plötzlich hört er von immer mehr Menschen, die betroffen sind. Sie fühlen sich erst etwas schwindelig, dann federleicht, bis sie plötzlich einfach nicht mehr da sind.

Das Szenario hat etwas unheimliches an sich. Überall, wo Mojmir hinkommt, sind die Häuser leer, die Türen stehen offen und hinter den Fenstern brennen keine Lichter. Nirgends. Und überall liegen Hemden, Hosen und Schuhe, wo noch vor kurzem ein Mensch gelebt hat. Nur wenige haben das Virus überlebt, und die Übriggebliebenen verschanzen sich, haben Angst voreinander und vor einer Ansteckung. Jeder scheint auf sich allein gestellt zu sein. Auch Mojmir bleibt anfangs lieber für sich, aber irgendwann erkennt er, dass Alleinsein für den Rest seines Lebens keine angenehme Vorstellung ist.

Procházková hat eine tolle Art zu schreiben. Viele Autoren versuchen ja oft, möglichst "jugendlich" zu schreiben und schießen dabei über ihr Ziel hinaus. Mojmir allerding ist der Autorin perfekt gelungen. Ich habe keine Minute gezweifelt, einen achtzehnjährigen Jungen vor mir zu haben. Mojmir ist ein Roma, Waisenkind und aufgrund der Vorurteile seiner Landsleute gewohnt, einiges einzustecken. So wird er auch überraschend gut mit den Schicksalsschlägen fertig, die ihm die Krankheit aufzwingt.
Da es für Jugendliche geschrieben ist, ist das Buch weniger brutal als andere Endzeit-Geschichten, in denen die Menschen ums nackte Überleben kämpfen müssen, aber natürlich treiben sich auch hier bewaffnete Plünderer und Verbrecher herum, vor denen sich Mojmir und seine Begleiter in Acht nehmen müssen. Und auch von den Hygienikern droht Gefahr: sie nehmen jeden mit, den sie für infiziert halten. EBS als tödliche Krankheit hat allerdings einen "Vorteil": es liegen keine verwesenden Leichen in den Straßen, die die Geschichte wie einen Horrortrip erscheinen lassen würden. Dadurch wird die Krankheit aber noch weniger greifbar.

Als einzigen Kritikpunkt könnte ich anbringen, dass die Geschichte auf keinen richtigen Höhepunkt hinarbeitet und ich schon dachte, dass es sicherlich noch eine Fortsetzung geben muss, je weniger Seiten mir noch blieben. Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen, endet jedoch recht offen, so dass unklar bleibt, was aus Mojmir und seinen Freunden wird und wie es mit der Menschheit weitergehen wird. Wer klare Verhältnisse und ein eindeutiges Ende will, könnte daher etwas enttäuscht werden.

Mein Fazit: Wer eine hochdramatische Geschichte um die letzten Tage der Menschheit erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Mojmirs Geschichte ist zwar traurig, aber nicht grausam und stimmt einen eher nachdenklich. Sie zeigt aber auch, welche Werte zählen, wenn die Menschheit am Abgrund steht. Zusammenhalt, Freundschaft - und der Glaube an die Hoffnung, dass es irgendwann wieder besser wird.

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