Iva Procházková Wir treffen uns, wenn alle weg sind

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Inhaltsangabe zu „Wir treffen uns, wenn alle weg sind“ von Iva Procházková

Mojmir Demeter hat sich in eine Hütte in den Prager Bergen zurückgezogen. Dort kümmert er sich um eine alte Frau, kocht für sie und macht ihr den Haushalt. Mit seinen Freunden in der Stadt ist er per Handy in Verbindung und die Welt um ihn herum verändert sich. Schlimme Nachrichten dringen zu ihm durch: eine Virus-Epidemie grassiert, viele Bewohner Prags und auch anderer Städte sind schon angesteckt ... Als nach und nach der Kontakt zu allen, die er kennt, abbricht, wird Mojmir die Sache unheimlich. Wird der Virus etwa die gesamte Zivilisation auslöschen? Da lernt er Jessica kennen, eine der wenigen Überlebenden. Mit ihr wagt er eine abenteuerliche Fahrt in die Stadt - und erfährt, wie wichtig Freundschaft sein kann. Lebenswichtig ... Eine Virusepidemie greift um sich und droht, die Zivilisation auszulöschen  

Etwas andere Beschreibung eines WorstCase-Szenarios die es mir angetan hat.

— Loki_Laufeyson

Das Buch war nominiert für den dt. Jugendliteraturpreis. Also kein unterhaltsames Buch.

— QueenDebby

Etwas langatmig, aber alles in allem ein gutes Buch! :)

— isabell_xo

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  • Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková

    Wir treffen uns, wenn alle weg sind

    kleinfriedelchen

    23. November 2011 um 17:32

    <> EBS ist nur ein harmloses Virus, denkt sich Mojmir, als er das erste Mal davon hört. Doch während er seine Zeit abgeschieden in den Bergen bei seiner Oma verbringt und die schwer kranke Frau pflegt, greift die Krankheit auf der ganzen Welt um sich. Erst sind es nur ein paar Hunderte, dann Tausende - und schon bald lebt fast niemand mehr in der sonst so lebhaften Stadt Prag, ja, auf der ganzen Welt. Alle haben sich einfach aufgelöst, sind verschwunden. Erst da begreift Mojmir, dass sein normales Leben vorbei ist. Was ist mit seinen Freunden in Prag geschehen? Zusammen mit Vasek und Jessica, die er unterwegs trifft, macht er sich in die verseuchte Stadt auf, um sie zu finden... Manchmal kommt das Unheil ganz still und leise, statt mit einem lauten Knall. So ist es bei Mojmirs Geschichte. EBS ist erst nur eine merkwürdige Nachrichtenmeldung, die er für eine Zeitungsente hält. Menschen, die sich einfach auflösen? Von denen nicht mehr als ihre Klamotten übrigbleiben? Das kann doch nur ein Scherz sein. Aber plötzlich hört er von immer mehr Menschen, die betroffen sind. Sie fühlen sich erst etwas schwindelig, dann federleicht, bis sie plötzlich einfach nicht mehr da sind. Das Szenario hat etwas unheimliches an sich. Überall, wo Mojmir hinkommt, sind die Häuser leer, die Türen stehen offen und hinter den Fenstern brennen keine Lichter. Nirgends. Und überall liegen Hemden, Hosen und Schuhe, wo noch vor kurzem ein Mensch gelebt hat. Nur wenige haben das Virus überlebt, und die Übriggebliebenen verschanzen sich, haben Angst voreinander und vor einer Ansteckung. Jeder scheint auf sich allein gestellt zu sein. Auch Mojmir bleibt anfangs lieber für sich, aber irgendwann erkennt er, dass Alleinsein für den Rest seines Lebens keine angenehme Vorstellung ist. Procházková hat eine tolle Art zu schreiben. Viele Autoren versuchen ja oft, möglichst "jugendlich" zu schreiben und schießen dabei über ihr Ziel hinaus. Mojmir allerding ist der Autorin perfekt gelungen. Ich habe keine Minute gezweifelt, einen achtzehnjährigen Jungen vor mir zu haben. Mojmir ist ein Roma, Waisenkind und aufgrund der Vorurteile seiner Landsleute gewohnt, einiges einzustecken. So wird er auch überraschend gut mit den Schicksalsschlägen fertig, die ihm die Krankheit aufzwingt. Da es für Jugendliche geschrieben ist, ist das Buch weniger brutal als andere Endzeit-Geschichten, in denen die Menschen ums nackte Überleben kämpfen müssen, aber natürlich treiben sich auch hier bewaffnete Plünderer und Verbrecher herum, vor denen sich Mojmir und seine Begleiter in Acht nehmen müssen. Und auch von den Hygienikern droht Gefahr: sie nehmen jeden mit, den sie für infiziert halten. EBS als tödliche Krankheit hat allerdings einen "Vorteil": es liegen keine verwesenden Leichen in den Straßen, die die Geschichte wie einen Horrortrip erscheinen lassen würden. Dadurch wird die Krankheit aber noch weniger greifbar. Als einzigen Kritikpunkt könnte ich anbringen, dass die Geschichte auf keinen richtigen Höhepunkt hinarbeitet und ich schon dachte, dass es sicherlich noch eine Fortsetzung geben muss, je weniger Seiten mir noch blieben. Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen, endet jedoch recht offen, so dass unklar bleibt, was aus Mojmir und seinen Freunden wird und wie es mit der Menschheit weitergehen wird. Wer klare Verhältnisse und ein eindeutiges Ende will, könnte daher etwas enttäuscht werden. Mein Fazit: Wer eine hochdramatische Geschichte um die letzten Tage der Menschheit erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Mojmirs Geschichte ist zwar traurig, aber nicht grausam und stimmt einen eher nachdenklich. Sie zeigt aber auch, welche Werte zählen, wenn die Menschheit am Abgrund steht. Zusammenhalt, Freundschaft - und der Glaube an die Hoffnung, dass es irgendwann wieder besser wird.

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  • Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková

    Wir treffen uns, wenn alle weg sind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. April 2009 um 14:26

    Dieses Buch ist wunderschön und beängstigend zugleich. Niemand kann sich so eine Situation vorstellen, in dem der Protagonist steckt. & doch ist der Gedanke an so eine Zeit garnicht so abwegig.
    Das Buch ist sehr traurig und fesselt einen sofort. Taschentuchalarm, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

  • Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková

    Wir treffen uns, wenn alle weg sind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. February 2009 um 18:54

    Für den gerade erst 18 Jahre alten Mojmir wird es der Sommer seines Lebens. Seine Lehrabschlussprüfung als Koch hat er mit Erfolg bestanden, eine fixe Anstellung ist ihm auch schon so gut wie sicher und eine Einladung von seiner “Omi” liegt auch schon auf dem Tisch der Leitung des Heimes in dem er, ohne Eltern, seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Mojmir ist ein bisschen anders als andere Jungen in seinem Alter. Im Gegensatz zu seinen Altersgenossen ist er gerne draußen an der frischen Luft, ist kreativ oder kocht einfach gerne. Fernsehen oder Internet sind ihm bei weitem nicht so wichtig und wohl auch deswegen hat er von [b]EBS[/b] auch nur im Ohrenwinkel gehört. EBS ist ein hoch ansteckender Virus der Menschen einfach “verdampfen” lässt. Nichts, außer die Kleider und Schmuck die der Betroffene getragen hat, bleiben vom Infizierten übrig. Ohne sich groß Gedanken über diesen Virus zu machen fährt er zu seiner Oma in die Berge und muss feststellen das sie leider schwer erkrankt ist. Kehlkopfkrebs fesselt sie ans Bett und der hiesige Arzt gibt ihr nur noch mehr 2 Monate zu leben. Aus der angepeilten Woche Urlaub werden so nun mehrere Wochen in denen Mojmir Omi bis zu ihrem Tode pflegt. Während dieser Zeit in den Bergen verändert sich jedoch das Antlitz der ganzen Erde. Millionen und aber Millionen von Menschen infizieren sich in rasender Geschwindigkeit mit EBS und fallen dem Virus zum Opfer. Lange Zeit von all dem unberührt, bekommt Mojmir eines Tages einen Anruf einer Freundin die im mitteilt das auch sein Bester Freund in ein Auffanglager für Infizierte gebracht wurde und auch sie selber gleich abgeholt werden soll. Ab da realisiert Mojmir den Ernst der Lage und fast den Entschluss sein sicheres Nest zu verlassen und nach Prag zurückzukehren um nach seinen Freund zu suchen. Iva Procházkovás Buch [b]Wir treffen uns, wenn alle weg sind[/b] ist jetzt, angenehmer Weise, keine Messiasparabel in der ein junger Mann die Welt retten muss oder gar dem Geheimnis des Virus und seinen verheerenden Folgen auf die Schliche kommt. Viel mehr ist es ein Buch in dem auf simple aber sehr eindringliche Weise gezeigt wird wie die Regeln der Welt in nur wenigen Tagen außer Kraft gesetzt werden können. Rasch aus einer Demokratie ein Polizeistaat werden könnte in dem das Kriegsrecht, meist aber die Anarchie regiert. Entsprechend düstere Bilder wirft Procházková auch auf die innere Leinwand des Lesers. Beklemmend gestalten sich die Botschaften von Außen die Mojmir über Funk und Fernsehen erreichen und noch mehr drückt es auf das Gemüt des Lesers wenn er versuchen will in das entvölkerte Prag zurück zu kehren. Aber nicht alles ist trist und grau in diesem Buch. Mojmir findet auf seiner Reise auch neue Freunde und Begleiter. Leute die ihm selbstlos helfen ohne eine Gegenleistung einzufordern. Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen aber nicht ganz anspruchslos. Immer wieder liegen auf dem Weg, den wir mit unseren Helden gehen, kleine Weisheiten die sich uns nicht aufdrängen aber dennoch im Gedanken hängen bleiben. Für Jugendliche (ab 16) und jung gebliebene, ist dies nicht nur ein nettes Buch für zwischendurch. Denn dafür erwartet den interessierten Leser eine zu gut durchdachte und spannend geschriebene Zukunftsvision.

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  • Rezension zu "Wir treffen uns, wenn alle weg sind" von Iva Procházková

    Wir treffen uns, wenn alle weg sind

    caruso

    14. November 2008 um 18:35

    Ich habe das Buch mehr aus Verlegenheit aus der Bücherei mitgebracht und war sehr positiv überrascht. Es handelt sich eigentlich um ein Jugendbuch, ist aber mit einem ganz besonderen Charme geschrieben und sehr gut zu lesen. Konnte es gar nicht mehr weglegen...
    Ein echter Geheimtipp!

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