Ivan E Coyote Als das Cello vom Himmel fiel

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Als das Cello vom Himmel fiel“ von Ivan E Coyote

'Der Roman handelt vom Verlust der Liebe und den Schmerzen des Verlassenwerdens, vom Mut zum Neuanfang, von der Schönheit der Musik, Begegnungen mit Fremden, die Freunde werden, von neuen Lebensformen und Patchworkfamilien. All diese Themen sehen wir mit Joeys Augen, erleben wir unmittelbar aus seiner Wahrnehmung, in seiner knappen und genauen Sprache. Man fühlt sich von Anfang an als Teil der Geschichte. Das Buch ist ganz aus seiner Sicht geschrieben: Er ist ein liebenswerter Held, lakonisch selbstironisch, warmherzig und anrührend. Dass die queere Kanadierin für ihren ersten preisgekrönten Roman ausgerechnet die männliche Perspektive wählt, ist ein Glücksgriff. Sehr gelungen ist auch die Übersetzung. Unbedingt zu empfehlen.' Rosige Zeiten

Stöbern in Romane

Pirasol

Die Autorin besticht auch in diesem Roman wieder mit herrlicher Poesie und wunderschönen eigenen Wortschöpfungen.

buecher-bea

Der Frauenchor von Chilbury

Mit "Der Frauenchor von Chilburg" ist Jennifer Ryan ein gefühlvoller, abwechslungsreicher Roman gelungen.

milkysilvermoon

Sommerkind

Emotional aufwühlend, tiefgründig, traurig und hoffnungsvoll...

Svanvithe

Underground Railroad

Hier wird fündig, wer wissen will, wie das Böse seit Jahrhunderten in Köpfen und Herzen der Menschen überleben konnte.

Polly16

Der Sommer der Inselschwestern

Eine wunderschöne und dramatische Geschichte über drei Frauen, ihr Leben und ihrer Freundschaft.

AmyJBrown

Die Großmächtigen

Ein außergewöhnlicher Roman, der mich beeindruckt hat

Curin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Als das Cello vom Himmel fiel" von Ivan E Coyote

    Als das Cello vom Himmel fiel
    Readandbeyourself

    Readandbeyourself

    21. November 2011 um 21:51

    Joey, Anfang 40 und Automechaniker in der kanadischen Provinz, versteht die Welt nicht mehr: Seine Frau Allyson hat ihn verlassen, um in Calgary mit einer Frau zusammenzuleben. Doch nicht die andere Frau ist Joeys Problem. Er begreift nicht, wie es überhaupt zu der Trennung kommen konnte. Hat er seine Frau denn so wenig gekannt? Als Joey unverhofft Besitzer eines Cellos wird, erfährt sein Leben eine Wende. Er beschließt, im fernen Calgary Cellounterricht zu nehmen... Wie es Joey gelingt, wieder auf die Füße zu kommen und sich mit seiner Ex-Frau und ihrer Lebensgefährtin auszusöhnen, erzählt Ivan E. Coyote auf außerordentlich berührende Weise. Am Ende des Romans eröffnen sich für Joey, Allyson und Kathleen unerwartete Perspektiven... Eigene Notiz: Dass eine Frau, die selbst auch noch die Beziehungen mit Frauen bevorzugt, aus der Sicht eines Mannes schreibt, ist gewagt. Dennoch vermittelt sie die Gefühle des verlassenen Mannes sehr authentisch. Joeys drückt sich in Gedanken derb und männlich aus, und man riecht beim Lesen teilweise den Moschusgerucht... Der Stil des Buches ist ziemlich amerikanisch und beim Lesen erwartete ich ständig den um die Ecke reitenden Cowboy - warum auch immer ;) Die Geschichte behandelt aber eine Normalität, die beruhigend und mitnehmend zugleich ist. Es kommt kein Schnickschnack vor, der Automechaniker Joey ist einfach normal - und so auch sein Werdegang. Manchmal passieren Dinge, die man nicht erwartet und mit denen man nie gerechnet hätte! "Als das Cello vom Himmel fiel" ist eine Momentaufnahme von einem Leben, wie sie überall hätte passieren können. Mein einziger Abzug in der B-Note ist das Lesebändchen. Grell Pink - wer hat das ausgesucht??? Das passt ja wohl gar nicht zum Buch und der Ruhe, die die Geschichte eigentlich ausstrahlt! Gut finde ich, dass das Buch zwar in einem Verlag für lesbische Literatur verlegt wurde, aber auch für Heteros geeigent ist. Ich zumindest habe keine Situation im Buch unangenehm oder anstößig gefunden - erst im Nachhinein habe ich überhaupt gesehen, dass die Autorin eine Frau hat und der Verlag speziell für lesbische Literatur ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Als das Cello vom Himmel fiel" von Ivan E Coyote

    Als das Cello vom Himmel fiel
    gottagivethemhope

    gottagivethemhope

    30. June 2011 um 20:10

    Das Leben meint es gerade scheinbar nicht besonders gut mit Joey. Unter den stets wachen Augen der der Dorfgemeinschaft und ganz besonders denen seiner Mutter muss er irgendwie mit dem Tod seines Vaters vor vier Jahren und der Trennung von seiner Frau zurecht zu kommen. Ally hat ihn verlassen und lebt nun Calgary mit ihrer neuen Liebe, einer Frau, zusammen. Durch einen Zufall, wie es ihn wohl nur selten gibt, kommt er dank eines Tauschgeschäfts zu einem Cello und er beschließt, Unterricht zu nehmen. Bevor er nach Calgary aufbricht um sich eine Lehrerin zu suchen, entschließt er sich schweren Herzens Ally einige noch immer im ehemals gemeinsamen Haus verbliebene Dinge zu bringen. So macht er sich mit seinem Cello, Allys Sachen und einer gehörigen Portion Altlasten auf den Weg und kehrt am Ende verändert wieder zurück. Die Meinungen zum Erstlingswerk von Ivan E. Coyote sind gespalten. Die Einen sind begeistert, die Anderen sind enttäuscht. Umso gespannter war ich, zu welcher Gruppe ich wohl gehören würde. Noch während des Lesens und auch ein paar Tage danach war ich unsicher. Jetzt – während ich diese Rezension schreibe – weiß ich es endlich. Ich bin begeistert. „Als das Cello vom Himmel fiel“ ist kein lautes Buch, kein Buch, das sich aufdrängt. Es ist eine nahezu alltägliche Geschichte, die schon oft erzählt wurde. Eine Geschichte vom Verlassen werden und davon, wieder zu sich zu finden. Von Fragen, die hartnäckig nach einer Antwort verlangen und vom Versuch wieder Zukunftspläne schmieden zu können. Anders jedoch als in vielen anderen Romane mit dieser Grundidee wird man nicht durch zahllose Nebenhandlungsstränge abgelenkt. Man bleibt ganz bei Joey, in seiner Gefühls- und Erlebniswelt. Man ist hautnah dabei, wie er anfangs erkennt, dass seine Mutter recht hat, wenn sie ihm entweder zu einem Hobby oder einem Antidepressivum rät und man ist ebenso dabei, wie er sich für ersteres entscheidet. Man begleitet ihn dabei, wie aus Fremden ganz plötzlich Freunde werden können, wenn man sich ihnen nur öffnet und auf seinem Weg aus der Hilflosigkeit und Einsamkeit, den er geht, fast ohne es selbst zu merken. Dass es nur am Rande eine Rolle spielt, dass Joeys Frau ihn für eine andere Frau verlassen hat, hat mich zunächst überrascht und ein wenig enttäuscht; lag dies doch bei einem Roman aus einem Verlag, der sich der lesbischen Literatur verschrieben hat, recht nah. Letztlich bin ich aber – ebenso wie Joey vielleicht auch – zu dem Schluss gekommen, dass es keine Rolle spielt, wer wen warum verlässt, sondern nur, dass man Verletzungen heilen lässt und sich so eine Chance für die Zukunft gibt. Wie auch bei Geschrieben für Dich von Sylvia Brownrigg haben mir Gestaltung und Übersetzung, beides wieder von den Verlagschefinnen persönlich übernommen, sehr gut gefallen. Ich vergebe 4 Sterne für ein Buch, dass mich überrascht und auch lange nach der letzten Seite noch nicht losgelassen hat. Zitate: Die freundlichsten Menschen sind, die denken, dass sie dich nie wieder sehen. (Seite 84) Es gibt keinen Typ Frau, der einem Mann erlaubt, sie zu schlagen. Es gibt nur den Typ Mann, der seine Frau schlägt. (Seite 154) Lass dich ja nicht dazu verleiten, Frauen für das schwache Geschlecht zu halten, Joseph. Von ihnen wird einfach nur erwartet, dass sie sich mehr Scheiß gefallen lassen als wir. (Seite 154) Kleinstädte haben die Eigenart, dir bei der erstbesten Gelegenheit genau die Dinge oder die Menschen über den Weg zu schicken, denen du am wenigsten begegnen möchtest. (Seite 220) http://gottagivethembooks.wordpress.com

    Mehr