Ivan Klima

 4 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Liebe und Müll, Ein Liebessommer und weiteren Büchern.

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Ivan KlimaLiebe und Müll
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Liebe und Müll
Liebe und Müll
 (8)
Erschienen am 01.05.2005
Ivan KlimaEin Liebessommer
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Ein Liebessommer
Ein Liebessommer
 (7)
Erschienen am 01.06.1997
Ivan KlimaWarten auf Dunkelheit, Warten auf Licht
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Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht
Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht
 (3)
Erschienen am 01.03.2000
Ivan KlimaMeine ersten Lieben
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Meine ersten Lieben
Meine ersten Lieben
 (1)
Erschienen am 01.02.1997
Ivan KlimaLiebesgespräche
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Liebesgespräche
Liebesgespräche
 (1)
Erschienen am 01.07.2005
Ivan KlimaDie Zauberwurzel. Märchen von tschechischen Dichtern., Mit Bildern von Janosch.,
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Die Zauberwurzel. Märchen von tschechischen Dichtern., Mit Bildern von Janosch.,
Ivan KlimaNO SAINTS OR ANGELS
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NO SAINTS OR ANGELS
NO SAINTS OR ANGELS
 (1)
Erschienen am 17.10.2002
Ivan KlimaThe Ultimate Intimacy
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The Ultimate Intimacy
The Ultimate Intimacy
 (1)
Erschienen am 01.01.1999

Neue Rezensionen zu Ivan Klima

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Rezension zu "Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht" von Ivan Klima

Rezension zu "Warten auf Dunkelheit, Warten auf Licht" von Ivan Klima
Beaglevor 8 Jahren

Die „Samtene Revolution“ von 1989 – das ist das Ereignis, das Ivan Klimas Roman „Warten auf Dunkelheit – Warten auf Licht“ zugrunde liegt. Die Geschichte spielt in den Wochen davor, schildert gekonnt das Geschehen der Wende und verläuft sich danach.

Pavel Fuks arbeitet als Kameramann beim Tschechoslowakischen Staatsfernsehen. Es sind immer die gleichen Abläufe, die er zu filmen hat: Politsitzungen, Aufnahmen von Arbeitern und wenn es einmal Demonstrationen gibt, filmt er diese zwar, aber sein Material wird von den Vorgesetzten, vorbildliche Parteigenossen, geschnitten, zensiert. Wie gerne würde er seine eigenen Filme drehen, das Drehbuch verwirklichen, an dem er schon so lange schreibt. Oder zumindest wieder Tierdokumentationen machen, wie damals, als er und sein Kollege Sokol nach Mexiko reisen durften, um einen Film über Klapperschlangen zu drehen.

Auch das private Glück scheint für ihn mehr oder weniger die Ruhe vor einem herannahenden Sturm zu sein. Eva, die Frau, mit der er seit einer ganzen Weile zusammenlebt, ist nur an seiner Person, nicht aber an seinem Inneren interessiert. Für sie ist es wichtig, dass Pavel jemand ist, eine Berühmtheit vom Fernsehen, jemand, der viel Geld verdient. Und auch, wenn sie dies geschickt zu verstecken weiß, so ist sich Pavel doch stets dieses Zustandes gewiss. Seine Mutter, die in der ehemals gemeinsamen Wohnung zurückgeblieben ist, als er zu Eva zog, wird von Tag zu Tag dementer. Was wäre gewesen, wenn er damals mit seinem Freund Petr den Weg ins Ausland geschafft hätte? Wenn er dafür nicht ins Gefängnis gemusst hätte? Oder, wenn ihn seine damalige Freundin Alice nicht verlassen hätte, von der er ein Kind erwartete? Später verheiratete sie sich mit Petr, seinem Freund.

Die Geschichte wechselt immer wieder gekonnt zwischen der Realität und dem Drehbuch, das Pavel Fuks geschrieben hat. Dies ist seinem Leben allerdings so ähnlich, dass die Unterschiede oftmals verschwimmen, ohne den Leser aber zu verwirren. Einzig die sehr ähnlich gewählten Namen können ein gewisses Durcheinander anrichten. Erzählt wird dabei nicht nur von Pavel Fuks, sondern auch von dem Greis, der seit Langem das Land regiert, im Drehbuch wird er als seniler Mann beschrieben, der sich während eines Gespräches schon nicht mehr daran erinnern kann, was zu Anfang gesagt wurde und immer wieder nachfragen muss. Der Präsident sieht immer und überall seine Feinde lauern, die nur darauf warten, dass er einen Fehler macht und sie ihn stürzen können. An allen Ecken scheinen sie ihn zu bespitzeln, er sieht Schuhe unter Wandteppichen, Augen zwischen den Büchern. Mit viel Geschick wird hier auf das alte Pateisystem angespielt, vor dem anscheinend nicht einmal der Präsident selbst sicher war. Wahrscheinlich, so denkt er, werden sie ihn langsam vergiften, oder ihn einfach aus dem Verkehr ziehen, wie seine Frau. Ja, da ist er sicher, auch sie wurde beseitigt, um ihn langsam zu zermürben.

Ein tragischer Nebenheld ist Robert. Zusammen mit einem Freund hat er einen Schulbus entführt und wollte so die Ausreise erpressen. Doch der Freund hatte sich zu einer Verhandlung überreden lassen und somit hatten die Polizisten Zeit, einen Panzerwagen zu postieren, der den Bus zerschoss. Der Fahrer und der Freund kamen dabei ums Leben, Robert wurde zum Tode verurteilt, weil er angeblich den Busfahrer erschossen haben soll. Anlässlich eines Staatsbesuchs, schlug man dem Präsidenten vor, eine Begnadigung durchzuführen, was den hohen Gast mit Sicherheit beeindrucken würde. Alles ist arrangiert, doch niemand sagt Robert Bescheid, der somit in der Annahme ist, sie würden ihn zum Galgen bringen und einen fatalen Fehler begeht.

Klimas brillante Art zu schreiben, gepaart mir dem geschichtlichen Hintergrund, geben dem Buch einen zündenden Elan, es liest sich spannend, wie ein Politthriller. Geschickt wird das Leben von Pavel Fuks beschrieben, an dessen Beispiel die Wirren der damaligen Zeit nicht spurlos vorübergehen. Der Wechsel zwischen Realität und Fiktion ist derartig vollkommen, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob die Dinge, die im Drehbuch stehen, von Pavel nur ausgedacht sind. Einerseits wird die offizielle (was zu Zeiten der Tschechoslowakei erlaubt war) und andererseits die inoffizielle Wahrheit (so, wie es sich jeder dachte, aber niemand zu sagen gewagt hat) erzählt. Was Klima damit ausdrücken will, ist genau diese Wende, die sich 1989 vollzog.

In Deutschland ist Ivan Klima allerdings ein noch immer nicht vollends entdeckter Autor. Wenn man von den Tschechen spricht, so steht er meist im Schatten seiner modernen Kollegen Kundera und Hrabal. Doch an Einfallsreichtum und Ironie fehlt es ihm keinesfalls, ebenso wenig an erzählerischem Können, was er gerade mit „Warten auf Dunkelheit – Warten auf Licht“ besonders bewiesen hat.

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Rezension zu "Machtspiele" von Ivan Klima

Rezension zu "Machtspiele" von Ivan Klima
Beaglevor 9 Jahren

Im Mittelpunkt steht Matthias Leopold, ein Prager Journalist. Er erfährt in drei Erlebnissen die Missstände der damaligen Tschechoslowakei. Im ersten sieht er sich gezwungen, als Geschwohrener über einen Mörder zu urteilen, dessen Tat ihm aber nicht einwandfrei nachgewiesen werden kann. Es kommt dazu, dass er die anderen Geschwohrenden dazu bringen kann, dem Gefangenen noch ein paar Fragen stellen zu dürfen, da dieser am letzten Verhandlungstag nicht zugegen war. Als sie im Gefängnis eintreffen, heißt es, er sei bei einem Fluchtversuch erschossen worden, doch man kann an seiner Leiche klar die Spuren einer Enthauptung erkennen. Doch im weiteren Gespräch lassen sich die andren Geschwohrenen nicht mehr weiter mit der Wahrheit aus, sie diskutieren über Belanglosigkeiten und erklären den schon vorher zum Tode verurteilten für schuldig, einzig Matthias plädiert auch nicht schuldig.
In der zweiten Geschichte hat Matthias seinen Zug nach Prag verpasst und wartet auf dem kleinen Bahnhof auf den nächsten. Doch dann kommt ein vollkommen veralteter Zug angefahren mit lauter Leuten in den Waggons. Matthias beschließt kurzerhand aufzuspringen, da er ja Richtung Prag fährt. Aber niemand macht ihm auf, im Gegenteil, einer der Insaßen erklärt, sie seien Aussätzige und würde Deportiert. Nun sieht sich der Journalist mit der Frage konfrontiert, ob es inmitten von Europa, zu dieser Zeit noch Lepra gibt, sogar in der Menge, dass sie wieder als Epedemie gesehen werden kann. Er st´ößt bei seinen Recherchen auf interessante Details.
In der letzten Begebenheit wird er auf offener Straße beschossen. Matthias kann sich gerade noch hinter Mülltonnen verschanzen. Während alle anderen Passanten fliehen dürfen, wird um ihn ein Schutzwall errichtet "Gefahrenzone - Betreten verboten!" Niemand interessiert sich mehr für ihn, auch die Polizei erscheint nicht. So wird es schließlich Nacht.
Der Roman darf sicherlich nicht ernst genommen werden, doch die Probleme, auf die Klima darin anspielt, waren zur damaligen Zeit sehr aktuell: Die Macht des Staates jemanden zu exekutieren oder zu leiten und etwas zu vertuschen, beziehungsweise, die Bürger, die sich nicht um andere kümmern.
Leider verspürte ich beim Lesen keine sonderliche Spannung, Klima kann bessere Liebesgeschichten als politische Texte verfassen. Wohl auch ein Grund, warum das Buch heute nicht mehr verlegt wird.

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Rezension zu "Meine ersten Lieben" von Ivan Klima

Rezension zu "Meine ersten Lieben" von Ivan Klima
Beaglevor 9 Jahren

Geschichten voller Hoffnung und Melancholie, Ivan Klima erzählt von seinen ersten Lieben zur Zeit im KZ und danach. Von Liebe zu älteren oder unerreichbaren Frauen, von Liebe von Frauen, die ihn nicht erreichen können. Es sind keine Erzählungen, die mit einem Happy End enden, aber voller Sehnsucht und dem Wunsch, geliebt zu werden. Fantasievoll und in Klimas einzigartigem Stil geschrieben.

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