Ivan Klima Ein Liebessommer

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Inhaltsangabe zu „Ein Liebessommer“ von Ivan Klima

Ivan Klíma erzählt von einer großen erotischen und emotionalen Verwirrung. Der Biologe David Krempa, 36, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Allerdings auch eine Geliebte. Seine Frau ahnt erst nichts, später will sie es nicht wahrhaben. Und die Schauspielschülerin Iva ist eine egoistische junge Frau, die nicht nur auf einen Mann fixiert ist. David verfällt ihr und opfert ihr alles: Arbeit, Familie, Ersparnisse und Karriere.

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  • Rezension zu "Ein Liebessommer" von Ivan Klima

    Ein Liebessommer

    Beagle

    05. November 2009 um 07:28

    Es ist lange her, dass ich eine Geschichte las, die eine derartig depressive Stimmung in mir auslöste wie Ivan Klimas „Ein Liebessommer“. Wobei ich depressiv nicht im eigentlichen, negativen Sinne herauskristallisieren möchte, denn dies war es keinesfalls. Vielmehr versetzte ich mich zu sehr in David, den Protagonisten dieses traurigen Stücks, der alles aufgibt, damit er Iva, dem jungen Mädchen, das eine Ausbildung zur Puppenspielerin absolviert, nahe sein kann. Fast war es, als hätte ich mich selbst in Iva verliebt. David lernt sie bei der Beerdigung seiner Hauswirtin, zu der er ironischerweise von seiner Frau geschickt, ja getrieben wurde, kennen. Auch Iva ist verheiratet, führt aber eine lockere Beziehung zu Tom, ihrem Ehemann. Sie ist verträumt und auf eine gewisse Art schüchtern, ohne dabei aber verklemmt oder ängstlich zu sein. Vielmehr ist es ihre Art, mit Männern umzugehen, sie möchte geliebt und gebraucht, aber auch benutzt werden. Und doch hat sie keinen sonderlichen Ehrgeiz, ihr Leben zu genießen. Für eine Ausbildung zur richtigen Schauspielerei ist sie zu untalentiert, sie lebt in den Tag hinein, vergas bereits, was sich gestern ereignete und möchte nicht an das Morgige denken. Ihre laszive Lebensweise, wie sie sich an andere Männer heranwagt, wirft David aus seinen gewohnten Bahnen – auf einmal ist nicht mehr seine Arbeit der Lebensmittelpunkt, seine Familie, Kamila und die beiden kleinen Töchter treten an den Rand seiner Welt. David ist besessen davon, Iva glücklich zu machen, sie zu lieben, wie er zuvor noch nie jemanden geliebt hat. Und so beginnt für ihn eine Odyssee durchdrungen von Lügen und Ausflüchten, von geheimen nächtlichen Treffen im Park, in der leeren Wohnung Ivas, wenn Tom auf Tournee ist. Der Regen wird zu ihrem Verbündeten, denn es war ein Regentag, an dem sie sich kennen lernten, es schüttete auf der Beerdigung aus allen Wolken, somit fuhr er sie an diesem Tag nach Hause. "Ach Liebling, du sagst so schöne Sachen zu mir. Du machst so schöne Sachen mit mir. Du bist so nett. Noch nie war jemand so nett zu mir. Ich mag dich. Heute mag ich dich." Ivas verträumte Worte, ihre stete Verwirrtheit mit der sie ihn liebt und im nächsten Moment fallen lässt. All das sind Dinge, die mich mit David fühlen ließen, ich konnte ihn in seinem Liebeswahn verstehen, wie er nicht wusste, damit umzugehen. Iva sagt Dinge zu ihm, die sie wieder vergisst, verspricht etwas, was sie nicht einzuhalten versteht. All das mit der Unschuld eines kleinen Kindes. Und doch kommt er nicht von dem Mädchen los! Ivan Klima versteht es, seinen Leser in dieser Geschichte an der Hand zu nehmen, ihn durch Davids Welt zu führen und ihn mit ihm leiden zu lassen. Ein herrlich niederdrückendes Buch, das die Querelen einer verzweifelten Liebe so detailliert schildert, dass man meinen möchte, man wäre selbst an Davids leidvoller Stelle.

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