Ivana Jeissing Wintersonnen

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Inhaltsangabe zu „Wintersonnen“ von Ivana Jeissing

Ivana Jeissing versteht es in ihren Romanen meisterlich, elementare Fragen zu verhandeln, ohne die komischen Momente des Lebens dabei außer Acht zu lassen. Das Finden der eigenen Identität und die damit einhergehende Vorstellung vom Glück, die Illusion der perfekten Familie: Auch in Wintersonnen geht es für Gustava schlicht um alles, doch Jeissing erzählt davon mit hintergründiger Heiterkeit und Leichtigkeit. Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt des jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht.

ein charmantes, gut recherchiertes, vielschichtiges, tiefes und doch heiteres Buch, dessen Atmosphäre mich persönlich gut abgeholt hat.

— Bri
Bri

Anspruchsvolles Buch, mit zu pessimistischer Grundstimmung

— Steph86
Steph86

Ein solides, kurzweiliges Buch, das sich angenehm liest. Hier und da zu lang und das Ende kam dann etwas zu plötzlich.

— CanYouSeeMe
CanYouSeeMe

Niveauvolle Geschichte über das Schicksal einer Frau, die auf der Suche nach ihrer Identität ist, leider etwas langatmig und trübsinnig

— louella2209
louella2209

Das Buch hat etwas Besonderes an sich, ist aber meiner Meinung nach hier und da ein wenig zu langatmig & das Ende kommt zu plötzlich.

— AgnesM
AgnesM

Leider wurden die Erwartungen nicht erfüllt.

— abetterway
abetterway

Tolles Buch - großartiger Schreibstil - insgesamt etwas besonderes mit kleinen "Mängeln".

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

anrührender Roman ,tolle Geschichte

— Archimedes
Archimedes

Ein etwas zu langweiliges Buch über die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater...

— Line88
Line88

Ein bewegendes Buch mit einer Protagonistin, in die sich sicher viele Leser gut hineinversetzen können. Ihre Geschichte ist echt lesenswert

— Tulpe29
Tulpe29

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  • Von Labyrinthen, Irrgängen und Brettern, die die Welt bedeuten

    Wintersonnen
    Bri

    Bri

    18. April 2016 um 11:41

    Gustava steht als Jungfrau von Orléans auf der Bühne des Wiener Burgtheaters, als ihre Mutter im Wahnsinn versinkt. Was gibt es da anderes, als schnell in der Pause heimzuflitzen und zu organisieren, dass die Nachbarin versucht, Mimi zu beruhigen und bei ihr zu bleiben. Obwohl die Nacht turbulent wird und Mimi immer wieder von den Königen unter ihrem Bett spricht, ist am nächsten Tag bei ihr nichts mehr von der Aufregung zu verspüren.Die Schübe, die Gustavas Mutter nun in regelmäßigen und immer kürzer werdenden Abständen in eine andere Welt schicken, in der niemand außer ihr selbst Zutritt erhält, sind massiv und zwingen Gustava letztendlich dazu, ihre gerade so fulminant angelaufene Karriere als Schauspielerin zunächst auf Eis zu legen. Gleichzeitig sieht sie die Möglichkeiten, zu erfahren wer ihr Vater ist, schwinden.Was auf den ersten Blick eher deprimierend klingt, hat Ivana Jeissing frisch, heiter und atmosphärisch luftig in einen charmanten Roman gepackt. Und das ist eine Kunst, die sie offensichtlich perfekt beherrscht.Erschienen ist das Buch in einem Verlag, den ich sehr schätzte, weil er keine ausgetretenen Pfade betrat, sondern mich immer wieder mit wunderbar andersartigen Büchern, die noch dazu sehr schön gestaltet waren, überrascht hat. Leider muss ich tatsächlich in der Vergangenheitsform schreiben, denn der METROLIT Verlag wurde - zumindest für das Frühjahrsprogramm 2016 - auf Eis gelegt. Die bisher erschienen Bücher sind noch lieferbar, was ein großes Glück ist. Ich hoffe sehr darauf, dass es im Herbst wieder weitergehen kann oder sich der findige frühere Verlagsleiter Peter Graf mit seinen zurückerworbenen Markenrechten des Walde+Graf Verlags wieder an etwas Eigenes wagt. Denn es gibt meiner Meinung nach zu wenige Verlage, die sich so wie früher Walde+Graf der Literatur annehmen, die zwar vielleicht nicht durch hohe Verkaufszahlen, aber durch Qualität bestechen.Ivana Jeissing jedenfalls hätte es mit ihren Wintersonnen mehr als verdient, bekannter zu werden, als es für mich derzeit den Anschein hat. Sie besitzt die Gabe, verschiedene Themenkomplexe zu einem stimmigen Bild zu komponieren. Sei es nun die Kunst der Gartengestaltung über die Zeiten hinweg oder die Liebe zum Theater. Beides verflicht sie mit bewundernswerter Leichtigkeit und bildet damit einen ungewöhnlichen Rahmen für Gustavas Suche nach ihrem Vater und sich selbst. Jeissings Sprache mag für manchen Leser etwas ungewohnt oder altmodisch klingen, ich fand sie bezaubernd. Ebenso wie ihre Figuren, die diese Sprache sprechen. Sie scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen. Aus einer Zeit, in der man sich noch um die wichtigen Dinge des Lebens gekümmert hat, um die Menschen, die einem nahestehen und zwar nicht nebenbei und zwischen zwei WhatsApp Nachrichten.Direkt ist Jeissings Geschichte, sie zeigt eine junge Frau, die von Wien nach Berlin zieht, sich dort etwas aufbaut, Menschen trifft, die ihr fast so etwas wie eine Familie sein können. Eine sympathische junge Frau auf der Suche nach sich selbst, die sich nicht aufgibt und vor allem ihren Traum nicht aufgibt: einmal wieder eine richtige Hauptrolle zu spielen - auf den Brettern, die ihr die Welt bedeuten.Nur eine Sache habe ich tatsächlich bedauert: das Buch nicht schon früher in die Hand genommen zu haben. Ivana Jeissing jedenfalls werde ich im Auge behalten und hoffe, sie findet noch viele Geschichten, die sie uns in ihrer charmanten Art erzählen will.

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  • Auf der Suche

    Wintersonnen
    Bella5

    Bella5

    optischer Ersteindruck: Die Umschlaggestaltung ist wunderschön, schlicht und schnörkellos, mit einer reduzierten Farbgebung und einem einzigen Motiv. Das Ganze wirkt sehr ernsthaft auf mich und fast ein bisschen traurig. In der Buchhandlung würde ich auf jeden Fall nach dem Buch greifen!  kurz zum Inhalt: ' Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt des jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht.' mein Fazit: Man sollte sich nicht von der etwas vagen Inhaltsangabe täuschen lassen, denn der Gehalt des Romans hat es in sich - es geht um Selbstfindung, um das Rätsel Identität, um kindliche Sehnsüchte und erwachsene Enttäuschungen. In der Geschichte geht es um innere Prozesse und zwischenmenschliche Berührungspunkte, daher sollte man kein Handlungsfeuerwerk erwarten. Ivana Jeissing behandelt Themen, die in der heutigen Zeit viele Menschen betreffen, auch wenn die wenigsten Leute offen über ihre Sorgen und Nöte sprechen.  Wer bin ich? Wie kann ich meine Vergangenheit annehmen, um das Beste aus dem Heute zu machen & positiv eingestellt  in die Zukunft zu blicken? Der Roman hat mich nachdenklich gestimmt und ich habe die Protagonistin (Gust)Ava gerne lesenderweise begleitet, auch wenn das Ende der Erzählung fast ein wenig zu rasch kam. Der Erzählton und der Stil der Autorin, die liebevollle Figurenzeichnung und der Mut, sich auch schwierigen Themen zu nähern bzw. diese erzählerisch zur Diskussion zu stellen, haben mir sehr gefallen.

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  • Wintersonnen

    Wintersonnen
    Steph86

    Steph86

    01. November 2015 um 18:13

    Buchinhalt Ivana Jeissing versteht es in ihren Romanen meisterlich, elementare Fragen zu verhandeln, ohne die komischen Momente des Lebens dabei außer Acht zu lassen. Das Finden der eigenen Identität und die damit einhergehende Vorstellung vom Glück, die Illusion der perfekten Familie: Auch in Wintersonnen geht es für Gustava schlicht um alles, doch Jeissing erzählt davon mit hintergründiger Heiterkeit und Leichtigkeit. Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt des jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht. Leseeindruck Leider habe ich nie wirklich Zugang zu diesem Buch bekommen und musste mich am Ende schon fast durch die Seiten kämpfen. Weil es mir jedoch echt leid getan hat und es vielen anderen Leserinnen der Leserunde so gut gefallen hat, habe ich es bis zur letzten Seite gelesen. Es ist auf jeden Fall kein Jedermannsbuch, was wohl auch an der anspruchsvollen Sprache liegt. Leider besitzt das Buch jedoch eine Grundstimmung die echt Pessimismus pur verkörpert. Es wurde ein wenig mit der Melancholie übertrieben. Außerdem ist es im mittleren Teil sehr langatmig, aber am Ende zu hektisch. Alles passiert im kurzen Abstand und zuviele Fragen bleiben offen. Von mir kann es leider nur 2 Sterne geben.

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  • Leserunde zu "Wintersonnen" von Ivana Jeissing

    Wintersonnen
    Metrolit_Verlag

    Metrolit_Verlag

    Wir möchten euch herzlich zur Leserunde zu "Wintersonnen" einladen, einem Roman von Ivana Jeissing, der mit hintergründiger Heiterkeit und Leichtigkeit vom Finden der eigenen Identität, der damit einhergehenden Vorstellung vom Glück und der Illusion der perfekten Familie erzählt. Ivana Jeissing - Wintersonnen Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt eines jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht. ->Zur Leseprobe Mehr Informationen unter http://www.metrolit.de/programm/belletristik/wintersonnen -- Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 16.09. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Wintersonnen" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team von Metrolit * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 162
  • schöne Sprache, aber deprimierend

    Wintersonnen
    irismaria

    irismaria

    26. October 2015 um 14:29

    "Wintersonnen" von Ivana Jeissing ist die Geschichte einer Selbstfindung. Im Mittelpunkt steht die Wienerin Gustava. Sie ist Schauspielerin, hat aber ihre Karriere ruhen lassen, weil sie ihre kranke Mutter gepflegt hat. Nach deren Tod zieht sie von Wien nach Berlin, um ihr Leben neu zu ordnen und macht sich auf die Suche nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte. Poetisch erzählt ist "Wintersonnen" eine Geschichte voller ungewöhnlicher Charaktere, deren Handeln ich oft nicht nachvollziehen konnte. Die Stimmung ist vor allem am Anfang sehr düster und das Buch zieht einen runter. Leider hat mich das Buch trotz der schönen Sprache nicht so ganz packen können.

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  • Wintersonnen

    Wintersonnen
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    18. October 2015 um 11:50

    Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt des jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht. Der Schreibstil der Autorin Ivana Jeissing liest sich sehr harmonisch, wodurch ein angenehmes Lesegefühl entsteht. Die Charaktere sind sehr lebensnah und tiefgehend gestaltet, sie haben einen runden Charakter. Hauptfigur Gustava konnte mich mit ihrer melancholischen und trübsinnigen Einstellung jedoch nicht für sich gewinnen. Donald Gliese war mir schon sympathischer, auch Nello habe ich in mein Herz geschlossen. Die Dialoge zwischen den Charakteren haben mir gut gefallen, sie sind tiefsinnig, regen zum Mitdenken an und haben mir ab und an ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Stellenweise war mir die Handlung etwas zu langatmig, ich hätte mir mehr Fortschritte von Gustava gewünscht, sie tritt doch recht häufig nur auf einer Stelle umher. Zum Ende jedoch, steigt das Erzähltempo rasant, viele Fragen bleiben offen und ich habe mich etwas überrumpelt gefühlt. Insgesamt ist ‚Wintersonnen‘ ein solides Buch, das stellenweise zum Nachdenken anregt, jedoch hier und da auch kleinere Schwächen hat.

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  • Selbstfindung in Berlin

    Wintersonnen
    Orisha

    Orisha

    16. October 2015 um 13:23

    Eigentlich wünscht sich Gustava nichts sehnlicher, als geliebt zu werden. Von ihrer Mutter Mimi und von ihrem unbekannten Vater. Doch Mimi macht es ihr alles andere als leicht. Gefühlsarm begegnet sie ihrer einzigen Tochter und treibt sie damit aus dem Haus. Als Mimi an Alzheimer erkrankt, muss Gustava, die sich inzwischen als Theaterschauspielerin einen Namen gemacht hat, zwangsweise zurück in das mütterliche Heim. Und Mimi reisst Gustava krankheitsbedingt einmal mehr in ihr Loch. Als Mimi stirbt, packt Gustava ihre Habseligkeiten zusammen und verlässt Wien in Richtung Berlin. Dort angekommen, lernt sie Donald Gliese, einen schrulligen Psychologen, und seine Familie kennen. Fortan versuchen er und Nello, sein Gärtner, Gustava zurück ins Leben zu helfen, damit sie sich letztlich selbst und ihren Vater finden kann. Wintersonnen hat mich von Anfang an gepackt – sprachlich sowie inhaltlich. Jeissing hat wunderbare Charaktere geschaffen, die alle sehr eigen sind, aber in ihrer Individualität perfekt miteinander harmonieren. Die Geschichte um Gustava selbst ist schnell erzählt, dennoch schafft es Jeissing nicht nur Gustavas Geschichte, sondern auch die von Donald und Nello aufzuarbeiten und dabei auch noch ein Stück Berliner Geschichte wiederzugeben. Fazit: Eine Familiengeschichte und die Suche nach sich selbst treffen auf Botanik, Gärtnerei und Berliner Stadtgeschichte. Empfehlenswert!

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  • Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit...

    Wintersonnen
    Aspasia

    Aspasia

    16. October 2015 um 12:21

    Ivana Jeissings Roman “Wintersonnen” erzählt die Geschichte der Mitdreißigerin Gustava, genannt Ava, einer Frau auf der Suche. Als einziges Kind der alleinerziehenden Mimi, die sie nährt und pflegt, die ihr immer irgendwie fremd bleibt, der sie sich nie nah fühlt, projiziert Gustava alle kindlichen Wünschen auf den ihr unbekannten Vater, dessen Identität die Mutter partout nicht preisgeben will. Dieser phantasierte Vater, der für sie um so vieles besser ist als ihre reale Mutter, wird zu einer Obsession, die ihr Leben bestimmt. Als Heranwachsende rächt sich Gustava an ihrer verbissen schweigsamen Mutter, in dem sie den Traum der Mutter, die als Filmvorführerin arbeiten muss, aber viel lieber eine der Darstellerin wäre, zu ihrem macht. Gustava bewirbt sich heimlich an der Schauspielschule, wird Theaterschauspielerin, mit ersten erfolgreichen Aufführungen, mit anerkennendem Applaus und belobigenden Kritiken. Sie fühlt sich wohl, ist glücklich am Theater, der Wunsch nach dem Vater beherrscht nicht mehr ihr Leben. Da verschiebt sich die Waage der Macht erneut. Ihre Mutter erkrankt an Alzheimer und fordert Gustavas ganze Aufmerksamkeit, kostet sie Energie und irgendwann erkennt sie, dass Mimis Pflege und eine beginnende Schauspielerinnenkarriere mit einer Hauptrolle in Tchechovs Kirschgarten nicht zu vereinbaren ist. Sie gibt ihre gerade begonnenes freies Leben, ihre eigene Wohnung auf, lagert ihre Möbel ein und zieht zurück in ihr Kinderzimmer. Sie bleibt die nächsten Jahre zu Hause bei einer Fremden, die ihr noch fremder wird. Gustava’s Obsession hat sie wieder im Griff. Ihr wird bewusst, dass sie nicht mehr viel Zeit hat, ihrer Mutter das Geheimnis zu entreißen. Mimis hat mit dieser Krankheit, die ihr alle, auch diese süße, so beharrlich gehütete Erinnerung raubt, einen mächtigen Verbündeten in ihrem Machtpoker gegen ihre Tochter und sie gewinnt. Nach dem Tod ihrer Mutter nutzt Gustava die Energie, die der Verust freisetzt, für einen Neuanfang in Berlin. Dort sucht sie die Praxis des nikotinsüchtigen, etwas unorthodox agierenden Psychologen Donald Gliese auf, der eigentlich auf jüngere Klienten spezialisiert ist. Dieser stets hungrige Genießer, der der Meinung ist “…dass es für den Zeitpunkt objektiver Vorgänge keine speziellen Zellen im Gehirn gebe, da sich unser Zeitgefühl ausschließlich auf das Maß geistiger Tätigkeiten bezog. Daher gab es für Donald keine logischen Gründe für nächtliche Ernährungspausen, weil sein Gehirn vierundzwanzig Stunden auf Hochtouren arbeitete.”, lebt mit seiner divenhaft agierenden Mutter Charlotte im Grunewald in einer Villa, mit Park und Gärtner Nello. Beide Männer werden schon bald zu ihren engsten Vertrauten und Mentoren ihres Neuanfangs. Glieses weises Credo “Wenn Sie es nicht verstehen können, dann versuchen Sie wenigstens zu verzeihen.” wird zu Avas neuen Mantra und um so mehr sie loslassen kann, um so freier wird sie. Ich mag den melancholischen Grundton des Buches, das sich aber auch nicht scheut die Komik, die auch der Verzweiflung innewohnt, genüsslich vor seinen Lesern auszubreiten. Ein Unterhaltungsroman mit einer Geschichte, die Mut macht, ohne dabei all zu kitschig zu werden und Nebenhandlungen, die Spaß machen. Jeissig versteht es, die Erzählstränge elegant miteinander zu verflechten. Hinzu kommen die wunderbar gezeichneten Figuren. Romane, in denen sich weibliche Protagonisten über 300 Seiten nach mehr und minder dem selben Schema von ihrer Vergangenheit befreien und zu neuen Ufern aufbrechen, find ich bisweilen etwas anstrengend zu lesen, nicht so Wintersonnen. Ob Avas Sehnsucht, die sie beherrscht, Charlottes Eskapismus, oder Mimis Abschottung, allen bietet ihr Verhalten Schutz. Es wirkt nicht aufgesetzt, sondern zeigt wie diese Frauen mit ihren Verletzungen umgehen. Wobei mein persönlicher Favorit ist Donald Gliese, eine Romanfigur, dessen Weisheit mit Sätzen wie diesen “…und meine Leidenschaft nicht in Sehnsucht gefangen war, sondern mich täglich beflügelte.” jeden angesagtesten Lebensratgeber obsolet macht.

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  • Niveauvolle Geschichte über eine Frau auf der Suche nach sich selbst

    Wintersonnen
    louella2209

    louella2209

    13. October 2015 um 15:44

    Inhalt und Charaktere: Die Geschichte handelt von Gustava, einer jungen Frau, die ihr ganzes bisheriges Leben mit dem zwiespältigen Verhältnis zu ihrer Mutter zu kämpfen hat. Zudem quält sie die Frage nach dem Verbleib ihres Vaters. Nach langer qualvoller Krankheit nimmt die Mutter das Geheimnis seiner Identität mit ins Grab. Gustava wird von den Geistern der Vergangenheit regelrecht verfolgt und sie beschließt ihr Leben in Wien hinter sich zu lassen und wagt einen Neuanfang in Berlin. Doch noch immer hat die Mutter Gustavas Leben fest im Griff, auch über den Tod hinaus. Auch der Gedanke an ihren Vater lässt Gustava nicht los. Sie muss ihn finden, ist er doch das einzigste was ihr geblieben ist. In Donald Gliese und dessen Gärtner Nello findet sie nicht nur Freundein Berlin, die drei verbindet auch ein ähnliches Schicksal. "Ich. Vierunddreißig Jahre alt. War spurlos ohne verschwunden zu sein. Und ich sehnte mich nach einem neuen Leben. In neuen Kleidern." Zitat S. 41 Diese kurzen Sätze beschreiben sehr gut den Zustand von Gustava, als sie von Wien nach Berlin geht. Ohne Perspektive, nur mit dem Hinweis auf den Kinderpsychologen Donald Gliese. Die zwei verstehen sich auf Anhieb und Gliese bringt etwas frischen Wind in die Handlung. Er philosophiert gerne und versucht mit seinen kuriosen Lebensweisheiten Gustava aus ihrem Tief zu holen. Aber das ist gar nicht so leicht. Sie ist ein sehr anstrengender Charakter auch für den Leser, sehr festgefahren in ihrer pessimistischen Grundhaltung, die ihr auch bei ihrem beruflichen Erfolg im Weg steht. Einzig dem Gärtner Nello gelingt es, Gustava aus der Reserve zu locken. Er hat auch ein ähnlich schwieriges Verhältnis zu seinen Eltern und den Vater früh verloren. Bei Donald Gliese ist es ähnlich. Seine Mutter Charlotte hat ihn fest im Griff und zu seinem Vater hat er keinerlei Kontakt. Jedoch hadert er mit diesem Zustand nicht so sehr, wie seine zwei Leidensgenossen. Am Ende geht alles sehr schnell und versöhnlich für Gustava aus. Mehr will ich hier jetzt nicht verraten. Meine Meinung: Das Buch verfügt über eine sehr schöne Sprache und geistreiche Dialoge zwischen den Protagonisten. Der Autorin hat eine ungewöhnliche Gabe ihre Figuren, nachhaltig, psychologisch zu durchleuchten und mit viel Liebe zum Detail die Persönlichkeit hervorzuheben. Mit Gustava wurde ich leider während des ganzen Romans nicht so richtig warm. Anfangs war ihre betrübte Art ja noch nachzuvollziehen, aber spätestens bei ihrem Neuanfang in Berlin hätte es aufwärts gehen müssen. Ein Lichtblick und auch meine Lieblingsfigur ist Donald Gliese, der zwar auch ungewöhnliche Einstellungen zum Leben hat, aber alles mit viel mehr Humor nahm. Das Leben ist zu kurz um der Vergangenheit nachzuweinen. Aber das ist bei Gustava nicht angekommen. Ich mag gerne Romane mit melancholischen Hintergrund, aber hier war mir die Grundstimmung zu pessimistisch. Das ist jedoch Geschmackssache. Von mir gibt es in dem Fall hochverdiente 3,5 Sterne.

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  • Rezension zu "Wintersonnen" von Ivana Jeissig

    Wintersonnen
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    11. October 2015 um 20:37

    Gustava wächst bei ihrer Mutter auf. Ihren Vater kennt sie nicht. Als ihre Mutter an Demenz erkrankt, muss sie sich um sie kümmern. Doch sie hat nur ein Ziel, sie will unbedingt herausfinden, wer ihr Vater ist. Gustava weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, um der Mutter das Geheimnis zu entlocken. Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau, die auf der Suche ist. Die Autorin hat einen besonderen Schreibstil, und das Buch hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Stellenweise ist die Geschichte aber auch etwas langatmig und recht vorhersehbar. Das Ende kommt dann etwas schnell und lässt leider einige Fragen offen. Insgesamt ist dies ein recht schöner und besonderer Roman.

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  • Gefühlvoller Roman mit kleinen Schwächen

    Wintersonnen
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    11. October 2015 um 17:05

    "Wintersonnen" ist ein besonderer Roman. Definitiv nicht Mainstream, da die Autorin sich einer ganz eigenen Schreibweise bedient. Durchaus angenehm zu lesen aber eben nicht alltäglich. Ich mochte an diesem Buch vor allem, dass es sehr dezent ist. Von kaum etwas gibt es zu viel. Story, Gefühlsleben der Charaktere, Spannung und seichtes Dahinplätschern - alles genau richtig dosiert.  Der Leser wird unterhalten, das Buch hat die optimale Länge nur das Ende ist ein wenig dünn und meines Erachtens etwas zu schnell herbei geführt. Ich hätte da gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen aber sei es drum. Die Protagonistin ist gut ausgearbeitet und alles andere als flach - wirkt nur manchmal als Dämpfer, da sie in etwa 2/3 des Buches doch recht negativ eingestellt ist. Das gibt sich dann irgendwann, da sie zum Ende hin zu sich selbst findet.  Gut so, andernfalls hätte ich einen Stern mehr abziehen müssen.  Besonders gefallen hat mir das unheimlich schön gestaltete Cover und natürlich der Bezug zum Titel. Diesen kann man recht früh herstellen. Alles in allem ein solider Unterhaltungsroman. Nicht seicht, nicht langweilig oder langatmig - ein wirklich netter Lesegenuss.  Ich kann dieses Buch allen Roman-Liebhabern empfehlen und habe mich beim Lesen recht wohl damit gefühlt. 

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  • Wintersonnen

    Wintersonnen
    AgnesM

    AgnesM

    06. October 2015 um 12:26

    Gustava hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Sie ist nicht umsonst Schauspielerin geworden und hat sich eine Karriere auf den Bühnen dieser Welt erträumt, doch wie das Leben so ist, es ist erbarmungslos und macht auch vor Gustava keinen Halt. Gustava beschäftigt seit ihrer Kindheit die Frage nach ihrem Vater, den sie nie kennengelernt hat und dessen Namen ihre Mutter ihr, trotz ständigen Nachfragens, beharrlich verschweigt. Als die Mutter an Demenz erkrankt bleibt Gustava nichts anderes übrig, als ihre Karriere auf Eis zu legen und sich um ihre Mimi zu kümmern. Sie gibt sozusagen ihr Leben und ihre Träume auf und lebt fortan nur noch für und mit ihrer Mimi. Nach dem Tod ihrer Mimi muss sich Gustava nun neu sortieren und entschließt sich für einen Neuanfang in Berlin. Dort sucht sie sich eine kleine Wohnung und sucht einen (Kinder-)Psychologen auf, welcher ihr empfohlen wurde. Donald, der Psychologe, und Nello, der Gärtner, werden für sie zu guten Freunden und Begleitern auf dem schwierigen Weg zu sich selbst und dem Sprung zurück ins Leben. In dem Buch „Wintersonnen“ werden unterschiedliche Facetten des Lebens beleuchtet und durch psychologische Anekdoten ergänzt. Die Gedankengänge der Protagonistin und Gespräche mit dem Psychologen und dem Gärtner sind sehr interessant und teilweise melancholisch. Das Buch wird von einer etwas depressiven Grundstimmung durchzogen und lässt den Leser mit der Protagonistin mitfühlen, die sich unentwegt auf der Suche nach einem schönen Leben und einer glücklichen Familie befindet. Ein gelungener Spannungsbogen wird allerdings nicht aufgebaut. Vielmehr plätschert die Handlung etwas vor sich hin und findet ihren Höhepunkt auf den letzten Seiten, die meiner Ansicht nach zu schnell und zu knapp runtergeschrieben worden sind. Das Buch hat etwas Besonderes an sich, ist aber meiner Meinung nach hier und da ein wenig zu langatmig, das Ende kommt zu plötzlich und hinterlässt leider zu viele offene Fragen.

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  • Wintersonnen

    Wintersonnen
    abetterway

    abetterway

    04. October 2015 um 20:57

    Inhalt: "vana Jeissing versteht es in ihren Romanen meisterlich, elementare Fragen zu verhandeln, ohne die komischen Momente des Lebens dabei außer Acht zu lassen. Das Finden der eigenen Identität und die damit einhergehende Vorstellung vom Glück, die Illusion der perfekten Familie: Auch in Wintersonnen geht es für Gustava schlicht um alles, doch Jeissing erzählt davon mit hintergründiger Heiterkeit und Leichtigkeit. Als ihre Mutter stirbt, zieht Gustava von Wien nach Berlin, um sich den Gespenstern ihrer Kindheit zu stellen. Da ist die Sehnsucht nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte und dessen Namen sie nicht kennt. Da ist das Andenken an ihre Mutter, von der sie sich nie angenommen fühlte, und nicht zuletzt quält sie die Frage nach der eigenen Zukunft. Gustava wagt einen Neubeginn und zum Glück steht ihr Donald Gliese zur Seite, ein Mann mit der Statur und dem Gemüt des jungen Peter Ustinov, sowie der sanftmütige Nello, ein älterer und ein wenig aus der Zeit gefallener Herr, der ihr – mehr Blumenfreund als Philanthrop – hilfreich die Hand reicht" Meinung: Die Auroin schafft es den Schreibstil durch das ganze Buch klar und deutlich durchzuziehen. Sie schribt mit absoluter ehrlichkeit ihre Gedanken und auch die Fragen des Lebens und die Charaktere sind sehr eindeutig und lassen wenig Spielraum. Das Buch ist sehr interessant geschrieben allerdings ist der Spannungsbogen über die Handlung, die sich eher nebenher bewegt eintönig, fast langweilig. Es ist eine eigenartige Mischung zwischen Lebendigkeit und Langeweile die sich durch das gesante Buch zieht. Fazit: Ich hätte mich ein wenig mehr hintder diesem Cover und dem Klapptext erwartet.

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  • Ein etwas zu langweiliges Buch über die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater...

    Wintersonnen
    Line88

    Line88

    02. October 2015 um 23:11

    Im Roman " Wintersonnen" von Ivana Jeissing, geht es um die Wienerin Gustava, welche  vergeblich versucht herauszufinden, wer ihr Vater ist. Die Alzheimer-Diagnose ihrer  Mutter lässt die Hoffnung, ihr eines Tages doch noch das Geheimnis zu entlocken, zunehmend schwinden.  Nach dem Tod ihrer Mutter entscheidet sich Gustava für einen Neuanfang in Berlin. Sie will versuchen wieder als Schauspielerin zu arbeiten und einen Psychologen aufsuchen. Auf Empfehlung ihrer Freundin landet sie bei dem merkwürdigen, aber sehr symphatischen Kinderpsychologen Donald Gliese und lernt auch dessen Gärtner Nello kennen, welcher selbst eine bewegende Familiengeschichte hat. Das Buch besticht durch ein tolles Cover und einen interessanten und wohlklingenden Titel. Der Inhalt konnte mit diesem positiven ersten Eindruck jedoch nicht mithalten.  Unumstritten schreibt die Autorin in klarer und überlegter Sprache über interessante Charaktere und greift tiefgründige und grundlegende Fragen des Lebens auf, aber die Handlung selbst langweilt. Gustavas Illusion von der perfekten Familie bestimmt ihr gesamtes Handeln und damit die Grundstimmung des Buches. Es wird keinerlei Spannung erzeugt und am Ende ein übermäßig positives, fast kitschiges, Ende auf zu wenige Seiten gequetscht. Ich bin enttäuscht…

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  • Anrührende Geschichte, mit viel Gefühl

    Wintersonnen
    Archimedes

    Archimedes

    30. September 2015 um 10:00

    " Wintersonnen" von Ivana Jeissing, ein Unterhaltungsroman der besonderen Art. Gustava lebt mit ihrer Mutter in Wien, die dort als Filmvorführerin arbeitet. Ihre Mutter weigert sich jahrelang hartnäckig den Namen von ihrem Vater preiszugeben. Als ihre Mutter dann an Alzheimer erkrankt, schwindet die Hoffnung, den Namen doch noch zu erfahren. Nach dem Tod ihrer Mutter wagt Gustava einen Neuanfang in Berlin. Sie mietet sich dort eine kleine Wohnung. Auch an ihre Schauspielkarriere will sie weiter arbeiten. In Berlin hat sie einen Termin bei Donald Gliese, eigentlich Kinderpsychologe, der ihr von einer Freundin wärmstens empfohlen wurde. Durch Donald lernt sie auch den sanftmütigen, älteren Nello kennen, der seine ganz eigene Familiengeschichte hat. Nello arbeitet als Gärtner bei Donald und seiner Mutter. Gustava ist nicht nur auf der Suche nach ihren Wurzeln, sie sucht vielmehr nach sich selbst. Fazit: Sehr anrührender Roman und ein sehr gelungenes Lesevergnügen. Ein Happy-End zum Schluss hinterlässt ein kleines Lächeln beim Leser. Ende gut Alles gut. Danke für diese tolle Leserunde

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