Ivo Pala H2O - Das Sterben beginnt

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Inhaltsangabe zu „H2O - Das Sterben beginnt“ von Ivo Pala

Eine bislang unbekannte Terrorgruppe verseucht ein Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll. Erste Opfer sterben an den Vergiftungen und die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung.

Sehr spannend geschrieben. Ich habe selten ein Buch sooo verschlungen.

— sandra97
sandra97

Ein Roman spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

— CinderellasTraumwelt
CinderellasTraumwelt

Die Story fing unglaublich stark an, driftete mir aber zu sehr ins Unglaubwürdige ab - ich habe nach knapp 100 Seiten aufgegeben

— himbeerbel
himbeerbel

Mitreißend, fesselnd und beängstigend und das mit wenig Blut - ein sehr guter Thriller!

— AnnaBerlin
AnnaBerlin

Wahnsinnig spannender und packender Thriller mit umfänglichen aber einfach erklärten politischen Hintergründen. Spannend bis zum Schluss!

— Silberschnitt
Silberschnitt

Die Idee ist gut, die Umsetzung schlecht.

— StephanG
StephanG

Das Wasser bringt den Tod.

— kvel
kvel

Super Thriller!

— faanie
faanie

Wasserskandale gibt es aktuell in Österreich genug, nach dieser Lektüre greift man nur noch zur Wasserflasche. Gruselig, aktuell und real!

— J-B-Wind
J-B-Wind

Passt zur aktuellen Atommüll-Debatte! Ich bin total begeistert und freue mich auf den zweiten Teil.

— Tree_Trunks
Tree_Trunks

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    H2O - Das Sterben beginnt
    derMichi

    derMichi

    03. February 2017 um 19:04

    Trinkwasser ist praktisch überall und eine Verseuchung dieses Grundnahrungsmittels kann Tod durch Verstrahlung oder Verdursten bedeuten, erst recht wenn die Infrastruktur im Land zusammenbricht. Mit entsprechender Vorfreude registriert man, dass auch ein Mitarbeiter vom Bundesamt für Strahlenschutz zu den Hauptfiguren gehören soll, neben dem Katastrophenszenario könnte also auch eine populärwissenschaftliche Annäherung an das Was-wäre-wenn der Prämisse Teil der Handlung sein. Weit gefehlt. Schon kurz nachdem der erste Anschlag verübt wurde findet man sich in einer Geschichte wieder, die irgendwo zwischen Agententhriller und Politkrimi angesiedelt zu sein scheint. Da ist nicht nur der angesichts seiner großen Aufgabe plötzlich wieder ganz lebensfrohe Julian Berg, der sich sogleich zu mysteriösen Tippgebern im Ausland aufmacht, sondern auch eine sich skrupellos hochschlafende Staatssekretärin mit ganz großen Plänen. Die beiden Charaktere könnte man durchaus ertragen, würden sie sich nicht dermaßen erwartungsgemäß verhalten. Und da liegt eines der Probleme dieses Romans. Fast keine der Figuren hat irgendetwas zu bieten, das man nicht schon interessanter gelesen hätte. Der sex- und gewaltgeile Bösewicht mit dem bedeutungsschwangeren Spitznamen "Prometheus" tut sein übriges. Einige Verfolgungsjagden später hat man schon fast vergessen, dass dem Land nicht nur eine große Katastrophe befindet, sondern dass es sich längst darin befindet. Dennoch setzt der Autor noch einen drauf, indem er die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den amtierenden Machthabern ins Spiel bringt und in Berlin revolutionäre Zustände ausbrechen lässt. Das Volk marschiert auf den Reichstag und auch die Armee erhebt sich gegen ihre Befehlshaber. Glücklicherweise raufen sich die heldenhaften Terrorabwehrler, die im Ausnahemzustand Folter tendenziell okay finden, rechtzeitig zum Showdown wieder zusammen. Währenddessen und auch davor gibt es Action und namenlose Tote zuhauf, dafür bleibt leider fast alles andere auf der Strecke. Seitenzahl: 448 Format: 18,6 x 11,8 cm, Taschenbuch Verlag: Blanvalet

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  • Rezension Ivo Pala - „H20 Das Sterben beginnt“

    H2O - Das Sterben beginnt
    CinderellasTraumwelt

    CinderellasTraumwelt

    19. June 2016 um 13:11

    Inhalt vom Klappetext: Wir dachten, wir hätten unendliche Reserven. Wir haben uns geirrt. Eine bislang unbekannte Terrorgruppe verseucht ein Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll. Erste Opfer sterben an den Vergiftungen und die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung. Meinung: Ein Roman spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Protagonist Julian Berg, zuständig für die Terrorabwehr Deutschlands, war mir durchweg sympathisch, aufgrund der dramatischen Ereignisse, welche man auf den ersten Seiten las. Mit viel Adrenalin und Nervenkitzel wurde man durch die Seiten katapultiert um einem perfekt inszenierten, wie auch real erschreckenden Terroranschlag zu verfolgen. Die Thematik Atomenergie, Wasser – Ursprung allen Lebens, verknüpft mit Politik, Geschichte und dem zweiten Weltkrieg hat sich zu einem unglaublichen Thriller spinnen lassen, der weitere Spannung aufbauen konnte durch die Verknüpfung von politischen Intrigen und korrupten Macht-und Karrierekämpfen. Die Charaktere, die unmittelbar mit dem Fall in Zusammenhang stehen, werden vom Autor mehr oder weniger in eine gute und schlechte Seite eingeteilt, wobei ich mir während des Lesens immer wieder unsicher war, welche Person jetzt auf der guten oder schlechten stand. Mit einem professionellem Team, war rasch klar, wer hinter den Terroranschlägen steckte, doch diesen zu erwischen und mit welcher Intention dahinter, blieb bis zu den letzten Seiten unklar. Zumal sich dann noch ein Maulwurf im eigenen Ermittlungsteam nur schwer identifizieren ließ. Unter Einsatz seines Lebens, riskierte Julian Berg immer wieder waghalsige Unternehmungen, in verschiedenen Ländern, um den Tätern auf die Spur zu kommen und musste oft genau abwägen, wer Feind oder Verbündeter war, was ihm nicht immer gelang. Als zuletzt auch noch ein zeitliches Ultimatum seitens des Terrorverantwortlichen gestellt wurde, geriet alles außer Kontrolle und setzte das Ermittlungsteam samt der Regierung unter erheblichen Druck, dass noch so einige ihr wahres Gesicht zu erkennen gaben. Ohne Liebesgeplänkel oder Beziehungstächtelmächtel, was der Roman auch nicht nötig gehabt hätte, wurde zum Schluss nochmal meine emotionale Seite bedient, was dem Ganzen für mich persönlich ein gelungenes Ende verlieh.  

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    • 2
  • Wasser tötet

    H2O - Das Sterben beginnt
    monja1995

    monja1995

    13. March 2016 um 23:51

    ThrillerKlappentext:Wasser ist Tod!Eine bislang unbekannte Terrorgruppe verseucht ein Trinkwasserreservoir im Bayrischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll. Erste Opfer sterben an den Vergiftungen und die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung.Mein Umriss:Wasser – unendlich und unerschöpflich. Eine Gabe der Natur, um die sich der Mensch in den meisten Regionen dieser Erde keine Gedanken machen muss. Doch plötzlich ist alles anders. In der Nähe eines Trinkwasserreservoirs im Bayrischen Wald werden Leichen gefunden, die Anzeichen einer atomaren Verseuchung aufweisen. Schnell wird klar, dass das Wasser in dem Wasserspeicher radioaktiv verseucht ist.Die Nachforschungen beginnen und innerhalb kürzester Zeit stellt sich heraus, dass die Gefahr nicht nur im Bayrischen Wald lauert…Mein Eindruck:Dies war das erste Buch von Ivo Pala, das ich las und es war sicher nicht mein letztes. Ivo Pala vereint alles, was ich für entspannte Lesestunden brauche – Spannung, Nervenkitzel, eine angenehme Schreibweise und Action.Auch wenn die Täter sehr früh bekannt sind, fehlt hier nichts was ein echter Thriller braucht. Nicht den Täter aufzuspüren, sondern den Fall zu lösen ist hier die Aufgabe und die verpackt Pala perfekt in einer rasanten Abfolge von Aktionen, in die eine Hand voll Ermittler eingebunden sind. Ohne Ablenkung durch irgendwelches Liebesgeplänkel führt der Autor den Spannungslevel von Anfang an schon sehr hoch angesetzt immer weiter hoch, ohne auch nur kurzzeitig abzufallen. Er bleibt am Ball und lotst den Leser geradewegs auf die Lösung des Falles zu, ohne jemals in langweiliges Geplänkel abzufallen.Eine klar strukturierte Schreibweise mit wenigen Fachausdrücken bringt so richtig Spaß ins Lesen, ebenso die übersichtliche Beschreibung der Umgebungen, in denen sich die Handlung abspielt. Die Personen sind leicht auseinander zu halten und Pala hält sich auch bei ihnen nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Das braucht ein guter Thriller auch nicht.Mein Fazit:Ivo Pala beschränkt sich auf das Wesentliche und erschafft daraus FantastischesDanksagung:Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und dort im Speziellen an Blanvalet, der mir das Rezensionsexemplar überließ und die Erlaubnis erteilte, das Cover in Verbindung mit der Rezension zu veröffentlichen.

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  • radioaktiv

    H2O - Das Sterben beginnt
    cvcoconut

    cvcoconut

    27. December 2015 um 10:19

    Ein Trinkwasserresort  wird mit radioaktiven Müll verseucht und es dauert nicht lange, da fordert es die ersten Opfer. Julian Berg macht sich mit seiner Spezialeinheit gleich dran, um hinter die Terroreinheit zu kommen. Das Buch beginnt recht flott und hält den Leser auch die ganze Zeit über in Atem. Außerdem sieht man auch mal, wie gefährlich radioaktiver Müll wirklich ist und wieviel Menschen es fordern könnte.

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  • Gut recherchierter Polit-Thriller!

    H2O - Das Sterben beginnt
    Silberschnitt

    Silberschnitt

    22. October 2015 um 14:19

    Ivo Pala beschreibt äußerst spannend und packend ein Horror-Szenario für die Bundesrepublik Deutschland, ihre Bewohner, die Natur und die Politik. Viele würden jetzt sagen, dass ein Terrorangriff mit verseuchtem Atommüll auf Trinkreservoire wohl etwas hochgegriffen ist und so nie eintreffen würde. Das mag auch sein, aber wenn ihr dieses Buch lest ist euch diese Tatsache egal. Denn man merkt dann einfach nichts davon, weil man total in der Handlung versinkt. Ich habe dem Autor wirklich jedes Wort abgekauft. Der innere Rahmen der Handlung war in sich so logisch und nachvollziehbar, dass ich mich fühlte wie in einem guten Kinofilm. Der Autor beschreibt die politischen Hintergründe, mit denen der Thriller arbeitet, äußerst einfach und präzise. Ob die Abläufe in der Realität tatäschlich so stattfinden, kann ich natürlich nicht sagen, aber es wirkte alles unglaublich gut recherchiert und sehr authentisch auf mich. Dieser Thriller war spannend bis zur letzten Seite und konnte mich vollumfänglich überzeugen, sodass ich mir nun auch "Gift" zugelegt habe, die Fortsetzung mit einigen Charakteren aus dieser Geschichte. Ich habe das Buch auch in einem Video rezensiert. Wenn ihr Interesse habt, schaut es euch gerne an :)

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  • Das Wasser bringt den Tod.

    H2O - Das Sterben beginnt
    kvel

    kvel

    02. May 2015 um 00:39

    Inhalt: Ein Akt des Terrors: Radioaktives Material wird in eine Trinkwassertalsperre im Bayerischen Wald gekippt. Diese Wasserreservoir versorgt eine große Fläche mit vielen Menschen. Schon sehr bald sterben die Menschen an den radioaktiven Verstrahlungen des verseuchten Wasser aus den Wasserleitungen. Major Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen die Herkunft des Giftmülls zu ermitteln und noch weitere Anschläge zu verhindern. Es werden hauptsächlich die Vorgänge und Nachforschungen in den Behörden und Abteilungen rund um den Katastrophenschutz beschrieben. Dabei geht es natürlich auch um Macht und Intrigen in der politischen Landschaft. Meine Meinung: Gut: Der Roman ist sehr spannend geschrieben und lässt sich angenehm lesen. Nicht so gut: Beim Lesen hat man des Öfteren den Eindruck, dass man einen amerikanischen Actionfilm ansehen würde; bei dieser szenischen Darstellung merkt man, dass der Autor auch Drehbücher schreibt. Nicht so gut: Es wird eine sehr gewaltsame Vorgehensweise beschrieben, inkl. Folterungen; dies erinnert wieder an Actionfilme amerikanischer Machart. Gut: Die Erzählung regt zum Nachdenken an, ob es vertretbar ist, einen Menschen Gewalt an zu tun (um Informationen heran zu kommen) um die Bevölkerung eines ganzen Landes zu schützen. Nicht so gut: Die Erzählung birgt leider einige logische Schwächen; kann man aber, meiner Meinung nach, großzügig darüber hinwegsehen. Gut: Darstellung über die (moralischen) Abwägungen, ob das Militär zum Schutz für die zivile Bevölkerung eingesetzt werden soll, jedoch die Gefahr der Bildung einer Diktatur und Behördenwillkür gegen das Volk birgt. Fazit: Echt gut.

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  • Was wäre wenn...

    H2O - Das Sterben beginnt
    Federchen

    Federchen

    22. February 2015 um 21:26

    Stell dir vor, du wäschst unbekümmert dein Auto mit dem Gartenschlauch. Oder steigst vollkommen ahnungslos nach dem Sport unter die Dusche. Vielleicht genehmigst du dir auch einen kleinen Schluck aus der Wasserleitung, denn schließlich hat dies in Deutschland Trinkwasserqualität. All diese ganz normalen alltäglichen Handgriffe würden aber plötzlich zur Bedrohung werden, wenn Terroristen radioaktiven Müll über eine Talsperre verteilen würden. Plötzlich wird das lebenswichtige einfache Nass zur furchteinflößenden Waffe. Vor allem dann, wenn niemand weiß, wieviel radioaktiven Müll die Terroristen in ihren Händen haben. Julian Berg, tätig bei der Terrorabwehr und eng mit dem Bundesamt für Strahlenschutz zusammen arbeitend, sieht sich genau dieser Situation gegenüber. Gerade von Frau und Kindern verlassen, wird er angehalten, Deutschland vor einer terroristischen Bedrohung zu retten. Dabei ist er es leid zu kämpfen. Sein letzter Einsatz in Afghanistan war Trauma genug und hat ihn seine Familie gekostet. Trotzdem zwingt ihn sein Pflichtbewußtsein dazu, sich mit all seiner Kraft diesem erneuten Kampf zu stellen. Julia ahnt nicht, wie lang und schwer dieser Kampf werden wird... Ivo Pala hat mit seinem Thriller "H2O - Das Sterben beginnt" einen wahrlich spannenden, zuweilen informativen und wunderbar durchdachten Roman geschrieben, den der Leser nicht wagt zur Seite zu legen, so lange er nicht zu Ende gelesen ist. Ein wahrer Pageturner! In seinem Plot gibt es nicht nur ausreichend über die Abgründe im menschlichen Denken und Handeln zu erfahren, er lässt den Leser auch an politischen Intrigen innerhalb der Staatsmacht teilhaben. Auch wenn die Gespräche einzelner relevanter politischer Führungspersonen sehr ausführlich erscheinen, so sind sie nie langweilig sondern im Gegenteil, die Szenen heizen die Story mehr und mehr an und geben dem kompletten Plot ein durchaus spannungsgeladenes Ambiente. Dass Ivo Pala ein Meister ist, wenn es um Sprache und sprachliche Finesse geht, dürfte besonders Lesern bekannt sein, die sowohl seine Fantasyromane als auch die Romane im Thrillerbereich gelesen haben. Kein Wunder, ist er nicht nur als Schriftsteller sondern auch als Drehbuchautor sehr engagiert. Seine Figuren sind herrlich menschlich, sofern man von den finsteren Tiefen des Antagonisten absieht. Trotzdem gibt es auch hier im Handeln einzelner Personen immer wieder Denkanstöße, ob diese Taten genauso geschehen sollten oder ob es nicht auch andere Möglichkeiten geben würde. Diese kritischen Anmerkungen, sind sie auch in wunderbaren Dialogen versteckt, kommen beim Leser direkt an. Dieser Roman zeigt, wie schnell man sich in unserem Leben nicht mehr sicher fühlen kann. Was Angst und Wut in einem auszulösen vermag. "H2O - Das Sterben beginnt" ist ein nachhallender Roman, der einem spannenden Thriller mehr als gerecht wird und doch gleichzeitig den Leser zum Nachdenken anregt. (c) buchgefieder.blogspot.com

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  • *+* Thriller, der einen kaum zum Luftholen kommen lässt *+*

    H2O - Das Sterben beginnt
    Irve

    Irve

    *+* Zur Originalrezension auf meinem Blog geht es hier entlang: https://irveliest.wordpress.com/2014/10/07/ivo-pala-h2o-das-sterben-beginnt/ *+* Liebe Lesefreunde, . Mögt ihr Thriller? . Thriller, die gut recherchiert sind? Thriller, die aufwendig inszeniert sind? Thriller, die an manchen Stellen vor Spannung fast platzen? Thriller, die einen gut durchdachten Mix facettenreicher Charaktere enthalten? Thriller, in denen sowohl Plot als auch die inhaltliche Umsetzung so gut gelungen sind, dass am Schluss keine Fragen offen bleiben? Thriller, die einen an manchen Stellen so atemlos machen, dass man eine kleine Verschnaufpause braucht? Thriller, bei denen es Helden gibt, die realitätsnah und mit Augenmaß handeln? Thriller, die Personen, Orte, Handlung so gut beschreiben, dass man sofort tief drin ist im Geschehen? Thriller, die nicht durch lange Zwischenpassagen gestreckt werden, sondern durchgehend für Spannung sorgen? Thriller, bei denen der Schreibstil einen zum zügigen Weiterlesen bewegt, weil er mit geheimnisvollen Andeutungen versetzt ist? Thriller, bei denen aufmerksames Lesen wichtig ist, weil man bis kurz vor Schluss im Unklaren gelassen wird, was genau der Punkt ist, auf den es den Tätern ankommt? Thriller, mit vielen Wendungen, wo man sich nie sicher sein kann, dem wahren Motiv auf die Schliche gekommen zu sein, oder nicht? Thriller, die ohne Beziehungsprobleme auskommen und auch keinen Sex brauchen, um interessant genug zu sein? Thriller, die kein Weichspülprogramm durchlaufen haben, sondern stellenweise etwas brutaler sind? Thriller, die sehr mitreißend sind? Thriller, die solche Pageturner sind, dass sich die Seiten wie von selbst umzublättern scheinen? Thriller, bei denen es extrem schwer fällt, nicht quer zu lesen, weil man so sehr gespannt ist, wie es weitergeht und den Ausweg einiger Operationen nicht abwarten kann? . THRILLER, DIE DIESE BEZEICHNUNG WIRKLICH VERDIENT HABEN? . Dann solltet ihr „H2O – Das Sterben beginnt“ von Ivo Pala lesen! . Aber worum geht es eigentlich? Neben all diesen Pluspunkten, die ich für mich ausmachen konnte, hat mich dieser Thriller zunächst mit seinem Thema auf sich aufmerksam gemacht. . Dies ist der Rückentext des Buches: „Eine bislang unbekannte Terrorgruppe verseucht ein Trinkwasserreservoir im Bayrischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll. Erste Opfer sterben an den Vergiftungen und die Bevölkerung gerät in Panik, denn weitere Anschläge sind bereits angekündigt, und niemand ist in der Lage, sämtliche Wasservorräte der Republik zu bewachen. Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen, den Ursprung des Giftmülls zu finden und so die Terroristen aufzuspüren. Da stellen diese eine aberwitzige Forderung.“ . Zugegebendermaßen flößen mir die möglichen Gefahren, die mit Atomenergie und Radioaktivität einhergehen, einen Wahnsinnsrespekt ein und schüren auch so manche Angst in mir. Daher hatte mich dieser Thriller sofort angesprochen, als ich die Buchbeschreibung las. . Ivo Pala hat aus diesem brisanten Thema einen runden, auf ganzer Linie überzeugenden Thriller gemacht. Er hat nicht nur dieses Schlagwort genommen, um einen Durchschnittskrimi an den Mann zu bringen. . Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Schon die Prologe begannen mit einem hohen Spannungsniveau und ich war sehr positiv überrascht, dass diese Spannung durchweg erhalten blieb. Oft ist es ja so, dass ein Krimi oder Thriller zu Beginn mit einem Highlight aufwartet, um dann spannungsmäßig abzutauchen und nur noch hin und wieder aufzublitzen. „H2O“ hebt sich diesbezüglich wohltuend von der Masse ab. Nicht nur in diesem Aspekt, auch was Plot, inhaltliche Umsetzung und auch die Protagonisten angeht. Deren Mischung ist sehr gut gelungen. Es gibt gute und böse Menschen…..aber: Wen ich in welche Klasse einzusortieren hatte, darüber ließ mich der Autor bei einigen der Darsteller lange im Dunkeln. Nicht nur dies hat mich sehr begeistert, auch wie er seine Figuren in die Geschichte einführt. Ohne große Worte über seine Protagonisten zu verlieren, skizziert er sie detailliert und glaubwürdig – mit all ihren Stärken und Schwächen. . Die Schilderung des Mob ist erschreckend, aber gut nachvollziehbar, ebenso wie das Machtgehabe einiger Politiker, die alles dafür tun, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen. . Ebenso überzeugend wie die Umsetzung der Charaktere ist die Schilderung des terroristischen Szenarios. Die Ermittler müssen immer einen Tick schneller sein als die Attentäter, ihnen immer einen Schritt voraus, um Schaden abzuwenden. Diesen Wettlauf gegen die Zeit hält Ivo Pala dem Leser immer vor Augen, sodass man selbst beim Lesen ganz atemlos wird und den nächsten Schritt kaum erwarten kann . „H2O – Das Sterben beginnt“ ist ein gut durchdachter und recherchierter, komplexer, action- und temporeicher, straffer und durchweg spannender Thriller zu einem sehr brisanten Thema. . Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir diesen Thriller gerne bald im Kino ansehen. . Den Vergleich mit James Bond braucht Ermittler Julian Berg nicht scheuen, ebenso wenig wie Ivo Pala den mit Dan Brown und anderen Größen aus dem Spannungsfach! . Ein ganz toller Thriller, bei dem ich für meinen Lesegeschmack nicht den kleinsten Kritikpunkt ausmachen konnte, und den ich sehr gerne allen Freunden des Thrillerfachs empfehlen möchte! „H2O – Das Sterben beginnt“ von Ivo Pala ist im Juni 2014 unter der ISBN-Nr 978-3-442-38293-4 im blanvalet-Verlag erschienen. Es umfasst 448 Seiten und ist auch als eBook erhältlich. *+* Zur Originalrezension auf meinem Blog geht es hier entlang: https://irveliest.wordpress.com/2014/10/07/ivo-pala-h2o-das-sterben-beginnt/ *+*

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    • 2
  • Spannender Thriller mit einem ansprechenden Thema

    H2O - Das Sterben beginnt
    desi089

    desi089

    01. January 2015 um 09:16

    Durch Zufall bin ich beim Stöbern im Internet auf diesen Thriller gestoßen und habe den Kauf des Buches nicht bereut. Zum Inhalt: In "H2O - Das Sterben beginnt" geht es um terroristische Angriffe auf die Wasserversorgung in mehreren deutschen Landesteilen. Zudem greift das Buch aber auch Themen wie den Umgang mit radioaktivem Abfall, Verstrahlung, etc. auf - und wirkt dadurch sehr aktuell. Neben diesen offensichtlichen Problemen hat der Protagonist Julian Berg und sein Team von der Terrorabwehr aber auch mit dem Problem der aufkeimenden Panik der Bevölkerung zu kämpfen. Hieran schließt sich dann auch die Frage an, wie weit die Kompetenzen von Regierung und Behörden reichen sollte, um solche Krisensituationen zu meistern, dennoch aber eine Demokratie zu erhalten. Gerade dieser Themenkomplex wird meiner Meinung nach sehr gut und anschaulich umgesetzt. Mein Eindruck: Das Buch ist durchweg spannend und unterhaltsam geschrieben und es konnte mich durchaus fesseln. Für mein Empfinden war es an manchen Stellen etwas zu effekthascherisch - wenn bspw. Übergriffe und Einsätze im Detail geschildert werden. Für mich wäre hier die Ermittlungsarbeit oder auch die Lösungsfindung interessanter gewesen als die Beschreibung, wie z.B. der Zugriff auf bestimmte Personen erfolgt. Fazit: Ein gelungener Thriller, der mit aktuellen Frage- und Problemstellungen auftrumpft und den Leser zu fesseln vermag.

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  • Aktuell wie nie

    H2O - Das Sterben beginnt
    Tree_Trunks

    Tree_Trunks

    30. November 2014 um 17:25

    Das Thema ist ernst: Gerade jetzt, wo sich die Behörden über die vor sich hin rottende Atommüll-Fässer wundern, ist Ivo Palas Thriller aktuell und sehr spannend zu lesen. Was wäre wenn Terroristen etwas von dem radioaktiven Material abzweigen und damit Deutschland bedrohen? "H20 - Das Sterben beginnt" geht über diese Fragestellung weit hinaus. Wie viel Moral können wir uns im Notfall leisten? - Das ist hier das eigentliche Thema. Wir lesen hier von Major Berg, Hauptermittler und hartem Hund, der das Wohl des Einzelnen durchaus dem Wohlergehen Tausender opfern würde. Wir lesen von seiner ihm verhassten Kollegin Patrizia Hardt, die ungeachtet der äußeren Bedingung ihre moralischen Prinzipien zu wahren versucht. Ich kann nur staunen, wie Pala einen so rasend spannenden Thriller-Plot mit geistigem Futter verbindet. Blutiges Gemetzel für Action-Fans inklusive. Wie realistisch so ein Szenario ist, kann ich nicht bewerten. Was ich aber sagen kann: Ich wurde nicht nur gut unterhalten, sondern hab mal wieder richtig Spaß an einem Buch gehabt, in dem die Fetzen fliegen und es etwas zum Nachdenken gibt.

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  • Rezension zu "H²O - Das Sterben beginnt" von Ivo Pala

    H2O - Das Sterben beginnt
    LaDragonia

    LaDragonia

    28. November 2014 um 12:44

    Zum Inhalt: Einer Zukunft mit seinen Kindern beraubt, will Julian Berg von der Terrorabwehr gerade seinem Dasein ein Ende setzen, als eine SMS seiner Dienststelle in augenblicklich in Alarmbereitschaft versetzt. „Alarmstufe 7+!!! Heli in 3 mins bei dir!“ Da stimmte etwas nicht, eine Plus-Warnung hatte es in seiner ganzen Laufbahn noch nicht gegeben. Es stellt sich heraus dass eine noch unbekannte Terrorgruppe ein Trinkwasserreservoir im Bayrischen Wald mit hoch radioaktivem Atommüll verseucht hat. Erste Opfer gab es bereits und während die gesamte Bevölkerung des Landes in Panik versinkt, werden bereits weitere Anschläge angekündigt. Gemeinsam mit Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz versuchen Julian Berg und sein Team die Terroristen auszuspüren, doch die Zeit scheint Ihnen davon zu laufen, während es zu allem Überfluss auch noch einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen zu geben scheint. Meine Meinung: Alleine bereits die beiden Prologe in Ivo Palas neuestem Thriller „H²O- Das Sterben beginnt“ haben es so dermaßen in sich, das ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen mochte. Da sah ich unser lebensnotwendiges Wasser doch plötzlich mit ganz anderen Augen und zeitweise sehr skeptisch an. Man fragt sich unweigerlich: Was wäre wenn solch ein Schreckenszenario grausame Wirklichkeit würde. Doch auch die Charaktere sind wieder einmal nicht ohne, wie ich das von vorherigen Büchern des Autors ja bereits gewohnt war, gibt es durchaus ein oder andere Wendungen mit denen man so nicht rechnet und immer wieder wurden meine Gedanken dadurch während der Handlung gekonnt in die falsche Richtung gewendet. Man fragt sich wirklich immer wieder aufs Neue, wer ist nun wirklich gut und wer böse, bzw. wer spielt hier eigentlich auf wessen Seite. Aber gerade solch perfide Gedankengänge und der mehr als nur fesselnde Schreibstil machen in meinen Augen einen guten Autor aus. Dieser Thriller hat mir einmal mehr bewiesen, warum ich ein großer Fan bin. Das alles lassen mich zum einen hoffen, dass wir so etwas niemals erleben müssen und zum anderen aber auch, das die Fantasie des Autors keine Grenzen kennt und uns bald ein weiteres solches Meisterwerk beschert wird. „H²O“ ist definitiv mein absolutes Thriller-Highlight 2014 und bekommt von mir wohlverdiente fünf Sterne.

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  • Ein Meisterwerk des realistischen Thrillers

    H2O - Das Sterben beginnt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mit H2O von Ivo Pala habe ich mir wieder ein Werk eines mir bis dato völlig unbekannten Autors ausgesucht. Die Grundidee,die in der Vorschau ja schon erwähnt wird, hat mich dabei inspiriert und gereizt das Buch zu lesen. Direkt zu Beginn des Buches merke ich wie mir die Geschichte gefällt, aber auch gleichzeitig eine Gänsehaut über die Arme laufen lässt. Ich denke das liegt in besonderem Maße daran, dass das Szenario das Ivo Pala da gekonnt inszeniert,so fürchterlich real sein kann. Die Vergiftung der Trinkwasserreserven ist sicherlich neben den Anschlägen auf das WTC und dem Tsunami in Japan das das AKW zum Supergau führte die ultimative Menschenvernichtung die im Moment auf der Erde möglich ist. Die Geschichte wird sorgsam aufgebaut, so dass ich als Leser trotz aller Spannung die sie mit sich bringt die Möglichkeit habe den Fakten zu folgen und die Hintergründe zu verstehen. Oft kann ich zwar nicht erahnen wie alles zusammenhängt aber das macht umso mehr den Reiz aus weiterzulesen. Die Fakten und Ereignisse überschlagen sich zu weil und mir stockt mehr als einmal der Atem und wechselt sich mit der Übelkeit ab, die in mir aufkommt obgleich der schrecklichen Möglichkeiten die sich der Menschheit bieten sich gegenseitig auszurotten. Ich bin daher manches Mal dankbar um die etwas ruhigeren Szenen die aber auch von den außergewöhnlichen Charakteren dynamisiert werden. Allen voran eine der Hauptfiguren Julian Berg präsentiert sich mir als Leser außerordentlich dynamisch, durchsetzungs- und charakterstark. Das Zusammenspiel mit den anderen Charakteren findet auf einem sehr hohen Niveau statt, so dass es mir Freude macht diese Szenen zu lesen. Insgesamt sind dem Autor die Figuren neben einer schon sehr starken Geschichte außerordentlich gut gelungen. Die einzelnen Figuren positionieren sich unglaublich realistisch auch in ihrer Interaktion miteinander so dass ich mir das Ränkespiel, die Korruption und Bestechungen- die im Berliner Alltag sicherlich möglich sind - lebhaft vorstellen kann. Ivo Pala beschränkt sich in diesem Roman auch nicht nur auf das stringente Böse-Gut Muster sondern lässt die Grenzen dazu hin und wieder fließend in einander übergehen was für die ein oder andere überraschende Szene und Wendung in der Geschichte sorgt. Insgesamt zeichnet sich der Thriller – ja man kann ihn wirklich als solchen bezeichnen- durch das Aufgreifen einer aktuellen wie brisanten Thematik aus, die überraschend realitätsnah umgesetzt worden ist und durch diese ein unglaubliches Spannungspotenzial entwickelt welches durch brillante Charaktere noch unterstützt wird und somit zum astreinen Page-Turner mutiert. Eine ganz klare Leseempfehlung für Fans des realistischen Thrillers.

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    • 12
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. November 2014 um 16:02
  • Spannender Krimi ohne Nachwehen.

    H2O - Das Sterben beginnt
    Guuna

    Guuna

    23. September 2014 um 20:21

    Es geht um die Vergiftung von Trinkwasserreservoiren in Deutschland. Ein spannendes Thema. Klammheimlich kommt Unheil nach Hause. Man merkt es gar nicht. Es ist beklemmend, das zu lesen. Eine Stärke des Buches ist, dass es nicht nur um die Vergiftung geht, sondern um die Leute, die das Problem ergründen und lösen wollen und die Politiker.  Auch spannend ist die Frage, welche Mittel erlaubt sind. Ivo Pala hat eine spannende Geschichte geschrieben, er erzählt zugleich kalt und heiß. Man fühlt sich in einem Spannungsfeld beim Lesen. Allerdings bin ich eigentlich kein Freund von solchen Büchern, ich habe es geschenkt bekommen, und das Thema war spannend, und es war leicht zu lesen. Ich frage mich aber bei so etwas immer, wozu eigentlich das ganze? Ich glaube nicht, dass es ein Buch ist, das ich lange in Erinnerung haben werde, dazu ist es zu flach angelegt.

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  • H2O von Ivo Pala

    H2O - Das Sterben beginnt
    Angel10

    Angel10

    18. September 2014 um 07:47

    Der Thriller spielt in Deutschland in der heutigen Zeit, die Handlung ist reine Fiktion. Trotzdem versteht es der Autor, Probleme der Gesellschaft anzusprechen und den Finger in die Wunde zu legen. Die Figuren sind sympathisch und weniger sympathisch, es gibt keinen strahlenden Helden, alle haben Fehler und gute Seiten. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt und einiges dazugelernt. Die Schlangengrube Politik ist überzeugend, wenn auch erschreckend. Trotzdem bedient der Autor keine billigen Klischees. Das Volk wird als in Panik fliehend und als Mob dargestellt. Hier hätte ich mir mehr Vielschichtigkeit gewünscht, als Vorlage hätten die Hilfe und Selbsthilfe der Menschen in Hochwassergebieten dienen können. Mob kann sicher schnell mobilisiert werden, aber dass es auf der Seite des Volkes keine Stimmen der Vernunft gibt und jemand ohne Prozess gerichtet wird, hat mich etwas befremdet. Deshalb ein Stern Abzug.

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  • Der Super-Gau

    H2O - Das Sterben beginnt
    Bellexr

    Bellexr

    17. September 2014 um 19:09

    Eine unbekannte Terrorgruppe verseucht mit hoch radioaktiven Sondermüll ein Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald. Wenige Stunden später sterben die ersten Opfer qualvoll. Major Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz arbeiten mit ihrem Team unter Hochdruck, um den Ursprung des atomaren Sondermülls aufzuspüren und die Hintermänner der Terrorgruppe zu ermitteln. Doch kaum ist das Team zusammengestellt, findet schon der nächste Anschlag statt. Die Bevölkerung gerät in Panik, die Bundesregierung ist schier machtlos.   Was für eine grausame Vorstellung: Die Verseuchung unserer Trinkwasserreservoirs durch radioaktiven Sondermüll. Eine Terrorgruppe, die bestens organisiert ist, scheinbar Unsummen an Geldmitteln zur Verfügung hat und billigend in Kauf nimmt, dass ganze Landstriche auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar bleiben, die Bevölkerung tödlich vergiftet wird durch die Strahlung von radioaktiven Sondermülls.   Ivo Pala steigt sofort mit dem Anschlag auf das Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald in seinen sehr packenden, temporeichen und zum Nachdenken anregenden Thriller ein. Zwar steht die Arbeit der Terrorabwehr im Vordergrund, doch der Autor zeigt auch auf, dass selbst in einer solch bedrohlichen Lage es immer noch Menschen, in diesem Fall Politiker, gibt, die aus dieser Katastrophe ihre ganz persönlichen Vorteile zu ziehen versuchen.   Der Thriller wird äußerst realistisch dargestellt, die Panik der Bevölkerung überzeugend vermittelt. Manche Nachbarländer machen ihre Grenzen sofort dicht, andere sind dem Ansturm der Flüchtenden kaum gewachsen, die Autobahnen sind hoffnungslos verstopft und durch den Mangel an Wasser brechen Krankheiten aus.   Durch den Thriller wird einem erst einmal wieder bewusst, wie überlebenswichtig Wasser für die Menschheit ist, eine Ressource, die wir immer noch wie selbstverständlich betrachten. Aber Ivo Pala stellt auch die Frage, wie weit die Terrorabwehr gehen darf, um an Informationen, an die Hintermänner der Terrorgruppe zu kommen. Ist Folter hier wirklich erlaubt, zählt ein Menschenleben weniger als das Wohl von zigtausenden von Menschen?   Fazit: Ein sehr spannender und nicht weniger nachdenklich machender Thriller, den Ivo Pala realistisch und temporeich erzählt.

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