Ivo Stourton

 3.4 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Die Nachtgänger, The Book Lover's Tale und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ivo Stourton

Die Nachtgänger

Die Nachtgänger

 (36)
Erschienen am 01.01.2009
The Book Lover's Tale

The Book Lover's Tale

 (2)
Erschienen am 19.07.2012
The Night Climbers

The Night Climbers

 (0)
Erschienen am 04.06.2007
Happier Dead

Happier Dead

 (0)
Erschienen am 13.03.2014

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Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton

Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton
*Wölkchen*vor 9 Jahren

Sie nennen sich die Nachtgänger. Vier Studenten, die besonders in der Nacht aktiv werden und über die Dächer von Cambridge wandeln. Nicht im Schlaf, wie der Name der Gruppe vermuten lässt, sondern bei vollem Bewusstsein und Risiko. Überwindung von Langeweile und Konformität, Austesten der eigenen Grenzen, Zusammenhalt in der Gruppe, sich über die Köpfe der anderen Studenten erheben, in mehrfacher Hinsicht herabblickend – das ist der angestrebte Lebensstil der vier Protagonisten. Doch die nächtlichen Aktivitäten alleine reichen nicht aus, um sich ihren Mitstudenten überlegen zu fühlen, eine wesentliche Rolle spielt wie so oft das Geld. Geld für teure Kleidung, teure Clubs, teure Restaurants, teure Drogen. Geld, mit dem ein ausschweifendes und sorgenfreies Leben finanziert werden kann. Geld, das vom Vater des Gruppenmitglieds Francis kommt.

Wie nicht anders zu erwarten, kann dieses Leben nicht von Dauer sein. Der Geldhahn wird zugedreht, der Lebensstil der vier Studenten scheint in Gefahr. Es ist undenkbar, sich auf das Niveau der anderen Studenten herabzulassen, ernsthaft zu studieren und sich sein Studium mit Nebenjobs zu finanzieren. Kreativität ist gefragt. Die Lösung: Ein Picasso im Besitz der Universität soll gefälscht und ausgetauscht, das Original verkauft werden.
Jahre später werden die ehemaligen Gruppenmitglieder, mittlerweile fest im Beruf und im Leben, von ihrer Vergangenheit eingeholt: Die Universität ist in Geldnöten und möchte einen Teil ihrer Gemäldesammlung verkaufen. Fliegt nun der Schwindel auf?

Ivo Stourton behandelt in seinem Roman interessante Themen: Der Weg ins Erwachsenenleben, die Angst, Verantwortung zu übernehmen und Verpflichtungen einzugehen, der Drang, Freiheiten zu fordern und auszuleben, das Gefühl, dazu gehören zu wollen und dafür die eigene Persönlichkeit zurück zu stellen. Doch leider werden diese Themen und Fragen oft nur angerissen und gehen in einer über viele Seiten eintönigen Handlung verloren.
Analog zum Lebensstil der Nachtgänger ist auch die Sprache des Romans oft ausladend. Sowohl bedeutende als auch nebensächliche Beobachtungen werden ausgeschmückt oder mit Metaphern versehen. Häufig wirkt das übertrieben und gekünstelt, teilweise nimmt es schon fast skurrile Züge an: „Sie trauerte um ihre platonische Beziehung wie um eine Totgeburt, von Herzen und dennoch in dem Wissen, dass sie keine Ansprüche anzumelden hatte.“

Insgesamt ein Buch, das mich leider nicht überzeugen konnte. Die Idee ist durchaus interessant, die Umsetzung jedoch über weite Strecken langatmig. Die FAZ bezeichnete „Die Nachtgänger“ als „rasante Mischung aus Bildungsroman, Krimi und englischem Gesellschaftsporträt“. Bei der Mischung stimme ich zu, die rasante Geschwindigkeit habe ich vermisst.

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Eltragalibross avatar

Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton

Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton
Eltragalibrosvor 10 Jahren

Universität Cambridge. Fünf Studenten genießen ihr Leben ohne an die Zukunft zu denken. Sie wollen im hier und jetzt leben und um keinen Preis Erwachsen werden. James erzählt die Geschichte der vier Freunde, die sich in seinem ersten Jahr in Cambridge kennenlernten. Diese Gruppe ist auf Spaß und Spiel aus, wird von der Universitätsleitung gejagt und entkommt auf Nerven aufreibenden Wegen immer wieder. Aber jeder Spaß hat irgendwann sein Ende…

Diese Gruppe besteht aus Michael, Francis, Lisa und Jessica. James, der Ich-Erzähler, trifft eines Nachts auf Michael und ehe er sich versieht ist er Mitglied in dieser Gemeinschaft. Francis ist derjenige, dessen Vater ein Lord ist und viel Geld hat. Er verschleudert dieses wo er nur kann und unterstützt auch seine Freunde finanziell, damit diese sich ein schönes Leben machen können.
Als Francis’ Vater allerdings den Geldhahn zudreht, stehen die jungen Leute vor einem Problem.
Das Buch lebt von seinen Charakteren. Sie sind strahelnd, voller Freude und Lebenslust, aber auch voll von Verschwendungssucht und ohne Hang zur Realität. Einerseits ist der Leser, andererseits aber zugleich auch schockiert, wenn er liest, wie genau sich die Studenten, deren Welt nur aus Spaß besteht, sich amüsieren. Ein Schauer läuft einem über den Rücken, wenn man die Passage liest, in der Francis und James heimlich zu Leichenobduktionen gehen, die den Medizinstudenten vorbehalten sind und Francis den Kopf eines toten Mannes aufsägt.

Das Buch glänzt durch seine bildlichen und ausweitenden Beschreibungen, die sich aber an manchen Stellen zu lang ziehen. Die Atmosphäre an der Universität, die Emotionen und Beweggründe der Protagonisten werden aber unheimlich gut eingefangen und an den Leser weitergegeben. Ivo Stourtons Figuren sind besonderes. Sie sind alle exzentrisch und werden aber genau dadurch lebendig. Jeder für sich hat seine Macken und sticht damit aus der Masse der alltäglichen Studenten heraus.

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rezeptfreis avatar

Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton

Rezension zu "Die Nachtgänger" von Ivo Stourton
rezeptfreivor 10 Jahren

Das Erstlingswerk von Ivo Stourton beschreibt das Studentenleben von 4 Freunden in Cambridge. Sie leben vom Geld ihrer Eltern , beziehungsweise von einem ihrer Freunde, Francis. Dekadent werden teure Reisen unternommen, in teuren Hotels gewohnt, Drogen werden konsumiert, die Hausarbeiten lassen sie sich schreiben, private Boxkämpfe werden ausgeübt und über Dächer geklettert. Das ganze nimmt eine Wendung als Francis Vater den Geldhahn zu dreht und die jungen Leute alleine klar kommen müssen. Da sie aber ihren Lebenstil nicht missen wollen und für immer beibehalten wollen, schmieden sie einen Plan der ihr ganzes Leben verändern wird. Gutes Buch, mit einem Ende nach meinem Geschmack.

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