Das Mädchen im schwarzen Nebel

von Ivonne Hübner 
4,4 Sterne bei23 Bewertungen
Das Mädchen im schwarzen Nebel
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Goldammers avatar

nicht mein Geschmack!

Vampir989s avatar

spannender und packender historischer Krimi

Alle 23 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen im schwarzen Nebel"

Das Zigeunermädchen Rosana und ihren Clan verschlägt es 1813 in die Nähe von Weißenberg in der Oberlausitz. Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters, der zu Unrecht in einem Weißenberger Gefängnis saß, verbannt die Stadt den Clan aus der Gegend. Genau drei Jahre später findet der Jungköhler Lorenz einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam in seinem Kohlenmeiler. In der Nähe wurden Rosana und ihre Familie gesichtet. Fasziniert von den Zigeunern versucht Dr. Cornelius Waldeck, Licht in die Verbrechen zu bringen. Hat sich der Clan für den Tod von Rosanas Vater gerächt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221266
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:06.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: spannender und packender historischer Krimi
    spannender und packender historischer Krimi

    Klapptext:
    Das Zigeunermädchen Rosana und ihren Clan verschlägt es 1813 in die Nähe von Weißenberg in der Oberlausitz. Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters, der zu Unrecht in einem Weißenburger Gefängnis saß, verbannt die Stadt den Clan aus der Gegend. Genau drei Jahre später findet der Jungköhler Lorenz einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam in seinem Kohlenmeiler. In der Nähe wurden Rosana und ihre Familie gesichtet. Fasziniert von den Zigeunern versucht Dr. Cornelius Waldeck, Licht in die Verbrechen zu bringen. Hat sich der Clan für den Tod von Rosanas Vater gerächt?

    Dies ist der zweite Teil einer historischen Krimireihe mit Dr.Cornelius Waldeck.Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängers gelesen werden.Um einige Unverständlichkeiten zu vermeiden,empfehle ich aber den 1.Teil zu lesen.Außerdem wird man es nicht bereuen.Denn auch er ist wahnsinnig interessant.
    Die Autorin verführt in die Oberlausitz zu Beginn des 18.Jahrhunderts.Wieder einmal hat es Yvonne Hübner geschafft mich mit diesem Buch in den Bann zu ziehen.Der Schreibstil ist locker,flüssig und sehr ansprechend.Man kommt mit dem Lesen sehr schnell voran.Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.Es gibt zwei unterschiedliche Zeitstränge die im Laufe der Handlung geschickt zusammen geführt werden.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die hervorragend ausgearbeitet wurden.Rosanna und Lorenz habe ich gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch die anderen Figuren fand ich sehr interessant.Besonders Dr.Cornelius beeindruckte mich sehr.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich war bei den Ermittlungen dabei und habe mit gelitten,mit gebangt,mit gefühlt und mit gerätselt.Die Autorin versteht es auch uns viel über die damalige Zeit und das Leben der Zigeuner,Bergleute,Köhler und Brauer zu vermitteln.Durch die sehr guten Recherchen erfahren wir Wissenswertes über das Zigeunerleben .Darüber hinaus bekommen wir einen Einblick in das Handkartenlegen.Auch zu erfahren wie hart und schwer die Arbeit eines Köhlers und der Bergleute war,fand ich sehr interessant und hat mich beeindruckt.Geschickt hat Yvonne Hübner dies alles in die Geschichte eingebaut und es ist ihr bestens gelungen.Durch den fesselnden ,mitreißenden und packenden Erzählerstil wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Die vielen unterschiedlichen Schauplätze wurden sehr bildhaft und ansprechend beschrieben.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.Dazu bringt uns die Autorin die wunderschöne Landschaft der Oberlausitz nahe.Da ich auch aus dieser Gegend stamme ,habe ich gleich wieder Sehnsucht nach meiner Heimat bekommen.Natürlich spricht die Autorin auch noch andere Themen in dieser Geschichte an.Da geht es um Liebe,Rache,Vertrauen,Hilfsbereitschaft und Freundschaft.Die Spannung bleibt von Anfang bis zum Ende sehr spannend und wahnsinnig interessant.Auch wissen wir bis zum Schluss nicht wer den nun der Täter ist.Dadurch wird es nie langweilig und der Leser rätselt selbst bis zum Ende mit,wer es denn nun sein könnte.Das hat mir sehr gut gefallen.Ich habe richtig gespürt,wie viel Wärme und Herzblut die Autorin in diese Geschichte gelegt hat.Natürlich freue ich mich schon auf die Fortsetzung,denn das tolle Buch endet mit einem Cliffhanger.
    Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und wunderschön.Es rundet das brilliante Werk ab.Wieder einmal hatte ich spannende und atemberaubende Lesemomente mit dieser Lektüre.Ich kann dieses Buch nur jedem Leseliebhaber von historischen Krimis empfehlen.


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    Z
    zuppivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein fesselnder romantischer Krimi, der einen mit in die Lausitz entführt.
    Historisch und romantisch

    Das Buch nimmt den Leser von der ersten Zeile an mit. Besonders während der Zeitsprünge am Anfang ist das Lesen besonders spannend. Wann erfährt man, was mit Rosana und ihrer Familie geschehen ist, nachdem sie vor 3 Jahren in der Gegend ein schreckliches Schicksal ereilt hat? Nun liegt nicht nur der Schatten der Vergangenheit über dem schwarzen Nebel des Kohlemeilers, sondern auch ein Toter darin. Dr. Waldeck schafft es auf clevere Weise, Licht ins Dunkle zu bringen und den Mörder zu finden. Dazwischen entsteht eine große, schicksalhafte Liebe. Das Ende kommt schließlich sehr überraschend. Oder ist es etwa vorhersehbar? 

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    P
    Pixibuchvor einem Jahr
    Das Mädchen im schwazen Nebel

    Ein wunderschöner historischer Krimi, der im Jahre 1813/16 in der Oberlausitz spielt. Ein Zigeunerclan kommt im Jahre 1813 in die Oberlausitz, ob dort nach einem Winterquartier zu suchen. Bei einem Braumeister finden sie Arbeit und Unterschlupf. Doch dann wird Rosanas Vater wegen Bierpanscherei ins Gefängnis geworfen und stirbt. 1816 findet der junge Köhler Lorenz in seinem Meiler eine Leiche. Vom örtlichen Polizisten wird er zugleich beschuldigt. Dr. Waldeck untersucht die Leiche nach irgendwelchen Spuren. Zur gleichen Zeit befindet sich der Zigeunerclan wieder in der Nähe und man vermutet, dass sie zurückgekommen sind um Rache zu nehmen an dem Tod des Zigeunervaters. Die Autorin schreibt sehr flüssig und man wird tief in das Leben der Zigeuner mit einbezogen. Man sieht ihr bunte Kleidung, hört ihre Musik und kann sich den Seiltanz und die Wahrsagerei gut vorstellen. Auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zu kurz, die junge Rosana ist von dem Kohler fasziniert und der Doktor verliebt sich in die Wahrsagerin. Bis zum Schluß versteht es die Autorin, den Leser im Unklaren zu lassen, wer der Mörder ist. Von Kapitel zu Kapitel hat man einen anderen Verdächtigen im Visier. Sie versteht es gekonnt, die Spannung immer mehr aufzubauen. Wirklich eine Lektüre, in die man versinken kann und in längst vergangene Zeiten eintaucht. Jedoch einen Wermutstropfen hat das Ganze: Der Schluß ist irgendwie nicht ganz schlüssig und der Leser bleibt unbefriedigt und mit einigen Fragen zurück. Aber die Autorin möchte über Dr. Waldeck als Kriminologen weitere Bänder herausbringen. Vielleicht offenbart sich hier dann die Lösung.

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    verirrtes_irrlichts avatar
    verirrtes_irrlichtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender historischer Krimi - umgesetzt in einem ausdrucksstarken, bildhaften Schreibstil. Sehr empfehlenswert!
    Dr. Waldeck und die Zigeuner.

    Lorenz, ein Köhler, findet eine Leiche in seinem Meiler. Zur gleichen Zeit gastieren einige Zigeuner in der Gegend, die es vor drei Jahren schon einmal in die Oberlausitz verschlagen hat. Dr. Waldeck beginnt wieder zu ermitteln!


    Vorweg sei gesagt, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Band in der Reihe historischer Kriminalromane um den liebenswerten Dr. Cornelius Waldeck handelt. Für das Verständnis des aktuellen Falles ist es nicht nötig, den ersten Band zu kennen, allerdings gibt es eine Anmerkung gegen Ende des Buches, die sich mit Kenntnis des ersten Bandes besser verstehen lässt.


    Wer an dieses Buch den Anspruch stellt, dass die Ereignisse Schlag auf Schlag passieren, der ist hier fehl am Platze. Stattdessen gelingt es der Autorin, eine durchgehend hohe Spannung zu kreieren, indem sie uns in zwei Zeitebenen reisen lässt: 1813, als die Zigeuner das erste Mal in der Nähe von Weißenberg ihre Vorführungen gaben, und 1816, als im Meiler des Köhlers eine Leiche entdeckt wird.
    Jede Zeitebene entwickelt dabei ihre eigene Spannung, ihren eigenen Reiz und lässt den Leser mit den handelnden Figuren mitfiebern.
    Die Charaktere selbst sind tiefgründig und detailreich ausgestaltet, ohne, dass ellenlange Beschreibungen langweilig werden. Sie wirken echt und lebensnah, sodass man sich in die damaliege Zeit zurückversetzt fühlt.
    Dies gelingt der Autorin auch mit ihren gekonnten Beschreibungen und grandios recherchierten Erklärungen. Ein eleganter Schreibstil schafft es, der Geschichte den richtigen Rahmen zu geben. Historische, kriminalistische und dramatische Inhalte sind in der richtigen Mischung miteinander verbunden. Was will man mehr?


    Fazit: Dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben! 

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    Z
    zyrimavor einem Jahr
    Sehr unterhaltsam

    Inhalt:


    Das Jahr ohne Sommer:  Das Zigeunermädchen Rosana und ihren Clan verschlägt es 1813 in die Nähe von Weißenberg in der Oberlausitz. Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters, der zu Unrecht in einem Weißenburger Gefängnis saß, verbannt die Stadt den Clan aus der Gegend. Genau drei Jahre später findet der Jungköhler Lorenz einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam in seinem Meiler. In der Nähe wurden Rosana und ihre Familie gesichtet. Fasziniert von den Zigeunern versucht Dr. Cornelius Waldeck, Licht in die Verbrechen zu bringen. Hat sich der Clan für den Tod von Rosanas Vater gerächt?



    Meine Meinung:


    Wie schon im ersten Teil konnte mich der Schreibstil der Autorin sofort wieder fesseln ,meine Liebe zu historischen Romanen ist gross und so waren auch meine Erwartungen an das Buch, ich wurde nicht enttäuscht. Es passt einfach alles, die Stimmung in der winterlichen Lausitz, die Sprache, die der historischen Zeit angepasst ist und die geschichtlichen Informationen,genau dann wenn man sie braucht.
    Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und durch die Erzählung in zwei Zeitsträngen erfährt man vieles über den ersten Besuch der Zigeuner in dem Ort.
    Die Geschichte hat alles was ein guter Krimi braucht, ein Verbrechen, ;Spannung, einen sehr sympatischen Ermittler und die Liebe kommt auch nicht zu kurz.


    Fazit:


    Ein Krimi den ich sehr gerne weiterempfehle ,und mich schon auf auf den nächsten Teil freue ,

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    S
    Streiflichtvor einem Jahr
    Mord, Zigeuner und ein Doktor


    Dieser historische Kriminalroman war der erste, den ich von Ivonne Hübner gelesen habe. Sicherlich aber nicht der letzte, denn „Das Mädchen im schwarzen Nebel“ hat mich sehr gut unterhalten. Geboten wurde Spannung bis zuletzt, Liebe und Romantik, aber auch Humor und ein guter Einblick in die damalige Zeit in der Oberlausitz. Gleichzeitig wird das Leben der Zigeuner sehr anschaulich und authentisch beschrieben, sodass man als Leser das Gefühl hat, direkt dabei zu sein, mit im Lager der Zigeuner zu sitzen, den Rauch ihres Feuers zu riechen und das Klimpern der an der Kleidung aufgenähten Münzen zu hören.

    Dr. Cornelius Waldeck versucht ein Verbrechen aufzuklären und geht dabei sehr fortschrittlich und aufgeschlossen vor. Er hat keine Vorurteile gegenüber den teilweise sehr geächteten Zigeunern und sieht in ihnen einfach nur Menschen, denen er helfen kann und muss. Er ist Arzt und führt in dieser Eigenschaft auch die Leichenschau durch, nachdem ein Toter in einem Kohlenmeiler gefunden wurde. Die Spuren führen zu den Zigeunern, aber auch zu einem schreienden Unrecht vor vielen Jahren, das dazu führte, dass diese die Gegend jahrelang gemieden haben. Kaum sind sie wieder hier, passiert ein neues Unglück....

    Man merkt dem Buch an, dass die Autorin gerne recherchiert und schreibt. Geschickt wurden Vergangenheit und Gegenwart verwebt und erst nach und nach erfährt der Leser die ganze Geschichte. Es gibt auch einen Vorgängerband, aber diesen muss man nicht unbedingt gelesen haben, um das Geschehen zu verstehen, finde ich. Nachdem am Ende des Buches ein kleiner Cliffhanger beschrieben ist, nehme ich an, dass es bald auch einen weiteren Band mit Dr. Cornelius Waldeck geben wird. Darauf freue ich mich schon.

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    Tapsi0709s avatar
    Tapsi0709vor einem Jahr
    Das Mädchen im schwarzen Nebel

    Man versteht den Buchtitel erst so richtig, wenn man das Buch gelesen hat. Das macht ihn am Anfang sehr geheimnisvoll, das gefällt mir sehr gut.
    Das Buch lässt sich trotz der teilweise historischen Sprachweise, was natürlich sehr sinnvoll ist bei einem historischen Buch, sehr flüssig und zügig lesen. Die Kapitellänge ist auch optimal gewählt.
    Alle Charaktere sind sehr bildlich beschrieben, sodass man sie sich im Kopf sehr gut vorstellen kann.
    Am Anfang war ich durch die Zeitsprünge etwas irritiert, aber das hat sich schnell gelegt. Wenn man erstmal den Einstieg gefunden hat, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, weil es sich einfach so prima und leicht lesen lässt. Die Spannung ist meiner Meinung nach am Anfang noch nicht so sehr präsent, aber zum Ende hin wird es dann spannender.
    Es ist kein typischer Krimi meiner Meinung nach. 
    Außerdem finde ich, das das Ende auf mich offen wirkt, da nicht genau geschrieben wird, was mit den Hauptpersonen passiert. Das finde ich sehr schade. 
    Ansonsten habe ich mich sehr unterhalten gefühlt von dem Buch und fand es angenehm, das Buch zu lesen.

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    D
    dru07vor einem Jahr
    das zigeunermädchen

    1813 verschlägt es das Zigeunermädchen Rosana und ihren Clan in die Nähe von Weißenberg in de Oberlausitz. Ihr Vater wird zu unrecht in das Gefängnis geworfen wo er unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Drei Jahre später findet der Jungköhler Lorenz einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam in seinem Kohlenmeiler. Zur selben Zeit gastiert Rosanas Familie wieder in Weißenberg und Umgebung. Haben sie den Tod ihres Vaters gerächt? Oder ist es nur Zufall, dass die Zigeuner wieder in der Nähe sind?

     

    Das Buch hat mir gut gefallen. Es war gut und flüssig geschrieben. Da man am Anfang immer zwischen den Jahren 1813 und 1816 hin und her gesprungen ist, habe ich mich ab und zu etwas schwer getan. Aber bald habe ich mich mit den verschiedenen Jahren zurechtgefunden. Habe mitgerätselt wer denn nun die Leiche im Meiler war und wer sie/ihn umgebracht hat und warum.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender historischer Krimi aus der Lausitz!
    Dr. Waldecks zweiter Fall

    „...Wenn die Leute nicht viel wissen, lach nicht über sie, denn jeder von ihnen weiß etwas, was du nicht weißt...“


    Wir schreiben das Jahr 1816. Der Köhler Lorenz erwacht mit schweren Kopf und muss feststellen, dass der Meiler brennt. Doch es sollte noch schlimmer kommen, denn er findet darin eine Leiche. Dr. Cornelius Waldeck kommt, um sich den Toten anzusehen.

    Dann wechselt das Geschehen ins Jahr 1813. Eine Gruppe Zigeuner, die als Zirkusleute arbeiten, fliehen vor dem Krieg .Zu ihnen gehört Rosana. Die junge Frau erlernt das Handlesen. Ihre Mutter Olivia ist Seiltänzerin, hatte aber nach einem schlimmen Sturz schmerzhafte Verletzungen, die sie nun über den Winter ausheilen muss.. Das Gesetz verlangt von ihnen, das sie sich ein festes Winterquartier suchen. Das gibt ihnen der Brauer Oswald, der dafür ihre Arbeitskraft fordert.

    Die Autorin hat einen fesselnden historischen Krimi geschrieben. Die Geschichte spielt in der Lausitz. Es gibt einen Vorgängerband. Obwohl ich den nicht kenne, hatte ich kein Problem, dem Geschehen zu folgen. Nur an wenigen Stellen wird auf die Vorgeschichte hingewiesen. Das weckt allerdings Interesse daran.

    Der Roman spielt über weite Strecken abwechselnd im den Jahren 1813 und 1816. Nach und nach wird mir als Leser klar, wie die Ereignisse zusammengehören und dass manches, was 1816 geschieht, ihre Wurzeln im Jahre 1813 hat.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Die Personen werden gut charakterisiert. Dr. Waldeck ist nicht nur Arzt. Er versteht es auch, Spuren zu lesen und logische Schlüsse zu ziehen. Seine Untersuchungen des Toten werden detailliert geschildert. Erstaunlicherweise öffnet er zwar den Brustkorb, aber der Bauchraum bleibt unversehrt. Die damals aktuelle Gehirnlehre, die der Arzt praktiziert, wird allgemeinverständlich erläutert. Außerdem lässt er sich von Lorenz erklären, wie ein Meiler angezündet wird und warum die vollständige Verbrennung der Leiche nicht funktioniert hat.

    Nachforschungen ergeben, dass in der näheren Umgebung keine Person vermisst wird. Für den Polizisten, der Wert auf schnelle Erfolge und nicht auf gründliche Arbeit legt, ist damit erst einmal Lorenz der Täter.

    Die Autorin arbeitet gekonnt die Hierarchie der damaligen Zeit heraus. Die Fischer, Harzer und Brauer fühlten sich den Köhlern überlegen und schauten auf sie herab. Noch eine Stufe tiefer standen die Zigeuner. Doch auch bei ihnen gab es Reibereien zwischen den einzelnen Familien. Auch vor dem Gesetz war nicht jeder gleich. Was bei den Einheimischen mit einer Geldbuße geahndet wurde, konnte für die Zigeuner das Todesurteil bedeuten.

    Schön fand ich die Einbeziehung von Sagen und Sprichwörtern der Zigeuner. Obiges Zitat ist ein Beispiel dafür.

    Geschickt wurde die Geschichte in größere historische Ereignisse eingebettet. Vor allem der Krieg gegen Napoleon hinterließ seine Spuren in der Gegend. Es war eben nicht egal, ob man in den Teil der Lausitz wohnte, der zu Sachsen oder zu Preußen gehörte.

    Eine akribische Spurensuche und manchmal auch eine Prise Zufall führen endlich zum Namen des Toten. Damit hat man aber lange noch nicht den Täter. Es macht Spaß, Dr. Waldecks Gedankengänge zu verfolgen. Natürlich darf manch ungewöhnliche Liebesgeschichte im Ablauf des Geschehens nicht fehlen.

    Es geht um Trauer und Rache, um Zuneigung und Hass. Nicht zuletzt hat der Aberglaube der Zeit seinen Part.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Gekonnt werde ich als Leser schon auf die nächste Geschichte eingestimmt.

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    Mamaofhannah07s avatar
    Mamaofhannah07vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesenswert, anspruchsvoll geschrieben. Man sollte den 1.Band "Lausitzer Musen" kennen.
    Doktor Cornelius Waldeck gefangen im schwarzen Nebel

    Das Mädchen im schwarzen Nebel von Ivonne Hübner


    Die Geschichte beginnt im Oktober 1816 und spielt im Königreich Sachsen/Markgrafentum Oberlausitz. Der Jungköhler Lorenz findet zusammen mit seinen beiden Gehilfen eines morgens nach einer durchzechten Nacht eine verkohlte Leiche in seinem angebrannten Kohlenmeiler.

    In zwei Zeitebenen und Erzählsträngen schildert die Autorin die Geschehnisse. So findet sich der Leser auf den nächsten Seiten im Herbst 1813 wieder. Tiefe Einblicke in das Leben der Zigeuner, des fahrenden Volkes werden in wortgewandter und bildhafter Sprache dargestellt. Fr. Hübner lässt die Farben und Zigeuner tanzen, beschreibt das tägliche, bechwerliche und undankbare Leben rund um das Zigeunermädchen Rosana, deren Familie, Freunde und des ganzen Clans.

    Nachhaltig beeindruckend sind die Schilderungen rund um die Kunst des Handlesens. An manchen Stellen, war ich versucht eine solch bewanderte Person aufzusuchen, um aus meinen Händen lesen zu lassen.

    Fasziniert vom fahrenden Volk ist auch der sehr sympatische Dr. Cornelius Waldeck. Er versucht mit ausgeklügelten Ermittlungsmethoden und seinem scharfsinnigen Verstand, Licht in die Verbrechen zu bringen, denn auch Rosanas Vater ist Unrecht geschehen und er kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. Die Ermittlungsmethoden sind nachvollziehbar, speziell die Rekonstruktion des Tatherganges, Nachbau eines Minimeilers, zusammen mit Lorenz und den daraus erlangten Erkenntnissenen waren detalliert geschildert.

    Anhand der Gall`schen Gehirnlehre, versucht Cornelius in den Gesichtern seiner Patieten, der Bewohner und potenziellen Täter zu lesen, um den schwarzen Nebel zu lüften.

    Neue Erkenntnisse bezüglich der Beziehungen der einzelnen Stände und Berufsgruppen zur damaligen Zeit untereinander liesen mich aufhorchen. Die Hierarchien waren genau festgelegt. Die "Schwarzen Gesellen" waren nicht sehr beliebt und wurden als Schuldige gern vorschnell benannt. Allesamt wollten in einer "warmen Stube" sitzen, doch gewürdigt und gedankt wurde den Köhlern ihre Arbeit nur selten. Wunderbar anschaulich beschrieben und sehr interessant zu lesen sind die Schilderungen zur täglichen und entbehrungsreichen Arbeit der Köhler.

    Die Einbindung der geschichtlichen Hindergründe rund um Blücher und Bonaparte zeigt Fr. Hübner in Dialogen auf, die gekonnt in die Erzählungen einfließen. Die Idee, Köhler Lorenz u.a. als Deserteur auftreten zu lassen, erscheinen im Zeitrahmen passend.

    Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz und geben dem Krimi den nötigen Esprit. Einfühlsame und zarte Schilderungen lockern die Szenerie auf, ohne kitschig zu wirken.

    Das Ende des Buches war etwas abrupt und lies einige Fragen aufkommen. Es bezieht sich auf den gelungenen Vorgängerband "Lausitzer Musen" und macht Lust auf den hoffentlich bald folgenden 3. Band um Dr. C. Waldeck.

    Fazit: Ein passendes Cover zu einem historischen, spannungsgeladenen und unterhaltsamen Krimi aus dem GMEINER Verlag, bei dem der Leser ziemlich lange im Dunkeln tappt. Der ungemein bildhafte Schreibstil der Autorin lassen die Zeilen nur so dahinfliegen. Sympatische Figuren und ein Doktor, der so manches Schmunzeln aus mir heraus gelockt hat, machen diese Geschichte absolut lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Huebners avatar
    Meine Lieben,

    es ist wieder so weit.


    Doktor Cornelius Waldeck ermittelt zum zweiten Mal in seiner (und meiner) wunderschönen Heimat, der Oberlausitz. Es wird wieder schaurig, romantisch, witzig und womöglich gibt es dieses Mal ein happy end für unseren ewigen Junggesellen?



    Zum Inhalt:
    Das Jahr ohne Sommer:  Das Zigeunermädchen Rosana und ihren Clan verschlägt es 1813 in die Nähe von Weißenberg in der Oberlausitz. Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters, der zu Unrecht in einem Weißenburger Gefängnis saß, verbannt die Stadt den Clan aus der Gegend. Genau drei Jahre später findet der Jungköhler Lorenz einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam in seinem Meiler. In der Nähe wurden Rosana und ihre Familie gesichtet. Fasziniert von den Zigeunern versucht Dr. Cornelius Waldeck, Licht in die Verbrechen zu bringen. Hat sich der Clan für den Tod von Rosanas Vater gerächt?



    Gespannt? Und Lust auf ein Leseexemplar*?


    Dann bewirb dich über den blauen button ganz oben und beantworte ganz flott die folgende Frage:
    Was stellt Lorenz wohl in seinem Meiler üblicherweise her, wenn sich nicht gerade jemand Totes darin befindet?


    Viel Glück und bis ganz bald

    Eure Ivonne Hübner

    *Printexemplar. Der Gewinn eines Leseexemplars verpflichtet dich verbindlich zu einer Rezension hier bei Lovelybooks.
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