Ivonne Hübner Die Tuchhändlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Tuchhändlerin“ von Ivonne Hübner

Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, ein Webersohn mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch das kann er sich nicht leisten. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem erfolgreichen Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zum Eklat – und Luisas und Caspars Glück scheint in weite Ferne zu rücken …

Einfühlsam und authentisch! Dieses Buch legt man nicht so schnell aus der Hand.

— verirrtes_irrlicht
verirrtes_irrlicht

Einfühlsam, stark und sollte verfilmt werden. Der Schauplatz: das faszinierende Umgebindeland der Oberlausitz, mystisch und markant.

— Maiher
Maiher

Vielleicht tu ich dem Buch ja unrecht, aber für mich war es ein totaler Flop. Ich konnte der Handlung zu keinem Zeitpunkt folgen.

— Gelinde
Gelinde

Ziemlich langweilig. Konnte mich persönlich leider überhaupt nicht fesseln und begeistern ...

— Cellissima
Cellissima

Entführt in eine Welt die so neu und so fesselnd ist

— KathrinBolte
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Eine Liebe in den Wirrren der Industrialisierung

— Monika58097
Monika58097

rührend, spannend, grandios, wunderbar! Der beste Hist. Roman diesen Jahres für mich.

— Frida
Frida

Ein fantastischer Roman, der mich nicht mehr loslässt. Der Schreibstil: komisch und suptil, locker und tiefsinnig.

— mitteninsherz
mitteninsherz

Ein Muss für alle Fans von historischen Romanen!

— Jasmin88
Jasmin88

Komplizierte Thematik verständlich, leidenschaftlich, herzlich und rührend bearbeitet. Wohlfühl- und Weiterbildungsfaktor: *****

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    Die Tuchhändlerin
    verirrtes_irrlicht

    verirrtes_irrlicht

    07. May 2017 um 22:53

    Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihrem Vater in seinem Geschäft. So lernt trifft sie auf Caspar, den Sohn eines angesehenen Damastwebers, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch Luisa ist nicht die passende Partie für einen armen Weber. Und auch Luisa folgt ihren eigenen Ambitionen, um nicht nur im Schatten der Männer stehen zu müssen.Das Buch konnte mich schon auf den ersten Seiten fesseln. Es wird abwechselnd aus Luisas und Caspars Sicht berichtet. Die Anziehung, die zwischen den beiden besteht, müssen sie zunächst erst einmal selbst verstehen. Wundervoll wortgewandt lässt die Autorin die Liebe der beiden vor dem historischen Kontext der Weberaufstände entstehen. (Allein die unzähligen Umschreibungen für Caspars einnehmende Augen! Wundervoll!)Das Handwerk des Webens wird anschaulich dargestellt, ohne schulmeisterlich wirken zu wollen - ganz so, als würden wir uns selbst im Jahre 1830 befinden. Auch die anderen handelnden Figuren - sei es Luisas oder Caspars Familie, die Verleger, Heinz Türpe, die Magd Bettine oder Luisas Freundin Christiana - sind greifbare Persönlichkeiten. Die zuweilen doch sehr ernste Lage versteht die Autorin mit Dialogen aufzuheitern, über die man einfach schmunzeln muss.Lediglich das Ende erschien mir recht abrupt. Ich hatte das Gefühl, als wäre ein Kapitel abgeschnitten worden. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch von der ersten Seite an begeistert, dass ich es nur wärmstens empfehlen kann. Absolut gelungen!

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  • Schreit nach Verfilmung

    Die Tuchhändlerin
    Maiher

    Maiher

    10. March 2016 um 15:12

    Ivonne Hübner schafft es mit ihrem Hist. Roman, den Leser ins 19.Jh und in die Reihen der Damastweber zu entführen. Luisa Treuentzien, Tochter aus gutem Hause, gibt Einblicke in das Expedientengeschäft der Weberinnung, wie sie am Vorabend der Industrialisierung gelebt worden war. Sehr prägnant und detailverliebt recherchiert, äußerst unterhaltsam und absolut lehrreich, erfahren wir, wie sich eine starke, junge Frau wider aller Konventionen an die Spitze eines kleinen Unternehmens kämpft.Fantastisch!

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  • Lese- und Hörrunde zu "Sei mir ein Vater" von Anne Gesthuysen

    Sei mir ein Vater
    aba

    aba

    Liebe und Glamour im Paris der Belle Époque Nach dem großen Erfolg mit ihrem Buch "Wir sind doch Schwestern" ist Anne Gesthuysen zurück mit ihrem neuen Roman über ein Familiengeheimnis: Diesmal entführt sie die Leser in die turbulente und aufregende Pariser Kunstszene am Anfang des 20. Jahrhunderts. "Sei mir ein Vater" ist die perfekte Lektüre für alle Kunstliebhaber, Fans geheimnisvoller Familiengeschichten und alle, die vom Pariser Flair träumen. Seid ihr dabei bei der Reise in das mondäne Paris der Belle Époque? Zusammen mit KiWi und Argon suchen wir 15 Testleser und 15 Testhörer für diese ebenso spannende wie bewegende Geschichte. Zum Inhalt In ihrem neuen Roman verwebt Anne Gesthuysen eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit dem spektakulären Leben einer französischen Malerin. Eine Expedition auf den Spuren eines geheimnisvollen Gemäldes wird zur letzten Reise eines ungewöhnlichen Trios. Als Lilie erfährt, dass der Vater ihrer Freundin Hanna schwer erkrankt ist, will sie sich umgehend auf den Weg an den Niederrhein machen, zu den beiden Menschen, die sie bereits vor vielen Jahren zur Ersatzfamilie erkoren hat. Doch in ihrer Pariser Wohnung erwischt sie einen Einbrecher, der ausgerechnet ein altes Bild klauen will, das bislang höchstens sentimentalen Wert für sie besaß. Der Eindringling entkommt, und Lilie findet einen mysteriösen Brief einer Frau namens Georgette Agutte im Bilderrahmen. Da sie weiß, wie sehr Hannas Vater Geheimnisse liebt, nimmt sie das ramponierte Bild und den Brief kurzerhand mit nach Xanten. Als ein Restaurator weitere rätselhafte Entdeckungen macht, drängt Hannas Vater auf eine letzte gemeinsame Reise. Die drei begeben sich auf Spurensuche bis nach Frankreich und auf die Antillen und finden mehr über das faszinierende Leben der Malerin heraus, die Lilies Ururgroßtante war. Über ihre ungewöhnliche Kunstkarriere, ihre bedingungslose Liebe zum sozialistischen Minister Marcel Sembat, über ihre innige Freundschaft zu Matisse, den sie schon förderte, noch bevor er in der Kunstwelt anerkannt wurde, über ihre Abenteuer unter den Künstlern und Politikern im Paris der Belle Époque. Die Geschichte einer in Vergessenheit geratenen Malerin verbindet sich mit einer so anrührenden wie tröstlichen Reise des Abschieds. So witzig, traurig und verrückt wie das Leben selbst. Zur Autorin Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie mehrfach bei Radio France, ansonsten fühlt sie sich seit Ende der 80er-Jahre in den deutschen Medien wohl. Als Reporterin hat sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Seit 2002 moderierte sie das "ARD-Morgenmagazin". Ende 2014 gab sie diese Nachtschichten aber auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und ihren zweiten Roman zu Ende zu schreiben. Zur Hörbuch-Sprecherin Doris Wolters ist Theaterschauspielerin und arbeitet u.a. für ARD, ORF und ARTE. Sie hat in zahlreichen Hörbuchproduktionen mitgewirkt und erhielt 2012 den Deutschen Hörbuchpreis. Mit ihrer warmen und wandelbaren Stimme verleiht sie jedem Hörbuch einen ganz besonderen Ton und hat bereits den Großtanten von Anne Gesthuysen in „Wir sind doch Schwestern“ ihre Stimme geliehen. >>> Hier könnt ihr euch direkt die Hörprobe anhören Habt ihr Lust, diesen Familienroman im Rahmen einer Lese- und Hörrunde zu lesen - oder hören -, euch darüber auszutauschen und am Ende eine Rezension darüber zu schreiben? Dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt-bewerben"-Button* bis zum 11.11., indem ihr auf folgende Frage antwortet und angebt, ob ihr lieber hören oder lesen möchtet: Flair, Romantik, Savoir Vivre... Was verbindet ihr mit der Belle Époque? Ich freue mich auf eure Antworten. Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.

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    • 1279
  • Leben, Lieben , Leiden um 1830

    Die Tuchhändlerin
    daskleinebuechercafé

    daskleinebuechercafé

    Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, ein Webersohn mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch das kann er sich nicht leisten. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem erfolgreichen Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zum Eklat – und Luisas und Caspars Glück scheint in weite Ferne zu rücken …  Zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden viele Städte und Dörfer vom Weben und dem Tuchhandel beherrscht. Ganze Familien erarbeiten ihr Einkommen ausschließlich mit dem Weben. Es wird immer schwieriger lohnende Arbeit zu bekommen, zunehmend werden Stoffe materiell hergestellt. Die industrielle Revolution erobert auch Europa.  So ist es auch bei der Familie des Webers Casper, seine Eltern, Geschwister und er haben kein leichtes Leben aber sie halten alle zusammen. Sie leben beengt und in einfachsten Verhältnissen. Durch die Erkrankung des Vaters muss Casper noch mehr schuften. Die Tochter des Tuchhändlers Treuentzien, Luisa, führt ein ganz anders Leben. Ihr fehlt es an nichts, sogar die Schule konnte sie besuchen. Was um 1830 schon eine ganz besondere Ausnahme war. Mädchen gingen nicht in die Schule, die lernten den Haushalt kennen. Doch bei Treuentzien gab es keinen männlichen Nachfolger, also durfte Luisa die Expedientenschule besuchen. Folglich wurde sie zu einer ehrgeizigen und erfolgreichen Exporteurin. Durch Zufall lernen sich Luisa und Caspar kennen. Da sie aus gesellschaftlichen unterschiedlichen Welten kommen, versuchen sie zunächst ihre Gefühle füreinander zu ignorieren. Doch irgendwann geht es nicht mehr. Beide stecken in einer aussichtslosen Zwickmühle, Casper kann nur durch eine Heirat Webermeister werden, Luisa kommt durch ihre gesellschaftliche Stellung nicht in Frage. Sie hingegen soll heiraten, doch dann darf sie nicht mehr im väterlichen Geschäft arbeiten. Haben die beiden überhaupt eine Chance? Dann taucht auch noch Clemens, Caspers nicht gerade geliebter Bruder auf……. Es ist mein erstes Buch von Ivonne Hübner und ich hoffe, dass noch viele folgen werden! Die Autorin hat auf eine besondere Art, ja die Worte wurden fast bildlich, ein Buch geschaffen, dass man sich gerne in vergangene Zeiten entführen lässt. Die Protagonisten wirken so echt, so nah und das lässt einen mit freuen, lieben, leiden, traurig sein aber auch genießen. Die wirklich gute Recherche, gibt dem Buch Ehrlichkeit. Ivonne Hübner schafft es mit Erklärungen auf unterschiedliche Webstühle und deren Techniken hinzuweisen, sodass man zumindest erahnen kann wie schwer die Arbeit damals war. Auch die Einblicke in die historischen Hintergründe, sei es in der Politik oder die Industrialisierung sind so leicht und flüssig mit in die Geschichte eingewoben worden. Es ist ein wirklich gelungener Historischer Roman, den man unbedingt gelesen haben sollte.   http://www.dryas.de/tuchhaendlerin/

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    • 2
  • Gute Unterhaltung mit Wissensvermittlung

    Die Tuchhändlerin
    Rezi-Tante

    Rezi-Tante

    Dies ist schon das zweite Buch aus dem Dyras-Verlag, das ich las, welches diese Themenverbindung Vorrevolutionäres Deutschland und Schicksal einer Frau zeigt. Es gefiele mir, wenn das so eine Art Serie würde, denn diese Themenverbindung ist zwar gut zur Entspannung zu lesen (auch abends im Bett), es macht einen aber, so ganz nebenher, auch noch ein Stück wissender. Ich habe das Buch mit freudigem Interesse gelesen. Es ist ein leicht erzählter Roman, der es dem Leser ermöglicht, sich in die vorrevolutionären Verhältnisse der Zeit ab 1830 einzufühlen und so die Lebensbedingungen empathisch nachzuempfinden, die man im Geschichtsunterricht als Fakten gelehrt bekam. Grundsätzlich ist das Buch so angelegt, dass es gut in die Kategorie Frauenroman einzuordnen ist, denn die Hauptheldin ist eine junge Frau, Tochter eines Damasthändlers, die sich in den Weber Caspar verliebt. Die Autorin Ivonne Hübner erzählt aber nicht nur eine Liebesgeschichte voller Widrigkeiten, sie berichtet unaufdringlich über die Lebensumstände der damaligen Zeit, über die Trennung der Gesellschaft, über das Leben unter Zunftgesetz und den Auswirkungen der technischen Revolution. Lesend wird man auch sensibilisiert, die Leistung und Kunstfähigkeit der Weber, speziell der Damastweber, zu beachten, für mich war das alles sehr interessant zu erfahren.

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    • 2
  • Entführt in eine Welt die so neu und so fesselnd ist

    Die Tuchhändlerin
    KathrinBolte

    KathrinBolte

    „Die Tuchhändlerin“ von Ivonne Hübner ist für mich ein ganz besonderes Buch. Es entführte mich in die Welt der Weber und Damasthändler und zeigte mir, dass die Herstellung der edlen Stoffe mit denen wir uns heute umgeben, in den Anfängen eine schweißtreibende Angelegenheit war. Die Inhaltsbeschreibung klingt zunächst nach einem schnulzigen historischen Roman. Immerhin spielt er im Jahre 1830. Doch diese Geschichte ist sehr viel mehr und zeigt eindrucksvoll wie schwer es Weber durch den Fortschritt der Technik hatten. Viele Familien sind von Hunger und Armut betroffen, denn Weber gab es zu dieser Zeit viele. Das Buch zeigt aber auch die großen Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Ständen auf. Arbeiter und gebildete Leute, zusammen, als Eheleute. Undenkbar. Ivonne Hübner hat die Pforten zu einer entzückenden Welt geöffnet. Ihre bildhafte Sprache lässt den Leser ganz tief einsinken in diese Zeit. Zudem macht die Geschichte – neben der tollen Liebesgeschichte, die viel Witz beinhaltet – deutlich, das es alles andere als Selbstverständlich ist, dass wir heute in Kleider schlüpfen können.  

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    • 2
    Huebner

    Huebner

    23. March 2015 um 20:02
  • Die Tuchhändlerin

    Die Tuchhändlerin
    Gelinde

    Gelinde

    Die Tuchhändlerin, von Ivonne Hübner Cover: Ein bisschen farblos, aber die Ornamente und am Rand eine Frau mit einem Tuch über den Schultern, passt zu einem historischen Roman. Inhalt: Ein Dorf am Fuße des Zittauer Gebirges 1830. Luisa, die Tochter eines Damasthändlers (der keinen Sohn hat), arbeitet im Geschäft des Vaters mit, was schon einmal außergewöhnlich ist. Die Zeiten sind schlecht, Damast und Leinen können nun auch maschinell hergestellt werden, so kommt es zu Aufständen und persönlichen Dramen. Luisa verliebt sich in einen der Weber, doch diese Liebe hat wegen der unterschiedlichen Stellung der Beiden von Anfang an keine gute Aussicht. Meine Meinung: Leider hatte ich von Anfang an Probleme mit dem Buch. Die Schreibweise fand ich etwas hölzern und es gab immer wieder die gleichen Wiederholungen am Satzende. Z.B. Oh er hatte ja so blaue Augen, so blaue Augen. Auch gab es teilweise recht gestelzte Wörter z.B. permiziös, Kontemplation, Expediteur. Auch konnte ich der Handlung nicht folgen. Sogar bei der Liebesgeschichte hab ich oft nicht verstanden warum sie sich jetzt mal wieder böse waren oder um was sie eigentlich stritten. Bei der weiteren Handlung hab ich überhaupt nicht durchgeblickt, wer hat jetzt das sagen, wer hat zu welchem Ereignis geführt, der Zunftmeister, der Händler, welcher Händler, der Fabrikant, der Industrielle, wer ist wer? Wer darf wem das Weben verbieten und warum? Warum wird der beste Damastweber raus gedrängt? Viel zu viel „Fachchinesisch“. Wer sich intensiv mit den Webern um die damalige Zeit beschäftigt und wen das interessiert und wer sich auch darin auskennt, für den wird dieses Buch vermutlich ganz anders erscheinen. Autorin: Ivonne Hübner ist ledig, aber glücklich liiert, 35 Jahre alt und begeisterte Mutter. Sie arbeitete in Ostsachsen an der polnischen Grenze als Studienrätin an einem Gymnasium. Mein Fazit: Die ist eines der wenigen Bücher bei denen ich mir am Schluss denke: Hätte ich es nur gleich nach den ersten 60 Seiten abgebrochen, denn den Gedanken hatte ich. Für mich schade um die Zeit.

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    • 3
  • Eine Geschichte über eine junge, mutige Frau, die versucht eine unkonventionelle Liebe durchzusetzen

    Die Tuchhändlerin
    LettersFromJuliet

    LettersFromJuliet

    12. March 2014 um 09:47

    Meine Meinung Vom Klappentext her, hätte ich mir das Buch wohl eher nicht gekauft und ich habe hier auch keine großartige Geschichte hinter vermutet. Ja, so kann man sich dann täuschen, denn es hat mir besser gefallen als erwartet. Ich hatte am Anfang meine Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, da ihm die Leichtigkeit fehlt. Außerdem verwendet die Autorin viele alte Fachbegriffe aus der Weberei, die man erst mal nachschlagen musste. Teilweise habe sich diese nämlich nicht selbsterklärt (wie das ja schon mal bei anderen veralteten Wörtern der Fall ist) und sonst wäre man immer wieder darüber gestolpert. Ich hatte bis zum Schluss meine Probleme mit manchen Begriffen, was ich sonst nicht habe. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Louisa und Caspar erzählt. Louisa ist das guterzogene wohlhabende Mädchen, was versucht in der Männerwelt klarzukommen. Sie versucht ihrem Vater so gut es geht bei den Geschäften zu helfen, ihn sogar zu vertreten. Das ist nicht immer leicht, denn auf der einen Seite muss sie gegenüber den Webern die harte Chefin sein, auf der anderen Seite würde sie sie gerne näherkennenlernen und ihnen helfen. Casper ist mit seinem Leben unzufrieden, versucht aber noch das Beste daraus zu machen. Er ist nun mal ein Weber und daran wird sich nichts ändern, genauso wenig wie sich die Webergesetze ändern werden – leider. Und dann trifft er auch noch auf Louisa und beide wissen ganz genau, dass das nicht sein darf, was sie für den anderen empfinden. Letztendlich verfolgt man drei Handlungsstränge. Wie geht es beruflich für Louisa weiter? Wie geht es für Caspar und seine Familie beruflich weiter? Und werden Louisa und Casper jemals zueinander finden und dürfen sie dann zusammen sein? Die Autorin lässt viele Informationen über die damalige Zeit und natürlich vor allem über die Weberei mit einfließen. So bekommt man einen ganz genauen Einblick, wie es in so einer Webergemeinde ablief und sie zeigt, dass es die Menschen nicht leicht hatten. Dass sie von den Händlern, Fabriken und den Webergesetzen bestimmt und eingeschränkt wurden. Man schimpft immer so viel über die Sklavenhaltung, die es zur gleichen Zeit in den Südstaaten gab, aber die Weber hatten es anscheinend nicht wirklich besser. Ja, sie waren frei und trotzdem ging es ihnen schlecht. Wenn sie nicht parierten, bekamen sie keine Aufträge und somit auch kein Geld für Essen. Die Webergesetze taten dazu ihr übriges. Wieso jetzt nur 3 Herzen/Sterne? Handlung, Charaktere waren gut, die Recherche war richtig klasse, aber der Schreibstil war einfach nicht meins und das Buch konnte mich nicht packen. Ich würde es jetzt nicht nochmal lesen wollen. Trotzdem ein ganz großes Lob an Ivonne Hübner, für diese sehr interessanten Einblicke in die damalige Zeit und die hervorragende Recherche. Fazit Eine Geschichte über eine junge, mutige Frau, die versucht eine unkonventionelle Liebe durchzusetzen. Sehr überzeugende Recherche, aber leider konnte mich das Buch nicht packen, u.a. auch wegen dem Schreibstil, der mir einfach nicht lag.

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  • Eine Liebe in den Wirren der Industrialisierung

    Die Tuchhändlerin
    Monika58097

    Monika58097

    31. December 2013 um 11:26

    Rezension zu "Die Tuchhändlerin" von Ivonne Hübner: Wir schreiben das Jahr 1830. Luisa Treuentzien hilft ihrem Vater bei seiner Tätgkeit als Tuchhändler. Die Zeiten sind nicht rosig. Die Industrialisierung nimmt ihren Lauf. Im ganzen Land werden immer mehr maschinelle Webstühle aufgestellt. Das merken nicht nur die Tuchhändler, sondern vor allen Dingen die Weber. Die Weber führen ein hartes und oft entbehrungsreiches Leben. Grossfamilien leben beengt unter einem Dach. Selbstverständlich müssen sich Betten geteilt werden. Privatsphäre hat niemand dort. Luisa hingegen, die Tochter des Tuchhändlers, ist wohlbehütet aufgewachsen. Sie durfte sogar eine Schule besuchen, was für Mädchen zu dieser Zeit nicht selbstverständlich war. Mädchen hatten zu heiraten und sich um Haus, Hof und Kinder zu kümmern. Luisa ist verlobt und soll demnächst den Geologen Matthias Kollmar heiraten. Die Verbindung wurde von den Eltern arrangiert. Liebe ist nicht mit im Spiel. Doch dann lernt Luisa den Weber Caspar kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und doch wissen beide, dass eine Beziehung zwischen ihnen nicht gern gesehen sein wird. Luisas Hochzeitsvorbereitungen laufen. Und wenn Caspar sein Meisterstück fertigen soll, muss er eine viel ältere Witwe aus dem Dorf heiraten. So schreibt es die strenge Zunftordnung der Weber vor. Luisa und Caspar treffen sich heimlich, doch hat diese Liebe entgegen aller Sitte und Ordnung der damaligen Zeit überhaupt eine Chance? "Die Tuchhändlerin" von Ivonne Hübner ist ein historischer Roman, der behutsam anläuft und einen dann immer mehr fesselt und begeistert. Dank der intensiven Recherchen der Autorin, fühlt man sich in das Jahr 1830 hinein versetzt. Man sieht den Webern über die Schulter, man spürt die Enge, in der die Familien leben müssen. Man spürt ihr Überleben. Ein Stück Geschichte, das einem das entbehrungsreiche Leben der Weberzunft näher bringt, aber auch eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die sich über Standesdünkel hinweg setzt. Die Geschichte einer Frau, die ihren Weg gehen will, die für ihre Liebe kämpft. "Die Tuchhändlerin - absolut guter Lesetoff!

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. 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    • 2011
  • Die Tuchhändlerin von Ivonne Hübner

    Die Tuchhändlerin
    Tintenfaesschen

    Tintenfaesschen

    04. December 2013 um 19:27

    Ein Dorf am Fuße des Zittauer Gebirges im Jahre 1830. Luisa ist die Tochter eines Damasthändlers und darf ihren Vater im Geschäft nicht nur unterstützen, sondern auch wichtige Aufgaben übernehmen und ihn - wenn nötig - vertreten. Denn Luisa durfte als einzige Frau ihres Jahrgangs die Expedientenschule besuchen, so dass sie nun zu einer ehrgeizigen und zunächst nach Lehrbuch verfahrenen Exporterin der Weberarbeiten heranreift. Doch diese Zeit der Ausübung eines Berufes, der ihr wirklich am Herzen liegt, scheint begrenzt, denn Luisa ist verlobt und mit ihrer Heirat endet auch ihre Tätigkeit im väterlichen Geschäft. Mit dieser Zukunftsaussicht und ihrem Verlobten ist sie nicht glücklich und verliebt sich unerwartet in Caspar, den Sohn eines Webermeisters. Ihre Beziehung scheint sich nur langsam zu entwickeln, denn der Webersohn, der sich nur ungern den Gepflogenheiten der Stände anpasst, ist durch seine schicksalhafte Vergangenheit geprägt. Zudem sind die Zeiten schlecht: Mit dem florierenden Webergewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Als Luisa und Caspar ihr Glück gefunden zu haben scheinen, bahnt sich jedoch ein Eklat an…Caspars verhasster Bruder Clemens, der ein erfolgreicher Offizier ist, kommt nach Hause und entwickelt ebenfalls Gefühle für Luisa… Hätte er seine Augen nicht bedeckt, hätte er sie lächeln sehen können. Bei “Die Tuchhändlerin” handelt es sich um den ersten historischen Roman, den ich gelesen habe. Und über diese Tatsache bin ich ganz froh, denn der Roman entpuppte sich als ein toller Einstieg in dieses Genre und bot das, was ich mir von einem historischen Roman erwarte, nämlich mich komplett in eine andere Zeit zu entführen. Ich habe sogar im Internet nach Bildern der Mode um 1830 und nach Bildern von verschiedenen Webstühlen geschaut, um mir alles noch besser vorstellen zu können. Die Protagonistin des Romans entpuppte sich jedoch erst spät als eine Sympathieträgerin. Dies lag vor allen Dingen daran, dass sie anfangs immer das Bestreben nach Perfektion in ihrem Beruf als Exporteurin und ein geradezu verbissenen Drang dem Lehrbuch und den Gepflogenheiten zu folgen, zeigt. Gleichzeitig versucht sie aber auch im Alleingang der Familie Weber zu helfen, aus dem Schatten ihres Vaters zu treten und als Frau im Webergewerbe ernst genommen zu werden. Diesen Alleingang erwirkt sie jedoch entgegen dem Lehrbuch und den Regeln ihres Vaters und ziert sich auch nicht vor Lügen. Dieses Hin und Her macht es anfangs schwierig die Figur einzuschätzen. Der Alleingang, der im Roman dann doch überwiegt und bei dem sie sich vor allen Dingen als starke Frau zeigt, indem sie für ihre Liebe und für ihre Zukunft kämpft, machen sie sehr sympathisch. Die Zwiespältigkeit kann man bei Luisa ihrem Charakter zusprechen oder man könnte hierin eine nicht konsequente Figurenkonzeption seitens der Autorin sehen. Eindeutiger wird dies z.B. bei Luisas Vater. Am Anfang wird behauptet er scheue alle Arbeiten abseits des Schreibtisches und später ist er derjenige, der der Weberversammlung beiwohnt, obwohl er den direkten Kontakt immer gescheut hat. So wie man manchmal den roten Faden bei der Figurenkonzeption vermisst, vermisst man diesen auch manchmal bei der Handlung an sich. Nichtsdestotrotz bleibt die Geschichte durch einige Wendungen sehr spannend. Bei allen bisherigen Büchern habe ich mich noch nie so sehr an einem Klappentext gestört wie bei diesem Roman, denn der Klappentext ist hier sehr irreführend. Dieser stellt nämlich den Eklat zwischen den Brüdern Caspar und Clemens in den Vordergrund, obwohl er vielmehr das Ende bildet. Der Entstehung der Liebe zwischen Luisa und Caspar in diesen schwierigen Zeiten und ungeachtet ihrer Stände wird in dem Roman viel mehr Zeit gewidmet als dem sogenannten Eklat! Und diese Beziehung der beiden Protagonisten war es auch, die mich das Buch nicht so leicht aus den Händen geben ließ. Dabei sei noch der besondere Schreibstil erwähnt, denn hier wurde bewusst und mit viel Raffinesse in der dritten Person geschrieben. Dies erlaubte vorausblickende Passagen oder Sätze, wie das Zitat oben (das mich wirklich zum Schmunzeln gebracht hat), verfassen zu können. Zu guter Letzt möchte ich die überaus gute Recherche bezüglich des Weberthemas und alles was damit zusammenhängt, loben. Dieser historische Roman hat mich neugierig auf das Thema gemacht und Hauptmanns “Die Weber” wird wohl nicht mehr lange ungelesen in meinem Regal stehen! 4/5

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  • Leserunde zu "Die Tuchhändlerin" von Ivonne Hübner

    Die Tuchhändlerin
    Dryas_Verlag

    Dryas_Verlag

    Suche 15 Testleser/innen, die bereit sind, in die Vergangenheit zu reisen und eine große Liebe zu begleiten. Zum Buchinhalt: Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, ein Webersohn mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch das kann er sich nicht leisten. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem erfolgreichen Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zum Eklat – und Luisas und Caspars Glück scheint in weite Ferne zu rücken … Frage zur Bewerbung: Stell dir vor, du lebst Anfang des 19.Jh., dein Vater leitet ein florierendes Unternehmen und du hast keine andere Wahl als in seine Fußstapfen zu treten und dir wird obendrein ein(e) Ehepartner/in vorgesetzt. Wie würdest du mit diesen Lebensumständen leben (lernen)? Was würdest du tun? Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. September 24 Uhr. Die Autorin Ivonne Hübner wird vom 1. bis zum 6.10. an der Runde teilnehmen.

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    • 399
  • Die Liebe zu Zeiten der Damastweberei

    Die Tuchhändlerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2013 um 17:38

    *INHALT* Luisa ist die Tochter eines Damasttuchhändlers und hilft ihm im Geschäft aus. Dabei begegnet sie auch dem Sohn des alten Meisters, Caspar. Um selbst zu einem Meister aufzusteigen und seinen kränklichen Vater unterstützen zu können, muss Caspar heiraten, doch die Zeiten sind alles andere als rosig: die Auftragslage ist schlecht, es drängen immer mehr Maschinen auf den Markt und noch dazu verlangen die Zunftgesetze, dass er die seit kurzem verwitwete Frau eines anderen Meisters ehelicht. Inmitten all dieser Widrigkeiten verliebt sich Luisa, die selbst einem Anderen versprochen ist, in den jungen Weber. Doch hat ihre Liebe trotz aller schlechter Vorzeichen eine Chance? *MEINE MEINUNG* Die Autorin hat es mir ihrem sehr bildlich beschreibenden Schreibstil recht schnell geschafft, mein Herz zu erobern. Ich habe nicht lange gebraucht, um mich hinein zu lesen und die Protagonistin lieb zu gewinnen. Sie ist mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und besticht mit ihrer aufgeweckten Art und eine für ihre Zeit (1830) sehr moderne Denkweise. Statt die Nachteile, die die Industialisierung für ihren Ort mit sich bringt, einfach hinzunehmen, hilft sie den ansässigen Webern, wo sie nur kann. Sie scheut auch nicht davor zurück, im Hintergrund die Fäden zu lenken oder sogar mit Hilfe von Geld Überzeugungsarbeit zu leisten. Trotzdem ist sie keine absolute Heldin, denn mit ihrer manipulativen Ader eckt sie so manches Mal an und braucht erst den jungen Weber, der ihr die Augen über sich selbst öffnet. Auch die anderen Figuren wirken (größtenteils) authentisch und natürlich, sodass es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mich von ihnen durch ihre Erlebnisse führen zu lassen. Das Weben selbst hat einen hohen Stellenwert im Buch - die Autorin vermittelt ganz nebenbei den Aufbau der Webstühle und erklärt auch die Technik - mir fiel es manchmal schwer, mir das so im Detail vorzustellen, ohne eine Idee davon zu haben, wie solch ein Webstuhl damals aussah. Trotzdem finde ich, dass diese Passagen einen ganz eigenen Charme haben und die Geschichte sehr bereichern. Ich ziehe einen Stern ab, weil es einige Kleinigkeiten gab, die ich nicht ganz gelungen fand. Trotzdem hat mich dieser Roman wunderbar unterhalten und ich werde wohl auch sehr gerne weitere Bücher der Autorin zur Hand nehmen. Für alle Fans von historischen Liebesromanen: Empfehlenswert.

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  • Ein Muss für alle Fans von historischen Romanen!

    Die Tuchhändlerin
    Jasmin88

    Jasmin88

    08. November 2013 um 09:34

    Covergestaltung: Das Cover passt sehr gut zu einem historischen Roman und zum Titel. Die Farbwahl spricht mich ebenfalls an. In einer Buchhandlung hätte das Cover mein Interesse geweckt, sodass ich mich näher mit dem Buch beschäftigt hätte. Meine Meinung: "Die Tuchhändlerin" war nach langer, langer Zeit der erste historische Roman für mich. Wer mich kennt, weiß, dass dies nicht mein favorisiertes Genre ist, doch hin und wieder bekomme ich mal Lust auf etwas Historisches und so kam es, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde gelesen habe. Und es hat mich auf jeden Fall begeistert und sehr gut unterhalten. Der Autorin Ivonne Hübner ist es gelungen, eine Liebesgeschichte sehr interessant und spannend zu gestalten und zu beschreiben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und fesselnd. Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Spannungsbogen aufrecht gehalten. Der Leser kann tief in die Handlung eintauchen und sich darin verlieren. Die Charaktere sind mit sehr viel Herzblut erschaffen worden und die Leidenschaft der Autorin überträgt sich auf den Leser. Man merkt außerdem, dass sie sehr gut recherchiert hat! Von mir gibt es vier Sterne für dieses tolle historische Werk. Fazit: Ein Muss für alle Fans von historischen Romanen. "Die Tuchhändlerin" bietet dem Leser Liebe, Spannung und zahlreiche Emotionen!

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  • Geschichte und Liebesroman vereint....

    Die Tuchhändlerin
    Fay1279

    Fay1279

    01. November 2013 um 09:01

    Inhalt: Luisa, Tochter des bekannten Tuchhändlers Treuentzien, ist klug und arbeitet bei ihren Vater im Kontor mit. Caspar ist der älteste Sohn des besten Damastwebers im Ort. Luisa hat ein gutes Herz und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Und es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich in den hübschen Caspar Weber. Jedoch ist es schwer die Standesunterschiede zu übersehen. Außerdem benimmt Luisa sich wie ein Teenager, da sie so unerfahren ist. Eigentlich ist sie ja auch schon verlobt mit Matthias Kollmar, der sie als Person gar nicht ernst nimmt. Dann geschehen ein paar seltsame Dinge in der Weberinnung, die die Familie Weber in großes Unglück stürzt. Doch Luisa kann helfen. Aber um welchen Preis? Fazit: Es fällt mir schwer eine Rezension zu schreiben. Das Buch wird hier so hoch gelobt. Ich fand es auch nicht schlecht. Aber mich hat es irgendwie nicht so bewegt. Der Schreibstil war flüssig, die Geschichte um Luisa und Caspar auch ganz nett. Die geschichtlichen Hintergründe waren sehr interessant . Aber Ich hab streckenweise etwas den Faden (Interesse?) verloren. Erst zum Ende hin wurde es für mich wieder spannend. Es ist ein schöner historischer Roman, den jeder der das Genre mag lesen sollte und sich seine eigene Meinung bilden sollte.

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