Ivonne Hübner Im Land der Sümpfe

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Inhaltsangabe zu „Im Land der Sümpfe“ von Ivonne Hübner

Mitte des 12.Jh. Fjäder, die Tochter eines Fischers vom Oberuckersee, und Erik, der Sohn des hiesigen Töpfers, wachsen gemeinsam auf und können sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen. Doch die Idylle im Land in den Sümpfen, dem nordöstlichsten Winkel des Heiligen Römischen Reichs, ist trügerisch, denn der machthungrige Markgraf Albrecht von Askanien will in einem blutigen Kreuzzug die Wenden zu Christen bekehren. Fjäder und Erik werden auseinander gerissen und für beide beginnt eine jahrelange Irrfahrt. Die Kultur der ehemals zwischen Elbe und Oder siedelnden Stämme wurde fast vollständig zerstört. Museen wie das Ukranenland in Torgelow bemühen sich, das Leben der Slawen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Um diese Arbeit zu unterstützen, wird ein Teil des Erlöses vom Buchverkauf an das Ukranenland gespendet.

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  • Rezension: Im Land der Sümpfe von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Lumi

    Lumi

    04. June 2014 um 15:35

    Fjäder und Erik wachsen im 12. Jahrhundert gemeinsam im selben wendischen Dorf im äußeren Nordosten des heiligen römischen Reiches auf. Sie können sich nicht vorstellen, einmal getrennt zu werden oder ihre Heimat verlassen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen: Die Wenden werden verfolgt, sie sollen zum Christentum bekehrt werden. Im Zuge dieser Ereignisse werden die beiden auseinandergerissen. Jahrelang müssen sie getrennt voneinander leben und viele schwere Prüfungen überstehen, bis irgendwann keiner der beiden mehr zu hoffen wagt, den Anderen jemals wiederzusehen... Mit "Im Land der Sümpfe" legt Ivonne Hübner einen ganz besonderen historischen Roman vor. Die Thematik, also die Verfolgung des slawischen Stammes der Wenden zwecks ihrer Bekehrung zum Christentum, ist ungewöhnlich und neu. Das lässt diesen Roman aus der Masse der historischen Romane der letzten Jahre hervorstechen. Zudem ist der Roman gut geschrieben und man kann sich wunderbar mit den Charakteren identifizieren. Abgerundet wird das Buch durch eine Zeittafel, ein Namensregister sowie ein Slawisch-Glossar. Sehr löblich ist außerdem, dass je 50 Cent des Buchpreises an das Ukranenland gespendet wird, einem Freilichtmuseum, in dem ein frühmittelalterliches Slawendorf zu neuem Leben erweckt wird.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    elane_eodain

    elane_eodain

    24. May 2012 um 13:43

    >> Erik wurde nicht von Sonnenstrahlen geweckt. Nicht von Janno, der mit seinem Spielzeug um sich warf, und nicht von Drago, der sich breitmachte, sondern vom Horn des Kriegers Arndies ... Es war nicht der Ruf eines Mannes, der zu einem Fest, sondern der eines Kriegers, der zum Aufbruch in die Schlacht rief. << (aus "Im Land der Sümpfe" von I. Hübner) INHALT: 12. Jahrhundert - Erik und Fjäder, zwei junge Leute vom Stamm der Wenden, verbringen schon ihr ganzes Leben gemeinsam am Oberuckersee. Doch kurz nach ihrer Hochzeit nimmt das gewohnte Leben eine tragische Wendung als Marktgraf Albrecht von Askanien sich zu einem brutalen Kreuzzug gegen die heidnischen Wenden berufen fühlt. Fjädar und Eric werden in den wirren des Krieges, der von Machtkalkül und Intrigen geprägt ist, getrennt und es beginnt für beide eine Zukunft mit ungewissem Ausgang. GEDANKEN: Anfangs fiel es mir etwas schwer in die Geschichte hineinzufinden, da mir Hintergrundwissen zum Volk der Wenden und der Geschichte fehlte. Beispielsweise schon die Zuordnung bzw. Unterscheidung von Wenden, Ukranen und Slaven war mir zu Beginn nicht möglich. Die zahlreich genannten Personen und vielen angedeuteten Ereignisse (des Königs Kreuzzüge, frühere und aktuelle Streitigkeiten, Geschichte der Christianisierung usw.) sind nicht immer einfach zu erfassen und deren Bedeutung zu begreifen, das erforderte viel Konzentration für einen Roman. Geholfen haben dabei auf jeden Fall der ausführliche Anhang zu Personen, Orten und Ereignissen und die Karte hinten im Buch. Und nach und nach bin ich in die politischen und geschichtlichen Hintergründe eingestiegen und habe es genossen, diese auf so angenehme Weise aufzunehmen und zu lernen. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin Ivonne Hübner unglaublich viel für ihre Geschichte recherchiert hat und auch, dass sie ganz persönlich emotional in dieser Geschichte steckt, war zu erkennen. Von den Charakteren, war für mich auf jeden Fall Eric der herausragende des Romans, der mir liebste Charakter mit sehr viel Tiefe. Er macht eine starke Entwicklung durch, dabei waren seine Handlungen stets nachvollziehbar. Auch wenn mir sein Verhalten nicht immer zugesagt hat, mir war Eric insgesamt näher als Fjäder, wahrscheinlich eben wegen der stärkeren Entwicklung und auch der Fehltritte, die er durchgemacht hat. FAZIT: Ein wirklich fordernder, aber interessanter und sehr gut geschriebener historischer Roman, der mich auf überzeugende und angenehme Weise auf einen Teil der deutschen Geschichte und den innerdeutschen Kreuzzug aufmerksam machte, der durch die Charaktere und ihre Schicksale lebendig wird. Was besonderes!

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    joshi_82

    joshi_82

    12. July 2011 um 11:07

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Anfangs meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Durch die vielen slawischen Begriffe, die ungewohnten Namen und das viele politische Debattieren, war es für mich schwer, mich in die Geschichte einzufinden und ich hab mehr als einmal mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Ich habe es nicht getan und bin jetzt mehr als froh darüber. Wenn man sich erst einmal an all das gewöhnt hat und das politische Gerede weniger wird, dann kann man sich auf eine wunderbare historische Geschichte freuen, die wirklich gut recherchiert ist und zu fesseln weiß. Der Schreibstil der Autorin ist der Zeit angepasst und hat mir sehr gut gefallen. Wie gesagt, ist es eine Gewöhnungssache, sich mit den ganzen slawischen Worten (die jedoch immer als Fußnote auf der jeweiligen Seite erklärt werden) anzufreunden, doch nach einer Weile fällt das gar nicht mehr so schwer. Man lernt wirklich verdammt viel über die Geschichte der Slawen, über ihre Bräuche und Riten und vor allem auch über den Krieg im 12. Jahrhundert, der so grausam war und bei dem ich mehr als einmal schlucken musste, denn Ivonne Hübner nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Ein bisschen weniger historische Fakten wären vielleicht sinnvoll gewesen, denn man wird zum Teil wirklich mit Informationen überhäuft, die man so gar nicht alle auf einmal aufnehmen kann. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Erik, Fjäder und dem Bischof Wigger von Brandenburg geschrieben. Mit Erik und Fjäder hat Ivonne Hübner zwei wunderbare Protagonisten geschaffen, die um ihre Liebe kämpfen müssen und dabei fast zugrunde gehen. Wie schlimm muss es sein, von seiner Familie, seinen Freunden und allem, was man kennt und liebt getrennt zu werden. Ivonne Hübner hat das wunderbar beschrieben und mich damit fesseln können. Ich musste unbedingt wissen, wie die Geschichte um Erik und Fjäder ausgeht, ob die beiden noch einmal zusammen finden oder sich in den Kriegwirren für immer verlieren. Die Liebesgeschichte der beiden bleibt jedoch die meiste Zeit im Hintergrund und der historische Teil ist es, der hier Vorrang hat. Am Ende des Buches gibt es noch eine Zeittafel, einen Glossar zur slawischen Sprache, sowie ein Namens- und Orts- und Sachregister. Ausserdem gibt es noch eine Karte, über den Weg, den Erik genommen hat, als er erst verschleppt wurde und auf dem er sich nachher auf die Suche nach Fjäder gemacht hat. Dadurch hat man nochmal eine gute Übersicht über die Ereignisse.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. July 2011 um 09:46

    Fjäder und Erik lieben sich und wollen so bald wie möglich heiraten. Aber dann brechen Chaos und Blut über ihr beschauliches Glück herein. Der Markgraf Albrecht von Askanien von Landgier beherrscht, zettelt mit einigen skrupellosen Mitschergen einen Kreuzzug gegen die Wenden an. Außerdem will er dieses heidnische Volk mit dem Schwert gewaltsam zum Christentum bekehren. Fjäder und Erik werden in diesen Wirren getrennt, und jeder kämpft jahrelang allein um sein Leben. Wird es ein Wiedersehen der Beiden geben? Normalerweise vermeide ich historische Romane zu lesen, finde die Bücher immer so trocken und voller Daten und Fakten. Aber bei diesem Buch reizte mich die Inhaltsangabe, und so wagte ich es. Aber schon der Prolog verwirrte mich wegen der vielen Namen , und mir fehlte noch der Überblick. Hielt durch und wurde mit einer spannenden und ans Herz gehenden Geschichte belohnt. Die Autorin Ivonne Hübner hat für dieses Buch unglaublich detaillierte Fakten recherchiert. Diese Informationsfülle kann einen Leseneuling abschrecken, aber nach den ersten Seiten hat einen das Buch gefesselt. Jahrelang müssen die beiden Hauptcharakter allein in einem fremden Land ihr Leben fristen. Immer sind die beiden in Gedanken bei dem anderen, allein mit ihren Wünschen und Hoffnungen. Verzweifelt versuchen Fjäder und Erik irgendwelche Nachrichten von dem jeweils anderen zu bekommen. Mich hat der Leidensweg der beiden Protagonisten unheimlich berührt, aber die Ignoranz der Kirchenoberen hat mich auch so wütend gemacht. Mit welcher Selbstherrlichkeit und Dummheit da über Völker entschieden wird, da schüttelte ich nur noch mit dem Kopf. Aber dieses Vorgehen findet man in unserer Weltgeschichte zu hauf - denke da an diverse Kreuzzüge oder die Besitznahme des amerikanischen Kontinents an. Es ging um erster Linie nicht um die Christianisierung, sondern um Landhunger und Geldgier einzelner. In unserer geschichtlichen Vergangenheit findet man viele solcher Beispiele. Wie Fjäder und Erik ihr schweres Schicksal meistern, ist besonders magisch beschrieben- beide erringern mit ihrer Bescheidenheit meine Hochachtung. All das hat die Autorin mit einfachen Worten spannend und bewunderswert in Szene gesetzt. Man fiebert als Leser am anderen Ende förmlich mit - so ging es mir. Fazit: Ein spannender Historienroman, der durch seinen Tiefgang aus der Masse heraus ragt.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Klusi

    Klusi

    04. July 2011 um 20:30

    Bereits seit ihrer Kindheit waren sie einander versprochen, und sie lieben sich: Erik, Sohn des Töpfers Danilo und Fjäder, Tochter des Fischers Bogdan vom Oberuckersee. Das Leben im Kreis ihrer Familien und Freunde ist beschaulich, und der Hochzeitstermin des jungen Paares rückt näher. Dann macht sich die Nachricht vom Krieg breit und zerstört die Idylle. Markgraf Albrecht von Askanien hat sich zum Ziel gesetzt, die slawischen Völker zum Christentum zu bekehren und plant mit einer Gruppe sächsischer, dänischer und polnischer Fürsten einen Kreuzzug gegen die Wenden. Es kommt zum Krieg, und kurz nach ihrer spontan vorgezogenen Hochzeit werden Fjäder und Erik brutal getrennt. Für die beiden jungen Menschen und ihre Familien beginnt ein unvorstellbarer Leidensweg. Sie geraten in Gefangenschaft und versuchen, jeder für sich, zu überleben, immer auf der Suche nach dem geliebten Partner. Anfangs braucht man etwas Geduld, um in die Handlung hinein zu finden, denn man wird schon im Prolog mit einer Vielzahl fremdartiger Namen und Begriffe konfrontiert. Auch ist es nicht ganz einfach, die politischen und kirchlichen Machenschaften zu durchblicken, über welche die Autorin sehr ausführlich berichtet. Aber die Mühe ist es Wert. Hat man sich erst einmal an den sachlichen, aber sehr schönen Schreibstil gewöhnt und mit den verschiedenen Personen vertraut gemacht, kann man die Geschichte uneingeschränkt genießen und mit großer Spannung verfolgen. Als sehr hilfreich habe ich gerade zu Beginn das Personenregister und die ausführliche Begriffserklärung im Anhang empfunden. Die Liebesgeschichte von Erik und Fjäder ist nicht vorherrschend, denn sehr bald werden die beiden getrennt. Jahrelang müssen sie sich allein durchs Leben schlagen, fortwährend schwankend zwischen Hoffnung und Resignation, denn lange Zeit haben beide nicht die Möglichkeit, sich auf die Suche nach dem anderen geliebten Menschen zu machen. Den Hauptanteil des Romans nehmen die Lebens- und Leidenswege der Protagonisten ein, immer unterbrochen von Passagen, in denen es um reale geschichtliche Entwicklungen der beschriebenen Zeit geht und wo auch einige authentische historische Persönlichkeiten angesprochen werden.Fasziniert haben mich an diesem Roman die intensiven und ausführlichen Beschreibungen der früheren Lebensumstände, der Sitten und Gebräuche der Slawen, bevor sie durch diesen Kreuzzug mehr oder weniger heimatlos und ihres alten Glaubens beraubt wurden. Die Tatsache, dass damalige „heidnische Beziehungen“ von den Christen nicht als Ehe anerkannt, sondern einfach ignoriert wurden und die Kinder der betroffenen Verbindungen als „in Sünde gezeugt“ galten, macht mich heute noch sprachlos. Es ist unfassbar, mit welcher Anmaßung die Christen über Recht und Unrecht entschieden und was sie mit ihren selbstherrlichen Bestimmungen den slawischen Völkern angetan haben.Das Ende ist großartig und hat mich sehr berührt. Trotzdem bleibt vieles ungesagt, es gibt noch jede Menge offene Fragen, was vielleicht auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Wer gerne historische, anspruchsvolle und gut recherchierte Romane liest und neugierig ist auf Teile der Geschichte, die uns heute fast unbekannt sind, obwohl sich dies alles ganz in unserer Nähe abgespielt hat, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Leela

    Leela

    21. February 2011 um 20:38

    Fjäder und Erik aus dem Stamm der Ukranen wollen heiraten, als jedoch Albrecht von Askanien einen Kreuzzug in das Land an der Uckermark ins Leben ruft, werden die beiden auseinandergerissen und verlieren sich aus den Augen. Werden die beiden wieder zusammenfinden und in ihr bisheriges Leben zurückkehren können? Ivonne Hübner hat mit "Im Land der Sümpfe" einen realistisch wirkenden, gut recherchierten Roman geschrieben. Vor allem hebt sich das Buch positiv vom sonstigen Mittelalter-Kitsch ab, da es trotz Liebesgeschichte nicht aufgesetzt oder zu unrealistisch wirkt (manche Bücher dieser Art wirken ja eher wie ein Märchen, vom schönen, bunten Mittelalter). Die beiden unterschiedlichen Erzählungsstränge sind dabei stets spannend und die gelegentlichen Perspektivenwechseln tragen ihr Übriges dazu bei. Vor allem die Wigger-Abschnitte brachten mich nicht selten zum Schmunzeln, wobei sie außerdem die damaligen Ansichten der Kirche oft gut erläutern. Ein großes Manko musste ich jedoch am Ende des Buches entdecken, denn gerade, dass es ein offenes Ende und keinen wirklichen Epilog gibt, hat mich doch eher enttäuscht. Insgesamt hat mir das Buch zwar gefallen, aber ich hatte doch gehofft, dass einige, zuvor angefangene Handlungsstränge noch zuende geführt würden. Ich bin kein Liebhaber von langen Epilogen und finde, dass man viel an einem Buch kaputt machen kann, wenn man dort zu sehr ausschweift (ein Paradebeispiel ist hier wohl Harry Potter 7, dessen Epilog sogar extrem lächerlich wirkt), aber ganz ohne ein paar abschließende Sätze wirkte das Ende für mich etwas abgehackt. Davon ab hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne realistischere Mittelalter-Romane liest oder daran interessiert ist, etwas über die Geschichte eines Volkes zu erfahren, das in der Literatur bisher nur wenig Beachtung gefunden hat.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. February 2011 um 18:40

    Vor einiger Zeit kam eine Freundin auf mich zu und gab mir einen Zettel mit einer Buchempfelung. Ich dachte "was soll ich denn damit?!?" Bis ich den Namen der Autorin las! "Das ist doch meine Freundin!" dachte ich. "Das Buch muß ich lesen!!!" Und so kaufte ich mir ihr Buch. Nach einem doch recht schwierigen Start mit vielen (fremden) Namen las ich mich in das Buch ein und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung steigerte sich und ließ bis zum Ende nicht nach. Die beiden Hauptrollen, Fjäder und Erik führen auf verschiedenen Wegen durch den Roman. Neben der Liebesgeschichte der beiden kann man eine Menge historische Hintergründe erfahren. Im Großen und Ganzen finde ich das Buch einfach nur klasse und hoffe, daß es bald eine Fortsetzung gibt.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2011 um 17:07

    Fjäder und Erik sind verlobt und die Hochzeit steht vor der Tür. Beide gehören zum Stamm der Ukranen, der im Mittelalter an den Seen der Uckermark lebte. Diese Idylle bricht zusammen, als Albrecht, der Gründer der Mark Brandenburg, einen Kreuzzug ins Leben ruft, um die Ukranen zu Christen zu machen. Die Autorin beschreibt zu Beginn des Buches den geschichtlichen Hintergrund sehr genau. Das ist hilfreich, da zumindest mir diese Fakten aus dem Geschichtsunterricht nicht mehr hängen geblieben sind. Das Dorf von Fjäder und Erik wird angegriffen und mit einem Schlag werden sie aus ihrer heilen Welt gerissen. Fjäder landet als Magd in einem Kloster und Erik wird als Sklave verkauft. Beide müssen ziemlich schnell erwachsen werden und es ist faszinierend, sie dabei zu begleiten. Ob sie sich am Ende wieder finden, sei nicht verraten:) Fazit: Eine unglaublich schöne Geschichte über zwei Liebende, die erst erwachsen werden müssen, und einem absurden Krieg, der sie auseinander reißt.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Maiher

    Maiher

    Ein Geheimtipp, der nicht länger geheim bleiben sollte: Ivonne Hübners "Im Land der Sümpfe." Packend, weil man mit den Helden Fjäder und Erik mitfiebert, spannend, weil man mit ihnen fürchtet und sehr romantisch, wenn es um die Liebesgeschichte der beiden geht. Aber die steht nur als Platzhalter für all jene, die im Jahre 1147 von den christlichen Heerscharen Albrechts von Askanien unterjocht und verschleppt wurden: Erik als Sklave, Fjäder als (Zwangs-)Arbeiterin. Es ist erstaunlich, mit wie viel Recherche Ivonne Hübner diese komplexe Problematik elegant dargestellt hat, ohne den Leser zu ermüden. Das tiefe Wissen um die Problematik zeigen sich in allen Ivonne Hübner-Romanen und scheint ein Markenzeichen auch für den Dryas-Verlag zu sein.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2010 um 09:40

    Im Sommer 1147 beschliessen einige deutsche Fürsten, Gräfe und Bischöfe einen Kreuzzug gegen die heidnischen Wenden. Vordergründig um sie dem Christentum zu zuführen, hintergründig um sich das Land der Slawen anzueignen. Ausserdem war der damalige Innerdeutsche Kreuzzug eine willkommene Gelegenheit nicht am nächsten Kreuzzug ins Heilige Land teilzunehmen. Die Deutschen erobern das ganze Land zwischen Elbe und Oder. Die Slawen werden getötet oder gefangen genommen ihre Dörfer und Temple werden verbrannt. Dieses Schicksal trifft auch Erik und Fjäder, die erst seit kurzem miteinander verheiratet sind. Während Fjäder mit anderen Frauen als Arbeiterin in ein Kloster bei Brandenburg verschleppt wird, landet Erik auf dem Sklavenmarkt in Haithabu. Aber Erik und Fjäder geben die Hoffnung nicht auf. Sie wissen beide, dass der Andere noch lebt und Erik hat Fjäder versprochen sie eines Tages zu finden.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    ginnykatze

    ginnykatze

    07. November 2010 um 12:56

    Inhalt: Dies ist die Geschichte von Fjäder und Erik, die gemeinsam im Land der Sümpfe am Oberuckersee aufwachsen. Sie sind von Geburt an einander versprochen. So wachsen sie im Kreise ihres Volkes doch einigermaßen sorglos auf. Kurz nach ihrer Heirat aber muss Erik in den Kampf ziehen, denn Markgraf Albrecht von Askaninen plant einen Kreuzzug gegen die Wenden, um diese zum Christentum zu bekehren. Während dieses Kreuzzuges werden Fjäder und Erik auseinander gerissen. Sie versuchen noch gemeinsam zu flüchten, werden aber von den Schergen des Grafen eingefangen. Nun beginnt die lange und mühsame Reise der Beiden. Erik wird als Sklave gebranntmarkt und kämpft sich alleine und ohne einen Freund seines ukranischen Volkes durch schwere Zeiten. Fjäder wird mit einigen der ihren zusammen zum Bischof Wigger geschleppt und dient nun den Nonnen. Diese wollen auf Geheiß des Bischofs einiges, was während des Kreuzzuges geschehen ist, an den Arbeiterinnen wieder gut machen. Sie sollen alle getauft und später dann verheiratet werden. Erik hingegen kommt weit rum und sucht immer, soweit es ihm möglich ist, nach Fjäder…… Fazit: Dieses Buch ist nicht einfach so zu lesen. Man muss anfangs schon sehr konzentriert sein, um die ganzen Namen, Orte und Zusammenhänge zu verstehen. Die ersten 100 Seiten sind für mich mühsam gewesen und ich musste mich immer wieder antreiben, weiter zu lesen. Fürs Durchhalten wurde ich dann belohnt und das Buch nahm an Spannung und Leseleichtigkeit zu. Die Hauptprotagonisten sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen. Auch der Kreuzzug und seine schlimmen Auswirkungen sind gut recherchiert und wurden gut rübergebracht. Die Zeit war leider so. Die Geschichte um Fjäder und Erik ist sehr interessant aber auch traurig. In so jungen Jahren zu heiraten und dann auseinandergerissen zu werden ein harter Schlag. Aber die beiden jungen Leute geben nicht auf. Ein Spruch ist mir besonders gut in Erinnerung: „Liebst du sie, ich weiß nicht, wir waren immer zusammen“. Nachdem ich doch anfangs Schwierigkeiten hatte, war ich dann so besessen von dem Buch, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich kann dieses Buch empfehlen, aber lest es nur, wenn ihr auch die Zeit dafür habt. Ein Lesevergnügen der ganz anderen Art. Für nebenbei ist es nichts. Man muss am Anfang doch sehr konzentriert sein, nach den ersten 100 Seiten ist es dann einfacher.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Frida

    Frida

    25. October 2010 um 14:04

    Ein großes Buch. Ivonne Hübner, Jahrgang 1977, bricht durch eine Marktlücke und verspricht nicht zu viel, wenn sie eine Begebenheit, an der jeder Geschichtsunterricht vorüberzieht, in ihrem Roman "Im Land der Sümpfe" aufarbeitet. Ein Kreuzzug auf deutschem Territorium im Jahre 1157 macht uns deutlich, zu welch hohem Preis die Gebiete zwischen Elbe und Oder dem heutigen deutschen Raum angegliedert werden. Leidtragend sind wie immer die einfachen Leute. So schreibt Hübner aus der Sicht zweier Ukranischer "Teenager" wie sie die Wirren ihrer Zeit wahrnehmen und welche Schicksale sich aus dem Krieg zwischen Albrecht dem Bären und den Wendenfürsten ergeben. Eine rührende Geschichte vom Sich-Verlieren und (vielleicht?) Wieder-Finden, vom heranwachsen und erwachsen werden. Für jeden Leser etwas dabei: die Liebesgeschichte für die Sensiblen, die deutsch-deutsche Geschichte für jeden Geschichtsinteressierten, der kirchenpolitische Konflikt für jeden Skeptiker und eine federleichte Zauberwelt, gesponnen aus den Mythen slawischen Volksgutes für jeden Phantasy-Freund. Hübners Sprache bedient all diese Lesergruppen individuelle, als wolle sie nicht versäumen, jeden Geschmack zu treffen. Ein aufwendig mit Zusatzmaterial wie Karten, Register, Übersetzungen erarbeitetes Buch, das nicht versäumt werden sollte.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    lipophil

    lipophil

    24. October 2010 um 21:30

    Fjäder und Erik sind zwei Slawen, die einander bereits seit Kindesbeinen versprochen sind. Sie wachsen gemeinsam auf und lieben sich, werden jedoch während der Kreuzzüge in ihrer Heimat getrennt. Erik schwört, Fjäder wieder zu finden. Nachfolgend werden die Lebenswege der beiden geschildert, von denen hier nicht zu viel verraten werden soll. Die ersten Seiten sind mir schwergefallen, da sehr viele Personen genannt werden, deren slawische Namen ungewohnt sind und daher nicht leicht zu merken sind. Aber es lohnt sich, weiterzulesen. Denn die Geschichte ist interessant, die Personen sind toll beschrieben und haben keine 08/15-Charaktere, und der Schreibstil der Autorin ist gut. Das Buch hat mir sehr gefallen.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    Phantasy

    Phantasy

    23. October 2010 um 10:01

    Die innerdeutschen Kreuzzüge gegen die "Heiden" bilden den geschichtlichen Hintergrund dieses historischen Romans. Das persönliche Schicksal von Erik und Fjäder, zweier Slawen, wird vor diesem Hintergrund gefühlvoll gezeichnet. Erik und Fjäder sind im gleichen Dorf aufgewachsen, und schon als sie noch Kinder waren haben ihre Väter festgelegt, dass die beiden einmal heiraten sollen. Doch diese Tatsache mindert nicht ihre wachsende Liebe - ein Leben ohne den anderen kann sich keiner von beiden vorstellen. Durch die Kreuzzüge zur Christianisierung der Slawen und die damit verbundenen Kämpfe werden die beiden jedoch kurz nach ihrer Hochzeit getrennt und verschleppt. Machtspiele diverser Bischöfe, Könige, Fürsten und Markgrafen bestimmen dabei die großpolitischen Umstände und zu gewissen Teilen auch das Leben von Erik und Fjäder. So landet Fjäder als Arbeiterin in einem Kloster, während Erik als Sklave von einem Steinmetz gekauft wird, der einen Lehrling braucht. Beide spüren, dass der andere noch lebt und können mit ihrer Vergangenheit nicht abschließen. Nicht immer ist dieser Roman einfach zu lesen: Die geschichtlichen Hintergründe, die in einem eigenen Handlungsstrang mit der Person des Bischofs Wigger geschildert werden, sind zum Teil kompliziert. Als Leser erfasst man die Machtstreitigkeiten zwischen Klerus und Adel sowie auch innerhalb der Stände nur nach und nach. Die Bedeutung, die von der Besetzung beispielsweise eines Bischofssitzes ausgeht, ist heute wohl nicht mehr so präsent und daher nicht immer direkt nachvollziehbar. Diese Hintergründe jedoch sind es, die den Roman sehr authentisch machen. Ein weiterer Baustein für die Authentizität sind die immer mal wieder auftauchenden slawischen Worte. Deren Verwendung kann den Lesefluss zwar teilweise leicht unterbrechen, doch macht sie auch immer wieder deutlich, dass Erik und Fjäder einer anderen Kultur angehören, der sie durch die Christianisierung beraubt werden (sollen). Die Verwendung unterschiedlicher Handlungsstränge - aus Sicht der Christen (in Person von Bischof Wigger) und aus Sicht von Erik oder Fjäder - machen den Roman interessant und spannend. Wären etwa die geschichtlichen Hintergründe nur als Einschübe in die Geschichte von Erik und Fjäder aufgenommen worden, so wären sie sicher nicht so interessant gewesen, als in der vorliegenden "Version", in der sie aus Sicht Bischof Wiggers geliefert werden. Im Vergleich mit manch anderem historischen Roman ist dies aus meiner Sicht ein großer Pluspunkt. Des Weiteren ist die Darstellung der Personen mit Sicherheit eine große Stärke dieses Romans. Alle wichtigen Personen werden sehr deutlich beschrieben, so dass man ihren Charakter sehr gut erkennt und ein exaktes Bild von ihnen bekommt. Dadurch kann man sich auch gut in sie hineinfühlen; die Personen werden richtig lebendig. Fazit: Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Die geschichtlichen Hintergründe fand ich interessant, wenn auch nicht einfach, und die Personen und ihr Schicksal haben mich richtig ergriffen. Für absolut Geschichtsuninteressierte Menschen ist er wahrscheinlich nur bedingt zu empfehlen, aber für mich war es genau die passende Mischung aus Historie und persönlicher Geschichte interessanter Menschen.

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  • Rezension zu "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner

    Im Land der Sümpfe
    buffy9004

    buffy9004

    21. October 2010 um 22:16

    Das Buch "Im Land der Sümpfe" von Ivonne Hübner handelt von Erik und Fjäder, einem slawischen Pärchen. Im Krieg getrennt, glauben sie immer daran, dass der andere lebt und das sie wieder zueinader finden. Weiter möchte ich auf das Geschehen nicht eingehen. Zur "schlechten" Bewertung ist zu sagen, dass ich mir sehr schwer getan habe mit den Namen, Daten usw.. Es ist einfach ein etwas anderes Buch. Allein auf den ersten Seiten muss man sich durch scheinbar unendliche Namen wühlen, irgendwie erkennen, wie sie zueinander in Beziehung stehen etc. Ich liebe historische Romane und ich bin auch jemand, der noch nie ein Buch verschmäht hat, egal wie beschwerlich das Lesen war, aber dieses Buch war für mich ein Kampf. Ich weiß nicht, ob es einfach an der Thematik lag, normalerweise lese ich sehr gerne etwas historisches, am liebsten über Frankreich oder England. Aber ich wollte mich mal auf neues Eis wagen - nur leider bin ich gestrauchelt und gestürzt. Zum Schreibstil der Autorin muss ich sagen, dass er dennoch sehr gut ist. Zudem muss gesagt werden, dass das Werk sicher eine Menge Arbeit beinhaltet, allein um die Fakten zusammen zu tragen. Ivonne Hübner hat sich sehr intensiv mit den historischen Details beschäftigt.

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