Ketzerhaus

von Ivonne Hübner 
4,7 Sterne bei17 Bewertungen
Ketzerhaus
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Selten einen so gut recherchierten, sprachlich ausgefeilten, phantasievoll gestalteten, historischen Roman gelesen:)), LESEN!!

S

Ein sehr guter und lesenswerter, historischer Roman.

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Inhaltsangabe zu "Ketzerhaus"

November 1517. Luthers 95 Thesen gelangen durch aufrührerische Studenten in die hochfromme Stadt Görlitz an der Neiße. Elsa, eine Magd, und Andres, Brauereisohn und Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, ahnen nicht, dass ihrer beider Schicksal miteinander verknüpft ist. Während Elsa das Leben an der Seite von Gunnar, Andres’ Stiefbruder, vorbestimmt ist, verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste sollen ihm zum Verhängnis werden. Die verbotene neue christliche Religion und das Leben unter dem Dach des »Ketzerhauses« verbinden ihn und Elsa unzertrennlich. In den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inquisition und als Anhänger reformatorischen Gedankenguts feiern sie die erste lutherische Hochzeit in Görlitz, und es wird ihnen möglich, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Phantasievoll, spannend und kenntnisreich erzählt die Autorin von den bewegten Zeiten der Reformation, in denen Andres als Wittenberger Student Martin Luther und dessen Umfeld begegnet, und rückt zugleich die Frauen, die zum Gelingen einer neuen Ordnung wesentlich beitrugen, ins Blickfeld.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954627851
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:640 Seiten
Verlag:Mitteldeutscher Verlag
Erscheinungsdatum:01.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Violet Baudelairevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roman mit einem angenehmen Schreibstil, wodurch man es gar nicht aus der Hand legen will!
    Eine Liebe in Zeiten der Reformation

    1517, Görlitz: die Magd Elsa lebt bei der Brauereifamilie Hinterthur als Luthers aufrührerische Thesen von Studenten in die Stadt gebracht werden. Einer dieser Studenten ist Andres Hinterthur, der eigendlich Prister werden wollte, sich aber durch die Lehre bei Luther gegen die römisch-katholische Kirche wenden. Zwischen beiden entsteht eine Freundschaft, die sich bald in Liebe entwickelt, doch Elsa soll, als Tochter eines verstorbenen Brauers, Andres Stiefbruder heiraten und Andres wird wegen Ketzerei gesucht. In den Wirren von Reformation, Inquisition und Pest versuchen beide ihren Weg zueinander zu finden.
    Mir gefiel vorallem die Entwicklung der Figur "Elsa", ihren Weg von der unsicheren jungen Frau zur reifen und selbstbewussten Erwachsenen.
    Durch Ivonne Hübner's Schreib- und Erzählstil liest sich dieses 500 Seiten-starke Werk sehr angenehm und ist dazu noch extrem spannend, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Einfach großartig!

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    Hopeandlives avatar
    Hopeandlivevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Selten einen so gut recherchierten, sprachlich ausgefeilten, phantasievoll gestalteten, historischen Roman gelesen:)), LESEN!!
    95 Thesen!

    November 1517. Die 95 Thesen des Martin Luther gelangen durch aufrührerische Studenten in die hoch-fromme, römisch-katholisch geprägte Stadt Görlitz an der Neiße.
    Die beiden Hauptprotagonisten Elsa, eine Magd und Andres, Sohn eines Brauereibesitzers und  Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, leben unter dem Dach des "Ketzerhauses".
    Während Elsas Leben an der Seite von Gunnar, Andres`Stiefbruder, vorbestimmt zu
    scheint, verliert Andres immer mehr den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde.
    Er protestiert aus tiefster, innerer Überzeugung und sein wachsender Glaube an die verbotene, neue Religion wird ihm immer mehr zum Verhängnis.
    In den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inquisition und als Anhänger reformatorischen Gedankenguts kommen sich Elsa und Andres näher und ein zarte Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf, die immer mehr an Tiefe gewinnt und an Tragik zunimmt.

    Ivonne Hübner ist ein wirklich einmalig gut recherchierter, spannender und flüssig lesender Roman zur Reformation gelungen.
    Allein schon das Cover deutet auf den Inhalt hin, denn im Mittelpunkt dieses Romans stehen die Frauen dieser Zeit und sie werden von Seite zu Seite lebendiger. Durch die fantasievolle Gestaltung der 95 Kapitel, die als Überschrift je eine These beinhalten, fühlt man sich so lebendig in diese Zeit hinein versetzt, auch durch das wechselnde Schriftbild und die mittelalterliche Sprache.
    Ich lese und genieße diesen historischen Roman mit genau der richtigen Dosis Liebesgeschichte und bin einfach dankbar, hier in unserer Zeit zu leben und frei in meinem Glauben zu sein.

    Ich bin sehr begeistert, schildert er doch das Leben der einfachen Menschen und ganz besonders der Frauen, sehr detailtreu und -verliebt und dabei wird diese große Geschichte unglaublich lebendig.
    Empfehlung: LESEN!

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    sandrar44s avatar
    sandrar44vor einem Jahr
    Super recherchierter Reformationsroman

    Im Jahre 1517 brachte Luther seine 95 Thesen raus und durch Studenten gelangten Sie in die römisch-katholische Stadt Görlitz. Das brachte natürlich eine Aufregung in die Stadt, da Luthers Thesen in Kirchenreihen verpönt waren.

    Elsa und Andres, zwei Hauptcharaktere des Buches, ahnen nicht, dass ihre Schicksale eng miteinander und mit den Thesen Luthers verwoben sind. Andres schlägt, so wie seine Eltern es wollten, die Priesterlaufbahn ein. Im Laufe seiner Ausbildung verliert er aber den Glauben an die römisch-katholische Kirche, schlägt sich auf die Seite Luthers und wendet sich vom herkömmlichen Glauben ab. Elsa ist anfänglich hin- und hergerissen zwischen beiden Glaubensrichtungen – ist letztendlich aber auch überzeugt von Luthers Thesen.

     Am Beispiel des Paares Elsa und Andres zeigt das Buch auf, wie der Umgang mit Glaubenskonflikten und auch Konflikten innerhalb der Familie umgegangen wird. Es war bereits beschlossene Sache, dass Elsa Gunnar versprochen wurde und dies sollte auch mit allen Mitteln durchgesetzt werden. In Zeiten von Pest und Inquisition war es nicht einfach zu seinen Idealen zu stehen und für seine Liebe zu kämpfen. Auch die heimliche lutherische Hochzeit von Andres und Elsa wurde nicht anerkannt. Aber sie finden ihren Weg und am Ende ist alles gut.

    Phantasievoll, mit Liebe zum Detail und sehr kenntnisreich beschreibt die Autorin die Liebe zwischen Andres und Elsa in den bewegten Zeiten des Umschwungs in der römisch-katholischen Kirche. Was mir besonders gut gefallen hat, dass die Frauen mit in den Vordergrund gerückt wurden, was in den damaligen Zeiten ja nicht unbedingt alltäglich war.

    Das Cover des Buches finde ich gut gewählt, eine von Männern bedrängte Frau, wohl nicht wirklich eine Seltenheit zur  beschriebenen Zeit.  Passt zum Buch. Hätte mich in der Buchhandlung sehr wohl animiert, selbiges Buch in die Hand zu nehmen und der Klappentext hätte es dann geschafft, dass ich das Buch auch mit nach Hause nehme. Also alles richtig gemacht.

    Auch den Aufbau des Buches finde ich super gelungen – 95 Thesen also auch 95 Kapitel. Jedes Kapitel hat eine These als Überschrift – perfekt. Ein wirklich sehr gut recherchierter, spannend geschriebener Roman. Unbedingte Leseempfehlung an jeden, der sich für historische Romane und für den Wandel in der römisch-katholischen Kirche interessiert. 

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    smile_about_itvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr guter und lesenswerter, historischer Roman.
    Luther-aus einer anderen Sicht


    Inhalt: November 1517. Luthers 95 Thesen gelangen durch  
                 aufrührerische Studenten in die hoch-fromme Stadt Görlitz an
                 der Neiße. Elsa, eine Magd und Andres, Sohn eines
                 Brauereibesitz und Hoffnungsträger einer großen
                 theologischen Laufbahn als Priester, leben unter dem Dach
                 des ,,Ketzerhauses". Während Elsas Leben an der Seite von
                 Gunnar, Andres´ Stiefbruder, vorbestimmt zu seien scheint,
                 verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische
                 Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste und die
                 verbotene neue christliche Religion sollen ihm zum
                 Verhängnis werden. Doch in den wirren des
                 Glaubenskonflikten, in Zeiten der Pest und Inquisition und als
                 Anhänger reformatorischen Gedankengutes kommen sich     
                 Elsa und Andres näher.


    Infos: Titel: Ketzerhaus                          Verlag: mitteldeutscher Verlag
               Autor: Ivonne Hübner                 Seitenanzahl:  571              
               Kosten:16,95 €


    Kritik: Das Cover fand ich sehr schön, da es auch sehr gut zum
               Thema des Buches passte. Der Roman ist sehr flüssig
               geschrieben und sehr gut zu Lesen. Die Charaktere sind gut
               dargestellt, leicht zu verstehen und man konnte ihren
               Handlungen gut verfolgen. Es war sehr gut recherchiert und
               viele Dinge wurden auch mal von einer anderen Seite
               beleuchtet, somit war das Buch leicht nachvollziehbar. Es
               wurde auch gezeigt, das die Reformation Probleme mit sich
               brachte und die Menschen es nicht immer leicht hatten. Die
               vielen historischen Fakten waren gut verpackt.


    Fazit: Ein sehr lesenswerter, guter und informativer historischer
               Roman.
     
     

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    mitteninsherzs avatar
    mitteninsherzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Endlich mal wieder ein richtiger hist. Roman, ohne verhersehbarem Kitsch und abgedroschener Thematik.
    Wunderbar! Endlich eine Geschichte zur Reformation, die man versteht!

    Als Elsa als Magd bei Familie Tylike angestellt wird, ahnt sie noch nicht, dass sie hineingerissen wird in ein Netz von Intrigen, Geheimnissen und selbst zum Spielball von Machtmissbrauch und Eitelkeiten wird. Und sie ahnt nicht, dass sie sich in den in Kindertagen verachteten Andres Hinterthur verlieben wird.

    Ivonne Hübner versteht es grandios, das wirklich komplizierte Konstrukt von religiösen Machenschaften und theologischen Bedeutsamkeiten so herunterzubrechen, dass sie dem von ihr stets hoch gesteckten Bildungsanspruch keinesfalls überstrapazierte, sondern gezielt den Leser dort abholt, wo er steht: im Tal der Ahnungslosen.

    Der inoffizielle Nachfolger der "Teufelsfarbe", wie sie selbst bei ihrer Lesung in Görlitz betonte, setzt in der kleinen Parochie Horka an und führt den Leser dann nach Görlitz und auch nach Wittenberg zu den Schaltstellen der Reformation. Elsa fungiert hierbei als Vermittlerin zwischen Andres, vor seinen Häschern versteckt in einer Dachkammer und dem großen Reformator Luther. Im Nachwort erfährt der Leser, dass Hübner hier der Rolle der Frau in der reformatorischen Sache ein Denkmal setzt und auf ihrem Blog erfahren wir eine Menge gut recherchierter Hintergrundinformationen, die sicherlich Monate in Archiven und Bibliotheken voraussetzten.
    So gelingt es der Autorin trefflich, Elsas Weg von der verhuschten, altmodischen, spätmittelalterlichen und Abergläubischen Glucke hin zur selbstbewussten, vernunftbegabten und refklektierenden Frau der Renaissance darzustellen.
    Bis zum Schluss bleiben Handlungswendungen und Schluss offen, überraschen in ihren Verstrickungen und zeigen interessante Aspekte des Zeitgeschehens der Lausitz, speziell Görlitz', das Dank der Pest von 1521 schließlich protestantisch werden konnte.

    Ihr Stil reift! Hübner bleibt ihrer bebilderten Sprache treu, auch der Liebe zum Detail. Doch anders als noch in den vorangegangenen Romanen und Krimis lernen wir hier Hübner ganz neuartig kennen, wenn es um die Sprachreduktion geht. Sie zeigt jetzt mehr Mut zur Lücken, zum Leerraum, den die Leserfantasie braucht.

    Grandios!


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    irismarias avatar
    irismariavor einem Jahr
    in die Reformationszeit eintauchen

    Passend zum Reformationsjubiläum lässt Ivonne Hübner ihren historischen Romans "Ketzerhaus" in der Zeit von Luther spielen. Die zwei Hauptfiguren, Andres und Elsa, stehen exemplarisch für einen Menschen, der sich auf Luthers Ideen einlässt bzw. jemanden, der dem bisherigen Denken verhaftet ist. Beide entstammen Brauereifamilien in Görlitz. Ihre Wege kreuzen sich schon als Kinder, doch erst später werden sie zum Paar. Andres studiert Theologie in Wittenberg und lernt dort Luther kennen. Doch die 95 Thesen führen in Görlitz zu Aufsehen und wer sie besitzt, wird verfolgt und bestraft.
    Ivonne Hübner lässt in ihre Geschichte viele historische Fakten einfließen und hat auch die Sprache an die damalige Zeit angepasst. Das ist ungewöhnlich und man muss sich erst einlesen, aber es versetzt einen beim Lesen in die Reformationszeit. Gut gefallen hat mir, dass neben der Haupthandlung auch die Situation anderer Personen im Blick stand und es wurde deutlich, dass gerade Frauen es nicht leicht hatten.
    Mein Fazit: ein schöner historischer Roman, bei dem man in die Reformationszeit eintauchen kann

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    K
    KarinG71vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller historischer Roman. Lesenswert!
    lehrreicher historischer Roman

    Elsa und Andres lernen sich als Kinder kennen, verlieren sich aber aus den Augen und begegnen sich erst nach längerer Zeit wieder. Durch Andres Zugehörigkeit zur „verbotenen christlichen Religion wird er von seiner Mutter, bei der Elsa als Magd angestellt ist, versteckt.

    Elsa entdeckt daß Geheimnis und kommt Andres und seinem Glauben langsam etwas näher. Als sich beide verlieben, feiern sie im kleinen Kreise eine Hochzeit im Sinne der lutherischen Kirche.

    Als Reinhild, Andres Mutter, entdeckt, daß ihr Sohn mit Elsa verheiratet ist und dies ihre Pläne mit dem gewünschten Berufsziel des Sohnes zum Scheitern bringt, zwingt sie Elsa zur Heirat mit Gunnar, dem dummen Stiefbruder von Andres. Hierdurch und mit dem Ausbruch der Pest kommt es zu reichlich Spannung in der Geschichte.

    Meine Meinung:

    Mich hat dieses Buch sehr zum Nachdenken gebracht. Sicher, im Jubiläumsjahr der Reformation weiß man Bescheid über den Unterschied der römisch-katholischen zur evangelischen Kirche. Aber ich habe mir nie Bewusst gemacht, mit welchen Mühen und unter welchen Risiken diese Reformation zustande kam. Ich weiß es jetzt viel mehr zu würdigen. Ich denke, ich werde mich noch ein wenig mit dieser Epoche beschäftigen…..

    Klare Kaufempfehlung!

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    grit0707s avatar
    grit0707vor einem Jahr
    "Ketzerhaus" - Eine Geschichte zur Zeit der Reformation durch Luther

    Klappentext:
    November 1517. Luthers 95 Thesen gelangen durch aufrührerische Studenten in die hochfromme Stadt Görlitz an der Neiße. Elsa, eine Magd, und Andres, Brauereisohn und Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, ahnen nicht, dass ihrer beider Schicksal miteinander verknüpft ist. Während Elsa das Leben an der Seite von Gunnar, Andres Stiefbruder, vorbestimmt ist, verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste sollen ihm zum Verhängnis werden. Die verbotene neue christliche Religion und das Leben unter dem Dach des »Ketzerhauses« verbinden ihn und Elsa unzertrennlich. In den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inquisition und als Anhänger reformatorischen Gedankenguts feiern sie die erste lutherische Hochzeit in Görlitz, und es wird ihnen möglich, einen gemeinsamen Weg zu finden. Phantasievoll, spannend und kenntnisreich erzählt die Autorin von den bewegten Zeiten der Reformation, in denen Andres als Wittenberger Student Martin Luther und dessen Umfeld begegnet, und rückt zugleich die Frauen, die zum Gelingen einer neuen Ordnung wesentlich beitrugen, ins Blickfeld.

    Meine Meinung:
    Da wir dieses Jahr 500 Jahr der Reformation feiern können, hat mich dieses Buch sofort interessiert. Ich fand den Erscheinungszeitpunkt sehr gut gewählt. Das Cover hat mir sofort gefallen und es ist erkennbar, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Von der ersten Seite an ist man in der Geschichte angekommen. Der Schreibstil ist flüssig und auf Grund der interessanten Geschichte liest sich das Buch einfach so weg. Die Protagonisten sind authentisch dargestellt und ich habe mit Elsa und Andres die ganze Zeit mitgelitten und gehofft. Auch fand ich sehr gut beschrieben, wie Menschen sich entwickeln, wenn die Zeit auch nicht immer so einfach sind.Die Zeit der Reformation durch Luther hat Ivonne Hübner sehr gut recherchiert und die historischen Fakten lassen diese Zeit lebendig werden.

    Mein Fazit:
    Für jeden Liebhaber der historischen Romane ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert. Mich hat das Buch sofort in den Bann gezogen und ich konnte über die Zeit der Reformation noch einige Fakten dazu lernen. Von mir gibt es für dieses tolle Buch eine klare Leseempfehlung. 

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    Aspasias avatar
    Aspasiavor einem Jahr
    Liebe lieber lutherisch

    Klappentext:

    November 1517. Luthers 95 Thesen gelangen durch aufrührerische Studenten in die hochfromme Stadt Görlitz an der Neiße. Elsa, eine Magd, und Andres, Brauereisohn und Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, ahnen nicht, dass ihrer beider Schicksal miteinander verknüpft ist. Während Elsa das Leben an der Seite von Gunnar, Andres’ Stiefbruder, vorbestimmt ist, verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste sollen ihm zum Verhängnis werden. Die verbotene neue christliche Religion und das Leben unter dem Dach des »Ketzerhauses« verbinden ihn und Elsa unzertrennlich. In den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inquisition und als Anhänger reformatorischen Gedankenguts feiern sie die erste lutherische Hochzeit in Görlitz, und es wird ihnen möglich, einen gemeinsamen Weg zu finden. Phantasievoll, spannend und kenntnisreich erzählt die Autorin von den bewegten Zeiten der Reformation, in denen Andres als Wittenberger Student Martin Luther und dessen Umfeld begegnet, und rückt zugleich die Frauen, die zum Gelingen einer neuen Ordnung wesentlich beitrugen, ins Blickfeld.


    Kritik: 

    Ein wunderschönes Cover, dass einen Bildausschnitt aus dem Gemälde "Die Fabel vom Mund der Wahrheit" von L. Cranach d. Ältere Werk "" zeigt, nach dem ich im Buchhandel sicherlich motiviert gegriffen hätte. Eine von Männern bedrängte Frau. Ich finde auch, ein passend gewähltes Motiv, um die Situation der Protagonistin des Romans darzustellen.

    Der Plot des historischen Romans "Ketzerhaus" von Ivonne Hübner, die Darstellung der Zeit, der Beginn der histor. sogen. Neuzeit, so eine Art Zwischenzeit, in der das mittelalterlichen Weltbild der gesellschaftlichen Mehrheit nun erstmals unkittbare Risse bekommt, die detaillierte Beschreibung des Settings in Görlitz, die mich neugierig auf diese Stadt gemacht hat, die gelungene Verflechtung von Haupt- und Nebenhandlungen, sowie die Zeichnung der Haupt -und Nebenfiguren, all das hat mir gefallen.
    Der Roman ist kenntnisreich geschrieben, natürlich gut recherchiert.

    Leider hat mich die alles überlagernde Erzählerstimme gestört. Wäre sie eine handelnden Figuren, also als Zeitzeuge für mich erkennbar, hätte ich mich möglicherweise auch mit ihrem Duktus, der gerade zu Beginn mehr von den Gebrüdern Grimm als von Luther inspiriert klang, arrangieren können, so empfand ich ihn oft als aufgesetzt. Hier erzählt und beschreibt dieselbe, allwissende Figur, vermittelt ihre Sicht auf alles und jeden, was ich über 568 Seiten dann doch etwas eintönig fand.

    Kommentare: 1
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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor einem Jahr
    Ketzerhaus

    Einst sind Elsa und Andres als Nachbarskinder aufgewachsen, verlieren sich aber aus den Augen, bis Elsa bei Andres´ Familie als Magd arbeitet und Andres sich in deren Haus verstecken muss. Andres ist auf dem Weg, Priester zu werden und die sich anbahnende Liebe zwischen den beiden hat eigentlich keine Zukunft. Andres ist der Lehre Martin Luthers zugetan und auch Elsa wendet sich im Laufe der Zeit dieser zu. Allerdings soll sie Gunnar heiraten, was vor allem ihrer Familie helfen würde.

    Die gesamte Geschichte ist vollgepackt mit vielen historischen Fakten, die super recherchiert wurden und von sehr sympathischen Charakteren dargestellt sind. Besonders die Hauptpersonen zeigen durch ihre Verwandlung im Laufe der Jahre, wie diese Zeit geprägt wurde.

    Klare Leseempfehlung, besonders im Reformationsjahr ein wertvolles und spannendes Buch.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Huebners avatar
    Meine lieben Bücherwürmer,

    endlich ist es wieder so weit. Ich möchte euch mit meinem neuen Roman auf eine spannende Reise ins frühe 16. Jh. einladen.

    Reformation. 2017 hört man ja von nichts anderem! (An mancher Stelle kann man es fast schon nicht mehr hören, obwohl es so ein spannendes Thema ist!)
    Doch weit mehr als trockene theologische Theorie erwartet euch im "Ketzerhaus".

    Begebt euch gemeinsam mit unserer Heldin Elsa ins Görlitz des ausgehenden Mittelalter und entdeckt mit ihr gemeinsam wie viel mehr das Leben zu bieten hat als Töpfe zu schrubben und "Amen" in der Kirche.

    Im November 1517 gelangen Luthers 95 Thesen durch aufrührerische Studenten auch nach Görlitz an der Neiße. Elsa, eine Magd, und Andres, Sohn eines Brauereimeisters und Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, leben gemeinsam im "Ketzerhaus". Während Elsas Leben an der Seite von Gunnar, Andres' Stiefbruder, vorbestimmt zu sein scheint, verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste und die verbotene neue christliche Religion sollen ihm zum Verhängnis werden.
    Können sich Elsa und Andres in den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inqusition näher kommen?

    Neugierig?
    Dann rann an die Tasten! Bewerbt* euch und beantwortet mir folgende 2 Fragen, um eines von 15 Exemplaren im Osternest zu wissen:

    1. Welche Bedeutung hat das Ei in der christlichen Religion?
    2. Wie nehmt ihr das Reformationsjahr wahr? Empfindet ihr es als wichtig, oder könnte man den ganzen Trubel auch sein lassen?


    Viel Erfolg
    und
    herzliche Grüße

    Ivonne Hübner

    * Jeder Gewinner verpflichtet sich zur Rezension des Romans.

    S
    Letzter Beitrag von  SummseBeevor einem Jahr
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