Ivonne Hübner Teufelsfarbe

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Inhaltsangabe zu „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner

„Teufelsfarbe“ wurde im 16. Jahrhundert das Färber-Blau genannt. Es zerfresse Stoffe und brächte Unglück, so der landläufige Aberglaube, wie ihn auch Johann Krünitz in seiner Oeconomischen Encyclopädie von 1773 festhält. Ausgerechnet Waidpflanzen, welche damals die blaue Farbe für die Gewänder der Fürsten lieferten, will Bauer Christoph Rieger anbauen, und reich will er damit werden, denn die Farbe ist gefragt im böhmischen Königreich des 16. Jahrhunderts. Er möchte nicht mehr von der Hand in den Mund leben. Gegen den Willen seiner Familie und zum Entsetzen der Gemeinde nimmt der Sonderling der kleinen Parochie Horka ein als Hexe verschrienes Mädchen zur Frau, um sich mit deren Mitgift seinen Traum zu ermöglichen. Zu spät erkennt er, dass seinem Vorhaben Steine in den Weg gelegt werden... Christophs Geschichte basiert auf einem realen Vorfall, der sich am 25. April 1510 in Horka zwischen einem Bauern und seiner Obrigkeit zugetragen hat.

Atmosphärisch und spannungsgeladen in einem! Ein anspruchsvoller historischer Roman!

— verirrtes_irrlicht

Ein tolles Buch, das sich m.E. positiv aus der Masse der historischen Romane hervorhebt :-))

— Penelope1

Jetzt "Teufelsfarbe" als Ebook kostenlos herunterladen & lesen: http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/teufelsfarbe_ebook.pdf

— DieBuchkolumnistin

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  • Zum Eintauchen in die damalige Zeit

    Teufelsfarbe

    verirrtes_irrlicht

    03. July 2017 um 20:03

    Ivonne Hübner schafft es mit ihrem Debütroman, den Lesenden ganz ins Deutschland des 16. Jahrhunderts eintauchen zu lassen. Da wird nichts romantisch verklärt, nichts überspitzt und nichts unglaubhaft kitschig dargestellt. Wenn man diesen Roman liest, hat man das Gefühl, als würde er schonungslos und offen die damalige Zeit beschreiben - wunderbar atmosphärisch und mit bildgewaltiger Sprache, die das Ganze so anschaulich macht!Freilich, am Anfang muss man sich darauf einlassen: Auf Christophs lange Reden um den Waid, in dem er sich gefühlt tausendmal wiederholt. Aber all das lässt die Figur des Christophs in sich stimmig wirken, weil wir hautnah miterleben, wie er für seine Idee kämpft. Auch die Beziehung zu Margarete muss erst wachsen und reifen, bevor sie erwachen kann.Nichtsdestotrotz bedeutet das nicht, dass man den Protagonisten nicht gern das ein oder andere Mal selber eine Ohrfeige verpassen! (Vor allem Christoph für seinen Starrsinn, seine Blindheit und - ja, ich gebe es zu - seine mangelnde Romantik. Aber so habe ich das Gefühl, dass sich die Geschichte wirklich haargenau so abgespielt haben könnte, wie Ivonne Hübner sie erzählt.)Alles in allem zeichnet die Autorin authentisches Portrait der damaligen Zeit und erzählt die Geschichte um den Waidbauern Christoph so atmosphärisch, dass man glaubt, selbst auf seinem Feld zu sitzen! Ein anspruchsvoller Roman - und genau das macht ihn so reizvoll.

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  • Leserunde zu "Die Tuchhändlerin" von Ivonne Hübner

    Die Tuchhändlerin

    Dryas_Verlag

    Suche 15 Testleser/innen, die bereit sind, in die Vergangenheit zu reisen und eine große Liebe zu begleiten. Zum Buchinhalt: Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, ein Webersohn mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch das kann er sich nicht leisten. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem erfolgreichen Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zum Eklat – und Luisas und Caspars Glück scheint in weite Ferne zu rücken … Frage zur Bewerbung: Stell dir vor, du lebst Anfang des 19.Jh., dein Vater leitet ein florierendes Unternehmen und du hast keine andere Wahl als in seine Fußstapfen zu treten und dir wird obendrein ein(e) Ehepartner/in vorgesetzt. Wie würdest du mit diesen Lebensumständen leben (lernen)? Was würdest du tun? Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. September 24 Uhr. Die Autorin Ivonne Hübner wird vom 1. bis zum 6.10. an der Runde teilnehmen.

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  • Rezension zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    irishlady

    25. February 2013 um 15:25

    Historische Bücher handeln von Krieg, Zünfte, Ungleichheit oder mal vom Adel/ Klerus gegen das Fußvolk. Meist ist es so, dass man mit den ganzen Namen durcheinander kommt, man gar nicht wirklich die historischen Gegebenheiten erklärt bekommt und immer leicht verwirrt ist, wer jetzt gegen wen kämpft und warum und wo überhaupt. Ganz anders ist das bei Teufelsfarbe von Ivonne Hübner der Fall. Es ist die Geschichte vom kleinen Mann im 16. Jahrhundert. Christoph Rieger möchte Waid anbauen und damit nicht mehr von der Hand in den Mund leben, sondern die Möglichkeit haben, auch mal etwas beiseite zu legen und von dem Anbau von Waid zu profitieren. Dies stößt in der Dorfgemeinschaft auf Unverständnis und Missmut. Warum will plötzlich ein Bauer etwas anderes ausprobieren. Er sollte tun, was Bauern immer tun....so die Meinung der anderen. Christoph hält sich allerdings nicht unmittelbar daran. Er ehelicht Margarete, die Schmiedtochter, die als Mitgift und Erbe ein Grundstück mitbringt, das Christoph wiederum verkaufen kann und damit Geld erhält. Eigentlich mögen Margarete und Christoph sich seit Kindtagen auch nicht, nun müssen sie aber ihren Alltag bewältigen und gerade Christoph muss gegen die Bauern und dem Lehnsherrn angehen, damit er sein Waid anbauen darf... Wie dieser Alltag im 16. Jahrhundert aussah und wie es Christoph und Margarete ergeht, dass beschreibt Ivonne Hübner sehr aufschlussreich, sehr detailgetreu und ausführlich. Der Schreib- und Sprachstil ist sehr gut. Es ließ sich flüssig und sehr gut lesen. Als Leser erhält man einen sehr guten Einblick in das Leben zu jener Zeit, man kann mit den Figuren mitfühlen und auch die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten beschreibt die Autorin sehr lebensecht. Die Seiten sind nur dahin geflogen. Die Geschichte vom kleinen Bauern, vom kleinen Mann, ist überhaupt nicht verwirrend beschrieben. Es geht eben mal nicht um die Geschichte der Großen, sondern um den Alltag der Kleinen. Und das macht für mich diesen historischen Roman zu einem ganz besonders gelungenem Buch. Als Leser kommt man nicht mit den Personen durcheinander oder muss sich auch nicht fragen, warum der gegen den kämpft. Hier ist alles sehr deutlich und klar umrissen! Vom Titel her hätte ich mehr Diskussionen zum Thema Farbe, Tinkturen, Kräuter etc. versprochen, das spielt hier eher eine Nebenrolle, tut dem Buch aber keinen Abbruch, wie ich finde. Alles in allem ein rundum gutes Buch! Ich kann es nur empfehlen! Selten habe ich ein so klar strukturiertes, verständliches historisches Buch gelesen...

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  • Leserunde zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    Hikari

    Hallo liebe Lesefreunde. Wir wollen gemeinsam das Buch "Teufelsfarbe" lesen. Einige konnten das Buch gewinnen: Hier wurde vom Dryas Verlag und Ivonne Hübner das Buch "Teufelsfarbe" verlost http://www.lovelybooks.de/thema/Schaurig-sch%C3%B6ne-Urlaubslekt%C3%BCre-Dryas-und-Ivonne-H%C3%BCbner-verlosen-10x-den-historischen-Krimi-950581888/956265358/?liste=modern Dafür nochmal ein Dankeschön. Dennoch möchte ich alle, die Interesse haben, einladen, dass Buch gemeinsam zu lesen. Bitte benutzt die Spoilerfunktion und am Besten oben vor eurem Text sagt, über welche Seitenzahlen ihr reden werdet!

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  • Rezension zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    loewe

    03. October 2012 um 13:40

    Der Klappentext hat mich unheimlich angesprochen. Ein Buch über eine Pflanze mit der man in damaliger Zeit Stoffe färben konnte, und dann wurde die Autorin noch von einer wahren Begebenheit von 1510 zu dem Buch inspiriert. Meine Neugier war geweckt. Bereits im Klappentext wird das ausführliche Glossar erwähnt, für welches ich sehr dankbar bin. Ich habe doch des öfteren mal ein Wort der damaligen Zeit nachgeschlagen. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich mir unter der Geschichte eigentlich etwas anderes vorgestellt hatte. Ich habe erwartet ein wenig mehr Informationen über den Waid und dessen Verwendung und Verarbeitung zu erfahren. Dies war aber eigentlich eher das Randthema der Story, vielmehr führt uns die Autorin sehr tief in die Dorfgeschichte ein. Wir lernen Christoph Rieger kennen und erleben die Hochzeit mit Magarete. Wir lesen auf welche Schwierigkeiten Magarete in ihrer Ehe trifft und erleben die Feindseligkeit der übrigen Dorfbewohner. Stück für Stück kommt die Vergangenheit von Magarete zum Vorschein und der Leser versteht immer besser auf welch schwieriges Unterfangen sich Christoph da eingelassen hat. Ivonne Hübner hat die Dorfbewohner sehr genau beschrieben und mir fiel es schwer auch nur einen zu mögen. Misstrauen und Missgunst herrschen vor und so ist Magaretes Schicksal eigentlich schon im Vorfeld besiegelt. Ich gebe zu, dass mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht fiel. Zum einen lag es daran , dass ich mich erst an Sprache und Schreibstil der Autorin gewöhnen musste. Mein zweites “Problem” bestand in der Tatsache, dass man dieses Buch nicht mal einfach so nebenbei weglesen kann…Ich hatte mir ursprünglich gedacht, dieses Buch neben einem anderen zu lesen, dies hat sich für mich aber als unmöglich herausgestellt. Also habe ich mir das Buch für eine ruhigere Zeit aufgehoben und wurde belohnt. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich von dem ersten Eindruck nicht abschrecken zu lassen, das Buch hat es verdient gelesen zu werden. Auch wenn das Buch vielleicht die eine oder andere Schwäche aufweist , ist es der Autorin gelungen mich zu fesseln. Gerne habe ich das Schicksal von Magarete verfolgt. Ich habe mit ihr gelitten und gebangt. Ich persönlich hätte mir vielleicht ein anderes Ende gewünscht, aber so ist die Geschichte halt ausgegangen….. Ich möchte vier Sterne vergeben

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  • Rezension zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    Penelope1

    11. July 2012 um 21:14

    Margarete und Christoph’s gegenseitige Antipathie besteht bereits seit ihrer Kindheit. Umso verwunderlicher, dass Christoph ausgerechnet die Schmiedtochter Margarete zur Ehefrau wählt und sie gemeinsam auf ihrem Hof in der Parochie Horka, in der Nähe von Görlitz ihr karges Leben zubringen. Ihr Alltag ist geprägt von harter Arbeit sowie dem dörflichen Leben, mit allem, was dazugehört: Tratsch, Missgunst, Aberglaube und jede Menge vermeintlich guter Ratschläge und Bauernweisheiten. Als Christoph dann auch noch seinen großen Traum verwirklichen und Waid auf seinen Feldern anpflanzen will, hat er nicht nur das ganze Dorf gegen sich. Was für eine Idee, ausgerechnet die Pflanze, aus der die „Teufelsfarbe“ gewonnen wird, anzubauen – viel zu risikoreich und gleichzeitig bedeutet es, den Teufel herauszufordern. Dass die Pflanze außerdem zwei Jahre gedeihen muss, bevor sie ertragreich geerntet werden kann, vergrößert das Wagnis zusätzlich. Für die wohlhabenden Bauern in der Umgebung gibt es noch viele andere Gründe, Christoph’s Vorhaben zu vereiteln, doch dies offenbaren sie natürlich niemandem. Für Christoph bedeutet es ein Arbeitspensum, das er alleine fast nicht bewältigen kann, denn die fällige Zehnt an seinen Gutsherrn Junker Nickel muss gleichzeitig ebenfalls erbracht und abgegeben werden. Doch für seinen Traum lebt und kämpft er Tag um Tag, Nacht um Nacht. Dass er dabei wichtige Lebensgrundsätze vergisst und sich von keinen gesellschaftlichen Zwängen unterjochen lassen will, macht es für ihn nicht einfacher. ** Meine Meinung: Ein historischer Debüt-Roman der Autorin Ivonne Hübner, die sich für Christoph’s Geschichte von einer wahren Begebenheit inspirieren ließ, die sich in Horka zugetragen hat. Vor dem Hintergrund der „Teufelsfarbe“ und seines Anbau-Versuches schildert sie das Leben des fiktiven Bauern Christoph Rieger um 1500 in der Parochie Horka, in der Nähe der Stadt Görlitz. Christoph’s und Margarethes Leben steht stellvertretend für die Menschen der damaligen Zeit und es ist interessant zu lesen, mit welchen Vorurteilen, Aberglauben und religiösen Zwängen die Bevölkerung in dieser Zeit umgingen. Es war sicherlich nicht leicht, der Alltag war geprägt von Armut, dem täglichen Kampf ums Überleben und Missgunst, ebenso wie von der Intoleranz gegenüber allem Neuen. Ivonne Hübner gelingt es in einer überzeugenden Klarheit, uns diesen Alltag näher zu bringen und sicherlich trägt dazu wesentlich bei, dass wir dies aus der Perspektive eines armen Bauern sozusagen aus erster Hand miterleben. Er ist nicht bereit, sich den vorgegebenen Zwängen von Pfarrer Czepil, seinem Lehnsherrn und all den argwöhnischen Blicken der anderen Dorfbewohner zu unterwerfen, will etwas Neues ausprobieren, so wie sein Vater es bereits getan hat – auch wenn er keineswegs weiß, ob er erfolgreich sein wird. Aber er glaubt an sich, seinen persönlichen Sieg und ist fest von seiner Idee überzeugt. Die Autorin vermittelt eine düstere Stimmung, meist überwiegen die negativen Seiten des Alltags und der Persönlichkeiten, doch gerade dies vermittelt den Ernst der Situation. Zugegeben: es dauert eine Weile, bis man sich an die langen Sätze mit oft verschachtelten Nebensätzen gewöhnt, aber es lohnt sich – der Leser wird mit einer fesselnden und faszinierenden Geschichte belohnt. Gleichzeitig sorgt gerade dieser Schreibstil dafür, dass man sich umso besser in das historische Leben um 1500 hineinversetzen kann, die Sprache mutet altmodisch an, ist aber somit genau dem Zeitalter angepasst. Je weiter man mit dem Lesen fortschreitet, umso flüssiger wird es und gebannt von dem Geschehen rund um Horka, Christoph’s Hof, seine Ehe, das Dorfleben und nicht zuletzt die immer wieder eingeflochtenen Bauernweisheiten und Kräuterheilkunden verfolgt man seine Idee bis zum Schluss und würde ihm am liebsten auf dem Feld behilflich sein. Trotz allem ist unser Held jedoch nicht immer sympathisch, im Gegenteil, seine gezeigten Wesenszüge machen ihn unbeliebt – nicht nur bei den Dorfbewohnern, sondern durchaus auch beim Leser. Es ist ebenso spannend, seine Wandlung mitzuerleben, wie die von so manchem Protagonisten, sodass Überraschungen nicht ausbleiben. In seiner Frau Margarete erleben wir eine Protagonistin, die als Frau ihren ganz eigenen Kampf ausfechten muss: arm, ohne Rechte, hat sie kaum Gelegenheit, ihre Persönlichkeit auszuleben und muss sich den Feindseligkeiten, die ihr offen von den Dorfbewohner gegenübergebracht werden, täglich neu stellen. Auch hier folgt der Leser gebannt ihrer Persönlichkeit, die ausdrucksstark zur Geltung kommt. Eine Aufstellung der historischen und fiktiven Figuren in und um Horka, ein Glossar der seinerzeit gebräuchlichen und im Roman verwendeten Fachwörter sowie ein kleines Pflanzenkompendium, in dem man diverse von den Protagonisten empfohlenen und verwendeten Heilkräuter und ihre Anwendung wiederfindet, runden das Gesamtbild positiv ab. Fazit: Mir hat dieses Buch ausnehmend gut gefallen – Erzählstil und Geschichte habe mich überzeugt - beides hebt sich positiv aus der Masse hervor. Ivonne Hübner hat mich in das deutsche Mittelalter entführt, zu einer fesselnden Erzählung mit historischem Hintergrund. Ich empfehle es allen anspruchsvollen Lesern, die sich von einem historischen Roman mehr als eine Liebesgeschichte versprechen – sie werden hier nicht enttäuscht werden und die Welt der Parochie Horka um 1500 eintauchen.

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  • Schaurig schöne Urlaubslektüre - Dryas und Ivonne Hübner verlosen 10x den historischen Krimi "Teufelsfarbe"

    Teufelsfarbe

    Huebner

    Du brauchst noch spannende Unterhaltung für die Urlaubszeit? Dryas und Ivonne Hübner verlosen bis zum 07.06. 10 Exemplare des historischen Krimis "Teufelsfarbe". Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet nur eine Frage: Wie weit würdet ihr gehen, um euer heeres Ziel, euren größten Traum, euren innigsten Wunsch in die Realtiät umsetzen zu können? Seid kreativ Viel Vergnügen und viel Erfolg wünschen der Dryas Verlag und Ivonne Hübner

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    • 81
  • Buchverlosung "Teufelsfarbe"

    Teufelsfarbe

    Huebner

    Liebe Leser,
    Dryas und Ivonne Hübner verlosen bis 06.06.2012 10 Exemplare vom Historischen Krimi "Teufelsfarbe".
    Wer also Lust auf spannende Urlaubslektüre hat, der möge doch bitte folgende Gewinnfrage beantworten:

    Wie weit würdest du gehen, um deinen innigsten Wunsch, sehnlichsten Traum, dein heeres Ziel zu erreichen?

    Viel Spaß und viel Erfolg

    Dryas und Ivonne Hübner

    • 19

    samea

    14. June 2012 um 21:41
  • Frage zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

    Der Name der Rose

    LESE-ESEL

    Wer kennt einen guten, anspruchsvollen Historischern Roman aus dem Mittelalter? - "anspruchsvoll" heißt, er soll ähnlich sein wie "Der Name der Rose" von Umberto Eco: Viel Informationen über das Mittelalter (auch philosophisch), aber kein "Herz-Schmerz-Liebesleid".

    • 19
  • Frage zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    Claudius

    Sehr geehrte Frau Hübner,
    Wieso haben Sie - Zitat "Kaum einer Seele vom Entstehen dieses Buches" erzählt?
    Mit freundlichen Grüßen

    Claudius

    • 2
  • Rezension zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    Maiher

    09. December 2010 um 09:30

    Man muss sich reinfinden und man wird es, denn so detailgetreu das Dörfchen Horka im heutigen Ostsachsen beschrieben sind, so feinfühlig geht die Autorin auch mit ihren Figuren um. Christoph und Margarete verbindet eine Art Hassliebe, die beeindruckt und an unsere eigene Gegenwart erinnern mag. Nicht die Gegenwartsprobleme der Autorin scheinen sich hier wieder zu finden, sondern die Menschheitsprobleme der Vergangenheit nimmt die Autorin zum Anlass einer Bestandsaufnahme des frühen 16.Jh. wie man sie selten findet. Christoph und Margerete beschreiten einen steinigen Weg auf der Reise hin zu ihrem kleinen Glück, setzen sich gegen die Kirche und gegen die Gutsherrschaft durch und müssen einen hohen Preis zahlen. Der Stil Ivonne Hübners ist bildreich und verführerisch, trägt die Stimmung der handelnden Personen im Satz mit und macht den Debutroman zu einem wirklichen Erlebnis. Makel mögen im Korrektorat zu finden sein, das wirklich überholt werden muss. Auch ist die Schrift klein, was dem gesunden Auge kein Ballast sein muss, dem älteren Publikum ein bisschen abschreckend vorkommen könnte. Cover und Klappentexte sind sehr gut gewählt und stechen aus der Fülle der historischen Romane wirklich heraus.

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  • Rezension zu "Teufelsfarbe" von Ivonne Hübner

    Teufelsfarbe

    Frida

    14. October 2010 um 11:34

    „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner, 2008 bei Dryas erschienen, ist ein historischer Roman, der das Dorfidyll um 1500 gegen klerikale Gewalt aufwiegt und dabei grundsätzliche Fragen stellt, die uns heute noch beschäftigen. Das Verlangen, geliebt zu werden, der Zwang, sich in einer Gemeinschaft integrieren und anpassen zu müssen, der Wunsch, mit seinen Lieben in Harmonie zu leben, verspricht eine enorme Bandbreite an Inhalten, denen auf den Grund gegangen werden will. In Hübners Roman „Teufelsfarbe“ kollidieren Bauernweisheiten mit Weltphilosophien auf subtile Art und Weise ohne den Leser überzustrapazieren. Die Sicht auf das Dorf Horka im heutigen Ostsachsen nahe dem Touristenmagnet Görlitz wird aus den blauen Augen einer Schmiedtochter, Margarete Luise Rieger, geb. Wagner, gezeigt und aus der Sicht eines der feudalen Realität abhanden gekommenen Bauern Christoph Rieger. Er heiratet sie aufgrund konventioneller Zwänge. Ein nicht selten in der Gegenwartsbelletristik verarbeitetes Thema, hier jedoch auf ganz unübliche Weise aufgearbeitet, denn die Helden lernen einander zu lieben und sich gegen Pfarrer und Gemeindehetze durchzusetzen. Während dem öffentlichen Glück beider Romanhelden der Gutsbesitzer Nickel von Gerßdorff und Pfarrer Simon Czeppil im Wege stehen, können Margarete und Christoph eine Nische für ihr Glück finden. Klassische Elemente des historischen Romans wie das enorme Heilkräuterwissen der Heldin oder das Rüpelhafte des Bauern sowie das verknöcherte des Pfarrers und das Herrische des Gutsbesitzers finden sich auch in „Teufelsfarbe“, tun dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Neben den Helden, die immer wieder in Konflikt miteinander geraten, spielt ein Fluss, der „Weiße Schöps“, eine zentrale, symbolische Rolle, die durch Hübners bildreiche Sprache zum Tragen kommt und in eng verstrickten Perspektivwechseln der handelnden Personen wie eine Nebenfigur wirkt: „Es bedurfte nicht viel, um den Fluss zum Mitschuldigen zu machen. Margarete konnte nicht schwimmen, sich keine drei Atemzüge lang über Wasser halten. Sie verkrallte ihre Hände in dem Stoff ihres Nachthemdes. Dann ließ sie los. […] Er [Christoph] war wütend auf sich selbst und spähte schelmisch zum Mädchen hinüber, das reglos den Lauf des Flusses beobachtete. Er hörte ihr Herz schlagen, er roch den Angstschweiß der vergangenen Nacht in ihrem Nachthemd, er entdeckte ihre Enttäuschung über ihn. Doch was geschehen war, konnte er nicht rückgängig machen …“ (S. 175) Der Leser, der das übliche Schema eines historischen Romans erwartet, wird enttäuscht, denn anders als bei der Bandbreite an Titeln, setzt Hübner in „Teufelsfarbe“ auf den Blick in die Köpfe der Helden. Vieles, was auf den ersten 100 Seiten im Theoretischen verborgen bleibt, verwandelt sich später erst in die Praxis, was eine Prüfung an den ungeduldigen Leser darstellen mag. Der Leser ist geneigt, mit dem Helden Christoph mitzufiebern wenn es heißt, Christophs Geduldsfaden sei gerissen (S.159). Alles in allem ein sehr trauriger Roman, der so viele Parallelen zum Sehnen und Wünschen der heute lebenden Menschen aufzeigt. Und obschon Hübner die Sagenwelt um das Dorf Horka sprechen lässt, einen Mordfall aus dem Jahre 1510 hineinmengt, kann man dem Buch Glauben schenken und wenn man dem Buch Zeit zum Wirken gibt, legt man es nicht mehr aus der Hand.

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