Iwan A. Gontscharow

 4.3 Sterne bei 96 Bewertungen
Autor von Oblomow, Die Fregatte Pallas und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iwan A. Gontscharow

Iwan Gontscharow, 1812 in Simbirsk (heute Uljanowsk) an der Wolga in einer Kaufmannsfamilie geboren, zählt zu den großen Klassikern der russischen Literatur. Neben zahlreichen Erzählungen, kritisch-essayistischen Arbeiten und der zweibändigen Beschreibung seiner Weltumseglung unter dem Titel Fregatte Pallas, veröffentlichte er jeweils im Abstand von zehn Jahren drei als Trilogie konzipierte Romane: Eine alltägliche Geschichte, Oblomow und Die Schlucht. Die erhebliche Arbeitsbelastung als Beamter zunächst im Finanzministerium, später als Zensor im Ministerium für Volksbildung und immer wieder ausbrechende Depressionen lähmten seine schriftstellerische Arbeit; seine Briefe endeten nicht selten mit der Selbstdiagnose: “Literat im Ruhestand.” 1891 starb Iwan Gontscharow in Petersburg, wo er seit 1835 lebte. Mit der Gestalt des Oblomow hat er der Weltliteratur einen unvergesslichen Helden geschenkt.    

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Iwan A. Gontscharow

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Cover des Buches Oblomow (ISBN: 9783446238749)

Oblomow

 (82)
Erschienen am 27.02.2012
Cover des Buches Herrlichste, beste, erste aller Frauen (ISBN: 9783351035396)

Herrlichste, beste, erste aller Frauen

 (2)
Erschienen am 19.08.2013
Cover des Buches Eine alltägliche Geschichte (ISBN: 9783538066243)

Eine alltägliche Geschichte

 (3)
Erschienen am 01.01.1989
Cover des Buches In der Heimat (ISBN: B0028F47EU)

In der Heimat

 (0)
Erschienen am 01.01.1961
Cover des Buches Oblomows Traum (ISBN: 9783150022443)

Oblomows Traum

 (0)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Oblomow (ISBN: 9783898132671)

Oblomow

 (2)
Erschienen am 01.01.2003

Neue Rezensionen zu Iwan A. Gontscharow

Neu

Rezension zu "Oblomow" von Iwan A. Gontscharow

Erstaunlich!
Gallowglasvor einem Jahr

Erstaunlich , wenn man bedenkt, dass Oblomow vor zirka 150 Jahren veröffentlicht wurde. Das Thema, die Oblomowerei, zieht heutzutage auch ihre Kreise.

Der Autor Gontscharow ist eine interessante Person. Vielleicht erfährt in seinen anderen Büchern noch ein bisschen mehr über ihm. Er ist ja ein sehr erfolgreich in seinem Job und hat dadurch nie recht Zeit gehabt Oblomow fertigzuschreiben.

Die ersten 150 Seiten des Buches waren langatmig und ohne viel Handlung. Aber wahrscheinlich macht es genau das aus. Dass man wirklich merkt, wie es Oblomow im Leben geht. Teilweise wiederholen sich die Gedanken und Beschreibungen auch. Vielleicht erstrahlt der Rest des Buches dadurch sogar noch mehr wie er ohnehin schon tut.

Die Übersetzung von Vera Bischinsky ist mega gut gelungen.
Lesenswert.

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Rezension zu "Oblomow" von Iwan A. Gontscharow

‚Das, das ist eine Oblomowerei.‘
sabatayn76vor 3 Jahren

‚Und immer dasselbe?‘
‚Ja, bis zum Grabe. Das ist das Leben!‘
‚Nein, das ist nicht das Leben!‘
‚Was ist es dann deiner Meinung nach?‘
‚Das, das ist eine Oblomowerei.‘
‚Ob-lo-mowerei! Ob-lo-mo-we-rei! Worin besteht denn deiner Ansicht nach das Lebensideal? Nicht in der Oblomowerei? Streben denn nicht alle nach dem, wovon ich träume? Alle streben doch nach Ruhe und Stille.‘

Ilja Iljitsch Oblomow entstammt dem russischen Adel und ist mit materieller Sicherheit aufgewachsen. Als Erwachsener ist er unfähig, sich um seine Angelegenheiten zu kümmern, verbringt seine Tage und Nächte in seiner Wohnung in der Petersburger Gorochowaja, versucht zwar, der permanenten Schläfrigkeit und Trägheit zu entfliehen, verschiebt jedoch alles, was sein Diener Sachar an ihn heranträgt, auf den nächsten Tag, so dass das väterliche Gut Oblomowka immer mehr verfällt, sich die Rechnungen immer weiter auftürmen und wichtige Briefe nicht beantwortet werden.

Oblomows Freund Stolz, ein Deutschrusse, versucht, Oblomow aus seiner Lethargie zu reißen, zwingt ihn, ihn zu Veranstaltungen zu begleiten, empfiehlt ihm - genau wie Oblomows Arzt - einen Auslandsaufenthalt und macht ihn mit Olga bekannt. Nach Stolz‘ Abreise nach Paris, wo er auf den Freund wartet, der jedoch nie erscheint, bemüht sich Olga um Oblomow, und die beiden verbringen jeden Tag miteinander.

Doch die Beziehung mit Olga scheitert, und dann gerät Oblomow durch seine Prokrastination und durch einen Betrug seines Bekannten Tarantjew in finanzielle Nöte und schafft es nicht, sich den Problemen zu stellen und gegen die Widrigkeiten anzugehen.

Die erste Ausgabe von ‚Oblomow‘ erschien 1859 in der russischen Monatszeitschrift Otetschestwennye Sapiski und im gleichen Jahr als zweibändige Buchausgabe. Der Roman war bereits zu Lebzeiten Iwan Alexandrowitsch Gontscharows ein internationaler Erfolg und gilt heute als bedeutendster Roman des Autors. Obwohl ich russische Autoren des 19. Jahrhunderts sehr schätze, war das Hörbuch zu ‚Oblomow‘ meine erste Begegnung mit Gontscharow, der übrigens - wie der Titelheld - selbst aus reichem, adligem Hause stammte.

Gontscharow ist in seinem Roman ‚Oblomow‘ eine hervorragende Charakterisierung der Protagonisten gelungen. Vor allem Oblomow selbst mit seiner Faulheit und Prokrastination, seinen Ängsten und Wünschen wurde überzeugend gezeichnet, und beim Lesen kann man die Lethargie, die ihn immer wieder überfällt und gegen die er sich nicht zur Wehr setzen kann, auf jeder Seite nachvollziehen und verstehen.

Gelungen fand ich auch die Gegenpole im Buch: der treue Diener Sachar, der immer wieder versucht, seinen Herrn anzutreiben und zum Handeln zu bewegen, versus Olga, die nur vorsichtig fordert und sich schließlich zurückzieht; Stolz als Vertrauter und Freund, der Oblomow helfen und aus seinem Loch ziehen möchte, versus Tarantjew, der Oblomows Lage ausnutzt und ihn in den Ruin zu treiben versucht.

Mit seinen eindrücklichen Beschreibungen bietet Gontscharow dadurch sowohl einen wertvollen kulturgeschichtlichen Einblick in die Welt der russischen Adligen im 19. Jahrhundert als auch einen universellen und zeitlosen Einblick in die Mechanismen der Prokrastination.

Das Hörbuch wird von Otto Sander (Erzähler), Axel Milberg (Oblomow) und den anderen Sprechern ausdrucksstark und authentisch gelesen. Durch die eingespielten Töne wie Vogelzwitschern und Musik wird man als Hörer sofort an einen anderen Ort versetzt und kann ganz ins zaristische Petersburg und die Geschichte um Oblomow eintauchen.

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A

Rezension zu "Oblomow" von Iwan A. Gontscharow

Oblomow von Gontscharow
Andrejribanovvor 4 Jahren

Oblomov von Gontscharow ist definitiv mein Lieblingsbuch. 
Ein volltreffliches Leseerlebnis, in Form einer mir nie zuvor aufgekommenen Kombination aus Humor und Dramatik. 
Ein tiefenpsychologisches Werk, dass einen herzhaft zum Lachen bringt, und anschließend bis zu den Tränen rührt.
Ich konnte mich hierbei in den Gedanken und Ideen des Werkes aus psychologischer Sicht gut selbst nachempfinden


Man sagt, dass der Protagonist Oblomow das urtypische Bild und die Seele Russlands wiedergibt. Ein wunderschöner Roman, wie alle Werke Gontscharows. 

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Iwan A. Gontscharow wurde am 17. Juni 1812 in Russland geboren.

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