4,5 von 5 Sterne
Ich durfte das Buch im Rahmen einer Lesegruppe lesen und bin super dankbar für die Buchauswahl, denn ich persönlich hätte nicht von mir aus diesen Klassiker angefasst.
Das Wort "Oblomowerei" steht für die lethargische Haltung, der Faulheit und dem tatenlosen Träumen. Die perfekte Beschreibung für Oblomow: 30 Jahre jung und wie die Made im Speck lebend auf dem väterlichen Gut. Der Roman besteht aus 4 Teilen mit mehreren Unterkapiteln. Da wäre der erste Teil, der den Charakter Oblomow's der Leserschaft aufzeigt. Allein die ersten Kapitel spielen sich an einem Tag ab und man erhält einen interessanten Einblick in die Gedankenwelt des Protagonisten. Träge und müde ist der Alltag Oblomows, der von seinen wenigen Freunden Besuch erhält. Doch dann passiert etwas, womit ich persönlich nicht gerechnet hätte. Eine Frau tritt in das Leben Oblomow's auf. Wird er für die Liebe seine Lethargie überwinden bzw. besiegen können?
Zugegeben: man muss sich schon auf diesen Klassiker ab der ersten Seite einlassen. Es lohnt sich aber, denn hier geht es vor allem um die Entwicklung einer interessanten Figur. Verglichen zu unserer heutigen Gesellschaft bzw. zu bestimmten Persönlichkeitstypen sind mehrere Parallelen feststellbar. Das Kapitel mit dem Traum war etwas skurril und ist Geschmacksache. Daher der halbe Stern Abzug.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.



















