Iwan Jefremow

 2.6 Sterne bei 5 Bewertungen

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Andromedanebel

Andromedanebel

 (5)
Erschienen am 12.01.2015
Die Stunde des Stiers

Die Stunde des Stiers

 (0)
Erschienen am 01.01.2010

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Rezension zu "Andromedanebel" von Iwan Jefremow

Schwer zu lesendes Zeitdokument
MilaWvor 10 Monaten

Es handelt sich um einen Roman der wissenschaftlichen Phantastik (naučnaja fantastika) aus dem Jahre 1957 und zwar einen der Ersten in der Sowjetunion, was man bei der Lektüre immer im Hinterkopf haben muss. Historisch wichtig ist das Werk allemal, viele sehen den Roman als Grundstein für die sich in der Sowjetunion rege entwickelnde wissenschaftliche Phantastik. Viele Autoren der Zeit, wie beispielsweise die Brüder Strugackij nennen Andromedanebel als ihre Inspirationsquelle.


Inhalt:

Im Jahr 3000 sind alle intelligenten Rassen des Universums im „Großen Ring“ vereinigt und Raumschiffe führen Expeditionen durch. Auf der Erde wiederum plant der Ingenieur Mwen Mass ein gefährliches Experiment, dass nicht den Interessen der Gemeinschaft entspricht und es finden Ausflüge und Expeditionen statt. Die „Handlung“ ist eigentlich nur ein Vorwand, um die Gesellschaft auf der Erde, die Denkweise der neuen Menschen und ihre Unterschiede zur kapitalistisch geprägten Welt der 50er/60er Jahre zu verdeutlichen.


Das Buch ist sehr interessant, wenn man sich mit der Sowjetgeschichte und kommunistisch-sozialistischen Ideen beschäftigt, als Unterhaltungsliteratur eignet es sich weniger. Spannende Stellen sind vorhanden, werden aber kaum ausgebaut. Man merkt deutlich, dass der Autor Naturwissenschaftler ist, teilweise referiert er seitenlang über physikalische Gegebenheiten oder Gesellschaftstheorie. Es geht vor allem um eine Vision einer durch den Kommunismus perfekt geordneten Gesellschaft. Arbeit wurde neu organisiert, Reisen sind für alle Menschen möglich, Kinderzeugung ist Pflicht und die Erziehung staatlich reguliert, die Klimazonen wurden perfektioniert (durch Abschmelzen der Polkappen) etc. Krieg, Hunger und Armut wurden abgeschafft, der Preis dafür ist eine starke Fremd-, aber vor allem Selbstkontrolle. Wer für die Gesellschaft schädliche Dinge tut, lässt sich freiwillig auf eine abgeschiedene „Insel des Vergessens“ verbannen. Die Menschen sind geradezu ekelhaft moralisch und unterdrücken ihre Triebe nach Kräften. Männer sind selbstlose Helden, Frauen wunderschön und klug. Das mag uns allen sehr übertrieben und propagandistisch erscheinen, war aber zu der Zeit, als das Buch erschien, stark diskutiert. Manche Aussagen über Unzulänglichkeiten des Kommunismus gefielen der Partei auch gar nicht, weswegen es bei älteren DDR-Auflagen sein kann, dass strittige Kapitel fehlen (beispielsweise über die Insel des Vergessens). Das Buch existiert als deutsche Übersetzung auch zweimal, nämlich unter dem Titel „das Mädchen aus dem All“ oder als „Andromedanebel“.

Auf jeden Fall ein sehr ergiebiges Zeitdokument, wenn auch nicht immer ein Lesegenuss.

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seitenweisers avatar

Rezension zu "Andromedanebel" von Iwan Jefremow

In den Weiten des Universums
seitenweiservor 3 Jahren


Eine Geschichte ohne richtigen Höhepunkt und viele wissenschaftliche Ausdrücke, die das Lesen erschweren. Dieses Buch ist wirklich nur etwas für Science-Fiction Liebhaber. Mir hat es nicht gefallen. 
Mehr lest ihr hier:
https://seitenweiser.wordpress.com/2015/06/19/in-den-weiten-des-universums/

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LuckyStarrs avatar

Rezension zu "Andromedanebel" von Iwan Jefremow

Fängt gut an, das wars dann aber
LuckyStarrvor 4 Jahren

Also...ich bin ja kein Typ der zu viele Worte nutzt was den Inhalt eines Buches angeht, ich versuche eher, Empfehlungen zu geben. Hier empfehle hier: wer kein Fan von Politromanen ist in welchen das All per Zufall erwähnt wird ist hier richtig. Für mich kein Highlight der SciFi wie Heyne sagt. Am Anfang werden die Protagonisten von einem schwarzen Stern eingefangen. Sehr gut geschrieben wie sie wieder weg kommen, nämlich dank Ausserirdischer Technologie welche sie auf einem Planeten um die Sonne finden. Als sie dann endlich heimkommen...geht es über die restlichen Seiten, ähnlich langweilig wie bei Clarkes Ramazyklus, nur darum, dass irgendwelche Menschen verhaftet werden und wie sie wieder frei kommen. Abartig überflüssig, nach der Landung geht nämlich keiner mehr ins All. Für mich keine wirkliche SciFi. Zu beginn dachte ich "Wow, etwas neues", aber das wars dann leider auch.

Schade, man hätte die grosse Geschichte einer Entdeckung erzählen können. Leider wird einem nur gezeigt, wie man ein super Thema verlangweiligt und jegliche Spannung entfernt. Wie und warum jemand verurteilt wird und dann doch frei kommt (die Begründungen sind teilweise hanebüchen) kann besser erzählt werden.  Viel, viel, viel besser...

Ich möchte nicht fies sein, rate Sci Fi Fans aber vom Buch ab, verlorene Zeit, verlorenes Geld, garantiert kein Highlight der Science Fiction.

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