Nun ja. Das hätte vielleicht was werden können, hat aber nicht geklappt. Ich habe schon riesige Mengen an SF-Literatur verschlungen, aber wenige waren so langweilig wie dieses. Daß der Autor Russe ist und vermutlich seinem Regime gefallen wollte, kann man sich ja vorstellen (das Nachwort ist sehr informativ), aber der Rest? Im Nachwort heißt es : "die höchste Form der gesellschaftlichen Entwicklung, nämlich die kommunistische..." Au wei, davon kriegt man richtig Bauchschmerzen!
Daß hier ständig noch das Parsec bemüht wird, läßt mich ein bißchen fremdeln. Zumal das für galaktische Entfernungen eher ungeeignet erscheint. Gewöhnlich gebraucht man die Einheit Lichtjahr.
Im Allgemeinen ist dieses Buch eher mono- oder dialoglastig. Man kämpft sich seitenweise durch irgendwelche Gedankengänge, die aber für die Handlung absolut nichts bringen.
Gewundert hat mich, daß dieser offensichtlich harte Kommunist westliche Schriftsteller gelesen hat. Gelernt hat er offensichtlich nichts von ihnen. Die Sprache ist langweilig, ohne irgendeinen Kick.
Einmal lesen reicht. Wer's noch nicht gelesen hat, hat auch nichts verpaßt - trotz der "Highlights der Literatur".
Iwan Jefremow
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Andromedanebel
Neue Rezensionen zu Iwan Jefremow
Es handelt sich um einen Roman der wissenschaftlichen Phantastik (naučnaja fantastika) aus dem Jahre 1957 und zwar einen der Ersten in der Sowjetunion, was man bei der Lektüre immer im Hinterkopf haben muss. Historisch wichtig ist das Werk allemal, viele sehen den Roman als Grundstein für die sich in der Sowjetunion rege entwickelnde wissenschaftliche Phantastik. Viele Autoren der Zeit, wie beispielsweise die Brüder Strugackij nennen Andromedanebel als ihre Inspirationsquelle.
Inhalt:
Im Jahr 3000 sind alle intelligenten Rassen des Universums im „Großen Ring“ vereinigt und Raumschiffe führen Expeditionen durch. Auf der Erde wiederum plant der Ingenieur Mwen Mass ein gefährliches Experiment, dass nicht den Interessen der Gemeinschaft entspricht und es finden Ausflüge und Expeditionen statt. Die „Handlung“ ist eigentlich nur ein Vorwand, um die Gesellschaft auf der Erde, die Denkweise der neuen Menschen und ihre Unterschiede zur kapitalistisch geprägten Welt der 50er/60er Jahre zu verdeutlichen.
Das Buch ist sehr interessant, wenn man sich mit der Sowjetgeschichte und kommunistisch-sozialistischen Ideen beschäftigt, als Unterhaltungsliteratur eignet es sich weniger. Spannende Stellen sind vorhanden, werden aber kaum ausgebaut. Man merkt deutlich, dass der Autor Naturwissenschaftler ist, teilweise referiert er seitenlang über physikalische Gegebenheiten oder Gesellschaftstheorie. Es geht vor allem um eine Vision einer durch den Kommunismus perfekt geordneten Gesellschaft. Arbeit wurde neu organisiert, Reisen sind für alle Menschen möglich, Kinderzeugung ist Pflicht und die Erziehung staatlich reguliert, die Klimazonen wurden perfektioniert (durch Abschmelzen der Polkappen) etc. Krieg, Hunger und Armut wurden abgeschafft, der Preis dafür ist eine starke Fremd-, aber vor allem Selbstkontrolle. Wer für die Gesellschaft schädliche Dinge tut, lässt sich freiwillig auf eine abgeschiedene „Insel des Vergessens“ verbannen. Die Menschen sind geradezu ekelhaft moralisch und unterdrücken ihre Triebe nach Kräften. Männer sind selbstlose Helden, Frauen wunderschön und klug. Das mag uns allen sehr übertrieben und propagandistisch erscheinen, war aber zu der Zeit, als das Buch erschien, stark diskutiert. Manche Aussagen über Unzulänglichkeiten des Kommunismus gefielen der Partei auch gar nicht, weswegen es bei älteren DDR-Auflagen sein kann, dass strittige Kapitel fehlen (beispielsweise über die Insel des Vergessens). Das Buch existiert als deutsche Übersetzung auch zweimal, nämlich unter dem Titel „das Mädchen aus dem All“ oder als „Andromedanebel“.
Auf jeden Fall ein sehr ergiebiges Zeitdokument, wenn auch nicht immer ein Lesegenuss.
Eine Geschichte ohne richtigen Höhepunkt und viele wissenschaftliche Ausdrücke, die das Lesen erschweren. Dieses Buch ist wirklich nur etwas für Science-Fiction Liebhaber. Mir hat es nicht gefallen.
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https://seitenweiser.wordpress.com/2015/06/19/in-den-weiten-des-universums/
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