Iwan S. Turgenjew

 3,9 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Väter und Söhne, Unheimliche Geschichten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iwan S. Turgenjew

Iwan Sergejewitsch Turgenew wurde im November 1818 in Russland geboren. In seiner Kindheit wurde er von Privatlehrern unterrichtet, bevor er 1827 in ein Internat kam. Anschließend studierte er Literatur in Moskau, Sankt Petersburg, Berlin und Heidelberg. Nach seinem Studium arbeitete er kurzzeitig als Beamter und kehrte dann in seine Heimat Orjol zurück, wo er die Leibeigenen seines Vaters freiließ. Seine Erzählungen "Aufzeichnungen eines Jägers" kamen heraus. Ab 1855 verbrachte er sein Leben hauptsächlich in Frankreich und Deutschland mit seiner Geliebten Pauline Viardot und kehrte nur selten nach Russland zurück. Er arbeitete als freier Schriftsteller und veröffentlichte mit großem Erfolg seine Werke. Turgenew starb 1883 in Paris aufgrund von Rückenmarkkrebs.

Alle Bücher von Iwan S. Turgenjew

Cover des Buches Väter und Söhne (ISBN: 9783423147217)

Väter und Söhne

 (89)
Erschienen am 15.11.2019
Cover des Buches Unheimliche Geschichten (ISBN: 9783423136440)

Unheimliche Geschichten

 (8)
Erschienen am 01.03.2008
Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: 9783423240253)

Meistererzählungen

 (4)
Erschienen am 01.12.1997
Cover des Buches Rauch (ISBN: 9783746628240)

Rauch

 (4)
Erschienen am 21.05.2012
Cover des Buches Erste Liebe (ISBN: 9783737410045)

Erste Liebe

 (4)
Erschienen am 24.02.2016
Cover des Buches Ein Adelsnest (ISBN: 9783499400728)

Ein Adelsnest

 (2)
Erschienen am 01.06.1995
Cover des Buches Frühlingsfluten (ISBN: 9783458343042)

Frühlingsfluten

 (3)
Erschienen am 24.01.2000

Neue Rezensionen zu Iwan S. Turgenjew

Cover des Buches Ein Adelsnest (ISBN: B00C2XC330)
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Rezension zu "Ein Adelsnest" von Iwan S. Turgenjew

Als wenn es von Fontane wäre..
Pongokatervor 4 Jahren

Wie ich gelesen habe, soll in Russland der Roman "Ein Adelsnest" noch populärer sein als das in Deutschland meist hervorgehobene Werk "Väter und Söhne". Aus meiner Sich sind beide Werke perfekt! Der Roman "Das Adelsnest" ist sicher weniger gesellschaftsbezogen, sondern stellt die Liebe und ihr Scheitern in den Mittelpunkt. Dabei hat die Geschichte einen gleichzeitig unwahrscheinlichen und doch glaubhaften Verlauf. Das Ende ist von tief bewegender Traurigkeit und Melancholie. Vieles hat mich beim Hören dieser Geschichte an Fontane erinnert. Und gibt es ein größerers Kompliment als das Urteil, das "Ein Adelsnest" auf einer literarischen Höhe wie die besten Werken von Theodor Fontane steht.

Auch die Lesung ist so, als wäre sie von der besten Fontane-Stimme, nämlich von Gert Westphal. So wie Tschechows Meisterschaft der Fontanes gleichkommt, so auch Peter Fitz' Vortrag dem von Gert Westphal.

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Cover des Buches Väter und Söhne (ISBN: 9783423433020)
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Rezension zu "Väter und Söhne" von Iwan S. Turgenjew

Meisterstück des poetischen Realismus - neu (aber nicht verbessert) übersetzt
Pongokatervor 4 Jahren

"Väter und Söhne" ist das bekanntese Werk Tschechows in Deutschland. Das liegt wohl daran, dass man das Buch als Konflikt verschiedener Lebensphilosophien lesen kann. Im Mittelpunkt steht der junge Barsakow, Vertreter eines zynischen, naturwissenschaftlich (?) begründeten Nihilismus. Sein Gegenspieler ist (zunächst) nicht sein junger Freund Arkadi, sondern dessen Vater und Onkel, Vertreter einer (im alltagssprachlichen Sinn) idealistischen Lebenshaltung. Und zwischen diesen Männer sind es dann Frauen, die alles durcheinander bringen.

Man kann das Werk aber auch als Roman über eine bedingungslose elterliche Liebe lesen, die Barsakow -trotz des noch größeren Gegensatzes zu den Eltern- noch intensiver erfährt als Arkadi.

Wie immer man Tschechows Väter und Söhne liest: Es ist ein Meisterstück des poetischen Realismus, die den heutigen Leser ins ländliche Russland des 19. Jahrhunderts versetzt.

Die Neuübersetzung anlässlich des 200. Geburtstages des Autors hat aus meiner Sicht vor allem ein Verdienst: Sie hat die Aufmerksamkeit von Rezensenten und Lesern noch einmal auf Tschechows Werk gelenkt. Im Vergleich zu der von mir gleichzeitig gehörten Fassung von Fega Frisch wirkt die Neuübersetzung jedoch weniger elegant, teilweise sogar holprig. Ob sie dem Russischen näher kommt, kann ich nicht beurteilen. Aber mein Fazit lautet: Ein Meisterstück des poetischen Realismus - neu ,aber nicht verbessert, übersetzt.

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Cover des Buches Väter und Söhne (ISBN: 9783423433020)
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Rezension zu "Väter und Söhne" von Iwan S. Turgenjew

Zeitloses Thema, leicht zu lesen
vanessablnvor 4 Jahren

"Vater und Söhne" von Iwan S. Turgenjew ist ein Klassiker, der für russische Verhältnisse wunderbar leicht und modern zu lesen ist, hat man sich erst einmal an die vorkommenden Namen gewöhnt. Ein vom Vater heiß ersehntes Familientreffen samt Studentenfreund des Sohnes zeigt, wie unterschiedlich die Menschen und Generationen sein können und sich Auswirkungen nicht vermeiden lassen. Obwohl der Roman im alten, aber von Veränderungen begriffenen Russland spielt, lässt sich die zeitlose Thematik problemlos auf die heutige Zeit übertragen. Das feinfühlige Ansinnen des Autors zeigt sich insbesondere in den Dialogen. Der ironische Humor, der an Gogol erinnert, ist nicht zu überlesen und lässt den Leser hin und wieder auflachen. Der Nihilismus selbst als Ideologie wird allerdings eher oberflächlich angesprochen. Die Liebe in all ihren möglichen Erscheinungen und den sich ergebenden Irrungen und Wirrungen spielt fast eine größere Rolle. Daraufhin kommt es hier zum Umbruch, auch im Leseerlebnis. Alles entwickelt sich plötzlich anders als angenommen und die Ironie des Ganzen wird doch sehr deutlich. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Geschichte als Bühnenstück noch besser macht. Mir hat das Buch in der Neuübersetzung von Ganna-Maria Braungardt überraschend gut gefallen. Die Anmerkungen zum Verständnis in dieser Ausgabe von dtv waren sehr willkommen, um manches etwas besser zu verstehen. 

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Im September lesen wir zusammen "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew.

Väter und Söhne ist der bekannteste Roman von Iwan Turgenew. Er wurde 1861 geschrieben; im selben Jahr hatte der russische Zar Alexander II. die Leibeigenschaft abgeschafft. Turgenew stellte in diesem Roman schon die neuen Verhältnisse und Anschauungen der jüngeren Generation dar, die der „Söhne“ (korrekt übersetzt heißt der Roman eigentlich „Väter und Kinder“). Der Romanstoff behandelt die gesellschaftlichen Konflikte zwischen den liberalen Slawophilen und den westlich orientierten Nihilisten und führte nach der Veröffentlichung im zaristischen Russland zu literarischen Kontroversen, die Turgenew veranlassten, sein Land zu verlassen.
(Quelle: Wikipedia)

Die Leserunde beginnt am 1. September und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
334 Beiträge
vanessablns avatar
Letzter Beitrag von  vanessablnvor 4 Jahren
Nun konnte ich auch endlich mit einiger Verspätung meine Rezension einstellen: https://www.lovelybooks.de/autor/Iwan-S.-Turgenjew/V%C3%A4ter-und-S%C3%B6hne-Roman-German-Edition-1659463874-w/rezension/1797599060/?selektiert=1797599070 Dann kann ich es endlich von meiner Liste streichen, war doch einfacher zu lesen als ich dachte. :-)

Zusätzliche Informationen

Iwan S. Turgenjew wurde am 08. November 1818 in Orjol (Russland) geboren.

Community-Statistik

in 96 Bibliotheken

von 8 Lesern aktuell gelesen

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