Iwan S. Turgenjew

 4 Sterne bei 168 Bewertungen
Autor von Väter und Söhne, Erste Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iwan S. Turgenjew

Iwan Sergejewitsch Turgenew wurde im November 1818 in Russland geboren. In seiner Kindheit wurde er von Privatlehrern unterrichtet, bevor er 1827 in ein Internat kam. Anschließend studierte er Literatur in Moskau, Sankt Petersburg, Berlin und Heidelberg. Nach seinem Studium arbeitete er kurzzeitig als Beamter und kehrte dann in seine Heimat Orjol zurück, wo er die Leibeigenen seines Vaters freiließ. Seine Erzählungen "Aufzeichnungen eines Jägers" kamen heraus. Ab 1855 verbrachte er sein Leben hauptsächlich in Frankreich und Deutschland mit seiner Geliebten Pauline Viardot und kehrte nur selten nach Russland zurück. Er arbeitete als freier Schriftsteller und veröffentlichte mit großem Erfolg seine Werke. Turgenew starb 1883 in Paris aufgrund von Rückenmarkkrebs.

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Erste Liebe
Neu erschienen am 01.09.2018 als Hörbuch bei Hierax Medien.

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Iwan S. TurgenjewVäter und Söhne
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Väter und Söhne
Väter und Söhne
 (75)
Erschienen am 30.04.1974
Iwan S. TurgenjewErste Liebe
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Erste Liebe
Erste Liebe
 (33)
Erschienen am 25.04.2005
Iwan S. TurgenjewAufzeichnungen eines Jägers
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Aufzeichnungen eines Jägers
Aufzeichnungen eines Jägers
 (14)
Erschienen am 20.11.2007
Iwan S. TurgenjewUnheimliche Geschichten
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Unheimliche Geschichten
Unheimliche Geschichten
 (6)
Erschienen am 01.03.2008
Iwan S. TurgenjewFantastische Erzählungen
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Fantastische Erzählungen
Fantastische Erzählungen
 (4)
Erschienen am 31.01.2010
Iwan S. TurgenjewMeistererzählungen
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Meistererzählungen
Meistererzählungen
 (4)
Erschienen am 01.09.1995
Iwan S. TurgenjewVäter und Söhne / Ein Adelsnest / Rudin
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Väter und Söhne / Ein Adelsnest / Rudin
Iwan S. TurgenjewVäter und Söhne: Roman (German Edition)
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Väter und Söhne: Roman (German Edition)
Väter und Söhne: Roman (German Edition)
 (3)
Erschienen am 08.12.2017

Neue Rezensionen zu Iwan S. Turgenjew

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vanessablns avatar

Rezension zu "Väter und Söhne: Roman (German Edition)" von Iwan S. Turgenjew

Zeitloses Thema, leicht zu lesen
vanessablnvor 4 Tagen

"Vater und Söhne" von Iwan S. Turgenjew ist ein Klassiker, der für russische Verhältnisse wunderbar leicht und modern zu lesen ist, hat man sich erst einmal an die vorkommenden Namen gewöhnt. Ein vom Vater heiß ersehntes Familientreffen samt Studentenfreund des Sohnes zeigt, wie unterschiedlich die Menschen und Generationen sein können und sich Auswirkungen nicht vermeiden lassen. Obwohl der Roman im alten, aber von Veränderungen begriffenen Russland spielt, lässt sich die zeitlose Thematik problemlos auf die heutige Zeit übertragen. Das feinfühlige Ansinnen des Autors zeigt sich insbesondere in den Dialogen. Der ironische Humor, der an Gogol erinnert, ist nicht zu überlesen und lässt den Leser hin und wieder auflachen. Der Nihilismus selbst als Ideologie wird allerdings eher oberflächlich angesprochen. Die Liebe in all ihren möglichen Erscheinungen und den sich ergebenden Irrungen und Wirrungen spielt fast eine größere Rolle. Daraufhin kommt es hier zum Umbruch, auch im Leseerlebnis. Alles entwickelt sich plötzlich anders als angenommen und die Ironie des Ganzen wird doch sehr deutlich. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Geschichte als Bühnenstück noch besser macht. Mir hat das Buch in der Neuübersetzung von Ganna-Maria Braungardt überraschend gut gefallen. Die Anmerkungen zum Verständnis in dieser Ausgabe von dtv waren sehr willkommen, um manches etwas besser zu verstehen. 

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Schmiesens avatar

Rezension zu "Väter und Söhne" von Iwan S. Turgenjew

Generationenkonflikt ohne Moralapostelhaltung
Schmiesenvor 13 Tagen

"Zum ersten Mal hatte er die Kluft ermessen, die ihn von seinem Sohn trennte; ihm ahnte, dass sie sich mit jedem Tag erweitern werde."


Auf Kirsanows Gut hängt der Haussegen schief, als sein Sohn Arkad seinen Freund Basarow mitbringt - und noch dazu allerhand neumodische Ideen. Basarow ist nämlich ein vehementer Vertreter des Nihilismus, lehnt Kunst, Romantik und jedwede Autorität ab. Doch als sich Basarow in Anna verliebt, wird jede Theorie nichtig.

In seinem wohl bedeutendsten Werk behandelt Turgenjew ein ganz allgemeines Problem - den Konflikt, in den unterschiedliche Generationen geraten, wenn sich deren Gesinnung und Gedankengut zu weit voneinander entfernt. Angesiedelt ist die Geschichte zur Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland und bildet daher auch einen guten Querschnitt durch die damalige Gesellschaft. Es gibt europäisierte Dandys, uneinsichtige Großgrundbesitzer, emanzipierte Frauen, rüpelige Bauern, weltverbesserische Studenten und nicht zuletzt die Nihilisten. All diese Personen treten auf die eine oder andere Weise miteinander in Kontakt und beeinflussen sowohl die Meinungen als auch letztendlich die Lebensführung der anderen. 

Am wichtigsten sind in dieser Hinsicht sicherlich unsere Protagonisten Arkad und Basarow, die zunächst so einig erscheinen, sich aber im Laufe der Geschichte immer weiter voneinander entfernen. Demgegenüber stehen die Väter (und Mütter) dieser jungen Männer, sowie Arkads Onkel Paul, Basarows heftigster Gegner. Die Wortgefechte, die sich all diese Charaktere liefern, sind herrlich zu lesen und bieten einiges zum Nachdenken. Wirklich starke Frauenfiguren sucht man zwar auch bei Turgenjew vergeblich (jedenfalls, wenn man von unserem Verständnis einer starken Frau ausgeht), doch zeigen sie sich in gewissem Maße emanzipiert. Frau Anna Odinzowa ist letztendlich auch der Grund, weshalb Basarows schöner Nihlismus kräftig ins Wanken gerät.

Diese Dekonstruktion einer Ideologie, die keine sein will, vollzieht Turgenjew sehr zurückhaltend. Er bezieht keine Position, weder für die Väter, noch für die Söhne, zeigt aber bildhaft, dass der Nihilismus keinen Bestand haben kann, dass Liebe immer notwendig ist. Dass aus der nihilistischen Geisteshaltung später die Oktoberrevolution hervorgegangen ist, greift wahrscheinlich zu weit, doch Turgenjew hat, völlig ohne zu moralisieren, ein moralisches Werk geschaffen. 

Nichtsdesotrotz weist die Erzählung kleinere literarische Schwächen auf, die ich nicht übergehen möchte. So war beispielsweise die Entwicklung der Charaktere selten nachvollziehbar, es gab eigentlich kaum ein auslösendes Moment für gewisse Prozesse. Das machte die Handlung und Gesinnung der Figuren manchmal schwer nachvollziehbar. Gestört hat mich in meiner Übersetzung von Angelo Pankow (Anaconda Verlag) bisweilen, dass die russischen Namen "eingedeutscht" wurden - Pawel wurde zu Paul, Jewgenij zu Eugen, Nikolai zu Nikolaus, Arkadij zu Arkad. Das hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen.

In "Väter und Söhne" greift Turgenjew jedenfalls allgemeingültige Fragen auf: Wie kann sich die Gesellschaft entwickeln? Berechtigen nur eigene Erfahrungen auch zu einer eigenen Meinung? Wer ist schlauer - die Jungen oder die Alten? Und wie können wir über Generationen hinweg miteinander umgehen und voneinander lernen? Zwar muss man ein wenig zwischen den Zeilen lesen, aber in der recht dramatischen Geschichte rund um Basarow und Arkad gibt Turgenjew darauf leise Antworten. Ein lesenswerter Klassiker.

Kommentare: 3
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Petra54s avatar

Rezension zu "Väter und Söhne" von Iwan S. Turgenjew

diese Ausgabe kann ich keinesfalls empfehlen
Petra54vor 2 Monaten

Auf der Seite 17 habe ich das Lesen aufgegeben, weil die Übersetzung von Angelo Pankow derart grottenschlecht ist, dass man glaubt, ein Anfängergestotter vor sich zu haben. Langatmige und ungeschickt formulierte Dialoge, nichtssagende Beschreibungen verdarben mir recht schnell die Freude an diesem Werk eines meiner ansonsten hochgeschätzten russischen Lieblingsautoren.

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Gespräche aus der Community

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Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Im September lesen wir zusammen "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew.

Väter und Söhne ist der bekannteste Roman von Iwan Turgenew. Er wurde 1861 geschrieben; im selben Jahr hatte der russische Zar Alexander II. die Leibeigenschaft abgeschafft. Turgenew stellte in diesem Roman schon die neuen Verhältnisse und Anschauungen der jüngeren Generation dar, die der „Söhne“ (korrekt übersetzt heißt der Roman eigentlich „Väter und Kinder“). Der Romanstoff behandelt die gesellschaftlichen Konflikte zwischen den liberalen Slawophilen und den westlich orientierten Nihilisten und führte nach der Veröffentlichung im zaristischen Russland zu literarischen Kontroversen, die Turgenew veranlassten, sein Land zu verlassen.
(Quelle: Wikipedia)

Die Leserunde beginnt am 1. September und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
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Zusätzliche Informationen

Iwan S. Turgenjew wurde am 09. November 1818 in Orjol (Russland) geboren.

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